Family | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Fri, 14 Aug 2026 05:54:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.10 Die Melodie des Meeres aka Song Of The Sea (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/15/die-melodie-des-meeres-aka-song-of-the-sea-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/15/die-melodie-des-meeres-aka-song-of-the-sea-filmkritik/#respond Sat, 15 Aug 2026 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39050 Der kleine Ben hat ein Problem mit seiner Schwester. Sie nervt ihn unglaublich. Seine Mutter ist vor Jahren verschwunden, ihr Vater trauert immer noch und seine kleine Schwester Saoirse spricht nicht mehr. Das nervt. Außerdem will sie immer seine Sachen. … Weiterlesen

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Der kleine Ben hat ein Problem mit seiner Schwester. Sie nervt ihn unglaublich. Seine Mutter ist vor Jahren verschwunden, ihr Vater trauert immer noch und seine kleine Schwester Saoirse spricht nicht mehr. Das nervt. Außerdem will sie immer seine Sachen. Insbesondere eine Muschel, die ihm ihre Mutter hinterlassen hat. Dass sie mitten im Nirgendwo einem Leuchtturm am Meer wohnen, macht die Sache nicht besser. Nur sein Hund ist ihm ein Quell der Freude.

Aber da gibt es dann auch noch Großmutter, die beschließt, dass die Kinder in die Stadt ziehen müssen. Vor allem, da sie Saoirse erst gestern völlig nass am Strand liegend gefunden hat. Die Kinder sind ja in Lebensgefahr!

Kinder eingepackt, Vater und Hund zurückgelassen, ab in die Stadt. Aber Ben mag nicht. Er haut ab und macht sich auf den Weg retour. Saoirse folgt ihm – und dann passiert es. Sie verschwindet. Und plötzlich merkt Ben, dass seine Schwester ihm doch wichtig ist und er tut alles, um sie zu finden.

Dazu muss er sich aber duch viele Gefahren und Sagengestalten kämpfen … denn es gibt einen Grund, weshalb Saoirse verschwunden ist …

Wenn ich früher gemerkt hätte, dass die Macher:innen von „Song Of The Sea“ jene sind, die auch „Wolfwalkers“ gemacht haben, dann hätte ich mir den Film schon viel früher angesehen. Denn „Wolfwalkers“ fand ich wirklich großartig. Richtig großartig.

Und auch „Song Of The Sea“ enttäuscht nicht, auch wenn es eine völlig andere Art von Film ist. Hier ist ganz viel Melancholie und Traurigkeit dabei, das Ende ist bittersüß, wunderschön und traurig zugleich. Auch sind viele der Sagengestalten ein wenig seltsam für mitteleuropäische Menschen.

Ich weiß nicht, wie die alle namentlich heißen, aber sie sind toll. Der Kern der Geschichte beginnt relativ spät, wie ich der Fairness halber anmerken muss und der 2D-Animationsstil mag vielleicht nicht den Geschmack von allen treffen, aber was hier an Herzblut drinsteckt, das ist so richtig, richtig zu bemerken.

Die Entwicklung die Ben durchmacht, seine Erkenntnis, dass er seine kleine Schwester über alles liebt und alles für sie auf sich nehmen würde – das wird richtig herzerwärmend erzählt. Dann gibt es noch eine Hexe, die Menschen und anderen ihre Gefühle raubt und sie damit in Stein verwandelt. Der Grund? Sie hatte einen Sohn, der war ein Riese, aber … lange Geschichte, aber sie ist nicht 100%ig böse. Auch wie das gelöst wird – super.

Die Musik ist ohnehin auch toll und herzergreifend. Wäre auch seltsam, wenn die Musik bei einem Film mit diesem Titel schlecht wäre.

Ich hab den Film mit meinen Kindern angesehen und zeitweise war ich kurz am überlegen, ob er ihnen nicht zu steil wird – die Teile mit der Hexe zum Beispiel. Der Weg zu ihrer Hütte ist mit Statuten ausgelegt und man sieht natürlich, dass das früher Menschen waren. Und die Metapher von „zu Stein werden ohne Emotionen“ … ich war mir nicht sicher, ob sie das nicht verwirrt.

Absolutes Gegenteil: Die haben mir erklärt, was da passiert. „Schau mal, Papa! Die haben keine Gefühle mehr, drum sind sie zu Stein verwandelt. Weil, wer nichts mehr fühlt, der mag auch nichts mehr machen, sondern nur noch starr herumsitzen.“

Hola, die Waldfee (wie Snöfried denken würde). Und auch, wenn das Ende ein bisschen traurig ist, so ist es auch wunderschön. Und wenn dann die Kleine zum ersten Mal spricht – Tränen, sag ich nur. Tränen. Bei mir, nicht bei den Kindern.

„Die Melodie des Meeres“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut sehenswerte und märchenhafte, Punkte.

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Supergirl (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/01/supergirl-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/01/supergirl-2026-filmkritik/#respond Sat, 01 Aug 2026 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39095 Kara Zor-El (Milly Alcock) lebte auf Krypton, aber der Plant wurde zerstört. Ein Teil jedoch wurde vom Rest des Planeten unter einer Schutzhülle abgekoppelt und es gab Überlebende. Aber die Hülle hat ein Ablaufdatum, also schickt Karas Vater sie in … Weiterlesen

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Kara Zor-El (Milly Alcock) lebte auf Krypton, aber der Plant wurde zerstört. Ein Teil jedoch wurde vom Rest des Planeten unter einer Schutzhülle abgekoppelt und es gab Überlebende. Aber die Hülle hat ein Ablaufdatum, also schickt Karas Vater sie in einem Rettungsversuch mit einer Raumkapsel zu ihrem Cousin Kal-El zur Erde. Dort fühlt sich Kara aber nicht heimisch.

Aktuell hat sie Geburtstag. Den 23. Geburtstag, um genau zu sein. Und sie lässt sich treiben, feiert, macht Party – das Gefühl, die Erde sei ihre Heimat, hat sie noch nicht. Also ist sie unterwegs, nutzt Planeten mit roter Sonne (die ihr die Kräfte raubt) um sich ins Koma zu saufen und zu vergessen. Allein ihr Hund Krypto ist immer bei ihr.

Eines Tages trifft sie in einer Bar Ruthye (Eve Ridley), deren Eltern und Bruder von Krem (Matthias Schoenaerts) umgebracht wurden. Sie sucht nach Hilfe, denn sie will Krem finden und ihn töten. Dabei stellt sie sich jedoch eher ungeschickt an und so muss Kara einschreiten, um ihr zu helfen.

Ehe sie sich versieht, ist Krem mit ihrem Raumschiff auf und davon und Krypto tödlich verletzt. Er wurde vergiftet und sie hat nur ein paar Tage Zeit, um das Gegengift von Krem zu besorgen …

Gleich vorweg: Das mit Abstand Beste an Supergirl ist Milly Alcock. Wer also mit ihr in der Rolle als Kara Zor-El nichts anfangen kann, der oder die kann die Finger (bzw. die Augen) von dem Film lassen. Für diese Version der bekannten Figur ist sie die perfekte Besetzung – egal ob von der Art wie sie sich bewegt, ihre Blicke, ihre Mimik – das passt alles wunderbar. Das ist ab der ersten Sekunde genau dieses Supergirl, dass sich selbst verloren hat, Party macht, einen Sinn sucht und trotzdem irgendwie auch das Richtige tun will. Und Millie Alcock bringt das alles super rüber. Aus meiner Sicht hilfreich ist natürlich, dass sie meiner Ansicht nach kein Allerweltsgesicht besitzt, sondern gerade ihre Mundpartie ziemlich interessant aussieht. Das liest sich jetzt vielleicht komisch, aber wer die Trailer kennt weiß vermutlich, was ich meine. Kara Zor-Els Mundpartie ist quasi das Gegenstück zu Robocops Kinn. Sie erzählt die halbe Geschichte.

Und das ist auch notwendig, denn da hapert es bei diesem Film hier am allermeisten: an der Geschichte bzw. am Drehbuch. Und teilweise an der Green-Screen-Arbeit, aber dazu später mehr.

Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte sind ja die Figuren und ihre Beweggründe und auch wenn man sich bemüht, hier so etwas wie Charakterbögen zu schaffen – es gelingt einfach nicht. Gleiches gilt für eine Spannungskurve. Ich meine vom Setup her hat man ja schon mal frech bei „John Wick“ geklaut, was aber danach kommt, nun – das ist einfach schlecht im Ablauf. Die Szenen einzeln sind an sich gut und stimmig, was aber völlig – und ich meine völlig(!) – fehlt ist, ist das Gefühl der Dringlichkeit und der Sorge von Kara um Krypto.

Craig Gillespie schafft es als Regisseur nicht, irgendwelche Akzente zu setzen. Die emotionalen, humanen Momente ziehen sich zu lange und es gibt zu viel Bla-Bla und Exposition und quatschen über Gefühle. Die Action ist teilweise zu lang bzw. fühlt sie sich zu lange an, weil sie einfach nicht besonders toll ist. Und Momente, die emotional heftig hätten ausfallen sollen (aufgrund einer Entscheidung von Kara sterben direkt drei Personen), plätschern einfach so vorbei.

Da ist also einiges schiefgelaufen.

Das tut insofern doppelt weh, weil ich wirklich gehofft hatte, dass der Film gut wird. Mir hat Alcock von Anfang an in der Rolle gefallen und ich dachte mir, ja, das kann etwas werden. Dann kamen die Trailer und ich wurde skeptisch. Berechtigt, wie ich mittlerweile weiß.

Ich kann nicht mal den Finger richtig drauflegen, weil es einfach … so viel zu sagen geben würde. Die Choreografie ist langweilig. Die Schläge klingen heftig, aber es sieht einfach lahm aus. Wenn gegen Ende Supergirl dann herumfliegt und aufmischt, dann fand ich zwar die Idee mit der Zeitlupe und der Musik großartig – es sieht nur leider streckenweise halt ziemlich schlimm und schlecht gemacht aus. Schade. Wirklich schade.

Meines Erachtens ist da auch beim Schnitt einiges schiefgelaufen.

Dann zum Timing und der Spannungskurve: Wann immer der Film vom ersten Gang in den zweiten schalten will, fällt jemanden ein, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Flashback oder Gefühlsgespräche wäre. Und das zieht sich dann. Sosehr ich die Auftritte von Superman genossen habe – sie sind zu lang. Und an den falschen Stellen.

Jason Momoa wird ohnehin verschenkt – der hat zwar ein paar gute Momente, aber in Summe hätte die Figur keiner im Film gebraucht, Eve Ridley ist mehr nervig als sympathisch und alle anderen sind ohnehin irrelevant. Manche Szenen sind dreist aus der Star-Wars-Kantine geklaut und – apropos: Das ist auch ein wirklich guter Punkt: Das Make-Up-Department hat richtig gute Arbeit geleistet. Was hier herumkreucht und -fleucht. Hut ab! Das sieht alles richtig cool und gut aus.

Anders gesagt: Ich hätte den Film echt gern gemocht und würde hier gern schreiben, wie toll er ist. Ich kann’s nur nicht. Und wieder einmal das Tragische daran: Da steckt ein richtig guter Film drin (wenn man die Szenen in denen Kara ihre Kräfte verliert vielleicht um die Hälfte reduzieren würde und die andere Hälfte besser handlungstechnisch erklären), aber an dem wurde konsequent vorbei inszeniert und vorbei geschnitten. Wirklich, wirklich schade.

Vor allem für Milly Alcock, die mir in dieser Rolle tatsächlich richtig gut gefallen hat. Und natürlich Krypto. Aber der kommt im Film so wenig vor, dass man sich unweigerlich fragen muss, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre sich einen anderen Story-Aufhänger zu suchen, damit der Hund zumindest die Story retten kann. Aber – es hat nicht sein sollen.

Oh – und eine Frage: Wann können wir denn bitte mit dem Hollywood-Pseudo-Feminismus-für-Kinder aufhören? Ruthye ist da so ein Überbleibsel, welches echt nerven kann. „Warum ist er SuperMAN und du SuperGIRL?“ Mhm. Spart es euch einfach. Es findet niemand lustig und wie die Gleichstellung in Hollyood aussieht, wissen wir nicht erst seit Harvey Weinstein.

Aber zurück zu Gillspie: Ich fand ja „I, Tonya“ einen spannenden Film und „Lars And The Real Girl“ ist ja auch halbwegs bekannt. Vielleicht liegt das Problem darin – und je länger ich darüber nachdenke, des wahrscheinlicher kommt es mir vor -, dass Gillspie die Charaktermomente durchaus drauf hätte. Das sieht man an ja an seinen anderen Filmen. Was er halt scheinbar nicht so drauf hat, ist Action. Ohne die geht’s halt nicht in einem Superheld:innenfilm. Für mich also ein klarer Fall von falscher Regisseur für diesen Film. Ähnlich wie Nia DaCosta bei „The Marvels„. Nicht alle Independent-Regisseur:innen eignen sich für Blockbuster.

„Supergirl“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider nicht richtig abhebende, Punkte.

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Hoppers (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/30/hoppers-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/30/hoppers-filmkritik/#respond Tue, 30 Jun 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38978 Mabel liebt Tiere. Deshalb rettet sie diese auch gern – vor allem aus den Schullaboren. Und deshalb landet sie auch bei ihrer Großmutter. Die Eltern ziehen weg und Mabel bleibt bei ihrer Großmutter, die ihr beibringt ihren Jähzorn zu bezwingen, … Weiterlesen

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Mabel liebt Tiere. Deshalb rettet sie diese auch gern – vor allem aus den Schullaboren. Und deshalb landet sie auch bei ihrer Großmutter. Die Eltern ziehen weg und Mabel bleibt bei ihrer Großmutter, die ihr beibringt ihren Jähzorn zu bezwingen, indem sie ihr einen wundervollen Platz in der Natur zeigt.

Jahre später entdeckt Mabel, dass Bürgermeister Jerry eine Umfahrungsstraße bauen will – genau durch den Teich und ihren speziellen Platz. Das geht rechtlich leider, weil keine Tiere mehr dort leben. Was Mabel komisch vorkommt …

Da kommt eine geheime Erfindung der Schul-Wissenschaftler gerade recht, denn die haben eine Möglichkeit gefunden, seinen Geist in eine Tierattrappe zu übertragen. Und Mabel tut das – sie schlüpft in die Gestalt eines Bibers und macht sich auf den Weg, die Tiere zurückzubringen, denn nur diese können den Ort retten …

Ich habe seit Jahren keinen Pixar-Film mehr gesehen. „Hoppers“ habe ich ursprünglich nicht mal mitbekommen. Wir haben mit den Kindern einen Filmabend gemacht und auf Disney+ geguckt, was es gerade so gibt. Und tja – hier kommt „Hoppers“ ins Spiel.

Grundsätzlich ist der Film gelungen – er sieht gut aus, die Tiere sind cool gemacht und die paar Hauptfiguren sind witzig genug, dass es den Film zusammenhält. Die Handlung ist hauchdünn und natürlich ist das Ende zu zuckersüß um auch nur irgendwie wahr sein zu können, aber hey – Kinderfilm.

Auch wenn es ein paar Szenen gibt, die echt halbwegs irre sind – so übernimmt eine Bösewicht einmal einen Menschenroboter und dessen Mimik und Gestik sind hart grenzwertig. Fast schon ein wenig Horrorfilm. Lust für Erwachsene (erinnert an die Schabe in der Menschenhaut aus „MIB„), für Kinder heftig (aber nicht zu heftig).

Irgendwo habe ich gelesen, dass der Film der lustigste sei, den Pixar jemals gemacht hätten. Das kann ich für mich nicht bestätigen. Ja, ein paar Witze waren super. Vor allem ein paar wirklich dunkle Witze („Wichtig ist, dass wir noch leben …“, sagt der Regenwurm und die Sekunde drauf schnappt ihn der Vogel), haben mich abgeholt und ich musste schallend lachen. Natürlich zieht nicht jeder Witz8, aber wie erwähnt: Er bleibt unterhaltsam und spannend. Mabel ist eine coole Hauptfigur, die auch mal Mist bauen und daran wachsen darf.

Und die richtigen Helden sind ohnehin King George und die andern Tiere. Die Auftrittsdauer variiert zwar wenig, aber alle kommen mal zum Zug. Und King George wird euch richtig ans Herz wachen. Im Kern ist der die Hauptfigur und macht auch mit Mabel gemeinsam die größte Entwicklung durch. Ach, so ein lieber Otter.

Es ist übrigens natürlich wieder so, dass die – in meinen Augen – besten Witze und Szenen im Trailer sind („Willst du ihn noch immer essen?“ – „Nein. Jetzt ist es komisch.“ – find ich immer wieder großartig), aber der Film hat auch danaben noch genug Herz und Action, sodass alles funktioniert. Ein paar Szenen sind dann doch auch berührend – als zum Beispiel Mabel am Anfang Unterschriften für den Erhalt der Lichtung sammelt, dann bei einem alten Mann landet, ihm den ganzen Tag hilft und ihn zuquascht, bis sie am Abend bemerkt: Er hat sein Hörgerät ausgeschaltet gehabt. Aber er erbarmt sich und unterschreibt ihre Liste. Denkt sie. Als sie dann nachschaut, was dort steht, hat er ihr seine Einkaufsliste auf ihre Petition geschrieben.

Das sind halt Witze, die finde ich lustig. Meine Kinder haben glaube ich mehr gelacht, weil ich gelacht habe. Aber gut. Ist halt so.

Gegen Ende drückt man dann halt doch noch so richtig auf das Over-the-top-Gaspedal („Ich sag nur Haidi.“) und Absurdität, aber was hat man denn erwartet? Eben. Dazwischen sind halt viele kleine Gags, die mir besser gefallen („Woher hat er die Krone?“ – „DAS ist deine Frage?“) und die halt innerhalb eins Blinzeln vorbei sind. Man denke nur an das Ende des Bösewichts. Fand ich großartig, dauert aber keine Sekunde. Und erneut: Ich hab mich weggescheppert (in diesem Fall gemeinsam mit den Kindern, anstatt die Kinder meinetwegen).

Die Message des Films ist an sich super: Es gibt keine Tierwelt. Es gibt keine Menschenwelt. Es gibt nur eine gemeinsame Welt, weil es EIN Ökosystem ist.

„Hoppers“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, den Teich bzw. die Lichtung rettende, Punkte.

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Raya und der letzte Drache – Raya and the Last Dragon (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/#respond Sat, 20 Jun 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38827 Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden. Raya hat … Weiterlesen

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Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden.

Raya hat sich die Aufgabe gestellt, diese Scherben zu sammlen und die Welt wieder zu heilen. Der Grund ist simpel: Ihr Vater war der Wächter des Kristalls und es ist mehr oder weniger ihre Schuld, dass er zerbrochen ist …

Raya ist völlig zu Unrecht einer der ein wenig in Vergessenheit geratenen Disney-Filme, denn er ist tatsächlich einer der „besseren“ Filmen der neuen Diseny-Ära. Gemacht wurde er während der Pandemie (2021) und ist dann direkt im Streaming gelandet. Was Schade ist, denn wie gesagt: Der Film ist wirklich gelungen und zwar auf allen Ebenen.

Zum Einen ist Raya eine unheimlich sympathische Protagonistin, die keineswegs fehlerlos ist und bei immer alles funktioniert, sondern sie macht Fehler, sie lernt dazu und kommt so Schritt für Schritt weiter. Auch die Truppe, die sie um sich sammelt kann sich sehen lassen – das Räuberkind mit seiner Affenbande ist genial – ebenso der junge Nudelverlkäufer oder der Barbar mit dem goldenen Herzen. Großartig.

Dann kommen wir zum Drachen, der ja quasi die Hauptfigur im Film ist – Sisu. Der erinnert ziemilch an Mushu aus „Mulan“, aber das passt hier dennoch ganz gut, denn Sisu ist ebenfalls wirklich sympathisch. Natürlich funktioniert es ähnlich – sie ist nämlich keineswegs die mächtigste der Drachen, sondern sie ist halt die eine, die übrig blieb, weil die anderen – die was können – den Kristall machen mussten. Fand ich witzig. Auch ihr absolut unbrechenbarer Optimusmus und der Glauben an das Gute sind großartig und herzerwärmend.

Die Animationen sind astrein und wirklich eine Augenweide – ob es nun um die Städte, die Belichtung oder die Figuren geht – da passt alles super zusammen und sieht großartig aus. Wäre auch auf der großen Leinwand schön gewesen, aber leider – wie oben erwähnt: Streaming.

Was auch auffällt ist der Mangel an Gesangseinlagen, der mir persönlich doch entgegenkommt und ich kann nur festhalten, dass es ein Film für etwas ältere Kinder ist, da die Story doch ein paar sehr spannende Szenen hat. Und gerade das Ende – wo es wirklich aussieht als wäre alles verloren – könnte für kleinere Kinder ein wenig zu heftig sein. Ich fand es jedoch großartig. Das hat punktgenau ins Herz getroffen.

Es wird soweit ich weiß, auch keine Fortsetzung von „Raya“ geben, was ja auch schon mal toll ist. Ein Film auf sich allein und abgeschlossen. Alle Daumen hoch!

Ich kann also „Raya“ allen ans Herz legen, die eine zwar nicht ganz unbekannte oder noch nie irgendwie genutzte Geschichte erzählt, diese dafür mit einem tollen Charakterregiment anreichert, tolle Bilder und Action-Szenen bietet und eine absolut neues und frisches Setting für euch bereithält.

„Raya und der letzte Drache“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, trotz bekannter Zutaten ins Herz treffende, Punkte.

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Anaconda (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/11/anaconda-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/11/anaconda-2025-filmkritik/#respond Thu, 11 Jun 2026 05:32:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38791 Ronald (Paul Rudd) hat kein Glück mehr. Seitdem er seine Rolle in „SWAT“ verloren hat, bekommt er nur noch Mini-Jobs und von seinem letzten wurde er sogar gefeuert. Als er seinem besten Freund Doug (Jack Black) zum Geburtstag ein altes … Weiterlesen

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Ronald (Paul Rudd) hat kein Glück mehr. Seitdem er seine Rolle in „SWAT“ verloren hat, bekommt er nur noch Mini-Jobs und von seinem letzten wurde er sogar gefeuert. Als er seinem besten Freund Doug (Jack Black) zum Geburtstag ein altes Video schenkt, in welchem sie gemeinsam einen Action-Film gedreht haben, steht sein Entschluss fest: Er dreht ein Reboot zu ihrem Lieblingsfilm: Anaconda. Dazu braucht er ein Team und ein Drehbuch.

Nach kurzem Überlegen steigt Doug ein und ihre alten Kumpane sind auch wieder mit dabei – nicht lange danach findet man sich im Dschungel wieder, bereit, diesen Film zu drehen. Aber korrupte Goldgräber und eine wirklich, wirklich große Schlange machen der Sache einen Strich durch die Rechnung und bald wird nicht nur im Film ums Überleben gekämpft, sondern auch in der echten Welt …

Ob es wirklich notwendig war, eine Art Reboot von „Anaconda“ zu machen, muss jede:r für sich beurteilen – denn immerhin ist der Trashstreifen aus dem Jahr 1997 ein Kultfilm mit Ice Cube und Jennifer Lopez. Immerhin – so kann man vielleicht argumentieren – ist es kein richtiges Reboot, sondern eine Art „Legacy-Sequel“ oder wie immer man das mittlerweile nennt. Soll heißen: Ja, es tauchen zwei Schauspiele:innen aus dem 1997iger Film auf.

Vom Schauspiel her gibt es nicht groß was auszusetzten – Black („Kung Fu Panda„) und Rudd („Ghostbusters: Afterlife„) machen, was halt Black und Rudd machen, nur dieses Mal halt zusammen und die Chemie zwischen den beiden passt. Man glaubt ihnen die tiefe Freundschaft und auch Black ist wieder aus seinem „Minecraft“-Mode zu etwas ein wenig geerdeterer Schauspielerei zurückgekehrt. Thandie Newton habe ich schon ewig nicht mehr in einem Film gesehen – zumindest kann ich mich nur an sie erinnernals besten Teil von „Mission: Impossible II„. Passt auch. Steve Zahn kämpft sich mit super Mimik durch einen so-lala-Figur, die manchmal großartig ist und manchmal einfach für billige Witze herhalten muss. Selton Mello als Schlangenfänger Santiago reißt jede einzelne Szene in welcher er ist an sich – die Figur und wie sie gespielt ist: Großartig. Daniela Melchior aus Gunns „The Suicide Squad“ (und die tollste Figur darin) … war dabei. Die Rolle ist okay, aber die hätte man auch aus dem Film streichen können und man hätte nichts verpasst.

Ansonsten – nun, Tom Gormican nimmt sich Zeit, um seine Figuren zu etablieren und scheinbar hatte er auch vor die Filmindustrie mit ihren Remakes und Sequels und Reboots auf die Schippe zu nehmen, aber das gelingt nur bedingt. Es gibt ein paar gute Witze bezüglich der Entstehung eines Films und wenn man selbst schon Mal ein Filmbudget berechnen musste, dann fühlt man jeden einzelnen Moment davon und ja – sie stimmen alle. Ansonsten funktionieren ein paar der Witze gut, ein paar andere dafür in meinen Augen überhaupt nicht – vor allem eine Szene in der es um das „Anpinkeln“ einer Wunde geht – die war einfach zu lange und hatte dann keinerlei Konsequenz. Noch dazu war sie seltsam platziert und hätte man die aus dem Film genommen, dann wäre er dadurch besser geworden und niemand hätte gemerkt, dass sie überhaupt fehlt. Also ja, so eine Szene ist es – die nur aus dem Grund drin ist einen billigen Witz möglichst lange auszuschlachten.

Die Effekte sind in Ordnung. Der Subplot um die Goldgräber ist völlig unnötig und wenn es im dritten Akt dann zur Sache geht, dann ist alles viel zu sehr auf Hochglanz poliert, um irgendwie auch nur eine Sekunde Angst um die Figuren zu haben, aber das war ja wohl auch von Anfang an klar. Charakterentwicklung gibt es im Grunde keine, wozu auch? Ich erwähne das nur, weil es im Film mehrere Dialoge gibt, in welchen Filmregeln diskutiert werden und die Meinung, jeder Film müsse ein „Thema“ haben, wird als Fakt präsentiert. Für’s Protokoll: Mir ist nicht klar, welches das hier sein soll. Aber vielleicht ist das ja der Witz daran.

Die Schlange kommt zu kurz vor und wirklich bedrohlich ist sie nie – die Figuren sind gut beschützt durch die Plot-Armour und sterben tun nur andere. Auch das irgendwie zu erwarten.

Wenn das jetzt alles zu banal oder zu lustlos klingt: Der Film hat seine Momente. Wirklich witzige Szenen, die auch funktionieren – am besten eben die Kombination Black/Rudd – und eine oder zwei der Action-Sequenzen fühlen sich gut an (auch wenn hier die Plot-Armour fast schon aufsteht und dem Publikum winkt), aber es ist kein Film, der auch nur irgendwie in Erinnerung bleiben wird. Dazu ist er zu beliebig und austauschbar – und es steckt in Summe auch keine einzige wirklich großartige Idee drin. Ein Einmal-Nebenbei-an-einem-Regentag-ansehen-Film. Ich würde ihn sogar von der Atmosphäre her mehr als TV-Film als Kinofilm bezeichnen.

Ein wenig schade ist das in Summe schon, denn immerhin hat Tom Gormican mit „The Unbearable Weight Of Massive Talent“ mit Nicoles Cage und Pedro Pascal ja richtig abgeliefert. Das tut „Anaconda“ nicht. Aber so richtig rocken tut er auch nicht.

„Anaconda 2025“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, als nettes Gimmick einmal funktionierende, aber sicher nicht im Gedächtnis bleibende, Punkte.

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100% Wolf (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/#respond Tue, 05 May 2026 05:39:33 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38765 Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel … Weiterlesen

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Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel mag seinen Platz nicht hergeben und daher kommt es ihm sehr gelegen, als an Freddys „Tag der Verwandlung“ – also der Tag an dem Freddy sich das erste Mal in einen Werwolf verwandelt – etwas wirklich Schräges passiert.

Freddy wird nämlich nicht wirklich zu einem Werwolf … sondern zu einem Werpudel. Mit pinken Haaren. Und das führt zu allerlei Problemen …

Es gibt so Filme, nachdem man die gesehen hat, vermisst man die alten Pixar-Zeiten. Also, nicht so richtig vermissen, aber man versteht wieder einmal, dass es einen Unterschied macht, wie man eine Geschichte erzählt und wie sehr das Handwerk der Regie oder des Schnitts einen Film über den Durchschnitt heben können. Denn genau das ist „100% Wolf“.

Warum ich über Pixar schreibe? Weil „100% Wolf“ trotz der Inhaltsangabe kein Horrorfilm ist – ich nehme an spätestens beim Pudel war euch das klar -, sondern ein Animationsfilm für Kinder. Und für die hat er auch gut funktioniert. Der Film ist flott erzählt, relativ gut gemacht in Sachen Animation und die Witze sind meistens so, dass die Kinder lachen mussten und auch ich als Erwachsener musste hin und wieder schmunzeln.

Was halt wirklich auffällt – zumindest mir ist es bereits während dem Film aufgefallen – ist, dass Schnitt auch so manches kaputt machen kann. Der Film hat ein paar Szenen, bei denen es wirklich gut gewesen wäre am Ende einer Szene noch ein, zwei Sekunden zu zeigen, was passiert – einfach um das Geschehene nachwirken zu lassen. Oder an anderen Stellen den Enthüllungen ein wenig mehr Zeit zum „atmen“ zu geben. Da merkt dann schon, dass hier zwar Filmemacher am Werk waren, diese aber noch ein wenig Luft nach oben haben.

Das gilt auch für die Figuren, die am Papier alle sicher großartig gewesen sind. So gibt es zum Beispiel noch einen Menschen, der glaubt, dass Freddy entführt oder getötet wurde von Werwölfen und der deshalb Jagd auf sie macht. Oder die Hunde, die Freddy am Weg trifft und die ja eigentlich seine Feinde sein sollten – die haben alle Potential und ihre netten Eigenheiten, nur werden sie halt viel zu wenig genutzt. Das merkt man zum Beispiel an der Figur der Batty, die ja Freddys beste Freundin wird und die eine tragische Geschichte hat und man versteht als Zuseher (erwachsener Zuseher) sofort, wohin die Autor:innen mit der Figur wollten und welche Emotionen sie auslösen wollen – sie handeln nur alles zu rasch (und zu plakativ) ab.

Für Kinder, wie erwähnt, passt das. Es ist bunt, es ist Action, es ist lustig und man muss nicht viel nachdenken. Vielleicht guck ich mal ins 2009 erschienene Buch von Jayne Lyons, weil mich interessiert, ob das im Buch besser funktioniert und rüberkommt. Mal sehen. Der Film wurde jedenfalls nicht in Amerika, sondern in Australien produziert und im Original ehrt ihn Samara Weaving mit ihrer Synchronstimme. Ich kann allerdings nicht sagen, wie gut sie den Job macht, da ich mir den Film aufgrund der Kinder in deutscher Sprache ansehen „durfte“. Die Synchro war völlig in Ordnung.

Immerhin war der Film so erfolgreich, dass es einen zweiten Teil mit dem kreativen Titel „200% Wolf“ gibt und außerdem einen Serienableger „100% Wolf – die Legende vom Mondstein“ (Staffel 2 hat einen anderen Untertitel), aber meine Kinder haben weder jemals nach einer Fortsetzunge noch nach einer Serie gefragt – was sie üblicherweise machen, wenn ihnen Figuren oder Settings gefallen. Sagt ja auch schon was aus.

Die Formulierung „Einmal Ansehen, dann vergessen“, ist mehr oder weniger für diesen Film erfunden wurden. Unterhaltsam, ja. Aber nicht irgendwie Besonders.

„100% Wolf“ bekommt von mir 6,5 von 10, weil grundsätzlich gut gemachte, auch wenn Luft nach oben ist, Punkte.

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Die nackte Kanone aka The Naked Gun (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/#respond Thu, 30 Apr 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38759 Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der … Weiterlesen

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Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der Polizei als Selbstmord deklariert wurde, ihr keine Ruhe lässt – es ist nämlich ihr Bruder und sie ist sich sicher: Er wurde ermordet.

Gegen seinen Willen wir Frank also in einen Kriminalfall hineingezogenm, der weit größere Ausmaße annimmt, als er gedacht hat, denn er Unternehmer Richard Cane (Danny Huston) hat etwas erfunden, was Menschen auf Knopfdruck zu mordenden Bestien machen kann. Und er hat vor, das Ding in Kürze zu benutzen.

Aber Frank ist ihm auf der Spur …

Ein Remake bzw. ein Neuanfang der „Nackten Kanone“. Das muss man sich mal trauen und in meinen Augen sollte man sich sehr, sehr sicher sein, dass man mit den alten drei Filmen zumindest mithalten kann. Die ersten Trailer waren okay, aber haben mich nicht umgehauen. Und jetzt, wo ich den ganzen Film kenne, weiß ich: Ja, das gilt für den ganzen Film. Mit dem Bonus von ein paar Fremdschäm-Momenten sondergleichen.

Regisseur und (Mit)Drehbuchautor Akiva Schaffer kannte ich in erster Linie als Teil der „Musikgruppe“ The Lonely Island, wo er gemeinsam mit Andy Samberg („Popstar: Never stop never stopping„) und Jorma Taccone eben Musik macht. Völlig irre Texte inklusive. Und ganz viele Sexwitze. Aber wenn die Jungs ins Schwarze treffen, dann richtig. Ich denke da nur an „I Threw It On The Ground“ oder an „Jack Sparrow“. Großes Kino.

Dennoch: Die nackte Kanone? Hm. Naja. Ich sage mal so: Die Ansätze sind da, aber weder die Regie noch das Drehbuch, noch nicht mal Liam Neeson schaffen es, wirklich an den Humor und das anarische Gefühl der Original-Trilogie (von der Serie „Police Squad“ will ich noch nicht mal anfangen) anzuknüpfen. Es gibt ein paar Stellen an denen ich wirklich von Herzen laut lachen musste, aber die meisten Witze haben mir maximal ein Schmunzeln entlockt und es gibt mindestens genauso viele Fehlschläge wie Treffer.

Vor allem fehlen mir die ikonischen Momente, derer es in den Urpsrungsfilmen so viele gibt, Momente oder Aktionen, die wirklich hängenbleiben im Kopf und die man sich beim Beisammensitzen mit Freunden dann gegenseitig an den Kopf wirft und allein bei der Erinnerung schon lachen muss. Und ja, Liam Neeson ist kein Leslie Nielson. Das ist nun einmal so. Er gibt sein Bestes und streckenweise ist er die perfekte Besetzung für Frank Drebin Jr. Und hin und wieder wirkt er fehlplatziert.

Pamela Anderson als toughe Lady ist ebenfalls in Ordnung und spielt meines Erachtens auch besser als in ihren so genannten „ernsten Rollen“. Danny Huston ist super, wie eh und je, hat aber zu wenig zu tun und ist als Gegenspieler halt auch einfach zu einhundert Prozent austauschbar. Da hilft es auch nichts, wenn der Plot bzw. die Story ebenfalls geklaut ist – nämlich von „Kingsman„. Und dort funktioniert der gesamte Wahnsinn einfach um ein Vielfaches besser. Das hätte man besser vermeiden sollen. Wenn jemand einen Knopf drückt und Leute animalisch werden und durchdrehen, dann habe ich automatisch den Vergleich mit der Szene in der Kirche (ja, „Kingsman“) vor mir. Und wer bitteschön, will denn da mithalten können? Eben.

Dazu kommt, das manche Witze einfach zu langsam aufgebaut sind und das Timing nicht passt – ob das nun am Schauspiel oder am Schnitt liegt variiert je nach Witz und Szene. Aber in Summe – leider funktioniert es zu oft nicht. Auch die Absurdität der Szenen kommt irgendwie nicht so richtig rüber. Da wird zum Beispiel die Vorgesetzt von Frank (Chief Davis, gespielt von CCH Pounder) mitten in der Nacht geweckt und meint dann „Bringt mir sofort Drebbin hierher!“. Schnitt – Drebbin steht in ihrem Schlafzimmer und sie schimpft ihn. Absurd, ja. Aber es funktioniert nicht, weil der Wahnsinn so „nebenbei passiert“ und vor allem – es ist zu wenig(!) Wahnsinn. In der Szene zum Beispiel hätte es gebraucht, dass jemand Frank festnimmt, ins Polizeiquartier bringt, durch enge Gänge schleust, dann eine Tür im Polizeirevier öffnet und auf einmal stehen sie im Schlafzimmer vom Chief. Die Szenen sind da – der Aufbau passt nicht.

Und gegen Ende taucht dann eine Eule auf, die sich als Frank Drebin Sr. herausstellt – das war hochnotpeinlich in Summe. Und es gibt noch ein paar andere Szenen, die ich mehr peinlich als witzig fand, aber gut – das ist immer Geschmacksache. Ein paar Momente gibt es, die sich wie „früher“ anfühlen, aber bei weitem nicht genügend. Und ja, ich fand den Running Gag mit dem Kaffee toll – aber auch da: Die Pointe sitzt eher selten.

Dann gibt es noch eine Szene mit Bodycam – die war einfach viel zu lange und der Witz hat auch nicht so besonders funktioniert. Zumal der Täter sich dann ergeben hat, weil er wirklich gefilmt wurde. Hier wäre es zB viel besser gewesen, dass er aufgegeben hätte, weil er die Bodycam-Aufnahmen von Frank nicht mehr ertragen. Man hat sich also einfach viel zu wenig getraut.

In Summe okay, aber für mich kein wirklicher „Naked Gun“-Film. Schade eigentlich. Die Ansätze wären ja da gewesen.

„The Naked Gun“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung taugende, aber sicher nie Kult werdende, Punkte.#

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Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist nett und schließt sich ihnen gleich mal an.

Die Verstärkung ist auch gut, denn Bowser Junior, der seinen geschrumpften Vater aus dem Schloss von Peach und den Fängen von Mario und Luigi retten will, taucht auf und er entführt Rosalina. Diese hat die Macht das Universum zu verändern ist die Mutter aller Sterne. Bowser Junior will ihre Macht nutzen um seinen Papa stolz zu machen und bedroht damit mehr oder weniger das ganze Universum.

Das kann Peach nicht zulassen und sie macht sich mit Toad auf den Weg, um für Ordnung zu sorgen. Mario und Luigi und Yoshi bleiben derweil Zuhause und sorgen für Ruhe im Königreich. Oder zumindest haben sie das vor, denn Bowser Junior ist gewitzt und überfallt in deren Abwesenheit Peachs Schloss …

Es ist ja immer die Frage, was man sich von einer Videospielumsetzung erwartet. Viel Fanservice? Treue gegenüber den Figuren? Viele Referenzen auf die Spiele? Was ist es? Die Antwort ist auf alle Fragen: Ja. Will man auch eine gute Story? Das hängt wohl vom Spiel ab, würde ich mal meinen. Hätte „The Last Of Us“ funktioniert, wenn man eine andere Story genommen hätte? Wohl kaum. Das Spiel lebt von der Story. Hat der erste Super Mario-Film (also der animierte erste) funktioniert, weil die Story so toll war? Wohl eher nicht. Aber die Interaktion der Figuren war cool, die Optik ein Traum und alles war knallbunt, spaßig und einfach toll anzusehen. Ein Zuckerschock zum Ansehen, sozusagen. Mit viel Herz dabei.

Und beim zweiten Teil verhält es sich ähnlich, nur – das muss ich leider festhalten – mit weniger Herz. Denn die Story von „Galaxy“ ist kurz: Rosalina wird entführt. Peach macht sich auf, sie zu retten. Mario und Luigi und Yoshi folgen ihr. Punktum. Mehr ist da nicht. Und ich meine wirklich: Mehr ist da nicht.

Charaktermomente, wie es sie im ersten Teil gab, als zum Beispiel Luigi seinen Mut findet oder Donkey Kong und Mario sich nach und nach anfreunden – das ist hier alles nicht drin. Yoshi taucht auf – Toad beschwert sich, dass der jetzt einfach so als neuer bester Freund dabei ist. Und das war es dann auch schon. Das einzige, was man halbwegs als Charakterentwicklung bezeichnen könnte, ist die Entwicklung von Bowser selbst, der nämlich am Anfang unter Stockholm-Syndrom leidet und Mario und Luigi als seine neuen besten Freunde sieht. Aber das dauert nicht lange und sein Sohn holt sein altes Ich zurück.

Das war wirklich alles.

Aber mehr braucht es auch nicht. Der Film ist nämlich ebenfalls kunterbunt und wie ein Zuckerschock zum Ansehen. Der Weg von A nach B (also bis zur Rettung) ist nachvollziehbar und hat ein paar Stopps drin – wie das halt bei Heldenreisen üblich ist. Wieso diese Stopps passieren wird nicht lang erklärt, sondern die Sternentore mit denen man herumreist führen halt zu diesen Planeten und dort angekommen, muss man halt gucken, wie man weiter und näher ans Ziel kommt. Das geht immer recht flott und bunt und auch actionreich zu. Und macht gute Laune.

Die Witz-Dichte ist gesunken, der Actionanteil und vor allem die Anzahl der Anspielungen auf die Spiele – ist drastisch gestiegen. Aber – und das finde ich gut – es wirkt für mich weniger, wie hineingestopft, sondern passt irgendwie organisch dazu. Ich meine – natürlich gibt es Jump N Run-Passagen. Natürlich gibt es Power-Ups. Das passt schon alles zusammen und führt auch logisch (nach Videospiel-Logik) von A nach B nach C.

Und es macht einfach Spaß. Ist es simpel, billig und eigentlich fast schon faul, wenn es am Ende einen Abschnitt gibt, in welchem Mario mit Anhang einen Graben durchqueren muss, der von Feuerseilen und Blöcken blockiert wird und auf einmal die Kamera zur Seite dreht, dadurch eine 2D-Optik entsteht und dann der Film herauszoomt und man sieht, dass Bowser Junior die Fallen bedient und er das auf einem Bildschirm tut, der aussieht wie „Super Mario Land“? Ja. Das ist billig. Aber hey – es sieht auch richtig, richtig cool und gut aus.

Solche Gimmicks gibt es Zuhauf und der Film wurde tatsächlich nie langweilig. Dazu passiert zu viel. Allerdings sitzen auch nicht mehr alle Witze und generel – wie oben bereits geschrieben – das Herz war beim ersten Film deutlich mehr angesprochen als hier.

Auch, dass Peach einen neue Hintergrundstory bekommt ist wohl Geschmackssache. Mir war’s egal. Allerdings war das Ende wirklich follt vorbei. Fast ein wenig zu flott. Dafür sahen die Kampfpassagen mit Bowser Juniors Pinsel, der seine Gestalt verändern kann, richtig gut aus. Aus meiner Sicht gibt es für jedes Minus ein Plus oder wenn man es umdrehen mag, für jedes Plus ein Minus. Ein Meilenstein der Filmgeschichte – nein. Niemals. Hirnlose, witzige, harmlose Unterhaltung und eine große Verbeugung vor den kreativen Ideen und Welten der Spiele? Oh ja. Und das sage ich als jemand, der die meisten der Spiele nur von Hörensagen kennt. Aber sogar ich wusste großteils wo was her ist.

Einzig: Ich habe Donkey Kong und seine Bande vermisst. Der war im ersten Teil richtig cool. Und Yoshi ist (da er ja nicht redet) für mich kein ganzer Ersatz. Neuzugang Rosalina ist okay, spielt aber – abgesehen davon entführt zu werden – keine große Rolle im Film. Dafür ist der Zweikampf am Anfang mit ihr und einem Riesenroboter richtig cool.

Alles in allem: Eine solide Fortsetzung, die bunter und actionreicher ist, dafür das Herz und die Handlung vernachlässigt bzw. aufs nötigste reduziert. Kann man sich ansehen, ist unterhaltsam, aber man versäumt auch nichts, wenn man den Film ignoriert. Also alles beim Alten.

„The Super Mario Galaxy Film“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer eine Handlung oder Charakterentwicklung braucht, darf gerne 3 Punkte abziehen, Punkte.

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Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt aka How To Train Your Dragon 3: The Hidden World (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/11/drachenzaehmen-leicht-gemacht-3-die-geheime-welt-aka-how-to-train-your-dragon-3-the-hidden-world-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/11/drachenzaehmen-leicht-gemacht-3-die-geheime-welt-aka-how-to-train-your-dragon-3-the-hidden-world-filmkritik/#respond Sat, 11 Apr 2026 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38685 Nachdem Hiccup seine Unsicherheiten überwunden und Oberhaupt von Berk geworden ist, läuft alles eigentlich ziemlich gut. Sogar ein wenig zu gut, denn er und seine Freunde ziehen herum und halten Drachenjäger auf. Die Drachen, die sie befreien adoptieren sie sozusagen … Weiterlesen

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Nachdem Hiccup seine Unsicherheiten überwunden und Oberhaupt von Berk geworden ist, läuft alles eigentlich ziemlich gut. Sogar ein wenig zu gut, denn er und seine Freunde ziehen herum und halten Drachenjäger auf. Die Drachen, die sie befreien adoptieren sie sozusagen und geben ihnen Unterschlupft auf Berk. Das führt dazu, dass fast alle Drachen der Welt in Berk sind und der Platz eng wird.

Also tun sich die mächtigsten Drachenjäger zusammen und heuern Grimmel (F. Murray Abraham), einen alten, erfahrenen Drachenjäger an, der sich zum Ziel gesetzt hat, alle Nachtschatten der Welt zu fangen und zu töten. Und ist ein wenig schlimmerer Gegner als es Drago im Vorgängerfilm war, denn Grimmel – nun, der hat ein Hirn und einen Plan.

Kurz darauf glauben Hiccup und Toothless ihren Augen nicht zu trauen – es gibt tatsächlich ein weibliches Gegenstück zu Toothless, nämlich einen (wie sie ihn taufen) Tagschatten. Und das ist etwas völlig Neues: Toothless ist verliebt. Richtig verliebt. Und Hiccup muss sich wohl entscheiden, ob er seinen besten Freund genug liebt, um ihn ziehen zu lassen oder ob er ihn zu sehr braucht.

Oder alles ist Teil eines perfiden Plans, um den Nachtschatten zu fangen? Und was ist eigentlich mit dieser „geheimen Welt“, die Hiccups Vater früher immer erwähnt hat? Die geheime Welt der Drachen. Gibt es sie wirklich?

Vorweg – ich kenne die Bücher von Crowell „How To Train Your Dragon“ alle und ich finde sie großartig. Es gibt ein Buch, in welchem sie im Vorwort beichtet, dass jetzt ein Handlupngsstrang anfängt, vor dem sie sich immer gefürchtet hat, denn sie habe damals im allerersten Buch einen Fehler gemacht. Sie hat Hiccup das Vorwort schreiben lassen und dieser – ein alter Mann – meint, dass es, als er noch jung war, Drachen gegeben hat. Diese seinen nun aber aus einem bestimmten Grund alle weg. Und sie müsse jetzt damit anfangen, diesen Storyteil in die Wege zu leiten, was ihr sehr leid täte, aber es würde keinen Weg daran vorbei geben.

Auch wenn die ersten beiden Filme im Grunde Null mit der Handlung der Bücher zu tun haben – nämlich so wirklich gar nichts – so wurden doch Versatzstücke daraus übernommen, wie zum Beispiel die Rückkehr von Hiccups Mutter, viele der Namen der Figuren (auch wenn sie völlig anders aussehen und sich teilweise völlig anders verhalten als im Buch) oder das Setting per se (Drachen als Haustiere). Was sie daraus gemacht haben, war etwas völlig anderes und ich denke tatsächlich, dass das gut war. Denn die Handlungen der Bücher, nun, das wären keine Filme, das wären mehrere TV-Serien. Und Toothless wäre kein Nachtschaftten und niemand würde auf ihm reiten können und so vieles, was den ersten Teil besonders gemacht hat, wäre nicht da. Der zweite Teil war für mich eher ein Actionfest und die Charakterentwicklung von – egal welcher – Figur war quasi nicht vorhanden. Hiccups Mutter war schräg und die Sache mit Stoick … ah, das war nicht fein. Es drehte sich alles darum, zu lernen, sich wie ein Anführer zu verhalten. Und zwar für Hiccup als auch für Toothless. Und es gab Action, Action, Action.

Dieser Teil hier, der hat mich rein vom Trailer her am meisten von allen drei Filmen kalt gelassen. Ich habe ihn mir ehrlich gesagt nur angesehen, weil meine Kinder ihn gucken wollten.

Und ich bin absolut positiv überrascht gewesen. Was dem zweiten Teil an – meiner Ansicht nach – Charakterentwicklungen und -interaktionen fehlt, das ist hier Zuhauf vorhanden. Astrid und Hiccup – grandiose Dynamik. Grobian – super als neuer Mentor. Toothless und Hiccup – beste Freunde, das merkt man sofort. Und – womit ich auch nicht gerechnet hatte – die Liebesgeschichte zwischen Toothless und seiner Freundin – für die nimmt man sich richtig Zeit und die ist einfach herzig anzusehen. Wundervoll!

Dazu kommt der neue Bösewicht Grimmel – der hat nicht extrem viel Screentime, dafür ist jede Szene mit ihm genial. Der hat Hirn, der nutzt es, der genießt die Jagd und denkt nicht dran seinen Job ratzfatz auszuführen, sondern er genießt jede Sekunde davon. Er weiß ja, dass es der letzte Nachtschatten ist und er nie wieder einen jagen wird – großartig. Auch die Nebenfiguren bekommen zum großen Teil ihre Momente im Rampenlicht (nicht immer ein positives Rampenlicht) und optisch ist der Film einfach großartig.

Die Action ist gut in den Film eingestreut, macht Laune und ist nie zu lange um langweilig zu werden (wie im zweiten Teil), sondern fühlt sich immer frisch an und macht auch immer mächtig Spaß. Und dann – nach dem Schlusskampf da hatte ich nicht nur ein Mal, sondern gleich zwei Mal wirklich Tränen der Rührung in den Augen. Ui – das war herrlich. Nach dem aus meiner Sicht eher actionorientierten Teil sowas nachzuliefern – großartig.

Dean Deblois, der auch hier wieder die Regie über hatte und auch das Drehbuch geschrieben hat, hat ganze Arbeit geleistet und die gesamte Emotion, die man sich bei so einem Ende erwartet auch wirklich untergebracht. Und da funktioniert deshalb, weil man sich Zeit für die Figuren und die zwischenmenschlichen Momente nimmt. Und das auch nicht mit Worten von Cressida Crowells erstem Buch und den Worten von Hiccuk einzuleiten („als ich jung war, hatten wir Drachen …“) – super. Ganz, ganz großes Kino.

„Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, einen grandiosen, emotionalen Aschied darstellende, Punkte.

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Persona 5 Tactica (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/#respond Sat, 03 Jan 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38381 Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich … Weiterlesen

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Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich im Meta-Verse. Aber in einer Gegend, die sie nicht kennen und sie wissen auch nicht, wie sie dorthin gekommen sind.

Was aber gleich klar ist: Die Herrscherin dieser Welt – Marie – hat es in sich, denn bereits beim ersten Treffen werden ein Großteil der Phantom-Diebe einer Gehirnwäsche unterzogen und nur durch Glück und die Intervention einer Dame names Erina können Joker und Morgana entkommen.

Und dann geht es darum ihre Freunde zu befreien, rauszufinden was hier los ist, wie man hierher kam und wie man wieder nach Hause kommt …

Wie üblich: Ich war skeptisch. Nachdem man „Persona 5“ Jahre später eine verlängerte und verbesserte Version namens „Persona 5 Royal“ hinterhergeschoben hat, die sogar. zwei neue Charaktere einbaute bzw. ausbaute, war es irgendwie zu erwarten dass da noch mehr kommen würde. Und ja, da kam noch mehr. So gab es ein weiteres Spin-Off namens „Dancing in Starlight“ (ja, ein Tanzspiel) und einen richtigen Nachfolger innerhalb des „5er“-Universums, der die Rundenkämpfe mit Actionkämpfen ausgetauscht hat und auch die Story weitergeführt hat – „Persona 5 Strikers„.

Die Sache war für mich erledigt. Die Phantomdiebe hatten – meiner Ansicht nach – ausgedient.

Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich gelesen und entdeckt habe, dass es einen weiteren „Persona 5“-Ableger geben sollte. Und dieses Teil sollte noch dazu ein Taktik-Spiel werden und eine leichten Kawaii-Look (große Köpfe, kleine Körper, einfach niedlich). Ach – das konnte doch nix werden.

Doch tatsächlich fand ich „Tactica“ doch ziemlich unterhaltsam. Es braucht eine Weile bis es in Fahrt kommt, dann aber macht es richtig Laune. Es ist nämlich so: Ihr habt pro Kampf drei Figuren im Spiel. Die haben alle Fernwaffen und ihre Persona-Fähigkeiten. Jeder Person kann in einem bestimmte Radius ziehen und Fähigkeiten oder Waffen einsetzen.

Der Trick dabei ist – solange man keinen Angriff ausführt kann man auf dem Spielfeld hundertmal herumlaufen und zwischen den Figuren wechseln – jedoch immer nur in der begrenzten Reichweite. Was später, wenn dann Lifte, Schalter und andere Dinge ins Spiel kommen, noch wichtig wird.

Außerdem können eure Figuren (also auch die Gegner) in Deckung gehen – dazu reicht es, einfach neben einer Mauer oder so zu stehen. Da nehmen sie auch weniger Schaden und man kann sie nicht KO-Schlagen. Stehen sie aber frei, dann kann man sie niederschlagen und man darf einen zweiten Zug machen. Diese Fähigkeit wird später essentiell um zu gewinnen. Dazu kommt der Triple-Threat: Ein Dreieck zwischen euren drei Spielfiguren und ein paar weitere Vorgaben, dann werden auf Knopfdruck von eurem Team alle in dem Dreieck quasi umgepustet. Special-Attake, sozusagen.

Die regulären Missionen sind im Regelfall eher einfach – bis später halt, wo sie dann doch herausfordender werden. Die wirklich heftigen Aufgaben – aber auch die Orte, wo ihr die ganzen Taktiken und wie ihr diese nutzen könnt so richtig lernt – sind Nebenquests. Das sind richtige Puzzle in denen ihr meistens in einem einzigen(!) Zug eine Reihe von Gegner ausschalten müsst – oder eben andere Herausforderungen bei denen ihr beweisen müsst, dass ihr die Fähigkeiten verstanden habt.

Dann zur Story: Die braucht auch eine Weile, aber tatsächlich ist die richtig gut und emotional geworden. Das Ende wird dann extrem durchgeknallt und es gibt dann mal eine gute 30-minütige Pause in denen elendig lange erklärt wird, was jetzt passiert ist und wer eigentlich der „Oberboss“ ist. Hätte ich nicht gebraucht, hätte man sicher auch besser lösen können, aber okay. Das Ende selbst ist dann wieder gut gelungen und es gibt sogar eine „Post-Credits-Szene“, die mir wirklich ans Herz ging.

Auch die neuen Figuren Thoshiro und Erina sind perfekt – zum Glück, denn um diese beiden dreht sich die komplette Story. Wer sie sind, warum sie sind wo sie sind, was sie personifizieren und wie sie sich entwicklen. Und wie gesagt: Ja. Hat für mich gut funktioniert.

Alles in allem war ich also wirklich gut unterhalten, die Gefechte waren teilweise anspruchsvoll, aber nicht frustig, die Optik hat mir nach einer Weile gut gefallen, die Zwischensequenzen haben richtiges Zeichentrickfilm-Niveau und die Story hat mich – wenn sie dann mal richtig losging – doch mitgerissen.

„Persona 5 Tactica“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut im Persona 5-Universum funktionierende, Punkte.

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