Drei Freundinnen fahren aufs Land, zum See, ins Landhaus. Dort angekommen finden sie in einer Truhe drei wunderschöne Biknis. Natürlich muss frau die sofort anprobieren.
Was die drei nicht wissen: Diese Bikinis wurden von einer speziellen Firma aus speziellem Material gemacht, was bedeutet: Sie lösen Hautreizungen aus und locken Haie an. Und mit anlocken meine ich nicht nur, wenn man im Wasser ist, sondern auch an Land.
Dazu kommt, dass der Erbe dieser Firma, sich dessen bewusst ist und deshalb der Meinung ist, er sei auserwählt mit diesen Haien – die auch an Land gehen können – über die Welt zu herrschen, denn sie gehorchen ihm als „Meister“ aufs Wort.
Tja, wie kommt man da wieder raus?

Ich sag es gleich und sag es doppelt laut: Wer einen Film mit dem Titel „Bikini Sharks“ ansieht, braucht sich danach über nichts, aber auch gar nichts zu beschweren. Ist das Schauspiel eher so … meh? Ja, absolut. Von ein klein wenig grandiosem Overacting des Bösewichts abgesehen. Sind die Effekte eher so lala? Ja, aber das war von Anfang an klar. Ist die Prämisse absolut daneben? Natürlich.
Und macht die Sache Spaß? Unerwarteterweise ja.
Allerdings – und das ist eine Frage, auf die sich jede:r selbst die Antwort geben muss: Halte ich ein paar Minuten Leerlauf aus, wenn dann kurz darauf grandios dämlich-geniale Dialoge folgen? Ich meine, das muss man gehört haben, um es zu glauben. Und ich kann es noch immer kaum fassen, dass es da Leute gibt, die sich vor eine Kamera gesetzt und diese Sachen laut ausgesprochen haben. Einfach unpackbar.
Es gibt zum Beispiel eine Szene, in welcher die Mutter des Bösewichts erzählt, wie die Bikinis entstanden sind. Ich meine … allein schon dafür, dass die gute Frau es geschafft, dass seriös und ohne Lachanfälle in die Kamera zu sagen (egal, wie viele Takes es dazu brauchte) hat sie sich ihre Gage bereits verdient.
Oder gegen Ende des Films: „The Bikinis say so!“ Ich hab mich kaum mehr eingekriegt vor Lachen. Es ist schwer, zu vermitteln, warum dieser Film ein wenig besser als die üblichen billig-produzierten Hai-Filme ist, denn es spricht tatsächlich null für ihn. Es gibt also wenig bis nichts, was diesen Film sehenswert macht.
Allein schon der Anfang des Films, als zwei Damen – eine davon doch halbwegs … rundlich – beisammen stehen und reden. Einer der Sätze ist sinngemäß „Was brauchen wir die anderen? Wir werden von unserem Aussehen leben!“ … Äh. Mhm. Klar. Und dann finden sie zwei Bikinis am Strand – natürlich ist die erste Reaktion, diese anzuziehen. Nämlich sofort. Was man halt so macht, wenn man im Gebüsch Bikinis findet. Ich bin zwar keine Frau, bin aber überzeugt, dass alle Frauen, die ich kenne, das sofort machen würden. Weil … ich meine: Bikinis. Hallo?
Ihr wisst, was ich meine.
Und trotzdem bin ich drangeblieben. Weil es so nett irre ist. Und so wenig spektakulär. Und weil es immer wieder Dialoge gibt, die zu 100% ernst vorgetragen werden, bei denen man einfach nicht anders kann, als einen hysterischen Lachkrampf zu bekommen. Ich wiederhole: Völlig ernst vorgetragen. Das ist das geniale an dem Film. Alles wird so inszeniert, als wäre es zu 100% ernst und echt. Da gibt es keinen Meta-Humor. Oder übertriebene Szenen. Oder ein augenzwinkerndes „ihr wisst schon“. Nein. Das hier ist einfach genau, was draufsteht: Bikini Sharks.
Leider keine Haie, die Bikinis tragen. Da hat man meiner Ansicht nach eine Chance verpasst. Wäre ja genial gewesen einen „Mothershark“ einzubauen, oder so.
„Bikini Sharks“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, keine wirklich guten, aber auf eine morbide Art unterhaltsame, Punkte.
Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: alles):
Nicht besser gemacht als alle anderen Billig-Hai-Filme. Weder von den Effekten, noch vom Schnitt. Auch sind hier im Grunde keine wirklichen Bikini-Schönheiten dabei, sondern Frauen von nebenan, die halt mal mehr und mal weniger gut aussehen. Also gibt’s hier auch nichts für’s männliche Auge. Aber trotzdem machen manche Dialoge einfach Laune, weil sie so schlimm sind, dass sie schon wieder großartig sind. Für Leute, die halt einen speziellen Humor haben, wie ich, passt das. Alle anderen werden es hassen.
Fazit: Nett, aber nichts Besonderes. Nicht mal im Trash-Genre.

