Genre | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 12 Jan 2026 15:50:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Good Boy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/#respond Tue, 13 Jan 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38350 Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden. Aber das ist … Weiterlesen

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Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden.

Aber das ist nicht alles, denn immer wieder hat Indy das Gefühl, dass hier noch jemand oder besser: noch etwas hier im Haus ist. Immer wieder sieht er Dinge, Schatten, die scheinbar nach seinem Herrchen greifen und die Schatten tauchen immer öfter auf und kommen immer näher …

Es ist erstaunlich, was Autor und Regisseur Ben Leonberg hier mit diesem Film abgeliefert hat, denn – wie der Titel ja andeutet – die Hauptperson aus deren Sicht der Film erzählt wird, ist die des Hundes. Ja, Indy ist der Hund. Vermutlich ist der Name auch eine nette Hommage an Indiana Jones, aber das ist eine andere Story.

Nun, der Film ist scheinbar in einem Zeitraum von knappen drei Jahren gedreht worden und wem die Prämisse, hier einen Film zu sehen, der zu einhundert Prozent aus der Sicht eines Hundes gedreht wurde, zu schräg oder langweilig vorkommt, dem oder der sei gesagt: Nein. Im Gegenteil. Das ist einerseits das einzige Alleinstellungsmerkmal des Films und dazu kommt auch noch, dass – und glaube kaum, dass ich das schreibe – der gute Hund Indy einfach großartig spielt. Ja. Lest den Satz nochmals. Der Hund spielt großartig. Die Mimik und die Bewegungen – wow, sag ich nur.

Wie bereits erwähnt – über einen Zeitraum von drei Jahre gedreht. Da muss man auch den Hut vor dem Regisseur Ben ziehen, denn ich denke, es war nicht einfach all die Szenen mit dem Hund so zu drehen, dass alles passt und sie die Wirkung haben, die sie haben.

Zugegeben, die Story ist so lala und wenn sich am Ende dann abzeichnet, was eigentlich los ist und was Indy da immer wieder sieht, dann ahnt man das schon sehr sehr lange vorher. Auch gibt es ein paar Dinge, die im Film vorkommen, die wohl einfach bewusst als falsche Fährten gelegt wurden und die eigentlich völlig unnötig waren, weil sie im Kern nichts beitragen.

Die Menschen sieht man nur ganz selten und wenn, dann so wenig wie möglich die Gesichter. Ich hätte es auch mutig gefunden, wenn man nicht verstanden hätte, was sie reden, aber das wäre dann wohl das letzte Tüpfelchen auf dem I gewesen, welches das Publikum vermutlich eher abgeschreckt hätte.

Dazu kommt, dass ich mir nicht sicher bin, warum genau Indy ein „Good Boy“ ist, denn tatsächlich – und das ist jetzt ein kleiner Spoiler – er tut nichts, um sein Herrchen zu warnen oder zu retten. Ich kann mich jetzt nicht erinnern ihn mal irgendwann bellen gehört zu haben, so als Warnung oder so. Indy ist eigentlich ein ziemlich … ruhiger Hund. Abwartend. Beobachtend. Also ziemlich anders als die Hunde, die ich kenne. Natürlich: Das kann auch an den Besitzer:innen liegen. Was weiß ich.

Die Kameraarbeit ist super, die Effekte sehen gut aus und – ja, ich wiederhole mich – man sieht Indy einfach gern zu, weil er wirklich eine grandiose Mimik hat. Und die zählt hier einfach als wichtigster Punkt. Egal, ob er nachdenklich wohin blickt, sein Ohr zuckt oder er erschrocken aus dem Schlaf hochschreckt – das ist einfach alles ein Hammer.

Wie man es also dreht und wendet: Ja, der Film ist unerwarteterweise wirklich sehenswert und die Story bzw. deren Auflösung ist mehr oder weniger sekundär, aber das macht hier überhaupt nichts aus. Zu kompliziert hätte es ja eh nicht werden dürfen, denn sonst hätte der Hund wohl nicht mitgespielt. Und noch ein kleiner Spoiler, weil es ja Leute gibt, die völlig durchdrehen, wenn Tieren bzw. Hunden in Filmen etwas passiert: Keine Angst, Indy überlebt den Film.

Alles in allem holt „Good Boy“ so ziemlich alles aus der Prämisse „Hund ist Hauptperson“ raus, was es rauszuholen gibt. Nochmals: Hut ab!

„Good Boy“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, auf jeden Fall eine interessante Einmalsichtung wert seiende, Punkte.

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Sisu 2 aka Sisu: Road to Revenge (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/10/sisu-2-aka-sisu-road-to-revenge-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/10/sisu-2-aka-sisu-road-to-revenge-filmkritik/#respond Sat, 10 Jan 2026 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38356 Im Jahr 1946 hat Finnland das Gebiet rund um Karelien an die Soviet Union abgetreten, im Rahmen von Friedensverhandlungen als Folge der Beendigung des zweiten Weltkrieges. In diesem Gebiet wurde die Familie von Ex-Elitesoldat Aatami Korpi (Jorma Tommila) brutal ermordet, … Weiterlesen

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Im Jahr 1946 hat Finnland das Gebiet rund um Karelien an die Soviet Union abgetreten, im Rahmen von Friedensverhandlungen als Folge der Beendigung des zweiten Weltkrieges. In diesem Gebiet wurde die Familie von Ex-Elitesoldat Aatami Korpi (Jorma Tommila) brutal ermordet, doch er besucht sein zu Hause noch ein letztes mal, um sein Haus abzubauen und nach Finnland zu übersiedeln.

Als die Rote Armee von seiner Ankunft erfährt, entlässt der KGB Yeagor Dragunov (Stephen Lang) aus einem Gefängnis in Sibirien. Da dieser Aatamis Familie getötet hat und er daraufhin hunderte russische Soldaten getötet hat, hat Yeagor ihn in gewisser Weise erschaffen und bekommt nun eine Chance, dieses lose Ende zu beseitigen…

Nach dem Erfolg des ersten Sisu Filmes im Jahr 2022, meldet sich der Finne Jalmari Helander, als Regisseur und Drehbuchautor nun drei Jahre später mit dieser Fortsetzung zurück. Mit einem Budget von über 12 Millionen Dollar, handelt es sich hiermit um eine der teuersten finnischen Produktionen überhaupt. Jorma Tommila übernimmt erneut die Hauptrolle und als sein Gegenspieler konnte Stephen Lang (Don´t Breathe) engagiert werden.

Was ich sofort sagen kann – und nach diesen Worten können Fans des Erstlings, eigentlich sofort zum Filmgenuss des zweiten Teils übergehen – ist ändere eine Formel nicht, wenn sie funktioniert. Helander konzentriert sich auf den Kern des Franchise, sprengt alles andere weg und schaltet bei allem was übrig bleibt, für eine Fortsetzung typisch, mindestens einen Gang höher. Dabei schafft er es immer, dass ich bei einigen Aktionen klatschen musste, ohne dass es lächerlich werden würde.

Das schreibe ich so, obwohl es eine Szene gibt, in der ein Panzer einen Salto macht. Nein, wir befinden uns nicht bei einem der späteren Fast and Furious Filme, der Panzer fährt dann eben nicht weiter, sondern ist einigermaßen kaputt. Der ruhige Start sorgt dabei dafür, dass man den Protagonisten versteht, ohne ihn kennen zu müssen, weswegen man diese Weiterführung auch anschauen kann, ohne den ersten Teil zu kennen.

Sprechen tut unserer Antiheld wiederum kein Wort und seine Feinde tötet er weiterhin reihenweise effektiv, oft auf kreative Art und Weise und fast immer relativ brutal. Da er nun aber großteils mit einem Fahrzeug unterwegs ist, kommt ein gewisses nostalgisches „Mad Max“ – Feeling auf und wow, ich kann nur sagen, so gestaltet man Verfolgungsjagden, ohne dass sie auch nur ansatzweise langweilig werden würden.

Als Feinde werden die Nazis hier durch Russen ersetzt, die ebenfalls bestens als Kanonenfutter zu gebrauchen sind, bis auf Stephen Lang als Yeagor Dragunov natürlich. „Wir haben die Kinder und die Frau mit den Schaufeln zerstückelt, weil wir Kugeln sparen mussten“. Mehr muss man eigentlich nicht wissen über ihn, abstossend auf eine Art und Weise, dass es dir eine Gänsehaut verpasst, wenn du zu viel darüber nachdenkst. Lang spielt solche Bösewichte einfach großartig.

Jorma Tommila als Aatami Korpi überzeugt erneut als Mann, der (mal abgesehen von seinem Hund) so wirkt, als hätte er nichts mehr zu verlieren und dann doch immer wieder einen Grund findet, immer wieder aufzustehen, nachdem er niedergeschlagen wurde. Das passiert augenscheinlich ziemlich oft und wenn einer genau weiß wie man danach wieder aufsteht, dann ist es Aatami. Am Ende gibt es dann sogar eine Szene, bei der ich leicht feuchte Augen bekommen habe, denn trotz allem bleibt er immer ein Mensch und verkommt nie zur Killermaschine.

Insgesamt also eine Fortsetzung, die das Konzept des Erstlings kopiert, noch persönlichere Beweggründe einbaut, dabei noch etwas waghalsiger agiert und ein Finale liefert, dass noch stimmiger wirkt, als das des Originals. Agendas sind wiederum keine vorhanden und das ist sehr gut so. Da das Einspiel nicht so mächtig war, könnte es das durchaus gewesen sein und wenn es so sein sollte, ist das Ergebnis als Ganzes in sich sehr stimmig geraten.

„Sisu 2“ bekommt von mir 8/10 die wohl gefährlichste Übersiedlung aller Zeiten hinter sich bringende Empfehlungspunkte.

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Stranger Things – Staffel 5 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/08/stranger-things-staffel-5-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/08/stranger-things-staffel-5-serienkritik/#respond Thu, 08 Jan 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38392 18 Monate ist es her, dass sich die Erde geöffnet hat und die Welt Risse bekam. In der Zwischenzeit wurden diese Risse in der Erde mit Metallplatten zugetuckert. Unsere Heldinnen und Helden leben in Hawkins, welches durch Militärblockaden von der … Weiterlesen

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18 Monate ist es her, dass sich die Erde geöffnet hat und die Welt Risse bekam. In der Zwischenzeit wurden diese Risse in der Erde mit Metallplatten zugetuckert. Unsere Heldinnen und Helden leben in Hawkins, welches durch Militärblockaden von der Außenwelt abgetrennt wurde, ihr fast normales Leben.

Und wann immer eine Lieferung an Material ins „Upside-Down“ gehen soll, dann wird ein Crawl durchgeführt, was bedeutet, dass sich Hopper (David Harbour), der ja wieder da ist, einschleicht und das in Quadranten unterteilte „Upside Down“ nach Vecna durchsucht, denn der ist auch verschwunden.

Dann wird plötzlich Holly Wheeler entführt und es sieht so aus, als ob die Demogorgans Kinder entführen. Vecna scheint sein Endgame zu planen, aber niemand weiß genau, wie dieses aussehen soll. Und wo ist er überhaupt?

Die finale Staffel von „Stranger Things“ wurde ja heiß herbeigesehnt und über drei Jahre mussten Fans auf den Abschluss der Serie warten. Ein Warten welches sich, das vorab, nur bedingt gelohnt hat. Denn irgendwie scheinen es die Drehbuchautoren im Jahr 2025 nicht auf die Reihe zu bekommen ihre Geschichten zu einem befriedigenden, fehlerlosen Ende zu bringen. Scheint eine wirklich schwere Sache zu sein. Find ich spannend, denn in meiner Welt schreibt man Dinge in die Drehbüchber bei denen man weiß, warum sie passieren, wie sie passieren und auch was diese für Auswirkungen haben. Aber das liegt vielleicht an mir und meiner viel zu hohen Erwartungshaltung, dass Menschen, die Geschichten schreiben, sich auch was denken dabei.

Das klingt jetzt vielleicht hart, aber ehrlich: Das hier hätte so viel besser sein können. Zugegeben: Es hätte auch viel schlimmer sein könne. Wenn ich die Serie bzw. das Finale in einem Satz bewerten müsste, dann würde ich sagen: „War schon okay.“

Das Potential für richtig Großes oder ein episches Finale … nun, das wurde halt nicht genutzt. Und die Art und Weise wie Netflix die Veröffentlichung gestaffelt hatten, die hat sicher ihren Teil zur Erwartungshaltung beigetragen. Zuerst ein paar Folgen, dann vor Weihnachten ein paar Folgen und dann die allerletzte Folge nach Silvester. Da baut sich schon Erwartung auf, was passieren wird im Finale. Nun, so stellt sich heraus, wissen wir: Nicht viel. Wirklich nicht viel. Und episch ist es nur, wenn man riesengroße Monster per se als episch empfindet.

Man merkt, ich bin unterwältigt, auch wenn ich über weite Strecken gut unterhalten wurde, das muss ich schon zugeben. Es ist halt schade, wenn so viel mögliches Potential liegengelassen wird und so viele Momente, die gut hätten sein können, einfach zu kitschig oder zu belanglos oder sogar zu verwirrend vorbeigehen. Und wie oft hier Dinge einfach zufällig passieren oder gelöst werden – sogar Gustav Gans, der ja bekanntlich immer Glück hat, würde skeptisch werden.

Also, was sind jetzt die Dinge, die mir nicht gefallen haben. Ich nehme ein paar Beispiele, deshalb folgen Spoiler. Nehmen wir eine Szene in der Nancy und wie auch immer ihr Partner heißt – der ist über die letzten zwei Staffeln so irrelevant geworden, dass ich nicht mal mehr seinen Namen weiß – in einer Situation sind, die vermutlich mit dem Tod endet. Dann folgt eine emotionale Szene in welcher sich die beiden freundschaftlich trennen. Ihr wird ein „Anti-Verlobungs-Ring“ überreicht und sind sie sind im guten auseinander gegangen. Und dann hört die Bedrohung auf. Einfach so. Sie werden nicht gerettet oder so, sie haben einfach Glück. Völlig daneben. Die Szene selbst war auch schräg und unpassend, wie ich finde, aber das nur am Rande.

Aber das ist symptomatsich für die Staffel. Es gibt ein paar emotionale Szenen zwischen den Akteur:innen und irgendwie wären die Konflikte und die Emotionen ja da, aber es wird einfach so … banal abgehandelt, dass quasi nichts bei mir ausgelöst wurde. Außerdem ein paar Mal innerlich zusammenzucken, weil es so peinlich war. Als weiteres Beispiel eine Szene in der mehrere Charaktere von Demo-Dogs gejagt werden, während sie laut(!) Kate Bush über eine Boombox abspielen (fragt nicht) und die Dinger suchen in Zeitlupe den gesamten Raum ab. Als ob man nicht hören würde, woher die Musik kommt. Es ist einfach so viel derart konstruiert auf Spannung gebürstet, dass es schon nicht mehr spannend ist.

Das für mich größte Manko sind jedoch die ellenlange Dialoge über „Theorien“. Wie oft hier jemand Theorien durch die Gegend posaunt um von jemand anderen gesagt zu bekommen wie unwahrscheinlich das ist, nur um mit einem „aber versuchen wir es“ zu enden – das hält man kaum mehr aus. Wie oft hier Dinge erklärt und konstruiert werden, damit auch nur irgendwas Sinn ergibt … es ist einfach mühsam, wie ich finde.

Und das Ende – oh Himmel – das Ende. Der Kampf gegen den Mind Flayer ist einfach nur schlimm, weil peinlich. Und das Ende von Vecna ist … nun, ich sage mal so: Das Wort antiklimatisch wurde hierfür erfunden. Das war also das große Finale, welches man sich für nach Silvester aufgespart hat. Na dann … sechzig Minuten, dann ist es vorbei. Dann kommt ein Epilog (etwa nochmals sechzig Minuten) in denen wir erfahren, was mit allen nach dem Ende passiert ist. Und das war einerseits cool (die Rede von Dustin) und andererseits zäh (die Erzählung von Mike) und außerdem bar jedweder Logik. Da wird niemand für irgendwas zur Rechenschaft gezogen. Hopper ist wieder Polizist. Wie das denn? Der Typ hat Dutzende Soldaten erschossen? Die große Böse in dieser Staffel namesn Dr. Kay (Linda Hamilton) bekommt nicht mal ein Ende. Der Storystrang mit dem Militär? Ist halt weg, pft.

Nein, nein und nochmals Nein. Das hat einfach nicht gepasst.

Andererseits gibt es viele Charaktermomente in der Staffel, die gut waren, die mich mitgenommen haben, Szenen, die Spaß gemacht haben und Momente, bei denen man das Gefühl hatte, dass wirklich was passiert. Aber jede dieser Szenen wurde dann torpediert von einer der folgenden Szenen, bei den ich mir unweigerlich den Kopf kratzen und mich fragen musste, was das denn jetzt war.

Und der große Elefant im Raum: Will hat sein Outing als homosexuell. Ja, eh. War eh klar. Stört mich jetzt auch nicht groß, aber Himmel – auch das wurde in den Sand gesetzt. Da hat wohl jemand zu oft „Herr der Ringe“ geguckt, denn die Szene endet wie das Treffen von Elronds Rat in welchem Frodo der Ring übertragen wird. „You have me“, „and me“, „and me.“ Ich habe nur darauf gewartet, dass jemand sagt: „One does not simply enter the upside down and destroys Vecna“ oder so. Hätte gepasst. Wäre lustig gewesen. Hätte die Szene sogar aufgewertet.

Also unterm Strich: Ja, es ist das Ende. Ja, es ist gut, dass es das Ende ist. Und ja, es gab ein paar Highlights, aber für mich überwiegen leider die Lowlights. Es ist keine Katastrophe geworden, es ist sogar streckenweise wirklich cool gemacht – vor allem in Folge 4 als die Militärbasis überfallen wird, aber in Summe eher „Meh“ als „Yeah“.

„Stranger Things – Staffel 5“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibende, Punkte.

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Affinity (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/06/affinity-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/06/affinity-2025-filmkritik/#respond Tue, 06 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38360 Bruno (Marko Zaror) ist ein Ex-Seal, der nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders bei einem Einsatz, unter einer Posttraumatische Belastungsstörung leidet. Er versumpft in Bars, durchlebt immer wieder die tragischen Augenblicke und denkt auch an Selbstmord. Bis eines Tages plötzlich … Weiterlesen

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Bruno (Marko Zaror) ist ein Ex-Seal, der nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders bei einem Einsatz, unter einer Posttraumatische Belastungsstörung leidet. Er versumpft in Bars, durchlebt immer wieder die tragischen Augenblicke und denkt auch an Selbstmord.

Bis eines Tages plötzlich eine junge Dame namens Athena (Jane Mirro) leblos vor seinem Zuhause liegt. Er kann sie wiederbeleben, bietet ihr einen Unterschlupf an und schließlich verlieben sich die beiden. Bis nach kurzer Zeit plötzlich bewaffnete Männer auftauchen und sie ohne Vorwarnung einfach entführen…

Nach Diablo ist dies die zweite Story von Marko Zaror, der auch am Drehbuch beteiligt war, produziert hat, Hauptdarsteller ist und die Regie über die Martial Arts Szenen übernommen hat. Die übrige Regie übernahm Brandon Slagle und das erklärt einiges, denn seine Filme sind im besten Fall unfreiwillig komisch wie etwa The Flood. Ein weiteres Problem ist Zaror selbst, denn bis jetzt kenne ich ihn nur als meist exzentrischen Gegenspieler von diversen Helden.

Hier ist er aber nun selbst mindestens der Antiheld und er darf sich auch noch verlieben. Es geht mir nicht darum zu behaupten, Martial Arts Schauspieler könnten nur eine Sache spielen, gerade Scott Adkins finde ich von seinen Filmen her doch vielseitig und er bleibt dabei auch glaubwürdig. Zaror hingegen schwankt hier zwischen liebevoll tumb aka weiß sein Charakter nicht genau, wie er seine Gefühle ausdrücken soll und unglaubwürdig gespielt hin und her.

Das sind aber nur ein paar Szenen, denn was er dafür in den Kampfszenen zeigt, ist dynamisch, wuchtig und macht Spaß. Wäre ich jetzt zynisch könnte ich schreiben: spielt den Rest vor und schaut euch genau diese Sequenzen an. Was aus meiner Sicht aber schade wäre, nicht weil ich den Film als gut bezeichnen würde, er ist aber definitiv ein Guilty Pleasure Erlebnis. Als wäre die Story direkt aus dem Gehirn eines noch immer gerne träumenden Jungen extrahiert worden.

Der große Bube ist in diesem Fall Zaror und was er bekommt ist eine Traumfrau, die quasi aus dem Nichts bei ihm auftaucht und im Prinzip wie für ihn geschaffen wurde. Welcher Single-Mann auf der Suche, würde sich bitte nicht genau das wünschen? Keine Bewerbungsgespräche aka Dates, sondern sofort ein emotional intimer Start, aus dem dann schnell Liebe wird? So entsteht hier dann auch ein gewisses „Märchen für Erwachsene“ Feeling.

Dabei fühlen ist gut, denken sollte man aber eher lieber lassen, denn der Plot wird gegen Ende abstruser aber wie gesagt: als Fabel geht das schon so durch. Zaror überzeugt klar vor allem physisch und rein von seiner Präsenz her. Mit Brooke Ence (Wonder Woman) hat er eine Partnerin zur Verfügung gestellt bekommen, die ebenfalls vor allem mit ihren Muskeln beeindrucken kann. Louis Mandylor (Daylights End) darf als väterlicher Mentor für Ruhe und das nötige Gefühl sorgen.

Fans des Stars können hier also ruhig einen Blick riskieren, genauso wie Freunde der Kampfkunst. Wer eine gewisse Toleranz für Schwankungen zwischen Naivität und nicht gänzlich stimmigen Plot-Ideen hat, der wird sich auch sicherlich nicht ärgern müssen. Sieht man es als Hommage an Videotheken Actionkracher der 90er Jahre, dann kann man ihn wiederum richtig gut finden. Nur glaube ich nicht ganz, dass er so gemeint war. Auf jeden Fall ist Zaror als Psycho, von seinen Performances um einiges unterhaltsamer.

„Affinity“ bekommt von mir 5/10 Suizidgedanken durch Liebesfreuden ersetzende Empfehlungspunkte.

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Persona 5 Tactica (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/#respond Sat, 03 Jan 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38381 Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich … Weiterlesen

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Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich im Meta-Verse. Aber in einer Gegend, die sie nicht kennen und sie wissen auch nicht, wie sie dorthin gekommen sind.

Was aber gleich klar ist: Die Herrscherin dieser Welt – Marie – hat es in sich, denn bereits beim ersten Treffen werden ein Großteil der Phantom-Diebe einer Gehirnwäsche unterzogen und nur durch Glück und die Intervention einer Dame names Erina können Joker und Morgana entkommen.

Und dann geht es darum ihre Freunde zu befreien, rauszufinden was hier los ist, wie man hierher kam und wie man wieder nach Hause kommt …

Wie üblich: Ich war skeptisch. Nachdem man „Persona 5“ Jahre später eine verlängerte und verbesserte Version namens „Persona 5 Royal“ hinterhergeschoben hat, die sogar. zwei neue Charaktere einbaute bzw. ausbaute, war es irgendwie zu erwarten dass da noch mehr kommen würde. Und ja, da kam noch mehr. So gab es ein weiteres Spin-Off namens „Dancing in Starlight“ (ja, ein Tanzspiel) und einen richtigen Nachfolger innerhalb des „5er“-Universums, der die Rundenkämpfe mit Actionkämpfen ausgetauscht hat und auch die Story weitergeführt hat – „Persona 5 Strikers„.

Die Sache war für mich erledigt. Die Phantomdiebe hatten – meiner Ansicht nach – ausgedient.

Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich gelesen und entdeckt habe, dass es einen weiteren „Persona 5“-Ableger geben sollte. Und dieses Teil sollte noch dazu ein Taktik-Spiel werden und eine leichten Kawaii-Look (große Köpfe, kleine Körper, einfach niedlich). Ach – das konnte doch nix werden.

Doch tatsächlich fand ich „Tactica“ doch ziemlich unterhaltsam. Es braucht eine Weile bis es in Fahrt kommt, dann aber macht es richtig Laune. Es ist nämlich so: Ihr habt pro Kampf drei Figuren im Spiel. Die haben alle Fernwaffen und ihre Persona-Fähigkeiten. Jeder Person kann in einem bestimmte Radius ziehen und Fähigkeiten oder Waffen einsetzen.

Der Trick dabei ist – solange man keinen Angriff ausführt kann man auf dem Spielfeld hundertmal herumlaufen und zwischen den Figuren wechseln – jedoch immer nur in der begrenzten Reichweite. Was später, wenn dann Lifte, Schalter und andere Dinge ins Spiel kommen, noch wichtig wird.

Außerdem können eure Figuren (also auch die Gegner) in Deckung gehen – dazu reicht es, einfach neben einer Mauer oder so zu stehen. Da nehmen sie auch weniger Schaden und man kann sie nicht KO-Schlagen. Stehen sie aber frei, dann kann man sie niederschlagen und man darf einen zweiten Zug machen. Diese Fähigkeit wird später essentiell um zu gewinnen. Dazu kommt der Triple-Threat: Ein Dreieck zwischen euren drei Spielfiguren und ein paar weitere Vorgaben, dann werden auf Knopfdruck von eurem Team alle in dem Dreieck quasi umgepustet. Special-Attake, sozusagen.

Die regulären Missionen sind im Regelfall eher einfach – bis später halt, wo sie dann doch herausfordender werden. Die wirklich heftigen Aufgaben – aber auch die Orte, wo ihr die ganzen Taktiken und wie ihr diese nutzen könnt so richtig lernt – sind Nebenquests. Das sind richtige Puzzle in denen ihr meistens in einem einzigen(!) Zug eine Reihe von Gegner ausschalten müsst – oder eben andere Herausforderungen bei denen ihr beweisen müsst, dass ihr die Fähigkeiten verstanden habt.

Dann zur Story: Die braucht auch eine Weile, aber tatsächlich ist die richtig gut und emotional geworden. Das Ende wird dann extrem durchgeknallt und es gibt dann mal eine gute 30-minütige Pause in denen elendig lange erklärt wird, was jetzt passiert ist und wer eigentlich der „Oberboss“ ist. Hätte ich nicht gebraucht, hätte man sicher auch besser lösen können, aber okay. Das Ende selbst ist dann wieder gut gelungen und es gibt sogar eine „Post-Credits-Szene“, die mir wirklich ans Herz ging.

Auch die neuen Figuren Thoshiro und Erina sind perfekt – zum Glück, denn um diese beiden dreht sich die komplette Story. Wer sie sind, warum sie sind wo sie sind, was sie personifizieren und wie sie sich entwicklen. Und wie gesagt: Ja. Hat für mich gut funktioniert.

Alles in allem war ich also wirklich gut unterhalten, die Gefechte waren teilweise anspruchsvoll, aber nicht frustig, die Optik hat mir nach einer Weile gut gefallen, die Zwischensequenzen haben richtiges Zeichentrickfilm-Niveau und die Story hat mich – wenn sie dann mal richtig losging – doch mitgerissen.

„Persona 5 Tactica“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut im Persona 5-Universum funktionierende, Punkte.

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Coyotes (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/30/coyotes-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/30/coyotes-2025-filmkritik/#respond Tue, 30 Dec 2025 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38337 Ein Sturm im Nobelviertel Hollywood Hills. Deswegen sind Scott (Justin Long) und seine Frau Liv (Kate Bosworth) gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Hund, mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten. Da man sich so miteinander beschäftigen muss, wird Scotts … Weiterlesen

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Ein Sturm im Nobelviertel Hollywood Hills. Deswegen sind Scott (Justin Long) und seine Frau Liv (Kate Bosworth) gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Hund, mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten. Da man sich so miteinander beschäftigen muss, wird Scotts Arbeitswut und seine mangelnden Aktivitäten mit seiner Familie, zum Thema gemacht.

Bald kann „der Mann im Haus“ jedoch auf eine ganz andere Art und Weise die Liebe zu seiner Familie, unter Beweis stellen. Sein Haus wird nämlich von einer Meute von hungrigen Kojoten umzingelt und sie scheinen neben einer extra Portion an Aggression, auch einen starken Appetit auf Menschenfleisch im Gepäck zu haben…

Regisseur Colin Minihan (Extraterrestrial) hat früh in seiner Karriere, bei über 100 Musikvideos die Regie übernommen. Ein paar Minuten zu unterhalten, ist eine Sache, aber bei einem Spielfilm die Spannung zu halten, eine ganz andere. Ich kenne seine anderen Filme nicht, aber seine Coyotes sind für mich auf mehreren Ebenen nicht stimmig inszeniert. Dazu passend auch ein kleines Detail und zwar dass die imdb als Genre für den Film, Horror nicht mit angegeben hat.

Was am ehesten noch funktioniert, ist dass man dem Hass auf reiche Menschen von Normalsterblichen (also uns Zusehern), ein Ventil liefert, um der Schadenfreude freien Lauf zu lassen. Abgesehen davon, dass man im besten Fall nicht ein Mensch sein möchte, der so tickt, funktioniert der Film selbst im Verlauf der Handlung, dann doch nicht wirklich so. Sicherlich sterben hier reiche Leute, doch du freust dich erstens nicht darüber, weil sie dir egal sind und zweitens spielen sie nicht die Hauptrolle.

Die spielt die „sympathische“ reiche Familie und eigentlich ist der Schwerpunkt der Story/Moral eben Familie an sich und dass man sie wahrnehmen soll, für einander da sein wollen sollte und nicht immer nur an die Arbeit denkt. Ob sich das Verhalten des Vaters nach Ende der Ereignisse ändern wird, ehrlich gesagt ich habe keine echte Änderung gespürt. Falls man es übrigens nicht gemerkt hat, dass war mein Versuch, ein paar positive Sachen als erstes zu bringen.

Wo A Breed Apart nicht zuletzt an den Effekten gescheitert ist, liegt hier eher der Schwachpunkt in der Art der Inszenierung und der Tatsache, dass Kojoten einfach nicht furchterregend aussehen. Ja, das Heulen hat schon was gruseliges und Hundeattacken im echten Leben, können durchaus auch tödlich enden, doch das weiß man einfach, man sieht und spürt es hier jedoch nie. Ebenso kommt keine Spannung auf, eher das Gegenteil ist der Fall, schnell macht sich Langeweile breit.

Ihr könnt es schon erahnen, nein, es ist auch nichts hier so schlecht, dass es wieder lustig wäre und das Wort Trash, kann ich höchstens auf das Drehbuch beziehen, aber nicht auf die Effekte oder das Schauspiel, obwohl dies ja am Papier ein Creature Feature sein soll. Ohne das Genre Horror? Nun man sieht zumindest eine übel zugerichtete Person, aber ansonsten ist die Sache ziemlich zahm geraten.

Justin Long (It’s a Wonderful Knife) als Scott läuft ziemlich planlos durch die Gegend und sein über sich hinauswachsen – wenn man es denn so nennen kann – ist eher lächerlich. Kate Bosworth (Before I Wake) als seine Frau Liv wirkt etwas lebendiger, kann aber auch keine Impulse setzen, die im Gedächtnis bleiben würden. Nur beim Miniauftritt von Katherine McNamara zu Beginn musste ich grinsen (so einen „Cameo-Kill“ hat sie auch bei Life Snatcher schon hingelegt), weil sie als Einzige so over the top fruchtbar ist, dass man ihr die Kojoten „gönnt“.

Nicht dass es hier im Vorfeld einen Hype gegeben hätte, aber sorry, das ist in Summe einfach ein „big nothing burger“. Horror ist es nur im Ansatz, eine Komödie ist es höchstens in Form von satirischen Spitzen und für Trash ist es vor allem von der Professionalität zu gut. Somit kann ich den Film eigentlich Niemanden wirklich empfehlen und eine Botschaft, kann ich mir hier sowieso keine mitnehmen. Ein Erlebnis der Marke: nicht ärgerlich, eher unheimlich belanglos und nichts aussagend.

„Coyotes“ bekommt von mir 4/10 den Hass auf reiche Menschen durch die Wut auf uninspirierte Drehbücher ersetzende Empfehlungspunkte.

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Blue Eye Samurai (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/27/blue-eye-samurai-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/27/blue-eye-samurai-serienkritik/#respond Sat, 27 Dec 2025 05:00:54 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38299 Dieser Samurai ist eine Legende. Und diese Legende bezieht sich auf die Blutspur, welche die Rache von Mizu (Maya Erskine) durch das Land zieht. Tatsächlich ist dieser Samurai ein Mischling, was bedeutet: Die Mutter ist Japanerin, aber der Vater ist … Weiterlesen

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Dieser Samurai ist eine Legende. Und diese Legende bezieht sich auf die Blutspur, welche die Rache von Mizu (Maya Erskine) durch das Land zieht. Tatsächlich ist dieser Samurai ein Mischling, was bedeutet: Die Mutter ist Japanerin, aber der Vater ist ein Engländer, weshalb auch die Augen blau sind. Das bedeutet, dass immer eine Sonnenbrille im Gesicht klebt, um das zu kaschieren.

Und eigentlich geht es nur um Rache an diesem Vater. Nur – wer ist es? Einer der vier Engländer, die zu dieser Zeit in Japan waren muss es sein. Und nachdem nicht klar ist, wer genau, nun, da muss das Schwert eben sprechen.

Und es stellen sich viele Hürden in den Weg dieser Rache. Und jede einzelne will genommen werden. Und ja, das bedeutet Opfer. Und es bedeutet auch, Dinge zu tun, die vielleicht moralisch nicht ganz auf der netten Seite liegen …

Die Story ist nicht neu und wurde schon ganz oft erzählt. Aber ganz ehrlich – so cool, stylisch und ja, auch emotional mitreissend wie hier hab ich das schon lange nicht mehr erlebt. In der ersten Folge war ich noch eher milde interessiert, weil mir doch alles ein klein wenig zu berechenbar vorkam und ich mir bei vielen Szenen dachte, dass ich die bereits aus anderen Filmen kenne, aber je länger ich drangeblieben bin, desto gefesselter war ich.

Das liegt einerseits an den Hürden und Problemen, denen Mizu sich stellen muss, aber vor allem an den Figuren, die auftauchen. Und natürlich an der absolut klaren Message, dass der Film sich an ein erwachsenes Publikum richtet. Damit meine ich jetzt nicht einmal die vielen, wirklich brutalen Kämpfe – und glaubt mir, da wird sich nichts geschenkt. Körperteile abhaken und Blutfontänen – die gibt es hier im Dutzend billiger und ja, es sieht richtig gut aus.

Die Animationen und die generelle Optik sind absolut großartig und alles sieht in Bewegung noch besser aus als auf den Standbilder – also Hut ab vor der technischen Seite der Produktion – gleiches gilt auch für die Synchrosprecher:innen. Allesamt top.

Aber was ich mit „an ein erwachsenes Publikum richten“ meine, sind zwei Dinge: Einerseits kommt Sex vor und zwar mehrmals und das auf Arten, die etwas über die Figuren aussagen und nicht als bloßer Selbstzweck. Fand ich toll. Eine Szene vor allem: Die spielt in einem Bordell und eine neue Mitarbeiterin soll zeigen, was sie drauf hat – sie will von dem Typen aber nicht angefasst werden. Relativ rasch versteht sie, dass der Typ sehr belesen ist und Reime, Haikus und Gedichte ziemlich erotisch findet – also trägt sie ihm ein erotisches Gedicht vor und der Typ hat einen dermaßen starken Orgasmus, dass er in Ohnmacht fällt. Das war eine absolute Hammerszene, die ich so auch noch nie wo gesehen habe. Da war ich echt ein bisschen sprachlos. Geniale Idee!

Aber viel eher meine ich die Erzählstruktur und die Geschichten der Figuren – allen voran Mizu – und wie diverse Rückblenden in die Gegenwartsgeschichte (die Gegenewart der Haupthandlung meine ich) eingebettet werden. Nach Folge 5 war ich völlig fasziniert. Die Folge ist im Grunde ein einziger langer Kampf in welcher sich allerdings die Loyalitäten von ein paar Figuren ändern und während dem Kampf gibt es immer wieder Rückblenden auf das Leben von Mizu und das war ganz großes, richtig großes Kino. Was da alles passiert ist und wie sich das auf die Hauptfigur ausgewirkt hat – wow, sag ich nur. Da hat die Figur doch tatsächlich richtig Tiefe bekommen.

Leider lässt diese Art der Erzählens dann ein wenig nach und je näher man sich dem Finale nähert, desto Videospiel-ähnlicher werden auch die Handlungsstränge. Zum Beispiel kämpft sich Mizu durch einen Festung von unten nach oben und man kann nicht umhin anzumerken, dass wir hier im Grunde ein Let’s Play sehen wie sich Mizu von Level zu Level zum Bossgegner hochkämpft. Gut gemacht, sieht gut aus, aber trotzdem irgendwie im Vergleich zu den emotionalen Teilen vor Vorfolge(n) eher ein Abstieg.

Außerdem gibt es im Kern drei Handlungsstränge, den neben Mizu gibt es noch zwei weitere Figuren, deren Leben und Werdegang stark von Mizu beeinflusst werden und die zwar auch als Klischee beginnen, aber nach und nach mehr beleuchtet werden und dann auf sich gestellt doch interessant sind. Und in Kombination mit Mizus Geschichte auch wirklich spannend bleiben.

Und dann kommt das Ende. Und selten war ich so enttäuscht von dem, wie eine Serie endet, denn tatsächlich hört sie quasi einfach auf. Ich weiß, dass eine zweite Staffel genehmigt wurde, aber was hier impliziert wird als Cliffhänger für die nächste Staffel – nun, was soll ich sagen. Reizt mich eher wenig. Ich werd’s mir schon ansehen, weil ich ja vielleicht positiv überrascht werde, aber so richtig Lust darauf hab ich nicht bekommen. Gerade weil auch ein paar Storystränge, die sich im Laufe der ersten Staffel entwickeln so gar nicht abgeschlossen werden und ich einfach nicht sehe, wie das mit diesem Cliffhanger gelöst werden kann ohne von der Story her stark abzufallen. Aber schauen wir mal. Kann ja sein, dass die das hinbekommen.

„Blue Eye Samurai“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, leider im Finale bzw. mit dem Ende schwächelnde, aber bis dahin großartig seiende, Punkte.

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Jingle Bell Heist (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/25/jingle-bell-heist-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/25/jingle-bell-heist-filmkritik/#respond Thu, 25 Dec 2025 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38297 Sophia (Olivia Holt) ist verzweifelt, denn sie kann sich die Behandlungen ihrer kranken Mutter nicht mehr leisten. Deshalb plant sie nach kleineren Diebstählen, einen größeren Raub. „Opfer“ soll der extrem kalte und korrupte Geschäftsmann Maxwell Sterling (Peter Serafinowicz) sein, für … Weiterlesen

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Sophia (Olivia Holt) ist verzweifelt, denn sie kann sich die Behandlungen ihrer kranken Mutter nicht mehr leisten. Deshalb plant sie nach kleineren Diebstählen, einen größeren Raub. „Opfer“ soll der extrem kalte und korrupte Geschäftsmann Maxwell Sterling (Peter Serafinowicz) sein, für den sie auch arbeitet.

Der wiederum ist für den Gefängnisaufenthalt von Nick (Connor Swindells) verantwortlich, weswegen sich dieser ebenso mit einem kleinen Raubzug bedanken möchte. Als Sophia und Nick aufeinander treffen, sieht es zunächst nicht nach einer möglichen Zusammenarbeit aus, doch die beiden raufen sich schließlich zusammen und schmieden einen Plan…

Ich muss zugeben, manche Sachen kann man sich als jüngerer Mensch nicht vorstellen und irgendwann passen sie dann auf einmal doch für dich. Zum Beispiel romantische Weihnachtskomödien. Letztes Jahr im Dezember war ich krank und da liefen im Free-TV täglich drei dieser Filme. Ihr wisst gar nicht wie gut sich die 100 prozentige Wohlfühl- und Happy End Garantie eines solchen Filmes positiv auswirkt, wenn man geschwächt und verunsichert und mit Fieber danieder liegt.

Ironischerweise wäre diese Einleitung für den diesjährigen Weihnachtsfilm am Blog gar nicht nötig gewesen, denn Michael Fimognari (arbeitet nach den beiden „To All the Boys“ Fortsetzungen nun wieder als Regisseur für Netflix) setzt seinen Schwerpunkt nicht auf die Romantik, die entsteht ganz natürlich im Laufe der Story. Von der gesamten Atmosphäre her ist dies eher eine Screwball Komödie, eingebettet in einen Christmas-Heist-Plot.

Dabei hat mich vor allem der Mix aus der Leichtigkeit der Inszenierung, in der Wechselwirkung mit der Schwere der tragischen Ereignisse, die das Leben für dich bereit halten kann, sofort zu den Figuren halten lassen. Hier gibt es keine Prinzessin, die sich in einen bürgerlichen Mann verleibt, viel mehr sehen wir zwei völlig normale Menschen (was immer dies auch bedeuten möge), die vor allem aus finanziellen Gründen ihre jeweiligen Familien nicht zusammenhalten können.

Da sie um dies zu lösen zwar ein Verbrechen planen, als Opfer dafür aber einen arroganten reichen Kerl auswählen, der auch noch ein Betrüger ist, macht das die Sache moralisch einwandfrei unbedenklich. Schön sind dabei auch kleine Momente, wo Figuren auf eine bestimmte Art und Weise reagieren, einfach weil dieser Szene zwischenmenschlich nette Momente vorausgegangen sind oder wenn Jemand vergeben kann, auch wenn Teile der Wahrheit zunächst zurückgehalten wurden.

Olivia Holt (Heart Eyes) als Sophia versprüht extreme „so eine Dame braucht man in jedem Freundeskreis“ Vibes, sie ist aufgeweckt und in den entscheidenen Momenten bissig, dabei auch noch ziemlich herzlich und sympathisch tollpatschig. Connor Swindells (Sex Education) als Nick ist der ruhigere, schüchternere Gegenpart und dank der Chemie zwischen den beiden ist es eine Freude ihnen zuzusehen, wie sie sich näher kommen und das wie bereits erwähnt ganz nebenbei.

Schräge Nebenfiguren tragen ihren Part zur Unterhaltung bei und fertig ist ein Film für die Feiertage, wie ich ihn für das was er ist, eigentlich nur als perfekt bezeichnen kann. Charmante Darsteller, eine nicht künstlich lang gestreckte Laufzeit und sogar die eine oder andere Überraschung ist mit dabei. Wem also ähnliche Produktionen z.b. von Hallmark zu seicht oder kitschig sind, der wird hiermit sicherlich mehr Freude haben.

P.S.: Für mich hat dieses Jahr mir eines gezeigt, nämlich dass es Filme gibt, die perfekt ihr Klientel bedienen und ich sie dafür auch schätzen kann, egal ob das nun mein Genre (oft auch normalerweise überhaupt nicht mein Cup of Tea) ist, oder nicht. Das waren etwa The Lost Bus auf Filme bezogen, die auf wahren Begebenheiten basieren oder F1, was Sportfilme betrifft. JBH ist dies für mich, wenn ich an „Romantic-Christmas-Comedy“ denke.

„Jingle Bell Heist“ bekommt von mir 8/10 den Weihnachtsgeist zuerst stehlen müssende und danach erst einfangen könnende Empfehlungspunkte.

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Troll 2 (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/23/troll-2-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/23/troll-2-2025-filmkritik/#respond Tue, 23 Dec 2025 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38302 Nachdem der Troll besiegt wurde und zu Stein erstarrte, kehrt Ruhe ein in Norwegen. Nora Tidemann (Ine Marie Wilmann) lebt zurückgezogen und führt die Forschung (und den Wahn) ihres Vaters fort, denn sie ist der Meinung, es müsse noch mehr … Weiterlesen

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Nachdem der Troll besiegt wurde und zu Stein erstarrte, kehrt Ruhe ein in Norwegen. Nora Tidemann (Ine Marie Wilmann) lebt zurückgezogen und führt die Forschung (und den Wahn) ihres Vaters fort, denn sie ist der Meinung, es müsse noch mehr von diesen Trollen geben.

Eines Tages taucht Andreas Isaksen (Kim Falck) wieder bei ihr auf, denn sie hatte Recht: Zumindest ein weiterer Troll wurde gefunden und er wurde von der Regierung in einem geheimen Labor untersucht. Aber die Forschungen stehen still, man hat keine neuen Erkenntnisse. Also holt man Tidemann dazu, vielleicht hat die ja neue Ideen.

Und ja, was soll man sagen: Tidemann erweckt den Troll zum Leben. Nur ist dieser hier ein wirklich gemeines Exemplar und er will in erster Linie eins: Rache.

Wie soll man diesen Troll jetzt aufhalten? Hat man aus der Gefahr, die vom ersten Troll ausging, etwas gelernt? Oder wird auch dieser hier eine Schneise an Verwüstung ziehen?

Fortsetzungen. Man liebt sie oder man hasst sie. Regisseure, die sich schwer mit Drehbüchern tun, die in sich stimmig sind. Man findet sie lustig oder man findet sie amateurhaft. Hier haben wir auf jeden Fall eine Fortsetzung, die genau nicht notwendig gewesen wäre, aber nachdem der erste „Troll“ ja doch ziemlichen Erfolg hatte, war klar, dass man einen zweiten Film machen würde. Und auch dieser kümmert sich nicht unbedingt um die große Logik.

UV-Strahlen lassen die Trolle also zu Stein erstarren? Warum kann ein Troll dann im Sonnenlicht herumlaufen? Das hab ich mich schon im ersten Teil gefragt und immerhin ist die Auflösung am Ende des ersten Films so, dass der Troll ja versteinert, weil die Sonne aufgeht. Obwohl er davor mehrmals schon im Tageslicht zu sehen war.

Und entgegen mancher Internetnutzer, die ja alles wissen, aber scheinbar keine fünf Sekunden Zeit haben, um zumindest ein wenig zu recherchieren: Nein, auf Bergen ist die UV-Strahlung nicht weniger, sondern mehr. Also Nein, ein Troll kann am Berg nicht länger in der Sonne bleiben als im Tal, sondern umgekehrt. Physik nennt man das. Aber egal – um Logik geht es hier eh nicht.

Was ich an dem Film gut fand sind die Figuren, die zurückkehren, allen voran natürlich Isaksen und Sigrid (immer noch ein Highlight). Aber auch Kapitän Kris und Tidemann sind fein und die Neuzugänge sind auch völlig in Ordnung. An der Optik gibt es jetzt auch nicht viel auszusetzen und vor allem die Trolle (ja, Mehrzahl) sehen absolut in Ordnung aus.

Was mich dann doch stört ist wie Roar Uthaug die Regie inszeniert und sich einfach (war bei „Tomb Raider“ auch schon so) nicht um so etwas wie Logik kümmert. Das ist die meiste Zeit über egal, weil es nicht ins Gewicht fällt, so ungefähr: Gut, dann kann der Typ halt im Sonnenlicht gehen, mir doch egal. Allerdings wird es dann ein wenig seltsam, wenn man in Szenen richtig viel Aufhebens um zum Beispiel die Rekrutierung der Bevölkerung im Kampf gegen den Troll macht, nur um dann – wenn es zum Kampf kommt – niemanden aus der Bevölkerung dabei zu haben.

Kann man ja machen, aber dann hätte man ja einbauen können, dass irgendjemand sagt, dass die Bevölkerung für die Vorbereitugn wichtig war, man sie dann aber auch Sicherheitsgründen evakuiert hat und das Miliär beim Kämpfen ranlässt. Aber hier – da gibt es eine komplette Sequenz inklusiver der typischen Motivationsansprache und dann – alle weg.

Und dann macht man das gleich ein zweites Mal: Da gibt es einen Zweikampf zwischen zwei Trollen und das Militär ist abgehauen, hat alle Waffen liegen lassen und nur zwei von unseren Hauptpersonen beharken den bösen Typen weiter. Echt? Alle Soldaten verschwinden nicht nur, sondern lassen auch ihre Waffen fallen und kommen nicht zurück? Da sind in keiner einzigen weiteren Aufnahme Soldaten zu sehen. Nicht mal beim Weglaufen. Puff. In Luft aufgelöst. Fand ich offen gesprochen richtig schwach.

Und ja, am Ende muss sich ein wichtiger Charakter opfern und natürlich der, der das meiste zu verlieren hat. Fand ich ebenfalls schwach. Wirklich schwach. Es passt zur Figur und ja, es gibt auch eine Star-Trek-Referenz („The needs of the many outweigh the needs of the few“) und ja, ich hatte Tränen in den Augen, aber trotzdem habe ich mich geärgert.

Super übrigens, dass eine Figur am Anfang des Films zu einer anderen sagt: „Don’t forget – you are not Superman, you are Clark Kent.“ Hat mir gefallen. Es gibt übrigens auch noch eine andere Szene in welcher für mich unerwartet ein Charakter stirbt, was einen anderen zu einem Fast-Duell mit dem Troll bringt. Das war eine starke Szene in welcher eigentlich nichts passiert, außer, dass sich die zwei ansehen, bis einer einknickt – aber hey, da lag echt Spannung in der Luft.

Oh – und dass die tollen Soldaten mit ihrer „Geheimwaffe“ keine Chance haben ist auch klar. Aber auch hier: Warum man mit einem Hubschrauber im Sturzflug auf ein Ziel hinfliegt und dann umdrehen muss und wieder hinfliegen, verstehe ich nicht. Ist nicht der große Vorteil von Hubschraubern, dass sie in der Luft „stehen bleiben“ können?

Potential ist also da gewesen und die Figuren hätten auch gepasst. Man macht halt so schrecklich wenig daraus, tragischerweise. Natürlich hält man sich eine Tür für einen dritten Teil offen, aber sind wir mal ehrlich: Es hätte den zweiten Film in dieser Version eigentlich schon niemand gebraucht.

„Troll 2“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, leider von den Effekten abgesehen halbwegs schwächelnde, Punkte.

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Alien: Earth – Staffel 1 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/20/alien-earth-staffel-1-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/20/alien-earth-staffel-1-serienkritik/#respond Sat, 20 Dec 2025 05:00:40 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38248 Im Jahr 2120 kontrollieren fünf große Unternehmen die Erde und das kolonisierte Solarsystem. Nach einer 65 Jahre andauernden Mission der Weyland-Yutani Corporation, wobei es dabei ging diverse Alien-Spezies einzufangen und zu studieren, ist das Raumschiff bereit für die Heimreise auf … Weiterlesen

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Im Jahr 2120 kontrollieren fünf große Unternehmen die Erde und das kolonisierte Solarsystem. Nach einer 65 Jahre andauernden Mission der Weyland-Yutani Corporation, wobei es dabei ging diverse Alien-Spezies einzufangen und zu studieren, ist das Raumschiff bereit für die Heimreise auf die Erde, doch es kommt durch Komplikationen, zu einem Absturz des Schiffes.

Es landet mitten im Gebiet der Prodigy Corporation, die sofort eine Rettungsmission startet, die schon schnell zu einer „die Kreaturen für sich beanspruchen“ Mission wird. Mittendrin ist dabei Wendy (Sydney Chandler), die vor kurzem noch ein sterbendes kleines Mädchen war und deren Bewusstsein sich nun in einem synthetischen Prototyp von Prodigy befindet…

Noah Hawley ist manchen Leuten ein Begriff, weil er für Serien wie Legion oder Fargo verantwortlich war und dabei auch bei einigen Folgen Regie geführt hat. Aktuell widmet er sich der Erweiterung eines Franchise, dass letztes Jahr mit Romulus wieder auf der Bildfläche erschienen ist und es auch weitere Filme geben wird. Zwischen August und September 2025 wurden nun auf Hulu (bei uns Disney+) die acht Folgen der Alien: Earth Serie veröffentlicht.

Sie spielt zwei Jahre vor den Ereignissen des ersten Alien-Films, jedoch in einer alternativen Zeitlinie, außerhalb des Kanons der Filme. Eines ist dabei unmissverständlich klar und das Thema wird auch immer wieder aufgegriffen: dies ist eine Peter Pan Story, eingebettet ins Alien-Universum. Die Größe ist weitläufig, durchaus auch stellenweise berauschend und behandelt Themen wie was macht Persönlichkeit und Identität aus und die Anmaßungen der Superreichen.

Was ziemlich schnell auffällt, ist dass die Facehugger und Xenomorphs hier nicht die Hauptrolle spielen. Es ist die Story der jungen Prototyp Hybriden – also die mit dem Bewusstsein der Kinder in künstlichen Körpern – der Hauptfokus und nebenbei werden noch ein paar andere Kreaturen eingeführt, die was den Body-Horror betrifft, in ihren Arten zu töten den Ekelfaktor der Aliens sogar noch übertreffen.

Man könnte durchaus sagen, dies ist eine Mischung aus Gesprächen/Beobachtungen über Existenz und Macht an sich und der Freude daran Menschen zuzusehen, wie sie auf unterschiedliche und stets blutige Art und Weise zerlegt werden. Die Effekte sind dabei richtig großartig, ebenso die Kameraeinstellungen und die Art, wie der Score bei jeder Folge mitsammen mit den Einblendungen der Titel und der kurzen Zusammenfassung der letzten Ereignisse ein unangenehmes Gefühl erzeugen und dich die Rocksongs am Ende jeder Folge, gehypt zurück lassen.

Mit Effekte meine ich dabei sowohl das CGI, als auch die handgemachten Gore-Momente. Die Schauspieler sind dabei ebenso perfekt in ihren Rollen. Egal ob Sydney Chandler (Don´t Worry Darling), die mit weit geöffneten Augen die Welt entdeckt und im weiteren Verlauf immer unheimlicher wird, oder Samuel Blenkin (Mickey 17) als Boy, der Prototyp überhaupt auf die überheblichste Form von Narzissmus und Amoralität bezogen über Timothy Olyphant (Havoc) als Synth mit speziell trockenen Humor, das ist großes Kino.

Was mich zu den Negativpunkten bringt, denn so gut auch die Darsteller sind, so ambivalent sind die Gefühle, die man ihren Figuren gegenüber hat. Es geht mir nicht darum, dass ich schwarz und weiß brauche und eine klare Identifikationsfigur, aber auch auf Grund der Masse an Figuren wird man als Zuseher hier eher zum Voyeur, als dass man zum Mitfiebern motiviert werden würde. Coole Aktionen liefern viele der Charaktere, aber um keinen hat man Angst bzw. gibt es genug andere Sachen, auf die man sich hier konzentrieren kann.

Nach den ersten vier Folgen, gibt es bei Folge fünf so etwas wie einen Mini-Alienfilm zu bewundern (also die Ereignisse, die zum Absturz in Folge eins geführt haben) und der ist von der Intensität wohl nicht ohne Grund die am Besten bewertete Folge auf der IMDB, aber hier ist mir etwas bei ein paar Aktionen so richtig aufgefallen, nämlich wie dumm einige die Protagonisten teilweise agieren. Atemschutz bei einer operativen Entfernung eines Aliens? Brauchen wir nicht, wird schon keinen Abwehrmechanismus haben.

Einen Container mit Kreaturen richtig mit Deckel verschließen? Aber nein, da dauert ja dann das hin und her viel zu lange. In eine Zelle eintreten, ohne dabei auf das darin befindliche Alien zu achten? Nicht nötig, will ich Jemanden helfen, verschwindet der Rest der Welt einfach aus der Wahrnehmung. Das ging dann so weit, dass ich wirklich in einer Folge eine Pause einlegen musste, um all die vom Drehbuch auferlegten Unachtsamkeiten aka Blödheiten abschütteln zu können.

Das sind Wissenschaftler und Ärzte und auch wenn die Hybriden Kinder sind, sollen sie doch angeblich super intelligent sein. Wäre dies ein Final Destination Film, der Tod bräuchte überhaupt nix zu planen und vorzubereiten, die beseitigen sich schon von selbst. Neben der für Disney typischen finalen Übermacht der weiblichen Hauptfigur, hat mich das mehrmals völlig aus der Immersion heraus geworfen. Was eben gerade deswegen schade ist, weil einige Teile hier so gut wären.

Ein starker Beginn, der in der fünften Folge seinen Höhepunkt findet und dann geht es bergab. Wenn eine Story sich so verläuft in mehreren Handlungssträngen und am Ende zwar eine Neuaufstellung liefert, aber für keinen der wichtigen Figuren Antworten liefert, dann werden die zunächst selbst erzeugten Erwartungen, einfach nicht erfüllt. Was Hawley für die bereits genehmigte zweite Staffel vor hat, ist dennoch spannend und ich werde sie mir sicherlich ansehen, aber ich würde es nicht Vorfreude nennen, eher Neugier.

„Alien: Earth“ Staffel 1 bekommt von mir 7,5/10 sich selbst etwas im Weg stehende und dabei zu viel wollen und zu wenig aussagende Empfehlungspunkte.

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