Jack Wolfe (Samuel L. Jackson) hat sich sein Leben im Luxus, mit seinen kriminellen Geschäften aufgebaut. Seine Taten werden ihn aber bald schon einholen und er könnte dadurch alles verlieren. Deswegen plant er seinen vorgetäuschten Tod.
Seine Partnerin bei dieser Aktion ist seine Frau Nora (Eva Green), der die Hälfte der Firma gehört. Sie hasst ihren Mann und will mit ihren beiden Liebhabern, das „vorgetäuscht“ aus dem Plan, am Liebsten streichen lassen…

Der neue Film von Regisseur Martin Campbell (Cleaner) hat für mich das gleiche Problem, dass zuletzt auch In the Grey hatte. Nur dass es hier dann noch stärker wirkt. Ich nenne es einfach mal „Exposition, the movie!“ Da hilft es dann auch nur wenig, dass vor und hinter der Kamera, durchaus sehr gute Leute agieren.
Samuel L. Jackson (Afterburn) mit seinen 77 Jahren mit Pferdeschwanz-Frisur und ständig offenem Hawaii-Hemden zu sehen, der dabei Alles und Jeden so manipuliert, dass zuletzt genau sein Plan aufgeht, das hat schon einen gewissen Coolness Faktor. Die Musik und die auf den kanarischen Inseln spielende Handlung, erzeugt Urlaubsstimmung. So viel zu den positiven Eindrücken.
Ansonsten ist das Hauptproblem, dass ständig über den Plan, wie man den angeblichen Tod von Jack ausführen kann, geredet wird. Seine Frau will ihn wirklich umbringen und hat sowohl einen jungen Kiffer als auch einen Polizisten durch ihre Liebesabenteuer in der Tasche. Der Cop wiederum, will ihr helfen und Schlimmeres verhindern.
Das könnte durchaus spannend sein, die Handlung plätschert aber einfach nur vor sich hin und kommt aus der erzählerischen Ebene, nie heraus. Zeigst du drei Versionen eines Events und die dritte ist dann, wie es wirklich passiert ist, dann ist das für ein Finale extrem antiklimatisch.
Danach gibt es dann noch eine Auflösung, was das Schicksal einiger Schlüsselpersonen betrifft und ja, ihr habt richtig geraten, auch das wird erzählt, statt einfach nur gezeigt zu werden. Ein Hörbuch mit Bildern, eigentlich eine frisch klingende Idee, aber in der Praxis einfach nur langweilig auf eine „teasen ohne pleasen“ Art und Weise.
Jackson ist lässig, stellenweise aber auch selbstverliebt nervig. Eva Green (The Salvation) ist lasziv, jedoch dabei sehr berechnend und geldgeil. Eoin Macken (Till Death) als Cop will das Beste für seine Liebe, agiert mit unter ganz nebenbei wie ein verliebter Teenager. Was ich damit sagen will: den Todesstoss bekommt der Film dann dadurch, dass du mit keiner der Figuren mitfieberst.
Ich hatte an dem Tag Kopfweh und wusste nicht genau, was ich mit mir anfangen sollte. Genau mit diesem Anspruch und in diesem Zustand, kann man sich den Film schon geben, ansonsten ist er aber eher als pseudo clevere und auf Tarantino Coolness schielende Zeitverschwendung einzustufen.
„Just Play Dead“ bekommt von mir 4/10 den schön geplanten Schein der Realität vorziehende Empfhelungspunkte.

