Horror | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Fri, 20 Mar 2026 18:44:58 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Primate (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/21/primate-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/21/primate-2025-filmkritik/#respond Sat, 21 Mar 2026 05:00:41 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38543 Lucy (Johnny Sequoyah) kehrt nach einer längeren Zeitphase in ihr Zu Hause in einen abgelegenen Teil von Hawaii zurück. Dort wartet neben ihrem gehörlosen Vater (Troy Kotsur) und ihrer kleinen Schwester Erin (Gia Hunter) auch Schimpanse Ben auf sie, der … Weiterlesen

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Lucy (Johnny Sequoyah) kehrt nach einer längeren Zeitphase in ihr Zu Hause in einen abgelegenen Teil von Hawaii zurück. Dort wartet neben ihrem gehörlosen Vater (Troy Kotsur) und ihrer kleinen Schwester Erin (Gia Hunter) auch Schimpanse Ben auf sie, der seit er ein Baby war, Teil der Familie ist.

Nachdem der Vater kurz danach beruflich außer Haus ist, feiern die beiden Schwestern mit drei Freunden eine Poolparty. Was fröhlich beginnt, wird schnell zu einem Horror-Szenario, denn Ben hat sich mit Tollwut angesteckt, ist aus seinem Käfig ausgebrochen und hat sich zur Aufgabe gemacht die Menschen innerhalb seines Hauses, auf möglichst blutige Art und Weise, aus dem Leben scheiden zu lassen…

Ich musste vorher auf der imdb als Bestätigung nachsehen, aber ich habe wirklich bis jetzt noch keinen Film von Regisseur Johannes Roberts gesehen. Mein Kollege Fireagent hingegen schon und der fand seine Projekte mittelmäßig (47 Meters Down Uncaged und The Strangers: Prey at Night) oder richtig schlecht (Resident Evil: Welcome To Racoon City). Ich hatte dennoch nichts zu verlieren, denn meine letzten Creature Feature Erlebnisse, waren alles andere als berauschend (Killer Whale, Coyotes oder Rippy, um nur ein paar zu nennen).

Vielleicht ist es ja genau diese Herangehensweise gewesen aber wow, ich hatte hiermit eine Menge Spaß. Dabei gibt es gleich mehrere Dinge, die ich gefeiert habe. Ein paar Beispiele? Ein Soundtrack, der wie aus einem Slasher aus den 80er Jahren klingt. Eine Anspielung auf Shining, bei der ich echt von einem zum anderen Ohr grinsen musste. Keine CGI-Effekte, alles animatronisch oder mittels Kostümen gelöst.

Nach 85 Minuten laufen die Credits – endlich mal wieder eine nicht extra lang gedehnte Handlung – und dennoch kommt dir das Gesamterlebnis satt und nicht zu kurz vor. Hinzu kommen kleine Dinge, die eine gewisse Liebe zum Medium Film verlangen und heutzutage, viel zu selten vorkommen. Etwa wenn eine Betrunkene sich ins Bett fallen lässt und die Kamera sozusagen „mit fällt“ oder wenn auf die lautlose Sicht des gehörlosen Vaters gewechselt wird, was auch gezielt für unangenehme Spannungsmomente sorgt.

Für mich auch erfrischend, dass bis auf Kleinigkeiten auf Gefühlsdrama innerhalb der Hauptfiguren verzichtet wird. Der Tod der Mutter wird bereits im Vorspann gezeigt und wie verschieden damit umgegangen wird. Der Vater stürzt sich in die Arbeit, die ältere Tochter verlässt ihr Zuhause, die jüngere zieht sich zurück. Dass der Schimpanse als Familienmitglied gesehen wird und man ihn wegen dem bereits erlittenen Verlust zunächst nicht aufgeben will, ist bitter und nachvollziehbar.

Dass durch extreme Erlebnisse Trennungen untereinander überwunden werden können, ist ebenso bekannt. Weswegen hier auch vor allem Hauptfigur Lucy richtig gut funktioniert. Für mich auch interessant ist es, dass die zweit prominenteste Figur ihr Gegenpol ist, also die extrovertierte Dame, die auf Lucy´s Love Interest klebt und in einem anderen Film, wahrscheinlich als Erste gestorben wäre.

Dann wären da die Morde. Die sind schnell und brutal, wie Tierattacken eben sind und auch schön blutig. Dabei macht Tollwut Ben hier nicht nur zu einem Killer, sondern auch zu einem kleinen Sadisten, der scheinbar Spaß am Morden hat (die Szene mit dem Kiefer oder dem Autoschlüssel, ihr werdet wissen was ich meine). Das ist vielleicht nicht realistisch, dafür aber ist man noch mehr involviert, weil man richtig wütend wird auf den kleinen Mistkerl.

Abgerundet von starken Performances der wichtigsten Personen – Johnny Sequoyah als Lucy hat dabei alle Sympathien auf ihrer Seite – ist das in Summe ein Genrebeitrag, der alle bekannten Einzelteile so aneinanderreiht, dass ich ihn richtig gefeiert und für die kleinen Details geschätzt habe. So produziert man einen Film, der am Papier haarsträubend klingt und macht ihn innerhalb des Subgenres, zu einem der unterhaltsamsten Erlebnisse der letzten Jahre.

„Primate“ bekommt von mir 8/10 den Evolutionstheoretikern das Fürchten lehrende Empfehlungspunkte.

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Resident Evil Village: Shadows Of Rose (DLC-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/14/resident-evil-village-shadows-of-rose-dlc-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/14/resident-evil-village-shadows-of-rose-dlc-review/#respond Sat, 14 Mar 2026 05:30:15 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38552 Rose, die Tochter von Ethan und Mia Winters, ist eine Teenagerin geworden und die Tatsache, dass sie „Kräfte“ hat, wiegt schwer auf ihr. In der Schule wird sie gehänselt und sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine normale Teenagerin zu … Weiterlesen

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Rose, die Tochter von Ethan und Mia Winters, ist eine Teenagerin geworden und die Tatsache, dass sie „Kräfte“ hat, wiegt schwer auf ihr. In der Schule wird sie gehänselt und sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine normale Teenagerin zu sein. Dazu zu gehören. Da kommt ihr das Treffen mit Agenten K, der ihr erklärt, dass er möglicherweise einen Weg für sie gefunden hat, ihre Kräfte loszuwerden, gerade recht.

Angeblich gibt es im Bewusstsein des Megamyceten (also dem Schimmelzeug aus „Village“) einen Kristall, der ihr diese Kräfte nehmen kann. Also begibt sich Rose dort hinein, muss aber rasch feststellen, dass noch jemand dort zugegen ist, denn der Megamycete hat nicht nur sie aufgenommen, sondern auch die Erinnerungen von anderen, mächtigeren Personen, die mit ihm in Berührung gekommen sind.

Also muss Rose versuchen, den Kristall zu finden und sich nicht zu tief im Bewusstsein dieses Dings zu verlieren. Zum Glück kommt ihr jemand zu Hilfe, der zwar nicht sichtbar ist, aber ihr immer wieder Tipps und Hinweise hinterlässt und mit dem sie später sogar kommunizieren kann.

Aber ist dieser jemand wirklich eine Hilfe oder ist alles eine perfide Falle und etwas viel Böseres ist hier am Werk …?

Die Tatsache, dass „Resident Evil Requiem“ in nicht mal einem Tag erscheint, hat mich dazu gebracht, endlich den finalen DLC für „Resident Evil Village“ zu spielen, der laut meinen Infos das Ende der Storyline rund um die Familie Winters beinhaltet. Nachdem Rose nur aus dem Abspann von „Village“ bekannt ist, war meine Erwartungshaltung eher niedrig – zugegeben: Der gesamte achte Teil der Hauptreihe dreht sich um Ethans Versuche Rose zu retten, allerdings ist sie da noch ein Baby und das ist doch ein gewaltiger Unterschied zu einer Teenagerin.

Entgegen meiner Erwartung war ich dann doch positiv überrascht, weil ich Rose ziemlich rasch ziemlich sympathisch fand – knappe drei Stunden sind jetzt nich viel Zeit um eine neue Person als starken Charakter zu etablieren, aber bei Rose ging das relativ rasch, weil allein schon ihr Wunsch endlich normal zu sein trotzdem irgendwie auf Resonanz bei mir gestoßen ist und auch die Tatsache, dass sie ein Opfer ihrer Schulkolleginnen ist, die sie mit ihren Kräften im Nu wegputzen könnte, sich aber dazu entscheidet, lieber still zu leiden, macht sie sympathisch.

Auch ihre Interaktion mit ihrem „Schutzengel Michael“ hat mir gefallen und der deplatzierte Teenager-Humor, der klar zur Stressverarbeitung dient, hat mir gefallen. Als „Michael“ ihr zum Beispiel eine Pistole beschafft, damit sie sich wehren kann, ist ihr erster Kommentar: „I was hoping for a pony, but … alright.“ Kann mein peinlich finden. Mir hat’s gefallen.

So wie mir generell die gesamte Story und ihre Machart und Inszenierung gefallen haben, denn das ist das A und O von „Shadows Of Rose“. Es gibt keinen Sammelkram und nichts in dieser Art – hier geht es rein um die Story und das macht diesen DLC für mich wirklich angenehm, weil man die Geschichte genießen kann und nicht ständig das Gefühl hat, man hätte etwas übersehen oder so.

Die Story ist im Grunde in drei oder vier Teile, äh, geteilt. Der erste ist wohlbekannt in seiner Art – Mosnter wegballern, Wege freimachen, Schlüssel finden. Das übliche Resi-Zeug halt. Gut gemacht mit optisch beeindruckenden Schauplätzen und einem interessanten, wenn auch austauschbaren, Gegenspieler.

Der zweite Teil ist ein Hammer – ich will nichts verraten, aber hier hat wohl Dr. Who Pate gestanden und ich fand die Gegner hier wirklich gruselig und die Spannung war wirklich hoch. Wow. Das hat richtig gerockt. Dann kommt der dritte Teil, der sich ähnlich anfühlt wie der zweite, nur weniger gut, weil sich die Gegner auf weniger erschreckende Gegner verändern – auch wenn die Implikation in der Geschichte, wer diese Gegner sind oder was sie implizieren sofort noch mehr Sympathie für Rose aufkommen lassen. Symbolisch super gemacht.

Der letzte Teil ist dann eher kurz und eine Ballerbude, aber aufgrund eines Aufeinandertreffens von zwei Charakteren dann doch anders als der Anfang und alles in allem hat mir die Auflösung gut gefallen. Nichts davon überraschend, aber wie von Resident Evil mittlerweile ja gewohnt, wirklich stark inszeniert.

Dass man die Story mit allem Drum und Dran dumm und peinlich und trashig finden kann (und objektiv gesehen auch muss) ändert nichts daran, dass die Story-Beats für mich funktioniert und mich emotional nicht kalt gelassen haben. Ob das nun das Ende der Story von der Familie Winters ist … hm. Das ist für mich in der Form nicht klar. Grundsätzlich glaube ich, dass man später mal auf Rose zurückgreifen wird. Ich würde mich über ein Wiedersehen freuen.

Optisch gibt es hier keine Kritik von mir und alles läuft flüssig. Das Gameplay kennt man mittlerweile ja und Capcom weiß mittlerweile auch, wie man selbst die schrägsten Dinge super inszeniert. Find ich gut.

Bei der „Winter’s Expansion“ sind dann noch Charaktere für den Mercenaries-Mode dabei und andere Gusto-Stückchen, aber für mich wäre auch allein „Shadows Of Rose“ (allein schon wegen den beiden Mittelteilen) schon genug gewesen, dann das hier ist ein richtig guter DLC.

„Shadows Of Rose“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, für einen DLC überraschend viele Spielmechaniken bietende, Punkte.

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Whistle (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/12/whistle-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/12/whistle-filmkritik/#respond Thu, 12 Mar 2026 05:00:40 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38586 Chrys (Dafne Keen) wechselt nach einem tragischen Ereignis innerhalb ihrer Familie die Schule, um gemeinsam mit ihrem Cousin zu leben. In ihrem Spind findet sie eine seltsame Pfeife, die die Form eines Schädels hat und einem Schüler gehört hat, der … Weiterlesen

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Chrys (Dafne Keen) wechselt nach einem tragischen Ereignis innerhalb ihrer Familie die Schule, um gemeinsam mit ihrem Cousin zu leben. In ihrem Spind findet sie eine seltsame Pfeife, die die Form eines Schädels hat und einem Schüler gehört hat, der Monate zuvor bei einem Unfall verstorben ist.

Sie nimmt das Objekt interessiert an sich, doch es wird ihr im Unterricht von Mr. Craven (Nick Frost) abgenommen. Dieser will die Pfeife zu Geld machen. Dafür bläst er hinein, um die Funktionsfähigkeit zu testen und kurz darauf liegt er tot in seinem Klassenzimmer…

Regisseur Corin Hardy hat einige Musikvideos in seinem Resümee und den einzigen Spielfilm, den ich von ihm kenne, ist The Nun. Der wiederum ist für mich einer der schwächsten Filme im Conjuring-Franchise. Wenn man Bilder für Musik entwickelt, muss man jedoch eines können und das ist Menschen visuell zu fesseln und das kann Mister Hardy sehr gut. Anschauen wollte ich den Film aber wegen Dafne Keen, die ich seit sie als Kind in Logan die Figur der Laura (und später in Deadpool und Wolverine ihre Heldenversion X23) gespielt hat, nie in einer anderen Rolle gesehen habe.

Übrigens ja, ich weiß dass sie in The Acolyte dabei war, aber erstens ist sie da unter viel Schminke versteckt und zweitens gibt es keinen vernünftigen Grund, sich diese Serie anzusehen. Was mich zu der titelspendenden Whistle bringt, die (bzw. den Film) ich als „mixed bag“ erlebt habe. Hier stehen schwere Themen wie Drogenkonsum und die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit im Mittelpunkt und präsentiert werden sie in einer Form, die oberflächlicher nicht sein könnte.

„Aber Spideragent, du hast doch eben die Haupttätigkeit des Regisseurs erwähnt!“ Richtig, aber es gibt zahlreiche Musikvideos mit viel mehr Substanz, die mich auch mehr bewegt haben. Also habe ich beim Betrachten von der emotionalen Ebene, einfach auf die visuelle gewechselt. Dies ist ja ein Film, der ein Gimmick benutzt und sich dann an diese selber aufgestellten Regeln hält. Die könnte man teilweise angreifen, diesen Impuls habe ich aber nie verspürt.

Wer diese Pfeife bläst, den ereilt sein Tod – egal wann oder in welcher Form dieser in der Zukunft eintreten würde – innerhalb von kürzester Zeit. Warum? Hintergründe? Völlig egal, denn es geht hier um die Todes-Szenen und wow, das ist nicht wie man erwarten hätte können ein PG13 Erlebnis, hier spritzt ordentlich Blut und weil es sonst langweilig wäre, haben die Opfer hier alle unterschiedliche Todesarten.

Dabei gibt es besonders eine Szene in einem Zimmer, die auch dank der sich wiederholenden pushenden Musik, länger im Gedächtnis bleibt. Sie ist gleichzeitig fast der Höhepunkt, denn die schnelle Erzähl-Geschwindigkeit, lässt beim Finale etwas nach bzw. wirkt es leicht langgezogen und wenig spektakulär. Von den Charakteren ist der typische Zeitgeist mit dabei – lesbisches Heldenpärchen (hetero ist fad) und ein Drogen verkaufender, weißer Jugendpastor namens Noah (alle Christen sind böse).

Was mir an den übrigen Figuren aber gefallen hat, ist nicht dass sie einem Klischee entsprechen – der Nerd, der Bully, die Neue, der Love Interest – sondern dass gerade das hübsche It-Girl nett ist und alle inkludiert und sich das auch noch ganz natürlich anfühlt. Gespielt wird sie von Ali Skovbye (Grizzly Night) und ihre Grace, der hätte ich das Überleben wirklich gegönnt. Der Rest des Casts ist gut bis solide, was Dafne Keen betrifft, die spielt sehr reduziert und nimmt sich zurück, irritiert hat mich nur ihre offensichtlich als Perücke erkennbarer Kopfschmuck.

Das ergibt in Summe einen Film, den man hauptsächlich wenn nicht ausschließlich wegen den sehr gut gemachten Over the Top Kills ansieht. Ein typischer Zwischendurch-Film für eine Halloween-Party zum Beispiel, trotz der Themen ohne Substanz, dafür mit einigen Schauwerten und ein paar talentierten Jungstars. Ich habe überlegt ob ich den Film mag, aber spätestens nach der Szene im Schlussspann, die eine Kopie des Endes von Smile 2 darstellt, war ich mir sicher, dass ich nur Teile davon mag, aber nicht das gesamte Produkt.

„Whistle“ bekommt von mir 5,5/10 den Tod niemals besiegen, sondern nur hinaus zögern könnende Empfehlungspunkte.

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Resident Evil Requiem (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/#respond Thu, 05 Mar 2026 06:44:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38573 Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. … Weiterlesen

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Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. Als sie dort ankommt findet sie Hinweise, die darauf hindeuten, dass jemand ein Spiel mit ihr spielt und ehe sie sich versieht wird sie entführt und wacht kopfüber hängend in einem seltsamen Raum auf. Blut wird ihr abgenommen und alles sieht irgendwie ein wenig nach einem Krankenhaus oder so aus.

Wie kommt sie hier weg?

Währenddessen ist Leon S. Kennedy auf der Suche nach einem Gegenmittel, denn seit er damals in diese Sache mit den Viren und Umbrella reingeraten ist, ist sein Leben eigentlich die Hölle. Zombies, Mutanten, Untote – unzählige Monster, denen er sich seitdem stellen musste. Aber nun hat ihn der Ursprung eingeholt: Er ist infiziert. Keine Heilung. Der Tod wird bald eintreten. Aber Leon will es nochmal wissen, sucht nach einem Dr. Gideon, denn der hat irgendwie Verbindungen zu Umbrella.

Und Leon wird sich nicht von ein paar lächerlichen Monstern aufhalten lassen …

Ich bin jetzt eher selten auf ein Spiel „gehyped“, sondern eher vorsichtig positiv neugierig. Bei „Resident Evil requiem“ war das anders. Das Ding hat mich schon seit dem ersten Trailer interessiert, denn der Ansatz mit zwei Protagonist:innen mit zwei verschiedenen Spielstilen hat mir als Idee schon mal super gefallen. Grace hat nach einem interessanten Charakter ausgesehen und Leon ist ohnehin Leon. Coolste Socke im Universum.

Tatsächlich habe ich mich nie gefragt, ob das so funktionieren kann – aus der Ego-Perspektive die unerfahrene, junge und verletzliche Grace spielen und aus der Third-Person-Perspektive mit Leon so richtig aufräumen. Wir wissen alle spätestens seit „Resident Evil 7„, dass Capcom First-Person-Horror kann. Und dass sie endlich die Action auch richtig hinbekommen haben hat das „Resident Evil 4 Remake“ gezeigt. Was kann also schiefgehen?

Nun, eine ganze Menge, wenn man ehrlich ist.

Spideragent behauptet ja immer, ich sein ein Fan der Resident-Evil-Reihe, was ich immer aus Reflex verneint habe. Beim letzten Mal habe ich ihm aufgezählt, welche Spiele der Reihe ich gut finde und warum, denn die Gründe sind wirklich verschieden, aber er hat nur gegrinst und mich gefragt, ob mir aufgefallen ist, dass ich alle(!) Teile aufgezählt habe. Nein. War mir nicht aufgefallen. Aber tatsächlich muss ich ihm nachträglich zustimmen. Scheinbar bin ich ein Fan. Aber nicht in dem Sinn, dass ich alles mag, nur weil „Resident Evil“ drauf steht, sondern spannenderweise macht mir jedes Spiel einzeln Spaß. Dass es sich dabei um eine Reihe handelt ist eigentlich Zufall. Aber – ja, ich mag die trashigen Storys. Ich mag die Over-The-Top-Charaktere. Ich mag die Machart und ich finde, dass Capcom mittlerweile das Inszenieren von Story-Teilen bzw. Zwischensequenzen richtig gut drauf haben. Alle Achtung.

Was sie auch gelernt haben – man würde es nicht glauben, wenn man nur Ethan Winters, Persönlichkeitslücke per excellence, im Kopf hat – ist tolle Charaktere zu schreiben. Leon ist nicht einfach in jedem Teil „Leon“, sondern im 2ten Teil ist der Anfänger. Im vierten Teil der harte Hund, der weiß, wie es geht und in „Requiem“ ist er immer noch der harte Hund, aber er ist der harte Hund, der weiß, dass seine Zeit abläuft und er bald keine Möglichkeit mehr hat Vergangenes wieder gutzumachen oder zumindest so etwas wie Vergebung für sich zu finden.

Ich mag Leon. Vor allem in Requiem, auch, oder gerade weil, er so entschlossen ist, am Ende seiner Tage noch etwas Gutes zu tun. Und das ist in diesem Fall die letzten verbleibenden Relikte von Umbrella zu finden und zu vernichten und (primär aus Zufall) das bedeutet auch Grace zu helfen.

Womit wir beim – aus meiner Sicht – Highlight von „requiem“ sind: Grace. Denn – Wow, die ist großartig geschrieben. Liebe Leute, so – genau so! – schreibt man tolle Frauenfiguren. Sie ist zerbrechlich, ängstlich, kann nicht gut mit Leuten und es ist völlig klar, dass alles um sie herum sie bis ins Innerste erschüttert: Trotzdem hält sie durch. Steht nochmals auf. Sucht eine Lösung. Findet die Kraft weiterzumachen. Das ist kein männlicher Action-Held, dem man halt schnell mal die Textur einer jungen Frau übergezogen hat, sondern Grace ist durch und durch eine junge Frau, die schreckliches durchmacht, aber dank ihrer inneren Stärke und ihres Überlebenswillens durchhält. Sie hat immer einen Grund nochmals aufzustehen (zum Beispiel um jemand zu retten) und trifft auch keine dummen Entscheidungen. Und noch dazu ist sie einfach richtig sympathisch. Großartig. Um Spideragent aus einem anderen Review zu paraphrasieren: 100% eine Frau. 100% (auf ihre Art) ein Boss. Aber kein Girlboss. Perfekt. Von der Story her gibt es einen Punkt, der sie fast bricht – was sie für mich nur noch sympathischer machte – und deshalb spielt man dann eine Weile „nur“ Leon. Aber auch das hat mir richtig gut gefallen, weil es für mich absolut nachvollziehbar war, was in ihr vorgeht. Und Charaktere, die fliehen könnten, sich aber trotzdem wieder – metaphorisch gesprochen – umdrehen und dem entgegenstellen, was sie für falsch halten, mag ich sowieso gerne. Grace – willkommen im Resident Evil-Universum.

Spielmechanisch kann man nicht meckern, die Kontrollen sind absolut einfach, intuitiv und alles geht locker und vor allem flott von der Hand. Die Rätsel sind fair, der normale Schwierigkeitsgrad passt sehr gut und die Schauplätze sind nicht zu riesig, aber auch nicht zu klein. Ich musste kein einziges Mal überlegen, was ich zu machen habe oder wo ich jetzt hinmuss, weil die Karte super ist und wichtige Punkte und mögliche genauso wie noch verschlossene Durchgänge markiert werden. Das Crafting-System funktioniert super und das Gegner-Design ist ein Hammer.

Was dieses Mal auch wieder gut gelingt, ist die fiesen Bosse richtig stark einzuführen. Wenn ihr beim ersten Auftauchen von „The Girl“ nicht zusammenzuckt und für ein, zwei Sekunden gelähmt vor dem TV sitzt, dann habt ihr keinen Puls. Aber – und das ist neu und erklärt mir auch den Marketing-Slogan „Evil Always Had A Name“ – die Zombies im ersten Abschnitt sind nicht zu einhundert Prozent Kanonenfutter, sondern haben sich ihre Eigenheiten aus dem Leben, halt auf ein Charaktaristika runtergebrochen, ins Zombie-Sein mitgenommen: Die Putzfrau will die ganze Zeit Blut wegputzen, der Koch sucht immer noch nach Fleisch für seine Hauptmahlzeit, die Sänger:innen singen immer noch gern und tanzen sogar, das Publikum will das auch immer noch sehen. Alles Eigenschaften, die man für sich nutzen kann (und Grace ist eine schlaue Dame), um zu entkommen.

Nach dem ersten Locationwechsel gibt es dann viel Action mit Leon – auch mit alten bekannten Gegnern, warum die wieder auftauchen wird durch die Story erklärt – und hier zieht man auch mal durch ein größeres Gebiet. Manche Action-Momente sind immer noch Over-The-Top, aber ganz ehrlich: Ich will es nicht anders haben.

Grafisch spielt „Requiem“ ohnehin ganz vorne mit. Das Ding sieht einfach – egal in welcher Umgebung, egal ob First- oder Third-Person-Perspektive – unverschämt gut aus und die Details, welche die Entwickler eingebaut haben sind großartig. Ich fand das Design, die Optik, die Lichtstimmumngen und – vor allem auch – das Sounddesign! Hammer.

Wenn Resident Evil weiterhin Outputs auf diesem Niveau auf den Markt bringt, dann kann das nächste Spiel aus der Reihe, egal ob Remake oder neuer Teil oder Spin Off gar nicht rasch genug kommen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, denn das „requiem“ im Titel des Spiels hat eine völlig andere Bedeutung als ich angenommen hatte. Aber ich will nicht spoilern. Ich sage nur so: Die Story führt so ziemlich alle vorigen Teile zusammen und findet da einen … nennen wir es „Abschluss“ der Umbrella-Viren-Story. Da ist es auch stimmig, dass man ein paar alte Bekannte (Monster) wieder trifft. Das führt halt auch dazu, dass Spieler:innen, welche die Vorteile kennen, einen klaren Vorteil haben. Aber bei Teil 9 einer Spielreihe darf das schon mal sein, zumal ich glaube, dass man auch als Einsteiger:in durchaus weiß, was los ist.

Der Fairness halber muss ich anmerken, dass – logischerweise – Leute, die nur auf den einen oder nur auf den anderne Spielstil (Stealth oder Action) stehen mit der Mischung vermutlich keine Freude haben werden. Ich, der ich beides gern mag, bin richtig zufrieden. Gut gemacht, Capcom!

„Resident Evil requiem“ bekommt von mir 9,5 von 10 möglichen, als Gesamtpaket (fast) alles richtig machende, Punkte.

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28 Years Later: The Bone Temple (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/28/28-years-later-the-bone-temple-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/28/28-years-later-the-bone-temple-filmkritik/#respond Sat, 28 Feb 2026 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38560 Spike (Alfie Williams) muss sich beweisen – wenn er einen Zweikampf gewinnt, dann darf er als neuer „Jimmy“ bei der Gruppe mitwirken und unter Leitung des obersten Jimmy (Jack O’Connell) mit durch das Land ziehen, dessen Lehre verbreiten und die … Weiterlesen

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Spike (Alfie Williams) muss sich beweisen – wenn er einen Zweikampf gewinnt, dann darf er als neuer „Jimmy“ bei der Gruppe mitwirken und unter Leitung des obersten Jimmy (Jack O’Connell) mit durch das Land ziehen, dessen Lehre verbreiten und die Sünder bestrafen. Nachdem es ein Kampf auf Leben und Tod ist, wehrt sich Spike – und gewinnt.

Als er mit den „Jimmies“ durch das Land zieht, merkt er jedoch rasch, in welches Umfeld er hier geraten ist – Satanisten, welche andere Leute sadistisch ermorden, weil sie denken, dadurch „old Nick“ (den Teufel) zu unterstützen, denn die „Zombieplage“ ist schließlich dessen Machwerk.

Bei einer Erkundungstour entdeckt eine der Jimmys Dr. Kelson (Ralph Fiennes), der gerade dabei ist, einen Alpha, den er Samson (Chi Lewis-Parry) nennt, zu bändigen und vielleicht sogar zu heilen. Sie hält ihn für den Teufel, da er mit den „Zombies“ reden kann und berichtet das – einem sichtlich irritierten Anführer-Jimmy. Aber man macht sich auf dem Weg zu ihm, immerhin ist es ja das Ziel, diesen zu treffen.

Und dann prallen die Welten aufeinander …

Meine Erwartungshaltung an diesen Film war erneut tendentiell Null. Ich kenne keinen Film von Nia DaCosta der mir gefällt (ja, das „Candyman„-Remake inkludiert), deshalb war ich unterwältigt, als ich gelesen habe, dass sie hier die Regie in der Hand hat. Das Drehbuch ist natürlich erneut von Garland. Und das merkt man im Guten wie im Schlechten.

Die Story ist keine Fortführung des ersten Teils – so kommen weder die Insel, noch Spikes Vater, noch sonst irgendwas in dieser Richtung vor -, es ist noch nicht einmal eine Fortführung der Storyline von Spikes Entwicklung. Stattdessen wird der Weg vom Finale des ersten Teils weiterverfolgt und es wird sofort mit dem Jimmy-Clan angefangen. Und bei dem bleiben wir auch bis zum Ende.

Das ist gut. Und das ist schlecht. Denn einerseits ist der Clan interessant und sein Anführer ein spannender Charakter, nur ist das Ganze meiner Ansicht nach schon ziemlich Malen-nach-Zahlen. Da kann jetzt DaCosta nix dafür und sie gibt sich alle Mühe den Film interessant zu inszenieren (böse Zungen würden sagen Danny Boyle zu kopieren) und schreckt vor allem im ersten Drittel auch nicht vor richtig brutalen Szenen zurück, aber das alles übertüncht meiner Ansicht nur einen relativ schwachen Plot.

Was sehen wir konkret und warum finde ich es zu wenig?

Wir sehen Spikes Aufnahme in die Gruppe. Dann überfällt die Truppe einen Hof und schlachtet die Bewohner:innen brutal ab. Einige der Jimmys gehen drauf. Dr. Kelson wird gesichtet. Die Gruppe geht hin. Parallel sehen wir Dr. Kelson, der sich Samson annähert und eine Idee hat, wie man vielleicht das Virus heilen könnte. Und dann taucht die Gruppe Jimmys auf. Ein Gespräch zwischen Dr. Kelson und Jimmy Crystal. Dann die Konfrontation und Ende.

Mehr ist da nicht. Und das ist im Grund genommen nicht wirklich viel. Die Szenen mit den Jimmys sind zwar im positiven Sinn irre und erzeugen Spannung, weil man halt nie genau weiß, was als nächstes passieren wird („Tell me – will you leave again?“ – „But of course.“ Pause. „But first we will murder you all.“). Aber so richtig zur Story haben sie für mich nicht viel beigetragen. Ja, Jimmy Crystal ist irre. Okay, das wussten wir im Grunde schon. Und die anderen bekommen wenig bis keine Backstory.

Der Teil mit Dr. Kelson ist an sich spannend, aber leider auch zu einhundert Prozent vorhersehbar und irgendwann hab ich genug drogenmüde Augen und Zuckungen gesehen, damit ich verstehe was mir vermittelt werden soll.

Der spannendste Teil war das Treffen zwischen Dr. Kelson und Jimmy Crystal, weil das ein ziemlich offenes und ehrliches Gespräch war und wirklich cool anzuhören. Was dann folgt … nun, das ist Geschmackssache. Es gibt dann einen Auftritt von Dr. Kelson, den man entweder grandios oder peinlich finden kann. Ich fand ihn peinlich. Da ist grandiose Musik („The Number Of The Beast“ von Iron Maiden) und eine interessante Optik (ich würde sagen da hat jemand den Sänger der Smashing Pumpkins kopiert oder die späten Tiamat) und Fiennes gibt sein Bestes, aber in Summe: Sorry. Nein. Das war nicht meins.

Die folgende Konfrontation, also was konkret passiert, wie es endet und warum sich alles anders entwickelt als vermutlich gedacht – kleiner Spoiler: Kelson erkennt Spike – fand ich dann wieder gut. Genauso, wie ich die Masken der Jimmys gut fand. Und das ein „Thank you“ so viel beinhalten kann ist wirklich super rübergekommen und hat mir sehr gut gefallen.

Fand ich den Film jetzt gut? Hm. Schwer zu sagen. Ich bereue nicht, ihn gesehen zu haben, fand einige Ideen darin super, hab mir aber überlegt, ob ich ihn auch super finden würde, wenn es kein „28 xy later“-Film wäre, sondern einen anderen Titel tragen würde. Ich muss gestehen: Vermutlich nicht. Vermutlich hätte ihn mies gefunden, wenn er irgendeinen anderen Titel gehabt hätte. So ehrlich muss ich sein.

Und das am Ende dann auf einmal Jim (Cilian Murphy) aus dem allerersten „28 Days Later“ auftaucht, war ja bereits angekündigt und erfreulich, weil Cilian Murphy, wirkt aber im Moment noch richtig aufgesetzt und irgendwie deplaziert. Nicht so schräg wie das Ende vom Vorgänger, aber doch irgendwie seltsam. Was das für den möglichen dritten Teil bedeuten kann – keine Ahnung. Ich habe Null Ahnung, wo die Reise da jetzt hingehen könnte. Alles ist möglich, alles ist offen. So gesehen ist auch die Spannung in diese Richtung gering, weil es für mich keine Erwartungshaltung geben kann, wenn ich nicht weiß, worauf jemand hinauswill. Und so wie ich Garland kenne, wird er ohnehin auf nichts hinauswollen, sondern einfach mittdrin aufhören.

„28 Days Later – The Bone Temple“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, gute Ansätze habende, sich für mich aber zu sehr verzettelnde, Punkte.

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We Bury the Dead (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/26/we-bury-the-dead-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/26/we-bury-the-dead-filmkritik/#respond Thu, 26 Feb 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38534 Nachdem die USA unabsichtlich eine experimentelle Waffe bei der östlichen Küste von Tasmanien gezündet haben, wird die Stadt Hobart zerstört und alle Einwohner erleiden einen sofortigen Gehirntod. Manche von ihnen erlangen jedoch motorische Fähigkeiten zurück, doch je länger sie wieder … Weiterlesen

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Nachdem die USA unabsichtlich eine experimentelle Waffe bei der östlichen Küste von Tasmanien gezündet haben, wird die Stadt Hobart zerstört und alle Einwohner erleiden einen sofortigen Gehirntod. Manche von ihnen erlangen jedoch motorische Fähigkeiten zurück, doch je länger sie wieder „am Leben“ sind, desto aggressiver werden sie.

Die amerikanische Physiotherapeutin Ava (Daisy Ridley) meldet sich freiwillig um zusammen mit dem Militär die Leichen der Bewohner der Insel zu bergen und zu entsorgen. Dabei verfolgt sie jedoch eigene Ziele, denn ihr Mann hat sich auf einer Geschäftsreise in dem Gebiet befunden und sie will ihn umbedingt wieder finden…

Dies ist das erste Mal, dass Regisseur und Drehbuchautor Zak Hilditch (These Final Hours, Rattlesnake), auf meinem Radar aufgetaucht ist. Daisy Ridley (Cleaner) hingegen, kenne ich dank einem gewissen Franchise, dass zuletzt mit The Acolyte an einem Tiefpunkt angekommen ist, schon länger. Das gemeinsame Projekt dieser beiden ist eine australisch-amerikanische Co-Produktion und versucht dem Zombie-Genre, neue Impulse hinzuzufügen.

Im Vorfeld sollte man jedoch noch wissen – ja, nun geht es wie so oft um die Erwartungshaltung – dass dieser Film in erster Linie ein Drama ist, mit dem Hauptthema Verlust, Trauer und wie man damit umgehen lernt und abschließen kann. Die erste halbe Stunde ist dementsprechend deprimierend. Wenn zum Leichen Bergen Häuser aufgebrochen werden und überall Menschen in der Küche, der Badewanne, im Garten liegen, die innerhalb von Sekunden aus dem Leben gerissen wurden, dann ist die Atmosphäre ziemlich hoffnungslos.

Die unheimliche Schwere, die so erzeugt wird, zieht sich durch den gesamten Film, lässt dabei aber auch leichte subtile Freiräume für schwarzen Humor. Nach circa einer halben Stunde wandelt sich der Film dann hin zu einem Roadtrip durch die Postapokalypse. Da kommt dann als Bridge (wie bei einem Song) ein kurzer Psycho-Thriller Abschnitt vor, bevor es zum erwarteten Ziel der Reise kommt und zu einer letzten Szene, die wie aus einem Märchen erscheint.

Wenn es dazwischen zu seltenen Zombie-Attacken kommt, dann ist dies für das Genre typisch bekannt und nichts Besonderes. Wenn diese Kreaturen jedoch vereinzelt noch – ich nenne es hier der Einfachheit halber – an ihrer Menschlichkeit festhalten können (die Wohnwagen-Szene), was auch beim Finale zum Tragen kommt, dann sind dies sowohl spannende als auch berührende Augenblicke. Das breitere Spektrum bleibt aber nur an der Oberfläche, zentral geht es um die Auswirkungen auf Ava.

Daisy Ridley macht ihre Sache richtig gut, vor allem auch bei den immer wieder eingebundenen Rückblicken kann sie unterschiedliche Seiten von sich zeigen. Ihr Weg von Verzweiflung hin zu Kampfgeist, der hat schon was. Brenton Thwaites (Office Uprising) als Clay verkörpert vor allem zu Beginn perfekt diese „mir doch egal“ Haltung, er ist laut und lässig und ein schönes Gegenstück zu der schweigsamen Ava.

Mark Coles Smith (Beast of War) als Riley muss ich noch erwähnen, denn auch wenn er nur eine Nebenrolle hat, der bleibt dank seines „Umgangs mit der Gesamtsituation“ im Gedächtnis. Bei all den positiven Einflüssen von unterschiedlichen Genre muss man dennoch sagen, dass vor allem das Thema Trauer plakativ bleibt und nur dank Ridleys Spiel greifbar wird und auch wenn das Design der Zombies unheimlich ist un die bereits erwähnte Menschlichkeit als Idee dabei ist, bleibt die Sache sehr zahm.

Das ergibt in Summe einen Film, der aus dem geringen Budget mit Hilfe von Setting, Make Up und Darstellern einiges raus holt und man daher Avas Reise gerne folgt. Umgehauen hat mich hier zwar Nichts, jedoch bleibt man durchgehend involviert genug, dass eine einmalige Sichtung, durchaus spannend bleibt. Eines ist auf jeden Fall klar (und ich bin kein Fan von ihr), Ridley kann spielen, egal was all die (teils berechtigten) Disney SW-Hater sagen.

„We Bury the Dead“ bekommt von mir 6/10 die Würde der Toten zu ehren versuchende Empfehlungspunkte.

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Still Wakes The Deep: Siren’s Rest (Game Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/24/still-wakes-the-deep-sirens-rest-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/24/still-wakes-the-deep-sirens-rest-game-review/#respond Tue, 24 Feb 2026 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38375 Mhairi ist Taucherin und mit ihrer Crew ist sie unter Wasser unterwegs um die Überreste der Ölbohrplattform Beira D elf Jahre nach deren Untergang zu untersuchen. Was auch immer dort vorgefallen ist – Mhairi will es wissen. Und wenn sie … Weiterlesen

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Mhairi ist Taucherin und mit ihrer Crew ist sie unter Wasser unterwegs um die Überreste der Ölbohrplattform Beira D elf Jahre nach deren Untergang zu untersuchen. Was auch immer dort vorgefallen ist – Mhairi will es wissen. Und wenn sie schon dabei ist, will sie auch die Überreste der vor Ort verstorbenen oder zumindest Erinnerungen an sie sammeln.

Außerdem verbindet Mhairi noch eine private Sache mit der Beira D.

Aber will sie wirklich wissen, was dort passiert ist? Und ist für das bereit, was sie finden wird …?

Das Add-On bzw. der DLC zu „Still Wakes The Deep“ hat mich insofern interessiert, weil ich einfach irgendwie gehofft hatte, dass ein paar der offenen Fragen aus dem Hauptspiel geklärt werden und auch, ob das in meinen Augen rasche Ende doch noch ein wenig erweitert wird. Die erste Ernüchterung folgte sofort: Die Story setzt elf Jahre nach den Ereignissen des Hauptspiels an. Also keine „Parallelhandlung“, die vielleicht Story-Lücken stopft, sondern etwas völlig anderes. Nun denn.

Stichwort Story: Diese ist im DLC eine persönliche Geschichte, die meines Erachtens zwar nett ist, die man aber nicht unbedingt kennen muss, weil sie einerseits null zum Verständnis der Hauptstory beiträgt bzw. keine Lücken füllt. Auch über die Entität, welche ja im Hauptspiel aufgetaucht ist, wird eigentlich nicht wirklich mehr verraten als man eh schon weiß.

Die Verbindung von Mhairi zu einer Person, die auf Beira D gearbeitet hat ist nett, aber ich musste wirklich kurz überlegen, wer das denn jetzt war, zu dem sie diese Verbindung hat – es ist also keine der Töchter unseres ehemaligen Hauptcharakters. Schade. Die Story wird nett erzählt, plätschert aber meiner Ansicht nach eher ohne Höhepunkte vor sich hin.

Die Spielerfahrung ist dieses Mal allerdings ein wenig anders, denn als Taucherin kann man sich ja doch in alle Richtungen bewegen und das Gefühl zu tauchen und in dieser Unterwasserwelt zu sein wird gut einfangen. Auch die Idee mit dem Luftschlauch, der quasi die Nabelschnur darstellt und auch „Umbilical cord“ (also Nabelschnur) genannt wird, ist gut, wird aber einerseits zu wenig genutzt und andererseits ist das Ding auch daran schuld, dass die Immersion rasch an ihre Grenzen kommt. Denn die Umsetzung ist … naja. Wenn ich fünf mal um eine Säule schwimme, dann juckt das niemand. Da bleibt der Luftschlauch bleibt auch nie hängen. Hier hat man meiner Ansicht nach eine Chance verpasst, denn wie cool wäre es gewesen, wenn ich aufpassen muss, wie ich wohin tauche, weil sich sonst der Schlauch verheddert und meine Bewegungsfreiheit einschränkt oder ich – wenn ein Monster auftaucht – nicht einfach irgendwohin abhauen kann, sondern an meine Route buchstäblich gefesselt bin. Aber – so ist es halt nicht. Das Ding ist einfach da und fertig. Ja, storytechnisch wird es ein paar Mal genutzt, aber auch da finde ich, mit zu wenig Druck oder Spannung.

Alles in allem war es nett durch die Gegend zu tauchen und auch die Mementos zu finden war schön – aber im Kern fühlt sich das Gesamtpaket dann doch wie ein unnötiges Anhängsel an, welches weder die Story vertieft noch irgendwas Neues zu erzählen hat.

Schade. Da wäre definitiv mehr drin gewesen.

„Still Wakes The Deep: Siren’s Rest“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, leider sein Potential in keiner Sekunde ausnutzende, Punkte.

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Dust Bunny (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/21/dust-bunny-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/21/dust-bunny-filmkritik/#respond Sat, 21 Feb 2026 05:00:55 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38458 Die acht jährige Aurora (Sophie Sloan) lebt in New York City mit ihren Pflegeeltern. Sie warnt diese nicht den Boden in ihrem Zimmer zu berühren, da dort ein Monster lauert, dass sie fressen wird. Sie nehmen diese Warnung natürlich nicht … Weiterlesen

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Die acht jährige Aurora (Sophie Sloan) lebt in New York City mit ihren Pflegeeltern. Sie warnt diese nicht den Boden in ihrem Zimmer zu berühren, da dort ein Monster lauert, dass sie fressen wird. Sie nehmen diese Warnung natürlich nicht ernst und eines nachts sind sie verschwunden und das junge Mädchen befindet sich alleine in der Wohnung.

Sie wendet sich an ihren Nachbarn (Mads Mikkelsen), dem sie vor kurzem in der Nacht gefolgt ist und den sie aus ihrer Sicht dabei beobachtet hat, wie er einen Drachen getötet hat. Sie redet den Mann an und will ihn engagieren, um das Monster unter ihrem Bett zu töteten…

Produzent und Drehbuchautor Bryan Fuller hat vor Jahren bei Start Trek: Yoyager mitgeschrieben und in den letzten Jahren die Star Trek: Discovery Serie mitentwickelt. Die Hannibal Serie aus dem Jahr 2013 stammt ebenfalls aus seiner Feder und dort war ja Mads Mikkelsen die titelspendende Hauptfigur. Den hat er nun erneut besetzt und zwar in seinem Regiedebüt Dust Bunny, bei dem auch das Drehbuch von ihm stammt und er auch als Produzent mit an Bord ist.

Geworden ist daraus ein Erlebnis, nach dem man – würde man danach bewusst Ausschau halten – lange suchen müsste. Ich meine damit einen Film, der sich im Einheitsbrei erfrischend anders anfühlt. Dass dabei genau gar nichts erklärt wird und somit alles der eigenen Interpretation bzw. Fantasie überlassen ist, ist ein dicker Pluspunkt. Im Mittelpunkt steht die magnetische Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren.

Sophie Sloan als Aurora ist richtig großartig, diese kindliche Weisheit, der trockene Humor ihrer entwaffnenden Ehrlichkeit plus ihre gesamte Gestik, sie fordert einfach ganz nebenbei deine volle Aufmerksamkeit. Mads Mikkelsen (Polar) als „besorgter Nachbar“ beginnt schweigsam und mysteriös, wie er mit Aurora wie mit einer Erwachsenen spricht und wie man ihn langsam besser kennenlernt, da entwickelt sich zwischen den beiden eine ganz eigene, ziemlich witzige Dynamik.

Überhaupt sind skurrile Momente zwischen Figuren hierbei eine Mechanik, die sich durchzieht durch die gesamte Laufzeit und klar zu den Highlights zählt. Dazu tragen auch ein selbstverliebt, giftiger Auftritt von Sigourney Weaver (The Gorge) als Auftraggeberin und ein für ihn typischer, etwas außerhalb der Norm funktionierender Killer, gespielt von David Dastmalchian (Late Night with the Devil) mit dazu bei.

Dann wäre da die Cinematographie, die eine eigenständige Welt erzeugt, die fantasievoll und anders wirkt. Die Kamerafahrten, wo sich die Kamera befindet in vielen Einstellungen, was für Zwischenschnitte passieren, das wirkt genau so, als wäre jede kleinste Szene genau so geplant gewesen. Die Farben und Kostüme verstärken dabei noch den Retro-Fantasy Look, der irgendwie zeitlos wirkt, eben alt und dennoch modern.

Das einzige, was ich als Kritik anbringen muss, sind wieder mal die CGI-Effekte, was ich hier aber als „jammern auf hohem Niveau“ bezeichne. Das Monster alleine oder beim Leute Fressen sieht gut aus, nur wenn im Vordergrund ein Mensch ist und dahinter das Wesen, da ist der Effekt klar erkennbar. Ist aber wohl wie humanoide, hüpfende CGI-Kreaturen, die sollte man einfach weg lassen, denn so etwas sieht nie gut aus. Da die dazugehörige Szene hier aber emotional wichtig ist, lass ich das gerne durchgehen.

In Summe also ein schönes Märchen für Erwachsene, dass mehrere Genres bedient und es wohl schwer haben wird, ein großes Publikum für sich zu gewinnen. Wisst ihr was, das macht diesen Film über zwei Außenseiter für mich dann noch einmal sympathischer. Fuller kann aus meiner Sicht in Zukunft gerne öfters auf dem Regiestuhl Platz nehmen. In diesem Sinne: alleine zu sein muss nicht schlimm sein, Jemanden zu haben im Leben, aber auch nicht.

„Dust Bunny“ bekommt von mir 8,5/10 das gerufene Monster nicht mehr los werdende Empfehlungspunkte.

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Oldies but Goldies: Silver Bullet (1985 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/19/silver-bullet-1985-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/19/silver-bullet-1985-filmkritik/#respond Thu, 19 Feb 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38485 Jane (Megan Follows) erzählt die Geschichte ihres Bruders Marty (Corey Haim), der gelähmt ist und mit einem Rollstuhl herumfährt, und wie dieser in einem ganz bestimmten Jahr eine Bedrohung von der Kleinstadt Tarker Mills abwenden wollte. Denn Tarker Mills wird … Weiterlesen

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Jane (Megan Follows) erzählt die Geschichte ihres Bruders Marty (Corey Haim), der gelähmt ist und mit einem Rollstuhl herumfährt, und wie dieser in einem ganz bestimmten Jahr eine Bedrohung von der Kleinstadt Tarker Mills abwenden wollte. Denn Tarker Mills wird von einem Übel heimgesucht, welches an jedem Vollmond zuschlägt. Erst merkt niemand etwas, weil die Morde wie Unfälle aussehen, aber nach und nach verdichten sich die Hinweise, dass hier etwas Seltsames passiert.

Natürlich glaubt Marty per se niemand, auch wenn Onkel Red (Gary Busey) immerhin zuhört und die Geschichte von Marty über einen Werwolf zumindest für möglich, wenn auch unwahrscheinlich hält. Red ist es auch, der Marty einen motorisierten Rollstuhl schenkt, der wie ein Motorrad funktioniert und den Marty auf den Namen „Silver Bullet“ tauft. Passend.

Als dann Marty eines nachts allein unterwegs ist, weil er sein Feuerwerk für den 4. Juli selbst veranstalten will, da wird er direkt mit dem Bösen konfrontiert und er kann nicht glauben, wer hinter der Maske des Werwolfs steckt …

„Silver Bullet“, wie der Film im Original heißt bzw. „Der Werwolf von Tarker Mills“ ist ursprünglich eine Kalendergeschichte von Stephen King gewesen. Ich bin mir nicht mehr sicher, was zuerst kam – der Film oder die Geschichte, glaube mich aber daran zu erinnern, dass es die Geschichte war (hab gegoogelt – 1984 kam die Geschichte, 1985 der Film). Ich kannte sie in erster Linie aus einer Kurzgeschichten-Sammlung von Stephen King, in welcher er auch ein wenig über die Entstehung der Geschichte geschrieben hat. Ich muss gestehen, ich liebe Vorworte und Nachworte von Stephen King – der Mann kommt da immer extrem sympathisch rüber. So auch hier. In diesem Vorwort hat er sich zB dafür entschuldigt, dass er sich bzgl. des Vollmonds ein paar Freiheiten genommen hat, denn dass der Vollmond immer an den „Feiertagen“ im Monat am Nachthimmel steht, ist in der Realität natürlich mathematisch unmöglich. Aber da es ja eine Kalendergeschichte ist, muss man als Schriftsteller die Chance, jeden Monat ein Kapitel zu einem besondern Tag zu schreiben, natürlich nutzen. Mich hat’s nie gestört und die Geschichte fand ich auch immer spannend.

Für den Film ist das natürlich völlig egal, denn da werden solche Sachen einfach als fix angenommen und Punkt. Dass das Drehbuch für den Film auch von King stammt finde ich in diesem Fall gut (ging ja nicht immer glatt, wenn wir uns ehrlich sind), denn er hat die Geschichte auf ihre Basisbestandteile reduziert und die Figuren sind gut übertragen.

Der Sympathieträger des Films ist mit Sicherheit Onkel Red, der von Gary Busey absolut toll gespielt wird. Immer mit so einem neckischen Zwinkern im Auge, Bierbauch und Hemden und dem speziellen Gary Busey-Grinsen dabei. Ich mochte die Figur unglaublich gern, auch, weil er einfach derjenige ist, der Marty immer für voll nimmt und ihn aufgrund seiner Lähmung auch nicht mitleidig behandelt, sondern einfach wie einen vollwertigen Gesprächspartner (was nicht alle im Film machen).

„Marty“ ist immer noch im Filmgeschäft, wenn auch immer ohne großen Durchbruch, so war zumindest auch bei „Crank 2“ dabei oder „The Lost Boys“. Und nein, er ist nicht wirklich gelähmt, was – hätte man den Film im Jahr 2026 so produziert – vermutlich dazu geführt hätte, dass es einen riesengroßen Aufschrei gegeben hätte, denn Corey Haim hat da ja sozusagen einem gelähmten Schauspieler eine Rolle weggeschnappt. Der Böse. (*seufz*)

Jedenfalls machen alle ihren Job gut und in den Nebenrollen findet man das eine oder andere bekannte Gesicht.

Die Effekte sind schwer in Ordnung und sehen auch im Jahr 2026 noch okay aus – ja, die Verwandlungsszene(n) sind jetzt nicht der große Bringer und heutzutage hat man da natürlich schon ganz anderes gesehen, aber es ist okay, und es passt und der Anteil an Blut und abgetrennten Gliedmaßen ist für damalige Verhältnisse nicht ohne.

Die Auflösung, wer der Werwolf ist, überrascht wohl niemanden, immerhin ist es ein Stephen King-Buch. Es wird im Film (als auch im Buch) relativ rasch offenbart, weil es dann primär darum geht, die anderen davon zu überzeugen, dass diese Person der Übeltäter ist. Was auch zu der einen oder anderen Konfrontation in Menschengestalt führt.

Jedenfalls ist der Film auch heutzutage immer noch gut anzusehen und macht Laune – die gesamte Machart ruft halt ganz laut „80iger Jahre“, aber das gibt dem Film in diesem Fall auch einen gewissen Charme.

Alles in allem finde ich „Silver Bullet“ als einen der besseren ernsten Werwolf-Filme, der noch ohne große Übertreibungen und Weltbedrohung auskommt, sondern sich auf das Schicksal einer kleinen Stadt bzw. eine Familie reduziert, was ja auch einfach wieder einmal gut tut.

„Silver Bullet“ bzw. „Der Werwolf von Tarker Mills“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, mit dem Rollstuhl davonrasende, Punkte.

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Five Nights at Freddy’s 2 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/12/five-nights-at-freddys-2-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/12/five-nights-at-freddys-2-filmkritik/#respond Thu, 12 Feb 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38424 Im Jahr 2002, also zwei Jahre nachdem Serienkiller William von den Geistern seiner Opfer getötet wurde, ist für Mike (Josh Hutcherson) der Alltag wieder eingekehrt. Dazu gehört es sich um seine jüngere Schwester Abby (Piper Rubio) zu kümmern, die jedoch … Weiterlesen

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Im Jahr 2002, also zwei Jahre nachdem Serienkiller William von den Geistern seiner Opfer getötet wurde, ist für Mike (Josh Hutcherson) der Alltag wieder eingekehrt. Dazu gehört es sich um seine jüngere Schwester Abby (Piper Rubio) zu kümmern, die jedoch ihre geisterhaften Freunde, sehr vermisst.

Vanessa (Elizabeth Lail) leidet ebenfalls unter ihrer Verbindung zu den Ereignissen, hat aktuell aber sogar ein Date mit Mike. Als drei Geisterjäger rund um Lisa (Mckenna Grace) das ursprüngliche Freddy Fazbear’s Pizza Lokal besuchen, wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die Mike, Abby und Vanessa, wieder mitten in den übernatürlichen Schlamassel zurück werfen…

Im Jahr 2023 folgte die erste Verfilmung der Five Nights at Freddy’s Spiele und auf Grund des finanziellen Erfolges, bekommen wir nur zwei Jahre später, eine Fortsetzung präsentiert. Dieser Teil hat nun mehr gekostet und etwas weniger wieder erwirtschaftet, dennoch wurde ungefähr das vierfache der Kosten wieder eingespielt, weswegen es 2027, einen dritten Teil geben soll. Was gleich geblieben ist, ist dass Kritiker diese Film gehasst haben.

Als Steigerung war er sogar bei einigen in der Kategorie „schlechteste Horror-Filme von 2025“ vertreten. Auch ich finde ihn deutlich schwächer als den ebenfalls nicht großartigen aber durchaus unterhaltsamen Erstling, doch der Rest ist für mich übertrieben. Wieder auf dem Regiestuhl sitzt Emma Tammi (The Wind) und auch die drei Hauptdarsteller sind wieder mit dabei. Auf der Metaebene gibt es dann bereits eine erste Enttäuschung und zwar dass es hier zu einer Scream-Reunion kommen soll.

Richtig, hier spielen sowohl erneut Matthew Lillard mit als auch erstmals Skeet Ulrich aka Stu und Billy in Scream. Und was glaubt ihr, haben die viel Screentime und treffen sie aufeinander? Ich glaube diese Frage könnt ihr ohne meine Hilfe, auch beantworten. Dann hätten wir die Figuren und auf Josh Hutcherson (The Beekeeper) bezogen, auch ein gewisses Desinteresse des Schauspielers, weil er auf Autopilot seine Rolle spielt.

Sein Mike ist dabei auch vom Drehbuch her einfach langweilig, er wirkt bemüht, doch hat ihn die Überwindung seines Traumas aus dem ersten Teil, irgendwie zu einem unsympathischeren Menschen gemacht. Vor allem wie er auch gegen Ende mit der von Elizabeth Lail (Countdown) gespielten Vanessa umgeht. Sie ist auch die einzige, die emotional involviert wirkt, der ich ihren inneren Konflikt glaube und ihr einen Weg hin zu mehr Normalität gewünscht habe.

Die dritte wiederkehrende Figur ist Piper Rubio als Abby und wie ihr Bruder Mike, gefällt sie mir hier um einiges weniger. Sie ist im Prinzip nur dazu da, dass sie die schlimmen Ereignisse weiter vorantreibt und sich in Gefahr begibt, weil sie ihre toten/kaputten (je nachdem auf welche Ebene man sich bezieht) Freunde, so sehr vermisst. Die Bedrohung geht dabei eine Zeit lang von einer besessenen Mckenna Grace (Annabelle 3) aus und sie gehört vom Design her zu den besten Figuren, ist aber leider kaum zu sehen.

Die animatronischen Figuren und die damit verbundenen Effekte sind weiterhin top, doch hat sich das seltsame und auch unheimliche Gefühl, das ihr Erscheinungsbild ausgelöst hat, irgendwie bereits etwas abgenutzt und teilweise wirken sie nur mehr lustig bis hin zu lächerlich. Die Offline-Kills wären extrem blutig – würde man sie sehen – von zerquetschten Köpfen bis hin zu abgetrennten Körperteilen, die man dann sogar unscharf im Hintergrund zu Boden fallen sieht.

Bei all dem was mir hier schwächer erscheint wiegt wohl am Schwersten, dass man das Gefühl hat, dass sich nichts getan hat. Das ist recyceln der gleichen Idee, ohne Weiterentwicklung. Abgesehen von Vanessa, bei der ich wissen möchte, wie es mit ihr weitergeht, sind dir alle Figuren ziemlich egal. Ich kann also verstehen, dass Menschen dies als Totalreinfall sehen, für mich ist es wohl am ehesten ein Schnellschuss, ohne wirkliche neue Impulse. Einzig die Kritik an Erwachsenen, die nicht auf Kinder hören oder diese ignorieren, die ist bitter, weil dies viel zu oft vorkommt.

„Five Nights at Freddy’s 2“ bekommt von mir 5/10 die Puppen inklusive der Puppenspielerin, lieber einige Zeit etwas ruhen lassende Empfehlungspunkte.

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