Crime | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 07 Feb 2026 20:24:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 The Wrecking Crew (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/#respond Sat, 07 Feb 2026 05:00:09 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38474 Beide hatten kein gerade enges Verhältnis zu ihrem Vater und auch die Beziehung zueinander, ist über die Jahre ziemlich abgekühlt. Als der Vater der beiden Halbbrüder James (Dave Bautista) und Jonny (Jason Momoa) jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, … Weiterlesen

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Beide hatten kein gerade enges Verhältnis zu ihrem Vater und auch die Beziehung zueinander, ist über die Jahre ziemlich abgekühlt. Als der Vater der beiden Halbbrüder James (Dave Bautista) und Jonny (Jason Momoa) jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, raufen sich die zwei zusammen.

Vor allem auch weil ihr Vater scheinbar an seine Kinder Informationen weiter gegeben hat, die sie jedoch nicht bekommen haben. Was der Yakuza wiederum egal ist, denn die wollen zuerst Jonny und dann auch den Rest der Familie am Liebsten ganz von der Bildfläche verschwinden lassen…

Regisseur Angel Manuel Soto hat zuletzt mit Blue Beetle einen Comichelden verfilmt und als nächstes wagt er sich an eine filmische Version der „Just Cause“ Computerspiele. Dazwischen hat er eine Buddy-Actionkomödie für AmazonPrime gedreht, die sich als Hommage an die gute alte Zeit sieht, als solche Filme an der Tagesordnung standen. Durch Drehorte wie Hawaii und Neuseeland wird dabei zusätzlich ein gewisses tropisches Urlaubsfeeling erzeugt, was trotz ernsten Momenten, den lockeren Grundton unterstreicht.

Ich beginne gleich mit der einzigen Sache, die den Spaß hier etwas (nicht zu viel) bremsen könnte und das ist die eigene Erwartungshaltung. Dave Bautista und Jason Momoa machen gemeinsame Sache (Gegner waren sie ja bereits) und vermöbeln böse Jungs…baby yeah, count me in! Nicht falsch verstehen, das Ergebnis bereitet durchgehend Freude, hat Charme, Witz, knackige Action, übercoole Momente und brutale ebenso, aber gefeiert wie zuletzt etwa den ähnlich funktionierenden Heads of State, habe ich den Film nicht.

Warum das Werk hier so gut funktioniert, liegt dennoch an den beiden Herren. Batista hat nun endlich aufgehört, sich seine Haare (also hier den Bart) zu färben, denn das wirkt bei ihm extrem künstlich. Außerdem sind seine Oneliner wieder witzig, gerade bei ihm fällt mir immer auf, wenn ein Regisseur ihn nicht richtig führen kann oder er sich scheinbar nicht so wohl fühlt. Vielleicht schaltet er aber auch einfach zwischen „ich mache diesen Film gerne“ oder „ich verdiene damit mein Geld“ hin und her und das merkt man dann auch.

Sein James hat eine gewisse Würde an sich, ist Familienmensch und scheut nicht davor, sein Ego hinten an zu stellen. Jason Momoa schaltet in den letzten Jahren ja zwischen anspruchsvolleren Projekten immer wieder in seinen „von der Leine gelassenen“ Over the Top Modus (wie etwa in Aquaman 2) und den zelebriert er als Jonny durchgehend. Dabei ist seine Überdrehtheit natürlich nur ein Schutz, um seinen Schmerz zu verstecken, dabei hilft natürlich auch der Alkohol, denn nüchtern ist er in diesem Film kaum.

In Nebenrollen glänzen dann die Ladies, so wie Morena Baccarin (Elevation) als Momoas On/Off Freundin Valentina, die tough, verspielt und ziemlich clever ist und Frankie Adams (Mortal Engines) als nicht minder kämpferische Kusine der beiden Herren. Neben Situationskomik, lockeren Sprüchen und Familiendrama, wissen auch die Action-Momente zu gefallen. Abwechslungsreich von fast nacktem Kampf mit allem, was man in die Finger bekommt über Schießereien bis hin zu diversen Verfolgungsjagden.

Dabei geht es immer wieder auch blutig zu, wie etwa bei voller Fahrt ein Arm abgetrennt wird, habe ich so noch nie gesehen. Den Rest erledigt die atemberaubende Kulisse, die wie bereits erwähnt, einfach nach Freizeit und Entspannung schreit. Gerade deshalb wirken die ganzen Schurken hier wie Störfaktoren, die schnellstens entfernt gehören, damit wir alle in unseren wohl verdienten Freizeit-Modus umschalten können.

Das ergibt in Summe keinen Überhit, aber auf Streaming-Filme innerhalb des rein auf Unterhaltung zielenden Action-Genres bezogen, sicherlich einen der bessern Projekte der letzten Jahre. Besonders für Bautista freut mich dies, nach seinen drei Flops (In the Lost Lands, Afterburn und Trap House) in Folge, hat er und wir mit ihm scheinbar wieder Spaß vor der Kamera zu stehen. Also einfach hinsetzen, die Probleme der Welt für eine kurze Zeit vergessen, Dinge kaputt machen und danach mit mehr Energie weiter machen, das passt durchaus.

„The Wrecking Crew“ bekommt von mir 7,5/10 sich durch viel Zerstörung am Ende zusammen raufende Empfehlungspunkte.

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Elfen Lied (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/#respond Tue, 27 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38445 Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt … Weiterlesen

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Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt werden, denn man ist der Ansicht, ihre Mission sei es, die gesamte Menschheit zu vernichten.

Lucy ist eine Diclonius und sie kann aus ihrer Gefangenschaft entkommen, wird aber verwundet und an den Strand gespült. Durch ihre Verletzung entwickelt sie eine zweite Persönlichkeit namens „Nyu“, die wie sich ein Kleinkind verhält und auch der Sprache nicht wirklich mächtig ist. Sie wird von Kohta, der seine Schwester durch eine mysteriöse Krankheit und seinen Vater bei einem Unfall verloren hat, und seiner Freundin Yuka gefunden und die beiden nehmen Lucy/Nyu bei sich auf.

Aber das Militär sucht sie und will sie um jeden Preis finden, denn sie ist viel zu gefährlich, um in Freiheit herumzulaufen. Während Nyu jedoch bei Kotha und Yuka wohnt, lernt sie mehr und mehr, dass Menschen vielleicht doch auch liebenswürdig sein können … außerdem verbindet Kohta und Lucy mehr als Kohta ahnt …

Ich bin immer wieder über den Namen „Elfen Lied“ gestolpert und habe das von Gustav Klimt inspirierte Cover-Art immer wieder mal wo gesehen. Und dann habe ich gelesen, dass es einer der besten und emotionalsten, aber auch brutalsten Anime ist, die es gibt. Spannend, dachte ich. Als ich dann festgestellt habe, dass es ohnehin nur eine Staffel mit 13 Folgen gibt, dachte ich, vielleicht sollte ich mal reinschauen.

Und ja, „Elfen Lied“ ist brutal. Das erste Bild nach dem Vorspann ist eine abgetrennte Hand. Und die nächsten Minuten folgt Blutbad um Blutbad, denn Lucy bricht aus ihrem Gefängnis aus und nimmt buchstäblich keine Gefangenen. Da explodieren Köpfe, werden Herzen rausgerissen oder Kugelschreiben durch Augen geschossen, Arme und Beine abgetrennt und generell Menschen im Vorbeigehen in zwei Stücke gerissen. Dazu kommt noch, dass Lucy – bis auf einen Eisenhelm – nackt durch die Gegend läuft und vom Alter her wohl eine junge, erwachsene Frau ist.

Also gleich vom Anfang weg schon mal starker Tobak, der mich aber jetzt ganz offen gesprochen, nicht so richtig abgeholt hat. Solche Szenen hat man halt schon oft gesehen und auch wenn der Gewaltgrad wirklich halbwegs hoch ist, so ist das Story-Element per se nicht neu. Und sorry, aber nackte Zeichentrickfiguren spielen in meinem Leben per ses keine Rolle, stören mich aber auch nicht, zumal es im Kontext der Handlung ja auch Sinn hat.

Aber ich bin dran geblieben und muss sagen, ja, der Animé, der auf einem Manga basiert, traut sich einiges und zeigt auch einiges, was man in anderen Serien sicher nicht oder zumindest nicht so zeigen würde. Ich habe unlängst einem Freund, der mich nach Serientipps gefragt hat, davon erzählt und eine Sache, die gesagt habe: „Also vom Ende von Folge 4 bis fast zum Ende von Folge 5 war ich die ganze Zeit über kurz davor loszuheulen. Das war richtig heftig.“

Und ja, es ist richtig heftig. So gibt es zum Beispiel einen Charakter, der obdachlos ist und von Zuhause floh, weil sie von ihrem Stiefvater missbraucht wurde. Und auch wenn nichts gezeigt wird, so ist die Rückblende mehr als nur ein kurzer Schlag in die Magengrube. Man sieht – in dunklem Schwarz-Weiß gehalten, wie sich das junge Mädchen vor dem Typen (man sieht nur sein Gesicht bis unter der Nase, also sein schweinisches Grinsen) ausziehen muss und dabei am ganzen Leib zittert. Dann muss sie sich auf alle viere begeben und sich mit dem Hintern in seine Richtung drehen. Dann kommt ein Schnitt, aber man weiß ja leider, was da dann kommen würde … mir wird jetzt noch übel, wenn ich daran zurückdenke. Und noch heftiger ist die nächste Szene als das Mädchen endlich die Kraft findet, es ihrer Mutter zu sagen, ist deren Reaktion ihr eine Ohrfeige zu verpassen und ihr ins Gesicht zu schreien, dass alles ihre (das der Tochter!) Schuld sei, denn wenn sie nicht wäre, dann „er“ wieder Interesse an ihr.

Alter Verwalter. Das sind Szenen auf die ist man einfach nicht vorbereitet und mich haben sie absolut hart erwischt. Ich halte Gewalt gegen Kinder weder im echten Leben noch in Geschichten/Filmen/Büchern aus und das hier war richtig heftig.

Umso schöner, wenn man dann sieht, wie sie unter der Obhut von Kohta und Yuka aufblüht und zu einer richtig wichtigen Figur in der Serie wird. Dazu kommt eine zweite Diclonius, die ihren Schöpfer (ein Forscher) „Papa“ nennt und alles für ihn tun würde. Also auch eine junge Frau mit dem Gemüt eines kleinen Kindes. Diese bekommt den Auftrag Lucy zu finden und zurückzubringen. Was sie versucht. Endet nicht gut für sie. Und die Reaktion vom Forscher hat mich dann überrascht – aber das wäre ein zu großer Spoiler.

Was ich damit sagen will: Die Serie scheut sich nicht auch absolut erwachsene Themen anzusprechen und zu zeigen und löst damit absolut Emotionen aus. Die Macher wussten schon, welche Knöpfe sie drücken müssen, damit man mitgerissen wird.

Was für mich dann aber von Anfang an – und je länger, desto schlimmer wurde es – doch ein Problem für mich war und ist: Der Umgang mit Liebe, Verliebtsein und Sex. Nur als Warnung: Sex kommt per se nicht vor, von zwei Küssen abgesehen. Aber diese kindlich übertriebene Darstellung oder das Nyu auf einmal Kohtas Hand nimmt und sich auf ihre Brust legt, während er sie völlig überfordert machen lässt, nur um dann zu fragen: „Du willst, dass ich meine Hand bewege?“. Das klingt nach ziemlich schlimmen Fantasien der Macher und nicht nach einer erwachsenen Serie. Überhaupt ist Kohta ein strunzdummer Protagonist, den man zwar als netten, sympathischen, aber schwer traumatisierten Hauptcharakter etablieren will, aber ehrlich: Der ist einfach nur strunzdumm und traumatisiert.

Im Gegenzug gibt es dann wieder Szenen, die großartig sind, als zum Beispiel Kohta einer anderen Figur erklärt, man könne sie nicht weiter einfach so durchfüttern und diese Person denkt, sie müsse jetzt gehen und alles zurücklassen, was sie lieb gewonnen hat, nur um völlig überrascht zu sein als er weiterspricht und anführt, dass sie ab jetzt auch ihren Teil im Haushalt übernehmen müsse: Den Hund füttern oder Fenster putzen, egal was, aber zumindest irgendwas. Das war eine schöne Szene.

Alles in allem wäre die Serie aus meiner Sicht weit besser, wenn man diese peinlichen sexuellen Teile weggelassen hätte, weil sie wenig bis nichts zur Handlung beitragen und einfach wirklich meistens peinlich sind. Speziell Yuka hat da ein paar richtig dumme Szenen, in denen sie absolut eifersüchtig auf Nyu ist, weil sich Kohta Sorgen um sie macht.

Udn wieder erneut gibt es extrem coole Szenen, die völlig anders verlaufen sind als ich das gedacht hätte.

Ich bin mir also uneins mit mir: Einerseits sind verschiedene Story-Stränge und die Beziehungen der Figuren untereinander richtig cool und nehmen teils unerwartete Wendungen. So bleibt zum Beispiel keine der Hauptfiguren schwarz/weiß, sondern alle bekommen Hintergrundgeschichten, die teilweise die Bösen auf einmal zu Guten machen und umgekehrt. Andererseits gibt es richtige Momente zum Fremdschämen.

Schade – aber das ist einfach der kulturelle Unterschied zwischen Japan und Europa, meine ich. Da sind einfach Dinge drin, die bei uns schwer unpassend und peinlich sind, während sie in Japan keine Rolle spielen oder sogar erwartet werden. So ist zum Beispiel Yuka, die schwer in Kohta verliebt ist und ihn sogar küsst, eigentlich seine Cousine. Würde bei uns gar nicht gehen. In Japan ist das kein Thema.

Auch gibt es später im Plot ein paar „Überbösewichte“, die mehr oder minder aus dem Nichts in den Plot geschrieben werden und das Ende fand ich eher unterwältigend, als wirklich episch und mitreissend. In Summe hatte „Elfen Lied“ für mich jedoch genug tolle Szene und starke Charaktermomente, die ihn zu einer Empfehlung machen. Man muss halt mit ambivalenten Gefühlen gegenüber ein paar der Figuren leben können.

Vor allem jene Momente in denen Lucy einfach Lucy sein darf sind richtig cool geworden – von der veränderten Körpersprache, Frisur, Augen und vor allem der extrem trockenen und kühlen Stimme – das ist 1A.

„Elfen Lied“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer Splatter mag oder auf nackte Anime-Figuren steht darf noch einen Punkt draufschlagen, von 10 möglichen Punkten.

PS: Und wen die Geschichte frappierend an „Stranger Things“ erinnert: Ihr habt Recht. Wurde von den Macher auch so bestätigt, dass sie schwer von „Elfen Lied“ inspriert wurden. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass sie komplette Handlungsstränge (und teilweise Szenen) geklaut haben.

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Trap House (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/15/trap-house-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/15/trap-house-filmkritik/#respond Thu, 15 Jan 2026 05:00:04 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38403 Seit dem krankheitsbedingten Tod seiner Mutter, hat Ray (Dave Bautista) mit der Aufmüpfigkeit seines Sohnes Cody (Jack Champion) zu kämpfen. Zusätzlich ist gerade in seinem Job – er is DEA Agent – ein Partner und Freund von ihm ums Leben … Weiterlesen

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Seit dem krankheitsbedingten Tod seiner Mutter, hat Ray (Dave Bautista) mit der Aufmüpfigkeit seines Sohnes Cody (Jack Champion) zu kämpfen. Zusätzlich ist gerade in seinem Job – er is DEA Agent – ein Partner und Freund von ihm ums Leben gekommen.

Da sein Sohn und die Kinder seiner Kollegen eine Clique sind und einer von ihnen die Gegend wegen Geldmangel verlassen muss, schmieden sie einen Plan. Sie wollen mit dem Wissen und dem Equipment ihrer Eltern, Drogendealer eines örtlichen Kartells überfallen, um ans schnelle Geld zu kommen…

Ende Januar 2026 kommt „The Wrecking Crew“ auf Amazon Prime, ein Film der wie eine Hommage an die Buddy-Actionkomödien der 90er Jahre wirkt und Jason Momoa und Dave Bautista in den Hauptrollen hat. Das sieht vom Trailer her, nach einem großen Spaß aus. Zuvor soll uns aber noch dieses Trap House gefangen nehmen, was es nicht tut, sondern uns nach In the Lost Lands und Afterburn, den bereits dritten (besonders auch auf den Unterhaltungswert bezogenen) Flop von Batista beschert.

Da bringt es auch nur wenig, dass Regisseur Michael Dowse bereits 2019 mit Stuber Bekanntschaft mit seinem Star gemacht hat, obwohl ehrlicherweise, kann Batista auf seine Performance bezogen, nichts dafür, dass mir sein neuester Streifen, weniger zugesagt hat. Viel mehr – und ab jetzt folgen Spoiler – ist es der Fokus des Filmes und zwar sind die Kinder der erwachsenen DEA Agenten, hier die eigentlichen Hauptfiguren.

Was sich vielleicht unter der richtigen Regie wie ein großes Abenteuer angefühlt hätte, wo junge Leute in einen Schlamassel geraten, aber wegen dem Adrenalinrausch und dem Geldsegen immer weiter machen wollen, wirkt hier wie die Aktionen von Teenagern, die für ihre Wünsche nicht arbeiten wollen. Life-Life Balance oder wie man das nennen soll. Was dadurch auch passiert, ist dass beide Seiten der Erwachsenen, extrem lächerlich wirken.

Zunächst mal die DEA Agenten, dabei großteils Batistas Charakter, der seinem Sohn nicht von kritischen Ermittlungen in einem gefährlichen Fall abschirmt, nein, er nimmt ihn zu einem Tatort mit und lässt ihn später auch noch (ohne sein Wissen) Beweise fotografieren. Ebenfalls schwach, obwohl die eine oder andere Szene deren Härte vermitteln soll, sind die Mitglieder des Drogenkartells. Wie schnell die gegen Kinder verlieren bzw. von den Cops ausgeschaltet werden, das ist schon ein Haufen von Stümpern.

Dennoch kommt es durch die von Inde Navarrette (Obsession) gespielte Figur Teresa zu einer gewissen „rooting for the bad guy“ Situation, da sie quasi alles verliert und danach eine eiskalte Aktion abliefert. Wenn man sie zum letzen Mal sieht, muss man sich dennoch wiederum wundern was das soll, denn das ist eindeutig ein zu offenes Ende, dass wohl eindeutig auf eine Fortsetzung schielt, die es nie geben wird.

Immer nett ist es dafür Sophia Lillis (Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben) wieder zu sehen, die hier sehr aufgeweckt und sympathisch agiert, während ich Hauptfigur Cody (gespielt von Jack Champion – Scream 6), eher mehr als nervig erlebt habe. Batista und die restlichen Erwachsenen liefern ab und sind denke ich auch bei der Sache, aber sie können auf Grund der Rollen keine Impulse setzen und bleiben alle völlig austauschbar.

Eine Coming of Age Story, mit unrealistischer Handlung, viel Gerede, etwas Action, kaum Humor und dem Schwerpunkt auf den falschen Figuren. 2025 war aus meiner Sicht wirklich kein gutes Jahr für Batista, den ich sonst gerne sehe. Bei über zehn zukünftigen neuen Projekten – unter ihnen auch das Highlander Remake mit Henry Cavill, wo Batista der Bösewicht ist – sehe ich aber durchaus die Chance, ihn noch nicht völlig abschreiben zu müssen.

„Trap House“ bekommt von mir 4/10 den Jungen alles ohne Konsequenzen durchgehen lassende Empfehlungspunkte.

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Jingle Bell Heist (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/25/jingle-bell-heist-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/25/jingle-bell-heist-filmkritik/#respond Thu, 25 Dec 2025 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38297 Sophia (Olivia Holt) ist verzweifelt, denn sie kann sich die Behandlungen ihrer kranken Mutter nicht mehr leisten. Deshalb plant sie nach kleineren Diebstählen, einen größeren Raub. „Opfer“ soll der extrem kalte und korrupte Geschäftsmann Maxwell Sterling (Peter Serafinowicz) sein, für … Weiterlesen

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Sophia (Olivia Holt) ist verzweifelt, denn sie kann sich die Behandlungen ihrer kranken Mutter nicht mehr leisten. Deshalb plant sie nach kleineren Diebstählen, einen größeren Raub. „Opfer“ soll der extrem kalte und korrupte Geschäftsmann Maxwell Sterling (Peter Serafinowicz) sein, für den sie auch arbeitet.

Der wiederum ist für den Gefängnisaufenthalt von Nick (Connor Swindells) verantwortlich, weswegen sich dieser ebenso mit einem kleinen Raubzug bedanken möchte. Als Sophia und Nick aufeinander treffen, sieht es zunächst nicht nach einer möglichen Zusammenarbeit aus, doch die beiden raufen sich schließlich zusammen und schmieden einen Plan…

Ich muss zugeben, manche Sachen kann man sich als jüngerer Mensch nicht vorstellen und irgendwann passen sie dann auf einmal doch für dich. Zum Beispiel romantische Weihnachtskomödien. Letztes Jahr im Dezember war ich krank und da liefen im Free-TV täglich drei dieser Filme. Ihr wisst gar nicht wie gut sich die 100 prozentige Wohlfühl- und Happy End Garantie eines solchen Filmes positiv auswirkt, wenn man geschwächt und verunsichert und mit Fieber danieder liegt.

Ironischerweise wäre diese Einleitung für den diesjährigen Weihnachtsfilm am Blog gar nicht nötig gewesen, denn Michael Fimognari (arbeitet nach den beiden „To All the Boys“ Fortsetzungen nun wieder als Regisseur für Netflix) setzt seinen Schwerpunkt nicht auf die Romantik, die entsteht ganz natürlich im Laufe der Story. Von der gesamten Atmosphäre her ist dies eher eine Screwball Komödie, eingebettet in einen Christmas-Heist-Plot.

Dabei hat mich vor allem der Mix aus der Leichtigkeit der Inszenierung, in der Wechselwirkung mit der Schwere der tragischen Ereignisse, die das Leben für dich bereit halten kann, sofort zu den Figuren halten lassen. Hier gibt es keine Prinzessin, die sich in einen bürgerlichen Mann verleibt, viel mehr sehen wir zwei völlig normale Menschen (was immer dies auch bedeuten möge), die vor allem aus finanziellen Gründen ihre jeweiligen Familien nicht zusammenhalten können.

Da sie um dies zu lösen zwar ein Verbrechen planen, als Opfer dafür aber einen arroganten reichen Kerl auswählen, der auch noch ein Betrüger ist, macht das die Sache moralisch einwandfrei unbedenklich. Schön sind dabei auch kleine Momente, wo Figuren auf eine bestimmte Art und Weise reagieren, einfach weil dieser Szene zwischenmenschlich nette Momente vorausgegangen sind oder wenn Jemand vergeben kann, auch wenn Teile der Wahrheit zunächst zurückgehalten wurden.

Olivia Holt (Heart Eyes) als Sophia versprüht extreme „so eine Dame braucht man in jedem Freundeskreis“ Vibes, sie ist aufgeweckt und in den entscheidenen Momenten bissig, dabei auch noch ziemlich herzlich und sympathisch tollpatschig. Connor Swindells (Sex Education) als Nick ist der ruhigere, schüchternere Gegenpart und dank der Chemie zwischen den beiden ist es eine Freude ihnen zuzusehen, wie sie sich näher kommen und das wie bereits erwähnt ganz nebenbei.

Schräge Nebenfiguren tragen ihren Part zur Unterhaltung bei und fertig ist ein Film für die Feiertage, wie ich ihn für das was er ist, eigentlich nur als perfekt bezeichnen kann. Charmante Darsteller, eine nicht künstlich lang gestreckte Laufzeit und sogar die eine oder andere Überraschung ist mit dabei. Wem also ähnliche Produktionen z.b. von Hallmark zu seicht oder kitschig sind, der wird hiermit sicherlich mehr Freude haben.

P.S.: Für mich hat dieses Jahr mir eines gezeigt, nämlich dass es Filme gibt, die perfekt ihr Klientel bedienen und ich sie dafür auch schätzen kann, egal ob das nun mein Genre (oft auch normalerweise überhaupt nicht mein Cup of Tea) ist, oder nicht. Das waren etwa The Lost Bus auf Filme bezogen, die auf wahren Begebenheiten basieren oder F1, was Sportfilme betrifft. JBH ist dies für mich, wenn ich an „Romantic-Christmas-Comedy“ denke.

„Jingle Bell Heist“ bekommt von mir 8/10 den Weihnachtsgeist zuerst stehlen müssende und danach erst einfangen könnende Empfehlungspunkte.

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Best Of Worst Case: Mantopus! (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/#respond Thu, 18 Dec 2025 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38278 Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden … Weiterlesen

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Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden Kohle bringen.

Als frustriert durch die Nacht wandert und eher verloren einen eher seltsamen Laden betritt, da findet er auf einmal Inspiration in Form eines Hybridwesens: Halb Mensch, halb Oktopus.

Er kauft das Monster und will damit den ultimativen Monsterfilm drehen. Durch das Versprechen sich nach seinem letzten Film endgültig aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen, bringt er seinen Produzenten dazu, noch einmal Geld für einen Film rauszurücken.

Und dann beginnt der Dreh. Und alle, die dem Film im Weg stehen, finden ein unrühmliches Ende mit seltsamen Saugnapfspuren an ihren Körpern …

Dieser Film ist wohl nur etwas für Trashfreunde wie mich, denn der Film ist zwar 2025 gedreht worden, aber die gesamte Machart, die Optik, der Schnitt, die Farben und sogar das Schauspiel schreien so laut 50iger-Jahre, dass man schon taub sein muss, wenn man das nicht hört.

Und Regisseur Kennedy zieht das auch extrem konsequent durch. Wenn man es durch den doch relativ modernen Vorspann nicht besser wüsste (oder wenn man es nicht gelesen hätte), nie würde man auf die Idee kommen, dass das hier ein neuer Film ist.

Ich bin offen gestanden ziemlich beeindruckt von dem, was die bei dieser Produktion involvierten hier durchgezogen haben, wie homogen das Ganze ist und wie richtig abgedreht und aus der Zeit gefallen der gesamte Film wirkt. Hammer!

Wenn ihr auf alte Creature-Features á la Ray Harryhausen steht, dann werden euch die Effekte hier auch gefallen. Oder wenn ihr die Monster in Power Rangers cool findet – ja, dann mögt ihr auch den Mantopus.

Was sicher Geschmacksache ist – hier aber einfach dazu gehört – ist das Schauspiel, dass halt wirklich so gespielt wird wie man eben in den 50iger Jahren meinte, dass Schauspiel sein muss. Völlig overacting und trotzdem völlig deplaziert. (oder deswegen). Perfekt.

Allein die Art und Weise wie Regisseur und Hauptdarsteller Kennedy spricht und seine Mimik dazu – das ist einfach ein Hammer. Absoluter Respekt. Allerdings bedeutet das auch, dass die Zielgruppe für diesen Film hier richtig, richtig klein ist, denn mir fällt offen gesagt niemand – von mir selbst abgesehen – niemand ein, der oder die sich diesen Film hier freiwillig bis zum Ende ansehen würde. Schade.

Storymäßig bedient man sich bei den Großen und zitiert mehr als einmal den guten alten King Kong. Ihr wisst schon: Filmschönheit verliebt sich, Tier/Monster entkommt, klettert auf ein Gebäude mit der Liebsten in der Hand und dann kommen Kugeln zum Einsatz. Alles so, wie man es erwartet.

Dazu gibt es noch eine nette Nebenhandlung um die „Schöne“, da auch der Regisseur in ihr die neue Filmdiva sieht – was natürlich der „alten“ nicht so gut gefällt und die durchaus rabiat wird, als sie denkt, sie würde abgesägt werden. Passend.

Alles in allem sicher kein Film für alle, aber jene, die gute bzw. schlechte alte Film mögen, die finden hier einen, den sie sicher noch nie gesehen haben, der sich aber genauso anfühlt, als hätte man in einem Hinterzimmer bei einem Flohmarkt einen alten, verlorenen Horrorfilm gefunden, der jetzt knappe 70 Jahre lang vergessen war.

Ja, Mantopus! liefer genau das, was er verspricht. Nicht mehr und nicht weniger. Dass der Film NULL Brutalität zeigt, ist natürlich auch klar. Morde werden angedeutet oder sind aufgrund der Effekte halt einfach lustig anzusehen. Und der Mantopus hat den einen oder anderen Trink drauf, das muss man ihm lassen. Da war ich doch kurz überrascht.

„Mantopus!“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wenn man auf diese Art von Film steht hier nicht viel falsch machen könnende, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil: (Trashfaktor: alles bzw. eigentlich nichts)

Es gehört meines Erachtens schon ein gehöriges Maß an Filmtechnik und -wissen dazu, einen Film so zu drehen wie diesen hier. Er mag alt und billig aussehen, aber diesen Look zustande zu bringen und auch die Schauspieler:innen so anzuleiten, dass hier alles zusammenpasst: Hut ab! Trashfaktor eigentlich null, denn trashig ist das hier nicht. Es ist tatsächlich absolut genial produziert (scheinbar mit einem Budget von gerade einmal 75.000,– Dollar). Wenn man rein nach der Optik geht: Alles. Trashfaktor: alles.

Aber ist es noch ein Trashfaktor, wenn es genauso gewollt ist? Hm. Das sollen andere entscheiden. Fest steht: Wer Monsterfilme der 50iger (man denke an „Primevals„), der oder die macht hier alles richtig.

Fazit: Trashfans: Wenn euch der Trailer zusagt: Unbedingt ansehen!

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Trapped In Her Dorm Room (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/#respond Tue, 25 Nov 2025 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38259 Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und … Weiterlesen

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Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und mitbekommt, dass sie eventuell in einen anderen verknallt sein könnte, dreht er am Rad, stellt sie zur Rede, es kommt zum Handgemenge und plötzlich sieht sich Erin mit der Tatsache konfrontiert, dass Cade sie in ihrem Zimmer eingesperrt und allen von ihrem Handy aus eine Nachricht geschickt hat, dass sie doch nicht mitfährt, denn sie muss ein Kunstprojekt fertigstellen.

Und Cade wird keine Ruhe geben, bis Erin endlich verseht, dass sie ja eigentlich ihn liebt …

Ich hatte keine Ahnung, was Lifetime ist, als ich mir „Trapped In Her Dorm Room“ angesehen habe. In Kurzfassung und stark vereinfacht: Die machen TV-Filme. Auf TV-Niveau. Also … tja. Genau.

In diesem Fall basiert die Geschichte scheinbar auf einer wahren Begebenheit, auch wenn man wohl davon ausgehen kann, dass man sich einige Freiheiten genommen hat. Aber das spielt im Grunde keine Rolle, denn die Prämisse ist doch halbwegs gut und das kann durchaus funktionieren. Und das tut es teilweise auch. Konkret dachte ich mir bei Minute 53 (der Film dauert knapp 90), dass das ja jetzt doch glaubwürdig wird vom Schauspiel her.

Das klingt jetzt böser als es gemeint ist, denn Ciara Hanna und Will Sparks III bemühen sich, den Film spannend zu machen und das ist ja auch das Wichtige bei diesem Film hier, denn die meiste Zeit sehen wir zwei Menschen, die sich unterhalten und da soll ja auch Spannung aufkommen.

Nun. Nein. Meistens nicht. Das liegt daran, dass Will Sparks III die meiste Zeit über wie ein Milchbubi wirkt, der in etwa so viel Gefahr ausstrahlt wie ein Zwergpincher. Sicher. Er kann beißen, aber … ihr wisst schon. Eh nett.

Ähnliches gilt für Ciara Hanna, welche die meiste Zeit über leicht angepisst wirkt, aber nur sehr selten so etwas wie Verzweiflung oder Angst ausstrahlt. Es ist mehr … „barely an inconvenience“. Schade. Denn später kommt dann doch sowas wie Schauspiel dazu, auch wenn ich der Fairness halber anmerken sollte, dass man mit dem Drehbuch auch nicht so besonders viel anfangen kann.

Deshalb: Dran denken, dass es ein Fernsehfilm ist und dafür war er völlig okay. Es gibt dann sogar zwei, drei Szenen, die so etwas wie Spannung aufbauen und ein paar Situationen waren tatsächlich gut gemacht und gut geschnitten.

Und wenn dann die Sache am Laufen ist, dann – baut man wieder Mist. Kleiner Spoiler: Erin versteckt sich und tritt barfuß auf einen ca. 5 cm langen Nagel, der aus einem Brett hervorsteckt, quieckt kurz, weshalb Cade auf sie aufmerksam wird. Und gleich darauf geht sie wieder ganz normal. Also … mit so einem Nagel im Fuß … mhm. Außerdem hinterlässt sie nicht mal Blutspuren. Aber das ist eine andere Sache.

Und nachdem die Sache gelöst ist gibt es noch eine kurze Szene in welcher Erin mit ihrer Mutter spricht und die ist in Summe (Schauspiel, Dialog) die Definition von „cringe“.

Alles in allem: Schade, weil ich denke, dass Ciara Hanna es durchaus drauf hätte. Unter guter Regie hätte vermutlich auch Will Sparks III bedrohlich gewirkt, aber so wie das hier relativ lieblos runtergedreht wurde … nein. Liebe Leute, man kann sich auch bei Fernsehfilmen bemühen, ehrlich.

„Trapped In Her Dorm Room“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, leider weit hinter den Möglichkeiten (sogar für einen TV-Film) zurückbleibende, Punkte.

Trailer: Leider keiner verfügbar.

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The Running Man (1987 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/15/the-running-man-1987-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/15/the-running-man-1987-filmkritik/#respond Sat, 15 Nov 2025 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38226 Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) hat Pech: Er wird für ein Verbrechen verurteilt, welches er nicht begannen hat und muss nun in der Game-Show „The Running Man“ um sein Leben kämpfen. Die Menschen werden von einem korrupten Staat regiert, der sie … Weiterlesen

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Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) hat Pech: Er wird für ein Verbrechen verurteilt, welches er nicht begannen hat und muss nun in der Game-Show „The Running Man“ um sein Leben kämpfen.

Die Menschen werden von einem korrupten Staat regiert, der sie mit der Show ablenken möchte. Brot und Spiele. Der Clou dabei: Wer „The Running Man“ überlebt wird begnadigt, bekommt einen Preis und kann sich alle Wünsche erfüllen.

Nur stellt Richards rasch fest, dass auch das (so wie alles andere quasi auch) eine Lüge ist …

Stephen King hat vor vielen Jahren einmal versucht Bücher unter einem anderen Namen zu veröffentlichen, unter anderem um zu gucken, ob diese sich auch verkaufen würden. Und … tja, was ich soll ich sagen. Das hat sieben Jahre funktioniert und durchaus ein paar wirklich bekannte und erfolgreiche Bücher geschrieben, so zum Beispiel (bereits verfilmt) „Thinner“ oder (vor kurzem im Kino) „The Long Walk“. Und natürlich – „The Running Man“.

Und was in den 1980iger noch „in“? Genau One-Man-Armeen aka Arnold Schwarzenegger oder Sylvester Stallone. Und das hier ist ein Schwarzenegger-Film durch und durch. „The Running Man“ hat alles was ein Schwarzenegger-Film braucht und dazu noch etwas Neues: Für die 80iger ein cooles Artdesign, Bossgegner, eine Art Level-Struktur und Gesellschaftskritik. Das war neu. Glaube ich. Ich habe keine Ahnung, ich war damals knappe 10 Jahre alt und habe den Film ein paar Jahre später gesehen und – und alle meine Freunde genauso – habe ihn geliebt.

Ich glaube, ich habe „The Running Man“ sicher fünfzig Mal gesehen. Der Film ist kein Meisterwerk, aber ich fand ihn damals – und ich finde es immer noch – einen der besten Schwarzenegger-Filme überhaupt. Das liegt an den coolen Gegnern, in Form von „Subzero“ oder „Chainsaw“ oder „Dynamo“, die alle ihr eigenes Ding hatten.

Und ja, das war 1987 – also fünf Jahre VOR dem ersten Mortal Kombat. Ich lehne mich jetzt ein wenig aus dem sprichwörtlichen Fenster und sage es mal so: Wer den Film heute sieht und sich denkt, er hat Mortal Kombat (sogar den Auwahlbildschirm!) zu verdanken: Nein. Falsch. Umgekehrt 🙂

Und ziemlich so läuft der Film auch ab: Eine Reihe von Zweikämpfen von Richards, der die Typen alle fertig macht (meist durch Einsatz ihrer Trademarks) und coole One-Liner schiebt. Daneben gibt es noch einen Plot mit Widerstandskämpfern, die sich gegen das Regime auflehnen und die Macher der Show blosstellen wollen. Außerdem reißt Richards – nachdem ihn anfangs alle hassen, weil er ja ein Verbrecher ist – das Ruder herum und wird ein Publikumsliebling.

Was ich ein wenig schade fand war das Ende, welches die coolen Zweikämpfe gegen eine relativ austauschbare „Wir stürmen die Zentrale mit Soldaten“-Szene tauscht, auch wenn der Payoff gegen den Moderator der Show sehr zufriedenstellend ausfällt.

Jahre später habe ich das Buch gelesen und war dann überrascht wie viele Freiheiten sich der Film genommen hat, denn in meiner Welt stimmte an „The Running Man“ alles und er war auch stimmig. Also wirklich: Großartig. Und ich war überrascht, wie viel davon nicht von King kam, sondern von Steven E. de Souza, der das Drehbuch geschrieben hat und Paul Michael Glaser, der die Regie übernommen hatte (Fun Fact: Kennt ihr Starsky & Hutch? Ja? Er hat Starsky gespielt). Ich weiß nicht, wer das Set- und Figurendesign gemacht hat, aber: Hut ab! Großartig.

Im Jahr 2025 kann man rückblickend wirklich nur noch sagen: Ja. Er ist immer noch genauso großartig. Ganz genau so großartig. Die Effekte mögen gealtert sein, die Dialoge mögen an der cheese oder cringe-Grenze kratzen, aber alles in allem: Ja. Das ist immer noch ein Film, den man sich problemlos heute anschauen kann.

Es gibt gerade eine Neuverfilmung des Buches von Edgar Wright im Kino, deshalb kam ich auch auf die Idee mir den alten Film nochmals anzusehen und ich muss sagen: Ich werde mir den neuen Film nicht ansehen. Jetzt wo ich den alten Film wieder gesehen habe merke ich, ich brauche keinen anderen „Running Man“ als diesen. Auch wenn Wright meinte, er würde sich mehr ans Buch halten (SPOILER: gegen Ende des Buches fetzt Richards mit einem Flugzeug in die Zentrale und das letzte was alle sehen ist Richards, der ihnen den Mittelfinger zeigt bevor sie alle hochgehen). Und ich mag bis jetzt alle(!) Filme von Edgar Wright. Hier werde ich trotzdem passen. Es gibt nur einen echten „Running Man“ – Hi, Arnold!

„The Running Man“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, für mich immer und ewig ein Kultfilm bleibende, Punkte.

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Nobody 2 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/09/18/nobody-2-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/09/18/nobody-2-filmkritik/#respond Thu, 18 Sep 2025 05:00:59 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38027 Nicht nur der Alltag kann ein Killer sein, auch Hutch (Bob Odenkirk) geht seinem Job mit Freude nach. Zwar nicht ganz freiwillig, immerhin hat er den Russen eine große Menge Geld gekostet, weil er dieses einfach verbrannt hat, aber dennoch. … Weiterlesen

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Nicht nur der Alltag kann ein Killer sein, auch Hutch (Bob Odenkirk) geht seinem Job mit Freude nach. Zwar nicht ganz freiwillig, immerhin hat er den Russen eine große Menge Geld gekostet, weil er dieses einfach verbrannt hat, aber dennoch. Was er auf seine Familie bezogen braucht, ist aber etwas anderes und zwar einen gemeinsamen Urlaub.

Frau Becca (Connie Nielsen) die beiden Kinder plus sein Vater David (Christopher Lloyd) sind alle dabei und mehr oder weniger begeistert, doch schon kurz nach der Ankunft, kommt es zu einem Konflikt. Darauf folgen Auseinandersetzungen mit dem korrupten Gesetz und schließlich eine Konfrontation mit Gangsterboss Lendina…

Bei dem sehr gelungen ersten Nobody aus dem Jahr 2021, führte der Russe Ilya Naishuller (Heads of State) Regie. Für die Fortsetzung, hat man sich nun den indonesischen Action-Profi Timo Tjahjanto (The Night Comes For Us) geholt, der als nächstes auch die Fortsetzung zu The Beekeeper drehen wird. Vom Ton her verhält es sich bei dieser Fortsetzung ähnlich wie bei den Filmen Becky und The Wrath of Becky.

Soll heißen der grundsätzlich ernstere Grundton mit skurrilen Momenten des Erstlings, ist einem durchgängig satirischen Ton gewichen. Aber keine Sorge, die Charakter-Momente, die die Sache erden, gibt es dennoch. Das Szenario ist jedoch ein anderes und davon geht auch die Ironie aus. Im ersten Teil war Hutch Gefangener seines langweiligen Alltags, bis ihn seine Rückkehr zum Leben als Killer, wieder lebendig gemacht hat.

Nun ist genau dieses Leben zum Alltag geworden und Hutch und seine Familie, brauchen mal Ferien. Dass das schief gehen würde, konnte nun wirklich Niemand erahnen. Somit dauert es nicht lange und es gibt den ersten Kampf und hier ist man klar dem etablierten Stil treu geblieben. Hutch ist ein Brawler, der alles einzusetzen weiß, was er in die Finger bekommt. Selten will er dabei in diesen Situationen sein, doch er zieht es eben durch und gerade das macht es unterhaltsam.

Kein einziger Kampf wirkt wie Selbstzweck oder wie eine Szene, um die der Rest des Filmes herum geschrieben wurde. Das ist einfach die Natur der Konfliktlösung, Hutch Style. Zum Spaß tragen eindeutig auch neben den etablierten, einige neue Charaktere bei. Colin Hanks (Nuremberg) als korrupter Sheriff ist herrlich überheblich und sich in keiner Weise bewusst, wie dumm und belanglos er doch ist, besonders für Lendina.

Die wird von Sharon Stone „gespielt“ und sie overacted so, dass ich glaube sie hat ihre Figur aus Catwoman wieder ausgegraben. Ihre übertriebene Kälte, diese Härte, ich konnte ihr nicht zusehen ohne ständig lächeln zu müssen. Von all den wiederkehrenden Figuren steht natürlich Bob Odenkirk als Hutch im Mittelpunkt und seine „ich wäre jetzt gerne wo anders“ bzw. „lasst mich doch alle in Ruhe“ Gesichtsausdrücke, sind genial und 100 prozentig nachvollziehbar.

Das Finale inklusive Zeitlupe plus „The Power of Love“ als Soundtrack fasst für mich sehr schön zusammen, wie ich mich während des gesamten Filmes gefühlt habe. Fehlt mir der ernstere Grundton des Originals, was einige Seher ja kritisiert haben? Nun nicht wirklich, weil das hier für mich eine natürliche Entwicklung des Charakters ist. Er hat nun privat und beruflich genau das, was ihm Spaß macht und dennoch schleicht sich das Gefühl festzustecken, immer wieder mal ein.

Und selbst im Urlaub hat man keine Ruhe, davon kann wohl wirklich jeder Mensch ein Lied singen. Hutch ist einfach, wie wir gerne wären. Unscheinbar nach außen, aber wenn es um unsere Familie geht, dann verteidigen wir sie unaufhaltsam bis zum Happy End. Ein Nobody zu sein ist eben erstrebenswerter, als man zunächst annehmen konnte. Alle Beteiligten Niemande hatten offensichtlich einen großen Spaß und das überträgt sich wieder mal auf uns Zuschauer.

„Nobody 2“ bekommt von mir 8/10 einen Urlaub vom Urlaub brauchende Empfehlungspunkte.

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Oldies But Goldies: Shoot To Kill (1988 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/08/09/oldies-but-goldies-shoot-to-kill-1988-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/08/09/oldies-but-goldies-shoot-to-kill-1988-filmkritik/#respond Sat, 09 Aug 2025 05:00:55 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37888 Warren (Sidney Poitier) verfolgt einen Mörder, der sich abgesetzt und einer Wandertruppe durch die Berge angeschlossen hat. Dazu tut er sich mit dem Fährtenleser Jonathan (Tom Berenger) zusammen, denn dessen Freundin Sarah (Kirstie Alley) ist es, die den Trupp anführt. … Weiterlesen

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Warren (Sidney Poitier) verfolgt einen Mörder, der sich abgesetzt und einer Wandertruppe durch die Berge angeschlossen hat. Dazu tut er sich mit dem Fährtenleser Jonathan (Tom Berenger) zusammen, denn dessen Freundin Sarah (Kirstie Alley) ist es, die den Trupp anführt. Aber können die beiden die Gruppe einholen und wird es bis dahin überhaupt noch eine Gruppe geben, die man einholen kann?

Oder wird der Mörder alle beseitigen, um über die Grenze, die sich durch die Berge zieht, zu entkommen …

Es kann so herrlich simpel sein. Eine einfachere Prämisse als diese hier gibt es wohl kaum. Ein Mörder versteckt sich in einer Gruppe von Wanderern und wir wissen nicht wer es ist. Währenddessen verfolgt der Stadtpolizist mit dem Fährtenleser ihre Spur. Werden sie es schaffen? Und wer ist eigentlich der Mörder?

1988 war eine andere Zeit. Da gab es noch kleine, feine Thriller, die spannend waren ohne großes Bum-Bum rundherum. Und das hier ist genau einer dieser Vertreter. Ich habe lange nach diesem Film gesucht, weil ich ihn vor Jahren gesehen hatte und mir eine Szene wieder eingefallen ist und ich mir dachte „Ui, den muss ich mir wieder mal ansehen. Mal schauen, ob er wirklich so spannend ist, wie ich ihn in Erinnerung habe.“ Und ja, ist er.

Das beginnt bereits am Anfang als der Mörder eine Geisel genommen hat. Er wollte nur Diamanten oder andere Edelsteine klauen und jetzt ist ein Haufen von Polizisten und Scharfschützen vor Ort. Wie kann er entkommen? Durch ein paar sehr einfache Tricks und völlige Skrupellosigkeit. Da fiebert man bereits von Anfang an mit.

Was dann noch dazu kommt sind die Szenen in den Bergen, die wirklich gut zeigen, wie gefährlich es da oben ist und wie wenig wir (nach wie vor) der Natur entgegensetzen können. Egal, ob es um Schneemassen geht oder um eine tiefe Schlucht, Wasserfälle – die Gefahr lauert überall und sie wird hier relativ simpel, aber sehr effektiv, in Szenen eingebaut, die ich davor noch nie so gesehen hatte – und ich glaube, auch seitdem nicht mehr.

Das – kombiniert mit der Tatsache, dass wir immer wieder der Gruppe von Wanderern folgen und nicht wissen, wer von denen der Mörder ist – ist natürlich eine kleine Meisterleistung – das ist und bleibt spannend. Leider erfolgt meinem Geschmack nach die Auflösung wer der Mörder ist zu früh, was dem Film ein wenig an Spannung raubt, aber in Summe: Hammer.

Die schauspielerischen Leistungen sind top, allen voran Sidney Poitier und Tom Berenger. Das ungleiche Duo hat diese „Buddy-Movie“-Momente, bei denen man natürlich weiß, wie das weiterlaufen wird, aber es funktioniert unglaublich gut. Vor allem eine Szene in welcher Warren begreift, dass er außerhalb seiner gewohnten Umgebung unterwegs ist oder als die beiden eingeschneit werden und Jonathan ihn wärmen muss – wundervoll. Dazu ein paar nette Gags, wie Warren mit der neuen Umgebung umgeht. Das passt. Der Humor ist zwar selten, aber dafür passt er gut ins Bild.

Ich kann jetzt nicht verraten, wer der Mörder ist, aber ja, auch der spielt super. Und Kirstie Alley, nun, die ist als optischer Aufputz dabei, wobei ich es positiv finde, dass man auf halbnackte Szenen oder irgendeine Art der Perversion des Mörders verzichtet hat. Der will halt „einfach“ um jeden Preis entkommen.

Und Ja, am Ende darf auch ein wenig „80iger Jahre Cheese“ sein 😉

„Mörderischer Vorsprung“ wie er bei uns heißt bzw. „Shoot To Kill“ bekommt von mir 8,5 von 10, immer noch die gekonnt die Spannungsschraube andrehende, Punkte.

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Simon (Jack Quaid) lebt mit seiner großen Schwester Deedee (Malin Akerman) zusammen, die finanziell den Haushalt alleine schaffen muss. Simon ist nämlich über zehn Jahre schon arbeitslos, war bereits in einer Anstalt und muss regelmäßig Tabletten nehmen. Als er eines Tages sieht, wie ein Mädchen entführt wird, zögert er zunächst.

Immerhin könnte dies nur eine weitere seiner Halluzinationen sein. Er wendet sich schließlich dennoch an die Polizei, die ihm auf Grund seiner medizinischen Geschichte, aber natürlich nicht glaubt. Aus Verzweiflung sucht er daraufhin seinen Nachbarn Ed (Jeffrey Dean Morgan) auf, der früher als Sicherheitsmann gearbeitet hat…

Was Regisseur Duncan Skiles (The Clovehitch Killer) hier abgeliefert hat, ist wohl einer der ruhigsten, unspektakulärsten und im kleinsten Rahmen gehaltenen Filme, die ich in längerer Zeit gesehen habe. Zwei Außenseiter in den Hauptrollen und die dazu gehörigen Darsteller und Performances, haben dieses Erlebnis jedoch zu einem Vergnügen für mich gemacht, obwohl ich normal gerne mehr Wirbel auf der Leinwand sehe.

Der Wirbel ist dann doch durchaus vorhanden, aber er beschränkt sich auf das Innenleben von Simons Kopf. Die Krimi-Handlung treibt die Geschichte voran, aber im Grunde geht es um zwei außerhalb der Norm funktionierende Menschen, die so etwas wie eine Freundschaft zueinander aufbauen, ohne dies auch nur ansatzweise geplant zu haben. Was sie im Prinzip füreinander getan haben und wie sie ihre Leben gegenseitig verändert haben, realisieren sie erst ganz am Schluß.

Wirklich unangenehm gut finde ich dabei die Art und Weise, wie das Trauma von Simon sich immer wieder an die Oberfläche kämpft. Als Kind wurden er und seine Schwester von ihrem Vater misshandelt und dieser ist nun die Stimme in seinem Kopf. Diese sagt ihm ständig, was für ein Versager er ist, dass er nichts erreichen kann im Leben und allen Menschen nur zur Last fällt. Psychopharmaka und Halluzinationen bestimmen zusätzlich seinen Alltag.

Auf der anderen Seite wäre da Ed, eine Sicherheitsmann einer Schule, der sich mit seiner Pensionierung nicht abfinden will. Sein Alter interessiert ihn ebenso wenig und die Wünsche seiner Ärztin seinen Lebensstil zu ändern, da hat er schon während sie geredet hat nicht mehr zu gehört. Geld hat er wenig und Freund sowieso keine, wegen seiner peniblen und oft auch sehr ruppigen Art.

Es gibt auf dem Papier nur wenig Konstellationen zweier Menschen, die weniger zusammen passen würden und dann wollen sie auch noch gemeinsam ein entführtes Mädchen finden. Der Homerun gelingt dann, wenn dieses Szenario, von Jack Quaid (Heads of State) und Jeffrey Dean Morgan (The Unholy) zum Leben erweckt wird. Quaid ist perfekt mit seiner unsicheren Körperhaltung, dem Blickkontakt nicht stand halten Können und der Angst in den Augen, wenn seins Vaters Stimme an seinem Verstand nagt.

Oder wenn er einfach so Wörtersalat quasselt, wenn er nervös wird. Morgan zeigt dieses hin und her zwischen seinem Traum wichtige Dinge im Leben erreicht zu haben schon lange aufgegeben zu haben und dennoch immer wieder das Feuer in sich zu spüren, etwas richtig machen zu wollen sehr nachvollziehbar. In Kombination sind die beiden dann am stärksten, vor allem wie Ed auf Simon reagiert und wie sich sein Verhalten ihm gegenüber, mit der Zeit verändert.

Ich dachte zunächst wirklich nicht, dass ich hiermit so viel Freude habe aber ich erkläre es einfach mittels der letzen Szene: der Payoff, zu bekommen was man als Zuschauer erwartet und dann auch noch in der Form dieser zwei lachenden Menschen, ist wirklich großartig gewesen und die dadurch erzeugte gute Laune, blieb bei mir noch Stunden nach dem Film erhalten. Diese nachbarschaftlichen „Nebenfiguren“, haben ihre Hauptrollen eindeutig verdient.

„Neighborhood Watch“ bekommt von mir 8/10 ohne Hintergedanken einfach das Richtige tun wollende Empfehlungspunkte.

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