fireagent | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Tue, 05 May 2026 05:41:21 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 100% Wolf (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/#respond Tue, 05 May 2026 05:39:33 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38765 Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel … Weiterlesen

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Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel mag seinen Platz nicht hergeben und daher kommt es ihm sehr gelegen, als an Freddys „Tag der Verwandlung“ – also der Tag an dem Freddy sich das erste Mal in einen Werwolf verwandelt – etwas wirklich Schräges passiert.

Freddy wird nämlich nicht wirklich zu einem Werwolf … sondern zu einem Werpudel. Mit pinken Haaren. Und das führt zu allerlei Problemen …

Es gibt so Filme, nachdem man die gesehen hat, vermisst man die alten Pixar-Zeiten. Also, nicht so richtig vermissen, aber man versteht wieder einmal, dass es einen Unterschied macht, wie man eine Geschichte erzählt und wie sehr das Handwerk der Regie oder des Schnitts einen Film über den Durchschnitt heben können. Denn genau das ist „100% Wolf“.

Warum ich über Pixar schreibe? Weil „100% Wolf“ trotz der Inhaltsangabe kein Horrorfilm ist – ich nehme an spätestens beim Pudel war euch das klar -, sondern ein Animationsfilm für Kinder. Und für die hat er auch gut funktioniert. Der Film ist flott erzählt, relativ gut gemacht in Sachen Animation und die Witze sind meistens so, dass die Kinder lachen mussten und auch ich als Erwachsener musste hin und wieder schmunzeln.

Was halt wirklich auffällt – zumindest mir ist es bereits während dem Film aufgefallen – ist, dass Schnitt auch so manches kaputt machen kann. Der Film hat ein paar Szenen, bei denen es wirklich gut gewesen wäre am Ende einer Szene noch ein, zwei Sekunden zu zeigen, was passiert – einfach um das Geschehene nachwirken zu lassen. Oder an anderen Stellen den Enthüllungen ein wenig mehr Zeit zum „atmen“ zu geben. Da merkt dann schon, dass hier zwar Filmemacher am Werk waren, diese aber noch ein wenig Luft nach oben haben.

Das gilt auch für die Figuren, die am Papier alle sicher großartig gewesen sind. So gibt es zum Beispiel noch einen Menschen, der glaubt, dass Freddy entführt oder getötet wurde von Werwölfen und der deshalb Jagd auf sie macht. Oder die Hunde, die Freddy am Weg trifft und die ja eigentlich seine Feinde sein sollten – die haben alle Potential und ihre netten Eigenheiten, nur werden sie halt viel zu wenig genutzt. Das merkt man zum Beispiel an der Figur der Batty, die ja Freddys beste Freundin wird und die eine tragische Geschichte hat und man versteht als Zuseher (erwachsener Zuseher) sofort, wohin die Autor:innen mit der Figur wollten und welche Emotionen sie auslösen wollen – sie handeln nur alles zu rasch (und zu plakativ) ab.

Für Kinder, wie erwähnt, passt das. Es ist bunt, es ist Action, es ist lustig und man muss nicht viel nachdenken. Vielleicht guck ich mal ins 2009 erschienene Buch von Jayne Lyons, weil mich interessiert, ob das im Buch besser funktioniert und rüberkommt. Mal sehen. Der Film wurde jedenfalls nicht in Amerika, sondern in Australien produziert und im Original ehrt ihn Samara Weaving mit ihrer Synchronstimme. Ich kann allerdings nicht sagen, wie gut sie den Job macht, da ich mir den Film aufgrund der Kinder in deutscher Sprache ansehen „durfte“. Die Synchro war völlig in Ordnung.

Immerhin war der Film so erfolgreich, dass es einen zweiten Teil mit dem kreativen Titel „200% Wolf“ gibt und außerdem einen Serienableger „100% Wolf – die Legende vom Mondstein“ (Staffel 2 hat einen anderen Untertitel), aber meine Kinder haben weder jemals nach einer Fortsetzunge noch nach einer Serie gefragt – was sie üblicherweise machen, wenn ihnen Figuren oder Settings gefallen. Sagt ja auch schon was aus.

Die Formulierung „Einmal Ansehen, dann vergessen“, ist mehr oder weniger für diesen Film erfunden wurden. Unterhaltsam, ja. Aber nicht irgendwie Besonders.

„100% Wolf“ bekommt von mir 6,5 von 10, weil grundsätzlich gut gemachte, auch wenn Luft nach oben ist, Punkte.

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Die nackte Kanone aka The Naked Gun (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/#respond Thu, 30 Apr 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38759 Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der … Weiterlesen

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Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der Polizei als Selbstmord deklariert wurde, ihr keine Ruhe lässt – es ist nämlich ihr Bruder und sie ist sich sicher: Er wurde ermordet.

Gegen seinen Willen wir Frank also in einen Kriminalfall hineingezogenm, der weit größere Ausmaße annimmt, als er gedacht hat, denn er Unternehmer Richard Cane (Danny Huston) hat etwas erfunden, was Menschen auf Knopfdruck zu mordenden Bestien machen kann. Und er hat vor, das Ding in Kürze zu benutzen.

Aber Frank ist ihm auf der Spur …

Ein Remake bzw. ein Neuanfang der „Nackten Kanone“. Das muss man sich mal trauen und in meinen Augen sollte man sich sehr, sehr sicher sein, dass man mit den alten drei Filmen zumindest mithalten kann. Die ersten Trailer waren okay, aber haben mich nicht umgehauen. Und jetzt, wo ich den ganzen Film kenne, weiß ich: Ja, das gilt für den ganzen Film. Mit dem Bonus von ein paar Fremdschäm-Momenten sondergleichen.

Regisseur und (Mit)Drehbuchautor Akiva Schaffer kannte ich in erster Linie als Teil der „Musikgruppe“ The Lonely Island, wo er gemeinsam mit Andy Samberg („Popstar: Never stop never stopping„) und Jorma Taccone eben Musik macht. Völlig irre Texte inklusive. Und ganz viele Sexwitze. Aber wenn die Jungs ins Schwarze treffen, dann richtig. Ich denke da nur an „I Threw It On The Ground“ oder an „Jack Sparrow“. Großes Kino.

Dennoch: Die nackte Kanone? Hm. Naja. Ich sage mal so: Die Ansätze sind da, aber weder die Regie noch das Drehbuch, noch nicht mal Liam Neeson schaffen es, wirklich an den Humor und das anarische Gefühl der Original-Trilogie (von der Serie „Police Squad“ will ich noch nicht mal anfangen) anzuknüpfen. Es gibt ein paar Stellen an denen ich wirklich von Herzen laut lachen musste, aber die meisten Witze haben mir maximal ein Schmunzeln entlockt und es gibt mindestens genauso viele Fehlschläge wie Treffer.

Vor allem fehlen mir die ikonischen Momente, derer es in den Urpsrungsfilmen so viele gibt, Momente oder Aktionen, die wirklich hängenbleiben im Kopf und die man sich beim Beisammensitzen mit Freunden dann gegenseitig an den Kopf wirft und allein bei der Erinnerung schon lachen muss. Und ja, Liam Neeson ist kein Leslie Nielson. Das ist nun einmal so. Er gibt sein Bestes und streckenweise ist er die perfekte Besetzung für Frank Drebin Jr. Und hin und wieder wirkt er fehlplatziert.

Pamela Anderson als toughe Lady ist ebenfalls in Ordnung und spielt meines Erachtens auch besser als in ihren so genannten „ernsten Rollen“. Danny Huston ist super, wie eh und je, hat aber zu wenig zu tun und ist als Gegenspieler halt auch einfach zu einhundert Prozent austauschbar. Da hilft es auch nichts, wenn der Plot bzw. die Story ebenfalls geklaut ist – nämlich von „Kingsman„. Und dort funktioniert der gesamte Wahnsinn einfach um ein Vielfaches besser. Das hätte man besser vermeiden sollen. Wenn jemand einen Knopf drückt und Leute animalisch werden und durchdrehen, dann habe ich automatisch den Vergleich mit der Szene in der Kirche (ja, „Kingsman“) vor mir. Und wer bitteschön, will denn da mithalten können? Eben.

Dazu kommt, das manche Witze einfach zu langsam aufgebaut sind und das Timing nicht passt – ob das nun am Schauspiel oder am Schnitt liegt variiert je nach Witz und Szene. Aber in Summe – leider funktioniert es zu oft nicht. Auch die Absurdität der Szenen kommt irgendwie nicht so richtig rüber. Da wird zum Beispiel die Vorgesetzt von Frank (Chief Davis, gespielt von CCH Pounder) mitten in der Nacht geweckt und meint dann „Bringt mir sofort Drebbin hierher!“. Schnitt – Drebbin steht in ihrem Schlafzimmer und sie schimpft ihn. Absurd, ja. Aber es funktioniert nicht, weil der Wahnsinn so „nebenbei passiert“ und vor allem – es ist zu wenig(!) Wahnsinn. In der Szene zum Beispiel hätte es gebraucht, dass jemand Frank festnimmt, ins Polizeiquartier bringt, durch enge Gänge schleust, dann eine Tür im Polizeirevier öffnet und auf einmal stehen sie im Schlafzimmer vom Chief. Die Szenen sind da – der Aufbau passt nicht.

Und gegen Ende taucht dann eine Eule auf, die sich als Frank Drebin Sr. herausstellt – das war hochnotpeinlich in Summe. Und es gibt noch ein paar andere Szenen, die ich mehr peinlich als witzig fand, aber gut – das ist immer Geschmacksache. Ein paar Momente gibt es, die sich wie „früher“ anfühlen, aber bei weitem nicht genügend. Und ja, ich fand den Running Gag mit dem Kaffee toll – aber auch da: Die Pointe sitzt eher selten.

Dann gibt es noch eine Szene mit Bodycam – die war einfach viel zu lange und der Witz hat auch nicht so besonders funktioniert. Zumal der Täter sich dann ergeben hat, weil er wirklich gefilmt wurde. Hier wäre es zB viel besser gewesen, dass er aufgegeben hätte, weil er die Bodycam-Aufnahmen von Frank nicht mehr ertragen. Man hat sich also einfach viel zu wenig getraut.

In Summe okay, aber für mich kein wirklicher „Naked Gun“-Film. Schade eigentlich. Die Ansätze wären ja da gewesen.

„The Naked Gun“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung taugende, aber sicher nie Kult werdende, Punkte.#

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Marvel’s Spider-Man 2 (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/25/marvels-spider-man-2-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/25/marvels-spider-man-2-game-review/#respond Sat, 25 Apr 2026 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38745 Ja, New York hat es gut – es gibt nicht mehr nur einen Spider-Man (oder Spider Man oder Spiderman), sondern sogar zwei. Miles Morales und Peter Parker haben sich zusammengetan und sorgen für Recht und Ordnung in der Stadt – … Weiterlesen

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Ja, New York hat es gut – es gibt nicht mehr nur einen Spider-Man (oder Spider Man oder Spiderman), sondern sogar zwei. Miles Morales und Peter Parker haben sich zusammengetan und sorgen für Recht und Ordnung in der Stadt – und haben dabei immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Aber nicht alles ist eitel wonne, denn Miles muss seine Bewerbung für das College verfassen und hängt dabei ziemlich in der Luft. Dabei ist es für seine Zukunft extrem wichtig.

Peter hat einen neuen Job als Lehrer, aber seine Aufgabe als Spider-Man bringt Probleme und Abwesenheiten und kurz darauf landet er in der Emily-May-Foundation. Sein alter Freund Harry Osborne hat diese von seinem Vater quasi geschenkt bekommen, denn Harry ist spannenderweise nach langer Krankheit genesen. Auch Mary Jane hat Probleme, denn sie ist bedroht ihren Job zu verlieren und kann diesen nur halten, wenn sie fragwürdige Artikel über die Bedrohnung durch Spider-Man schreibt – wohl wissen, dass dies ihr Lebensgefährte Peter ist.

All das tritt aber in den Hintergrund, als Sandman plötzlich auftaucht und die Stadt fast in Schutt und Asche legt. Aber er ist gar nicht das Problem – sondern das Problem hat den Namen Kraven. Der ist ein Jäger, auf der Suche nach der ultimativen Jagd – immer mit dem Wunsch jemand zu finden, der ihm das Wasser reichen und einen glorreichen Tod bieten kann.

Kraven ist auf New York aufgrund all der Bösewichte aufmerksam geworden und versucht dort seinen Meister zu finden. Dabei schreckt er auch vor brutalen Mitteln nicht zurück. Mit dabei hat er seine Jäger und ganz viel High-Tech, die ihn bei der Suche und er Jagd unterstützen.

Als sich dann auch noch herausstellt, dass Harrys Genesung mit einem „Anzug“ zu tun hat, der es ihm erlaubt sich in Dinge zu verwandeln, die er sich vorstellt, da beginnt erst die richtige Talfahrt, denn der Anzug ist kein Anzug, sondern ein außerirdisches Wesen und wer Spider-Man kennt, der oder die weiß natürlich, von wem die Rede ist …

Die Story von „Spider-Man 2“ zu erzählen oder kurz zu fassen ist fast nicht möglich. Die Einleitung oben unterschlägt im Grunde eine Dinge und Entwicklungen. Diese Story und die damit verbundenen Set-Pieces und geskripteten Missionen und Bosskämpfe sind es auch, die Spider-Man 2 gleichzeitig großartig und dann doch nicht ganz so großartig sein lassen. Vor allem die doppleten Hauptfiguren (die man, von den Hauptmissionen und jeweils auf eine Figur zugeschnittenen Nebenmissionen) stellen sich als Fluch und Segen gleichzeitig heraus.

So viel Spaß es macht, mit den beiden unterwegs zu sein und so gut die beiden auf sich allein gestellt in ihren jeweiligen eigenen Spielen „Marvel’s Spider-Man“ und „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“ funktioniert haben, so ergibt sich hier ein Problem: Nämlich, dass die Screentime auf beide Figuren (und noch ein paar andere) aufgeteilt werden muss und es nie so richtig klar ist, um wen es jetzt geht bzw. der Fokus der Story hin und her springt. Wenn man entgegenkommend ist, dann könnte man sagen, es geht um die Beziehung der beiden zueinander und was der eine für den anderen und umgekehrt bedeutet, aber ganz im ernst: Dazu ist die Sache dann zu oberflächlich.

Wobei alles in Summe Spaß macht, das muss ich auf jeden Fall anmerken und zugeben. Und die eine oder andere Wendung oder Story-Entwicklung habe ich nicht kommen gesehen – so zum Beispiel das Auftauchen von Mr. Negative und dessen Geschichte mit Miles und wie diese ausgeht. Das hat mich extrem positiv überrascht. Oder wie sie Dr. Connors wieder zu Lizard machen und der Showdown bzw. die Verfolgungsjagd und vor allem der Aufbau bis man ihn zum ersten Mal sieht … das ist ganz, ganz großes Kino.

Und das gilt eigentlich für alle inszenierten Missionen und Story-Highlights. Das ist Bombast, da fliegen die Fetzen und das Gameplay geht geschmeidgst von der Hand. Da ist man im Moment, da funktioniert alles super. Nur … wenn dann der nächste Bombast-Event da ist, hat man den nächsten schon vergessen. Vor lauter „High“ hat man meiner Ansicht nach ein wenig auf das „Low“ vergessen. Oder anders gesagt: Bei all der Action bleibt das Herz ein wenig im Hintergrund.

Im Kopf und im Hirn verstehe ich die Konflikte der Figuren, sehe, wie sehr Peter sich bemüht, merke, wie stark Miles sich in seine Spider-Man-Persona flüchtet, weil der Stress mit dem College ihn überfordert. Ich sehe, wie sehr Peter und er sich entfremden, weil beide ihre eigenen Probleme haben und warum Peter nicht für ihn da sein kann und Miles das nicht versteht. Ich verstehe, warum Harry für Peter so wichtig ist (und das hier ist die beste Version von Harry Osborne, die ich in irgendeinem Medium gesehen habe – er ist einfach ein absolut aus tiefstem Herzen überzeugter netter Kerl. Den muss man gern haben), wie Peter durch die Wirkung von Venom aggressiver wird und so weiter.
Das alles sehe, spiele und verstehe ich.

Aber ich spüre es nicht.

Die größte Emotion, die ich im Spiel hatte war, „sieht das großartig aus“ oder „Wow, das hat jetzt gerockt“. Aber wirkliche Emotionen im Sinne von Betroffenheit oder ähnliches? Nein. Da war nichts.

Das mag auch daran liegen, dass eigentlich völlig klar ist, wie die Sache ausgeht und was alles passieren muss – die Story also trotzdem zu 100% vorhersehbar ist. Und von der Inszenierung her, ist die Sache schon richtig gut gemacht, man merkt aber die gesamte Zeit über, dass es um Bombast und Reaktionen wie „Ui, schau mal!“ geht und nicht darum irgendwie das Herz zu erreichen. Ja, es gibt einzelne Szenen, das wäre man auf dem richtigen Weg – biegt dann aber falsch ab.

Nichtsdestotrotz hat mich die Story am Ball gehalten und das ist wirklich Jammern auf ganz hohem Niveau. Alles ist nachvollziehbar und im Grunde wirklich gut gemacht. Von der Menge an Geschichten und Figuren hat man sich allerdings ein wenig überhoben. Das merkt man bei der Auflösung mancher Nebenmissions-Reihen oder schlichtweg daran, dass es welche gibt, die überhaupt nicht aufgelöst werden (zB die sehr starke Andeutung des Feuer-Kults und Carnage). Da hatte ich hin und wieder das Gefühl, dass jemand einen DLC angedacht gehabt hätte, der dann doch nicht gekommen ist. Aber – soll sein. Das Paket an sich ist stimmig und ja – es wird natürlich nach den End-Credits ein dritte Teil angekündigt.

Ein wenig problematisch sehe ich dann doch, dass das gesamte Spiel eigentlich zu 100% auf die Action und die Kämpfe ausgelegt ist. Es gibt zwischendurch vereinzelte, kurze Pausen, aber in Summe: Action. Acion. Action. Mir wären ein paar ruhigere Momente lieber gewesen, oder mehr Zeit für Charakterentwicklungen, gerade, wenn es nach zwei Dritteln eine Storywendung gibt, welche den Antagonisten austauscht und New York eine völlig neue Kulisse verleiht (die in der Form nie erklärt wird, auch die verschiedenen Symbionten werden nie erklärt), dann hätte ich da gern ein wenig mehr gespürt. So war es mehr ein „Aha. Ok. Na dann.“

Optisch gibt es fast nichts zu meckern – die Stadt sieht großartig aus, ist belebt und die Lichtstimmungen sind ein Hammer. Alles in allem kann ich nur sagen: Grafisch ist das hier oberste Liga. Auch die Animationen der Spinnenmänner sind ein Hammer. Und die Schreiberlinge haben auch alles richtig gemacht bei den Telefonaten oder Konversationen zwischen den Figuren, die nebenbei passieren oder bei den Radiobeiträgen, etc. Ich hatte das gesamte Spiel keine einzige Textzeile, die sich wiederholt hat – und das bei zwei(!) Spielfiguren, die eigentilch die gesamte(!) Zeit über immer quatschen. Und ich meine IMMER! Der Tonfall und der Humor sind gut getroffen. Man merkt auch absolut die Unterschiede im Charakter von Miles und Peter – das ist alles wirklich gut gelungen. Absoluter Respekt!

Ein Thema bei dem ich mir wirklich überlegt habe, ob ich was dazu schreiben soll oder nicht, ist die Optik der Figuren. Während viele (Norman Osborne, Kraven, Venom) super aussehen, so gab es meinem Empfinden nach bei Peter und Mary Jane eine Verschlechterung. Peter hat ein neues Design (welches ja im Remake des ersten Teils schon eingeführt wurde) und das kann man mögen, muss man aber nicht. Was Mary Jane betrifft … die war im ersten Spiel eine junge, hübsche Frau – im zweiten Teil ist sie … ich weiß es nicht. „Uncanny“ beschreibt es für mich am besten. Sie ist nicht häßlich, aber auch nicht schön – irgendwas an ihrer Optik hat mich einfach irritiert. Und zwar nicht einmal, sondern immer und jedes Mal wieder, wenn sie im Bild war. Ich kann es nicht festmachen. Ganz schlimm finde ich es, wenn sie beim Herumschwingen in New York Peter oder Miles anruft und man ihr Portrait im Bild unten sieht. Meine Frau hat lakonisch gemeint, als sie das Bild gesehen hat: „Was ist das denn? Soll das eine Frau sein?“

Also, ja. An diese Optik habe ich mich die gesamte Zeit über nicht gewöhnt. Und bei manchen potentiell emotionalen Momenten hab ich mich dabei erwischt, wie ich überlegt habe, was mich an ihrem Gesicht so stört, anstatt zuzuhören, was sie gerade sagt. Da können die Macher:innen noch so darauf beharren, dass es das gleiche Gesichtsmodell wie im ersten Teil ist – trotzdem ist da irgendwas schiefgegangen. Das finde ich insofern schrägt, weil Mary Jane ein Dreh- und Angelpunkt in der Story ist und ich verstehe nich, warum ich eine Figur, die so oft vorkommt und so wichtig ist, in einer Art präsentiere, die tatsächlich vom Spiel und der Story ablenkt. Und ja, es gibt wieder kurze Teile, in denen man Mary Jane spielt, die sind in Ordnung und funktionieren auch gut (auch wenn sie ein wenig overpowert ist, wie man das heutzutage sagt).

Die Kämpfe flutschen und die Kräfte, die man bekommt, verändern im Kern nicht viel. Es macht Spaß, man kommt rasch in den Flow und man passt sich halt an die jeweils aktuellen Gegner an, weil manche verschiedene Taktiken erfordern anstatt nur draufzuhauen. Geht in Ordnung und hat wirklich Spaß gemacht. Vom reinen Gameplay her gibt es aus meiner Sicht genau NULL zum meckern. Das Schwingen macht noch genauso Spaß wie eh und je und die neuen Web-Suits machen Spaß. Alles paletti.

Ein letzter Absatz zur Story: Ich weiß, viele fanden den Story-Teil mit Kraven unnötig und hätten gern mehr Venom gesehen. Verstehe ich. Bei mir war allerdings umgekehrt. Der Teil mit Kraven und allem was dazu gehört war für mich der gute, starke und mitreissende Teil. Ab dem Zeitpunkt an dem Venom dann auftaucht (von der grandiose Einführung abgesehen) war der Punkt, an dem das Spiel stark nachgelassen hat. Da ging dann vieles zu schnell an Entwicklung und Geschehnissen und andererseits hat man andere Momente (das Finale) einfach zu stark gestreckt und im Versuch im Bombast immer noch eins drauzusetzen einfach ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Aber auch das: Jammern auf hohem Niveau.

Alles in allem: Ich kann Marvel’s Spider-Man 2 allen, die auch nur ein klein wenig Interesse an Superheldenspielen oder Spider-Man (egal an welchem) hat, klar empfehlen und ans Herz legen. Bei all meiner Kritik an der Story und dem Pacing und dem Mangel an Emotionen – das hier ist immer noch verdammt großartig.

„Marvel’s Spider-Man 2“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, größer, weiter, lauter, bombastischer, mehr, aber nicht unbedingt besser als die Vorgänger seiende, Punkte.

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Sinners (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/#respond Tue, 21 Apr 2026 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38721 Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. … Weiterlesen

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Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. Sie mieten einen alten, großen Stall und rekrutieren alte Bekannte und Liebschaften, um die Bude zum Laufen zu bringen. Mit dabei haben sie auch Jedidiah (Saul Williams), denn er spielt super Gitarre und singt großartig. Alles läuft gut.

Nur – nicht allzu weit entfernt flieht ein irischer, verletzter Mann vor Indianer und versteckt sich im Haus von freundlichen Farmern. Als jedoch die Nacht hereinbricht, stellt sich rasch heraus, dass das ein Fehler war. Die Indianer haben sie gewarnt: Der Kerl ist gefährlich und ein Monster. Und die meinten das wortwörtlich: Der Flüchtling ist nämlich ein Vampir.

Und als der Typ (mit seinen neuen zwei Jüngern) die Musik von Stall hört, da will er mitmachen. Primär, weil er seine Mann- und Frauschaft vergrößern möchte. Aber Smoke lässt ihn nicht rein. Was kein Problem ist, denn er kann warten – irgendwann muss ja schließlich jemand rauskommen …

„Sinners“ hat ja einen nicht gerade unbekannten Rekord aufgestellt: Es ist der für die meisten Oscars nominierte Film überhaupt. Mehr als „Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ oder „Titanic“ oder „Citizen Kane“. Und gleich vorweg: Nein. Das ist meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt. Meiner Ansicht nach haben die Oscars damit vollständig bewiesen, dass sie Oscars ein Politikum sind. Nicht, dass wir das nicht schon wussten, aber das war für mich der letzte Beweis.

Das klingt jetzt als würde ich „Sinners“ nicht gut finden – aber das stimmt nicht. Der Film ist gut, sogar richtig gut. Vor allem die erste Stunde als die Figuren eingeführt werden und Smoke und Stack ihre alten Bekannten besuchen. Da gibt es eine großartige Szene, welche das „Aufpassen auf mein Auto“ betrifft und die Reaktion auf eine leichte … Ehrverletzung. Super Szenen. Großartig. Erinnert ein wenig an „Der Pate“ in seiner Konsequenz und macht neugierig, was hier noch so alles passieren wird.

Die erste Stunde, wie gesagt: Ganz großes Kino mit super Performances und grandioser, richtig guter Blues-Musik. Hammer.

Dann taucht der Vampir auf – und sein Auftauchen ist auch noch cool. Auch das erste Aufeinandertreffen ist ziemlich cool. Aber je länger der Film dauert, desto mehr verliert er. Die Vorgänge im Stall sind absolut vorhersehbar und man weiß eigentlich wirklich schon, was alles passieren wird. Das einzige, was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler sich heftig in den Mythos der Vampire hineinlehnt, der besagt, dass diese erst ins Haus gebeten werden müssen, bevor sie es betreten können. Da gibt es ein paar wirklich coole Momente, die voller Spannung sind und Dialoge, die es in sich haben. Da ist der Film richtig gut.

Aber das bleibt halt nicht so und die Action, die dazwischen immer wieder vorkommt ist leider halbwegs banal und der finale Kampf ist irgendwie antiklimatisch. Auch der Effekt als sich eines der Monster auflöst – ihr werdet wissen, was ich meine – sieht ziemlich mies aus. Und dann ist der Film noch nicht mal aus. Für einen Film, der nicht der Abschluss einer Trilogie ist oder das Ende eines Franchise, hat er ziemlich viele Enden. Nämlich drei. Bzw. vier. Kommt darauf an, was man jetzt alles rechnet.

Es gibt dann nach den Vampiren noch eine Gruppe von Gegnern, die völlig unnötig sind und an den Film drangepappt wirkt – ein wenig „persönliches Wishful Thinking“ von Seiten Regie, wenn ich das so nennen darf. War völlig unnötig. Diesen Storystrang hätte man absolut weit besser in den Film einbauen und auflösen können. ABer egal, es ist, was es ist. Und dann gibt es noch eine Szene – „Post Credits“ würde man wohl sagen oder „Mid Credits“. Egal. Jedenfalls war auch diese aus meiner Sicht völlig unnötig und man bekommt nochmals erklärt, was passiert ist. Mhm. Als hätte man das nicht ohnehin kapiert.

Aber gut. Soll sein. Ich gönne es Ryan Coogler nach seinem absoluten Fehlschlag namens „Wakanda Forever“ einen Erfolg zu haben. Und wie bereits gesagt: Der Film ist gut. Die erste Hälfte ist sogar richtig, richtig gut. Die zweite hat auch ihre Momente. Und ja, bei der Story denkt man unweigerlich an „From Dusk Til Dawn„, aber „Sinners“ fühlt sich völlig anders an. Die Story mag insofern ähnlich sein, als dass das Genre in der Halbzeit kippt, aber Coogler spielt die gesamte Sache bierernst und düster ab. Also weit weg vom genialen Anarcho-Chaos eines „From Dusk Til Dawn“. Deshalb kann man meiner Ansicht nach die Filme nicht einmal vergleichen.

Wie dem auch sei: Ich kann den Film auf jeden Fall allen empfehlen, die Blues-Musik mögen, kein Problem mit einem Genre-Shift in der Mitte haben und die Roadmovies genauso mögen wie Vampirfilme. Optisch gibt sich der Film keine Blöße und auch die Schauspieler:innen sind perfekt gecastet. Michael B. Jordan spielt seine Doppelrolle absolut toll und auch alle anderen sind super gelaunt und voll bei der Sache.

Alles in allem: Für mich ein absolut gelungener, guter Film, der mir zeigt, dass Coogler es doch kann, wenn er will und wenn man ihn lässt.

„Sinners“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, ein blueslastiges Roadmovie-Western-Stück zum Vampirfilm umfunktionierende, Punkte.

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The Super Mario Galaxy Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/#respond Thu, 16 Apr 2026 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38717 Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist … Weiterlesen

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Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist nett und schließt sich ihnen gleich mal an.

Die Verstärkung ist auch gut, denn Bowser Junior, der seinen geschrumpften Vater aus dem Schloss von Peach und den Fängen von Mario und Luigi retten will, taucht auf und er entführt Rosalina. Diese hat die Macht das Universum zu verändern ist die Mutter aller Sterne. Bowser Junior will ihre Macht nutzen um seinen Papa stolz zu machen und bedroht damit mehr oder weniger das ganze Universum.

Das kann Peach nicht zulassen und sie macht sich mit Toad auf den Weg, um für Ordnung zu sorgen. Mario und Luigi und Yoshi bleiben derweil Zuhause und sorgen für Ruhe im Königreich. Oder zumindest haben sie das vor, denn Bowser Junior ist gewitzt und überfallt in deren Abwesenheit Peachs Schloss …

Es ist ja immer die Frage, was man sich von einer Videospielumsetzung erwartet. Viel Fanservice? Treue gegenüber den Figuren? Viele Referenzen auf die Spiele? Was ist es? Die Antwort ist auf alle Fragen: Ja. Will man auch eine gute Story? Das hängt wohl vom Spiel ab, würde ich mal meinen. Hätte „The Last Of Us“ funktioniert, wenn man eine andere Story genommen hätte? Wohl kaum. Das Spiel lebt von der Story. Hat der erste Super Mario-Film (also der animierte erste) funktioniert, weil die Story so toll war? Wohl eher nicht. Aber die Interaktion der Figuren war cool, die Optik ein Traum und alles war knallbunt, spaßig und einfach toll anzusehen. Ein Zuckerschock zum Ansehen, sozusagen. Mit viel Herz dabei.

Und beim zweiten Teil verhält es sich ähnlich, nur – das muss ich leider festhalten – mit weniger Herz. Denn die Story von „Galaxy“ ist kurz: Rosalina wird entführt. Peach macht sich auf, sie zu retten. Mario und Luigi und Yoshi folgen ihr. Punktum. Mehr ist da nicht. Und ich meine wirklich: Mehr ist da nicht.

Charaktermomente, wie es sie im ersten Teil gab, als zum Beispiel Luigi seinen Mut findet oder Donkey Kong und Mario sich nach und nach anfreunden – das ist hier alles nicht drin. Yoshi taucht auf – Toad beschwert sich, dass der jetzt einfach so als neuer bester Freund dabei ist. Und das war es dann auch schon. Das einzige, was man halbwegs als Charakterentwicklung bezeichnen könnte, ist die Entwicklung von Bowser selbst, der nämlich am Anfang unter Stockholm-Syndrom leidet und Mario und Luigi als seine neuen besten Freunde sieht. Aber das dauert nicht lange und sein Sohn holt sein altes Ich zurück.

Das war wirklich alles.

Aber mehr braucht es auch nicht. Der Film ist nämlich ebenfalls kunterbunt und wie ein Zuckerschock zum Ansehen. Der Weg von A nach B (also bis zur Rettung) ist nachvollziehbar und hat ein paar Stopps drin – wie das halt bei Heldenreisen üblich ist. Wieso diese Stopps passieren wird nicht lang erklärt, sondern die Sternentore mit denen man herumreist führen halt zu diesen Planeten und dort angekommen, muss man halt gucken, wie man weiter und näher ans Ziel kommt. Das geht immer recht flott und bunt und auch actionreich zu. Und macht gute Laune.

Die Witz-Dichte ist gesunken, der Actionanteil und vor allem die Anzahl der Anspielungen auf die Spiele – ist drastisch gestiegen. Aber – und das finde ich gut – es wirkt für mich weniger, wie hineingestopft, sondern passt irgendwie organisch dazu. Ich meine – natürlich gibt es Jump N Run-Passagen. Natürlich gibt es Power-Ups. Das passt schon alles zusammen und führt auch logisch (nach Videospiel-Logik) von A nach B nach C.

Und es macht einfach Spaß. Ist es simpel, billig und eigentlich fast schon faul, wenn es am Ende einen Abschnitt gibt, in welchem Mario mit Anhang einen Graben durchqueren muss, der von Feuerseilen und Blöcken blockiert wird und auf einmal die Kamera zur Seite dreht, dadurch eine 2D-Optik entsteht und dann der Film herauszoomt und man sieht, dass Bowser Junior die Fallen bedient und er das auf einem Bildschirm tut, der aussieht wie „Super Mario Land“? Ja. Das ist billig. Aber hey – es sieht auch richtig, richtig cool und gut aus.

Solche Gimmicks gibt es Zuhauf und der Film wurde tatsächlich nie langweilig. Dazu passiert zu viel. Allerdings sitzen auch nicht mehr alle Witze und generel – wie oben bereits geschrieben – das Herz war beim ersten Film deutlich mehr angesprochen als hier.

Auch, dass Peach einen neue Hintergrundstory bekommt ist wohl Geschmackssache. Mir war’s egal. Allerdings war das Ende wirklich follt vorbei. Fast ein wenig zu flott. Dafür sahen die Kampfpassagen mit Bowser Juniors Pinsel, der seine Gestalt verändern kann, richtig gut aus. Aus meiner Sicht gibt es für jedes Minus ein Plus oder wenn man es umdrehen mag, für jedes Plus ein Minus. Ein Meilenstein der Filmgeschichte – nein. Niemals. Hirnlose, witzige, harmlose Unterhaltung und eine große Verbeugung vor den kreativen Ideen und Welten der Spiele? Oh ja. Und das sage ich als jemand, der die meisten der Spiele nur von Hörensagen kennt. Aber sogar ich wusste großteils wo was her ist.

Einzig: Ich habe Donkey Kong und seine Bande vermisst. Der war im ersten Teil richtig cool. Und Yoshi ist (da er ja nicht redet) für mich kein ganzer Ersatz. Neuzugang Rosalina ist okay, spielt aber – abgesehen davon entführt zu werden – keine große Rolle im Film. Dafür ist der Zweikampf am Anfang mit ihr und einem Riesenroboter richtig cool.

Alles in allem: Eine solide Fortsetzung, die bunter und actionreicher ist, dafür das Herz und die Handlung vernachlässigt bzw. aufs nötigste reduziert. Kann man sich ansehen, ist unterhaltsam, aber man versäumt auch nichts, wenn man den Film ignoriert. Also alles beim Alten.

„The Super Mario Galaxy Film“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer eine Handlung oder Charakterentwicklung braucht, darf gerne 3 Punkte abziehen, Punkte.

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Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt aka How To Train Your Dragon 3: The Hidden World (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/11/drachenzaehmen-leicht-gemacht-3-die-geheime-welt-aka-how-to-train-your-dragon-3-the-hidden-world-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/11/drachenzaehmen-leicht-gemacht-3-die-geheime-welt-aka-how-to-train-your-dragon-3-the-hidden-world-filmkritik/#respond Sat, 11 Apr 2026 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38685 Nachdem Hiccup seine Unsicherheiten überwunden und Oberhaupt von Berk geworden ist, läuft alles eigentlich ziemlich gut. Sogar ein wenig zu gut, denn er und seine Freunde ziehen herum und halten Drachenjäger auf. Die Drachen, die sie befreien adoptieren sie sozusagen … Weiterlesen

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Nachdem Hiccup seine Unsicherheiten überwunden und Oberhaupt von Berk geworden ist, läuft alles eigentlich ziemlich gut. Sogar ein wenig zu gut, denn er und seine Freunde ziehen herum und halten Drachenjäger auf. Die Drachen, die sie befreien adoptieren sie sozusagen und geben ihnen Unterschlupft auf Berk. Das führt dazu, dass fast alle Drachen der Welt in Berk sind und der Platz eng wird.

Also tun sich die mächtigsten Drachenjäger zusammen und heuern Grimmel (F. Murray Abraham), einen alten, erfahrenen Drachenjäger an, der sich zum Ziel gesetzt hat, alle Nachtschatten der Welt zu fangen und zu töten. Und ist ein wenig schlimmerer Gegner als es Drago im Vorgängerfilm war, denn Grimmel – nun, der hat ein Hirn und einen Plan.

Kurz darauf glauben Hiccup und Toothless ihren Augen nicht zu trauen – es gibt tatsächlich ein weibliches Gegenstück zu Toothless, nämlich einen (wie sie ihn taufen) Tagschatten. Und das ist etwas völlig Neues: Toothless ist verliebt. Richtig verliebt. Und Hiccup muss sich wohl entscheiden, ob er seinen besten Freund genug liebt, um ihn ziehen zu lassen oder ob er ihn zu sehr braucht.

Oder alles ist Teil eines perfiden Plans, um den Nachtschatten zu fangen? Und was ist eigentlich mit dieser „geheimen Welt“, die Hiccups Vater früher immer erwähnt hat? Die geheime Welt der Drachen. Gibt es sie wirklich?

Vorweg – ich kenne die Bücher von Crowell „How To Train Your Dragon“ alle und ich finde sie großartig. Es gibt ein Buch, in welchem sie im Vorwort beichtet, dass jetzt ein Handlupngsstrang anfängt, vor dem sie sich immer gefürchtet hat, denn sie habe damals im allerersten Buch einen Fehler gemacht. Sie hat Hiccup das Vorwort schreiben lassen und dieser – ein alter Mann – meint, dass es, als er noch jung war, Drachen gegeben hat. Diese seinen nun aber aus einem bestimmten Grund alle weg. Und sie müsse jetzt damit anfangen, diesen Storyteil in die Wege zu leiten, was ihr sehr leid täte, aber es würde keinen Weg daran vorbei geben.

Auch wenn die ersten beiden Filme im Grunde Null mit der Handlung der Bücher zu tun haben – nämlich so wirklich gar nichts – so wurden doch Versatzstücke daraus übernommen, wie zum Beispiel die Rückkehr von Hiccups Mutter, viele der Namen der Figuren (auch wenn sie völlig anders aussehen und sich teilweise völlig anders verhalten als im Buch) oder das Setting per se (Drachen als Haustiere). Was sie daraus gemacht haben, war etwas völlig anderes und ich denke tatsächlich, dass das gut war. Denn die Handlungen der Bücher, nun, das wären keine Filme, das wären mehrere TV-Serien. Und Toothless wäre kein Nachtschaftten und niemand würde auf ihm reiten können und so vieles, was den ersten Teil besonders gemacht hat, wäre nicht da. Der zweite Teil war für mich eher ein Actionfest und die Charakterentwicklung von – egal welcher – Figur war quasi nicht vorhanden. Hiccups Mutter war schräg und die Sache mit Stoick … ah, das war nicht fein. Es drehte sich alles darum, zu lernen, sich wie ein Anführer zu verhalten. Und zwar für Hiccup als auch für Toothless. Und es gab Action, Action, Action.

Dieser Teil hier, der hat mich rein vom Trailer her am meisten von allen drei Filmen kalt gelassen. Ich habe ihn mir ehrlich gesagt nur angesehen, weil meine Kinder ihn gucken wollten.

Und ich bin absolut positiv überrascht gewesen. Was dem zweiten Teil an – meiner Ansicht nach – Charakterentwicklungen und -interaktionen fehlt, das ist hier Zuhauf vorhanden. Astrid und Hiccup – grandiose Dynamik. Grobian – super als neuer Mentor. Toothless und Hiccup – beste Freunde, das merkt man sofort. Und – womit ich auch nicht gerechnet hatte – die Liebesgeschichte zwischen Toothless und seiner Freundin – für die nimmt man sich richtig Zeit und die ist einfach herzig anzusehen. Wundervoll!

Dazu kommt der neue Bösewicht Grimmel – der hat nicht extrem viel Screentime, dafür ist jede Szene mit ihm genial. Der hat Hirn, der nutzt es, der genießt die Jagd und denkt nicht dran seinen Job ratzfatz auszuführen, sondern er genießt jede Sekunde davon. Er weiß ja, dass es der letzte Nachtschatten ist und er nie wieder einen jagen wird – großartig. Auch die Nebenfiguren bekommen zum großen Teil ihre Momente im Rampenlicht (nicht immer ein positives Rampenlicht) und optisch ist der Film einfach großartig.

Die Action ist gut in den Film eingestreut, macht Laune und ist nie zu lange um langweilig zu werden (wie im zweiten Teil), sondern fühlt sich immer frisch an und macht auch immer mächtig Spaß. Und dann – nach dem Schlusskampf da hatte ich nicht nur ein Mal, sondern gleich zwei Mal wirklich Tränen der Rührung in den Augen. Ui – das war herrlich. Nach dem aus meiner Sicht eher actionorientierten Teil sowas nachzuliefern – großartig.

Dean Deblois, der auch hier wieder die Regie über hatte und auch das Drehbuch geschrieben hat, hat ganze Arbeit geleistet und die gesamte Emotion, die man sich bei so einem Ende erwartet auch wirklich untergebracht. Und da funktioniert deshalb, weil man sich Zeit für die Figuren und die zwischenmenschlichen Momente nimmt. Und das auch nicht mit Worten von Cressida Crowells erstem Buch und den Worten von Hiccuk einzuleiten („als ich jung war, hatten wir Drachen …“) – super. Ganz, ganz großes Kino.

„Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, einen grandiosen, emotionalen Aschied darstellende, Punkte.

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Influencers (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/07/influencers-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/07/influencers-filmkritik/#respond Tue, 07 Apr 2026 05:00:35 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38682 CW (Cassandra Naud) hat es irgendwie geschafft, von der Insel auf welcher sie zurückgelassen wurde zu entkommen. Sie lebt jetzt zufrieden mit ihrer Freundin zusammen und alles ist gut. Bis sie zu ihrem Jubiläum eine besondere Reise planen, aber ihr … Weiterlesen

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CW (Cassandra Naud) hat es irgendwie geschafft, von der Insel auf welcher sie zurückgelassen wurde zu entkommen. Sie lebt jetzt zufrieden mit ihrer Freundin zusammen und alles ist gut. Bis sie zu ihrem Jubiläum eine besondere Reise planen, aber ihr Spezialzimmer in letzter Sekunde an eine bekannte Influencerin vergeben wird und sie ein Downgrade bekommen.

Als diese dann noch mit CWs Freundin flirtet, ist ihr Schicksal eigentlich besiegelt.

Aber Madison (Emily Tennant), die für die Morde von CW angeklagt, aber freigesprochen wurde, bemerkt den Todesfall und beginnt zu ermitteln, denn sie hat den Verdacht, dass CW wieder da ist …

Da ist er – der zweite Teil zu Influencer und wie ich bereits im Review zum Vorgänger sagte – die Geschichte war zu Ende erzählt. Das merkt man auch daran, dass der Anschluss an den ersten Film im Grunde nicht erklärt wird. CW war auf der Insel, allein, ohne Möglichkeit wegzukommen. Jetzt ist sie wieder da und hat sogar eine Freundin. Wie es dazu kam? Die Freundin wird erklärt – da gibt es sogar eine unpassend platzierte, ausführliche Rückblende dazu -, aber die Sache mit der Insel? Nun, sagen wir mal so: CW ist quasi Batman – die kann das. Oder so.

Naja. Egal. Zumindest scheint das die Herangehensweise von Kurtis David Harder zu sein, der auch den ersten Teil geschrieben und inszeniert hat. Und tatsächlich muss ich ihm insofern rechtgeben, dass es für die Handlung völllig irrelevant ist, wie CW wieder retour gekommen ist. Wäre es interessant? Ja. Ist es wichtig? Nein.

Den recht schnell wird klar, was hier Sache ist – es ist die Jagd von Madison auf CW. Und die nimmt relativ rasch an (unrealistischer) Fahrt auf. Denn CW und Madison sind Weltenbummler und ja, ich weiß, wir haben Technologie, werden überwacht und wer hacken kann ist scheinbar fährig alles überall zu tun. Wie? Computerzeugs halt. Jedenfalls ist das Drehbuch eine ganze Ecke schwächer als im ersten Teil, denn hier treffen so viele Menschen durch Zufall aufeinander, die sich vermutlich in zehn Leben nie treffen würden, dass man den Realitätsanspruch in seinem Kopf schon wirklich früh abschalten muss.

Wenn man das schafft, dann ist der Film kurzweilig, unterhaltsam und streckenweise richtig irre. Die eingführten männlichen Inflluencer sind kaputte Typen, die in allem eigentlich nur eine Chance sehen, ihre Reichweite zu vergrößern und ihre Fangemeinde zu erweitern. Witzige Typen für einen Film – im echten Leben wären sie zum Kotzen. Aber gespielt werden sie gut.

Ach ja, der Film fängt mit einem dramatischen Selbstmord von einer völlig neuen Figur an, zu der man keinen Bezug hat. Üblicherweise wird dann die Geschichte erzählt, wie es dazu kam und wir folgen dem Leben dieser Person quasi nach einem Zeitsprung bis hier und jetzt. Das passiert in dieser Form nicht. Ja, die Person kommt vor. Ja, wir lernen ein paar Dinge über sie, aber tatsächlich hat mich der Tod dann im Laufe des Films – natürlich kommen wir zu diesem Punkt – absolut kalt gelassen. Hätte man diesen Teil der Geschichte weggelassen, dann würde nicht mal was fehlen.

Im Kern ist es ja nicht mal die Jagd von Madison auf CW oder CWs Flucht vor Madison, welche hier die Handlung darstellen. Die Handlung ist dünn, sehr dünn, voller unlogischer und unrealistischer Entwicklungen und nicht mal so richtig spannend. Aber irgendwie bin ich drangeblieben und war doch gut unterhalten. Das liegt in erster Linie an der Spielfreude von allen Involvierten. Auch die männlichen Influencer (wie geschrieben: Kotzbrocken oder Würstchen, je nach Standpunkt) sind super gespieilt. Und vor allem Emily Tennant und Cassandra Naud halten bei der Stange.

Das Finale verläuft dann ziemlich so, wie ich mir das gedacht hatte, auch wenn es dann doch ein wenig anders ausgeht als ich vermutet hatte. Also – ich meine jetzt keinen Twist oder so, sondern einfach, dass CW einen ziemlich dummen Fehler macht, die Aktionen völlig „Over-The-Top“ werden (ein cooler Comic-Cat-Fight) und die Reaktion auf das eben passierte ist einfach schräg und ich hab mir wirklich kurz überlegt, ob das jetzt ein Fiebertraum einer der Protagonist:innen ist oder ob das wirklich ist, was laut Drehbuch passiert.

Ja, kryptisch, ich weiß.

Wie dem auch sei: „Influencers“ ist kein großartiger Film, er ist locker lässig angreifbar, leistet sich viele Fehler und Logigklöcher, aber er ist auch dank der grandiosen Optik und paar richtig coolen Locations eifnach super anzusehen und vor allem Cassandra Naud darf wieder zeigen was sie draufhat.

„Influencers“ bekommt 6 von 10 möglichen, aufgrund zu vieler Logiklöcher und ein paar Schnitzern, möglichen Punkte.

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Scream 7 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/02/scream-7-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/02/scream-7-filmkritik/#respond Thu, 02 Apr 2026 05:00:35 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38679 Es kommt ja immer, wie es kommen muss. Ghostface ist wieder da. Er mordet wieder. Dieses Mal will er Sydneys (Neve Campell) Tochter Tatum (Isabel May) erwischen, hat die Rechnung aber ohne Sydney, ihren Mann Mark (Joel McHale) und Reporterin … Weiterlesen

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Es kommt ja immer, wie es kommen muss. Ghostface ist wieder da. Er mordet wieder. Dieses Mal will er Sydneys (Neve Campell) Tochter Tatum (Isabel May) erwischen, hat die Rechnung aber ohne Sydney, ihren Mann Mark (Joel McHale) und Reporterin Gale Weathers (Courtney Cox) gemacht.

Es gibt Tote und Verletzte. Es gibt falsche Verdächtigungen. Es gibt eine De-Maskierung und ein seltsames Mordmotiv.

Alles wie gewohnt.

Eigentlich ist es ein Wahnsinn, dass es von Scream bereits den siebten Teil gibt. Ich weiß noch, als ich damals bei den ersten drei Teilen im Kino saß. Und bei einem Triple-Feature – bei dem tatsächlich vor jedem Film die gleichen zwei Werbungen und der gleiche Filmtrailer („Frequency“ mit Dennis Quaid) gespielt wurde. War damals richtig schräg.

Jedenfalls ist jetzt Scream 7 in den Kinos und die Geschichte wie es zu diesem Film kam ist ja fast schon einen eigenen Film wert und auf jeden Fall innovativer als der Film selbst. Die beiden Hauptdarstellerinnen aus „Scream V“ und „Scream VI“ sind ja zum einen gefeuert worden und zum anderen aufgrund von „Drehplankonflikten“ ausgestiegen.

Da kam dann die Idee, dass man Neve Campell wieder aktiviert und sie hat gerüchteweise 7.000.000,– für die Wiederauflebunb ihrer Rolle als Sydney bekommen. Also – für sie war es das auf jeden Fall wert, denn bei Scream VI ist ja bekanntermaßen nicht zurückgekommen, weil sie sich bei ihrer Gage ungerecht behandelt gefühlt hat. Das Thema hat man scheinbar aus der Welt schaffen können.

Auch zurück ist Kevin Williamson, der ja die ersten beiden Filme verfasst hat. Hier hat er jetzt auch – scheinbar auf Bitte von Neve Campell hin, nachdem die ursprünglichen Regisseure ausgestiegen sind – die Regie übernommen.

Was bleibt also? Nun – zum einen tut es gut, Sydney wieder dabei zu haben, denn sie ist und bleibt halt einfach das Gesicht und der emotionale Anker dieser Filmreihe. Vor allem, da man ja manch anderen tollen Charakter ziemlich unnötigerweise abserviert hat. Aber das nur am Rande. Und ja, sie spielt ihre Szenen gut, auch wenn sie nicht wirklich großartig viel zu tun hat. Auch Courtney Cox wird meiner Ansicht anch zu wenig genutzt und die viel zitierter Rückkehr vom Oberbösewicht aus Teil 1 ist im Grunde einfach ein Gag, der sich zwar durch den gesamten Film zieht, aber dennoch nur ein Gag. Die Auflösung am Ende, wer der oder die Mörder:innen sind, ist dann ziemlich hanebüchen und antiklimatisch. Ich musste sogar kurz überlegen, wer das jetzt nochmal ist. Also das große Raten wie in den anderen Filmen bleibt aus.

Das ist deshalb kein Spoiler weil sehr rasch klar ist, wer das aller nicht sein kann. Es gibt nämlich verhältnismäßig bald – zumindest kam es mir so vor – einen Szene in der sich alle zum „Agatha Christie“-Talk treffen, um herauszufinden, wer von Tatums Freunden denn jetzt klassischerweise der Bösewicht sei und tja – Überraschung! Ghostface dezimiert die Bande. Mehr sag ich dazu nicht.

Außer: Ich habe von ein paar Seiten gehört, dass der Film an sich schon ganz okay ist, aber die Kills wären großartig. Ah. Ich werde alt. Wirklich. Das merke ich unter anderem daran, dass ich nach der Eröffnungsszene tatsächlich beschlossen hatte, ich gucke mir den Film nicht an. Der Grund: Man sieht wie jemanden langsam ein Messer in den Kopf durchs Hirn geschoben wird. Und dann liegt eine verletzte Frau am Boden und man sieht aus ihrer Perspektive – also immer ihr leidendes und flehendes Gesicht im Bild – wie sie dabei zusehen muss, wie Ghostface sie und das Haus in dem sie liegt mit Benzien übergießt, bevor er alles anzündet.

Das ist heftig und brutal und vor allem absolut und völlig unnötig. Echt. Das muss kein Mensch sehen. Und da gibt es noch zwei weitere Morde, die genauso brutal sind – einer davon endet damit, dass jemand die Eingeweide zu Boden plumpsen und dann sieht man die Person noch wo hängen mit heraushängenden Gedärmen. Einer Person, die genau niemanden etwas getan hat und die eigentlich eine sympathische Person ist. Auch von der Story her finde ich genau keinen Grund, warum das so sein soll oder muss, geschweige denn eine Motivation dazu. Das ist einfach nur drin, damit es „cool“ ist (Spoiler: Ist es nicht). Der zweite Mord, den ich meine: Aufgespießt an einem Zapfhahn an der Bar (natürlich auch wieder durch den Kopf und das Hirn) und dann ist es ja ach so witzig, wenn der Zapfhahn angeht und blutige Flüssigkeit aus dem Mund schießt als würde man ein Bier zapfen. Erneut: Gibt genau KEINEN Grund dafür, dass Ghostface das machen sollte. Außer: „Wir sind cool.“ Ich find’s zum Kotzen.

Echt jetzt – ich brauche diesen ganze Mist nicht. Ich finde es auch nicht lustig. Und das zeigt vermutlich, dass ich alt bin und Dinge, die ich in so Filmen sehe mir näher gehen als das früher der Fall war. Und mein Problem damit, dass sympathische und an sich nette Personen extrem brutal umgebracht werden, habe ich eh schon mehrmals an anderer Stelle angeführt. Zumindest bekommt hier auch der/die Bösewicht:innen (ich mag ja nix verraten) ein Ende, welches er/sie verdient hat/haben.

Unabhängig davon stecken in manchen Szenen richtig gute Ideen drin. Da wäre zum Beispiel die Flucht in den Panik-Raum und die anschließende Flucht durch die Wand. Das ist richtig cool und spannend gemacht – wenn auch völlig unrealistisch. Wenn der Mörder 2 + 2 zusammenzählen würde, dann wären die Flüchtenden nach fünf Minuten tot gewesen (einfach auf einer gewissen Höhe alle zehn Zentimeter die gesamte Wand lang reinstechen …). Aber es war spannend.

Die zweite Szene ist jene, in der Sydney ihre Tochter am Telefon hat und ihr durch die Überwachungskameras sagt, wo sich der Mörder befindet und was sie machen soll, während Tatum quasi „blind“ den Anweisungen ihrer Mutter folgt. Das war eine richtig coole und starke Idee.

Mir hat auch gefallen, dass der „erste“ Überfall von Ghostface im Heim der Prescotts – ähm, der Familie Evans, sorry – ziemlich cool von Sydney und Mark abgefangen wird. Da ist gleich mal klar, dass die ein gutes Team sind. Was dann völlig verschenkt wird, aber das ist ein anderes Thema.

Ist es jetzt ein guter Scream-Film? Ich sage mal so: Er hat alles, was man sich von einem Scream-Film wünscht, außer einer guten Auflösung und mir persönlich ist er zu brutal. Aber das waren die vorigen Teile für mich ja auch schon. Er ist spannend und Sydney ist zurück. Alles gut, von den Anschlussfehlern (Tochter, usw) abgesehen. Außerdem gibt es noch gefühlt 200 Anspielungen auf gefühlt alle vorigen Teile und die Easter Eggs werden einem förmlich nachgeschmissen. Das war dann schon ein wenig viel, aber gut – Teil 7, sag ich nur. Soll sein.

„Scream 7“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, im Kern ein solider Scream mit solidem Drehbuch seiende, Punkte.

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Robocop – Rogue City: Unfinished Business (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/28/robocop-rogue-city-unfinished-business-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/28/robocop-rogue-city-unfinished-business-game-review/#respond Sat, 28 Mar 2026 06:35:32 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38658 Das Polizeirevier wird überfallen – es gibt eine Menge an toten Polizisten und die Ausrüstung, die für Robocop im Keller gebunkert war, wurde gestohlen. Wie sich herausstellt ist dies womöglich der Fall, weil die Komponenten in der EDV für die … Weiterlesen

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Das Polizeirevier wird überfallen – es gibt eine Menge an toten Polizisten und die Ausrüstung, die für Robocop im Keller gebunkert war, wurde gestohlen. Wie sich herausstellt ist dies womöglich der Fall, weil die Komponenten in der EDV für die Herstellung einer wirklich bösen Maschine geeignet sind. Eine Söldnertruppe hat den Überfall durchgeführt und alle Spuren führen zum Omni-Tower.

Robocop (Peter Weller) zögert nicht lange und fährt hin, um die Verantwortlichen zu stellen.

Die haben aber keine Freude damit, dass der blecherne Polizist vor ihrer Haustür auftaucht und riegeln alles ab. Das bedeutet, dass alles Bewohner:innen im riesigen Wolkenkratzer mit eingeschlossen sind. Denn der Omnitower beherbergt viele Menschen und die meisten davon vegitieren am Rande der Existenz dahin. Es hat sich sogar eine kleine Stadt in dem Hochhaus gebildet.

Robocop macht sich also auf den Weg, um die Täter zu finden und lässt sich dabei von nichts aufhalten. Außer von verschlossenen Stahltüren. Aber auch da kommt Hilfe, denn eine unbekannte Frau, die irgendwo im Turm sitzt, hat viele Informationen und Codes und aus irgendeinem Grund nimmt sie Kontakt zu Robocop auf, um ihm zu helfen.

Die Frage stellt sich nur, ob sie ein falsches Spiel spielt oder es ehrlich meint. Dazu kommt, dass der Bösewicht hinter allem sich auch offenbart und es gibt mehr Verbindungen zu Robocops Vergangenheit, als ihm klar war …

„Unfinished Business“ ist eine Stand-Alone-Erweiterung des First-Person-Shooters „Robocop: Rogue City“ und offen gestanden gibt es nicht wirklich viele Änderungen zum Hauptspiel. Das Setting ist neu, die Story ist neu und das war es dann im Grunde auch schon.

Apropos Story: Die ähnelt im Kern und der Optik und so generell der Geschichte von „Dredd“ mit Karl Urban oder von mir aus auch „The Raid“.

Das macht mir persönilich nichts aus, denn lieber gut geklauft als schlecht erfunden. Naja. Sagen wir mal so. Aber egal, denn was die Macher:innen hier aus dem Setting rausgeholt haben, das finde ich richtig großartig – und nichts davon hat sich für mich irgendwie aufgesetzt angefühlt. Also die optische Abwechslung ist unerwarteterweise tatsächlich vorhanden – innerhalb des Rahmens, dass die ganze Story halt in einem riesigen Hochhaus spielt.

Aber auch so ist man bemüht, immer wieder mal kleine Hubs einzubauen, in denen Robocop herumläuft, kleine Nebenaufgaben löst – wie zum Beispiel einen Mordfall aufklären oder mit Hilfe seiner Scanfähigkeiten eine entlaufene Ratte finden. Das macht Laune und passt gut als kurze (oder längere, wenn man alle Nebenmissionen machen will) Verschnaufspause, denn der Rest ist Ballern in Reinform.

Und das macht erneut einfach Riesenspaß. Als Robocop gibt es ja sowas wie „in Deckung gehen“ quasi nicht und der Schnellste ist er auch nicht, dafür hat seine Waffe absollut Durchschlagskraft und die Geräuschkulisse ist grandios übertrieben. Und Blut spritzt literweise. Auch Arme und Beine werden da schon Mal weggeschossen.

Das macht insofern richtig Laune, weil der Tonfall des Spiels wirklich gut an den ersten Film rankommt und herrlich „Over-The-Top“ ist. Ich kann es schwer beschreiben und ich bin mittlerweile in einem Alter in dem ich übertriebene Gewalt eigentlich schlecht aushalte und auch nicht brauche, aber hier – da passt das alles super zusammen und wirkt einfach stimmig.

Das liegt auch daran, dass Robocop hier mit ein paar NPC interagieren darf, die ihn durch das Spiel begleiten und er darf hier auch wirklich ein paar mal richtig trockenen Sarkasmus in die Welt werfen (und Peter Weller als Original-Robocop und Synchronsprecher ist wieder dabei und liefert einen tollen Job). Ich habe ein paar Mal wirklich sogar laut auflachen müssen. Und die Figuren sind. angenehm schräg ohne nervig zu werden. Also wirklich – die Dialoge und alles: Das ist fast perfekt geschrieben für das Robocop-Universum. Und wenn ihr die Radios in der Spielwelt einschaltet, dann hört ihr verschiedene Werbungen, die ebenfalls vom Sarkasmus (oder ist das schon Zynismus) perfekt in dieses Universum passen.

Was mich überrascht hat: Wie viele. Mühe man sich gegeben hat, um auch anderen Figuren als Robocop einen Hintergrund zu verpassen und man spielt tatsächlich im Laufe der Handlung mehrere(!) andere Personen als Robocop. Meist in Flashbacks und um die Story zu erklären, aber auch da: Wow, sag ich. Fand ich wirklich gut und hat auch vom Timing her einfach gepasst.

Man merkt es vielleicht: Ich finde „Unfinished Business“ sogar besser als das Hauptspiel (von dem man übrigens Null mitnimmt. Das Aufleveln von Robocop beginnt wieder von Vorne mit dem Verteilen von Skill-Punkten und funktioniert genau gleich), denn es erzählt seine Story kompakter und trotzdem – wie ich finde bzw. wie mir vorkommt – mit mehr Aufwand. Und das honoriere ich tatsächlich.

Ich kann also allen, die einfachen und unkomplizierten Shooter-Spaß (und das ist es – vor allem, wenn dann die geniale Musik vom ersten Film einsetzt). Was halt immer noch nicht wirklich klappt oder gut aussieht: Gesichtsanimationen. Das funktioniert einfach nicht. Aber auch das passt irgendwie zum Charme des Spiels.

Ganz ehrlich: Wenn die gleichen Leute ein drittes Spiel mit Robocop machen: I would buy that for a dollar!

„Robocop: Rogue City – Unfinished Business“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, alles fokussierter, aber in meinen Augen von technischen Abstrichen her alles richtig machende, Punkte.

PS: Und Ja, man kann ein paar Katzen streicheln.

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Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/#respond Tue, 24 Mar 2026 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38631 Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann … Weiterlesen

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Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann das nämlich auch und sie nutzt ihre Fähigkeiten, um verlorene Menschen zu finden. Denn eine weitere Fähigkeit ist es, durch Gegenstände, welche Menschen gehört haben, zu sehen, was diese gemacht haben und wohin sie verschwunden sind.

Ren ist ein Freund von Hisoka und auch immer wieder mal ein Auftraggeber. Gemeinsam mit seiner Assistentin Rui forscht er nämlich über Rituale – vor allem bezogen auf den Berg Hikami. Ein Berg um den sich Legenden ranken – denn viele Menschen verschwinden dort und es gibt auch einen Wald in der Nähe, den viele scheinbar nutzen, um dort zu verschwinden oder sich das Leben zu nehmen.

Eine von denen, die auf dem Berg verschwunden sind, ist Miu. Diese sucht ihre Mutter, die auf dem Berg verschwunden ist und wird nun selbst vermisst.

Yuri und Ren haben außerdem ein Gerät, welches von einem Dr. Aso entwickelt wurde und das nennt sich „Camera Obscura“. Damit kann man Geister fotografieren und „vertreiben“. Dieses Gerät wird auch dringend wichtig, denn auf dem Berg befinden sich viele Geister. Und wie es aussieht werden dort auch regelmäßig Rituale abgehalten, welche dazu dienen die Priesterinnen des schwarzen Wassers dazu zu befähigen, das „schwarze Wasser“ daran zu hindern überzulaufen. Denn würde es überlaufen, dann wäre die Geisterwelt mit der realen Welt verbunden und großes Unheil würde drohen …

„Project Zero: Maiden Of Black Water“ oder wie es eigentlich heißt „Fatal Frame“ ist der fünfte Teil der Reihe. Deshalb dient es vielleicht nur bedingt als Einstieg in die Reihe, aber mir war nicht klar, dass es sich um einen fünften Teil handelt und noch dazu Figuren vorkommen, die aus frühreren Teilen bekannt sind. Das Ding hat auch keinen guten Ruf unter den Fans, denn ein paar Entscheidungen bzgl. der Charakterentwicklungen fanden keinen Gefallen im Publikum.

Das alles wusste ich nicht und jetzt, wo ich es weiß, ist es mir immer noch egal, denn für die Handlung von „Maiden Of Black Water“ spielt das Vorwissen eigentlich keine große Rolle. Ja, vermutlich gibt es in paar Szenen, die emotional anders sitzen, wenn man die Figuren kennt – aber für mich hat die Geschichte per se auch funktioniert.

Wie spielt sich das Teil jetzt und wie funktioniert das alles. Zuerst – das Spiel ist in mehrere Kapitel eingeteilt und man spielt auch im Laufe der Handlung drei Charaktere. Nämlich Yuri, Ren und Miu. Das bedeutet aber auch, dass man im Regelfall immer wieder in den gleichen Gebieten unterwegs ist, die sich auch nicht per se groß verändern. Das kann man mögen, kann einem egal sein, kann aber auch nerven. Mich hat es nicht gestört, da ich relativ rasch von der Geschichte abgeholt wurde und das ständige Aufsuchen der Orte ist ein wichtiger Teil dieser Handlung.

Denn der Berg „erwacht“ bzw. ist das „schwarze Wasser“ wirklich übergelaufen (oder kurz davor) und deshalb zieht es Menschen, die labil sind, immer wieder zum Berg und zu bestimmten Schreinen dort. Das hat für mich erstaunlich gut funktioniert. Die Atmosphäre der Orte ist dabei meist zum Schneiden dick und man rechnet immer damit, dass irgendwo Geister auftauchen. Ein paar davon harmlos – von denen kann man Fotos machen und bekommt dafür Erfahrungspunkte. Oder es sind bösartige Geister und man muss sie mit der „Camera Obscura“ abwehren.

Das ist dann das Kampfsystem und das klappt nach anfänglicher Eingewöhnung erstaunlich gut. Wenn ein Geist nah genug ist, dann knippst man ein Foto und der Geist verliert einen Teil von sich, der um ihn herumschwebt und sich nach einer gewissen Zeit wieder mit ihm oder ihr verbindet. Wenn sich fünf Teile um den Geist herum bewegen, dann sollte man alle fünf gemeinsam mit dem Geist in den Fokus der Kamera rücken und ein Foto machen, denn das stiehlt diese Teile und schwächt den Geist. Oft genug gemacht und er oder sie verschwindet.

Klingt einfach – braucht aber Übung. Denn die Geister stehen ja nicht still. Sie verschwinden, tauchen aus einer anderen Richtung wieder auf und das bedeutet aus der Ego-Perspektive, in welche das Spiel bei Alktivierung der „Camera Obscura“ umschaltet, viel herumgedrehe. Immerhin gibt es einen Anzeiger, der die Richtung andeutet, aus welcher der Geister bzw. die Geister als auftauchen. Wie gesagt: Nach ein wenig Übung klappt das ganz gut und ist auch spannend, da es noch ein weiteres Element gibt. Nämlich die namensgebende „Fatal Frame“. Sollte ein Geist euch angreifen und ihr macht just in dem Moment, kurz bevor er euch erreicht, ein Foto, dann schwächt ihn das mehr und vor allem kann man dann gleich mehrere Fotos machen ohne neuen Film einzulegen.

Apropos Film: Es gibt ein paar Varianten davon und je nachdem welchen man einlegt in die Kamera, so dauert es länger ein neues Bild machen zu können oder es schwächt die Geister mehr. Außerdem gibt es verschiedene Objektive bzw. Linsen, die man verwenden kann, sodass man zum Beispiel mehr Erfahrugnspunkte bekommt oder ein bisschen Heilung bekommt und so weiter.

Wie gesagt: Im Grunde simpel und in weiten, offenen Flächen auch nicht besonders schwer. Kompliziert wird es nur in engen Räumen oder Gängen und da wird es dann fummelig. Deshalb hatte ich mir rasch angewohnt immer zu schauen, wohin kann ich notfalls zurückweichen, um mehr Raum zum bewegen zu haben. Das Spiel erlaubt das zwar nicht immer, aber es war trotzdem immer machbar, die „Kämpfe“ zu gewinnen.

Die Gegnervielfalt ist halt eher begrenzt, aber das hat mich nicht groß gestört.

Die Grafik ist weit entfernt von aktuellen Grafikkrachern und ist auch von der Farbgebung her eher düster und dunkel. Das muss man mögen und/oder aushalten. Zumal es für die Atmosphäre wichtig ist, nicht zu viel Licht zu haben. Und diese Atmosphäre ist eigentlich der wichtigste Teil des Spiels, denn die ist grandios gelungen. Das liegt auch aum wirklich gut gemachte Sound-Design, dass allein durch die Geräuschkulisse oftmals schon Gänsehaut erzeugt. Dazu kommt, dass die Bewegungen der Figuren immer wieder verlangsamt sind – zum Beispiel wenn sie durch Wasser waten – oder wenn sie vorsichtig Gegenstände aufheben. Vorsichtig deshalb, weil es sein kann, dass aus dem Nichts eine Geisterhand hervorschießt und die Protagonist:innen ins Jenseits ziehen will. Auch die Türen werden immer mit Vorsicht und langsam geöffnet. Alles spannend. Einzige Ausnahme: Selbst wenn die Spielfigur vor etwas flieht öffnet sie die Türen genauso langsam wie sonst auch. Das bricht ein wenig die Immersion und die Bedrohung, aber auch da gewöhnt man sich dran.

Die Geschichte selbst ist im Kern gut und wird auch gut erzählt. Für mich waren keine Fragen offen am Ende. Das liegt auch daran, dass jede Figur Notizen und/oder Bücher findet, welche Aufschluss über diverse Dinge, wie die Rituale am Berg, deren Bedeutung und ähnliche Dinge liefern. So fügt sich rasch alles zusammen und gegen Ende ist eigentlich bei allen Figuren klar, warum sie was wie wo und warum machen (wollen).

Weil gerade bei Enden sind: Es gibt für die weiblichen Figuren jeweils zwei mögliche Enden und für den Herren in der Runde sogar mehr. Das entscheidt man im Grund im letzten Kapitel. Man kann also also Enden freispielen, indem man drei Mal das letzte Kapitel spielt. Warum drei Mail? Weil man ja pro Figur pro Durchgang ein Ende wählen kann. Also kann man in zwei Runden je drei verschiedene Enden sehen. Und für Ren muss man haltnochmals nachlegen. Da das letzte Kapitel hauptsächlich aus Kämpfen besteht ist das zwar nicht optimal, aber auch innerhalb von rund 30 Minunten pro Durchgang erledigt. Kleiner Spoiler: Es gibt wirklich heftige Enden.

Dazu auch noch eine weitere Info: Man sieht während dem Spiel immer wieder Zwischensequenzen oder wenn man Geister, die man gerade besiegt hat, noch rasch anfasst – dann sieht man Erinnerungen an ihre letzten Momente oder wichtige Momente aus ihrem Dasein – die sind gut gemacht und im Stiel von alten, verrauschten Videoaufnahmen. Trotz der „schlechten Filmqualität“ sind da durch heftigste Sachen dabei. Da schneidet sich jemand selbst die Kehle durch, springt von einem Berg in den Tod oder wird brutal niedergemetzelt. Da schenkt sich das Spiel nichts. Also für Menschen mit zartem Gemüt ist das hier sicher nichts. Ich bin mehrmals mit offenem Mund vor dem Bildschirm gesessen und dachte mir, dass das was ich das gerade gesehen haben halbwegs heftig war.

Alles in allem kann ich sagen, dass „Fatal Frame 5“ vielleicht nicht das schickeste und am intuitivsten zu bedienende Spiel ist, aber die Story, die Atmosphäre und die Figuren haben mich bei der Stange gehalten und ich wollte tatsächlich wissen, wie das alles ausgeht und enden kann. Gut gemacht, absolut. Ich glaube zwar nicht, dass ich das Spiel ein zweites Mal spielen werde, aber offen gesprochen: Das mache ich oftmals ohnehin nicht. Dazu gibt es zu viele Spiele auf meiner „To play“-Liste.

„Fatal Frame (oder „Project Zero“): Maiden Of Black Water“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, von seiner Atomsphäre, eigenwilligen Erzählweise und düsteren Optik lebende, Punkte.

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