Manga | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 02 Sep 2024 10:36:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 One Piece – Staffel 1 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2023/12/23/one-piece-staffel-1-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2023/12/23/one-piece-staffel-1-serienkritik/#respond Sat, 23 Dec 2023 06:00:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36000 Seit er ein kleines Kind ist, hat Luffy (Iñaki Godoy) nur einen Traum, er möchte unbedingt Pirat werden. Dabei gibt er sich nicht zufrieden irgendein Pirat zu werden, nein, er wird den größten Schatz der Welt finden – den sogenannten … Weiterlesen

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Seit er ein kleines Kind ist, hat Luffy (Iñaki Godoy) nur einen Traum, er möchte unbedingt Pirat werden. Dabei gibt er sich nicht zufrieden irgendein Pirat zu werden, nein, er wird den größten Schatz der Welt finden – den sogenannten One Piece – und damit zum König der Piraten avancieren. Auf der Suche nach einer Schatzkarte trifft er auf den gefesselten Piratenjäger Roronoa Zoro (Mackenyu) und befreit diesen.

Als er kurz darauf seinem Ziel näher gekommen ist, stößt er auf die Diebin Nami (Emily Rudd), die ebenfalls auf der Suche nach der Karte ist. Einen waghalsigen Diebstahl und einen Kampf gegen zahlreiche Soldaten später, sind Luffy, Zoro und Nami gemeinsam auf der Flucht. Luffy sieht sich trotz der Gegenwehr seiner beiden „Crew-Mitglieder“ seinem Ziel deutlich näher, doch ein paar mehr Leute und ein richtiges Schiff, würden nicht schaden, um das Ziel seiner Träume erreichen zu können…

Die von Eiichiro Oda geschriebenen und illustrierten Manga-Bücher wurden im Jahr 1997 erstmals veröffentlicht und es gibt bisher mehr als hundert Ausgaben. Seither hat One Piece zahlreiche Preise gewonnen und ist zum erfolgreichsten Manga aller Zeiten avanciert. Die 1999 gestartete, gleichnamige Anime-Serie, hat es mittlerweile auf über 1000 Folgen gebracht. Als es hieß, Netflix würde im Jahr 2023 eine Live-Action Version des Stoffes heraus bringen, gab es dennoch Grund zur Skepsis.

Immerhin hat der Streamingdienst gerade erst 2021 mit Cowboy Bebop eine Anime-Verfilmung in den Sand gesetzt, wegen mangelnder Qualität, dem Einbringen moderner Agendas und der nicht vorhandenen Treue zum Ausgangsmaterial. Warum das bei One Piece nicht der Fall ist, ist ganz einfach: Eiichiro Oda hat zwar die Verfilmung genehmigt, sich aber die kreative Übersicht in seinen Vertrag hinein verhandelt und deshalb hat er sich besonders bei Schlüsselszenen eingemischt und durchgesetzt.

So weit zur Vorgeschichte. Fehlt nur mehr ein kleines Geständnis von mir: ich habe nie das Manga gelesen und auch keine Folge des Animes gesehen, aus dem einfachen Grund, weil ich den Stil nicht mochte. Ich hoffe Fans wollen mich deswegen nicht gleich Kielholen lassen. Als ich dann aber den Trailer zur Netflix-Serie gesehen habe und das Lob von allen Seiten kam, wollte ich dem Franchise doch einmal eine Chance geben. Irgendwas muss ja an One Piece dran sein, wenn es so viele Leute lieben.

Kritiker loben am Ausgangsmaterial ja vor allem die Art, wie die Geschichte erzählt wird (aka die Erzählkunst), wie die Welt aufgebaut ist (aka das world building), wie die Figuren charakterisiert werden und den Humor. Genau diese Punkte und noch ein paar mehr habe ich dann bereits nach den ersten beiden Folgen der Serie gespürt. Keine sinnlosen Szenen sind dabei, die die Handlung nicht weiterbringen und keine einziger Charakter kommt vor, der dir egal ist, jeder/jede löst irgendein Gefühl aus.

Die Welt an sich ist voll von überbordender Fantasie, von den unterschiedlichsten Kostümen, über die Fischmenschen und die Schnecken-Telefone bis hin zu den verschiedenen Auswirkungen, wenn man die Drachenfrucht zu sich nimmt. Die Action ist ebenso innovativ, übersichtlich, involvierend und nie verwackelt oder zerschnitten gestaltet. Wie die zahlreichen Rückblenden eingebunden sind gehört ebenso zum Besten, was ich in letzter Zeit gesehen habe.

Es gibt für mich auch gleich mehrere Momente, die ich mir nach der Erstsichtung, bereits mehrfach angesehen habe und jedes mal muss ich wieder lachen, eine Träne drücken oder bekomme Gänsehaut, ihr könnt mir glauben, dass mir die Sache so gut gefallen würde, war eine echte Überraschung für mich. Das Casting ist ebenso genial, denn vor allem Monkey D. Luffy ist eine Figur, die dir schnell auf die Nerven gehen kann, wenn man sie in den falschen Hals bekommt.

Iñaki Godoy (MexZombies) spielt Luffy nicht, der lebt ihn eindeutig und gäbe es in der echten Welt mehr Menschen wie Luffy, dann wäre unsere Erde ein besserer Ort. Mackenyu habe ich zuletzt in Saint Seya eher blass gefunden aber wow, ist der als Roronoa Zoro perfekt. Ehrenhaft, sarkastisch trocken, immer auf der Suche nach einem Drink und an ganzheitlicher Coolness, kaum zu überbieten. Emily Rudd (Fear Street 1-3) als Nami ist als einzige Dame im Team kämpferisch, frech und dennoch sieht man immer wieder Trauer in ihren Augen, wenn man genauer hinsieht.

Zu dieser Dreien stößt bald Jacob Romero als sympathischer „Geschichtenerzähler“ Usopp und Taz Skylar als Sanji, guter Kämpfer, noch besserer Koch und charmant zu den Ladys. Von Buggy dem Clown, über den besten Schwertkämpfer Mihawk, bis zu Cadet Coby und den Mentor-Figuren Shanks und Garp, es gibt hier so viele Figuren (egal ob negative oder positive), die spannend sind und Interesse wecken und von denen man noch viel mehr sehen möchte, bei dieser geballten Ladung merkt man einfach auch, wie viel das üppige Ausgangsmaterial hergibt (und wie genial das Casting durchgehend war).

Ich kann/will gar nicht mehr viel mehr dazu loswerden, nur so viel: One Piece ist für mich 2023, die beste Serie des Jahres. Ich schließe einfach mit einem Spruch, den Luffy ausspricht, als einer seiner Leute verletzt wird und ihm dafür Vorwürfe gemacht werden „Ich würde alles für ihn tun, nur nicht seinen Träumen im Weg stehen“. Also Leute: habt keine Angst, auch die harten Entscheidungen zu treffen, tragt das Herz am rechten Fleck, sucht euch eine Crew (aka Freunde), denen ihr euer Leben anvertrauen würdet und vernachlässigt auf keinen Fall eure kindliche Fantasie, nur weil ihr glaubt, erwachsen zu sein.

„One Piece“ bekommt von mir 10/10 gegenseitig die jeweils best mögliche Version von sich selbst heraus bringende Empfehlungspunkte.

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Saint Seiya: Die Krieger des Zodiac – Der Film aka Knights of the Zodiac (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2023/07/27/saint-seiya-die-krieger-des-zodiac-der-film-aka-knights-of-the-zodiac-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2023/07/27/saint-seiya-die-krieger-des-zodiac-der-film-aka-knights-of-the-zodiac-filmkritik/#respond Thu, 27 Jul 2023 06:00:59 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=35633 Eine kurz vor der Wiedergeburt stehende Kriegsgöttin befindet sich im Körper einer jungen Dame namens Sienna (Madison Iseman). Um sie zu beschützen, muss man Menschen finden, mit einer Gabe und der Bestimmung, ihr zu dienen. Straßenwaise Seiya (Mackenyu) ist einer … Weiterlesen

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Eine kurz vor der Wiedergeburt stehende Kriegsgöttin befindet sich im Körper einer jungen Dame namens Sienna (Madison Iseman). Um sie zu beschützen, muss man Menschen finden, mit einer Gabe und der Bestimmung, ihr zu dienen. Straßenwaise Seiya (Mackenyu) ist einer dieser „Knights“ und sein Training muss sofort beginnen, denn Gefahr ist im Verzug.

Während Alman (Sean Bean) den jungen Mann und die zukünftige Göttin zusammen bringt und seine Ausbildung einleitet, ist ihnen in Form seiner Ex-Frau Vander (Famke Janssen) eine radikale Gegnerin auf den Fersen, denn sie möchte Sienna töten, da die erwachte Kriegsgöttin das Potential hätte, die gesamte Welt zu zerstören und dieses Risiko will sie nicht eingehen…

Zu Beginn mache ich hier gleich mal eine doppelte Überleitung zu Robert Rodriguez. Es gibt dieses Jahr bisher zwei „leise“ Mega-Flops, im Gegensatz zu lauten aka sehr teuren Flops wie The Flash oder Indiana Jones: The Dial of Destiny, die einfach die Unsummen die hinein geflossen sind, nicht wieder einspielen konnten. Neben Rodriguez letztem Werk Hypnotic (Kosten 65 Millionen gegenüber einem Einspiel von 6,7) ist KotZ (schöne Abkürzung, wie ich finde) der zweite kaum beworbene Flop (Kosten 60 Millionen gegenüber einem Einspiel von 6,9).

Diese Verfilmung des im deutschsprachigen Raum als Saint Seiya bekannten, weltweit erfolgreichen Mangas unter Regie des Polen Tomasz Baginski ist nur ein weiterer Beweis, dass Amerika keine japanischen Comics verfilmen sollte (wie etwa Ghost in the Shell). Eine der wenigen guten stammt aber von Rodriguez und das ist Alita: Battle Angel. Bei KotZ ist einfach das Hauptproblem, dass wahre Fans sich hier nicht abgeholt fühlen (darüber habe ich gelesen und irgendwie spürt man es einfach) und neue Fans (was ich an mir selbst sehe), kann man so kaum gewinnen.

Ich glaube zwar grundsätzlich, dass Baginski ein Gefühl dafür hat, wie Fantasy-Action-Manga funktionieren bzw. was deren Reiz ausmachen kann, aber das ist imd Film dann nur ansatzweise und sehr schwach spürbar. Ich könnte jetzt schreiben, alles wird unter einem Berg von teilweise kaum beeindruckenden CGI erschlagen, doch da man sowieso kein Gefühl für die Charaktere entwickelt, gibt es da kaum etwas, dass man erschlagen könnte.

Die Gefühle der Figuren werden einfach dermaßen plakativ und augenscheinlich übertrieben präsentiert, dass sie zwar im Grunde einem Manga entsprechen, jedoch in dieser Form nicht ernst genommen werden können und deswegen auch keine (positiven) Emotionen auslösen. Auch die Handlung wirkt in diesem Setting lächerlich, mit den wieder geborenen Göttern, den schützenden Rittern und dem drohenden Krieg (ein Mix bekannter Dinge kann dabei immer passen, oder es geht eben schief, wie hier). Dann wären da natürlich noch die Performances, die die Sache in Summe noch schlimmer machen.

Mackenyu (One Piece) als Seiya ist blass bis langweilig, sein Held ist wirklich sehr beliebig. Dazu passend ist Madison Iseman (Fear of Rain) als Sienna zwar hübsch anzusehen, aber unnahbar und als Charakter nicht greifbar. Sean Bean (Possessor) hat ständig einen gequälten Gesichtsausdruck, der hat wohl während der Dreharbeiten realisiert, wo er hier gelandet ist. Das ist aber noch nichts gegen Famke Janssen (Dangerous), die endlich ihr Geld dafür nutzen sollte, ihre Schönheitschirurgen zu verklagen, damit wird sie sicherlich reich (zusätzlich ist ihr Spiel hier stümperhaft).

Einzig Nick Stahl (Terminator 3) als Cassios ist großartig losgelöst, der pfeift sich gar nichts und seine überhebliche Proleten-Natur ist extrem witzig zu beobachten. Es ist auch immer nett Marc Dacascos (Blade of the 47 Ronin) zu sehen und auch wenn er als Mylock nicht viel zu tun hat, bekommt er doch ein paar nette Szenen spendiert (ohne dabei sein Martial Arts Können zu zeigen, nur so zur Info).

In Zeiten von immer billiger wirkenden und sich nicht von einander unterscheidenden Comic-Verfilmungen, hat man es sowieso schwer, schon klar. Ich denke auch es wurde erst beim Dreh offensichtlich, dass es so nicht rüberkommen wird, wie man es möchte. Ohne kindlich naive Freude an einem Overkill-Spektakel, kann man hier kaum Freude haben und wer hier über die realistische „Charakter-Entwicklung“ nachdenken möchte, der hat wohl gerne Kopfweh. Immerhin, ich habe mich hier nur gewundert, aber nie geärgert (außer vielleicht über Famke und ihr „Schauspiel“). Im Summe schade, dass die Mischung nicht geklappt hat.

„Knights of the Zodiac“ bekommt von mir 4,5/10 den Spruch viel Lärm um Nichts ziemlich perfekt in Bildern umsetzende Empfehlungspunkte.

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