Mystery | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Fri, 16 Jan 2026 07:09:01 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Still Wakes The Deep (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/#respond Sat, 17 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38371 Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause … Weiterlesen

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Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause kann. Seine Frau war darüber nicht sehr erfreut, es gab einen handfesten Streit und sie drohte sogar mit Scheidung. Auch vermisst er seine beiden Töchter.

Aber an diesem Tag holt ihn alles ein, denn der Boss will ihn sehen und Caz vermutet, dass die Polizei ihn aufgespürt hat. So ist es auch. Er wird gefeuert und macht sich gerade auf dem Weg zum Hubschrauber, der ihn zurück aufs Festland bringen soll, als eine Explosion die Plattform erschüttert.

Und schon bald darauf ist nichts mehr so wie es einmal war …

Ich habe schon öfter von „Still Wakes The Deep“ gehört und war immer interessiert daran, aber ich bin nich dazu gekommen. Nun – endlich – war es soweit und ich muss sagen, ich bin ziemlich beeindruckt. Zumindest zum größten Teil. Aber der Reihe nach.

„Still Wakes The Deep“ ist ein Horror-Spiel, in welchem ihr in der First-Person-Perspektive durch die Plattform hetzt und versucht irgendwie von dort wegzukommen. Das ist auf sich allein gestellt schon mal ein Hammer, denn die Macher:innen geben sich weder grafisch noch atmosphärisch eine Blöße. Das Spiel sieht verdammt gut aus (Ausgenommen Gesichter) und die Atomsphäre, die manche Areal verströmt, die ist zum Schneiden dick.

Dazu kommt ein extrem gelungenes Sound-Design und die Belichtung ist ein Hammer. Was ich auch großartig finde – die Handlung ist örtlich irgendwo in den Gewässern in der Gegend von Schottland angesiedelt, was bedeutet die hervorragenden englischen Synchronsprecher haben alle einen schottischen Dialekt. Herrlich. Wie oft man hier „mate“ hört oder „f*ckin“. Fühlt sich einfach echt und gut an.

Der große Nachteil von „Still Wakes The Deep“ ist allerdings das Gameplay, denn wenn man es genau nimmt, dann läuft man herum, klettert mal wo rauf oder runter und hin und wieder drückt man einen Hebel. Und wenn man das fünfte Mal eine Sicherung tauscht und die genau gleiche Animation sieht, dann fragt man sich schon, ob das nicht vielleicht auch anders gegangen wäre. Naja.

Wie dem auch sei – die Beira D-Plattform ist der Hauptcharakter, denn das Ding ist beeindruckend. Man fühlt sich tatsächlich wie an einem richtigen Ort. Manchmal dachte ich mir, kann ich das Öl und den Rauch wirklich riechen. Das ist wirklich beeindruckend, wie gut die das hinbekommen haben.

Wo sie halt dann aus meiner Sicht straucheln sind ein paar andere Dinge, nämlich konkret die Story an sich. Die leiht sich ein paar Momente aus „John Carpenter’s The Thing“ und ähnlichen Filmen. Ja, die Explosion passiert, weil die Herren wo bohren, wo sie nicht bohren sollten. Und ja, dann kommt was aus dem Boden und macht sich auf der Station breit. Ja, auch zu Body-Horror-Momenten kommt es. Und zwar zu einigen. Und wie soll man das Ding denn besiegen? Oder will man das überhaupt? Eigentlich will man nur weg.

Und das alles funktioniert, aber zu keiner Sekunde hatte ich zu keiner der Figuren (auch zu Caz selbst) auch nur irgendwie eine emotionale Verbindung. Irgendwo habe ich gelesen, dass es im Spiel darum geht, sich Dingen zu stellen und das Weglaufen alles nur schlimmer macht (Caz Flucht vor der Polizei quasi als Metapher), aber ich glaube, da hat sich ein Redakteur oder Spieler mehr Gedanken gemacht als die Macher:innen selbst.

Das nächste ist das Ende. So toll die Atomsphäre ist und so spannend die Wege und Mittel wie Caz und seine Kumpels versuchen, die Lage zu retten oder zumindest Zeit zu gewinnen – das ist alles cool und toll inszeniert, aber die Begegnungen mit diversen Monstern sind … naja, suboptimal umgesetzt, sag ich mal (ihr könnt euch nur verstecken oder weglaufen) und das Ende kommt dann richtig, richtig abrupt. Da hatte ich irgendwie das Gefühl, dass den Macher:innen die Geduld oder Ideen ausgegangen sind.

Egal – in Summe war „Still Wakes The Deep“ ein cooler Trip, den ich sogar so gern gespielt habe, dass ich mir den DLC „Siren’s Rest“ auch besorgt habe. Dazu ein anderes Mal mehr.

Wer also ein Horror-Spiel mit toller Atmosphäre, cooler Grafik und einem absolut kultigen und gut umgesetzten Ort spielen mag, den man ja in Spielen eher selten betritt (ich kann mich nur an die berüchtigte Mission in „Splinter Cell“ erinnern, die auf einer Ölplattform spielt), dann unbedingt zugreifen. Auch wenn das Ganze schon nach knappen 6 Stunden wieder vorbei ist.

„Still Wakes The Deep“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, mit Atmosphäre und (dafür gibt es nen Extrapunkt) schottischem Charme punktenden, Punkte.

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Good Boy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/#respond Tue, 13 Jan 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38350 Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden. Aber das ist … Weiterlesen

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Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden.

Aber das ist nicht alles, denn immer wieder hat Indy das Gefühl, dass hier noch jemand oder besser: noch etwas hier im Haus ist. Immer wieder sieht er Dinge, Schatten, die scheinbar nach seinem Herrchen greifen und die Schatten tauchen immer öfter auf und kommen immer näher …

Es ist erstaunlich, was Autor und Regisseur Ben Leonberg hier mit diesem Film abgeliefert hat, denn – wie der Titel ja andeutet – die Hauptperson aus deren Sicht der Film erzählt wird, ist die des Hundes. Ja, Indy ist der Hund. Vermutlich ist der Name auch eine nette Hommage an Indiana Jones, aber das ist eine andere Story.

Nun, der Film ist scheinbar in einem Zeitraum von knappen drei Jahren gedreht worden und wem die Prämisse, hier einen Film zu sehen, der zu einhundert Prozent aus der Sicht eines Hundes gedreht wurde, zu schräg oder langweilig vorkommt, dem oder der sei gesagt: Nein. Im Gegenteil. Das ist einerseits das einzige Alleinstellungsmerkmal des Films und dazu kommt auch noch, dass – und glaube kaum, dass ich das schreibe – der gute Hund Indy einfach großartig spielt. Ja. Lest den Satz nochmals. Der Hund spielt großartig. Die Mimik und die Bewegungen – wow, sag ich nur.

Wie bereits erwähnt – über einen Zeitraum von drei Jahre gedreht. Da muss man auch den Hut vor dem Regisseur Ben ziehen, denn ich denke, es war nicht einfach all die Szenen mit dem Hund so zu drehen, dass alles passt und sie die Wirkung haben, die sie haben.

Zugegeben, die Story ist so lala und wenn sich am Ende dann abzeichnet, was eigentlich los ist und was Indy da immer wieder sieht, dann ahnt man das schon sehr sehr lange vorher. Auch gibt es ein paar Dinge, die im Film vorkommen, die wohl einfach bewusst als falsche Fährten gelegt wurden und die eigentlich völlig unnötig waren, weil sie im Kern nichts beitragen.

Die Menschen sieht man nur ganz selten und wenn, dann so wenig wie möglich die Gesichter. Ich hätte es auch mutig gefunden, wenn man nicht verstanden hätte, was sie reden, aber das wäre dann wohl das letzte Tüpfelchen auf dem I gewesen, welches das Publikum vermutlich eher abgeschreckt hätte.

Dazu kommt, dass ich mir nicht sicher bin, warum genau Indy ein „Good Boy“ ist, denn tatsächlich – und das ist jetzt ein kleiner Spoiler – er tut nichts, um sein Herrchen zu warnen oder zu retten. Ich kann mich jetzt nicht erinnern ihn mal irgendwann bellen gehört zu haben, so als Warnung oder so. Indy ist eigentlich ein ziemlich … ruhiger Hund. Abwartend. Beobachtend. Also ziemlich anders als die Hunde, die ich kenne. Natürlich: Das kann auch an den Besitzer:innen liegen. Was weiß ich.

Die Kameraarbeit ist super, die Effekte sehen gut aus und – ja, ich wiederhole mich – man sieht Indy einfach gern zu, weil er wirklich eine grandiose Mimik hat. Und die zählt hier einfach als wichtigster Punkt. Egal, ob er nachdenklich wohin blickt, sein Ohr zuckt oder er erschrocken aus dem Schlaf hochschreckt – das ist einfach alles ein Hammer.

Wie man es also dreht und wendet: Ja, der Film ist unerwarteterweise wirklich sehenswert und die Story bzw. deren Auflösung ist mehr oder weniger sekundär, aber das macht hier überhaupt nichts aus. Zu kompliziert hätte es ja eh nicht werden dürfen, denn sonst hätte der Hund wohl nicht mitgespielt. Und noch ein kleiner Spoiler, weil es ja Leute gibt, die völlig durchdrehen, wenn Tieren bzw. Hunden in Filmen etwas passiert: Keine Angst, Indy überlebt den Film.

Alles in allem holt „Good Boy“ so ziemlich alles aus der Prämisse „Hund ist Hauptperson“ raus, was es rauszuholen gibt. Nochmals: Hut ab!

„Good Boy“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, auf jeden Fall eine interessante Einmalsichtung wert seiende, Punkte.

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Stranger Things – Staffel 5 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/08/stranger-things-staffel-5-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/08/stranger-things-staffel-5-serienkritik/#respond Thu, 08 Jan 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38392 18 Monate ist es her, dass sich die Erde geöffnet hat und die Welt Risse bekam. In der Zwischenzeit wurden diese Risse in der Erde mit Metallplatten zugetuckert. Unsere Heldinnen und Helden leben in Hawkins, welches durch Militärblockaden von der … Weiterlesen

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18 Monate ist es her, dass sich die Erde geöffnet hat und die Welt Risse bekam. In der Zwischenzeit wurden diese Risse in der Erde mit Metallplatten zugetuckert. Unsere Heldinnen und Helden leben in Hawkins, welches durch Militärblockaden von der Außenwelt abgetrennt wurde, ihr fast normales Leben.

Und wann immer eine Lieferung an Material ins „Upside-Down“ gehen soll, dann wird ein Crawl durchgeführt, was bedeutet, dass sich Hopper (David Harbour), der ja wieder da ist, einschleicht und das in Quadranten unterteilte „Upside Down“ nach Vecna durchsucht, denn der ist auch verschwunden.

Dann wird plötzlich Holly Wheeler entführt und es sieht so aus, als ob die Demogorgans Kinder entführen. Vecna scheint sein Endgame zu planen, aber niemand weiß genau, wie dieses aussehen soll. Und wo ist er überhaupt?

Die finale Staffel von „Stranger Things“ wurde ja heiß herbeigesehnt und über drei Jahre mussten Fans auf den Abschluss der Serie warten. Ein Warten welches sich, das vorab, nur bedingt gelohnt hat. Denn irgendwie scheinen es die Drehbuchautoren im Jahr 2025 nicht auf die Reihe zu bekommen ihre Geschichten zu einem befriedigenden, fehlerlosen Ende zu bringen. Scheint eine wirklich schwere Sache zu sein. Find ich spannend, denn in meiner Welt schreibt man Dinge in die Drehbüchber bei denen man weiß, warum sie passieren, wie sie passieren und auch was diese für Auswirkungen haben. Aber das liegt vielleicht an mir und meiner viel zu hohen Erwartungshaltung, dass Menschen, die Geschichten schreiben, sich auch was denken dabei.

Das klingt jetzt vielleicht hart, aber ehrlich: Das hier hätte so viel besser sein können. Zugegeben: Es hätte auch viel schlimmer sein könne. Wenn ich die Serie bzw. das Finale in einem Satz bewerten müsste, dann würde ich sagen: „War schon okay.“

Das Potential für richtig Großes oder ein episches Finale … nun, das wurde halt nicht genutzt. Und die Art und Weise wie Netflix die Veröffentlichung gestaffelt hatten, die hat sicher ihren Teil zur Erwartungshaltung beigetragen. Zuerst ein paar Folgen, dann vor Weihnachten ein paar Folgen und dann die allerletzte Folge nach Silvester. Da baut sich schon Erwartung auf, was passieren wird im Finale. Nun, so stellt sich heraus, wissen wir: Nicht viel. Wirklich nicht viel. Und episch ist es nur, wenn man riesengroße Monster per se als episch empfindet.

Man merkt, ich bin unterwältigt, auch wenn ich über weite Strecken gut unterhalten wurde, das muss ich schon zugeben. Es ist halt schade, wenn so viel mögliches Potential liegengelassen wird und so viele Momente, die gut hätten sein können, einfach zu kitschig oder zu belanglos oder sogar zu verwirrend vorbeigehen. Und wie oft hier Dinge einfach zufällig passieren oder gelöst werden – sogar Gustav Gans, der ja bekanntlich immer Glück hat, würde skeptisch werden.

Also, was sind jetzt die Dinge, die mir nicht gefallen haben. Ich nehme ein paar Beispiele, deshalb folgen Spoiler. Nehmen wir eine Szene in der Nancy und wie auch immer ihr Partner heißt – der ist über die letzten zwei Staffeln so irrelevant geworden, dass ich nicht mal mehr seinen Namen weiß – in einer Situation sind, die vermutlich mit dem Tod endet. Dann folgt eine emotionale Szene in welcher sich die beiden freundschaftlich trennen. Ihr wird ein „Anti-Verlobungs-Ring“ überreicht und sind sie sind im guten auseinander gegangen. Und dann hört die Bedrohung auf. Einfach so. Sie werden nicht gerettet oder so, sie haben einfach Glück. Völlig daneben. Die Szene selbst war auch schräg und unpassend, wie ich finde, aber das nur am Rande.

Aber das ist symptomatsich für die Staffel. Es gibt ein paar emotionale Szenen zwischen den Akteur:innen und irgendwie wären die Konflikte und die Emotionen ja da, aber es wird einfach so … banal abgehandelt, dass quasi nichts bei mir ausgelöst wurde. Außerdem ein paar Mal innerlich zusammenzucken, weil es so peinlich war. Als weiteres Beispiel eine Szene in der mehrere Charaktere von Demo-Dogs gejagt werden, während sie laut(!) Kate Bush über eine Boombox abspielen (fragt nicht) und die Dinger suchen in Zeitlupe den gesamten Raum ab. Als ob man nicht hören würde, woher die Musik kommt. Es ist einfach so viel derart konstruiert auf Spannung gebürstet, dass es schon nicht mehr spannend ist.

Das für mich größte Manko sind jedoch die ellenlange Dialoge über „Theorien“. Wie oft hier jemand Theorien durch die Gegend posaunt um von jemand anderen gesagt zu bekommen wie unwahrscheinlich das ist, nur um mit einem „aber versuchen wir es“ zu enden – das hält man kaum mehr aus. Wie oft hier Dinge erklärt und konstruiert werden, damit auch nur irgendwas Sinn ergibt … es ist einfach mühsam, wie ich finde.

Und das Ende – oh Himmel – das Ende. Der Kampf gegen den Mind Flayer ist einfach nur schlimm, weil peinlich. Und das Ende von Vecna ist … nun, ich sage mal so: Das Wort antiklimatisch wurde hierfür erfunden. Das war also das große Finale, welches man sich für nach Silvester aufgespart hat. Na dann … sechzig Minuten, dann ist es vorbei. Dann kommt ein Epilog (etwa nochmals sechzig Minuten) in denen wir erfahren, was mit allen nach dem Ende passiert ist. Und das war einerseits cool (die Rede von Dustin) und andererseits zäh (die Erzählung von Mike) und außerdem bar jedweder Logik. Da wird niemand für irgendwas zur Rechenschaft gezogen. Hopper ist wieder Polizist. Wie das denn? Der Typ hat Dutzende Soldaten erschossen? Die große Böse in dieser Staffel namesn Dr. Kay (Linda Hamilton) bekommt nicht mal ein Ende. Der Storystrang mit dem Militär? Ist halt weg, pft.

Nein, nein und nochmals Nein. Das hat einfach nicht gepasst.

Andererseits gibt es viele Charaktermomente in der Staffel, die gut waren, die mich mitgenommen haben, Szenen, die Spaß gemacht haben und Momente, bei denen man das Gefühl hatte, dass wirklich was passiert. Aber jede dieser Szenen wurde dann torpediert von einer der folgenden Szenen, bei den ich mir unweigerlich den Kopf kratzen und mich fragen musste, was das denn jetzt war.

Und der große Elefant im Raum: Will hat sein Outing als homosexuell. Ja, eh. War eh klar. Stört mich jetzt auch nicht groß, aber Himmel – auch das wurde in den Sand gesetzt. Da hat wohl jemand zu oft „Herr der Ringe“ geguckt, denn die Szene endet wie das Treffen von Elronds Rat in welchem Frodo der Ring übertragen wird. „You have me“, „and me“, „and me.“ Ich habe nur darauf gewartet, dass jemand sagt: „One does not simply enter the upside down and destroys Vecna“ oder so. Hätte gepasst. Wäre lustig gewesen. Hätte die Szene sogar aufgewertet.

Also unterm Strich: Ja, es ist das Ende. Ja, es ist gut, dass es das Ende ist. Und ja, es gab ein paar Highlights, aber für mich überwiegen leider die Lowlights. Es ist keine Katastrophe geworden, es ist sogar streckenweise wirklich cool gemacht – vor allem in Folge 4 als die Militärbasis überfallen wird, aber in Summe eher „Meh“ als „Yeah“.

„Stranger Things – Staffel 5“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibende, Punkte.

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Affinity (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/06/affinity-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/06/affinity-2025-filmkritik/#respond Tue, 06 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38360 Bruno (Marko Zaror) ist ein Ex-Seal, der nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders bei einem Einsatz, unter einer Posttraumatische Belastungsstörung leidet. Er versumpft in Bars, durchlebt immer wieder die tragischen Augenblicke und denkt auch an Selbstmord. Bis eines Tages plötzlich … Weiterlesen

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Bruno (Marko Zaror) ist ein Ex-Seal, der nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders bei einem Einsatz, unter einer Posttraumatische Belastungsstörung leidet. Er versumpft in Bars, durchlebt immer wieder die tragischen Augenblicke und denkt auch an Selbstmord.

Bis eines Tages plötzlich eine junge Dame namens Athena (Jane Mirro) leblos vor seinem Zuhause liegt. Er kann sie wiederbeleben, bietet ihr einen Unterschlupf an und schließlich verlieben sich die beiden. Bis nach kurzer Zeit plötzlich bewaffnete Männer auftauchen und sie ohne Vorwarnung einfach entführen…

Nach Diablo ist dies die zweite Story von Marko Zaror, der auch am Drehbuch beteiligt war, produziert hat, Hauptdarsteller ist und die Regie über die Martial Arts Szenen übernommen hat. Die übrige Regie übernahm Brandon Slagle und das erklärt einiges, denn seine Filme sind im besten Fall unfreiwillig komisch wie etwa The Flood. Ein weiteres Problem ist Zaror selbst, denn bis jetzt kenne ich ihn nur als meist exzentrischen Gegenspieler von diversen Helden.

Hier ist er aber nun selbst mindestens der Antiheld und er darf sich auch noch verlieben. Es geht mir nicht darum zu behaupten, Martial Arts Schauspieler könnten nur eine Sache spielen, gerade Scott Adkins finde ich von seinen Filmen her doch vielseitig und er bleibt dabei auch glaubwürdig. Zaror hingegen schwankt hier zwischen liebevoll tumb aka weiß sein Charakter nicht genau, wie er seine Gefühle ausdrücken soll und unglaubwürdig gespielt hin und her.

Das sind aber nur ein paar Szenen, denn was er dafür in den Kampfszenen zeigt, ist dynamisch, wuchtig und macht Spaß. Wäre ich jetzt zynisch könnte ich schreiben: spielt den Rest vor und schaut euch genau diese Sequenzen an. Was aus meiner Sicht aber schade wäre, nicht weil ich den Film als gut bezeichnen würde, er ist aber definitiv ein Guilty Pleasure Erlebnis. Als wäre die Story direkt aus dem Gehirn eines noch immer gerne träumenden Jungen extrahiert worden.

Der große Bube ist in diesem Fall Zaror und was er bekommt ist eine Traumfrau, die quasi aus dem Nichts bei ihm auftaucht und im Prinzip wie für ihn geschaffen wurde. Welcher Single-Mann auf der Suche, würde sich bitte nicht genau das wünschen? Keine Bewerbungsgespräche aka Dates, sondern sofort ein emotional intimer Start, aus dem dann schnell Liebe wird? So entsteht hier dann auch ein gewisses „Märchen für Erwachsene“ Feeling.

Dabei fühlen ist gut, denken sollte man aber eher lieber lassen, denn der Plot wird gegen Ende abstruser aber wie gesagt: als Fabel geht das schon so durch. Zaror überzeugt klar vor allem physisch und rein von seiner Präsenz her. Mit Brooke Ence (Wonder Woman) hat er eine Partnerin zur Verfügung gestellt bekommen, die ebenfalls vor allem mit ihren Muskeln beeindrucken kann. Louis Mandylor (Daylights End) darf als väterlicher Mentor für Ruhe und das nötige Gefühl sorgen.

Fans des Stars können hier also ruhig einen Blick riskieren, genauso wie Freunde der Kampfkunst. Wer eine gewisse Toleranz für Schwankungen zwischen Naivität und nicht gänzlich stimmigen Plot-Ideen hat, der wird sich auch sicherlich nicht ärgern müssen. Sieht man es als Hommage an Videotheken Actionkracher der 90er Jahre, dann kann man ihn wiederum richtig gut finden. Nur glaube ich nicht ganz, dass er so gemeint war. Auf jeden Fall ist Zaror als Psycho, von seinen Performances um einiges unterhaltsamer.

„Affinity“ bekommt von mir 5/10 Suizidgedanken durch Liebesfreuden ersetzende Empfehlungspunkte.

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Persona 5 Tactica (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/#respond Sat, 03 Jan 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38381 Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich … Weiterlesen

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Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich im Meta-Verse. Aber in einer Gegend, die sie nicht kennen und sie wissen auch nicht, wie sie dorthin gekommen sind.

Was aber gleich klar ist: Die Herrscherin dieser Welt – Marie – hat es in sich, denn bereits beim ersten Treffen werden ein Großteil der Phantom-Diebe einer Gehirnwäsche unterzogen und nur durch Glück und die Intervention einer Dame names Erina können Joker und Morgana entkommen.

Und dann geht es darum ihre Freunde zu befreien, rauszufinden was hier los ist, wie man hierher kam und wie man wieder nach Hause kommt …

Wie üblich: Ich war skeptisch. Nachdem man „Persona 5“ Jahre später eine verlängerte und verbesserte Version namens „Persona 5 Royal“ hinterhergeschoben hat, die sogar. zwei neue Charaktere einbaute bzw. ausbaute, war es irgendwie zu erwarten dass da noch mehr kommen würde. Und ja, da kam noch mehr. So gab es ein weiteres Spin-Off namens „Dancing in Starlight“ (ja, ein Tanzspiel) und einen richtigen Nachfolger innerhalb des „5er“-Universums, der die Rundenkämpfe mit Actionkämpfen ausgetauscht hat und auch die Story weitergeführt hat – „Persona 5 Strikers„.

Die Sache war für mich erledigt. Die Phantomdiebe hatten – meiner Ansicht nach – ausgedient.

Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich gelesen und entdeckt habe, dass es einen weiteren „Persona 5“-Ableger geben sollte. Und dieses Teil sollte noch dazu ein Taktik-Spiel werden und eine leichten Kawaii-Look (große Köpfe, kleine Körper, einfach niedlich). Ach – das konnte doch nix werden.

Doch tatsächlich fand ich „Tactica“ doch ziemlich unterhaltsam. Es braucht eine Weile bis es in Fahrt kommt, dann aber macht es richtig Laune. Es ist nämlich so: Ihr habt pro Kampf drei Figuren im Spiel. Die haben alle Fernwaffen und ihre Persona-Fähigkeiten. Jeder Person kann in einem bestimmte Radius ziehen und Fähigkeiten oder Waffen einsetzen.

Der Trick dabei ist – solange man keinen Angriff ausführt kann man auf dem Spielfeld hundertmal herumlaufen und zwischen den Figuren wechseln – jedoch immer nur in der begrenzten Reichweite. Was später, wenn dann Lifte, Schalter und andere Dinge ins Spiel kommen, noch wichtig wird.

Außerdem können eure Figuren (also auch die Gegner) in Deckung gehen – dazu reicht es, einfach neben einer Mauer oder so zu stehen. Da nehmen sie auch weniger Schaden und man kann sie nicht KO-Schlagen. Stehen sie aber frei, dann kann man sie niederschlagen und man darf einen zweiten Zug machen. Diese Fähigkeit wird später essentiell um zu gewinnen. Dazu kommt der Triple-Threat: Ein Dreieck zwischen euren drei Spielfiguren und ein paar weitere Vorgaben, dann werden auf Knopfdruck von eurem Team alle in dem Dreieck quasi umgepustet. Special-Attake, sozusagen.

Die regulären Missionen sind im Regelfall eher einfach – bis später halt, wo sie dann doch herausfordender werden. Die wirklich heftigen Aufgaben – aber auch die Orte, wo ihr die ganzen Taktiken und wie ihr diese nutzen könnt so richtig lernt – sind Nebenquests. Das sind richtige Puzzle in denen ihr meistens in einem einzigen(!) Zug eine Reihe von Gegner ausschalten müsst – oder eben andere Herausforderungen bei denen ihr beweisen müsst, dass ihr die Fähigkeiten verstanden habt.

Dann zur Story: Die braucht auch eine Weile, aber tatsächlich ist die richtig gut und emotional geworden. Das Ende wird dann extrem durchgeknallt und es gibt dann mal eine gute 30-minütige Pause in denen elendig lange erklärt wird, was jetzt passiert ist und wer eigentlich der „Oberboss“ ist. Hätte ich nicht gebraucht, hätte man sicher auch besser lösen können, aber okay. Das Ende selbst ist dann wieder gut gelungen und es gibt sogar eine „Post-Credits-Szene“, die mir wirklich ans Herz ging.

Auch die neuen Figuren Thoshiro und Erina sind perfekt – zum Glück, denn um diese beiden dreht sich die komplette Story. Wer sie sind, warum sie sind wo sie sind, was sie personifizieren und wie sie sich entwicklen. Und wie gesagt: Ja. Hat für mich gut funktioniert.

Alles in allem war ich also wirklich gut unterhalten, die Gefechte waren teilweise anspruchsvoll, aber nicht frustig, die Optik hat mir nach einer Weile gut gefallen, die Zwischensequenzen haben richtiges Zeichentrickfilm-Niveau und die Story hat mich – wenn sie dann mal richtig losging – doch mitgerissen.

„Persona 5 Tactica“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut im Persona 5-Universum funktionierende, Punkte.

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Most Beautiful Island (2017 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/09/most-beautiful-island-2017-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/09/most-beautiful-island-2017-filmkritik/#respond Tue, 09 Dec 2025 20:44:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38281 Luciana (Ana Asensio) ist eine undokumentierte Migrantin. Sie hat keine Papiere und muss jeden Job annehmen, den sie hat. Sie teilt sich eine Wohnung mit einem Bekannten, der sie sehr genau daran erinnert, wann die Miete fällig ist. Sie hält … Weiterlesen

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Luciana (Ana Asensio) ist eine undokumentierte Migrantin. Sie hat keine Papiere und muss jeden Job annehmen, den sie hat. Sie teilt sich eine Wohnung mit einem Bekannten, der sie sehr genau daran erinnert, wann die Miete fällig ist. Sie hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und kommt kaum durch den Tag.

Eines Tages erzählt ihr eine Bekannte von einem lukrativen Job, der nur daraus besteht als optischer Aufputz bei einer Party herumzustehen und dafür wirklich gut bezahlt zu werden.

Zuerst unsicher, muss sie noch ein paar Dinge erledigen, denn für die Party braucht sie ein schwarzes Kleid und außerdem Zeit, die sie eigentlich bei einem anderen Job erledigen müsste.

Aber Luciana hat einen Plan. Und sie ist stur. Auch wenn die Party anders abläuft, als sie sich das vielleicht vorgestellt hat …

Über „Most Beautiful Island“ bin ich per Zufall gestolpert, wie halt so oft in meinem Fall. Und wenn etwas halbwegs interessant aussieht, dann guck ich halt mal rein. Bei diesem Film war es so Ich wusste tatsächlich nicht so richtig, worauf ich mich einlasse, aber es wurde als Thriller/Horrorfilm verkauft, also hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung.

Vorweg: Diese wird nicht erfüllt. Zu keiner Sekunde. Es ist kein Horrorfilm. Es ist auch kein Thriller. Ich kann nicht mal genau sagen, was er ist, weil er einfach Genres mixt, auch wenn Horror per Definition nicht dazu gehört.

Zurück zum Film: Wir verfolgen über die ersten zwei Drittel den Weg von Luciana, die es wirklich nicht leicht hat und deren Leben, wenn man ein wenig darüber nachdenkt, tatsächlich wirklich traurig und deprimierend ist. Die Jobs, die sie hat, der Druck, der die gesamte Zeit auf ihr lastet – all das ist teilweise wirklich heftig mitanzusehen.

Andererseits hat sie ein paar Tricks auf Lager, die dann doch irgendwie nicht ganz okay sind und die sie zur Betrügerin machen. Ja, man versteht zwar, warum sie macht, was sie macht, aber dennoch muss man nicht damit einverstanden sein. Nachdem sie eine Migrantin ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es Leute gibt, die zum Beispiel sagen würde, sie soll einfach wieder heimfahren (was nicht geht. Mit welchem Geld denn?). Dazu kommt noch, dass sie in der doch relativ kurzen Zeit viele Leute trifft, die sie einfach damit durchkommen lassen, einfach, weil sie eine Frau ist und weil sie zumindest Manieren hat.

Es gibt zum Beispiel eine Szene in der sie einem Taxifahrer erst nachdem er sie abgesetzt hat, wo sie hinwill, dass sie kein Geld hat und das sie ihn morgen bezahlen wird, wenn er ihr seine Dienstnummer sagt. Er pfeift auf das Geld im Sinne von „passt schon“ und fährt wieder. Ja, sie kommt damit durch. Ist es symapthisch? Naja, nicht so wirklich. Zumal sie das einfach zu oft macht.

Und dann kommt sie zu der Party – auf Umwegen – und irgendwie sollen wir dann mit ihr zittern, was da auf sie zukommt und … nun, nein. Was Spannung erzeugt, sind die anderen Damen mit ihr im Raum, die vage Andeutungen durch die Gegend werfen und teilweise auch richtig Panik schieben und alle werden in einer von Besucher:innen festgelegten Reihenfolge in einen extra Raum geholt. Manche kommen wieder raus. Andere nach ziemlichem Gekreische nicht mehr. Auch das erzeugt Spannung. Genauso wie die Tatsache, dass sie eine Handtasche mit Vorhangschloss bekommen hat und man sich fragt, was da drin ist (und ja, das erfährt man).

Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich etwas unterwältigt war, ob er Auflösung, was auf dieser Party passiert, aber gut – zumindest war es etwas, was ich noch nie gesehen habe und womit ich nicht gerechnet hatte.

Nach dem Film habe ich kurz überlegen müssen, ob mir der Film jetzt gefallen hat oder nicht, weil ich irgendwie trotzdem etwas anderes und irgendwie mehr erwartet hatte. Im Kern ist der Film langsam, es passiert nicht viel was jetzt wirklich Auswirkungen hat, wir begleiten einfach Luciana in ihrem Leben und bei ihren täglichen Kämpfen. Und trotzdem … ja, er hat mir gefallen. Es war interessant, ich bin gedanklich dabei geblieben und ich habe mir Gedanken danach gemacht.

Ein großer Faktor für mein „Dranbleiben“ ist die Person Ana Asensio, die das Drehbuch geschrieben, die Regie gemacht und auch gleich noch die Hauptrolle übernommen hat. Sie selbst ist Migrantin, kommt aus Spanien, hat dort auch ein paar Filme gemacht und dann gemeinsam mit Larry Fessenden (ja, der Typ, der „Until Dawn“ mitgeschrieben und auch darin gespielt hat – Larry Fessenden sollte B-Movie-Horror-Fans ein Begriff sein, denke ich) diesen hier produziert. Fessenden spielt auch eine kleine Rolle im Film.

Jedenfalls ist sie einerseits eine verdammt hübsche Frau und andererseits ist absolut keine verdammt hübsche Frau. Aber sie hat Ausstrahlung. Sie hat eine faszinierende Mimik und sie wusste offensichtlich genau, was sie hier im Film machen wollte. Und es funktioniert. Ich denke, wenn der Film eine halbe Stunde länger gedauert hätte, wäre es auch okay gewesen für mich. Weil ich von der Figur fasziniert war und auch wie Asensio sie darstellt. Die Frau hat einfach dieses gewisse Etwas. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir andere Filme mit ihr ansehen würde – aber hier, hier passt sie perfekt.

„Most Beautiful Island“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, langsam aufbauende und auch langsam ausklingende, Punkte.

PS: Wer Angst vor Spinnen hat – lasst die Finger von diesem Film. Ernsthaft. Macht einen großen Bogen drum herum.

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Monster Island aka Orang Ikan (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/29/monster-island-aka-orang-ikan-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/29/monster-island-aka-orang-ikan-2025-filmkritik/#respond Sat, 29 Nov 2025 05:00:24 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38263 Saito (Dean Fujioka) und Bronson (Callum Woodhouse) sind beide auf einem Kriegsgefangenenschiff gefangen und sie werden zusammengekettet. Als die Lag eskaliert und ein U-Boot das Schiff versenkt, kommen die beiden gerade noch so mit dem Leben davon und werden an … Weiterlesen

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Saito (Dean Fujioka) und Bronson (Callum Woodhouse) sind beide auf einem Kriegsgefangenenschiff gefangen und sie werden zusammengekettet. Als die Lag eskaliert und ein U-Boot das Schiff versenkt, kommen die beiden gerade noch so mit dem Leben davon und werden an den Strand einer verlassenen Insel angespült.

Aber die beiden können sich nicht leiden, weil … Gründe.

Als ein Monster auftaucht, welches offensichtlich auf der Insel wohnt und Bronsen fressen möchte, verjagt Saito es – mehr aus Reflex – was dazu führt, dass die beiden sich zumindest mal nicht mehr gegenseitig umbringen wollen.

Und dann geht es darum gemeinsam einen Weg zu finden, wie man überlebt und vielleicht auch irgendwann und irgendwie von der Insel entkommt …

Wenn man die Zusammenfassung liest, dann hat man eigentlich ein sehr klares Bild des Films vor Augen und irgendwie auch leichte „Enemy Mine“-Vibes. Und ja, das kommt auch gut hin. Aber dann kommt die Tatsache ins Spiel, die viele Filme besser macht als sie eigentlich sein dürften: „Monster Island“ wurde nicht in den USA gedreht, sondern in Asien, konkret Indonesien.

Und das macht einen großen Unterschied, weil der gesamte „US to the rescue“-Part (zum Teil) wegfällt. Ich könnte jetzt spoilern, aber das mach ich nicht. Ich sag es aber so: Beide Protagonisten bekommen ihren Platz im Scheinwerferlicht. Und den Ami-Part hat ein Brite bekommen. Also – alles gut? Naja, fast. Im Kern ist der Film nämlich tatsächlich völlig belanglos. Es geht um genau gar nichts. Wir wissen ja nicht einmal wirklich irgendwas über die Figuren.

Und trotzdem macht der Film Spaß. Er ist flott geschnitten, es gibt eigentlich so gut wie keine Pausen oder unnötige Szenen und die Action stimmt per se. Es gibt ein paar Zweikämpfe, die gut choreografiert sind und auch wenn das Monster im Grunde viel zu oft gezeigt wird, so ist der Spannungsaufbau bis dahin sehr gelungen.

Dazu kommt, dass die Dynamik und Kommunikation zwischen Saito und Bronson wirklich gut gemacht ist (sie sprechen die Sprache des jeweils anderen nicht) und man fühlt wirklich mit den beiden mit und es macht eine Freude zuzusehen, wie sie beginnen aufeinander zu vertrauen.

Das Monster hat ein paar Kills, ein paar davon ziemlich blutig (wenn auch nur kurz) und die Effekte sehen im Grunde genommen alle sehr gut aus. Das Design des Monsters ist jetzt nicht besonders aufregend – man hat ein ähnliches Design schon x Mal gesehen – und man sieht es viel zu früh in seiner Gänze, aber immerhin wird diese Tatsache dann dazu genutzt, dass man das Monster auch wirklich nutzt. Wie oben schon angeführt: Zweikämpfe. Und ja, wenn das Monster einen großen Sprung macht, dann wirkt das – wie in den meisten Filmen – lächerlich. Kommt aber eh nie vor.

Das Ende und was mit dem Monster passiert hat mich dann doch überrascht und ja, ich finde Kämpfe mit Samuraischwertern immer noch cool anzusehen. Die müssen nicht mal lang dauern oder eine extreme Choreografie haben – ich mag das einfach. Stell jemanden mit einem Samuraischwert hin, der (oder die) weiß, wie er (oder sie) es halten muss, stell ihn (oder sie) in Kampfpose und in meinem Hirn blinkt sofort das Wort „episch“ auf.

Wie dem auch sei: Macht „Monster Island“ irgendwas neu? Nein. Nichts. Ist es trotzdem einer der besseren Vertreter dieser Gattung Film, unterhält er und macht er Spa0: Definitiv. Gegen Ende gibt es dann sogar ein wenig Grund zur Rührung, auch wenn ich persönlich das Ende bzw. die letzte Szene (auf nem Schiff) nicht gebraucht hätte. Aber gut. Das schmälert den Rest nicht.

„Monster Island“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, für die einmalige Sichtung absolut ausreichende und unterhaltsame, Punkte.

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Arcadian (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/#respond Thu, 20 Nov 2025 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38242 Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr … Weiterlesen

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Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr interessiert ist. Immerhin sind menschliche Kontakte selten in dieser Welt. Aber nachts, nun, da muss man Zuhause sein, alles abschließen und sich ruhig verhalten.

Denn in der Nacht, da kommen SIE. Niemand weiß, woher sie kommen, warum sie Menschen jagen und was sie wollen. Aber sie sind da und sie sind gefährlich und lautlos. Und sie scheinen intelligent zu sein.

Und dann kommt Thomas eines abends nicht nach Hause …

Die wichtigste Information zuerst: Guckt euch nicht den Trailer an. Und dann die zweite: „Arcadian“ ist kein Action-Film. Und die dritte wichtige Info: Nicolas Cage ist nicht die Hauptrolle.

So, jetzt wo das ist aus dem Weg ist: „Arcadian“ ist richtig gut. Vorausgesetzt man kommt mit der korrekten Erwartungshaltung in den Genuss den Film zu sehen. Ja, ich sage Genuss, denn „Arcadian“ macht ein paar Sachen richtig gut. Zum einen: Es lässt viele Dinge im Dunkeln, das hält das Mysterium am Leben und man braucht die Antworten zum Folgen des Plots auch nicht. Das zweite ist der „Slow Burn“. Der Film lässt sich Zeit, lässt die Figuren und ihre Verbindungen vorzustellen und man merkt, wie sehr Paul seine Söhne liebt. Allerdings ist Paul nach einer Weile nicht mehr der Hauptfokus, aber bis dahin ist Cage ein Hammer wie immer. Etwas weniger aufgeregt und sehr bodenständig, aber 100% passend.

Und es gibt eine Szene, die ich einfach absolut großartig fand und die Pauls Charakter super beschreibt: Als seiner Söhne eines Nachts nicht nach Hause kommt, macht er sich in der (gefährlichen) Nacht auf, um ihn zu suchen und irgendwann findet er ihn. Es ist klar, dass dieser Sohn selbst schuld an der Misere und der Gefahr ist, in der sie nun stecken, da die Monster sie gefunden haben. Pauls erste Reaktion: Er fragt seinen Sohn, ob er verletzt ist. Die zweite Reaktion: Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sich, einfach froh, dass er ihn gefunden hat. Kein Vorwurf, nichts. Es ist im Blick seines Sohns völlig klar, dass er weiß, er hat Mist gebaut. Kein Grund es ihm nochmals unter die Nase zu reiben. Stattdessen zeigt er ihm einfach, wie sehr er ihn liebt. Eine Mini-Szene, die man rasch übersehen kann, aber ich fand das einfach großartig (ja, seit ich Vater bin springe ich auf solche Szenen einfach an, ich gebe es zu).

Aber keine Angst – wenn dann die Monster kommen, dann wird es cool. Denn die Monster sind … schräg. Im ersten Moment war ich mir nicht sicher ob ich lachen soll, aber dann stellt sich heraus, dass sie einfach richtig gefährlich und intelligent – bis zu einem gewissen Grad.

Ja, der Film ist sehr vorhersehbar, das kann ich nicht abstreiten. Ab einem gewissen Punkt war absolut klar was passieren würde und sogar wie es passieren würde, aber es war trotzdem spannend anzusehen.

Schauspielerisch sind die drei jungen Leute die Hauptakteur:innen und sie machen ihre Sache richtig gut. Nic Cage ist Nic Cage (soll heißen: immer gut).

Regisseur Benjamin Brewer hat hier sienen ersten Langfilm abgeliefert (nach Musikvideos und einem Kurzfilm), hat aber bereits bei einigen Filmen mitgearbeitet (zum Beispiel bei „Everything Everywhere All At Once“ – bei den Effekten). Deshalb sehen wohl die Monster auch einfach gut und echt aus. Eine Szene mit einem langen Arm ist übrigens richtig unheimlich geworden. Und die Art, wie die Monster sich in einer Gruppe fortbewegen: Schräg aber auch irgendwie cool. Und nur am Rande: Die Monster wurden von „Goofy“ (ja, der Goofy von Mickey Mouse) inspiriert. Und ja, das sieht man.

Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die Wackelkamera, die fand ich einfach zeitweise unnötig stressig und unübersichtlich. Aber alles in allem: Ja, der Film war klasse.

Der Fairness halber: Ich habe drei Anläufe gebraucht, um ihn mir anzusehen. Das lag allerdings scheinbar nicht am Film, sondern einfach daran, dass ich viel zu müde für einen Slow Burner war. Denn ehrlich: „Arcadian“ macht verdammt viel richtig.

„Arcadian“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, erst beim dritten Versuch, dann dafür richtig, zündende Punkte.

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The Running Man (1987 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/15/the-running-man-1987-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/15/the-running-man-1987-filmkritik/#respond Sat, 15 Nov 2025 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38226 Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) hat Pech: Er wird für ein Verbrechen verurteilt, welches er nicht begannen hat und muss nun in der Game-Show „The Running Man“ um sein Leben kämpfen. Die Menschen werden von einem korrupten Staat regiert, der sie … Weiterlesen

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Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) hat Pech: Er wird für ein Verbrechen verurteilt, welches er nicht begannen hat und muss nun in der Game-Show „The Running Man“ um sein Leben kämpfen.

Die Menschen werden von einem korrupten Staat regiert, der sie mit der Show ablenken möchte. Brot und Spiele. Der Clou dabei: Wer „The Running Man“ überlebt wird begnadigt, bekommt einen Preis und kann sich alle Wünsche erfüllen.

Nur stellt Richards rasch fest, dass auch das (so wie alles andere quasi auch) eine Lüge ist …

Stephen King hat vor vielen Jahren einmal versucht Bücher unter einem anderen Namen zu veröffentlichen, unter anderem um zu gucken, ob diese sich auch verkaufen würden. Und … tja, was ich soll ich sagen. Das hat sieben Jahre funktioniert und durchaus ein paar wirklich bekannte und erfolgreiche Bücher geschrieben, so zum Beispiel (bereits verfilmt) „Thinner“ oder (vor kurzem im Kino) „The Long Walk“. Und natürlich – „The Running Man“.

Und was in den 1980iger noch „in“? Genau One-Man-Armeen aka Arnold Schwarzenegger oder Sylvester Stallone. Und das hier ist ein Schwarzenegger-Film durch und durch. „The Running Man“ hat alles was ein Schwarzenegger-Film braucht und dazu noch etwas Neues: Für die 80iger ein cooles Artdesign, Bossgegner, eine Art Level-Struktur und Gesellschaftskritik. Das war neu. Glaube ich. Ich habe keine Ahnung, ich war damals knappe 10 Jahre alt und habe den Film ein paar Jahre später gesehen und – und alle meine Freunde genauso – habe ihn geliebt.

Ich glaube, ich habe „The Running Man“ sicher fünfzig Mal gesehen. Der Film ist kein Meisterwerk, aber ich fand ihn damals – und ich finde es immer noch – einen der besten Schwarzenegger-Filme überhaupt. Das liegt an den coolen Gegnern, in Form von „Subzero“ oder „Chainsaw“ oder „Dynamo“, die alle ihr eigenes Ding hatten.

Und ja, das war 1987 – also fünf Jahre VOR dem ersten Mortal Kombat. Ich lehne mich jetzt ein wenig aus dem sprichwörtlichen Fenster und sage es mal so: Wer den Film heute sieht und sich denkt, er hat Mortal Kombat (sogar den Auwahlbildschirm!) zu verdanken: Nein. Falsch. Umgekehrt 🙂

Und ziemlich so läuft der Film auch ab: Eine Reihe von Zweikämpfen von Richards, der die Typen alle fertig macht (meist durch Einsatz ihrer Trademarks) und coole One-Liner schiebt. Daneben gibt es noch einen Plot mit Widerstandskämpfern, die sich gegen das Regime auflehnen und die Macher der Show blosstellen wollen. Außerdem reißt Richards – nachdem ihn anfangs alle hassen, weil er ja ein Verbrecher ist – das Ruder herum und wird ein Publikumsliebling.

Was ich ein wenig schade fand war das Ende, welches die coolen Zweikämpfe gegen eine relativ austauschbare „Wir stürmen die Zentrale mit Soldaten“-Szene tauscht, auch wenn der Payoff gegen den Moderator der Show sehr zufriedenstellend ausfällt.

Jahre später habe ich das Buch gelesen und war dann überrascht wie viele Freiheiten sich der Film genommen hat, denn in meiner Welt stimmte an „The Running Man“ alles und er war auch stimmig. Also wirklich: Großartig. Und ich war überrascht, wie viel davon nicht von King kam, sondern von Steven E. de Souza, der das Drehbuch geschrieben hat und Paul Michael Glaser, der die Regie übernommen hatte (Fun Fact: Kennt ihr Starsky & Hutch? Ja? Er hat Starsky gespielt). Ich weiß nicht, wer das Set- und Figurendesign gemacht hat, aber: Hut ab! Großartig.

Im Jahr 2025 kann man rückblickend wirklich nur noch sagen: Ja. Er ist immer noch genauso großartig. Ganz genau so großartig. Die Effekte mögen gealtert sein, die Dialoge mögen an der cheese oder cringe-Grenze kratzen, aber alles in allem: Ja. Das ist immer noch ein Film, den man sich problemlos heute anschauen kann.

Es gibt gerade eine Neuverfilmung des Buches von Edgar Wright im Kino, deshalb kam ich auch auf die Idee mir den alten Film nochmals anzusehen und ich muss sagen: Ich werde mir den neuen Film nicht ansehen. Jetzt wo ich den alten Film wieder gesehen habe merke ich, ich brauche keinen anderen „Running Man“ als diesen. Auch wenn Wright meinte, er würde sich mehr ans Buch halten (SPOILER: gegen Ende des Buches fetzt Richards mit einem Flugzeug in die Zentrale und das letzte was alle sehen ist Richards, der ihnen den Mittelfinger zeigt bevor sie alle hochgehen). Und ich mag bis jetzt alle(!) Filme von Edgar Wright. Hier werde ich trotzdem passen. Es gibt nur einen echten „Running Man“ – Hi, Arnold!

„The Running Man“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, für mich immer und ewig ein Kultfilm bleibende, Punkte.

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Silent Hill f (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/06/silent-hill-f-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/06/silent-hill-f-game-review/#respond Thu, 06 Nov 2025 05:00:24 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38195 Der Tag ist wie jeder andere in Ebisugaoka. Die Eltern streiten. Es geht um Hinakos Zukunft. Das Mädchen verlässt das Haus und marschiert zum üblichen Treffpunkt, um sich abzulenken. Bereits am Weg dorthin ist die Stadt menschenleer bis auf ihre … Weiterlesen

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Der Tag ist wie jeder andere in Ebisugaoka. Die Eltern streiten. Es geht um Hinakos Zukunft. Das Mädchen verlässt das Haus und marschiert zum üblichen Treffpunkt, um sich abzulenken. Bereits am Weg dorthin ist die Stadt menschenleer bis auf ihre drei Freunde Shu (Mann), Rinko (Frau) und Sakuko (Frau). Aber kaum angekommen, plagen Hinako Kopfschmerzen und plötzlich taucht Nebel auf. Mit dem Nebel kommen Spinnenlilien, welche die gesamte Stadt überziehen und sofort eine ihrer Freundinnen töten.

Die Überlebenden fliehen, trennen sich und kommen gerade so noch mit dem Leben davon. Außerdem tauchen in der Stadt selstsam enstellte Monster auf, die Hinako nach dem Leben trachten. Und gerade als es nicht schlimmer werden kann, kehren die Kopfschmerzen zurück, Hinako verliert das Bewusstsein und wacht an einem düsteren Ort auf, der aussieht wie ein alter japanischer Schrein.

Auch dort wird sie von Monstern bedroht, aber ein Mann mit der Maske eines Fuchses hilft ihr und er scheint zu wissen, was hier los ist und wie Hinako wieder nach Hause kommen kann. Wären da nur nicht die Warnungen ihrer alten Spielzeugpuppe, die ihr immer wieder eintrichtert, dass sie dem Fuchsmann nicht trauen darf …

Um es vorweg zu sagen: „Silent Hill f“ ist für mich das ambivalenteste Spiel seit langem. Ist es gut? Kommt drauf an, worauf ihr Wert legt. Ist es schlecht? Kommt drauf an, wie geduldig ihr seid. Das klingt jetzt kryptisch und unschlüssig und genau so fühlt es sich auch an für mich. Ich würde es gern uneingeschränkt empfehlen (Story-Inszenierung, Art-Design, Atmosphäre), kann es aber nicht (Kampfsystem und tatsächlich: Design-Entscheidungen bzgl. Gameplay).

Aber der Reihe nach. Fangen wir mit den positiven Dingen an: Das Art-Design ist schlichtweg großartig. Die Idee mit den Lilien, das Design der Monster und wie diese Silent-Hill-typisch mit Hinakos Psyche zusammenhängen – das ist alles großartig und da gibt es für mich auch nichts dran zu rütteln. Auch die Inszenierung des Horrors funktioniert für mich quasi perfekt – von der Optik und dem Sounddesign her. Das ist alles wirklich richtig klasse und macht definitiv Lust auf mehr. Allein die Vogelscheuchen und wie sie später eingesetzt werden – Hammer. Respekt!

Und dann fangen für mich schon die Probleme an, denn an dieser Stelle würde ein großes ABER folgen. Nur, dass es kein ABER ist. Es ist ein UND. Hier stehen wirklich Plus und Minus gleichwertig gegenüber, ohne das – für mich – das eine das andere schmälern oder ausmerzen kann.

Ich fange mal beim Gameplay an, bevor ich zur Story, deren Präsentation und diversen Design-Entscheidungen komme: Das Gameplay ist im Grunde simpel: Herumlaufen, an bestimmten Stellen zum Klettern Knopf drücken, Monster verhauen oder flüchten, sich darum kümmern, dass die Waffen nicht zerbrechen, an Schreinen Gesundheit und andere Dinge hochleveln und dabei auf einem klaren, linearen Pfad von A nach B zu kommen, immer und in jedem Abschnitt mit einem klaren Ziel vor Augen. So weit – so gut.

Nur: Die Umgebung ist tot. Und ich meine damit nicht menschenleer, sondern tot. Das ist alles zu 100% als Kulisse zu erkennen. Auf Screenshots wirkt das Ganze absolut detailverliebt und ja, dass ist es auch – nur gibt es NULL Interaktion. Weder kippen Flaschen um, noch bewegt sich irgendwas im Wind, noch ist dort sonst irgendwas auch nur irgendwie „echt“. Liegt vielleicht daran, dass ich vor kurzem erst „Assassin’s Creed Shadows“ gespielt habe, in dem man sich sogar seinen Weg querfeldein durch Bambus holzen kann, wenn man denn will – aber hier: Wenn es nicht mit X zur Interaktion markiert ist, dann vergiß es.

Dazu kommen die Wege und extrem künstlichen Blockaden: Wenn ihr zB auf den Wegen durch Reisfelder läuft, dann ist dieser Weg eine Spur höher als die Felder. Dann steht da ein Karren im Weg. Hinako kann nicht außen herumlaufen. Weil … Gründe. Oder zwischen zwei Sträuchern durch, die einen Meter auseinanderstehen. Außen rum auf einem klar vorgegebenen Weg? Ja. Aber durch? Nein. Sinnfrei. Das finde ich bei einem AA-Titel wie zum Beispiel „Scars Above“ völlig in Ordnung, aber bei einem „Silent Hill“ erwarte ich mir im Jahr 2025 eigentlich was anderes. Vor allem hat mich diese Tatsache immer wieder aus der Immersion geschmissen, weil das Spiel mich einfach auf technischer Seite her Dinge nicht hat machen lassen, die völlig logisch wären. Zurück zum Beispiel Reisfeld: Die Bösen Mannequins, die Hinako auflauern, die können vom Reisfeld zu mir raufspringen. Aber ich kann nicht runter? Echt jetzt? Naja. Ist halt so.

Dazu kommt, dass die Kämpfe anfangs für mich eine Qual waren – nicht, weil ich ausweichen und kontern muss und dabei auf die geistige Gesundheit (werte Gaming-Magazine: „Sanity“ heißt nicht Verstand, sondern geistige Gesundheit bzw. Vernunft!) und Hinakos Ausdauer achten muss – das ist kein Thema, das lernt man, das passt. Was nicht passt, ist die Spielfigur in so enge Gassen zu stecken, dass Angriffe oder ausweichen nicht möglich sind. Ja, mag sein, dass es das Ziel ist, die Spieler:innen zum Fliehen zu bewegen, weil Story und Spannung und so – dann gebt uns halt zu diesem Zeitpunkt einfach noch keine Waffe in die Hand. Diese Lösung hier ist irgendwie … so lala. Ich war tatsächlich mehrmals kurz davor das Spiel abzubrechen, schlichtweg, weil das Kampfsystem bzw. eigentlich: Die Austragungsorte der Kämpfe so mies waren, dass ich nicht aufgrund eines Fehlers von mir, sondern aufgrundn eines Fehlers im Design quasi keine Chance hatte. Das finde ich frustig und müsste nicht sein.

Damit komme ich zur Story: Die hat mir wirklich gut gefallen, zumal es für mich weniger – wie oft propagiert wird – um die Rolle der Frau und Geschlechterrollen im Jahr 1960 in Japan geht (juckt mit das wirklich?), sondern um Hinako als Person, die für sich eine schwerwiegende Entscheidung treffen muss und schwerstens(!) mit sich hadert. Mit ihr als Person (nicht Symbol) mitzufühlen wird einem wirklich leicht gemacht zumal die Dinge, zu denen sie gezwungen wird (oder für die sie sich entscheidet), wirklich heftig sind. Es gibt hier ein paar Szenen, die ich niemals so hätte kommen sehen und ich war völlig fasziniert, was hier wie und warum passiert. Das ist alles wirklich extrem gut gemacht und cool umgesetzt und die Inszenierung ist ein Hammer. Gänsehaut hoch 10. Wirklich grandios.

Natürlich kann man sich relativ rasch zusammenreimen was passiert, was wirklich los ist und was alles an Symbolen herumläuft – „Silent Hill f“ ist vieles, aber nicht subtil. Monster, die aus vielen Köpfen bestehen und Gift spucken? Enstellte männliche Dämonen ohne Gesicht, die Hinako anspringen und wenn sie sie erwischen zu Boden drücken und sabbernd ihr Gesicht ablecken? Mannequins mit Traummaßen, entstellt und ohne Gesicht? Hm. Wie gesagt: Subtil ist hier nicht das Gebot der Stunde gewesen. Zumindest nicht bei den Monstern.

Dafür sind die Beziehungen zwischen den Figuren vielschichtiger. Warum zum Beispiel nennt Sakuko Hinako immer „Verräterin“? Warum behautpet Rinko Shu gegenüber, dass Hinako „tot“ sei, wo sie doch neben ihnen steht? Und warum ist Shu so verdammt … verständnisvoll? Das alles wird nach und nach gelöst und kommt durch Dialoge und Tagebucheinträge und Notizen, die man nach und nach findet ans Tageslicht und in letzter Konsequenz ist es eine tief menschliche, tragische, nachvollziehbare und persönliche Geschichte, die mich wirklich berührt hat – bis dann das Ende kam. Das war vermutlich als „WTF?“-Moment geplant und soll animieren, das Spiel im New Game+ zu starten, denn darin (und im New Game++ auch nochmals) ändern sich Dialoge, man findet mehr Notizen und Infos (die man im ersten Durchgang überhaupt nicht finden kann) und außerdem kann man nach dem ersten Durchspielen unter bestimmten Voraussetzungen vier neue Enden (eines davon ein Jux: Das UFO-Ende) freispielen, welche zwar nicht die Geschichte (die bleibt im Kern gleich), aber doch die Beziehungen unter den Figuren ausloten, erhellen und teilweise in einen neuen, stark veränderten Kontext setzen.

So sieht hat man zum Beispiel am Anfang des ersten Durchgangs den Eindruck, dass Hinakos Vater einfach ein dummer Säufer ist, dem seine Familie egal ist. Nun … wie gesagt: Der erste Eindruck. Aber da steckt einiges mehr dahinter. Gleiches bei Rinko, die anfangs wie eine eifersüchtige Rivalin dargestellt wird, nur um später, nun – auch einen anderen Eindruck zu hinterlassen. Sie ist zum Beispiel die erste, die darauf hinweist, dass Hinakos Stimme völlig anders klingt, wenn sie mit Shu spricht (dann redet Hinako mit hörbar tieferer, männlicherer Stimme) als wenn sie mit ihren Freundinnen spricht. Da sind viele kleine, coole Details drin.

Auch gibt es Räume, die im ersten Durchlauf versperrt sind und die man später betreten kann, ebenfalls voller neuer Erkenntnisse. Alles eine coole Sache und eigentlich eine richtig coole Idee (die Genialität eines „Nier: Automata“ wird nie erreicht. Nicht mal die von „Nier: Replicant„). Nur … das Spiel sagt mir NICHTS. Naja, ich kann im Menü lesen, dass es Voraussetzungen gibt, die ich erfüllen muss für Ende X oder Y. Schön. Das bedeutet allerdings nur, dass ich weiß, ich muss erneut(!) jeden Millimeter im Spiel absuchen, um Details und Dinge zu finden, die es im ersten Durchlauf nicht gab. Und im dritten Durchlauf nochmals, und zwar nach Dingen, die es weder im erten noch im zweiten gab. Und sorry – Nein. Einfach NEIN.

Damit kommen wir zum – neben der grundsätzlichen Story, Inszenierung und dem Art- und Sound-Design – zum größten Pluspunkt: Die Karte. „Silent Hill f“ bietet die beste, hilfreichste und wohl schönste Karte, die ich seit langem in einem Spiel gesehen habe. Absolut. Die ist sowas von mit Liebe gestaltet – erneut: Art-Design: 1A -, dass muss man schon gesehen haben. Und noch besser: Hinako zeichnet permanent neue Dinge ein – wenn sie zB etwas Interessantes sieht oder wenn ein Weg versperrt ist oder wenn wieder ein Durchgang frei ist. Das ist richtig hilfreich und wirklich großartig. Im ersten Durchgang.

Im zweiten – ist es 1:1 wie im ersten. Es gibt halt ein paar interessante Orte mehr und ich muss immerzu auf der Karte nachsehen, ob jetzt wo ein Durchgang möglich ist oder nicht – allerdings, und das ist der für mich mühsame Teil, markiert mir das Spiel nicht, ob der Ort im ersten Durchlauf auch schon zugänglich war oder neu ist. Sicher – jetzt kann man mir vorwerfen, dass ich ein fauler Hund bin und ich soll selbst suchen und das Suchen ist ja das Spannende an der Sache und die Freude was Neues zu entdecken ist ja DER große Erfolgsmoment. Sicher. Für euch vielleicht. Mein Alltag ist voll genug von Dingen, die ich mir merken muss, in meinem Hirn ist kein Platz dafür, ob in Kapitel 1 von X die Tür Nummer 27 im ersten Durchlauf offen oder geschlossen war. Sorry. Nein. Da denke ich an die „Resident Evil-Remakes“ mit den Karten, im Sinne von „da gibt es noch was zu finden“ oder „da ist noch was zu tun“-Farbmarkierung und denke mir: Ja, genau das hätte es gebraucht. Im zweiten Durchgang(!). Wenn man schon ganze Storystränge erst im New Game+ einbauen kann, dann wäre das doch ein Klacks gewesen und hätte meiner Meinung nach dem Spiel nichts an Spannung genommen.

Und tja, deshalb ist für mich „Silent Hill f“ ein ambivalentes Spiel: Ich würde es gern richtig, richtig mögen, weil ich die Figuren, das Art-Design, die Bezüge zur japanischen Folklore, die Inszenierung und die Nutzung von symbolhaften Aktionen und alles zusammen mag: Ja, das ist richtig, richtig großartig.

Wenn ich dafür aber drei Mal durch die gleichen engen, von Monstern heimgesuchten Straßen laufen und Häuser durchsuchen muss, ohne zu wissen, wo es etwas Neues gibt … nein, danke. Selbst nachdem ich mich an das Kampfsystem gewöhnt hatte (oder die Stats so hochgepusht, dass die Monster nur kurze Ablenkungen anstatt einem furcheinflössenden Problem waren), war mir das dann einfach zu langweilig. Ein Haus. Fünf Interaktionspunkte. Drei davon leer. Ein Heilkraut. Ein Eisenrohr als Waffe. Nächstes Haus. Vier Interaktionspunkte (im gesamten Haus verteilt!). Zwei davon leer. Eine Schokolade. Eine Opfergabe für den Schrein. Nächstes Haus. Und so weiter und so fort. *gähn* Nein. Einfach Nein.

„Silent Hill f“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, an seinen eigenen Design-Entscheidungen leider zum Teil scheiternde und seine eigentlich grandiose Atomsphäre und tolle Story damit – für mich – kaputtmachende, Punkte.

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