Filme | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 18 Jul 2026 19:58:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 The Whistler (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/18/the-whistler-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/18/the-whistler-filmkritik/#respond Sat, 18 Jul 2026 05:00:34 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39033 Nicole (Diane Guerrero) und ihr Mann ziehen zurück aufs Land bzw. nach Venezuela. Passend, dass auch ihr Schwiegervater vor kurzem verstorben ist und ihr Mann jetzt der Mann im Haus ist. Laut ihrer Schwiegermutter. Und der Mann im Haus ist … Weiterlesen

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Nicole (Diane Guerrero) und ihr Mann ziehen zurück aufs Land bzw. nach Venezuela. Passend, dass auch ihr Schwiegervater vor kurzem verstorben ist und ihr Mann jetzt der Mann im Haus ist. Laut ihrer Schwiegermutter. Und der Mann im Haus ist dringend notwendig, denn die Farm bzw. Ranch hat Probleme: Die Felder im Besitz der Familie werden von „Squattern“ genutzt, die es sich dort gemütlich gemacht haben.

Und außerdem geht irgendetwas um in den Reihen der Felder. Etwas, dass der Folklore nach „The Whistler“ heißt. Und wenn du ihn sein Lied pfeifen hörst, dann bist du kurz darauf Geschichte.

Alles nur Gerüchte, so Nicoles Mann. Das sind sicher die Squatter, die Leute über den Jordan schicken. Immerhin machen die Voodoo oder so Zeug. Aber Nicole glaubt der Sache nicht …

Wenn ich den Film auf einen Satz zusammenfassen darf: Ein Monster, dieses Mal pfeift es, geht am Land um und killt mehr oder weniger wahllos Leute bis es aufgehalten wird.

Das ist es. Mehr ist es nicht. Das Monster ist neu, aber auch nur dem Namen nach – alles andere an ihm ist zu 100% generisch. Es gibt auch keinen Twist. Man sieht in der ersten Szene wie es entsteht. Ja, nach knapp zwei Drittel sehen wir, dass die erste Szene uns – oh Schock! – etwas vorenthalten hat, was damals passiert ist und das soll wohl unseren Blick auf einen Charakter im Film verändern. Mir war’s völlig egal, weil auch alle Figuren im Film zu 100% austauschbar sind.

Ich musst ehrlich gesagt sogar den Namen der Hauptfigur nachschlagen, weil ich ihn zehn Minuten nach dem Film nicht mehr wusste. Die zwischenmenschlichen Momenten zwischen Nicole und ihrem Mann sind fast ein wenig schmerzhaft. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass die beiden ihr Kind verloren haben und auch deshalb in Venezuela sind – Abstand. Neuanfang.

Klappt wie in jedem anderen Horrorfilm natürlich wunderbar.

Ich kann es nicht sagen, zumindest kann ich den Finger nicht auf die Wunde legen, aber der Film hat es zu keinem Moment geschafft, mich abzuholen. Vielleicht liegt es dann der Werbekatalog-Optik von Diane Guerrero – ja, sie sieht gut aus. Sie kann spielen. Aber irgendwie hat sie für mich nicht in den Film gepasst. Zu sauber, zu adrett, zu „schön“.

Der Rest des Films hat einen dreckigen, natürlichen Look. Man merkt, es ist Venezuela und nicht irgendein High-Tech-Vorort in Amerika. Der Dschungel ist da. Die Männer auf der Farm, die Squatter – das sind Personen, die wirken als hätten sie schon dort gelebt und gehörten zu Land – also kudos in diese Richtung.

Die Entscheidung Diane Guerrero so wirken zu lassen, war vermutlich eine bewusste Entscheidung, weil das „Großstadtmädel“ aufs Land kommt und dort nicht hinpasst. Was allerdings ja nicht stimmt, denn sie spricht ja perfekt spanisch und überhaupt, wenn man die Backstory … ach, egal. Ich denke da mehr drüber nach als die Macher:innen.

Es gibt wie üblich nach knapp zwei Drittel mal einen so genannten Twist, der einer war, der auch gut gemacht war, aber er wird quasi sofort aufgelöst – man sieht es ja! – nur, um dann einige Zeit später als „Twist“ aufgegriffen zu werden. Äh – Nein. Das war kein Twist. Das habt ihr ja vorher schon gezeigt. Aber gut. Haben sie vielleicht vergessen.

Naja, ich formuliere es mal nett: Der Film ist absolut in Ordnung. Er macht nichts grundlegend falsch, aber auch nichts grundlegend anders oder Interessantes. Das Schauspiel passt schon. Die Kameraarbeit funkt. Die Optik ist (großteils) passend.

Es scheitert halt an einem Drehbuch, welches irgendwie zumindest für mich nie wirklich zündet. Und dann plätschert es noch eine Weile herum und dann ist er aus. Es gibt dann noch – natürlich! – eine Szene in welcher Nicole mit ihrem verstobenen Kind sprechen kann – immerhin will sie das ja nachdem sie von all dem Voodoo erfährt – und tja, was soll ich sagen?

Ich verweise auf den ersten Absatz dieser Review.

„The Whistler“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, als grundlegend okay, aber halt auch völlig generisch seiende, Punkte.

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Passenger (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/16/passenger-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/16/passenger-2026-filmkritik/#respond Thu, 16 Jul 2026 05:00:35 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39024 Die eigenen vier Wände als Gefängnis sehen, als feststecken an einem Ort. Für Tyler (Jacob Scipio) ist gerade sein Traum in Erfüllung gegangen, denn er und seine Freundin Maddie (Lou Llobell) haben ihre Wohnung aufgegeben und einen Van gekauft. Nach … Weiterlesen

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Die eigenen vier Wände als Gefängnis sehen, als feststecken an einem Ort. Für Tyler (Jacob Scipio) ist gerade sein Traum in Erfüllung gegangen, denn er und seine Freundin Maddie (Lou Llobell) haben ihre Wohnung aufgegeben und einen Van gekauft.

Nach ein paar Wochen auf der Straße, überholt sie eines Nachts ein Auto, dass kurz darauf einen Unfall hat. Die beiden bleiben stehen um zu helfen und ab diesem Zeitpunkt, geschehen seltsame Dinge und vor allem Maddie fühlt sich irgendwie verfolgt…

Regisseur André Øvredal fühlt sich sichtlich Zu Hause innerhalb des Horror-Genres, zuletzt kam von ihm 2023 The Last Voyage of the Demeter. 2026 ist ja grundsätzlich ein sehr starkes Jahr für Freunde der gruseligen Kunst, aber es gab auch Filme wie Psycho Killer. Leider ist dieser extra für den Film erfundene „Passagier“, ebenso nicht gerade allzu spannend geraten.

Das Setting finde ich dabei aber sowohl interessant alas auch unverbraucht, denn dass es einen modernen Trend gibt hin zum „Van-Life“, also das nomadische Leben im Campervan, war mir bisher nicht bewusst. Sich im Wald eine kleine Leinwand aufzustellen um Filmabend zu machen oder am Parkplatz am Strand zu übernachten, da kommt die Atmosphäre dieses Lebensstils sehr schön zur Geltung.

Das ist jedoch nur der Rahmen, denn die langen, dunklen Straßen mit den geflüsterten urbanen Legenden und der dazugehörigen Roadside-Folklore, sind der eigentliche Hauptdarsteller. Der Passagier als Gegenspieler ist schön klassisch gestaltet und kaum von anderen Geistern/Dämonen in Filmen zu unterscheiden. Ein paar gut getimte Jump Scares, verfehlen dabei ihre Wirkung nicht, falls man auf solche anfällig ist.

Gestört haben mich manche zu sehr konstruiert wirkende Sequenzen, bei denen „künstlich“ Spannung erzeugt werden soll. Wenn sich etwa eine Person vom Van wegdreht, die Kamera mit ihre eine Runde dreht und das Auto dann plötzlich weiter weg parkt, hat mich das schon beim ersten Mal genervt und es kommt mehrmals vor.

Auch typische vorhersehbare Dinge, z.b. wie ein Beamer gehalten wird als Lichtquelle, wo sofort klar ist, dass der kurze Zeit später vor Schreck fallen gelassen wird, haben mich aus dem Geschehen geworfen. Den Rest erledigt Jacob Scipio, den ich wenn er hart Jungs spielt (siehe Massive Talent oder Expendables 4), eigentlich ganz gut finde.

Als Tyler kann er vor allem mit den übernatürlichen Teilen nicht wirklich etwas anfangen. Sein ausgesprochenes „ich glaube dir“ seiner Verlobten gegenüber ist richtig irritierend, da es so unglaubwürdig klingt und er hat mehrere Momente, wo er Sätze mit einem „there is something off“ Charakter versieht und nein, das gehört nicht zu seiner Rolle.

Lou Llobell (Foundation) als Maddie agiert da viel stimmiger, mit ihr kann man auch besser mitleiden. Vor der Mittelmäßigkeit kann diesen Film aber Niemand retten, auch nicht kleine Gewaltspitzen mit fast abgetrennten Köpfen. Ergibt in Summe einen soliden Genre-Beitrag, der in keiner Weise im Gedächtnis bleibt und einige Seher wohl durchaus auch langweilen könnte.

„Passenger“ bekommt von mir 5/10 den Reiz des Lebens auf der Straße, völlig verloren habende Empfehlungspunkte.

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Louis Theroux: Inside The Manosphere (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/14/louis-theroux-inside-the-manosphere-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/14/louis-theroux-inside-the-manosphere-filmkritik/#respond Tue, 14 Jul 2026 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39031 Louis Theroux hat schon ein paar spannende Dokumentationen gemacht, keine Frage. Da ging es um Nazis, Boybands, Girlbands und allerlei anderes Zeug. Dieses Mal hängt er sich in die Welt der Influencer und verbringt Zeit mit drei sehr berühmten Männern, … Weiterlesen

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Louis Theroux hat schon ein paar spannende Dokumentationen gemacht, keine Frage. Da ging es um Nazis, Boybands, Girlbands und allerlei anderes Zeug.

Dieses Mal hängt er sich in die Welt der Influencer und verbringt Zeit mit drei sehr berühmten Männern, die mit Frauenhass und Männlichkeitsklischees großes Geld machen. Und – leicht widersprüchlich – zB OnlyFans-Girls promoten, während sie gleichzeitig behaupten, diese Art des sich verkaufens würden sie widerlich finden.

Die Frage: Wie sind die Typen wirklich und glauben die den ganzen Mist, den sie erzählen?

Louis geht der Frage auf den Grund …

Louis Theroux hat schon einige Dokumentationen produziert und als Moderator bzw. als derjenige, der im Bild die unangenehmen Fragen stellt, geleitet und geführt. Also quasi was Michael Moore machte, nur mit weniger Populismus.

In diesem Fall hat er sich drei Influencer geschnappt, um mit Ihnen Zeit zu verbringen. Da wäre mal HS, das muskelbepackte Mama-Bubi, der denkt, er hätte dicke Eier und wisse wie das Leben läuft, weil er x Follower auf Insta hat und viel Kohle – dank Product-Placement. Und so weiter.

Dann gibt es noch Myrone (oder so ähnlich geschrieben), der absolut viele – natürlich männliche – Follower hat. Der Hauptgrund dürfte seine absolut wilden Aussagen über die Beziehung zwischen Männern und Frauen sein. Also, ich sag mal so: Wenn jemand eine strikte Hierachie und Gewalt in Beziehungen propagiert, dann erreicht er halt ein wenig gewisses Publikum. Spannend vor allem: Der Typ hat ne Freundin. Die richtig, richtig nett wirkt.

Und natürlich noch Sneako – der ein Maga-Mann ist und schrägerweise irgendwann dann zum Islam konvertiert. Wie das zusammenpasst? Was weiß denn ich. Und da gibt tes dann noch jemand. Niemand besonderes, aber mir fällt der Name nicht ein und er ist mir zu unsympathisch, um ihn zu googeln.

Wie dem auch sei – der Blick auf diese Personen ist amüsant, schmerzhaft, abstoßend und faszinierend zugleich. Was man vor allem sieht: Das sind alles noch kleine Kinder im Kopf, die nie erwachsen geworden sind und einer Fantasie nachlaufen, die es nicht gibt. Und sie verkaufen diese Fantasie auf Social Media an viel zu junge Leute, die diesen Mist glauben.

Der zweite Punkt: Da gibt es genug junge und – offen gesprochen – sehr hübsche Frauen, die ebenfalls den leichten Weg gehen wollen und mit ihrem Aussehen Geld machen möchten, während sie gleichzeitig den Eindruck erwecken möchten, alles sei easy. Das wird ein ganz anderes, schräges Erwachen werden eines Tages, aber um die geht es hier nicht.

Der dritte Punkt: Es ist absolut klar, dass die Typen das Leben von dem sie reden (mit einer! Ausnahme) nicht leben. Die sind einfach 100% im Social Media-Modus. Und spannend: Sie alle sind ohne Vaterfiguren aufgewachsen. Sie lieben ihre Mütter, sagen sie lieben Frauen und zwar in dem Sinn, dass sie (die Männer) Feministen sind und besser als die Frauen wissen würden, was für die Frauen gut sei. Großartige Logik. Das Problem des Feminismus (oder seinem Ruf) in einem Satz zusammengefasst. Hammer.

Ich finde die Fragen, die Louis immer wieder stellt absolut nachvollziehbar und gut. Wirklich gut. Zum Beispiel interviewt er auch Angie, die Freundin von Myrone und die wirkt richtig nett. Und neben ihr bzw. in ihrer Anwesenheit – da wirkt der Typ auch nett. Man merkt, sie ist ihm wichtig, er spricht mit ihr ab, wie weit er gehen darf, was er sagen darf und sie bestätigt auch, dass alles nur Show ist und er zuhause ganz anders.

Dumm nur, dass er kurz nach dem Interview die Beziehung beendet. Scheinbar war das Feedback seiner Fans zu diesem Interview, dass er ein Weichei sei und zu freundlich zu seiner Freundin. Lasst das mal sickern. Und seine Reaktion: Beziehungsende. Mhm. Was für ein Vorbild.

Und am schlimmsten ist HS: Wenn der Typ nicht die Scheinheiligkeit in Person ist, dann weiß ich auch nicht. Die Szene, die wirklich offenbart, wie er ist, kommt gegen Ende des Films – als er Louis in Anwesenheit seiner Mutter trifft und das gesamte Ding live streamt, ohne Louis etwas davon zu sagen. Und diese Inszenierung für die Kamera – Hallelujah ist das peinlich.

Und dann die Aussage in die Kamera „you see him filming – it’s gonna show up in his documentary edited. We don’t edit. all the truth all the while.“ Tags darauf erscheien snippets (also edits) aus dem stream auf Social Media. Mhm. Leicht scheinheilig.

Wie dem auch sei – alles spannend anzusehen. Aber die Frage ist: Was ist schlimmer? Jemand, der diesen Mist wirklich glaubt oder jemand, der ihn nicht glaubt und ihn nur vor der Kamera verzapft, um Geld zu machen?

Schwere Frage. Die Konsequenzen für Fans und Follower dieser Dogmen – und noch schlimmer: Für alle Frauen, die diesen Typen über den Wegen laufen, sehen wir ja jeden Tag. Wie viele Frauenmorde in allein in Österreich in diesem Jahr? Und in Deutschland? Und den USA?

2026. Und immer noch dieser Mist.

„Louis Theroux: Inside The Manosphere“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, man hätte sicher noch tiefer gehen könnende, Punkte.

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Backrooms (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/11/backrooms-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/11/backrooms-filmkritik/#respond Sat, 11 Jul 2026 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38982 Clark (Chiwetel Ejiofor) lebt seit ihn seine Exfrau aus dem Haus geworfen hat, nur mehr für die Arbeit. Am Abend genehmigt er sich dabei den einen oder anderen Drink. Aber er arbeitet auch daran, sein Leben zu ändern. Zumindest versucht … Weiterlesen

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Clark (Chiwetel Ejiofor) lebt seit ihn seine Exfrau aus dem Haus geworfen hat, nur mehr für die Arbeit. Am Abend genehmigt er sich dabei den einen oder anderen Drink. Aber er arbeitet auch daran, sein Leben zu ändern.

Zumindest versucht er seine Probleme mir Therapeutin Mary (Renate Reinsve) aufzuarbeiten. Als er eines nachts wieder mal in seinem Geschäft schläft und es zu wiederholten Stromsschwankungen kommt, entdeckt er im Untergeschoss einen Durchgang in der Wand, der in einen seltsamen gelben Raum führt…

The Backrooms entstanden im Jahr 2019 in einem 4chan-Thread (ein soziales Netzwerk) und werden in seinem Ursprung als „Creepypasta“ bezeichnet, was eine allgemeiner Begriff für im Internet verbreitete Inhalte mit Horror-Themen ist. YouTuber
Kane Parsons hat daraus zwischen 2022 und 2025 eine Webserie gemacht, die es bisher auf 24 Folgen gebracht hat (und es soll weiter gehen).

Nach dem Erfolg im Netz wurde der erst zwanzig jährige Kalifornier von zahlreichen Studios angesprochen, eine Film-Version der Handlung fürs Kino zu inszenieren. 2026 kam die Sache dann ins Kino und es wurde ein richtiges Hollywood-Märchen daraus, denn der Film hat bei Kosten von 10 Millionen Dollar bisher 360 wieder eingespielt und ist der bisher erfolgreichste Film überhaupt für Studio A24.

Komplexer als in seinem Ursprung sind die Räume hier eine physische Manifestation des kollektiven Unterbewusstseins und von ungelösten, psychologischen Trauma. Für eintretende Menschen sind sie ein psychischer Spiegel, der absorbiert, Erinnerungen falsch abspeichert und emotionalen Ballast in einer Endlosschleife präsentiert.

Klingt gar nicht mal so leicht als Thema für einen jungen Mann, aber Angehörige der Gen Z Altersklasse, schauen eben auch gerne hinter die Kulissen. Kennt man diese Hintergründe, überrascht die ruhigere Erzähl-Geschwindigkeit dann nicht wirklich. Die Anspannung ist von Beginn an immer da, der Sog der Räume zieht dich als Zuschauer nach unten und das Gefühl ausbrechen zu wollen, wird immer stärker.

Auch Hauptfigur Clark scheint einen Ausweg zu suchen, aber er bewegt sich nur endlos in seiner „Emotional Comfort“ Zone, als echte Lösungen/Änderungen im echten Leben zu suchen. Auch die zweite Protagonistin Mary hängt in ihrem Trauma fest, aber während es für sie noch Hoffnung zu geben scheint, wirkt er doch einigermaßen verloren.

Vom technischen her ist das Sounddesign in Kombination mit den Farbtönen, den Kamerafahrten und Einstellungen und dem Aussehen der Möbel und Kreaturen in den Räumen so gestaltet, dass man irgendwie eine abstossende Faszination dafür empfindet. Man will doch auch weg laufen und dennoch gleichzeitig auch wieder hinsehen. Typisch schizophren, wie wir Menschlein eben sind.

Chiwetel Ejiofor darf hier nach zuletzt mehreren unwichtigen Nebenrollen (in Infinite oder The Old Guard 2) endlich wieder zeigen, was er kann. Seinen Clark kann man zwar verstehen, jedoch wird er mit zunehmender Manie immer unsympathischer. Renate Reinsve (A Different Man) als Mary ist ebenso stark als nach außen hin kontrollierte Dame, in deren Inneren, Vergangenes immer wieder an die Oberfläche kommt.

Die Mythologie und Überlegungen dahinter sind spannend und als eine Erinnerung daran, den Mut zu fassen aus ungesunden Spiralen im eigenen Leben ausbrechen zu wollen, kann ich das Erlebnis nur loben. Die Räume sind dabei nicht nur Gimmick sondern der Kern und darauf stützt sich der ganze Film. Gut und vor allem gut gemacht ist das, keine Frage, aber der große Hit abgesehen vom finanziellen, ist es in seiner Gesamtheit für mich nicht geworden. Trotz Hoffnung, ist die Grundstimmung dann doch zu depressiv.

„Backrooms“ bekommt von mir 7/10 den Blick weg vom Problem, hin zu einer möglichen Lösung richtende Empfehlungspunkte.

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Red Riding aka Little Red (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/09/red-riding-aka-little-red-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/09/red-riding-aka-little-red-filmkritik/#respond Thu, 09 Jul 2026 05:22:44 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39018 Nachdem ihre Mutter an einer Überdosis stirbt, zieht Redele (Victoria Tait) nach Schottland zur Oma. Dort ist alles neu und Red, wie sie genannt wird, braucht ein wenig um sich einzugewöhnen. Sie knüpft Kontakte und trifft schräge Menschen. Wie zum … Weiterlesen

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Nachdem ihre Mutter an einer Überdosis stirbt, zieht Redele (Victoria Tait) nach Schottland zur Oma. Dort ist alles neu und Red, wie sie genannt wird, braucht ein wenig um sich einzugewöhnen. Sie knüpft Kontakte und trifft schräge Menschen. Wie zum Beispiel – so stellt sich heraus – ihre Großmutter ein wenig schräg ist … aber da ist sie nicht allein …

Ein Film, der „Rotkäppchen“ in der Moderne erzählt? Gedreht in Schottland mit (im Originalton) schottischen Akzenten? Und schottischen Landschaftsaufnahmen? Und großen, alten Häusern? Und dann noch produziert von Neil Marshall? Passt. Nehm ich. Guck ich mir an.

Die Ernüchterung tritt dann jedoch rasch ein, denn was ein an sich guter Film hätte werden können (freilich ohne wirklich neue Ansätze. Leider), leistet sich dann doch zu viele Schnitzer um über die gesamte Länge zu funktionieren und zu unterhalten.

Vorweg vielleicht: Die Figur von „Red“ ist an sich nicht unbedingt so richtig sympathisch und manchmal fragt man sich, ob sie eine Sache jetzt gemacht hat, weil es im Drehbuch stand oder ob das ihr Charakter wirklich so machen würde, aber gut. Das Problem kommt ja häufiger vor. Schauspielerisch macht Victoria Tait in ihrer ersten Rolle so gut wie alles richtig – die Figur ist halt jetzt nicht unbedingt eine, die ihr weltweiten Ruhm bringen wird.

Ansonsten ist schauspielerisch alles dabei: Von super über okay bis zu ‚echt jetzt‘ (auch bekannt als „overacting“). Aber in Summe funktioniert das alles schon ganz gut. Da kann ich aus dem Stehgreif ein Dutzend Filme aufzählen, die weit schlimmer sind und nicht in Schottland spielen mit (im Original) schottischen Akzenten. Ich weiß, dass ich das schon erwähnt habe, aber ich finde einfach Schottland optisch großartig und auch der schottische Akzent ist für meine Ohren einfach großartig. Nur damit ihr Bescheid wisst – ich bin da vielleicht ein wenig vorbelastet.

Für den Film spricht auch noch die Optik: Wir kriegen hier wirklich oftmals schöne, coole Bilder. Manche streng arrangiert (Szene beim Esstisch, sag ich nur) und andere einfach aufgrund der natürlichen Schönheit alter Herrenhäuser und Wälder und Landschaften. Da gibt es nichts zu meckern. Die handgemachten (schätze ich mal) Effekte sehen großteils super aus, wobei ich das großteils hervorheben möchte. Aber auch hier: alles im Rahmen.

Wo es halt dann rasch hakt ist die Musik. Die ist einfach immer da. Immer. Bodenski von der Band „Subway To Sally“ hat mal gesagt, um Lautstärke zu spüren muss es davor und danach auch mal leise sein. Das hätte jemand vielleicht Debut-Regisseur Craig Conway (er hat bei vielen Filmen von Marshall mitgemacht) sagen sollen. Die Musik an sich ist schon mal Geschmacksache, das aber jede Sekunde ohne Gespräch damit zugekleistert wird … das geht gar nicht. Keine Szene, keine Emotion wird stehen gelassen um wirken zu können – immer ist die Musik da, die dir sagen will, ob das jetzt episch oder traurig oder was auch immer sein will. Fand ich mühsam und tatsächlich richtig störend.

Auch Drehbuchautor Peter Stylianou hat vielleicht ein paar Dinge aufzuholen, denn wenn ein Film von Seiten Handlung erst im letzten Drittel mal in die Gänge kommt, dann kann man froh sein in Zeiten wie diesen noch jemand zu haben, der überhaupt dabei bleibt. Ich war tatsächlich mehrmals verleitet, den Film abzuschalten – weil schlichtweg nichts Spannendes passiert ist. Wenn man schon über eine Stunde Spannung aufbauen will, dann muss man an der Eskalationsschraube drehen. Man kann nicht einmal drehen und dann darauf hoffen, dass das jetzt bis zum Ende hin hält. Ja, es gibt ein paar Momente, die wären vermutlich zur Eskalation gedacht, aber – nein. Ich hab nix gespürt. Lag vielleicht auch an der Regie bzw. der Musik oder an beidem, aber so richtig funktioniert hat das für mich in der Form nicht.

Was die Auflösung der Story betrifft … hm. Ich sage mal so: Wenn jemand „Rotkäppchen“, welches im Original ja „Red Riding Hood“ heißt, nacherzählt und die Hauptfigur „Redele“ mit Spitznamen „Red“ nennt, ihr dann den Nachnamen „Riding“ gibt und ihre Mutter „Scarlett“ tauft, dann weiß man, dass hier ein Filmemacher ganz clever (oder ganz faul, ist wohl Ansichtssache) sein wollte. Ich sag es mal so: Metaphern, irgendwer? Die wären hier im Dutzend billig abzugeben.

Und ja, natürlich kann Red mit Schrotflinten umgehen und Kämpfe mit ausgewachsenen Männern gewinnen. Das ist ja wohl klar.

Also – nein, ich kann TROTZ Schottland und schottischen Akzenten, an sich schönen Bildern und absolut ausreichendem Schauspiel NICHT empfehlen. Hab ich schon schlechtere Filme gesehen? Ja. Bessere? Ja. Aber in dem Fall halt doppelt schade, weil das verschenkte Potential wirklich offensichtlich ist.

„Red Riding“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, leider an sich selbst scheiternde, Punkte.

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Mortal Kombat II (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/07/mortal-kombat-ii-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/07/mortal-kombat-ii-filmkritik/#respond Tue, 07 Jul 2026 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38895 Neun mal hintereinander haben die Krieger der Erde beim Mortal Kombat bereits verloren. Sollte dies beim nun anstehenden zehnten Turnier wieder passieren, wird Shao Khan (Martyn Ford) seine gewalttätige Herrschaft, auf die Erde ausweiten. Für den Kampf auf unserer Seite … Weiterlesen

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Neun mal hintereinander haben die Krieger der Erde beim Mortal Kombat bereits verloren. Sollte dies beim nun anstehenden zehnten Turnier wieder passieren, wird Shao Khan (Martyn Ford) seine gewalttätige Herrschaft, auf die Erde ausweiten.

Für den Kampf auf unserer Seite fehlt noch ein Krieger und die Götter haben sich für den herunter gekommenen Schauspieler Johnny Cage (Karl Urban) entschieden. Klingt aussichtslos? Nun mit Kitana (Adeline Rudolph) haben die Guten wenigstens noch eine Verbündete auf der Gegenseite, die ihnen Informationen liefert…

Fünf Jahre später meldet sich Regisseur Simon McQuoid nun zurück, mit einer Fortsetzung seiner Mortal Kombat Wiederbelebung aus dem Jahr 2021. Die viel kritisierte, extra für den Film erfundene Figur des Cole rückt nun stark in den Hintergrund, dafür treten zwei Figuren ins Rampenlicht, die der Erstling völlig ignoriert hat.

Der dramatische Fokus liegt nun auf Kitana – eine der besten weiblichen Figuren aus den Spielen – und der Spaßfaktor wird durch Johnny Cage in die Höhe geschraubt, was comic relief betrifft, ist er sicherlich einer der unterhaltsamsten Figuren des Franchise überhaupt.

Neben den beiden, haben mir auch Nebenfiguren sehr gut gefallen, besonders die, die witzig sein sollen und das auch 100 prozentig sind. Kano wieder zu beleben habe ich richtig gefeiert, genau wie seine nerdigen Vergleiche (z.b. nennt er den blassen Necromancer Quan Chi „Pennywise„). Baraka als Fanboy des großen Johnny Cage ist ebenso ein Fest.

Die Rahmenhandlung an sich wird dieses mal auf ein Minimum reduziert und es geht nun hauptsächlich genau um das, was ein Beat ’em up Spiel ausmacht. So folgt ein Kampf dem nächsten, wobei man bei jedem der Fights schon vorher genau weiß, wer gewinnen wird, wer am Leben gelassen wird, oder eine Fatality abbekommt.

Spannend ist das somit nicht, unterhaltsam bleibt es aber durchgehend. Das Budget war ja 25 Millionen höher als beim ersten Teil und das sieht man auch an den abwechslungsreichen Sets und den Effekten, die (fast) durchgehend überzeugen können. Mehr Einspiel hat dies übrigens nicht gebracht und wegen der Underperformance am Box Office, wurde ein geplanter dritter Teil, derzeit auf Eis gelegt.

Karl Urban (The Bluff) hat als Johnny Cage offensichtlich wahnsinnig Spaß und dieser 80er Jahre Hero Charme sprüht förmlich von der Leinwand. Adeline Rudolph (Resident Evil-Serie) als Kitana verbindet gekonnt Elemente wie Härte, Grazie und Menschlichkeit, die sie alle als Herrscherin und Kriegerin an den Tag lege sollte. Das Problem mit dem langweiligen Helden des Erstlings, wurde somit erfolgreich behoben.

Schöne Schauwerte, blutige Finisher, witzige Nebenfiguren, eine abwechslungsreiche Choreographie, coole Helden und ein Angst einflößender Shao Kahn als Gegenspieler. Warum das zwar viel Spaß macht aber nicht großartig ist, zeigt schön die letzte Szene. Was im Spiel logisch ist, nimmt dem Film nämlich etwas die Substanz.

Damit meine ich, dass sie sich am Ende aufmachen, die gefallenen Kameraden wieder zu beleben. Keine Konsequenzen kann man nämlich sehr gut mit nicht involviert werden gleichsetzen. Das ist aber vor allem auf Videospiel-Verfilmungen bezogen, doch auch jammern auf höherem Niveau und ich würde mir einen dritten Teil, sicherlich anschauen.

„Mortal Kombat II“ bekommt von mir 7,5/10 für den finalen Erfolg, die richtige Perspektive benötigende Empfehlungspunkte.

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Citizen Vigilante (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/02/citizen-vigilante-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/02/citizen-vigilante-filmkritik/#respond Thu, 02 Jul 2026 05:00:59 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38955 Sanders (Armie Hammer) hat genug von Gesetzen, die Opfer im Stich lassen und Täter beschützen. Deshalb ist er als Vigilante der Bürger selbst auf den Straßen unterwegs. Dabei hat er ebenso korrupte Richter auf dem Radar und nein, keiner überlebt, … Weiterlesen

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Sanders (Armie Hammer) hat genug von Gesetzen, die Opfer im Stich lassen und Täter beschützen. Deshalb ist er als Vigilante der Bürger selbst auf den Straßen unterwegs.

Dabei hat er ebenso korrupte Richter auf dem Radar und nein, keiner überlebt, der sich einmal auf seiner Liste befindet. Das ruft natürlich unweigerlich die Cops in Form von Interpol Regional Chief Henry (Costas Mandylor) auf den Plan…

Im Jahr 2016 hat sich der kontroverse deutsche Regisseur Uwe Boll mit seinem Finale der Rampage Trilogie, von der Filmwelt temporär verabschiedet. Der DVD/Blu-Ray Markt war am Zusammenbrechen und ohne diese Einnahmen, konnte er seine Projekte nicht mehr finanzieren. Seitdem hat er mit seinem Sterne-Restaurant „Bauhaus“ in Vancouver ein zweites finanzielles Standbein gefunden.

Gleichzeitig wurde Streaming immer populärer, weswegen er einen neuen Weg gefunden hat, mit seinen Independent Produktionen, Geld zu machen. Citizen Vigilante – der ursprünglich The Dark Knight heißen sollte, keine Ahnung warum Warner Bros. da was dagegen hatte – ist nun sein bereits fünftes Projekt seit seiner Rückkehr.

Hier kommen Verbrechen vor, die von wahren Missetaten in Europa (etwa England) inspiriert wurden, auch in Deutschland. Reaktionen darauf? In good old Germany wurde dem Film ein FSK-Rating verwehrt, weswegen er weder im Kino noch im Stream erscheinen darf. Eine Klage hat Boll verloren aber an die SPIO hätte er sich noch wenden können. Internationale Nachrichten wie „Hate Speech punished more harshly than gang rape“ sind jedoch wohl die bessere Werbung.

Es ist genau dieses Lead Up zum Finale, dass dich wirklich den Kopf schütteln lässt. 7 Jugendliche vergewaltigen ein 14 jähriges Mädchen und werden dafür nicht eingesperrt. Warum? Weil laut Richter die Politik versagt hat, die Jugendlichen richtig zu integrieren. Sie seien genau so Opfer wie das Mädchen und die Vergewaltigung war in einer Form ein Schrei nach Struktur.

Dass dieser Wortlaut dem real gesprochen Wort der zuständigen Richter im Sinn entspricht, sollte wohl jedem einzelnen Menschen zu denken geben. Bringt Boll seine Botschaft subtil rüber? Ja, genau, mit der Subtilität eines Vorschlaghammers. Kommt die emotionale Wucht an, oder bekommt man Wut auf die Dinge, wie sie in unserer Welt laufen? Oh ja, das schafft der Film zu 100 Prozent.

Der durch dumme Aktionen in der #MeToo-Ära gecancelte Armie Hammer (Wounds) wurde laut seinem Interview selbst von Boll für die Rolle angeschrieben und man sieht ihm die Freude an, dass er endlich wieder seinen Traumjob nachgehen kann. Seine Kinder hätten ihm geholfen zu überleben und die Aussicht auf neue Rollen hat ihm die Kraft gegeben, weiter machen zu können.

Als Sanders ist er konzentriert, unerschütterlich in seinen Vorstellungen und wenn er seine Gerechtigkeit ausübt, dann gibt es keine Gefangenen. Wie er den Schimmel bei einem Bordell-Besuch erkennt oder das SWAT-Team warnt, bevor er das Feuer eröffnet (plus die von Boll absichtlich irritierend fröhliche Musik), sind dabei kleine Eigenheiten, die ihm Profil verleihen, obwohl man nichts über seine Beweggründe weiß.

Wer sich nicht in seiner unbeweglichen Blase befindet, der wird auch unweigerlich zum Diskurs angeregt. Warum gewisse Menschen aus gewissen Kulturen anders funktionieren, ist die eine Frage. Als Ausrede für ein Verbrechen – z.b. ich steche Jemanden ab – da muss das dann aber egal sein, wo ich herkomme bzw. darf es die Strafe nicht beeinflussen. Und wenn die Gesellschaft/Regierung der wahre Übeltäter sein soll, dann ändert doch bitte etwas daran.

Rache-Thriller wie etwa in den letzten Jahren die „Equalizer“ Trilogie sind ja deshalb so beliebt, weil da endlich Jemand etwas tut, wo alle anderen schlafen. Bolls Vigilante ist dabei aber irgendwie zu nahe an der Realität und vor allem deshalb auch für Leugner unangenehm, wie auch etwa Sound of Freedom für manche aus den falschen Gründen Propaganda war.

Wenn ich nett bin würde ich schreiben: Filmtechnisch und dramaturgisch sprüht das Werk durchaus europäischen Independent-Flair aus. Sonst müsste ich sagen, die Erzählstruktur ist etwas konfus, die Darsteller sind blass und die Fahrten des Panzerfahrzeugs durch die Stadt, dauern gefühlt eine halbe Stunde. Die große Kunst ist es hier aber, wie sehr Boll wieder mal aufregen und polarisieren kann und sowohl Leute aus dem linken als auch rechten Lager, zu extremen Aussagen verleitet.

Die moderne (etablierte) linke Seite ist schon längst bereit für Gewalt, wie wenn etwa die Ermordung von Charlie Kirk gefeiert wurde, oder man dazu aufruft, Donald Trump zu töten. Der finale Teil des Filmes löst dann die Frage aus: soll die Gegenseite (damit meine ich die normalen Rechten, nicht die extremen) auch diese Route wählen und ist das daraus resultierende Massaker wirklich das, was wir wollen?

Das Beste wäre natürlich die Menschen, die etwas ändern könnten, würden das auch tun. Wenn z.b. in Deutschland drei von fünf Vergewaltigungen von Männern aus anderen Ländern begangen wurden, dann soll man solche Aussagen nicht als Rassismus oder Hetze abtun und nichts tun, sondern lieber versuchen dahinter zu kommen, warum das so ist.

Was wäre also unsere Aufgabe? Ich finde nicht, dass Bolls Film mehr als andere Selbstjustiz Thriller dazu aufruft, selbst auf der Straße aufzuräumen. Er zeigt viel eher die Ohnmacht der Menschen, die Suche nach Rettung und den Frust über ein stagnierendes System, in dem sich die kontrahierenden Seiten, gegenseitig klischeebehaftetes Schubladendenken um die Ohren hauen.

„Citizen Vigilante“ bekommt von mir 5/10 sofortigem Abwimmeln mit kalkulierter Provokation entgegen wirkende Empfehlungspunkte.

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Mabel liebt Tiere. Deshalb rettet sie diese auch gern – vor allem aus den Schullaboren. Und deshalb landet sie auch bei ihrer Großmutter. Die Eltern ziehen weg und Mabel bleibt bei ihrer Großmutter, die ihr beibringt ihren Jähzorn zu bezwingen, indem sie ihr einen wundervollen Platz in der Natur zeigt.

Jahre später entdeckt Mabel, dass Bürgermeister Jerry eine Umfahrungsstraße bauen will – genau durch den Teich und ihren speziellen Platz. Das geht rechtlich leider, weil keine Tiere mehr dort leben. Was Mabel komisch vorkommt …

Da kommt eine geheime Erfindung der Schul-Wissenschaftler gerade recht, denn die haben eine Möglichkeit gefunden, seinen Geist in eine Tierattrappe zu übertragen. Und Mabel tut das – sie schlüpft in die Gestalt eines Bibers und macht sich auf den Weg, die Tiere zurückzubringen, denn nur diese können den Ort retten …

Ich habe seit Jahren keinen Pixar-Film mehr gesehen. „Hoppers“ habe ich ursprünglich nicht mal mitbekommen. Wir haben mit den Kindern einen Filmabend gemacht und auf Disney+ geguckt, was es gerade so gibt. Und tja – hier kommt „Hoppers“ ins Spiel.

Grundsätzlich ist der Film gelungen – er sieht gut aus, die Tiere sind cool gemacht und die paar Hauptfiguren sind witzig genug, dass es den Film zusammenhält. Die Handlung ist hauchdünn und natürlich ist das Ende zu zuckersüß um auch nur irgendwie wahr sein zu können, aber hey – Kinderfilm.

Auch wenn es ein paar Szenen gibt, die echt halbwegs irre sind – so übernimmt eine Bösewicht einmal einen Menschenroboter und dessen Mimik und Gestik sind hart grenzwertig. Fast schon ein wenig Horrorfilm. Lust für Erwachsene (erinnert an die Schabe in der Menschenhaut aus „MIB„), für Kinder heftig (aber nicht zu heftig).

Irgendwo habe ich gelesen, dass der Film der lustigste sei, den Pixar jemals gemacht hätten. Das kann ich für mich nicht bestätigen. Ja, ein paar Witze waren super. Vor allem ein paar wirklich dunkle Witze („Wichtig ist, dass wir noch leben …“, sagt der Regenwurm und die Sekunde drauf schnappt ihn der Vogel), haben mich abgeholt und ich musste schallend lachen. Natürlich zieht nicht jeder Witz8, aber wie erwähnt: Er bleibt unterhaltsam und spannend. Mabel ist eine coole Hauptfigur, die auch mal Mist bauen und daran wachsen darf.

Und die richtigen Helden sind ohnehin King George und die andern Tiere. Die Auftrittsdauer variiert zwar wenig, aber alle kommen mal zum Zug. Und King George wird euch richtig ans Herz wachen. Im Kern ist der die Hauptfigur und macht auch mit Mabel gemeinsam die größte Entwicklung durch. Ach, so ein lieber Otter.

Es ist übrigens natürlich wieder so, dass die – in meinen Augen – besten Witze und Szenen im Trailer sind („Willst du ihn noch immer essen?“ – „Nein. Jetzt ist es komisch.“ – find ich immer wieder großartig), aber der Film hat auch danaben noch genug Herz und Action, sodass alles funktioniert. Ein paar Szenen sind dann doch auch berührend – als zum Beispiel Mabel am Anfang Unterschriften für den Erhalt der Lichtung sammelt, dann bei einem alten Mann landet, ihm den ganzen Tag hilft und ihn zuquascht, bis sie am Abend bemerkt: Er hat sein Hörgerät ausgeschaltet gehabt. Aber er erbarmt sich und unterschreibt ihre Liste. Denkt sie. Als sie dann nachschaut, was dort steht, hat er ihr seine Einkaufsliste auf ihre Petition geschrieben.

Das sind halt Witze, die finde ich lustig. Meine Kinder haben glaube ich mehr gelacht, weil ich gelacht habe. Aber gut. Ist halt so.

Gegen Ende drückt man dann halt doch noch so richtig auf das Over-the-top-Gaspedal („Ich sag nur Haidi.“) und Absurdität, aber was hat man denn erwartet? Eben. Dazwischen sind halt viele kleine Gags, die mir besser gefallen („Woher hat er die Krone?“ – „DAS ist deine Frage?“) und die halt innerhalb eins Blinzeln vorbei sind. Man denke nur an das Ende des Bösewichts. Fand ich großartig, dauert aber keine Sekunde. Und erneut: Ich hab mich weggescheppert (in diesem Fall gemeinsam mit den Kindern, anstatt die Kinder meinetwegen).

Die Message des Films ist an sich super: Es gibt keine Tierwelt. Es gibt keine Menschenwelt. Es gibt nur eine gemeinsame Welt, weil es EIN Ökosystem ist.

„Hoppers“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, den Teich bzw. die Lichtung rettende, Punkte.

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Pizza Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/27/pizza-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/27/pizza-movie-filmkritik/#respond Sat, 27 Jun 2026 05:00:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38726 Jack (Gaten Matarazzo) ist nach einer verpatzten Aktion als Maskottchen der Football Mannschaft, bei fast allen auf seiner Hochschule unten durch. Sein Zimmerkollege Montgomery (Sean Giambrone) leidet unterdessen darunter, dass er sich nicht traut, seinen Schwarm anzusprechen. Als sie – … Weiterlesen

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Jack (Gaten Matarazzo) ist nach einer verpatzten Aktion als Maskottchen der Football Mannschaft, bei fast allen auf seiner Hochschule unten durch. Sein Zimmerkollege Montgomery (Sean Giambrone) leidet unterdessen darunter, dass er sich nicht traut, seinen Schwarm anzusprechen.

Als sie – nachdem sie wieder einmal von anderen Studenten gemobbt wurden – eine Schachtel mit Tabletten/Drogen finden und beide auch noch jeweils eine davon schlucken, beginnt eine Nacht voll mit irrwitzigen Strapazen…

Nick Kocher und Brian McElhaney wurden vor Jahren auf Medien wie YouTube bekannt als Sketch-Duo „BriTANicK“ und gewannen Preise als Schreiber der Gags für Saturday Night Live. Im Jahr 2026 haben sie sich nun nach drei Kurzfilmen getraut, ihren ersten Spielfilm zu inszenieren, bei dem sie natürlich auch das Drehbuch beigesteuert haben und als Produzenten agieren. Sehen kann man das Ergebnis nun auf Hulu bzw. Disney+.

Ihr erster Film ist dabei ein Fest geworden, voll mit verrückten und kreativen Ideen, bei dem es nüchtern betrachtet um Nichts geht, man aber beim Anschauen das Gefühl hat, es würde um Alles gehen. Ich weiß im Prinzip nicht wirklich, wie ich dieses Erlebnis beschreiben soll, weswegen ich einfach ein paar Begebenheiten vorbringen möchte.

Daniel Radcliffe (Guns Akimbo) spricht Lysander Featherhelm, einen Schmetterling einer der Hauptfiguren und es kommt kurzfristig auch zu einem Körpertausch mit seinem Besitzer. Wenn ich sonst nichts über diesen Film gewusst hätte wäre mir bei dieser Beschreibung sofort klar gewesen, dass ich den Film sehen will.

Von einer Musikerin, die durch Elektroschocks ihren Sänger zum Singen bringt, weil dies die Schreie bei einer Geburt nachstellen soll über einen Lieferroboter, der sich für einen zufriedenen Kunden inklusive positiver Bewertung sogar mit Stiegen (seinem Todfeind!) anlegt bis hin zu den sämtlichen Stufen, die der Drogenkonsum auslöst und die allesamt großartig sind, ich hab schon lange nicht sehr so oft grinsen und lachen müssen.

Die wichtigsten Figuren sind nicht nur Außenseiter, sondern vor allem die beiden Jungs werden als echte Loser gesehen. Diese Tatsache gepaart mit diesem Gefühl, dass die Suche nach einer Pizza zur wichtigsten Nacht ihres bisherigen Lebens wird und sie dabei als Menschen wachsen und zwischenmenschlich einiges seltsames aber auch sehr emotionales abläuft, das ist genau meine Art von schräg.

Sean Giambrone (Die Goldbergs) als Montgomery und Gaten Matarazzo (Stranger Things) als Jack ergänzen sich perfekt als beste Freunde, die schließt man ins Herz, weil sie einfach ehrlich sind (und schlecht lügen können) und ihnen nur selten etwas gelingt. Lulu Wilson (Becky, Wrath of Becky) als Lizzy vervollständigt das Trio und ihre Blicke mit ihren weit aufgerissenen Augen, spiegeln schön den vorherrschenden Irrsinn wider.

Es gibt noch zahlreiche weitere starke Schauspieler in witzigen Rollen und gerade weil sie das so ernst spielen, ist es so lustig. Auch die Metaebene darf dabei natürlich nicht fehlen. In Summe zwar sicherlich kein Film für Jedermann, aber was „Stoner Komödien“ betrifft (aus Mangel eines passenderen Genres, nenne ich das mal so) ist das mit Abstand das herzlichste und unterhaltsamste Werk, dass ich jemals gesehen habe.

„Pizza Movie“ bekommt von mir 8,5/10 die Nacht nicht vor der Frühstücks-Pizza lobende Empfehlungspunkte.

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Worldbreaker (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/23/worldbreaker-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/23/worldbreaker-filmkritik/#respond Tue, 23 Jun 2026 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38935 Eines Tages krochen „Breakers“ getaufte Wesen aus einer Öffnung aus der Erde und begannen damit, jagt auf die Menschheit zu machen. Ihr Vater (Luke Evans) hat jahrelang an der Front gekämpft, doch nach einer Verletzung ist es nun Zeit für … Weiterlesen

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Eines Tages krochen „Breakers“ getaufte Wesen aus einer Öffnung aus der Erde und begannen damit, jagt auf die Menschheit zu machen. Ihr Vater (Luke Evans) hat jahrelang an der Front gekämpft, doch nach einer Verletzung ist es nun Zeit für ihre Mutter (Milla Jovovich) in den Kampf zu ziehen.

Willa (Billie Boullet) selbst flüchtet mit ihrem Vater in der Zwischenzeit auf eine einsame Insel. Dort beginnt er mit ihrem Training, denn eines Tages wird auch sie sich dem Krieg um die Erde stellen müssen…

Ist auch schon wieder über zehn Jahre her, dass ich mit Stonehearst Asylum meinen letzten Film von Regisseur Brad Anderson gesehen habe. Warum ich hier gelandet bin und den Film gerne gesehen habe, liegt aber an Billie Boullet. Die habe ich zuletzt in der Man on Fire Serie kennen gelernt, wo ich ihr ehrlich authentisches Spiel, sehr geschätzt habe.

Probleme hat das Abenteuer jedoch durchaus, ich fange aber mal mit der künstlich voran getriebenen, „culture war“ Ebene an. Ich habe hierzu einen Thumbnail einer Review auf YouTube gesehen und da stand doch ehrlich „Feminist Zombie Hunter, The Movie“ aka der Film ist woke. Wo das her kommt, ist klar, aber wow ist das daneben.

Von der Story her haben natürlich zuerst die Männer gegen die Wesen aus der Erde den Kampf aufgenommen. Zumindest bis man merkte, dass Männer sich durch Bisse und Kratzer in sogenannte Hybride verwandeln, was bei Frauen nur sehr selten vorkommt. Deshalb sind jetzt nur mehr Damen an der Front.

Das wird aber nicht glorifiziert, sondern manche Ladys werden dadurch durchaus überheblich, was nicht vom Geschlecht abhängt, sondern typisch menschlich ist. Was aber nach dem Einstieg der Kern des Filmes ist, ist ein Vater, der seine Tochter auf das Überleben in einer Welt voller Wesen vorbereitet, die sie sonst auf der Stelle töten würden.

Hier liegt auf das gesamte Werk bezogen, dann auch das echte Problem, denn zum Film hätte der Titel „Worldbuilding“ besser gepasst. Die erste halbe Stunde wird die Ausgangslage erklärt, dann folgt die Coming of Age Story der Tochter als Aufbau und plötzlich ist der Film vorbei. Mit Voice Over und dem Wissen wie es wohl ausgegangen sein muss, aber das fühlt sich schon sehr wie teasen ohne pleasen an.

Vom Genre her ist es aber sowieso eher ein Drama, Action gibt es nur zu Beginn und gegen Ende, wobei diese Momente sehr kurz sind. Das Design der Hybriden ist dabei handgemacht und angenehm creepy. Milla Jovovich (In the Lost Lands) wird eher als bekannterer Name für Werbezwecke benutzt, sie hat nämlich nur relativ wenig Screentime.

Dies ist aber sowieso der Film von der wieder sehr lebendig und direkt agierenden Boullet und von Luke Evans (Weekend in Taipei), die ihre Rollen mit vollem Einsatz leben. Er ist genau die Art von Vater, der selbst zwar auch gebrochen ist, aber alles für seine Tochter tut und tun würde. Schützen ist dabei zwar gut, aber lehren eben noch besser.

Wenn genau das Zwischenmenschliche der zwei Charaktere und das Spiel der Schauspieler etwas ist, was dich als Filmfan fesseln kann, dann bist du hier richtig. Ansonsten fühlt sich das Ganze etwas zu sehr wie der Pilotfilm einer Serie an. Wer Action oder Horror erwartet, der ist hier ebenso falsch, da diese Genres nur in Ansätzen vorkommen.

P.S.: Noch mal zum Culture War: Hier ist ein weißer, heterosexueller Vater in einer positiven Mentoren-Funktion die Hauptfigur und durch ihn erinnert man sich auch wieder daran, wie wichtig es ist, Geschichten zu erzählen, die Hoffnung spenden. Plus fragt ihn sogar seine Tochter, ob alle Männer böse sind, weil sie sich anstecken und verwandeln durch die Breaker. Spoiler: die Antwort lautet nein.

„Worldbreaker“ bekommt von mir 6/10 die Hoffnung durch den Blick auf das eigene Kind, niemals aufgebende Empfehlungspunkte.

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