Filme | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sun, 17 May 2026 12:57:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 They Will Kill You (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/16/they-will-kill-you-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/16/they-will-kill-you-filmkritik/#comments Sat, 16 May 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38756 Asia Reaves (Zazie Beetz) bewirbt sich in einem elitären, sehr altem Hochhaus als Hausmädchen. Managerin Lily (Patricia Arquette) übernimmt die Führung durch das Gebäude und sofort fallen Asia die zahlreichen Schlösser an den Türen auf. Nachdem sie sich am Abend … Weiterlesen

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Asia Reaves (Zazie Beetz) bewirbt sich in einem elitären, sehr altem Hochhaus als Hausmädchen. Managerin Lily (Patricia Arquette) übernimmt die Führung durch das Gebäude und sofort fallen Asia die zahlreichen Schlösser an den Türen auf.

Nachdem sie sich am Abend schlafen gelegt hat, brechen plötzlich gleich mehrere verhüllte Gestalten in ihr Zimmer ein und wollen sie mit Gewalt entführen. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass Asia ebenfalls ein paar Tricks auf Lager hat…

Es gibt ja (zum Glück) immer noch so Trailer, da weiß man nach der Erstsichtung genau, den Film will ich sehen. So ging es mir bei dem neuesten Film des Russen Kirill Sokolov (No Looking Back), der neben der Regie auch das Drehbuch mitgeschrieben hat. Was jedoch so ganz nebenbei auffällt, sind die Ähnlichkeiten zu der fast zeitgleich startenden Fortsetzung von Ready or Not (dazu aber bald mehr).

Es folgen Spoiler. Ich werde euch den Film gleich mal so beschreiben, dass ihr euch auskennt. Laut Interview war eine der Regieanweisungen an die Darsteller, nicht zu übertreiben, damit das Endergebnis niemals lächerlich wirkt. Das münzt ihr nun um auf einen Film, bei dem ein Auge samt Sehnerv die Verfolgung seiner potentiellen Opfer aufnimmt und ein besessener Schweinekopf auf einer Dame den Endkampf bestreitet.

Dabei sind die Bösewichte vor allem dazu da, dass man über ihr Ableben (und Zurückkommen) lachen kann, aber das macht gar nichts, denn Antiheldin Zazie Beetz (Bullet Train) als Asia ist so ein Powerhouse, die läuft den gesamten Film über auf 120 Prozent und neben ihrer Energie, versprüht sie auch noch ordentlich Charisma.

Dabei ist die Choreographie wirklich kreativ, was die Waffen, die Bewegungen – auch beim Ausweichen – und den Einsatz unterschiedlicher Waffen betrifft und obwohl sich die Story fast nur auf ein Gebäude beschränkt, variieren sogar die Schauplätze plus die Musik, die hebt das Geschehen zusätzlich auf eine fetzige Ebene.

Gegen was Asia ankämpft sind ja unsterbliche Satanisten und die sind auch der wahre Gegner des Zuschauers. Wäre nämlich Beetz nicht so cool und die gesamte Inszenierung nicht so involvierend und irrsinnig – übrigens auch eine eigene Kunst, dass man als Zuschauer die Regeln innerhalb dieser Welt als völlig normal wahrnimmt – dann würde sich ein gewisses Gefühl einschleichen.

Richtig, ich meine den repetitiven Kreis des Tötens und fast sofortigen Wiederbelebens. Am Ende ist man als Betrachter wie die Überlebenden zwar erschöpft, aber daran langweilig zu werden, hat sich Asia vorbei gemordet. Das einzige störende für mich war ein Fehler, bei dem ein Kopf nachgewachsen ist und das Gesicht eines anderen Schauspielers trug, nur um in der nächsten Szene wieder auf den richtigen zu wechseln, so etwas hätte nicht passieren müssen.

In Summe aber was den kreativen Wahnsinn betrifft und dabei beziehe ich mich auf Optik, Design, Choreographie und Schauspiel, ganz großes Kino. Die Minimalstory startet das Geschehen und die Videospiel-Mentalität treibt das wilde Treiben bis zum Endboss an. Als der Schlussspann anfing, musste ich dann erleichtert grinsen, was nie ein schlechtes Zeichen ist.

„They Will Kill You“ bekommt von mir 8,5/10 den Circle of Death durchbrechende und stechende Empfehlungspunkte.

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Apex (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/14/apex-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/14/apex-2026-filmkritik/#respond Thu, 14 May 2026 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38788 Sasha (Charlize Theron) ist mit ihrem Partner Tommy (Eric Bana) klettern – es kommt, wie es kommen muss: Ein Unglück passiert und Sasha bleibt allein zurück. Einige Zeit später ist sie in Australien unterwegs – allein. Sie will ihre Grenzen … Weiterlesen

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Sasha (Charlize Theron) ist mit ihrem Partner Tommy (Eric Bana) klettern – es kommt, wie es kommen muss: Ein Unglück passiert und Sasha bleibt allein zurück. Einige Zeit später ist sie in Australien unterwegs – allein. Sie will ihre Grenzen austesten, um festzustellen, ob sie sich noch spürt.

Vor Ort trifft sie Bem (Taron Egerton), der ihr Tipps gibt, wo sie eine relativ harte Strecke mit dem Kayak befahren und klettern kann, und Sasha nimmt die Herausforderung an.

Als Sasha ihn kurz darauf mitten am Trail trifft ahnt sie bereits, dass er vielleicht nicht unbedingt der zuvorkommende Kerl ist, für den er sich ausgibt – zumal auf dem Trail, wie sie gelernt hat, immer wieder Menschen spurlos verschwinden …

Ich mag Charlize Theron grundsätzlich. Ich mag ihr Schauspiel, wie sie aussieht und im Regelfall auch die Filme in denen sie mitspielt („Mad Max: Fury Road„, „Prometheus„, „Aeon Flux„, „Kubo and the Two Strings„“ Atomic Blonde„). Nicht, dass ich alle gesehen habe, aber üblicherweise wertet ihre Präsenz einen Film auf. Ähnlich läuft es mit Taron Egerton, den ich eine zeitlang sogar für James McAvoy gehalten habe aufgrund seiner Optik, auch wenn ich zugegebenermaßen nur „Kingsman„, „The Golden Circle“ und „Rocketman“ mit ihm kenne.

Was „Apex“ hier betrifft, so wird eine absolut altbekannte und klare und übliche und schon hundert Mal erzählte Geschichte nochmals erzählt. Jene der traumatisierten Frau, die allein unterwegs ist und dann von einem vermeintliche Irren verfolgt wird und sie um ihr Leben kämpfen muss – und naturgemäß in diesem Kampf entdeckt, dass sie ja doch leben will.

Das kann spannend sein und das kann langweilig sein und dieser Film hier, nun, offen gesprochen ist er tatsächlich spannend geraten. Das liegt in erster Linie an der Inszenierung von Baltasar Kormakur, von dem ich bis jetzt noch keinen Film kenne, der sein Handwerk aber absolut versteht und der hier die Kulisse von Australien wirklich perfekt nutzt. Man merkt an der Regie und der Inszenierung auch, dass er eigentlich kein Amerikaner ist, sondern Isländer – der weiß halt, wie man Steine und Natur inszeniert. Sein Kameramann fängt manche Teile des Outbacks/Dschungels wirklich richtig großartig ein – wenn Sasha vom reißenden Wasser mitgerissen wird, dann sieht das richtig heftig und cool aus und man spürt jeden Wassertropfen im Gesicht. Oder als Sasha am Anfang des Films aufwacht und ihren Kopf aus dem Zelt steckt, in dem sie geschlafen hat, und man sieht, dass dieses Zelt in ungeahnter Höhe an einem Berg hängt und unter dem Boden des Zelts – nun: da ist nichts, nur ein Abgrund. Man kann die Bedrohung durch die Umwelt absolut spüren – so richtig nämlich.

Das kann man über die Figur von Ben allerdings nicht sagen. Ja, er ist irre. Ja, er ist bedrohlich. Aber das liegt zum großen Teil wirklich nur an den Szenen in denen die beiden in echter Interaktion sind, sich also gegenüberstehen. Da wirkt die Gefahr, da liegt Spannung in der Luft. Jene Szenen in denen Ben irre wirken soll, zum Beispiel als er erzählt, dass seine Mutter „die erste war und er sie immer bei sich trägt“, da kam mir sogar ein Lachen aus. Peinlich.

Wenn es dann aber zum Schlagabtausch der beiden kommt – dann wird es richtig cool, denn die beiden schenken sich nichts. Und wie dieser Schlagabtausch endet und wie generell das richtige(!) Finale abläuft – Respekt. Das habe ich so noch nie gesehen und das fand ich mutig. Mir hat das richtig gut gefallen. War mal was anderes. Respekt an den Drehbuchautoren Jeremy Robbins. Zumindest für diese Idee.

Davor gibt es natürlich die Verfolgungsjagd und die ist an sich spannend – auch wenn Theron nie wirklich bedroht wirkt. Ihre Mimik ist eher steif und vor allem hat sie einen absoluten „Na, dann …“-Blick drauf, der nichts verät über ihre Emotion, bzw. ist ihre Emotion eine absolut gleichbleibende, egal, ob sie mit Pfeilen beschossen oder verfolgt wird oder mit dem Fluss mitgerissen. Erst später kommt dann ein wenig mehr Abwechslung in ihre Mimik aber anfangs war da wirklich wenig los.

Taren Egerton ist allerdings super – der hat einen Riesenspaß und auch wenn seine Figur nicht immer funktioniert und er halt auch immer dort ist, wo das Drehbuch ihn gerade braucht – egal wie unmöglich, sinnfrei oder unlgisch das ist. Also wenn Sasha drei Kilometer mit dem Fluss mitgerissen wird, dann watet Sasha an Land und natürlich wartet Ben dort. Oder sie klettert aus einer Höhle ins Freie und guckt mit dem Gucker durch die Gegend – wen erspäht sie da – natürlich Ben. Realistisch? Nein. Und natürlich ist er fünf Sekunden später in Schussnähe. Also da war ich zwei, drei Mal knapp vor dem Abschalten, weil es echt schon zäh war und die Spannung arg abgewürgt hat.

Das Finale hat für mich wieder viel gut gemacht (auch wenn es an sich nichts Besonderes ist), aber der Weg dahin war primär gut anzusehen, weil Theron einfach eine gute Figur macht, Egerton Spaß mal drei hat und die Optik der Gegend einfach super eingefangen wird. Aber um Logik darf man sich da nicht kümmern, sonst geht alles den Bach runter.

„Apex“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, trotz aller Logikschwächen und unlogischer, drehbuchtechnischer „Zufälligkeiten“ sehenswerte Punkte.

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Mercy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/09/mercy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/09/mercy-filmkritik/#respond Sat, 09 May 2026 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38783 Als Chris Raven (Chris Pratt) erwacht, stellt er entsetzt fest, dass er an einen Stuhl gebunden ist und einer KI gegenübersitzt, die ihm mitteilt, dass er verhaftet wurde, weil er seine Frau ermordet hat. Chris ist völlig fertig, denn er … Weiterlesen

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Als Chris Raven (Chris Pratt) erwacht, stellt er entsetzt fest, dass er an einen Stuhl gebunden ist und einer KI gegenübersitzt, die ihm mitteilt, dass er verhaftet wurde, weil er seine Frau ermordet hat. Chris ist völlig fertig, denn er kann sich an nichts erinnern. Außer, dass er einer der ersten war, der die KI „Maddox“ (Rebecca Ferguson) gefeiert hat, weil diese eine objektive Richterin und Vollstreckerin ist. Als Chris jetzt jedoch selbst als Angeklagter hier sitzt, da kommen ihm dann doch Bedenken.

Er hat ein wenig über eine Stunde Zeit, um seine Unschuld zu beweisen. Dafür bekommt er Zugriff auf alle Systeme auf die auch Maddox Zugriff hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und bei Chris geht es um jede Minute …

Ich habe schon lange keinen Film mehr gesehen, der gegen Ende absolut entgleist, der keine zwei Sekunden nachdenken aushält, weil sofort jedwede Logik zusammenbricht und den man mit drei Zeilen Text hätte retten können.

Aber zurück zum Start: Der Film ist super gemacht, die Optik, die visuellen Effekte – das funktioniert unglaublich gut. Im Grunde erleben wir den gesamten Film aus der Sicht von Chris Raven, der ja an einen Sessel gefesselt ist. Eingeblendete Videoaufzeichnungen, einerseits von Bodycams über Türklingel-Kameras bis hin zu Handyvideos und Social-Media-Postings.

Das hätte rasch nervig und anstregend werden können, zumal Maddox auch zwischen verschiedenen Dateiordner herumspringt und wir alle Dinge rund um Chris im Raum projiziert sehen. Das sieht eigentlich immer gut aus – ist manchmal aber auch einfach nur Selbstzweck, denn sind wir ehrlich: Welchen Mehrwert hat es innerhalb des Films für irgendjemand, dass – als man zum Beispiel sieht, wie eine Hütte in die Luft gejagt wird, das Feuer rund um Chris realistisch in den Film projiziert wird? Genau keinen. Außerhalb des Films hat es jedoch einen Grund: Es sieht einfach cool aus.

Und als ich gesehen habe, wer diesen Film hier gemacht hat – also Regie und Produktion – war mir sofort klar, dass der Film zwei Dinge erfüllen wird: Eine grandiose Optik und eine Story die um Storylücken herumgeschrieben wurden und nicht Storylücken in einer an sich durchdachten Story.

Aber ehrlich: Die ersten zwei Drittel war mir das egal, denn die Spannung war hoch, das Tempo flott und die Optik hat einfach mitgerissen. Der Schnitt hat genau das richtige Timing: Man springt als Zuseher wild durch die Datenbanken und da wird visuell einiges geboten, aber es ist nie „zu“ schnell. Das Tempo ist gerade richtig, sodass man das was man sieht aufnehmen und verarbeiten und seine Bedeutung verstehen kann, bevor es zur nächsten Info weitergeht. Alle Achtung.

Aber im letzten Drittel wirft man dann alle Zurückhaltung über Bord und dazu kommt noch, dass der Drehbuchautor einfach nicht mehr wusste, wie er alle Storystränge zusammenhalten soll und ehrlich gesagt fühlte es sich tatsächlich fast wie ein anderer Film an. Und auch die KI benimmt sich gegen Ende einfach völlig absurd.

Es wird jetzt kein großer Spoiler sein, wenn ich folgende Frage stelle: Wenn die KI Zugriff auf alle technischen Geräte hat und alle Geräte an das Netz angeschlossen werden müssen, wieso kann sie dann eine gefilmte Entführung übersehen? Ich meine … meine Telefon kann mir zehn Minuten nachdem ich mit jemanden neben dem Telefon darüber gesprochen habe, eine Werbung dazu unterjubeln und „zufällig“ anzeigen – aber es gibt keine Automatismen, welche Entführungen melden? Oder Morde? Wo doch quasi die gesamte Stadt mehr oder minder aus Kameras besteht? Pft. Nein. Sinnfrei.

Dabei hätte man einfach nur drei Zeilen Dialog einbauen müssen. Einen kurzen Dialog, in dem der KI genau diese Frage gestellt wird und die KI antwortet, dass so viele Daten auf sie einprasseln, dass ihre Energiereserven für die permanente und Analyse quasi das Land lahmlegen würden, weshalb man sich entschlossen hat, ihre Rechenleistung einzudämmen und sie auf Gerichtsverfahren und damit zusammenhängende Datafeeds reduziert hat. Punkt. Fertig. Logikproblem gelöst. Es hätte auch noch ein weiteres Problem gelöst: Der dritte Akt hätte nicht so ausarten können – zum Beispiel eine Bombe auf Rädern von einer Detonation abhalten.

Schauspielerisch gibt Chris Pratt sein Bestes und die meiste Zeit reicht es auch. Manchmal ist er knapp am Scheitern und den aggressiven, wütenden Cop am Ende mit den zusammengezogenen Augenbrauen – sorry, da musste ich einfach laut auflachen. Aber – es ist okay. Von Rebecca Ferguson kann man ja nicht viel verlangen, ich meine – sie spricht eine KI. Und das macht sie die meiste Zeit über, auch wenn sie immer wieder einmal zu menschlich klingt, zu oft blinzelt und sich zu viel bewegt, für eine KI. Aber auch hier: Die Leistung passt schon. Das Problem ist – siehe oben – das Skript. Das wäre wirklich um einiges besser gegangen.

Hat es trotzdem Spaß gemacht: Für die ersten zwei Drittel: Ja, absolut. Das letzte Drittel zieht den Film dann ein wenig runter, aber nicht genug, dass er deshalb nicht sehenswert wäre.

„Mercy“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, visuell grandiose aber drehbuchtechnisch am Ende scheiternde, Punkte

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Dolly (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/07/dolly-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/07/dolly-filmkritik/#respond Thu, 07 May 2026 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38705 Macy (Fabianne Therese) ist extrem glücklich in ihrer Beziehung mit Chase (Seann William Scott). Als er einen Ausflug in die Wälder plant, in denen er Teile seiner Kindheit verbracht hat, ist sie sich sicher, dass er sie fragen wird, ob … Weiterlesen

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Macy (Fabianne Therese) ist extrem glücklich in ihrer Beziehung mit Chase (Seann William Scott). Als er einen Ausflug in die Wälder plant, in denen er Teile seiner Kindheit verbracht hat, ist sie sich sicher, dass er sie fragen wird, ob sie ihn heiraten will.

Da er aber eine Tochter hat, die Macy zwar sehr gerne hat, sie aber selbst nie Mutter werden wollte, hat sie gemischte Gefühle, was seinen kommenden Antrag betrifft. Als Chase auf ihrem Trip seltsame Geräusche hört, will er nach dem Rechten sehen und kommt nicht mehr zurück…

Hiermit hat Regisseur Rod Blackhurst (Blood for Dust) seinen eigenen Kurzfilm „Babygirl“ aus dem Jahr 2022, zu einem Spielfilm gemacht, also seine vier minütige Idee auf 75 Minuten erweitert. Was den Film herausstechen lässt, ist dass er auf 16 MM gefilmt wurde und so in Summe wie ein Slasher aus den 70er Jahren wirkt, obwohl er in der Jetztzeit spielt.

Ein wenig wie zuletzt bei Primate, kommt dem Film dabei die kürzere Laufzeit entgegen. Ein durchaus willkommener Trend, denn all die aufgeblasen langen Filme, nur damit man möglichst lange mit dem Streaming Dienst seiner Wahl beschäftigt ist, gibt es wirklich genug. Dolly ist dabei viele Dinge und erreicht damit zwei Sachen: das Erlebnis lässt dich nicht kalt und du durchlebst unterschiedlichste Emotionen.

Eine Affinität für Horror und besonders natürlich Retro-Backwood-Slasher zu haben, ist dabei natürlich ein riesiger Bonus. Was Dolly als Figur bringt, ist diese extreme Unberechenbarkeit. Da sie selbst immer wieder mit ihrem Geisteszustand hadert, ist der Übergang von „sie will dich erwürgen“ zu „sie will dich in den Arm nehmen“ fließend. Neben ihrer Kleidung und der Puppenmaske, ist dabei vor allem ihre Größe richtig einschüchternd.

Max the Impaler heißt die Wrestlerin im Kostüm und wow, wenn dir die eine gibt, dann stehst du so schnell nicht mehr auf. Was Dolly grundsätzlich mit Menschen macht, denen sie begegnet, ist sie brutal aus dem Leben scheiden zu lassen. Das könnte aber vielleicht sogar das nettere Schicksal sein, wenn man auf sie trifft, denn hat sie dich als ihr Kind/Baby auserkoren, dann fängt der „Spaß“ erst richtig an.

Was sie mit Hauptfigur Macy macht, das ist unbequem, ekelig, schräg und lächerlich. Gerade auch deswegen, weil es in einem anderen Umfeld bei einer richtigen Mutter und ihrem Baby, völlig normal wäre. Blackhurst weiß dabei sehr genau was die Kamera nicht zeigen muss und man dennoch genau spürt, was die Aktionen mit Macy machen. Sie wird ja von Fabianne Therese gespielt und die habe doch echt seit John Dies at the End aus dem Jahr 2013, in keinem Film mehr gesehen.

Ihre „All In“ Performance kann man förmlich körperlich spüren und ich denke nach Ende der Dreharbeiten, wird sie eine kurze 24 Stunden Schlafsession eingelegt haben. Ihren Freund spielt Seann William Scott (The Wrath of Becky) und seine dummen Entscheidungen und sein mangelnder Kampfgeist, das kann man durchaus als billige Klischee-Ideen des Drehbuchs bezeichnen, um die Handlung voran zu treiben (auch wenn ein kleiner Twist dabei ist).

Die spezielle gewählte Optik, das Erscheinungsbild und Gehabe von Dolly und das Spiel von Fabianne sorgen als Ganzes aber für ein wirklich atmosphärisches Erlebnis, dem man sogar leichte Texas Chainsaw Massacre Schwingungen unterstellen kann. Dass die blutigen Szenen auf eine zügige Over the Top Weise gefilmt wurden, ist ebenso eine feine Sache (ich mag Torture Porn einfach nicht). Klein, gemein und alles andere als rein, so ist das schon fein und nun schlaf schön mein Babylein.

„Dolly“ bekommt von mir 7,5/10 das Baby in dir erweckende, um überleben könnende Empfehlungspunkte.

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100% Wolf (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/#respond Tue, 05 May 2026 05:39:33 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38765 Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel … Weiterlesen

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Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel mag seinen Platz nicht hergeben und daher kommt es ihm sehr gelegen, als an Freddys „Tag der Verwandlung“ – also der Tag an dem Freddy sich das erste Mal in einen Werwolf verwandelt – etwas wirklich Schräges passiert.

Freddy wird nämlich nicht wirklich zu einem Werwolf … sondern zu einem Werpudel. Mit pinken Haaren. Und das führt zu allerlei Problemen …

Es gibt so Filme, nachdem man die gesehen hat, vermisst man die alten Pixar-Zeiten. Also, nicht so richtig vermissen, aber man versteht wieder einmal, dass es einen Unterschied macht, wie man eine Geschichte erzählt und wie sehr das Handwerk der Regie oder des Schnitts einen Film über den Durchschnitt heben können. Denn genau das ist „100% Wolf“.

Warum ich über Pixar schreibe? Weil „100% Wolf“ trotz der Inhaltsangabe kein Horrorfilm ist – ich nehme an spätestens beim Pudel war euch das klar -, sondern ein Animationsfilm für Kinder. Und für die hat er auch gut funktioniert. Der Film ist flott erzählt, relativ gut gemacht in Sachen Animation und die Witze sind meistens so, dass die Kinder lachen mussten und auch ich als Erwachsener musste hin und wieder schmunzeln.

Was halt wirklich auffällt – zumindest mir ist es bereits während dem Film aufgefallen – ist, dass Schnitt auch so manches kaputt machen kann. Der Film hat ein paar Szenen, bei denen es wirklich gut gewesen wäre am Ende einer Szene noch ein, zwei Sekunden zu zeigen, was passiert – einfach um das Geschehene nachwirken zu lassen. Oder an anderen Stellen den Enthüllungen ein wenig mehr Zeit zum „atmen“ zu geben. Da merkt dann schon, dass hier zwar Filmemacher am Werk waren, diese aber noch ein wenig Luft nach oben haben.

Das gilt auch für die Figuren, die am Papier alle sicher großartig gewesen sind. So gibt es zum Beispiel noch einen Menschen, der glaubt, dass Freddy entführt oder getötet wurde von Werwölfen und der deshalb Jagd auf sie macht. Oder die Hunde, die Freddy am Weg trifft und die ja eigentlich seine Feinde sein sollten – die haben alle Potential und ihre netten Eigenheiten, nur werden sie halt viel zu wenig genutzt. Das merkt man zum Beispiel an der Figur der Batty, die ja Freddys beste Freundin wird und die eine tragische Geschichte hat und man versteht als Zuseher (erwachsener Zuseher) sofort, wohin die Autor:innen mit der Figur wollten und welche Emotionen sie auslösen wollen – sie handeln nur alles zu rasch (und zu plakativ) ab.

Für Kinder, wie erwähnt, passt das. Es ist bunt, es ist Action, es ist lustig und man muss nicht viel nachdenken. Vielleicht guck ich mal ins 2009 erschienene Buch von Jayne Lyons, weil mich interessiert, ob das im Buch besser funktioniert und rüberkommt. Mal sehen. Der Film wurde jedenfalls nicht in Amerika, sondern in Australien produziert und im Original ehrt ihn Samara Weaving mit ihrer Synchronstimme. Ich kann allerdings nicht sagen, wie gut sie den Job macht, da ich mir den Film aufgrund der Kinder in deutscher Sprache ansehen „durfte“. Die Synchro war völlig in Ordnung.

Immerhin war der Film so erfolgreich, dass es einen zweiten Teil mit dem kreativen Titel „200% Wolf“ gibt und außerdem einen Serienableger „100% Wolf – die Legende vom Mondstein“ (Staffel 2 hat einen anderen Untertitel), aber meine Kinder haben weder jemals nach einer Fortsetzunge noch nach einer Serie gefragt – was sie üblicherweise machen, wenn ihnen Figuren oder Settings gefallen. Sagt ja auch schon was aus.

Die Formulierung „Einmal Ansehen, dann vergessen“, ist mehr oder weniger für diesen Film erfunden wurden. Unterhaltsam, ja. Aber nicht irgendwie Besonders.

„100% Wolf“ bekommt von mir 6,5 von 10, weil grundsätzlich gut gemachte, auch wenn Luft nach oben ist, Punkte.

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Thrash (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/02/thrash-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/02/thrash-filmkritik/#respond Sat, 02 May 2026 05:00:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38729 Ein Hurrikane der Kategorie 5 ist kurz davor, eine kleine Küstenstadt zu erreichen. Kein Ort an dem man sich zu diesem Zeitpunkt befinden will, schon gar nicht, wenn man auch noch wie Lisa (Phoebe Dynevor) hochschwanger ist. Sich nach dem … Weiterlesen

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Ein Hurrikane der Kategorie 5 ist kurz davor, eine kleine Küstenstadt zu erreichen. Kein Ort an dem man sich zu diesem Zeitpunkt befinden will, schon gar nicht, wenn man auch noch wie Lisa (Phoebe Dynevor) hochschwanger ist.

Sich nach dem Tod der eigenen Mutter in einem Zustand zu befinden, der Panikattacken beim Verlassen der eigenen vier Wände verursacht, bringt Dakota (Whitney Peak) ebenfalls in eine suboptimale Position. Dennoch sind die beiden Damen nun mal hier und Lisa ist auf Hilfe angewiesen…

Nein, ihr habt euch nicht verlesen, auch wenn der Film über seine Produktionszeit zahlreiche Namensänderungen spendiert bekommen hat. Dies ist zwar (neben einem starken Hauch von Katastrophen-Abenteuer) ein Creature Feature mit Haien als Antagonisten, dennoch handelt es sich nicht um einen Trash-Film, sondern um einen Film namens Thrash.

Das bedeutet auf deutsch je nach Zusammenhang etwa so viel wie verprügeln, oder im Sport vernichtend schlagen, sich hin und her werfen oder etwas ausdiskutieren. Dabei kann man mehrere Übersetzungen auf Tommy Wirkolas (The Trip) neuen Film anwenden, den es seit Anfang April 2026 auf Netflix zu sehen gibt, nachdem Sony den ursprünglichen Kino-Release auf Eis gelegt hat.

Der Film bedient gleich beide Genres, nutzt die Naturgewalten aber eher als Setup für das Hai-Szenario. Dabei wird das Rad erwartungsgemäß nicht neu erfunden, aber in seiner knackigen unter 90 minütigen Laufzeit, macht Wirkola mit dem auch von ihm verfassten Drehbuch, etwas grundlegendes sehr richtig.

Es ist zwar einfach, aber es funktioniert eben so gut wie immer. Er wählt Protagonisten, denen das Leben zumindest in letzter Zeit übel mitgespielt hat bzw. die man als Außenseiter bezeichnen kann. Parallel werden dabei zwei sich nicht berührende Storys erzählt, neben den beiden Hauptladys geht es auch um drei Waisen mit gar nicht mal so netten Pflegeeltern.

Die Figuren mag man also von der Ausgangslage her und die Darsteller liefern den Rest. Vor allem Phoebe Dynevor (Bridgerton) als Lisa macht das richtig gut, denn ihre Situation ist völlig drüber und endet in einer over the top Geburts-Szene, die leicht nur lächerlich hätte sein können, wäre sie nicht so cool in ihrer Performance.

Ebenfalls großartig sind die Haie. Das betrifft die Effekte aber vor allem auch die Bewegungen und die damit verbundene Geschwindigkeit, mit der sie auf ihre Opfer zusteuern. Abgetrennte Körperteile gibt es dabei erwartungsgemäß ebenfalls und ja, die Tierchen wirken sogar wieder mal bedrohlich, egal ob als unsichtbare Gefahr oder direkter Angreifer.

Das ergibt in Summe einen sehr kurzweiligen Film, mit sympathischen Figuren, starken Effekten, gestylter Dramatik, gezieltem Humor und sehr bewusst gewählten larger than life Momenten, die ich mir nach dem Film gleich nochmal angesehen habe. Das macht schon Spaß und genau das habe ich auf Grund des Regisseurs auch erwartet.

„Thrash“ bekommt von mir 6,5/10 die Vorzüge einer Wassergeburt nutzende Empfehlungspunkte.

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Die nackte Kanone aka The Naked Gun (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/#respond Thu, 30 Apr 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38759 Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der … Weiterlesen

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Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der Polizei als Selbstmord deklariert wurde, ihr keine Ruhe lässt – es ist nämlich ihr Bruder und sie ist sich sicher: Er wurde ermordet.

Gegen seinen Willen wir Frank also in einen Kriminalfall hineingezogenm, der weit größere Ausmaße annimmt, als er gedacht hat, denn er Unternehmer Richard Cane (Danny Huston) hat etwas erfunden, was Menschen auf Knopfdruck zu mordenden Bestien machen kann. Und er hat vor, das Ding in Kürze zu benutzen.

Aber Frank ist ihm auf der Spur …

Ein Remake bzw. ein Neuanfang der „Nackten Kanone“. Das muss man sich mal trauen und in meinen Augen sollte man sich sehr, sehr sicher sein, dass man mit den alten drei Filmen zumindest mithalten kann. Die ersten Trailer waren okay, aber haben mich nicht umgehauen. Und jetzt, wo ich den ganzen Film kenne, weiß ich: Ja, das gilt für den ganzen Film. Mit dem Bonus von ein paar Fremdschäm-Momenten sondergleichen.

Regisseur und (Mit)Drehbuchautor Akiva Schaffer kannte ich in erster Linie als Teil der „Musikgruppe“ The Lonely Island, wo er gemeinsam mit Andy Samberg („Popstar: Never stop never stopping„) und Jorma Taccone eben Musik macht. Völlig irre Texte inklusive. Und ganz viele Sexwitze. Aber wenn die Jungs ins Schwarze treffen, dann richtig. Ich denke da nur an „I Threw It On The Ground“ oder an „Jack Sparrow“. Großes Kino.

Dennoch: Die nackte Kanone? Hm. Naja. Ich sage mal so: Die Ansätze sind da, aber weder die Regie noch das Drehbuch, noch nicht mal Liam Neeson schaffen es, wirklich an den Humor und das anarische Gefühl der Original-Trilogie (von der Serie „Police Squad“ will ich noch nicht mal anfangen) anzuknüpfen. Es gibt ein paar Stellen an denen ich wirklich von Herzen laut lachen musste, aber die meisten Witze haben mir maximal ein Schmunzeln entlockt und es gibt mindestens genauso viele Fehlschläge wie Treffer.

Vor allem fehlen mir die ikonischen Momente, derer es in den Urpsrungsfilmen so viele gibt, Momente oder Aktionen, die wirklich hängenbleiben im Kopf und die man sich beim Beisammensitzen mit Freunden dann gegenseitig an den Kopf wirft und allein bei der Erinnerung schon lachen muss. Und ja, Liam Neeson ist kein Leslie Nielson. Das ist nun einmal so. Er gibt sein Bestes und streckenweise ist er die perfekte Besetzung für Frank Drebin Jr. Und hin und wieder wirkt er fehlplatziert.

Pamela Anderson als toughe Lady ist ebenfalls in Ordnung und spielt meines Erachtens auch besser als in ihren so genannten „ernsten Rollen“. Danny Huston ist super, wie eh und je, hat aber zu wenig zu tun und ist als Gegenspieler halt auch einfach zu einhundert Prozent austauschbar. Da hilft es auch nichts, wenn der Plot bzw. die Story ebenfalls geklaut ist – nämlich von „Kingsman„. Und dort funktioniert der gesamte Wahnsinn einfach um ein Vielfaches besser. Das hätte man besser vermeiden sollen. Wenn jemand einen Knopf drückt und Leute animalisch werden und durchdrehen, dann habe ich automatisch den Vergleich mit der Szene in der Kirche (ja, „Kingsman“) vor mir. Und wer bitteschön, will denn da mithalten können? Eben.

Dazu kommt, das manche Witze einfach zu langsam aufgebaut sind und das Timing nicht passt – ob das nun am Schauspiel oder am Schnitt liegt variiert je nach Witz und Szene. Aber in Summe – leider funktioniert es zu oft nicht. Auch die Absurdität der Szenen kommt irgendwie nicht so richtig rüber. Da wird zum Beispiel die Vorgesetzt von Frank (Chief Davis, gespielt von CCH Pounder) mitten in der Nacht geweckt und meint dann „Bringt mir sofort Drebbin hierher!“. Schnitt – Drebbin steht in ihrem Schlafzimmer und sie schimpft ihn. Absurd, ja. Aber es funktioniert nicht, weil der Wahnsinn so „nebenbei passiert“ und vor allem – es ist zu wenig(!) Wahnsinn. In der Szene zum Beispiel hätte es gebraucht, dass jemand Frank festnimmt, ins Polizeiquartier bringt, durch enge Gänge schleust, dann eine Tür im Polizeirevier öffnet und auf einmal stehen sie im Schlafzimmer vom Chief. Die Szenen sind da – der Aufbau passt nicht.

Und gegen Ende taucht dann eine Eule auf, die sich als Frank Drebin Sr. herausstellt – das war hochnotpeinlich in Summe. Und es gibt noch ein paar andere Szenen, die ich mehr peinlich als witzig fand, aber gut – das ist immer Geschmacksache. Ein paar Momente gibt es, die sich wie „früher“ anfühlen, aber bei weitem nicht genügend. Und ja, ich fand den Running Gag mit dem Kaffee toll – aber auch da: Die Pointe sitzt eher selten.

Dann gibt es noch eine Szene mit Bodycam – die war einfach viel zu lange und der Witz hat auch nicht so besonders funktioniert. Zumal der Täter sich dann ergeben hat, weil er wirklich gefilmt wurde. Hier wäre es zB viel besser gewesen, dass er aufgegeben hätte, weil er die Bodycam-Aufnahmen von Frank nicht mehr ertragen. Man hat sich also einfach viel zu wenig getraut.

In Summe okay, aber für mich kein wirklicher „Naked Gun“-Film. Schade eigentlich. Die Ansätze wären ja da gewesen.

„The Naked Gun“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung taugende, aber sicher nie Kult werdende, Punkte.#

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Eine vierköpfige Truppe von Influencern sucht nach der einen Story die sie brauchen, um endlich die erwünschten Klicks zu bekommen. Da sie sich darauf spezialisiert haben, versteckte urbane Schätze zu finden, um sie der Welt zu präsentieren, haben sie sich aktuell ein verlassenes Hotel ausgesucht.

Hier soll ein großer Schatz versteckt sein, doch als sie dort ankommen, lauern eindeutig mehr Gefahren, als sie sich jemals erträumt hätten. Aber eines dürfte wohl klar sein: Ein paar Influencer werden sich doch fix nicht von ein wenig Satanismus aufhalten lassen, oder etwa doch?

Ich kannte ihn namentlich bisher nicht, doch Marc Klasfeld ist laut meiner Recherche einer der besten Musikvideo-Regisseure der Gegenwart. In diesem Bereich hat er bisher bereits bei weit über 100 von ihnen die Regie übernommen (z.b. für Bands wie Aerosmith, Bon Jovi, Foo Fighters oder Sum 41 um nur ein paar wenige zu nennen). Abgesehen von seiner Satire „The L.A. Riot Spectacular“ aus dem Jahr 2005, hat er jedoch nie bei einem Spielfilm das Zepter übernommen.

Im Jahr 2026 sollte dies sich doch ändern, denn mit Do Not Enter hat er erstmals einen Horrorfilm inszeniert. Diese Vor-Informationen haben bei mir dann eigentlich nur eine Erwartung ausgelöst und zwar dass der Film mindestens optisch ansprechend sein wird. Ich werde es gleich vorweg nehmen: der Film ist ansonsten in etwa so beliebig wie das (Klischee)-Leben eines Influencers.

Was für mich aber unerwartet war, ist wer hier eine positive Rolle spielt. Ich – in meiner Welt auch der Rest der Menschheit – bin ja von der Message in modernen Hollywood Filmen geschädigt. Mit der von Laurence O’Fuarain (Sandman) gespielten Figur des Balenger ist hier dann doch wirklich ein weißer, heterosexueller Mann in einer Beschützer-Rolle mit dabei und wisst ihr was, er sucht auch noch seine vermisste Ehefrau.

Das hat für ich fast schon wieder Retro-Vibes versprüht und auch sonst sind die vier restlichen Hauptfiguren so gespielt, dass man sie sympathisch findet, ohne zu viel über sie zu wissen. Was mir ebenso gefallen hat und dafür gibt es jetzt einen SPOILER, ist dass alle vier überleben. Ich liebe das Final Girl Format, doch für das hier gewählte Ende, ist das schon extrem stimmig so. SPOILER ENDE

Die weiße, Ghoul ähnliche Kreatur, die beim Laufen alle vier Extremitäten benutzt, wirkt vom Design her bekannt, doch wenn man genauer hin sieht (also nicht zu genau, weil die Effekte nicht durchgängig gelungen sind) dann hat sein Aussehen doch etwas eigenständig Monströses und Abstoßendes an sich. Als böse Creature in diesem Feature ist er für mich gelungen, aber eben auch so überhaupt nichts Besonderes.

Als Kanonenfutter dienen dann noch drei menschliche Bösewichte, von denen vor allem einer ziemlich unmenschlich ist und man im Hinterkopf schnell den Gedanken hegt: gut, dass die Kreatur gerne Herzen aus Brustkörben entfernt, mal sehen, ob er doch eines hat. Dennoch ist die Zielgruppe hierfür zu beschreiben etwas schwer, denn für typische PG13 Teenie-Gucker ist dies zu hart, doch erwachsene Horrorfans, werden sich eher druchgehend langweilen.

Nach 85 Minuten ist der Spaß dann auch schon wieder vorbei und ich habe es nicht bereut, mir den Film einmal angesehen zu haben. Nein, definitiv nichts für die Sammlung, aber als oberflächlicher Guilty Pleasure Happen, kann man sich die Sache sicherlich „gönnen“. Erfrischend ist wie bereits erwähnt, vor allem die Figurenzeichnung, denn neben dem Beschützer sind die Influencer hier weit weniger dumm und oberflächlich dargestellt, als in vielen anderen Produktionen.

„Do Not Enter“ bekommt von mir 5/10 Verbotsschilder nicht nur ignorierende, sondern als Einladung sehende Empfehlungspunkte.

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Highway-Polizistin Jane Archer (Georgina Campbell) hatte ein schönes Leben, bis sie Bekanntschaft mit dem Satanic Slasher gemacht hat. Nun hat sie eine Mission und zwar den Mann mit der Maske aufzuspüren und zur Strecke zu bringen.

Da es jedoch wenig Anhaltspunkte gibt und seine Morde nicht geplant wirken, ist es extrem schwierig, eine gezielte Verfolgung aufzunehmen. Doch Jane gibt nicht auf und kommt ihrem Ziel langsam aber sicher, immer näher…

Es wird im Trailer auch damit geworben: Andrew Kevin Walker hat auch die Drehbücher zu Sieben und 8MM verfasst. So weit zur gewollt erzeugten Erwartungshaltung. Regisseur Gavin Polone hingegen, ist eher als Produzent unterwegs und hat bisher nur bei ein paar Serien die Regie übernommen. Ihr erstes gemeinsames Werk will einige Sachen sein, ist aber am Ende nur plakativ und hohl wie sein Titel. Nimmt man den Film aber nicht wie intendiert ernst, kann man aber doch etwas Spaß damit haben.

Georgina Campbell kann man nach Filmen wie Barbarian, Influencers oder Cold Storage durchaus als eine der aktuellen Scream Queens bezeichnen. Als Jane ist sie fokussiert und getrieben, während ihr Gesicht geprägt ist von Schmerz und Verlust. Nur ihr Schauspiel sorgt dafür, dass man ihr gerne folgt, denn geschrieben ist sie sehr beliebig und Sachen wie die eigene Schwangerschaft bemerken und dennoch auf Killer-Jagd zu gehen, kann man durchaus auch unsympathisch finden.

James Preston Rogers als Killer hat eindeutig eine bedrohliche Aura und eine starke, physische Präsenz und seine Stimme ist herrlich over the top einschüchternd. Im Gegensatz dazu zeigt Logan Miller (Escape Room 2) als Marvin in seiner Nebenrolle, dass dem Film neben Emotionen (außer ängstlich gibt es hier eigentlich nur stoisch) eine Prise Humor sicherlich gut getan hätte, was wohl auf Grund des Autors nicht möglich war.

Die restlichen Darsteller schwanken zwischen in Ordnung und alles andere als glaubwürdig hin und her, was bei deren Funktion als „Kanonenfutter“, wohl auch nicht der Anspruch war. Witzig finde ich – denn sich über Christen lustig zu machen, ist wirklich schon langweilig…probiert das mal mit Moslems, weil Komödie alles darf…Moment, das wäre politisch nicht korrekt oder von den Reaktionen her gefährlich – die lächerliche Klischee-Darstellung von Satanisten.

Da hast du die, die Satan anbeten und das feiern mit ständigem Drogenkonsum und Sexorgien, bei denen man sich verkehrte Kreuze auf den Körper presst. Dann wäre da der ernste Psycho Killer, der echte Fan des aus seiner Sicht Höllenfürsten, glaubt ihr diese beiden Welten passen zusammen? Wie diese unterschiedlichen Anschauungen aufeinander prallen, das ist subversiv witzig und endet in einem explosiven Finale.

Ansonsten ist dies ein eher lähmendes Katz und Maus Spiel, bei dem die Hauptfigur – Achtung, moderne Agenda – sich in einem von Männern dominierten Job durchsetzen muss, dabei nur von einer anderen Lady Unterstützung bekommt, natürlich darin effektiver ist und den Plan des Killers am Ende aufdeckt. Der Ausgang der Geschichte ist dann eine Mischung aus lächerlich und antiklimatisch, was irgendwie kaum verwundert.

Campbell ist sehr gut und spielt so als würde es um etwas gehen, während der Rest des Filmes eine Atmosphäre des vierten Filmes einer Halloween-Party erzeugt, bei dem keiner mehr genau hinschaut und das auch nicht muss, weil es am Ende doch um Nichts geht. Man bekommt auch als Fan solcher Sachen, keine kreativ/brutalen Kills präsentiert oder einen Killer, der besonders ikonisch erscheinen würde.

„Psycho Killer“ bekommt von mir 4/10 die „Beliebigkeit“ der Morde auf den gesamten Film übertragende Empfehlungspunkte.

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Sinners (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/#respond Tue, 21 Apr 2026 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38721 Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. … Weiterlesen

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Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. Sie mieten einen alten, großen Stall und rekrutieren alte Bekannte und Liebschaften, um die Bude zum Laufen zu bringen. Mit dabei haben sie auch Jedidiah (Saul Williams), denn er spielt super Gitarre und singt großartig. Alles läuft gut.

Nur – nicht allzu weit entfernt flieht ein irischer, verletzter Mann vor Indianer und versteckt sich im Haus von freundlichen Farmern. Als jedoch die Nacht hereinbricht, stellt sich rasch heraus, dass das ein Fehler war. Die Indianer haben sie gewarnt: Der Kerl ist gefährlich und ein Monster. Und die meinten das wortwörtlich: Der Flüchtling ist nämlich ein Vampir.

Und als der Typ (mit seinen neuen zwei Jüngern) die Musik von Stall hört, da will er mitmachen. Primär, weil er seine Mann- und Frauschaft vergrößern möchte. Aber Smoke lässt ihn nicht rein. Was kein Problem ist, denn er kann warten – irgendwann muss ja schließlich jemand rauskommen …

„Sinners“ hat ja einen nicht gerade unbekannten Rekord aufgestellt: Es ist der für die meisten Oscars nominierte Film überhaupt. Mehr als „Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ oder „Titanic“ oder „Citizen Kane“. Und gleich vorweg: Nein. Das ist meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt. Meiner Ansicht nach haben die Oscars damit vollständig bewiesen, dass sie Oscars ein Politikum sind. Nicht, dass wir das nicht schon wussten, aber das war für mich der letzte Beweis.

Das klingt jetzt als würde ich „Sinners“ nicht gut finden – aber das stimmt nicht. Der Film ist gut, sogar richtig gut. Vor allem die erste Stunde als die Figuren eingeführt werden und Smoke und Stack ihre alten Bekannten besuchen. Da gibt es eine großartige Szene, welche das „Aufpassen auf mein Auto“ betrifft und die Reaktion auf eine leichte … Ehrverletzung. Super Szenen. Großartig. Erinnert ein wenig an „Der Pate“ in seiner Konsequenz und macht neugierig, was hier noch so alles passieren wird.

Die erste Stunde, wie gesagt: Ganz großes Kino mit super Performances und grandioser, richtig guter Blues-Musik. Hammer.

Dann taucht der Vampir auf – und sein Auftauchen ist auch noch cool. Auch das erste Aufeinandertreffen ist ziemlich cool. Aber je länger der Film dauert, desto mehr verliert er. Die Vorgänge im Stall sind absolut vorhersehbar und man weiß eigentlich wirklich schon, was alles passieren wird. Das einzige, was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler sich heftig in den Mythos der Vampire hineinlehnt, der besagt, dass diese erst ins Haus gebeten werden müssen, bevor sie es betreten können. Da gibt es ein paar wirklich coole Momente, die voller Spannung sind und Dialoge, die es in sich haben. Da ist der Film richtig gut.

Aber das bleibt halt nicht so und die Action, die dazwischen immer wieder vorkommt ist leider halbwegs banal und der finale Kampf ist irgendwie antiklimatisch. Auch der Effekt als sich eines der Monster auflöst – ihr werdet wissen, was ich meine – sieht ziemlich mies aus. Und dann ist der Film noch nicht mal aus. Für einen Film, der nicht der Abschluss einer Trilogie ist oder das Ende eines Franchise, hat er ziemlich viele Enden. Nämlich drei. Bzw. vier. Kommt darauf an, was man jetzt alles rechnet.

Es gibt dann nach den Vampiren noch eine Gruppe von Gegnern, die völlig unnötig sind und an den Film drangepappt wirkt – ein wenig „persönliches Wishful Thinking“ von Seiten Regie, wenn ich das so nennen darf. War völlig unnötig. Diesen Storystrang hätte man absolut weit besser in den Film einbauen und auflösen können. ABer egal, es ist, was es ist. Und dann gibt es noch eine Szene – „Post Credits“ würde man wohl sagen oder „Mid Credits“. Egal. Jedenfalls war auch diese aus meiner Sicht völlig unnötig und man bekommt nochmals erklärt, was passiert ist. Mhm. Als hätte man das nicht ohnehin kapiert.

Aber gut. Soll sein. Ich gönne es Ryan Coogler nach seinem absoluten Fehlschlag namens „Wakanda Forever“ einen Erfolg zu haben. Und wie bereits gesagt: Der Film ist gut. Die erste Hälfte ist sogar richtig, richtig gut. Die zweite hat auch ihre Momente. Und ja, bei der Story denkt man unweigerlich an „From Dusk Til Dawn„, aber „Sinners“ fühlt sich völlig anders an. Die Story mag insofern ähnlich sein, als dass das Genre in der Halbzeit kippt, aber Coogler spielt die gesamte Sache bierernst und düster ab. Also weit weg vom genialen Anarcho-Chaos eines „From Dusk Til Dawn“. Deshalb kann man meiner Ansicht nach die Filme nicht einmal vergleichen.

Wie dem auch sei: Ich kann den Film auf jeden Fall allen empfehlen, die Blues-Musik mögen, kein Problem mit einem Genre-Shift in der Mitte haben und die Roadmovies genauso mögen wie Vampirfilme. Optisch gibt sich der Film keine Blöße und auch die Schauspieler:innen sind perfekt gecastet. Michael B. Jordan spielt seine Doppelrolle absolut toll und auch alle anderen sind super gelaunt und voll bei der Sache.

Alles in allem: Für mich ein absolut gelungener, guter Film, der mir zeigt, dass Coogler es doch kann, wenn er will und wenn man ihn lässt.

„Sinners“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, ein blueslastiges Roadmovie-Western-Stück zum Vampirfilm umfunktionierende, Punkte.

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