Mystery | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Wed, 18 Mar 2026 09:58:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 The Calling Witch (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/19/the-calling-witch-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/19/the-calling-witch-filmkritik/#respond Thu, 19 Mar 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38628 Die Mutter von Virginia (Danika Golombek) hat sich erhängt. Sie, ihr Bruder Edward (Grayson Eddey) und ihr Vater Warren (Marcus DeAnda) bleiben allein zurück. Das letzte Buch, welches ihre Mutter geschrieben hat, trug den Titel „The Calling Witch“. Und diese … Weiterlesen

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Die Mutter von Virginia (Danika Golombek) hat sich erhängt. Sie, ihr Bruder Edward (Grayson Eddey) und ihr Vater Warren (Marcus DeAnda) bleiben allein zurück. Das letzte Buch, welches ihre Mutter geschrieben hat, trug den Titel „The Calling Witch“. Und diese Hexe scheint Gestalt anzunehmen, denn ungewöhnliche Dinge passieren. Einbrüche in das Atelier der Mutter – aber die ortsansässigen Rowdies behaupten strikt, nichts damit zu tun zu haben.

Irgendetwas geht hier vor. Die Frage stellt sich, ob es sich um übernatürliche Vorkommnisse handelt, oder ob etwas ganz anderes gespielt wird …

Das Plakat bzw. der Poster zu „The Calling Witch“ ließ auf einen klassischen Geister-Film hoffen. Die übliche Geschichte halt: Letztes Buch. Hexe. Mutter tot. Tralala.

Nur, das stimmt nicht. Denn „The Calling Witch“ ist ein völlig anderer Film als man denkt. Tatsächlich ist es ein Familiendrama, welches sich in erster Linie um die Erkenntnisse von Virginia dreht, die nach und nach feststellen muss, dass ihre Familie vielleicht nicht die Familie ist für die sie sie hält.

Das klingt jetzt ein wenig kryptisch, aber noch mehr zu verraten wären absolut Spoiler.

Was man auf jeden Fall wissen sollte, bevor man sich den Film ansieht: Erwartet euch keinen Haunted House-Streifen á la „Conjuring“ oder ähnliches. Das ist der Film nämlich überhaupt nicht. Zu keiner Sekunde.

Was der Film auch nicht ist: Besonders gut. Zumindest mich hat die Story spätestens zu dem Zeitpunkt verloren als klar geworden ist, was hier wirklich abgeht. Das ist ungefähr zur Mitte des Films. Die zweite Hälfte beschäftigt sich dann mit den Auswirkungen dieser Erkenntnisse. Das ist an sich eine coole Idee, wenn der Twist nur nicht so schrecklich … öde wäre.

Das Skript verlässt sich nämlich zu einhundert Prozent darauf, dass ihr mit Virginia mitfiebert und sie und Edward sympathisch findet. Wenn dann die Enthüllung kommt, dann reißt das Virginia schon mal den metaphorischen Boden unter den Füßen weg. Mir als Zuseher ging es eher so, dass ich mir dachte „WTF?“. Aber nicht die positive Version davon, sondern eher die „ihr dachtet, dass ihr damit durchkommt“-Version.

Ja, die Idee ist gut und auch die Teilung des Films in zwei Teile mit Teil A – seltsame Vorkommnisse, Enthüllung, Teil B – die Auswirkungen, finde ich gut. Nur die Umsetzung ist leider nicht geglückt.

Ich wurde die gesamte Zeit nicht wirklich warm mit Virginia. Und auch die anderen Figuren – eh okay, aber irgendwie war ich die gesamte Zeit seltsam distanziert. Das mag daran liegen, dass das Buch der Mutter „The Calling Witch“ ein Kinderbuch/Horrorbuch ist – und die Illustrationen zeigen ganz klar ihr eigenes Haus. Mir ist schon klar – nach Ansicht des Films – warum das so sein muss und warum das so passt, aber das hat mich von Anfang an irritiert. Tatsächlich habe ich mir die Frage gestellt, warum eine Frau so was machen würde. Und sich danach das Leben nimmt.

Folgende Absätze könnten als Spoiler durchgehen, also Vorsicht.

Warum macht man so was?

Variante A: Es ist ein Horrorfilm. Geister. Besessenheit. Sie wurde von einem Geist dazu gezwungen. Sowas in der Art. Aber da ist halt rasch klar, dass das so nicht passen kann.

Variante B: Das Buch ist ein Geständnis. Ein sehr, sehr plakatives Geständnis und die Mutter hat nicht ertragen, was sie da gestanden hat.

Alles andere würde von einem narrativen Standpunkt her nicht sinnvoll. Und wenn das gesickert ist, dann weiß man, dass das Buch eigentlich bereits die gesamte Handlung mitsamt Twist und allem drum und dran vorwegnimmt und verrät.

Deshalb hat die „schockierende Enthüllung“ bei mir ein ziemlich emotionsloses „Ah, dachte ich mir doch“ ausgelöst. Nochmals: Schade. Da ist meiner Ansicht nach ein dramaturgischer Fehler passiert – man hätte den Film nicht mit diesem Buch anfangen lassen dürfen, sondern es erst nach und nach enthüllen. Aber – ich bin weder der Drehbuchautor noch der Regisseur des Films.

Wie dem auch sei: Der Film ist an sich gut gemacht ohne große Ausfälle. Er ist nicht immer ganz logisch, sie es von Entscheidungen, welche die Protagonisten treffen, noch von seiner internen Logik her. Und ein paar Dinge sind wirklich an den Haaren herbeigezogen.

Naja, für eine Einmalsichtung passt es, aber erwartet euch halt nicht zu viel. Und – das tut mir auch leid, das schreiben zu müssen – Danika Golombek trägt den Film für mich leider nicht. Sorry. Vielleicht wäre es besser gewesen Edward als Hauptfigur zu nehmen. Als Nebenfigur hätte Virginia vielleicht besser abgeschnitten.

Für mich ist „The Calling Witch“ einer dieser Filme, der sich zu sehr auf die Story fokussiert, sich dabei für ziemlich clever hält und halt leider nicht an die Emotionen denkt, die er vermitteln sollte bzw. seine Charaktere in meinen Augen eher als Mittel zum Zweck behandelt.

„The Calling Witch“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, mit falschem Marketing beworbene, Punkte.

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Resident Evil Village: Shadows Of Rose (DLC-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/14/resident-evil-village-shadows-of-rose-dlc-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/14/resident-evil-village-shadows-of-rose-dlc-review/#respond Sat, 14 Mar 2026 05:30:15 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38552 Rose, die Tochter von Ethan und Mia Winters, ist eine Teenagerin geworden und die Tatsache, dass sie „Kräfte“ hat, wiegt schwer auf ihr. In der Schule wird sie gehänselt und sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine normale Teenagerin zu … Weiterlesen

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Rose, die Tochter von Ethan und Mia Winters, ist eine Teenagerin geworden und die Tatsache, dass sie „Kräfte“ hat, wiegt schwer auf ihr. In der Schule wird sie gehänselt und sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine normale Teenagerin zu sein. Dazu zu gehören. Da kommt ihr das Treffen mit Agenten K, der ihr erklärt, dass er möglicherweise einen Weg für sie gefunden hat, ihre Kräfte loszuwerden, gerade recht.

Angeblich gibt es im Bewusstsein des Megamyceten (also dem Schimmelzeug aus „Village“) einen Kristall, der ihr diese Kräfte nehmen kann. Also begibt sich Rose dort hinein, muss aber rasch feststellen, dass noch jemand dort zugegen ist, denn der Megamycete hat nicht nur sie aufgenommen, sondern auch die Erinnerungen von anderen, mächtigeren Personen, die mit ihm in Berührung gekommen sind.

Also muss Rose versuchen, den Kristall zu finden und sich nicht zu tief im Bewusstsein dieses Dings zu verlieren. Zum Glück kommt ihr jemand zu Hilfe, der zwar nicht sichtbar ist, aber ihr immer wieder Tipps und Hinweise hinterlässt und mit dem sie später sogar kommunizieren kann.

Aber ist dieser jemand wirklich eine Hilfe oder ist alles eine perfide Falle und etwas viel Böseres ist hier am Werk …?

Die Tatsache, dass „Resident Evil Requiem“ in nicht mal einem Tag erscheint, hat mich dazu gebracht, endlich den finalen DLC für „Resident Evil Village“ zu spielen, der laut meinen Infos das Ende der Storyline rund um die Familie Winters beinhaltet. Nachdem Rose nur aus dem Abspann von „Village“ bekannt ist, war meine Erwartungshaltung eher niedrig – zugegeben: Der gesamte achte Teil der Hauptreihe dreht sich um Ethans Versuche Rose zu retten, allerdings ist sie da noch ein Baby und das ist doch ein gewaltiger Unterschied zu einer Teenagerin.

Entgegen meiner Erwartung war ich dann doch positiv überrascht, weil ich Rose ziemlich rasch ziemlich sympathisch fand – knappe drei Stunden sind jetzt nich viel Zeit um eine neue Person als starken Charakter zu etablieren, aber bei Rose ging das relativ rasch, weil allein schon ihr Wunsch endlich normal zu sein trotzdem irgendwie auf Resonanz bei mir gestoßen ist und auch die Tatsache, dass sie ein Opfer ihrer Schulkolleginnen ist, die sie mit ihren Kräften im Nu wegputzen könnte, sich aber dazu entscheidet, lieber still zu leiden, macht sie sympathisch.

Auch ihre Interaktion mit ihrem „Schutzengel Michael“ hat mir gefallen und der deplatzierte Teenager-Humor, der klar zur Stressverarbeitung dient, hat mir gefallen. Als „Michael“ ihr zum Beispiel eine Pistole beschafft, damit sie sich wehren kann, ist ihr erster Kommentar: „I was hoping for a pony, but … alright.“ Kann mein peinlich finden. Mir hat’s gefallen.

So wie mir generell die gesamte Story und ihre Machart und Inszenierung gefallen haben, denn das ist das A und O von „Shadows Of Rose“. Es gibt keinen Sammelkram und nichts in dieser Art – hier geht es rein um die Story und das macht diesen DLC für mich wirklich angenehm, weil man die Geschichte genießen kann und nicht ständig das Gefühl hat, man hätte etwas übersehen oder so.

Die Story ist im Grunde in drei oder vier Teile, äh, geteilt. Der erste ist wohlbekannt in seiner Art – Mosnter wegballern, Wege freimachen, Schlüssel finden. Das übliche Resi-Zeug halt. Gut gemacht mit optisch beeindruckenden Schauplätzen und einem interessanten, wenn auch austauschbaren, Gegenspieler.

Der zweite Teil ist ein Hammer – ich will nichts verraten, aber hier hat wohl Dr. Who Pate gestanden und ich fand die Gegner hier wirklich gruselig und die Spannung war wirklich hoch. Wow. Das hat richtig gerockt. Dann kommt der dritte Teil, der sich ähnlich anfühlt wie der zweite, nur weniger gut, weil sich die Gegner auf weniger erschreckende Gegner verändern – auch wenn die Implikation in der Geschichte, wer diese Gegner sind oder was sie implizieren sofort noch mehr Sympathie für Rose aufkommen lassen. Symbolisch super gemacht.

Der letzte Teil ist dann eher kurz und eine Ballerbude, aber aufgrund eines Aufeinandertreffens von zwei Charakteren dann doch anders als der Anfang und alles in allem hat mir die Auflösung gut gefallen. Nichts davon überraschend, aber wie von Resident Evil mittlerweile ja gewohnt, wirklich stark inszeniert.

Dass man die Story mit allem Drum und Dran dumm und peinlich und trashig finden kann (und objektiv gesehen auch muss) ändert nichts daran, dass die Story-Beats für mich funktioniert und mich emotional nicht kalt gelassen haben. Ob das nun das Ende der Story von der Familie Winters ist … hm. Das ist für mich in der Form nicht klar. Grundsätzlich glaube ich, dass man später mal auf Rose zurückgreifen wird. Ich würde mich über ein Wiedersehen freuen.

Optisch gibt es hier keine Kritik von mir und alles läuft flüssig. Das Gameplay kennt man mittlerweile ja und Capcom weiß mittlerweile auch, wie man selbst die schrägsten Dinge super inszeniert. Find ich gut.

Bei der „Winter’s Expansion“ sind dann noch Charaktere für den Mercenaries-Mode dabei und andere Gusto-Stückchen, aber für mich wäre auch allein „Shadows Of Rose“ (allein schon wegen den beiden Mittelteilen) schon genug gewesen, dann das hier ist ein richtig guter DLC.

„Shadows Of Rose“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, für einen DLC überraschend viele Spielmechaniken bietende, Punkte.

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Resident Evil Requiem (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/#respond Thu, 05 Mar 2026 06:44:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38573 Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. … Weiterlesen

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Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. Als sie dort ankommt findet sie Hinweise, die darauf hindeuten, dass jemand ein Spiel mit ihr spielt und ehe sie sich versieht wird sie entführt und wacht kopfüber hängend in einem seltsamen Raum auf. Blut wird ihr abgenommen und alles sieht irgendwie ein wenig nach einem Krankenhaus oder so aus.

Wie kommt sie hier weg?

Währenddessen ist Leon S. Kennedy auf der Suche nach einem Gegenmittel, denn seit er damals in diese Sache mit den Viren und Umbrella reingeraten ist, ist sein Leben eigentlich die Hölle. Zombies, Mutanten, Untote – unzählige Monster, denen er sich seitdem stellen musste. Aber nun hat ihn der Ursprung eingeholt: Er ist infiziert. Keine Heilung. Der Tod wird bald eintreten. Aber Leon will es nochmal wissen, sucht nach einem Dr. Gideon, denn der hat irgendwie Verbindungen zu Umbrella.

Und Leon wird sich nicht von ein paar lächerlichen Monstern aufhalten lassen …

Ich bin jetzt eher selten auf ein Spiel „gehyped“, sondern eher vorsichtig positiv neugierig. Bei „Resident Evil requiem“ war das anders. Das Ding hat mich schon seit dem ersten Trailer interessiert, denn der Ansatz mit zwei Protagonist:innen mit zwei verschiedenen Spielstilen hat mir als Idee schon mal super gefallen. Grace hat nach einem interessanten Charakter ausgesehen und Leon ist ohnehin Leon. Coolste Socke im Universum.

Tatsächlich habe ich mich nie gefragt, ob das so funktionieren kann – aus der Ego-Perspektive die unerfahrene, junge und verletzliche Grace spielen und aus der Third-Person-Perspektive mit Leon so richtig aufräumen. Wir wissen alle spätestens seit „Resident Evil 7„, dass Capcom First-Person-Horror kann. Und dass sie endlich die Action auch richtig hinbekommen haben hat das „Resident Evil 4 Remake“ gezeigt. Was kann also schiefgehen?

Nun, eine ganze Menge, wenn man ehrlich ist.

Spideragent behauptet ja immer, ich sein ein Fan der Resident-Evil-Reihe, was ich immer aus Reflex verneint habe. Beim letzten Mal habe ich ihm aufgezählt, welche Spiele der Reihe ich gut finde und warum, denn die Gründe sind wirklich verschieden, aber er hat nur gegrinst und mich gefragt, ob mir aufgefallen ist, dass ich alle(!) Teile aufgezählt habe. Nein. War mir nicht aufgefallen. Aber tatsächlich muss ich ihm nachträglich zustimmen. Scheinbar bin ich ein Fan. Aber nicht in dem Sinn, dass ich alles mag, nur weil „Resident Evil“ drauf steht, sondern spannenderweise macht mir jedes Spiel einzeln Spaß. Dass es sich dabei um eine Reihe handelt ist eigentlich Zufall. Aber – ja, ich mag die trashigen Storys. Ich mag die Over-The-Top-Charaktere. Ich mag die Machart und ich finde, dass Capcom mittlerweile das Inszenieren von Story-Teilen bzw. Zwischensequenzen richtig gut drauf haben. Alle Achtung.

Was sie auch gelernt haben – man würde es nicht glauben, wenn man nur Ethan Winters, Persönlichkeitslücke per excellence, im Kopf hat – ist tolle Charaktere zu schreiben. Leon ist nicht einfach in jedem Teil „Leon“, sondern im 2ten Teil ist der Anfänger. Im vierten Teil der harte Hund, der weiß, wie es geht und in „Requiem“ ist er immer noch der harte Hund, aber er ist der harte Hund, der weiß, dass seine Zeit abläuft und er bald keine Möglichkeit mehr hat Vergangenes wieder gutzumachen oder zumindest so etwas wie Vergebung für sich zu finden.

Ich mag Leon. Vor allem in Requiem, auch, oder gerade weil, er so entschlossen ist, am Ende seiner Tage noch etwas Gutes zu tun. Und das ist in diesem Fall die letzten verbleibenden Relikte von Umbrella zu finden und zu vernichten und (primär aus Zufall) das bedeutet auch Grace zu helfen.

Womit wir beim – aus meiner Sicht – Highlight von „requiem“ sind: Grace. Denn – Wow, die ist großartig geschrieben. Liebe Leute, so – genau so! – schreibt man tolle Frauenfiguren. Sie ist zerbrechlich, ängstlich, kann nicht gut mit Leuten und es ist völlig klar, dass alles um sie herum sie bis ins Innerste erschüttert: Trotzdem hält sie durch. Steht nochmals auf. Sucht eine Lösung. Findet die Kraft weiterzumachen. Das ist kein männlicher Action-Held, dem man halt schnell mal die Textur einer jungen Frau übergezogen hat, sondern Grace ist durch und durch eine junge Frau, die schreckliches durchmacht, aber dank ihrer inneren Stärke und ihres Überlebenswillens durchhält. Sie hat immer einen Grund nochmals aufzustehen (zum Beispiel um jemand zu retten) und trifft auch keine dummen Entscheidungen. Und noch dazu ist sie einfach richtig sympathisch. Großartig. Um Spideragent aus einem anderen Review zu paraphrasieren: 100% eine Frau. 100% (auf ihre Art) ein Boss. Aber kein Girlboss. Perfekt. Von der Story her gibt es einen Punkt, der sie fast bricht – was sie für mich nur noch sympathischer machte – und deshalb spielt man dann eine Weile „nur“ Leon. Aber auch das hat mir richtig gut gefallen, weil es für mich absolut nachvollziehbar war, was in ihr vorgeht. Und Charaktere, die fliehen könnten, sich aber trotzdem wieder – metaphorisch gesprochen – umdrehen und dem entgegenstellen, was sie für falsch halten, mag ich sowieso gerne. Grace – willkommen im Resident Evil-Universum.

Spielmechanisch kann man nicht meckern, die Kontrollen sind absolut einfach, intuitiv und alles geht locker und vor allem flott von der Hand. Die Rätsel sind fair, der normale Schwierigkeitsgrad passt sehr gut und die Schauplätze sind nicht zu riesig, aber auch nicht zu klein. Ich musste kein einziges Mal überlegen, was ich zu machen habe oder wo ich jetzt hinmuss, weil die Karte super ist und wichtige Punkte und mögliche genauso wie noch verschlossene Durchgänge markiert werden. Das Crafting-System funktioniert super und das Gegner-Design ist ein Hammer.

Was dieses Mal auch wieder gut gelingt, ist die fiesen Bosse richtig stark einzuführen. Wenn ihr beim ersten Auftauchen von „The Girl“ nicht zusammenzuckt und für ein, zwei Sekunden gelähmt vor dem TV sitzt, dann habt ihr keinen Puls. Aber – und das ist neu und erklärt mir auch den Marketing-Slogan „Evil Always Had A Name“ – die Zombies im ersten Abschnitt sind nicht zu einhundert Prozent Kanonenfutter, sondern haben sich ihre Eigenheiten aus dem Leben, halt auf ein Charaktaristika runtergebrochen, ins Zombie-Sein mitgenommen: Die Putzfrau will die ganze Zeit Blut wegputzen, der Koch sucht immer noch nach Fleisch für seine Hauptmahlzeit, die Sänger:innen singen immer noch gern und tanzen sogar, das Publikum will das auch immer noch sehen. Alles Eigenschaften, die man für sich nutzen kann (und Grace ist eine schlaue Dame), um zu entkommen.

Nach dem ersten Locationwechsel gibt es dann viel Action mit Leon – auch mit alten bekannten Gegnern, warum die wieder auftauchen wird durch die Story erklärt – und hier zieht man auch mal durch ein größeres Gebiet. Manche Action-Momente sind immer noch Over-The-Top, aber ganz ehrlich: Ich will es nicht anders haben.

Grafisch spielt „Requiem“ ohnehin ganz vorne mit. Das Ding sieht einfach – egal in welcher Umgebung, egal ob First- oder Third-Person-Perspektive – unverschämt gut aus und die Details, welche die Entwickler eingebaut haben sind großartig. Ich fand das Design, die Optik, die Lichtstimmumngen und – vor allem auch – das Sounddesign! Hammer.

Wenn Resident Evil weiterhin Outputs auf diesem Niveau auf den Markt bringt, dann kann das nächste Spiel aus der Reihe, egal ob Remake oder neuer Teil oder Spin Off gar nicht rasch genug kommen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, denn das „requiem“ im Titel des Spiels hat eine völlig andere Bedeutung als ich angenommen hatte. Aber ich will nicht spoilern. Ich sage nur so: Die Story führt so ziemlich alle vorigen Teile zusammen und findet da einen … nennen wir es „Abschluss“ der Umbrella-Viren-Story. Da ist es auch stimmig, dass man ein paar alte Bekannte (Monster) wieder trifft. Das führt halt auch dazu, dass Spieler:innen, welche die Vorteile kennen, einen klaren Vorteil haben. Aber bei Teil 9 einer Spielreihe darf das schon mal sein, zumal ich glaube, dass man auch als Einsteiger:in durchaus weiß, was los ist.

Der Fairness halber muss ich anmerken, dass – logischerweise – Leute, die nur auf den einen oder nur auf den anderne Spielstil (Stealth oder Action) stehen mit der Mischung vermutlich keine Freude haben werden. Ich, der ich beides gern mag, bin richtig zufrieden. Gut gemacht, Capcom!

„Resident Evil requiem“ bekommt von mir 9,5 von 10 möglichen, als Gesamtpaket (fast) alles richtig machende, Punkte.

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Still Wakes The Deep: Siren’s Rest (Game Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/24/still-wakes-the-deep-sirens-rest-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/24/still-wakes-the-deep-sirens-rest-game-review/#respond Tue, 24 Feb 2026 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38375 Mhairi ist Taucherin und mit ihrer Crew ist sie unter Wasser unterwegs um die Überreste der Ölbohrplattform Beira D elf Jahre nach deren Untergang zu untersuchen. Was auch immer dort vorgefallen ist – Mhairi will es wissen. Und wenn sie … Weiterlesen

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Mhairi ist Taucherin und mit ihrer Crew ist sie unter Wasser unterwegs um die Überreste der Ölbohrplattform Beira D elf Jahre nach deren Untergang zu untersuchen. Was auch immer dort vorgefallen ist – Mhairi will es wissen. Und wenn sie schon dabei ist, will sie auch die Überreste der vor Ort verstorbenen oder zumindest Erinnerungen an sie sammeln.

Außerdem verbindet Mhairi noch eine private Sache mit der Beira D.

Aber will sie wirklich wissen, was dort passiert ist? Und ist für das bereit, was sie finden wird …?

Das Add-On bzw. der DLC zu „Still Wakes The Deep“ hat mich insofern interessiert, weil ich einfach irgendwie gehofft hatte, dass ein paar der offenen Fragen aus dem Hauptspiel geklärt werden und auch, ob das in meinen Augen rasche Ende doch noch ein wenig erweitert wird. Die erste Ernüchterung folgte sofort: Die Story setzt elf Jahre nach den Ereignissen des Hauptspiels an. Also keine „Parallelhandlung“, die vielleicht Story-Lücken stopft, sondern etwas völlig anderes. Nun denn.

Stichwort Story: Diese ist im DLC eine persönliche Geschichte, die meines Erachtens zwar nett ist, die man aber nicht unbedingt kennen muss, weil sie einerseits null zum Verständnis der Hauptstory beiträgt bzw. keine Lücken füllt. Auch über die Entität, welche ja im Hauptspiel aufgetaucht ist, wird eigentlich nicht wirklich mehr verraten als man eh schon weiß.

Die Verbindung von Mhairi zu einer Person, die auf Beira D gearbeitet hat ist nett, aber ich musste wirklich kurz überlegen, wer das denn jetzt war, zu dem sie diese Verbindung hat – es ist also keine der Töchter unseres ehemaligen Hauptcharakters. Schade. Die Story wird nett erzählt, plätschert aber meiner Ansicht nach eher ohne Höhepunkte vor sich hin.

Die Spielerfahrung ist dieses Mal allerdings ein wenig anders, denn als Taucherin kann man sich ja doch in alle Richtungen bewegen und das Gefühl zu tauchen und in dieser Unterwasserwelt zu sein wird gut einfangen. Auch die Idee mit dem Luftschlauch, der quasi die Nabelschnur darstellt und auch „Umbilical cord“ (also Nabelschnur) genannt wird, ist gut, wird aber einerseits zu wenig genutzt und andererseits ist das Ding auch daran schuld, dass die Immersion rasch an ihre Grenzen kommt. Denn die Umsetzung ist … naja. Wenn ich fünf mal um eine Säule schwimme, dann juckt das niemand. Da bleibt der Luftschlauch bleibt auch nie hängen. Hier hat man meiner Ansicht nach eine Chance verpasst, denn wie cool wäre es gewesen, wenn ich aufpassen muss, wie ich wohin tauche, weil sich sonst der Schlauch verheddert und meine Bewegungsfreiheit einschränkt oder ich – wenn ein Monster auftaucht – nicht einfach irgendwohin abhauen kann, sondern an meine Route buchstäblich gefesselt bin. Aber – so ist es halt nicht. Das Ding ist einfach da und fertig. Ja, storytechnisch wird es ein paar Mal genutzt, aber auch da finde ich, mit zu wenig Druck oder Spannung.

Alles in allem war es nett durch die Gegend zu tauchen und auch die Mementos zu finden war schön – aber im Kern fühlt sich das Gesamtpaket dann doch wie ein unnötiges Anhängsel an, welches weder die Story vertieft noch irgendwas Neues zu erzählen hat.

Schade. Da wäre definitiv mehr drin gewesen.

„Still Wakes The Deep: Siren’s Rest“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, leider sein Potential in keiner Sekunde ausnutzende, Punkte.

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The Rip (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/17/the-rip-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/17/the-rip-filmkritik/#respond Tue, 17 Feb 2026 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38499 Captain Jackie Velez vom Miami-Dade Police Department wird ermordet und sofort machen Gerüchte über korrupte Cops die Runde und ihr gesamtes Team wird verdächtigt. Der nun aufgestiegene Anführer des Tactical Narcotics Teams (TNT), Lieutenant Dane Dumars (Matt Damon), bekommt gleichzeitig … Weiterlesen

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Captain Jackie Velez vom Miami-Dade Police Department wird ermordet und sofort machen Gerüchte über korrupte Cops die Runde und ihr gesamtes Team wird verdächtigt. Der nun aufgestiegene Anführer des Tactical Narcotics Teams (TNT), Lieutenant Dane Dumars (Matt Damon), bekommt gleichzeitig einen Tip mit einer Adresse für ein Haus, in dem illegales Geld versteckt sein soll.

Er bricht gemeinsam mit Detective Sergeant J.D. Byrne (Ben Affleck) und den restlichen drei Teammitgliedern sofort zu dem Haus auf, dass von Desi Molina (Sasha Calle) bewohnt wird. Als sie die gewaltige Summe von über 20 Millionen Dollar Drogengeld entdecken, hält sich Dumars nicht ans Protokoll und leitet dies nicht an die Dienststelle weiter, sondern er konfisziert die Handys seiner Leute und will die Sache mit und innerhalb seines Teams klären…

Stretch, Boss Level und Copshop, Regisseur und Drehbuchautor Joe Carnahan hat in den letzten Jahren immer wieder Thriller abgeliefert, die coole Action-Momente beinhalten und in Summe einfach Spaß machen. Seit Jänner 2026 läuft nun sein aktueller Film auf Netflix und für die beiden Hauptrollen, konnte er Matt Damon und Ben Affleck verpflichten können. Mit Damon gibt es auch ein aktuelles Interview, über das ich kurz ein paar Worte verlieren möchte.

Er spricht über das Thema, dass moderne Filme immer dümmer werden. Das zeigt sich darin, dass z.b. Auflösungen nach einem Twist nicht nur gezeigt, sondern auch erklärt werden. Das wiederum ist scheinbar nötig, weil immer mehr Menschen in abgelenkter Form Filme konsumieren, also etwa gleichzeitig mit dem Handy spielen. Deshalb sind doppelte Auflösungen laut Produzenten nötig geworden. Ich persönlich finde das schade, aber wenn man den Grund dafür hört, dann haben wir als Fans des Medium Film, diese Entwicklung wohl verdient.

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Erlebnis und im Vergleich zu meinen drei oben genannten Lieblingsfilmen von Carnahan, kommt dieser Rip völlig ohne Humor aus. Die Atmosphäre ist düster und angespannt, innerhalb des Teams kommt es zu Meinungsverschiedenheiten und das Vertrauen in die Kollegen leidet extrem. Als Zuseher ist man eigentlich durchgehend am Spekulieren, ob es gleich mehrere Verräter gibt, die das Geld über das Gewissen/den Job stellen.

Wer hier ein schmutziger Cop ist, wer für den Mord an ihrer Chefin verantwortlich ist, einfach wem man hier trauen kann, das – unterstützt von den engagierten Performances – macht den Reiz der ganzen Sache aus. Wenn man die Auflösung dann kennt, ist das im Rückblick kein Film, der bei einer Zweitsichtung noch spannend wäre bzw. bin ich einer, der sich oft nicht ganze Filme, sondern Lieblings-Szenen, immer wieder ansieht. Solche gibt es hier nicht.

Die Schießereien sind intensiv (und verwackelt), die Verfolgungsjagden kurz und knackig gehalten, Highlights sind keine dabei. Matt Damon (Jason Bourne) als Dumars und Ben Affleck (Hypnotic) als Byrne kennt man ihre Freundschaft im echten Leben an, ihre Figuren haben eine gewisse Vertrautheit und ihre Streitigkeiten wirken wie die zwischen Brüdern. Dennoch haben die zwei die intensivsten Momente. Der Lichtblick in all der Abgebrühtheit, ist dann aber Sasha Calle.

Sie habe ich als (verschenktes) Supergirl in The Flash kennengelernt und ihre Desi ist aufgeweckt, nicht auf den Mund gefallen und hat das Herz am rechten Fleck. Ebenfalls interessant war es für mich als Freund von Scott Adkins (Prisoner of War), ihn hier (als FBI Bruder von Afflecks Charakter) in einer Rolle zu sehen, die null Kämpfe beinhaltet. In Summe machen hier alle Darsteller einen guten Job, vor allem die Ladys sind auf natürliche Weise einfach lässig.

Was heißt das nun für den Film als Ganzes? Auf Carnahan bezogen nicht schlecht, aber nicht bei meinen Lieblingen dabei. Auf Netflix bezogen sicherlich einer der besseren Thriller, egal ob nun auf die Machart als auch auf Handlung und Schauspiel bezogen. Das Ende überrascht dabei kaum (außer vielleicht man hat zwischendurch aufs Handy geschaut), aber es ist sehr befriedigend und es gibt einen sehr schönen Moment zwischen – kleiner Spoiler – Desi und Dumars.

„The Rip“ bekommt von mir 6,5/10 den Verlockungen durch das liebe Geld, konstant widerstehende Empfehlungspunkte.

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Five Nights at Freddy’s 2 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/12/five-nights-at-freddys-2-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/12/five-nights-at-freddys-2-filmkritik/#respond Thu, 12 Feb 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38424 Im Jahr 2002, also zwei Jahre nachdem Serienkiller William von den Geistern seiner Opfer getötet wurde, ist für Mike (Josh Hutcherson) der Alltag wieder eingekehrt. Dazu gehört es sich um seine jüngere Schwester Abby (Piper Rubio) zu kümmern, die jedoch … Weiterlesen

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Im Jahr 2002, also zwei Jahre nachdem Serienkiller William von den Geistern seiner Opfer getötet wurde, ist für Mike (Josh Hutcherson) der Alltag wieder eingekehrt. Dazu gehört es sich um seine jüngere Schwester Abby (Piper Rubio) zu kümmern, die jedoch ihre geisterhaften Freunde, sehr vermisst.

Vanessa (Elizabeth Lail) leidet ebenfalls unter ihrer Verbindung zu den Ereignissen, hat aktuell aber sogar ein Date mit Mike. Als drei Geisterjäger rund um Lisa (Mckenna Grace) das ursprüngliche Freddy Fazbear’s Pizza Lokal besuchen, wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die Mike, Abby und Vanessa, wieder mitten in den übernatürlichen Schlamassel zurück werfen…

Im Jahr 2023 folgte die erste Verfilmung der Five Nights at Freddy’s Spiele und auf Grund des finanziellen Erfolges, bekommen wir nur zwei Jahre später, eine Fortsetzung präsentiert. Dieser Teil hat nun mehr gekostet und etwas weniger wieder erwirtschaftet, dennoch wurde ungefähr das vierfache der Kosten wieder eingespielt, weswegen es 2027, einen dritten Teil geben soll. Was gleich geblieben ist, ist dass Kritiker diese Film gehasst haben.

Als Steigerung war er sogar bei einigen in der Kategorie „schlechteste Horror-Filme von 2025“ vertreten. Auch ich finde ihn deutlich schwächer als den ebenfalls nicht großartigen aber durchaus unterhaltsamen Erstling, doch der Rest ist für mich übertrieben. Wieder auf dem Regiestuhl sitzt Emma Tammi (The Wind) und auch die drei Hauptdarsteller sind wieder mit dabei. Auf der Metaebene gibt es dann bereits eine erste Enttäuschung und zwar dass es hier zu einer Scream-Reunion kommen soll.

Richtig, hier spielen sowohl erneut Matthew Lillard mit als auch erstmals Skeet Ulrich aka Stu und Billy in Scream. Und was glaubt ihr, haben die viel Screentime und treffen sie aufeinander? Ich glaube diese Frage könnt ihr ohne meine Hilfe, auch beantworten. Dann hätten wir die Figuren und auf Josh Hutcherson (The Beekeeper) bezogen, auch ein gewisses Desinteresse des Schauspielers, weil er auf Autopilot seine Rolle spielt.

Sein Mike ist dabei auch vom Drehbuch her einfach langweilig, er wirkt bemüht, doch hat ihn die Überwindung seines Traumas aus dem ersten Teil, irgendwie zu einem unsympathischeren Menschen gemacht. Vor allem wie er auch gegen Ende mit der von Elizabeth Lail (Countdown) gespielten Vanessa umgeht. Sie ist auch die einzige, die emotional involviert wirkt, der ich ihren inneren Konflikt glaube und ihr einen Weg hin zu mehr Normalität gewünscht habe.

Die dritte wiederkehrende Figur ist Piper Rubio als Abby und wie ihr Bruder Mike, gefällt sie mir hier um einiges weniger. Sie ist im Prinzip nur dazu da, dass sie die schlimmen Ereignisse weiter vorantreibt und sich in Gefahr begibt, weil sie ihre toten/kaputten (je nachdem auf welche Ebene man sich bezieht) Freunde, so sehr vermisst. Die Bedrohung geht dabei eine Zeit lang von einer besessenen Mckenna Grace (Annabelle 3) aus und sie gehört vom Design her zu den besten Figuren, ist aber leider kaum zu sehen.

Die animatronischen Figuren und die damit verbundenen Effekte sind weiterhin top, doch hat sich das seltsame und auch unheimliche Gefühl, das ihr Erscheinungsbild ausgelöst hat, irgendwie bereits etwas abgenutzt und teilweise wirken sie nur mehr lustig bis hin zu lächerlich. Die Offline-Kills wären extrem blutig – würde man sie sehen – von zerquetschten Köpfen bis hin zu abgetrennten Körperteilen, die man dann sogar unscharf im Hintergrund zu Boden fallen sieht.

Bei all dem was mir hier schwächer erscheint wiegt wohl am Schwersten, dass man das Gefühl hat, dass sich nichts getan hat. Das ist recyceln der gleichen Idee, ohne Weiterentwicklung. Abgesehen von Vanessa, bei der ich wissen möchte, wie es mit ihr weitergeht, sind dir alle Figuren ziemlich egal. Ich kann also verstehen, dass Menschen dies als Totalreinfall sehen, für mich ist es wohl am ehesten ein Schnellschuss, ohne wirkliche neue Impulse. Einzig die Kritik an Erwachsenen, die nicht auf Kinder hören oder diese ignorieren, die ist bitter, weil dies viel zu oft vorkommt.

„Five Nights at Freddy’s 2“ bekommt von mir 5/10 die Puppen inklusive der Puppenspielerin, lieber einige Zeit etwas ruhen lassende Empfehlungspunkte.

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Return To Silent Hill (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/10/return-to-silent-hill-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/10/return-to-silent-hill-filmkritik/#respond Tue, 10 Feb 2026 05:00:48 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38511 James Sunderland (Jeremy Irvine) ist in einer schweren Depression gefangen. Seine Freundin Mary (Hannah Emily Anderson) ist und er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, trinkt und auch seine Psychotherapie, die er absolut gut gebrauchen könnte, nimmt er nicht … Weiterlesen

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James Sunderland (Jeremy Irvine) ist in einer schweren Depression gefangen. Seine Freundin Mary (Hannah Emily Anderson) ist und er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, trinkt und auch seine Psychotherapie, die er absolut gut gebrauchen könnte, nimmt er nicht wirklich ernst. Als er plötzlich an einem Abend einen Brief in seiner Wohnung findet, der seltsamerweise von Mary zu kommen scheint, reist er nach Silent Hill, denn dort haben die beiden gemeinsam gewohnt.

Aber bereits bei seiner Ankunft ist klar, dass hier alles völlig anders ist, als er erwartet hat. Die Stadt ist (fast) menschenleer und ein grauer Ascheregen fällt die gesamte Zeit. Als dann auch noch seltsame Kreaturen auftauchen, da gibt es für James nur eine einzige Sache: Mary finden und dann nichts wie weg hier.

Aber das stellt sich als schwieriger heraus als gedacht …

Es gibt einen großen Unterschied, zwischen Meta-Horror und Mindfuck. Das muss man mal so festhalten. Wenn Filme wie „Hereditary“ oder „Midsommar“ als Inspiration erwähnt werden, wie es der Regisseur von „Return To Silent Hill“ gemacht hat, dann werde zumindest ich schon einmal skeptisch, denn sind wir mal ehrlich: „Silent Hill 2“ auf welchem diese Story dieses Films hier basiert, ist alles andere als eine komplizierte Geschichte.

Nachdem „das Internet“ ja beschlossen hat, dass „Return To Silent Hill“ der schlechteste Film des Jahres ist, ist ja alles geklärt, nicht? Der Film ist Mist und punktum. Und da sind wir wieder mal bei unserem Hauptproblem: Der Erwartungshaltung. Nachdem Christophe Gans ja den ersten Silent Hill-Film damals entgegen aller Erwartungen doch ziemlich gut hinbekommen hat, war irgendwie die Erwartung, dass er dieses Mal (mit der Hälfte des Budgets von damals und übrigens hat der Filmfonds Bayern den Film mitfinanziert …?) so richtig durchstarten wird, immerhin ist die Story von „Silent Hill 2“ ja eine der bekanntesten und (scheinbar) besten der Videospielgeschichte. Zumindest wenn man den Leuten „im Internt“ glauben schenkt.

Was haben wir hier also: James hat Schuldgefühle und alle Monster in der Stadt sind Manifestationen ebendieser. Coole Idee. Cooles Monsterdesign. Im Spiel trifft er auch auf diverse andere Menschen, die alle ihren Grund haben, in Silent Hill festzusitzen. Manche davon entspringen allerdings nur der Einbildung von James. Und das hat sich Gans zu Herzen genommen, die Story an diversen Stellen verändert, ausgebaut und auch wenig neu interpretiert und – Tada! Der neue Film ist fertig. Allerdings – und deshalb mein Anfangssatz – ist es ein Mindfuck-Film geworden und kein „Meta-Horror“.

Warum „Mindfuck-Film“? Weil man während dem Film über längere Zeit nicht sicher sein kann, was von allem hier im Kopf von James passiert und was wirklich los ist. Nach gut zwei Dritteln ist allerdings völlig klar, was hier abgeht. Nur … das Ende passt dann meines Erachtens nicht zum Rest. Das wirkt irgendwie drangepoppt, als ob man die Zuseher:innen nicht mit einem so düsteren Schluss aus dem Kino gehen lassen möchte. Schade. Denn der Rest würde per se funktionieren. Mit Abstrichen.

Womit ich tatsächlich anfangs ein Problem hatte, war, dass der Film zu schnell und gleichzeitig zu langsam ist. Zu langsam, weil er immer wieder von (unnötigen) Rückblenden ausgebremst wird, die uns die Beziehung von James und Mary zeigen, die jedoch – genau genommen – für den Film völlig unwichtig ist. Es ist egal, wie Mary war. Wichtig ist, dass James sie suchen muss(!), weil er alles andere nicht ertragen würde. Das kommt leider nicht so richtig rüber. Es wird zwar immer wieder mal betont, dass Mary die Liebe seines Lebens war, aber die Rückblenden bringen das leider nicht rüber. Hätte man nach dem Anfang des Films – welcher zeigt, wie die beiden sich kennengelernt haben – es einfach bei dieser einen Szene belassen und nichts weiter von den beiden gezeigt: Es hätte völlig ausgereicht. Alles andere ist/war unnötiges Beiwerk.

Dann wird noch ein Kult an die ganze Story drangeklebt, denn Marys Vater war einer der Gründer von Silent Hill und es gibt nach wie vor Leute, die ihn verehren und auch seine Tochter Mary spielt da eine große Rolle. Auch das – völlig unnötig. Dass Mary an einer Krankheit stirbt, hätte – wie im Spiel – völlig gereicht. Da einen Kult einzubauen streckt den Film unnötig und verwässert die an sich einfach Story unnötig, nimmt ihr sogar etwas von ihrer emotionalen Tiefe. Abgesehen davon, dass der Kult ansonsten genau Null Rolle im Film spielt, außer jemand anderem als James die Schuld an Marys Tod zu geben. Diesen Teil der Storyline hätte man komplett streichen sollen.

Zu schnell ist der Film deshalb, weil sich niemand die Zeit nimmt ein Gefühl für den Ort zu etablieren. Ja, es sieht cool aus, Ascheregen und so weiter, aber im Grunde genommen hetzt James von einem Ort zum nächsten, ohne dass man als Zuseher:in eine Ahnung hat, was er jetzt macht und warum er wohin unterwegs ist. Er taumelt eigentlich fast die gesamte Zeit nur panisch durch die Gegend. Und das ist hier ein riesengroßes Manko, weil es völlig planlos wirkt.

Im Spiel ist es so, dass man immer weiß, warum man wohin geht. Entweder, weil der Ort an dem man Mary sucht für die beiden ein besonderer Ort war, oder weil man jemanden verfolgt oder weil James denkt, er würde dort aus Grund X Hinweise finden. Im Film fehlen diese Infos völlig. Es ist ja eh nett, wenn dann ein Schild im Bild steht, auf dem man lesen kann, dass man im Lakeview ist. Nur – was heißt das, bitteschön? Die emotionale Verbindung der Orte an denen James nach ihr sucht oder an denen er sich nach diversen Black-Outs wiederfindet ist kein Thema. Das fehlt völlig, dabei wäre das absolut wichtig gewesen um der Sache einen Sinn, einen roten Faden, zu geben. Das ist meiner Ansicht nach auch der Hauptgrund, warum der Film von vielen als „bruchstückhaft“ oder „messy“ bezeichnet wird – weil nicht vermittelt wird, dass die Suche von James durchaus System hat.

Und das ist wirklich schade, weil der Film an sich vieles richtig machen würde – die Optik, die Monster, die leeren Straßen. Da passt sehr viel. Wenn das alles nur mehr Kontext hätte.

Damit sind wir bei den Nebenfiguren. Hier werden letzten Endes drei auftauchende Personen zu einer vierten zusammengemixt, da diese drei Personen „in Wahrheit“ Teile von der Psyche der „vierten Person“ sind, die James eben in seinem Kopf geteilt hat. Warum er das macht wird nicht erklärt. Kann man sich zwei davon noch zusammenreimen, so ist es bei der dritten für mich nicht nachvollziehbar gewesen. Und warum Laura (Evie Templeton) eine abartig schräge Puppe in der Hand hält, habe ich nicht verstanden/mitbekommen oder es wurde nicht erwähnt.

Die Herkunft von Pyriamd Head widerum fand ich okay und gelungen. Da wird nicht viel erklärt, das wird in einer kurzen Szene sehr deutlich rübergebracht. Und das Ende von Maria fand ich ebenfalls für die Figur von James, wie sie im Film präsentiert wird, absolut passend. Auch wenn ich den Charakter von Maria offen gestanden als „holprig“ bezeichnen würde. Allein das Aufeinandertreffen von James und Maria fällt mehr in die Kategorie peinlich als alles andere. Schade, denn Maria war im Spiel eine wirklich grandiose Figur, die vor allem auch von der Synchrosprecherin grandios gesprochen wurde. Hier wurde sie verschenkt. Allein die Optik ist an sich schon fragwürdig. Knapp daneben ist eben auch vorbei, wie es so schön heißt – das was sie verkörpern soll, verkörpert sie im Film auf jeden Fall nicht, sorry.

Die Story von Angela – die im Spiel ja doch sehr heftig ist – wird hier fast 1:1 übertragen, aber ebenfalls anders interpretiert. Die Auflösung macht zwar völlig klar, was ihr passiert ist und auch wie es mit Mary zusammenhängt, aber das wird so Ratzfatz erledigt, dass die Erkenntnis null Zeit zum Atmen hat. Da wird etwas absolut Schreckliches und Schlimmes nicht nur angedeutet, sondern aufs Auge gedrückt, und dann ist das nach einer Sekunde abgehakt und weiter im Text. Echt schräg.

Und – das ist fast das größte Manko, hängt aber mit allem, was ich oben erwähnt habe zusammen – die „Anderswelt“, wenn ich das so nennen darf, wird zu früh eingeführt und viel zu sehr für Action und „Horrormomente“ genutzt. Das klingt im ersten Lesen vielleicht seltsam, aber sobald James in der „Anderswelt“ ist, geht die Post ab und er jagt von A nach B und stolpert nach C und findet sich in D wieder und überall passiert etwas Schlimmes. Aber erneut: Ohne Kontext.

An manchen Orten hat James dann Flashbacks, die zeigen, was dort passiert ist als er mit Mary dort gewohnt hat, aber das Problem ist: Wir sehen zuerst die Orte im „jetzt“ und dann bekommen wir danach den Kontext dazu. Das hätte man meiner Ansicht nach umdrehen müssen (und manche Rückblenden ohnehin streichen – warum es notwendig war, dass die beiden in Silent Hill gewohnt haben, ist ein eigenes Thema).

Es gibt als wirklich viel zu bemängeln an dem Film. Hier waren so viele Ideen drin, dass Gans sich meiner Ansicht nach völlig verzettelt hat und ihm vermutlich niemand mehr folgen konnte. Ich kann mir gut vorstellen, wie ihn Leute am Set angesprochen und darauf hingewiesen haben, dass das alles so nicht zusammenpasst und wie das funktionieren soll, er aber mit ruhiger Stimme geantwortet hat, dass das Geheimnis im Schnitt liegt – und den hat er dann meiner Ansicht nach vergeigt. Jetzt nicht in dem Sinn, dass der Schnitt schlecht ist, aber die Szenenabfolgen passen einfach nicht – wie erwähnt: der Kontext eben. Würden manche Dinge in anderer Reihenfolge gezeigt, dann wäre das Gesamtpaket weit stimmiger.

Alles in allem muss ich festhalten, dass ich dennoch gut unterhalten wurde: Die Optik, die Monster, die Musik – das macht alles schon Stimmung. Da ich ja erst vor kurzem das „Remake“ von „Silent Hill 2“ gespielt habe, hatte ich vermutlich bei vielen Dingen rascher den Kontext im Kopf als jene, die das Spiel vor 20 Jahren gespielt haben und wusste – oder glaube, zu wissen – was Gans damit sagen oder machen wollte. Nur, ich hatte ja auch den direkten Vergleich mit dem Spiel im Kopf und kann deshalb auch sagen, dass Gans auch oft an seiner Ambition gescheitert ist. Stichwort: Die Figur von Mary. Oder die Nutzung der Krankenschwestern (die im ersten „Silent Hill“-Film furchteinflössend waren), die hier völlig verschenkt werden. Welchen Sinn haben sie in diesem Film, wenn Mary doch offensichtlich Zuhause gestorben ist? Warum sollten sie in der Psyche von James also überhaupt vorkommen? Eben. Gibt keinen Grund dafür.

Wem kann ich diesen Film jetzt also empfehlen? Puh. Schwer. Tatsächlich sind die Schnitzer, die sich Gans erlaubt schon grobe Schnitzer. Nicht-Kenner der Story und des Spiels werden vermutlich die gesamte Zeit über bis zum Ende hin den Kopf schütteln und sich fragen, was das jetzt war. Kenner und Fans des Spiels werden ziemlich sicher sauer sein, weil grundlegende Dinge völlig unnötigerweise verändert/aufgebläht wurden, während andere, wichtige Aspekte im Bruchteil einer Sekunde abgehandelt werden.

Ich kann also verstehen, warum der Film so schlecht wegkommt.

Für meinen Teil, erneut: Ich wurde gut unterhalten, finde es aber wirklich, wirklich schade, dass sich Gans so verlaufen hat. Da steckt ein ziemlich cooler Film in „Return To Silent Hill“. Leider kommt er nicht wirklich zum Vorschein. Ich hasse verschenktes Potential immer noch. Und das ist hier wirklich reichlich vorhanden.

Witziger Nebengedanke, der mir während dem Film gekommen ist: Ich habe mir noch nie bei einem Film gedacht, dass der absolut NICHT für die große Leinwand gemacht war. Ich kann es mit Worten nicht beschreiben, aber die gesamte Story und die Machart mit all ihren „epischen“ Momenten – das hat sich für mich falsch angefühlt für’s Kino. Keine Ahnung warum, aber das Gefühl war absolut da.

„Return To Silent Hill“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, leider schwer an seinen Ambitionen scheiterende, Punkte.

PS: Schlechte Perücken und seltsame Bärte müsst ihr aushalten können, sonst seid ihr im falschen Film. Aber das nur am Rande.

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Elfen Lied (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/#respond Tue, 27 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38445 Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt … Weiterlesen

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Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt werden, denn man ist der Ansicht, ihre Mission sei es, die gesamte Menschheit zu vernichten.

Lucy ist eine Diclonius und sie kann aus ihrer Gefangenschaft entkommen, wird aber verwundet und an den Strand gespült. Durch ihre Verletzung entwickelt sie eine zweite Persönlichkeit namens „Nyu“, die wie sich ein Kleinkind verhält und auch der Sprache nicht wirklich mächtig ist. Sie wird von Kohta, der seine Schwester durch eine mysteriöse Krankheit und seinen Vater bei einem Unfall verloren hat, und seiner Freundin Yuka gefunden und die beiden nehmen Lucy/Nyu bei sich auf.

Aber das Militär sucht sie und will sie um jeden Preis finden, denn sie ist viel zu gefährlich, um in Freiheit herumzulaufen. Während Nyu jedoch bei Kotha und Yuka wohnt, lernt sie mehr und mehr, dass Menschen vielleicht doch auch liebenswürdig sein können … außerdem verbindet Kohta und Lucy mehr als Kohta ahnt …

Ich bin immer wieder über den Namen „Elfen Lied“ gestolpert und habe das von Gustav Klimt inspirierte Cover-Art immer wieder mal wo gesehen. Und dann habe ich gelesen, dass es einer der besten und emotionalsten, aber auch brutalsten Anime ist, die es gibt. Spannend, dachte ich. Als ich dann festgestellt habe, dass es ohnehin nur eine Staffel mit 13 Folgen gibt, dachte ich, vielleicht sollte ich mal reinschauen.

Und ja, „Elfen Lied“ ist brutal. Das erste Bild nach dem Vorspann ist eine abgetrennte Hand. Und die nächsten Minuten folgt Blutbad um Blutbad, denn Lucy bricht aus ihrem Gefängnis aus und nimmt buchstäblich keine Gefangenen. Da explodieren Köpfe, werden Herzen rausgerissen oder Kugelschreiben durch Augen geschossen, Arme und Beine abgetrennt und generell Menschen im Vorbeigehen in zwei Stücke gerissen. Dazu kommt noch, dass Lucy – bis auf einen Eisenhelm – nackt durch die Gegend läuft und vom Alter her wohl eine junge, erwachsene Frau ist.

Also gleich vom Anfang weg schon mal starker Tobak, der mich aber jetzt ganz offen gesprochen, nicht so richtig abgeholt hat. Solche Szenen hat man halt schon oft gesehen und auch wenn der Gewaltgrad wirklich halbwegs hoch ist, so ist das Story-Element per se nicht neu. Und sorry, aber nackte Zeichentrickfiguren spielen in meinem Leben per ses keine Rolle, stören mich aber auch nicht, zumal es im Kontext der Handlung ja auch Sinn hat.

Aber ich bin dran geblieben und muss sagen, ja, der Animé, der auf einem Manga basiert, traut sich einiges und zeigt auch einiges, was man in anderen Serien sicher nicht oder zumindest nicht so zeigen würde. Ich habe unlängst einem Freund, der mich nach Serientipps gefragt hat, davon erzählt und eine Sache, die gesagt habe: „Also vom Ende von Folge 4 bis fast zum Ende von Folge 5 war ich die ganze Zeit über kurz davor loszuheulen. Das war richtig heftig.“

Und ja, es ist richtig heftig. So gibt es zum Beispiel einen Charakter, der obdachlos ist und von Zuhause floh, weil sie von ihrem Stiefvater missbraucht wurde. Und auch wenn nichts gezeigt wird, so ist die Rückblende mehr als nur ein kurzer Schlag in die Magengrube. Man sieht – in dunklem Schwarz-Weiß gehalten, wie sich das junge Mädchen vor dem Typen (man sieht nur sein Gesicht bis unter der Nase, also sein schweinisches Grinsen) ausziehen muss und dabei am ganzen Leib zittert. Dann muss sie sich auf alle viere begeben und sich mit dem Hintern in seine Richtung drehen. Dann kommt ein Schnitt, aber man weiß ja leider, was da dann kommen würde … mir wird jetzt noch übel, wenn ich daran zurückdenke. Und noch heftiger ist die nächste Szene als das Mädchen endlich die Kraft findet, es ihrer Mutter zu sagen, ist deren Reaktion ihr eine Ohrfeige zu verpassen und ihr ins Gesicht zu schreien, dass alles ihre (das der Tochter!) Schuld sei, denn wenn sie nicht wäre, dann „er“ wieder Interesse an ihr.

Alter Verwalter. Das sind Szenen auf die ist man einfach nicht vorbereitet und mich haben sie absolut hart erwischt. Ich halte Gewalt gegen Kinder weder im echten Leben noch in Geschichten/Filmen/Büchern aus und das hier war richtig heftig.

Umso schöner, wenn man dann sieht, wie sie unter der Obhut von Kohta und Yuka aufblüht und zu einer richtig wichtigen Figur in der Serie wird. Dazu kommt eine zweite Diclonius, die ihren Schöpfer (ein Forscher) „Papa“ nennt und alles für ihn tun würde. Also auch eine junge Frau mit dem Gemüt eines kleinen Kindes. Diese bekommt den Auftrag Lucy zu finden und zurückzubringen. Was sie versucht. Endet nicht gut für sie. Und die Reaktion vom Forscher hat mich dann überrascht – aber das wäre ein zu großer Spoiler.

Was ich damit sagen will: Die Serie scheut sich nicht auch absolut erwachsene Themen anzusprechen und zu zeigen und löst damit absolut Emotionen aus. Die Macher wussten schon, welche Knöpfe sie drücken müssen, damit man mitgerissen wird.

Was für mich dann aber von Anfang an – und je länger, desto schlimmer wurde es – doch ein Problem für mich war und ist: Der Umgang mit Liebe, Verliebtsein und Sex. Nur als Warnung: Sex kommt per se nicht vor, von zwei Küssen abgesehen. Aber diese kindlich übertriebene Darstellung oder das Nyu auf einmal Kohtas Hand nimmt und sich auf ihre Brust legt, während er sie völlig überfordert machen lässt, nur um dann zu fragen: „Du willst, dass ich meine Hand bewege?“. Das klingt nach ziemlich schlimmen Fantasien der Macher und nicht nach einer erwachsenen Serie. Überhaupt ist Kohta ein strunzdummer Protagonist, den man zwar als netten, sympathischen, aber schwer traumatisierten Hauptcharakter etablieren will, aber ehrlich: Der ist einfach nur strunzdumm und traumatisiert.

Im Gegenzug gibt es dann wieder Szenen, die großartig sind, als zum Beispiel Kohta einer anderen Figur erklärt, man könne sie nicht weiter einfach so durchfüttern und diese Person denkt, sie müsse jetzt gehen und alles zurücklassen, was sie lieb gewonnen hat, nur um völlig überrascht zu sein als er weiterspricht und anführt, dass sie ab jetzt auch ihren Teil im Haushalt übernehmen müsse: Den Hund füttern oder Fenster putzen, egal was, aber zumindest irgendwas. Das war eine schöne Szene.

Alles in allem wäre die Serie aus meiner Sicht weit besser, wenn man diese peinlichen sexuellen Teile weggelassen hätte, weil sie wenig bis nichts zur Handlung beitragen und einfach wirklich meistens peinlich sind. Speziell Yuka hat da ein paar richtig dumme Szenen, in denen sie absolut eifersüchtig auf Nyu ist, weil sich Kohta Sorgen um sie macht.

Udn wieder erneut gibt es extrem coole Szenen, die völlig anders verlaufen sind als ich das gedacht hätte.

Ich bin mir also uneins mit mir: Einerseits sind verschiedene Story-Stränge und die Beziehungen der Figuren untereinander richtig cool und nehmen teils unerwartete Wendungen. So bleibt zum Beispiel keine der Hauptfiguren schwarz/weiß, sondern alle bekommen Hintergrundgeschichten, die teilweise die Bösen auf einmal zu Guten machen und umgekehrt. Andererseits gibt es richtige Momente zum Fremdschämen.

Schade – aber das ist einfach der kulturelle Unterschied zwischen Japan und Europa, meine ich. Da sind einfach Dinge drin, die bei uns schwer unpassend und peinlich sind, während sie in Japan keine Rolle spielen oder sogar erwartet werden. So ist zum Beispiel Yuka, die schwer in Kohta verliebt ist und ihn sogar küsst, eigentlich seine Cousine. Würde bei uns gar nicht gehen. In Japan ist das kein Thema.

Auch gibt es später im Plot ein paar „Überbösewichte“, die mehr oder minder aus dem Nichts in den Plot geschrieben werden und das Ende fand ich eher unterwältigend, als wirklich episch und mitreissend. In Summe hatte „Elfen Lied“ für mich jedoch genug tolle Szene und starke Charaktermomente, die ihn zu einer Empfehlung machen. Man muss halt mit ambivalenten Gefühlen gegenüber ein paar der Figuren leben können.

Vor allem jene Momente in denen Lucy einfach Lucy sein darf sind richtig cool geworden – von der veränderten Körpersprache, Frisur, Augen und vor allem der extrem trockenen und kühlen Stimme – das ist 1A.

„Elfen Lied“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer Splatter mag oder auf nackte Anime-Figuren steht darf noch einen Punkt draufschlagen, von 10 möglichen Punkten.

PS: Und wen die Geschichte frappierend an „Stranger Things“ erinnert: Ihr habt Recht. Wurde von den Macher auch so bestätigt, dass sie schwer von „Elfen Lied“ inspriert wurden. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass sie komplette Handlungsstränge (und teilweise Szenen) geklaut haben.

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Still Wakes The Deep (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/#respond Sat, 17 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38371 Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause … Weiterlesen

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Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause kann. Seine Frau war darüber nicht sehr erfreut, es gab einen handfesten Streit und sie drohte sogar mit Scheidung. Auch vermisst er seine beiden Töchter.

Aber an diesem Tag holt ihn alles ein, denn der Boss will ihn sehen und Caz vermutet, dass die Polizei ihn aufgespürt hat. So ist es auch. Er wird gefeuert und macht sich gerade auf dem Weg zum Hubschrauber, der ihn zurück aufs Festland bringen soll, als eine Explosion die Plattform erschüttert.

Und schon bald darauf ist nichts mehr so wie es einmal war …

Ich habe schon öfter von „Still Wakes The Deep“ gehört und war immer interessiert daran, aber ich bin nich dazu gekommen. Nun – endlich – war es soweit und ich muss sagen, ich bin ziemlich beeindruckt. Zumindest zum größten Teil. Aber der Reihe nach.

„Still Wakes The Deep“ ist ein Horror-Spiel, in welchem ihr in der First-Person-Perspektive durch die Plattform hetzt und versucht irgendwie von dort wegzukommen. Das ist auf sich allein gestellt schon mal ein Hammer, denn die Macher:innen geben sich weder grafisch noch atmosphärisch eine Blöße. Das Spiel sieht verdammt gut aus (Ausgenommen Gesichter) und die Atomsphäre, die manche Areal verströmt, die ist zum Schneiden dick.

Dazu kommt ein extrem gelungenes Sound-Design und die Belichtung ist ein Hammer. Was ich auch großartig finde – die Handlung ist örtlich irgendwo in den Gewässern in der Gegend von Schottland angesiedelt, was bedeutet die hervorragenden englischen Synchronsprecher haben alle einen schottischen Dialekt. Herrlich. Wie oft man hier „mate“ hört oder „f*ckin“. Fühlt sich einfach echt und gut an.

Der große Nachteil von „Still Wakes The Deep“ ist allerdings das Gameplay, denn wenn man es genau nimmt, dann läuft man herum, klettert mal wo rauf oder runter und hin und wieder drückt man einen Hebel. Und wenn man das fünfte Mal eine Sicherung tauscht und die genau gleiche Animation sieht, dann fragt man sich schon, ob das nicht vielleicht auch anders gegangen wäre. Naja.

Wie dem auch sei – die Beira D-Plattform ist der Hauptcharakter, denn das Ding ist beeindruckend. Man fühlt sich tatsächlich wie an einem richtigen Ort. Manchmal dachte ich mir, kann ich das Öl und den Rauch wirklich riechen. Das ist wirklich beeindruckend, wie gut die das hinbekommen haben.

Wo sie halt dann aus meiner Sicht straucheln sind ein paar andere Dinge, nämlich konkret die Story an sich. Die leiht sich ein paar Momente aus „John Carpenter’s The Thing“ und ähnlichen Filmen. Ja, die Explosion passiert, weil die Herren wo bohren, wo sie nicht bohren sollten. Und ja, dann kommt was aus dem Boden und macht sich auf der Station breit. Ja, auch zu Body-Horror-Momenten kommt es. Und zwar zu einigen. Und wie soll man das Ding denn besiegen? Oder will man das überhaupt? Eigentlich will man nur weg.

Und das alles funktioniert, aber zu keiner Sekunde hatte ich zu keiner der Figuren (auch zu Caz selbst) auch nur irgendwie eine emotionale Verbindung. Irgendwo habe ich gelesen, dass es im Spiel darum geht, sich Dingen zu stellen und das Weglaufen alles nur schlimmer macht (Caz Flucht vor der Polizei quasi als Metapher), aber ich glaube, da hat sich ein Redakteur oder Spieler mehr Gedanken gemacht als die Macher:innen selbst.

Das nächste ist das Ende. So toll die Atomsphäre ist und so spannend die Wege und Mittel wie Caz und seine Kumpels versuchen, die Lage zu retten oder zumindest Zeit zu gewinnen – das ist alles cool und toll inszeniert, aber die Begegnungen mit diversen Monstern sind … naja, suboptimal umgesetzt, sag ich mal (ihr könnt euch nur verstecken oder weglaufen) und das Ende kommt dann richtig, richtig abrupt. Da hatte ich irgendwie das Gefühl, dass den Macher:innen die Geduld oder Ideen ausgegangen sind.

Egal – in Summe war „Still Wakes The Deep“ ein cooler Trip, den ich sogar so gern gespielt habe, dass ich mir den DLC „Siren’s Rest“ auch besorgt habe. Dazu ein anderes Mal mehr.

Wer also ein Horror-Spiel mit toller Atmosphäre, cooler Grafik und einem absolut kultigen und gut umgesetzten Ort spielen mag, den man ja in Spielen eher selten betritt (ich kann mich nur an die berüchtigte Mission in „Splinter Cell“ erinnern, die auf einer Ölplattform spielt), dann unbedingt zugreifen. Auch wenn das Ganze schon nach knappen 6 Stunden wieder vorbei ist.

„Still Wakes The Deep“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, mit Atmosphäre und (dafür gibt es nen Extrapunkt) schottischem Charme punktenden, Punkte.

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Good Boy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/#respond Tue, 13 Jan 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38350 Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden. Aber das ist … Weiterlesen

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Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden.

Aber das ist nicht alles, denn immer wieder hat Indy das Gefühl, dass hier noch jemand oder besser: noch etwas hier im Haus ist. Immer wieder sieht er Dinge, Schatten, die scheinbar nach seinem Herrchen greifen und die Schatten tauchen immer öfter auf und kommen immer näher …

Es ist erstaunlich, was Autor und Regisseur Ben Leonberg hier mit diesem Film abgeliefert hat, denn – wie der Titel ja andeutet – die Hauptperson aus deren Sicht der Film erzählt wird, ist die des Hundes. Ja, Indy ist der Hund. Vermutlich ist der Name auch eine nette Hommage an Indiana Jones, aber das ist eine andere Story.

Nun, der Film ist scheinbar in einem Zeitraum von knappen drei Jahren gedreht worden und wem die Prämisse, hier einen Film zu sehen, der zu einhundert Prozent aus der Sicht eines Hundes gedreht wurde, zu schräg oder langweilig vorkommt, dem oder der sei gesagt: Nein. Im Gegenteil. Das ist einerseits das einzige Alleinstellungsmerkmal des Films und dazu kommt auch noch, dass – und glaube kaum, dass ich das schreibe – der gute Hund Indy einfach großartig spielt. Ja. Lest den Satz nochmals. Der Hund spielt großartig. Die Mimik und die Bewegungen – wow, sag ich nur.

Wie bereits erwähnt – über einen Zeitraum von drei Jahre gedreht. Da muss man auch den Hut vor dem Regisseur Ben ziehen, denn ich denke, es war nicht einfach all die Szenen mit dem Hund so zu drehen, dass alles passt und sie die Wirkung haben, die sie haben.

Zugegeben, die Story ist so lala und wenn sich am Ende dann abzeichnet, was eigentlich los ist und was Indy da immer wieder sieht, dann ahnt man das schon sehr sehr lange vorher. Auch gibt es ein paar Dinge, die im Film vorkommen, die wohl einfach bewusst als falsche Fährten gelegt wurden und die eigentlich völlig unnötig waren, weil sie im Kern nichts beitragen.

Die Menschen sieht man nur ganz selten und wenn, dann so wenig wie möglich die Gesichter. Ich hätte es auch mutig gefunden, wenn man nicht verstanden hätte, was sie reden, aber das wäre dann wohl das letzte Tüpfelchen auf dem I gewesen, welches das Publikum vermutlich eher abgeschreckt hätte.

Dazu kommt, dass ich mir nicht sicher bin, warum genau Indy ein „Good Boy“ ist, denn tatsächlich – und das ist jetzt ein kleiner Spoiler – er tut nichts, um sein Herrchen zu warnen oder zu retten. Ich kann mich jetzt nicht erinnern ihn mal irgendwann bellen gehört zu haben, so als Warnung oder so. Indy ist eigentlich ein ziemlich … ruhiger Hund. Abwartend. Beobachtend. Also ziemlich anders als die Hunde, die ich kenne. Natürlich: Das kann auch an den Besitzer:innen liegen. Was weiß ich.

Die Kameraarbeit ist super, die Effekte sehen gut aus und – ja, ich wiederhole mich – man sieht Indy einfach gern zu, weil er wirklich eine grandiose Mimik hat. Und die zählt hier einfach als wichtigster Punkt. Egal, ob er nachdenklich wohin blickt, sein Ohr zuckt oder er erschrocken aus dem Schlaf hochschreckt – das ist einfach alles ein Hammer.

Wie man es also dreht und wendet: Ja, der Film ist unerwarteterweise wirklich sehenswert und die Story bzw. deren Auflösung ist mehr oder weniger sekundär, aber das macht hier überhaupt nichts aus. Zu kompliziert hätte es ja eh nicht werden dürfen, denn sonst hätte der Hund wohl nicht mitgespielt. Und noch ein kleiner Spoiler, weil es ja Leute gibt, die völlig durchdrehen, wenn Tieren bzw. Hunden in Filmen etwas passiert: Keine Angst, Indy überlebt den Film.

Alles in allem holt „Good Boy“ so ziemlich alles aus der Prämisse „Hund ist Hauptperson“ raus, was es rauszuholen gibt. Nochmals: Hut ab!

„Good Boy“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, auf jeden Fall eine interessante Einmalsichtung wert seiende, Punkte.

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