Crime | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 28 Mar 2026 06:35:55 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Robocop – Rogue City: Unfinished Business (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/28/robocop-rogue-city-unfinished-business-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/28/robocop-rogue-city-unfinished-business-game-review/#respond Sat, 28 Mar 2026 06:35:32 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38658 Das Polizeirevier wird überfallen – es gibt eine Menge an toten Polizisten und die Ausrüstung, die für Robocop im Keller gebunkert war, wurde gestohlen. Wie sich herausstellt ist dies womöglich der Fall, weil die Komponenten in der EDV für die … Weiterlesen

The post Robocop – Rogue City: Unfinished Business (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Das Polizeirevier wird überfallen – es gibt eine Menge an toten Polizisten und die Ausrüstung, die für Robocop im Keller gebunkert war, wurde gestohlen. Wie sich herausstellt ist dies womöglich der Fall, weil die Komponenten in der EDV für die Herstellung einer wirklich bösen Maschine geeignet sind. Eine Söldnertruppe hat den Überfall durchgeführt und alle Spuren führen zum Omni-Tower.

Robocop (Peter Weller) zögert nicht lange und fährt hin, um die Verantwortlichen zu stellen.

Die haben aber keine Freude damit, dass der blecherne Polizist vor ihrer Haustür auftaucht und riegeln alles ab. Das bedeutet, dass alles Bewohner:innen im riesigen Wolkenkratzer mit eingeschlossen sind. Denn der Omnitower beherbergt viele Menschen und die meisten davon vegitieren am Rande der Existenz dahin. Es hat sich sogar eine kleine Stadt in dem Hochhaus gebildet.

Robocop macht sich also auf den Weg, um die Täter zu finden und lässt sich dabei von nichts aufhalten. Außer von verschlossenen Stahltüren. Aber auch da kommt Hilfe, denn eine unbekannte Frau, die irgendwo im Turm sitzt, hat viele Informationen und Codes und aus irgendeinem Grund nimmt sie Kontakt zu Robocop auf, um ihm zu helfen.

Die Frage stellt sich nur, ob sie ein falsches Spiel spielt oder es ehrlich meint. Dazu kommt, dass der Bösewicht hinter allem sich auch offenbart und es gibt mehr Verbindungen zu Robocops Vergangenheit, als ihm klar war …

„Unfinished Business“ ist eine Stand-Alone-Erweiterung des First-Person-Shooters „Robocop: Rogue City“ und offen gestanden gibt es nicht wirklich viele Änderungen zum Hauptspiel. Das Setting ist neu, die Story ist neu und das war es dann im Grunde auch schon.

Apropos Story: Die ähnelt im Kern und der Optik und so generell der Geschichte von „Dredd“ mit Karl Urban oder von mir aus auch „The Raid“.

Das macht mir persönilich nichts aus, denn lieber gut geklauft als schlecht erfunden. Naja. Sagen wir mal so. Aber egal, denn was die Macher:innen hier aus dem Setting rausgeholt haben, das finde ich richtig großartig – und nichts davon hat sich für mich irgendwie aufgesetzt angefühlt. Also die optische Abwechslung ist unerwarteterweise tatsächlich vorhanden – innerhalb des Rahmens, dass die ganze Story halt in einem riesigen Hochhaus spielt.

Aber auch so ist man bemüht, immer wieder mal kleine Hubs einzubauen, in denen Robocop herumläuft, kleine Nebenaufgaben löst – wie zum Beispiel einen Mordfall aufklären oder mit Hilfe seiner Scanfähigkeiten eine entlaufene Ratte finden. Das macht Laune und passt gut als kurze (oder längere, wenn man alle Nebenmissionen machen will) Verschnaufspause, denn der Rest ist Ballern in Reinform.

Und das macht erneut einfach Riesenspaß. Als Robocop gibt es ja sowas wie „in Deckung gehen“ quasi nicht und der Schnellste ist er auch nicht, dafür hat seine Waffe absollut Durchschlagskraft und die Geräuschkulisse ist grandios übertrieben. Und Blut spritzt literweise. Auch Arme und Beine werden da schon Mal weggeschossen.

Das macht insofern richtig Laune, weil der Tonfall des Spiels wirklich gut an den ersten Film rankommt und herrlich „Over-The-Top“ ist. Ich kann es schwer beschreiben und ich bin mittlerweile in einem Alter in dem ich übertriebene Gewalt eigentlich schlecht aushalte und auch nicht brauche, aber hier – da passt das alles super zusammen und wirkt einfach stimmig.

Das liegt auch daran, dass Robocop hier mit ein paar NPC interagieren darf, die ihn durch das Spiel begleiten und er darf hier auch wirklich ein paar mal richtig trockenen Sarkasmus in die Welt werfen (und Peter Weller als Original-Robocop und Synchronsprecher ist wieder dabei und liefert einen tollen Job). Ich habe ein paar Mal wirklich sogar laut auflachen müssen. Und die Figuren sind. angenehm schräg ohne nervig zu werden. Also wirklich – die Dialoge und alles: Das ist fast perfekt geschrieben für das Robocop-Universum. Und wenn ihr die Radios in der Spielwelt einschaltet, dann hört ihr verschiedene Werbungen, die ebenfalls vom Sarkasmus (oder ist das schon Zynismus) perfekt in dieses Universum passen.

Was mich überrascht hat: Wie viele. Mühe man sich gegeben hat, um auch anderen Figuren als Robocop einen Hintergrund zu verpassen und man spielt tatsächlich im Laufe der Handlung mehrere(!) andere Personen als Robocop. Meist in Flashbacks und um die Story zu erklären, aber auch da: Wow, sag ich. Fand ich wirklich gut und hat auch vom Timing her einfach gepasst.

Man merkt es vielleicht: Ich finde „Unfinished Business“ sogar besser als das Hauptspiel (von dem man übrigens Null mitnimmt. Das Aufleveln von Robocop beginnt wieder von Vorne mit dem Verteilen von Skill-Punkten und funktioniert genau gleich), denn es erzählt seine Story kompakter und trotzdem – wie ich finde bzw. wie mir vorkommt – mit mehr Aufwand. Und das honoriere ich tatsächlich.

Ich kann also allen, die einfachen und unkomplizierten Shooter-Spaß (und das ist es – vor allem, wenn dann die geniale Musik vom ersten Film einsetzt). Was halt immer noch nicht wirklich klappt oder gut aussieht: Gesichtsanimationen. Das funktioniert einfach nicht. Aber auch das passt irgendwie zum Charme des Spiels.

Ganz ehrlich: Wenn die gleichen Leute ein drittes Spiel mit Robocop machen: I would buy that for a dollar!

„Robocop: Rogue City – Unfinished Business“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, alles fokussierter, aber in meinen Augen von technischen Abstrichen her alles richtig machende, Punkte.

PS: Und Ja, man kann ein paar Katzen streicheln.

The post Robocop – Rogue City: Unfinished Business (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/03/28/robocop-rogue-city-unfinished-business-game-review/feed/ 0
The Calling Witch (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/19/the-calling-witch-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/19/the-calling-witch-filmkritik/#respond Thu, 19 Mar 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38628 Die Mutter von Virginia (Danika Golombek) hat sich erhängt. Sie, ihr Bruder Edward (Grayson Eddey) und ihr Vater Warren (Marcus DeAnda) bleiben allein zurück. Das letzte Buch, welches ihre Mutter geschrieben hat, trug den Titel „The Calling Witch“. Und diese … Weiterlesen

The post The Calling Witch (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Die Mutter von Virginia (Danika Golombek) hat sich erhängt. Sie, ihr Bruder Edward (Grayson Eddey) und ihr Vater Warren (Marcus DeAnda) bleiben allein zurück. Das letzte Buch, welches ihre Mutter geschrieben hat, trug den Titel „The Calling Witch“. Und diese Hexe scheint Gestalt anzunehmen, denn ungewöhnliche Dinge passieren. Einbrüche in das Atelier der Mutter – aber die ortsansässigen Rowdies behaupten strikt, nichts damit zu tun zu haben.

Irgendetwas geht hier vor. Die Frage stellt sich, ob es sich um übernatürliche Vorkommnisse handelt, oder ob etwas ganz anderes gespielt wird …

Das Plakat bzw. der Poster zu „The Calling Witch“ ließ auf einen klassischen Geister-Film hoffen. Die übliche Geschichte halt: Letztes Buch. Hexe. Mutter tot. Tralala.

Nur, das stimmt nicht. Denn „The Calling Witch“ ist ein völlig anderer Film als man denkt. Tatsächlich ist es ein Familiendrama, welches sich in erster Linie um die Erkenntnisse von Virginia dreht, die nach und nach feststellen muss, dass ihre Familie vielleicht nicht die Familie ist für die sie sie hält.

Das klingt jetzt ein wenig kryptisch, aber noch mehr zu verraten wären absolut Spoiler.

Was man auf jeden Fall wissen sollte, bevor man sich den Film ansieht: Erwartet euch keinen Haunted House-Streifen á la „Conjuring“ oder ähnliches. Das ist der Film nämlich überhaupt nicht. Zu keiner Sekunde.

Was der Film auch nicht ist: Besonders gut. Zumindest mich hat die Story spätestens zu dem Zeitpunkt verloren als klar geworden ist, was hier wirklich abgeht. Das ist ungefähr zur Mitte des Films. Die zweite Hälfte beschäftigt sich dann mit den Auswirkungen dieser Erkenntnisse. Das ist an sich eine coole Idee, wenn der Twist nur nicht so schrecklich … öde wäre.

Das Skript verlässt sich nämlich zu einhundert Prozent darauf, dass ihr mit Virginia mitfiebert und sie und Edward sympathisch findet. Wenn dann die Enthüllung kommt, dann reißt das Virginia schon mal den metaphorischen Boden unter den Füßen weg. Mir als Zuseher ging es eher so, dass ich mir dachte „WTF?“. Aber nicht die positive Version davon, sondern eher die „ihr dachtet, dass ihr damit durchkommt“-Version.

Ja, die Idee ist gut und auch die Teilung des Films in zwei Teile mit Teil A – seltsame Vorkommnisse, Enthüllung, Teil B – die Auswirkungen, finde ich gut. Nur die Umsetzung ist leider nicht geglückt.

Ich wurde die gesamte Zeit nicht wirklich warm mit Virginia. Und auch die anderen Figuren – eh okay, aber irgendwie war ich die gesamte Zeit seltsam distanziert. Das mag daran liegen, dass das Buch der Mutter „The Calling Witch“ ein Kinderbuch/Horrorbuch ist – und die Illustrationen zeigen ganz klar ihr eigenes Haus. Mir ist schon klar – nach Ansicht des Films – warum das so sein muss und warum das so passt, aber das hat mich von Anfang an irritiert. Tatsächlich habe ich mir die Frage gestellt, warum eine Frau so was machen würde. Und sich danach das Leben nimmt.

Folgende Absätze könnten als Spoiler durchgehen, also Vorsicht.

Warum macht man so was?

Variante A: Es ist ein Horrorfilm. Geister. Besessenheit. Sie wurde von einem Geist dazu gezwungen. Sowas in der Art. Aber da ist halt rasch klar, dass das so nicht passen kann.

Variante B: Das Buch ist ein Geständnis. Ein sehr, sehr plakatives Geständnis und die Mutter hat nicht ertragen, was sie da gestanden hat.

Alles andere würde von einem narrativen Standpunkt her nicht sinnvoll. Und wenn das gesickert ist, dann weiß man, dass das Buch eigentlich bereits die gesamte Handlung mitsamt Twist und allem drum und dran vorwegnimmt und verrät.

Deshalb hat die „schockierende Enthüllung“ bei mir ein ziemlich emotionsloses „Ah, dachte ich mir doch“ ausgelöst. Nochmals: Schade. Da ist meiner Ansicht nach ein dramaturgischer Fehler passiert – man hätte den Film nicht mit diesem Buch anfangen lassen dürfen, sondern es erst nach und nach enthüllen. Aber – ich bin weder der Drehbuchautor noch der Regisseur des Films.

Wie dem auch sei: Der Film ist an sich gut gemacht ohne große Ausfälle. Er ist nicht immer ganz logisch, sie es von Entscheidungen, welche die Protagonisten treffen, noch von seiner internen Logik her. Und ein paar Dinge sind wirklich an den Haaren herbeigezogen.

Naja, für eine Einmalsichtung passt es, aber erwartet euch halt nicht zu viel. Und – das tut mir auch leid, das schreiben zu müssen – Danika Golombek trägt den Film für mich leider nicht. Sorry. Vielleicht wäre es besser gewesen Edward als Hauptfigur zu nehmen. Als Nebenfigur hätte Virginia vielleicht besser abgeschnitten.

Für mich ist „The Calling Witch“ einer dieser Filme, der sich zu sehr auf die Story fokussiert, sich dabei für ziemlich clever hält und halt leider nicht an die Emotionen denkt, die er vermitteln sollte bzw. seine Charaktere in meinen Augen eher als Mittel zum Zweck behandelt.

„The Calling Witch“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, mit falschem Marketing beworbene, Punkte.

The post The Calling Witch (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/03/19/the-calling-witch-filmkritik/feed/ 0
Seclusion (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/10/seclusion-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/10/seclusion-filmkritik/#respond Tue, 10 Mar 2026 06:25:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38483 Madeleine (Nicky Whelan) ist Therapeutin und ihr letzter Klient offenbart ihr, dass er sie liebt, sie ihn betrogen hätte und versucht sie umzubringen. Sie überlebt jedoch, schreibt ein Buch darüber und wird Bestseller-Autorin. Wie das Leben halt so gehen kann. … Weiterlesen

The post Seclusion (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Madeleine (Nicky Whelan) ist Therapeutin und ihr letzter Klient offenbart ihr, dass er sie liebt, sie ihn betrogen hätte und versucht sie umzubringen. Sie überlebt jedoch, schreibt ein Buch darüber und wird Bestseller-Autorin. Wie das Leben halt so gehen kann. Für ihr zweites Buch hat sie ihre Patientin Heather (Amy Wade) ausgewählt und über die möchte sie schreiben.

Nach einem Vorfall zieht sie sich zurück in ihre Heimatstadt, wo ihre Schwester Kelly (Dominique Swain) lebt und ihr Vater (Fred Sullivan) bald seinen runden Geburtstag feiert.

Aber eines nachts erwischt Madeleine einen Einbrecher, der jedoch unerkannt entkommen kann und bald darauf stellt sie fest, dass sie verfolgt wird. Als sie das Heather erzählt macht diese sich Sorgen um „ihre“ Psychiaterin und macht sich auf den Weg zu ihr. Als sie dann unangekündigt bei der Feier ihres Vaters auftaucht, stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht Heather der unheimliche Stalker ist, zumal sie nicht wieder fahren will und sich mehr oder weniger in Heathers Leben breitmacht …

Ich weiß offen gesprochen nicht, was der Film mit „Abgeschiedenheit“ zu tun haben soll, denn abgeschieden ist Madeleine eigentlich nie. Im Grunde ist sie immer von Menschen umgeben, außer halt, wenn sie allein in der Nacht im Haus ist. So wie alle anderen Singles auch. Aber gut. Soll sein.

Der Film selbst wäre potentiell spannend und Nicky Whelan gibt sich auch alle Mühe schauspielerisch zu überzeugen. Vergebens zwar, aber immerhin. Ihre Madeleine wirkt als wäre sie aus einer Folge „Desperate Houswives“ falsch abgebogen und dann eben hier in diesem Film gelandet, der übrigens optisch absolut ein Fernsehfilm ist. Das zieht sich durch den gesamten Film, wie gleich mal anmerken muss. Das betrifft die Belichtung, die Sets und vor allem das Schauspiel, welches niemals Kino-Niveau erreicht, sondern meistens so auf deutsches Serienformat-Niveau herumdümpelt (gilt in diesem Fall spannenderweise vor allem für den englischen Originalton).

Interessant fand ich, dass dann doch zwei eher bekanntere Gesichter im Film zu finden sind. Da wäre zum einen Fred Sullivan, den zwar niemand einem bestimmten Film zuordnen kann, aber dessen Gesicht man einfach kennt und der wirkt hier – wie eigentlich immer – absolut sympathisch und nett. Hat aber jetzt auch nicht viel zu tun außer da zu sein und seine erfolglreiche Tochter zu bevorzugen 😉

Und damit wären wir bei Dominique Swain, welche die Schwester von Madeleine spielt und die Tochter, die halt Zuhause blieb, keine Karriere gemacht hat und in der Kleinstadt versumpft ist. Wenn ich das mal so plakativ überspitzen darf. Und das hat mich fast ein wenig erschüttert, denn Dominique Swain … naja, heutzutage kennt sie vermutlich quasi niemand mehr. Aber eine zeitlang war die Dame die neue Mischung aus Drew Barrymore und Scarlett Johannson. Nachdem sie vor vielen Monden in der Neuverfilmung von „Lolita“ eben die namensgebende Lolita gespielt hat (an der Seite von Jeremy Irons) und davor bei „Face/Off“ dabei war, ist sie quasi medial durchgestartet – und den Sprung in die große Liga dann jedoch niemals so richtig hinbekommen. Auch wenn sie mit vielen bekannten Leuten vor der Kamera stand (Udo Kier, Jensen Ackles, Eric Roberts, Christina Ricci, Michael Madsen, Mickey Rourke, usw) ist sie dann doch rasch im Bereich der Trash-Filme gelandet.

Und was sie hier abzieht, dass ist schon fast eine Frechheit. Ich meine, ja, das kommt jetzt ein wenig drauf an, wie man die Sache sieht, denn wenn der Auftrag war, ihre Rolle so anzulegen, dass man Kelly von Anfang an nicht mag – Bingo. Das hat sie absolut auf den Punkt gebracht. Und Kelly macht auch richtig miese Sache, das gleich mal vorweg. Was ich aber spannend finde – und das wirkte so auf mich – ist, dass das Schauspiel in diesem Film primär darauf hinauslauft, den Kopf nach vorne zu strecken, die Stirn zu runzeln und das war es dann. Mehr ist das nicht drin. Und das mir das auffällt sagt schon viel aus.

Aber – wie gesagt, der Fairness halber – das war vielleicht so gewollt von der Regie, kann ich nicht sagen. Ich fand es schräg.

Was halt auch nicht hilft sind Anschlussfehler im Schnitt, wenn Person A zum Beispiel, die Hand am Kopf hat, dann wird geschnitten und in der nächsten Szene hängt die Hand zur Seite runter oder solche Dinge. Mag vielleicht nicht groß stören und es ist auch meistens nur eine knappe Sekunde im Bild, aber irgendwie hat mich das irritiert.

Die Story ist aus dem Lehrbuch und nimmt dann eine gaaaaaanz andere Wendung als man denken würde *hüstel* (genau …) und das Ende ist dann ein dermaßen übertriebenes Kitsch-und-Rosen-Ende, dass ich fast kotzen musste. Ich bin kein Therapeut, aber was da – sogar für Laien klar ersichtlich – an Vorschriften gebrochen wird und so weiter – irre. Also wenn Madeleine auch nur irgendwie weiter in ihrem Job arbeiten kann/darf (was im Film so ist), dann ist das absolute Sci-Fi und sonst nichts. Das ärgert mich vermutlich hauptsächlich deshalb, weil ich viele Therapeut:innen kenne und Verschwiegenheitspflicht und Therapeuten/Klient:innen-Beziehung bzw. Nähe eine Dauerthema ist – und dann kommt sowas in einen Film … naja. Vielleicht sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in anderen Ländern ja anders. Was weiß ich.

Jedenfalls war der Film grundsätzlich okay, wenn auch wenig überraschend, ein paar Szenen waren sogar wirklich gut von der Idee, auch wenn die schauspielerische Leistung nicht so prickelnd war. Amy Wade als Heather macht übrigens eine gute Figur und die Ambivalenz für die Zuseher:innen, ob sie jetzt die Böse ist oder nicht, kommt gut rüber.

Alles in allem ist der Film ganz okay, bietet keine großen Überraschungen und auch keine schlimmen Ausfälle. Spannungsaufbau ist wenig vorhanden, sei es von der Inszenierung oder von der Story her – aber für eine Einmalsichtung mit der richtigen Erwartungshaltung ganz okay.

„Seclusion“ bekommt 5 von 10 möglichen, in Summe absolut durchschnittlich seiende, Punkte.

The post Seclusion (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/03/10/seclusion-filmkritik/feed/ 0
The Rip (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/17/the-rip-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/17/the-rip-filmkritik/#respond Tue, 17 Feb 2026 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38499 Captain Jackie Velez vom Miami-Dade Police Department wird ermordet und sofort machen Gerüchte über korrupte Cops die Runde und ihr gesamtes Team wird verdächtigt. Der nun aufgestiegene Anführer des Tactical Narcotics Teams (TNT), Lieutenant Dane Dumars (Matt Damon), bekommt gleichzeitig … Weiterlesen

The post The Rip (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Captain Jackie Velez vom Miami-Dade Police Department wird ermordet und sofort machen Gerüchte über korrupte Cops die Runde und ihr gesamtes Team wird verdächtigt. Der nun aufgestiegene Anführer des Tactical Narcotics Teams (TNT), Lieutenant Dane Dumars (Matt Damon), bekommt gleichzeitig einen Tip mit einer Adresse für ein Haus, in dem illegales Geld versteckt sein soll.

Er bricht gemeinsam mit Detective Sergeant J.D. Byrne (Ben Affleck) und den restlichen drei Teammitgliedern sofort zu dem Haus auf, dass von Desi Molina (Sasha Calle) bewohnt wird. Als sie die gewaltige Summe von über 20 Millionen Dollar Drogengeld entdecken, hält sich Dumars nicht ans Protokoll und leitet dies nicht an die Dienststelle weiter, sondern er konfisziert die Handys seiner Leute und will die Sache mit und innerhalb seines Teams klären…

Stretch, Boss Level und Copshop, Regisseur und Drehbuchautor Joe Carnahan hat in den letzten Jahren immer wieder Thriller abgeliefert, die coole Action-Momente beinhalten und in Summe einfach Spaß machen. Seit Jänner 2026 läuft nun sein aktueller Film auf Netflix und für die beiden Hauptrollen, konnte er Matt Damon und Ben Affleck verpflichten können. Mit Damon gibt es auch ein aktuelles Interview, über das ich kurz ein paar Worte verlieren möchte.

Er spricht über das Thema, dass moderne Filme immer dümmer werden. Das zeigt sich darin, dass z.b. Auflösungen nach einem Twist nicht nur gezeigt, sondern auch erklärt werden. Das wiederum ist scheinbar nötig, weil immer mehr Menschen in abgelenkter Form Filme konsumieren, also etwa gleichzeitig mit dem Handy spielen. Deshalb sind doppelte Auflösungen laut Produzenten nötig geworden. Ich persönlich finde das schade, aber wenn man den Grund dafür hört, dann haben wir als Fans des Medium Film, diese Entwicklung wohl verdient.

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Erlebnis und im Vergleich zu meinen drei oben genannten Lieblingsfilmen von Carnahan, kommt dieser Rip völlig ohne Humor aus. Die Atmosphäre ist düster und angespannt, innerhalb des Teams kommt es zu Meinungsverschiedenheiten und das Vertrauen in die Kollegen leidet extrem. Als Zuseher ist man eigentlich durchgehend am Spekulieren, ob es gleich mehrere Verräter gibt, die das Geld über das Gewissen/den Job stellen.

Wer hier ein schmutziger Cop ist, wer für den Mord an ihrer Chefin verantwortlich ist, einfach wem man hier trauen kann, das – unterstützt von den engagierten Performances – macht den Reiz der ganzen Sache aus. Wenn man die Auflösung dann kennt, ist das im Rückblick kein Film, der bei einer Zweitsichtung noch spannend wäre bzw. bin ich einer, der sich oft nicht ganze Filme, sondern Lieblings-Szenen, immer wieder ansieht. Solche gibt es hier nicht.

Die Schießereien sind intensiv (und verwackelt), die Verfolgungsjagden kurz und knackig gehalten, Highlights sind keine dabei. Matt Damon (Jason Bourne) als Dumars und Ben Affleck (Hypnotic) als Byrne kennt man ihre Freundschaft im echten Leben an, ihre Figuren haben eine gewisse Vertrautheit und ihre Streitigkeiten wirken wie die zwischen Brüdern. Dennoch haben die zwei die intensivsten Momente. Der Lichtblick in all der Abgebrühtheit, ist dann aber Sasha Calle.

Sie habe ich als (verschenktes) Supergirl in The Flash kennengelernt und ihre Desi ist aufgeweckt, nicht auf den Mund gefallen und hat das Herz am rechten Fleck. Ebenfalls interessant war es für mich als Freund von Scott Adkins (Prisoner of War), ihn hier (als FBI Bruder von Afflecks Charakter) in einer Rolle zu sehen, die null Kämpfe beinhaltet. In Summe machen hier alle Darsteller einen guten Job, vor allem die Ladys sind auf natürliche Weise einfach lässig.

Was heißt das nun für den Film als Ganzes? Auf Carnahan bezogen nicht schlecht, aber nicht bei meinen Lieblingen dabei. Auf Netflix bezogen sicherlich einer der besseren Thriller, egal ob nun auf die Machart als auch auf Handlung und Schauspiel bezogen. Das Ende überrascht dabei kaum (außer vielleicht man hat zwischendurch aufs Handy geschaut), aber es ist sehr befriedigend und es gibt einen sehr schönen Moment zwischen – kleiner Spoiler – Desi und Dumars.

„The Rip“ bekommt von mir 6,5/10 den Verlockungen durch das liebe Geld, konstant widerstehende Empfehlungspunkte.

The post The Rip (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/02/17/the-rip-filmkritik/feed/ 0
The Housemaid (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/14/the-housemaid-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/14/the-housemaid-filmkritik/#respond Sat, 14 Feb 2026 05:00:23 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38528 Millie (Sydney Sweeney) hat ein Problem – sie braucht dringend einen Job und eine Unterkunft, denn sonst erfüllt sie die Auflagen ihrer Bewährungshilfe nicht und muss zurück ins Gefängnis. Da kommt ihr das Jobangebot von Nina (Amanda Seyfried) gerade recht, … Weiterlesen

The post The Housemaid (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Millie (Sydney Sweeney) hat ein Problem – sie braucht dringend einen Job und eine Unterkunft, denn sonst erfüllt sie die Auflagen ihrer Bewährungshilfe nicht und muss zurück ins Gefängnis. Da kommt ihr das Jobangebot von Nina (Amanda Seyfried) gerade recht, denn diese sucht eine Haushälterin.

Dann lernt Millie Andrew (Brandon Sklenar) kennen, Ninas Mann – und dieser ist einerseits eine Augenweide und andererseits auch extrem charmant. Die Tochter CeCe (Indiana Elle) ist ein wenig seltsam und unnahbar und sagt hin und wieder komische Sachen á la „Juice is a privilege and therefore deserves to be served in a clean glas.“ Aber hey – womit findet man sich nicht alles ab, wenn die eigene Existenz auf dem Spiel steht.

Dann merkt Millie aber sehr rasch, dass hier im Haus was gewaltig unrund läuft, denn bereits am ersten wirklichen Arbeitstag tickt Nina völlig aus, beschuldigt Millie, wichtige Unterlagen entsorgt zu haben und zerlegt dabei die halbe Küche. Andrew schreitet ein und kann seine Frau beruhigen, aber eines ist Millie klar – die gute Nina hat schwere Probleme und Andrew ist viel zu nett zu ihr. Und außerdem sieht er wirklich verdammt gut aus …

Freida McFadden hat das Buch geschrieben, auf welchem dieser Film hier basiert und es war ein richtiger Bestseller. Warum, fragt man sich als Uneingeweihte(r) unweigerlich, denn der Trailer sieht anch einem typischen Film dieser Art aus. Und das ist er auch – die erste Stunde lang zumindest. Diese Zeit braucht der Film nämlich um alle möglichen Klischees bezüglich der Situation „Haushälterin“ und „durchgeknallte Arbeitgeberin mit heißem Ehemann“ abzuarbeiten und dann folgt eine Konfrontation – die anders ausgeht als ich erwartet hatte.

Relativ rasch wird die Geschichte dann nochmals aus anderer Perspektive erzählt und nach und nach wird klar, was hier wirklich gespielt wird. Selbst für Nicht-Kenner des Buches dürfte allerdings sehr, sehr rasch klar sein, was hier gespielt wird und was wirklich vor sich geht – aber das tut der Sache und dem Spaß keinen Abbruch.

Das liegt in erster Linie an Amanda Seyfried („A Million Ways To Die In The West„, „Ted 2„), die hier alle Register zieht und als Nina einfach alles gibt – die Frau ist hier eine Tour de Force und möglicherweise gar nicht so wahnsinnig, wie man am Anfang denkt. Ich war völlig baff, denn ich kannte sie in erster Linie aus „Mamma Mia! Here We Go Again“ und da war sie auch gut, aber das hier – das ist richtig stark. Dazu kommt Brendan Sklenar, der als Andrew die absolute Ruhe ausstrahlt und mit seiner Samtstimme manche Szene deutlich deeskaliert – auch hier: wunderbare gecastet. Dass der gute Herr ganz oft in Unterhemden rumläuft und sogar seinen nackten Po zeigen darf, wir die weibliche Zuseherschaft sicher freuen und teilt das Eye-Candy (fast) 50:50 auf. Die andere Hälfte ist Sydney Sweeney („Madame Web„, „Immaculate„), die ja scheinbar wunderschön ist und ja, auch hier darf man sie kurz nackt betrachten und an ihrem Körperbau erfreuen (wenn dass jemand wollen sollte). Insofern spannend, als sie und Amanda Seyfried auch als Produzent:innen fungieren, das hier also schon sehr bewusst eingesetzt ist.

So viel zu den Schauwerten per se – was ich allerdings anführen muss, ist dass die schauspielerische Leistung von Sweeney klar die schwächere von den Hauptfiguren ist. Mit Abstand sogar. Und aus persönlicher Sicht kann sie in punkto Ausstrahlung Amanda Seyfried in keiner Sekunde das Wasser reichen. Das ist insofern wichtig, weil Andrew ja ein Auge auf sie geworfen hat – was ich bei dem Mauerblümchen per se nicht verstehen kann. Aber gut, das stand so im Drehbuch und wenn ich mal das Hirn ausschalte, dann kann ich mir schon einreden, dass der arme Mann ja von seiner Frau so schikaniert wird, dass es weniger ans Sweeneys Optik liegt, als an ihrer entspannten Art. Denn – das muss man so festhalten – was Nina in der erste Stunde so liefert, das ist schon heftigst und vermutlich wäre andere halbwegs attraktive Frau für ihn ebenfalls in Frage gekommen.

Jedenfalls kommt dann die Mitte des Films und dann drehen sich ein paar Dinge und ja, den Twist sieht man von weitem kommen, trotzdem war es tatsächlich sehr schön zuzusehen, wie sich manche Szenen und Aussagen die in der ersten Hälfte passieren in der zweiten Hälfte umdrehen. Das hat tatsächlich richtig gut getan und ich habe gern dabei zugesehen, wie sich die (erwartete) Handlung entfaltet.

Paul Feig hat hier meiner Ansicht nach einen völlig klaren, durchkomponierten Film abgeliefert, der ohne große Tiefe einfach spannend und unterhaltsam ist und ja, man kann ihm schon eine Message zudichten – muss man aber nicht. Auch wenn gerade das Ende dazu regelrecht einlädt. Das ist übrigens auch mein größter Kritikpunkt im Film: Es gibt am Ende eine Szene in welcher eine sehr wichtige Person für das Schicksal der Pro- und Antagonist:innen plötzlich eine Verbindung zu einer der Hauptfiguren aus dem Hut zaubert und deshalb entwickelt sich die Szene in eine bestimmte Richtung weiter (wer den Film gesehen hat, der/die wird verstehen, was ich meine). Das hätte es aus meiner Sicht nicht gebraucht – nämlich gar nicht. Ich finde die Szene wäre weit stärker gewesen, wäre dieser Konnex nicht da gewesen und die Szene wäre trotzdem ausgegangen, wie sie ausging.

Aber hey – es ist nicht mein Film und nicht meine Entscheidung. Und mein Buch war es auch nicht.

Wie dem auch sei – ich fand die knapp über zwei Stunden dauerende Reise mit den drei Haupfiguren wirklich unterhaltsam, spannend und schön irre, war mehrmals beeindruckt von Amanda Seyfried, musste mehrmals seufzen über den Versuch von Sweeney schauzuspielen und hab die absolute Ruhe, die Sklenar ausstrahlt, genossen. Auch der Flashback etwa zur Mitte des Films war meiner Ansicht nach gut plaziert und kurz genug, damit klar war, was Sache ist, aber auch ausführlich genug, damit man versteht, was da emotional alles passierte.

Ich hatte mir von dem Film wirklich nicht viel erwartet, eher gedacht, es wäre so ein Film zum Nebenbeigucken und Drübstreuen, bin dann aber relativ rasch zum „aktiv gucken“ übergegangen, weil der Film wirklich einen guten Flow hat, nie langweilig wird und die Story auch mit ihren Andeutungen, Bruchstücken und Umdeutungen sehr gut erzählt wird. Anspruch? Nein. Unterhaltungswert? Oh ja.

Ein Sequel mit dem Titel „The Housemaid’s Secrets“ ist bereits beschlossen und wird produziert werden. Bei dem Ende kann man sich gut vorstellen, worum es da gehen wird und naja, ich bin gespannt.

„The Housemaid“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, im Haushalt für Ordnung sorgende, Punkte.

The post The Housemaid (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/02/14/the-housemaid-filmkritik/feed/ 0
The Wrecking Crew (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/#respond Sat, 07 Feb 2026 05:00:09 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38474 Beide hatten kein gerade enges Verhältnis zu ihrem Vater und auch die Beziehung zueinander, ist über die Jahre ziemlich abgekühlt. Als der Vater der beiden Halbbrüder James (Dave Bautista) und Jonny (Jason Momoa) jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, … Weiterlesen

The post The Wrecking Crew (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Beide hatten kein gerade enges Verhältnis zu ihrem Vater und auch die Beziehung zueinander, ist über die Jahre ziemlich abgekühlt. Als der Vater der beiden Halbbrüder James (Dave Bautista) und Jonny (Jason Momoa) jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, raufen sich die zwei zusammen.

Vor allem auch weil ihr Vater scheinbar an seine Kinder Informationen weiter gegeben hat, die sie jedoch nicht bekommen haben. Was der Yakuza wiederum egal ist, denn die wollen zuerst Jonny und dann auch den Rest der Familie am Liebsten ganz von der Bildfläche verschwinden lassen…

Regisseur Angel Manuel Soto hat zuletzt mit Blue Beetle einen Comichelden verfilmt und als nächstes wagt er sich an eine filmische Version der „Just Cause“ Computerspiele. Dazwischen hat er eine Buddy-Actionkomödie für AmazonPrime gedreht, die sich als Hommage an die gute alte Zeit sieht, als solche Filme an der Tagesordnung standen. Durch Drehorte wie Hawaii und Neuseeland wird dabei zusätzlich ein gewisses tropisches Urlaubsfeeling erzeugt, was trotz ernsten Momenten, den lockeren Grundton unterstreicht.

Ich beginne gleich mit der einzigen Sache, die den Spaß hier etwas (nicht zu viel) bremsen könnte und das ist die eigene Erwartungshaltung. Dave Bautista und Jason Momoa machen gemeinsame Sache (Gegner waren sie ja bereits) und vermöbeln böse Jungs…baby yeah, count me in! Nicht falsch verstehen, das Ergebnis bereitet durchgehend Freude, hat Charme, Witz, knackige Action, übercoole Momente und brutale ebenso, aber gefeiert wie zuletzt etwa den ähnlich funktionierenden Heads of State, habe ich den Film nicht.

Warum das Werk hier so gut funktioniert, liegt dennoch an den beiden Herren. Batista hat nun endlich aufgehört, sich seine Haare (also hier den Bart) zu färben, denn das wirkt bei ihm extrem künstlich. Außerdem sind seine Oneliner wieder witzig, gerade bei ihm fällt mir immer auf, wenn ein Regisseur ihn nicht richtig führen kann oder er sich scheinbar nicht so wohl fühlt. Vielleicht schaltet er aber auch einfach zwischen „ich mache diesen Film gerne“ oder „ich verdiene damit mein Geld“ hin und her und das merkt man dann auch.

Sein James hat eine gewisse Würde an sich, ist Familienmensch und scheut nicht davor, sein Ego hinten an zu stellen. Jason Momoa schaltet in den letzten Jahren ja zwischen anspruchsvolleren Projekten immer wieder in seinen „von der Leine gelassenen“ Over the Top Modus (wie etwa in Aquaman 2) und den zelebriert er als Jonny durchgehend. Dabei ist seine Überdrehtheit natürlich nur ein Schutz, um seinen Schmerz zu verstecken, dabei hilft natürlich auch der Alkohol, denn nüchtern ist er in diesem Film kaum.

In Nebenrollen glänzen dann die Ladies, so wie Morena Baccarin (Elevation) als Momoas On/Off Freundin Valentina, die tough, verspielt und ziemlich clever ist und Frankie Adams (Mortal Engines) als nicht minder kämpferische Kusine der beiden Herren. Neben Situationskomik, lockeren Sprüchen und Familiendrama, wissen auch die Action-Momente zu gefallen. Abwechslungsreich von fast nacktem Kampf mit allem, was man in die Finger bekommt über Schießereien bis hin zu diversen Verfolgungsjagden.

Dabei geht es immer wieder auch blutig zu, wie etwa bei voller Fahrt ein Arm abgetrennt wird, habe ich so noch nie gesehen. Den Rest erledigt die atemberaubende Kulisse, die wie bereits erwähnt, einfach nach Freizeit und Entspannung schreit. Gerade deshalb wirken die ganzen Schurken hier wie Störfaktoren, die schnellstens entfernt gehören, damit wir alle in unseren wohl verdienten Freizeit-Modus umschalten können.

Das ergibt in Summe keinen Überhit, aber auf Streaming-Filme innerhalb des rein auf Unterhaltung zielenden Action-Genres bezogen, sicherlich einen der bessern Projekte der letzten Jahre. Besonders für Bautista freut mich dies, nach seinen drei Flops (In the Lost Lands, Afterburn und Trap House) in Folge, hat er und wir mit ihm scheinbar wieder Spaß vor der Kamera zu stehen. Also einfach hinsetzen, die Probleme der Welt für eine kurze Zeit vergessen, Dinge kaputt machen und danach mit mehr Energie weiter machen, das passt durchaus.

„The Wrecking Crew“ bekommt von mir 7,5/10 sich durch viel Zerstörung am Ende zusammen raufende Empfehlungspunkte.

The post The Wrecking Crew (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/feed/ 0
Elfen Lied (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/#respond Tue, 27 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38445 Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt … Weiterlesen

The post Elfen Lied (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>

Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt werden, denn man ist der Ansicht, ihre Mission sei es, die gesamte Menschheit zu vernichten.

Lucy ist eine Diclonius und sie kann aus ihrer Gefangenschaft entkommen, wird aber verwundet und an den Strand gespült. Durch ihre Verletzung entwickelt sie eine zweite Persönlichkeit namens „Nyu“, die wie sich ein Kleinkind verhält und auch der Sprache nicht wirklich mächtig ist. Sie wird von Kohta, der seine Schwester durch eine mysteriöse Krankheit und seinen Vater bei einem Unfall verloren hat, und seiner Freundin Yuka gefunden und die beiden nehmen Lucy/Nyu bei sich auf.

Aber das Militär sucht sie und will sie um jeden Preis finden, denn sie ist viel zu gefährlich, um in Freiheit herumzulaufen. Während Nyu jedoch bei Kotha und Yuka wohnt, lernt sie mehr und mehr, dass Menschen vielleicht doch auch liebenswürdig sein können … außerdem verbindet Kohta und Lucy mehr als Kohta ahnt …

Ich bin immer wieder über den Namen „Elfen Lied“ gestolpert und habe das von Gustav Klimt inspirierte Cover-Art immer wieder mal wo gesehen. Und dann habe ich gelesen, dass es einer der besten und emotionalsten, aber auch brutalsten Anime ist, die es gibt. Spannend, dachte ich. Als ich dann festgestellt habe, dass es ohnehin nur eine Staffel mit 13 Folgen gibt, dachte ich, vielleicht sollte ich mal reinschauen.

Und ja, „Elfen Lied“ ist brutal. Das erste Bild nach dem Vorspann ist eine abgetrennte Hand. Und die nächsten Minuten folgt Blutbad um Blutbad, denn Lucy bricht aus ihrem Gefängnis aus und nimmt buchstäblich keine Gefangenen. Da explodieren Köpfe, werden Herzen rausgerissen oder Kugelschreiben durch Augen geschossen, Arme und Beine abgetrennt und generell Menschen im Vorbeigehen in zwei Stücke gerissen. Dazu kommt noch, dass Lucy – bis auf einen Eisenhelm – nackt durch die Gegend läuft und vom Alter her wohl eine junge, erwachsene Frau ist.

Also gleich vom Anfang weg schon mal starker Tobak, der mich aber jetzt ganz offen gesprochen, nicht so richtig abgeholt hat. Solche Szenen hat man halt schon oft gesehen und auch wenn der Gewaltgrad wirklich halbwegs hoch ist, so ist das Story-Element per se nicht neu. Und sorry, aber nackte Zeichentrickfiguren spielen in meinem Leben per ses keine Rolle, stören mich aber auch nicht, zumal es im Kontext der Handlung ja auch Sinn hat.

Aber ich bin dran geblieben und muss sagen, ja, der Animé, der auf einem Manga basiert, traut sich einiges und zeigt auch einiges, was man in anderen Serien sicher nicht oder zumindest nicht so zeigen würde. Ich habe unlängst einem Freund, der mich nach Serientipps gefragt hat, davon erzählt und eine Sache, die gesagt habe: „Also vom Ende von Folge 4 bis fast zum Ende von Folge 5 war ich die ganze Zeit über kurz davor loszuheulen. Das war richtig heftig.“

Und ja, es ist richtig heftig. So gibt es zum Beispiel einen Charakter, der obdachlos ist und von Zuhause floh, weil sie von ihrem Stiefvater missbraucht wurde. Und auch wenn nichts gezeigt wird, so ist die Rückblende mehr als nur ein kurzer Schlag in die Magengrube. Man sieht – in dunklem Schwarz-Weiß gehalten, wie sich das junge Mädchen vor dem Typen (man sieht nur sein Gesicht bis unter der Nase, also sein schweinisches Grinsen) ausziehen muss und dabei am ganzen Leib zittert. Dann muss sie sich auf alle viere begeben und sich mit dem Hintern in seine Richtung drehen. Dann kommt ein Schnitt, aber man weiß ja leider, was da dann kommen würde … mir wird jetzt noch übel, wenn ich daran zurückdenke. Und noch heftiger ist die nächste Szene als das Mädchen endlich die Kraft findet, es ihrer Mutter zu sagen, ist deren Reaktion ihr eine Ohrfeige zu verpassen und ihr ins Gesicht zu schreien, dass alles ihre (das der Tochter!) Schuld sei, denn wenn sie nicht wäre, dann „er“ wieder Interesse an ihr.

Alter Verwalter. Das sind Szenen auf die ist man einfach nicht vorbereitet und mich haben sie absolut hart erwischt. Ich halte Gewalt gegen Kinder weder im echten Leben noch in Geschichten/Filmen/Büchern aus und das hier war richtig heftig.

Umso schöner, wenn man dann sieht, wie sie unter der Obhut von Kohta und Yuka aufblüht und zu einer richtig wichtigen Figur in der Serie wird. Dazu kommt eine zweite Diclonius, die ihren Schöpfer (ein Forscher) „Papa“ nennt und alles für ihn tun würde. Also auch eine junge Frau mit dem Gemüt eines kleinen Kindes. Diese bekommt den Auftrag Lucy zu finden und zurückzubringen. Was sie versucht. Endet nicht gut für sie. Und die Reaktion vom Forscher hat mich dann überrascht – aber das wäre ein zu großer Spoiler.

Was ich damit sagen will: Die Serie scheut sich nicht auch absolut erwachsene Themen anzusprechen und zu zeigen und löst damit absolut Emotionen aus. Die Macher wussten schon, welche Knöpfe sie drücken müssen, damit man mitgerissen wird.

Was für mich dann aber von Anfang an – und je länger, desto schlimmer wurde es – doch ein Problem für mich war und ist: Der Umgang mit Liebe, Verliebtsein und Sex. Nur als Warnung: Sex kommt per se nicht vor, von zwei Küssen abgesehen. Aber diese kindlich übertriebene Darstellung oder das Nyu auf einmal Kohtas Hand nimmt und sich auf ihre Brust legt, während er sie völlig überfordert machen lässt, nur um dann zu fragen: „Du willst, dass ich meine Hand bewege?“. Das klingt nach ziemlich schlimmen Fantasien der Macher und nicht nach einer erwachsenen Serie. Überhaupt ist Kohta ein strunzdummer Protagonist, den man zwar als netten, sympathischen, aber schwer traumatisierten Hauptcharakter etablieren will, aber ehrlich: Der ist einfach nur strunzdumm und traumatisiert.

Im Gegenzug gibt es dann wieder Szenen, die großartig sind, als zum Beispiel Kohta einer anderen Figur erklärt, man könne sie nicht weiter einfach so durchfüttern und diese Person denkt, sie müsse jetzt gehen und alles zurücklassen, was sie lieb gewonnen hat, nur um völlig überrascht zu sein als er weiterspricht und anführt, dass sie ab jetzt auch ihren Teil im Haushalt übernehmen müsse: Den Hund füttern oder Fenster putzen, egal was, aber zumindest irgendwas. Das war eine schöne Szene.

Alles in allem wäre die Serie aus meiner Sicht weit besser, wenn man diese peinlichen sexuellen Teile weggelassen hätte, weil sie wenig bis nichts zur Handlung beitragen und einfach wirklich meistens peinlich sind. Speziell Yuka hat da ein paar richtig dumme Szenen, in denen sie absolut eifersüchtig auf Nyu ist, weil sich Kohta Sorgen um sie macht.

Udn wieder erneut gibt es extrem coole Szenen, die völlig anders verlaufen sind als ich das gedacht hätte.

Ich bin mir also uneins mit mir: Einerseits sind verschiedene Story-Stränge und die Beziehungen der Figuren untereinander richtig cool und nehmen teils unerwartete Wendungen. So bleibt zum Beispiel keine der Hauptfiguren schwarz/weiß, sondern alle bekommen Hintergrundgeschichten, die teilweise die Bösen auf einmal zu Guten machen und umgekehrt. Andererseits gibt es richtige Momente zum Fremdschämen.

Schade – aber das ist einfach der kulturelle Unterschied zwischen Japan und Europa, meine ich. Da sind einfach Dinge drin, die bei uns schwer unpassend und peinlich sind, während sie in Japan keine Rolle spielen oder sogar erwartet werden. So ist zum Beispiel Yuka, die schwer in Kohta verliebt ist und ihn sogar küsst, eigentlich seine Cousine. Würde bei uns gar nicht gehen. In Japan ist das kein Thema.

Auch gibt es später im Plot ein paar „Überbösewichte“, die mehr oder minder aus dem Nichts in den Plot geschrieben werden und das Ende fand ich eher unterwältigend, als wirklich episch und mitreissend. In Summe hatte „Elfen Lied“ für mich jedoch genug tolle Szene und starke Charaktermomente, die ihn zu einer Empfehlung machen. Man muss halt mit ambivalenten Gefühlen gegenüber ein paar der Figuren leben können.

Vor allem jene Momente in denen Lucy einfach Lucy sein darf sind richtig cool geworden – von der veränderten Körpersprache, Frisur, Augen und vor allem der extrem trockenen und kühlen Stimme – das ist 1A.

„Elfen Lied“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer Splatter mag oder auf nackte Anime-Figuren steht darf noch einen Punkt draufschlagen, von 10 möglichen Punkten.

PS: Und wen die Geschichte frappierend an „Stranger Things“ erinnert: Ihr habt Recht. Wurde von den Macher auch so bestätigt, dass sie schwer von „Elfen Lied“ inspriert wurden. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass sie komplette Handlungsstränge (und teilweise Szenen) geklaut haben.

The post Elfen Lied (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/feed/ 0
Trap House (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/15/trap-house-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/15/trap-house-filmkritik/#respond Thu, 15 Jan 2026 05:00:04 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38403 Seit dem krankheitsbedingten Tod seiner Mutter, hat Ray (Dave Bautista) mit der Aufmüpfigkeit seines Sohnes Cody (Jack Champion) zu kämpfen. Zusätzlich ist gerade in seinem Job – er is DEA Agent – ein Partner und Freund von ihm ums Leben … Weiterlesen

The post Trap House (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Seit dem krankheitsbedingten Tod seiner Mutter, hat Ray (Dave Bautista) mit der Aufmüpfigkeit seines Sohnes Cody (Jack Champion) zu kämpfen. Zusätzlich ist gerade in seinem Job – er is DEA Agent – ein Partner und Freund von ihm ums Leben gekommen.

Da sein Sohn und die Kinder seiner Kollegen eine Clique sind und einer von ihnen die Gegend wegen Geldmangel verlassen muss, schmieden sie einen Plan. Sie wollen mit dem Wissen und dem Equipment ihrer Eltern, Drogendealer eines örtlichen Kartells überfallen, um ans schnelle Geld zu kommen…

Ende Januar 2026 kommt „The Wrecking Crew“ auf Amazon Prime, ein Film der wie eine Hommage an die Buddy-Actionkomödien der 90er Jahre wirkt und Jason Momoa und Dave Bautista in den Hauptrollen hat. Das sieht vom Trailer her, nach einem großen Spaß aus. Zuvor soll uns aber noch dieses Trap House gefangen nehmen, was es nicht tut, sondern uns nach In the Lost Lands und Afterburn, den bereits dritten (besonders auch auf den Unterhaltungswert bezogenen) Flop von Batista beschert.

Da bringt es auch nur wenig, dass Regisseur Michael Dowse bereits 2019 mit Stuber Bekanntschaft mit seinem Star gemacht hat, obwohl ehrlicherweise, kann Batista auf seine Performance bezogen, nichts dafür, dass mir sein neuester Streifen, weniger zugesagt hat. Viel mehr – und ab jetzt folgen Spoiler – ist es der Fokus des Filmes und zwar sind die Kinder der erwachsenen DEA Agenten, hier die eigentlichen Hauptfiguren.

Was sich vielleicht unter der richtigen Regie wie ein großes Abenteuer angefühlt hätte, wo junge Leute in einen Schlamassel geraten, aber wegen dem Adrenalinrausch und dem Geldsegen immer weiter machen wollen, wirkt hier wie die Aktionen von Teenagern, die für ihre Wünsche nicht arbeiten wollen. Life-Life Balance oder wie man das nennen soll. Was dadurch auch passiert, ist dass beide Seiten der Erwachsenen, extrem lächerlich wirken.

Zunächst mal die DEA Agenten, dabei großteils Batistas Charakter, der seinem Sohn nicht von kritischen Ermittlungen in einem gefährlichen Fall abschirmt, nein, er nimmt ihn zu einem Tatort mit und lässt ihn später auch noch (ohne sein Wissen) Beweise fotografieren. Ebenfalls schwach, obwohl die eine oder andere Szene deren Härte vermitteln soll, sind die Mitglieder des Drogenkartells. Wie schnell die gegen Kinder verlieren bzw. von den Cops ausgeschaltet werden, das ist schon ein Haufen von Stümpern.

Dennoch kommt es durch die von Inde Navarrette (Obsession) gespielte Figur Teresa zu einer gewissen „rooting for the bad guy“ Situation, da sie quasi alles verliert und danach eine eiskalte Aktion abliefert. Wenn man sie zum letzen Mal sieht, muss man sich dennoch wiederum wundern was das soll, denn das ist eindeutig ein zu offenes Ende, dass wohl eindeutig auf eine Fortsetzung schielt, die es nie geben wird.

Immer nett ist es dafür Sophia Lillis (Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben) wieder zu sehen, die hier sehr aufgeweckt und sympathisch agiert, während ich Hauptfigur Cody (gespielt von Jack Champion – Scream 6), eher mehr als nervig erlebt habe. Batista und die restlichen Erwachsenen liefern ab und sind denke ich auch bei der Sache, aber sie können auf Grund der Rollen keine Impulse setzen und bleiben alle völlig austauschbar.

Eine Coming of Age Story, mit unrealistischer Handlung, viel Gerede, etwas Action, kaum Humor und dem Schwerpunkt auf den falschen Figuren. 2025 war aus meiner Sicht wirklich kein gutes Jahr für Batista, den ich sonst gerne sehe. Bei über zehn zukünftigen neuen Projekten – unter ihnen auch das Highlander Remake mit Henry Cavill, wo Batista der Bösewicht ist – sehe ich aber durchaus die Chance, ihn noch nicht völlig abschreiben zu müssen.

„Trap House“ bekommt von mir 4/10 den Jungen alles ohne Konsequenzen durchgehen lassende Empfehlungspunkte.

The post Trap House (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/01/15/trap-house-filmkritik/feed/ 0
Jingle Bell Heist (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/25/jingle-bell-heist-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/25/jingle-bell-heist-filmkritik/#respond Thu, 25 Dec 2025 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38297 Sophia (Olivia Holt) ist verzweifelt, denn sie kann sich die Behandlungen ihrer kranken Mutter nicht mehr leisten. Deshalb plant sie nach kleineren Diebstählen, einen größeren Raub. „Opfer“ soll der extrem kalte und korrupte Geschäftsmann Maxwell Sterling (Peter Serafinowicz) sein, für … Weiterlesen

The post Jingle Bell Heist (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Sophia (Olivia Holt) ist verzweifelt, denn sie kann sich die Behandlungen ihrer kranken Mutter nicht mehr leisten. Deshalb plant sie nach kleineren Diebstählen, einen größeren Raub. „Opfer“ soll der extrem kalte und korrupte Geschäftsmann Maxwell Sterling (Peter Serafinowicz) sein, für den sie auch arbeitet.

Der wiederum ist für den Gefängnisaufenthalt von Nick (Connor Swindells) verantwortlich, weswegen sich dieser ebenso mit einem kleinen Raubzug bedanken möchte. Als Sophia und Nick aufeinander treffen, sieht es zunächst nicht nach einer möglichen Zusammenarbeit aus, doch die beiden raufen sich schließlich zusammen und schmieden einen Plan…

Ich muss zugeben, manche Sachen kann man sich als jüngerer Mensch nicht vorstellen und irgendwann passen sie dann auf einmal doch für dich. Zum Beispiel romantische Weihnachtskomödien. Letztes Jahr im Dezember war ich krank und da liefen im Free-TV täglich drei dieser Filme. Ihr wisst gar nicht wie gut sich die 100 prozentige Wohlfühl- und Happy End Garantie eines solchen Filmes positiv auswirkt, wenn man geschwächt und verunsichert und mit Fieber danieder liegt.

Ironischerweise wäre diese Einleitung für den diesjährigen Weihnachtsfilm am Blog gar nicht nötig gewesen, denn Michael Fimognari (arbeitet nach den beiden „To All the Boys“ Fortsetzungen nun wieder als Regisseur für Netflix) setzt seinen Schwerpunkt nicht auf die Romantik, die entsteht ganz natürlich im Laufe der Story. Von der gesamten Atmosphäre her ist dies eher eine Screwball Komödie, eingebettet in einen Christmas-Heist-Plot.

Dabei hat mich vor allem der Mix aus der Leichtigkeit der Inszenierung, in der Wechselwirkung mit der Schwere der tragischen Ereignisse, die das Leben für dich bereit halten kann, sofort zu den Figuren halten lassen. Hier gibt es keine Prinzessin, die sich in einen bürgerlichen Mann verleibt, viel mehr sehen wir zwei völlig normale Menschen (was immer dies auch bedeuten möge), die vor allem aus finanziellen Gründen ihre jeweiligen Familien nicht zusammenhalten können.

Da sie um dies zu lösen zwar ein Verbrechen planen, als Opfer dafür aber einen arroganten reichen Kerl auswählen, der auch noch ein Betrüger ist, macht das die Sache moralisch einwandfrei unbedenklich. Schön sind dabei auch kleine Momente, wo Figuren auf eine bestimmte Art und Weise reagieren, einfach weil dieser Szene zwischenmenschlich nette Momente vorausgegangen sind oder wenn Jemand vergeben kann, auch wenn Teile der Wahrheit zunächst zurückgehalten wurden.

Olivia Holt (Heart Eyes) als Sophia versprüht extreme „so eine Dame braucht man in jedem Freundeskreis“ Vibes, sie ist aufgeweckt und in den entscheidenen Momenten bissig, dabei auch noch ziemlich herzlich und sympathisch tollpatschig. Connor Swindells (Sex Education) als Nick ist der ruhigere, schüchternere Gegenpart und dank der Chemie zwischen den beiden ist es eine Freude ihnen zuzusehen, wie sie sich näher kommen und das wie bereits erwähnt ganz nebenbei.

Schräge Nebenfiguren tragen ihren Part zur Unterhaltung bei und fertig ist ein Film für die Feiertage, wie ich ihn für das was er ist, eigentlich nur als perfekt bezeichnen kann. Charmante Darsteller, eine nicht künstlich lang gestreckte Laufzeit und sogar die eine oder andere Überraschung ist mit dabei. Wem also ähnliche Produktionen z.b. von Hallmark zu seicht oder kitschig sind, der wird hiermit sicherlich mehr Freude haben.

P.S.: Für mich hat dieses Jahr mir eines gezeigt, nämlich dass es Filme gibt, die perfekt ihr Klientel bedienen und ich sie dafür auch schätzen kann, egal ob das nun mein Genre (oft auch normalerweise überhaupt nicht mein Cup of Tea) ist, oder nicht. Das waren etwa The Lost Bus auf Filme bezogen, die auf wahren Begebenheiten basieren oder F1, was Sportfilme betrifft. JBH ist dies für mich, wenn ich an „Romantic-Christmas-Comedy“ denke.

„Jingle Bell Heist“ bekommt von mir 8/10 den Weihnachtsgeist zuerst stehlen müssende und danach erst einfangen könnende Empfehlungspunkte.

The post Jingle Bell Heist (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/12/25/jingle-bell-heist-filmkritik/feed/ 0
Best Of Worst Case: Mantopus! (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/#respond Thu, 18 Dec 2025 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38278 Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden … Weiterlesen

The post Best Of Worst Case: Mantopus! (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden Kohle bringen.

Als frustriert durch die Nacht wandert und eher verloren einen eher seltsamen Laden betritt, da findet er auf einmal Inspiration in Form eines Hybridwesens: Halb Mensch, halb Oktopus.

Er kauft das Monster und will damit den ultimativen Monsterfilm drehen. Durch das Versprechen sich nach seinem letzten Film endgültig aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen, bringt er seinen Produzenten dazu, noch einmal Geld für einen Film rauszurücken.

Und dann beginnt der Dreh. Und alle, die dem Film im Weg stehen, finden ein unrühmliches Ende mit seltsamen Saugnapfspuren an ihren Körpern …

Dieser Film ist wohl nur etwas für Trashfreunde wie mich, denn der Film ist zwar 2025 gedreht worden, aber die gesamte Machart, die Optik, der Schnitt, die Farben und sogar das Schauspiel schreien so laut 50iger-Jahre, dass man schon taub sein muss, wenn man das nicht hört.

Und Regisseur Kennedy zieht das auch extrem konsequent durch. Wenn man es durch den doch relativ modernen Vorspann nicht besser wüsste (oder wenn man es nicht gelesen hätte), nie würde man auf die Idee kommen, dass das hier ein neuer Film ist.

Ich bin offen gestanden ziemlich beeindruckt von dem, was die bei dieser Produktion involvierten hier durchgezogen haben, wie homogen das Ganze ist und wie richtig abgedreht und aus der Zeit gefallen der gesamte Film wirkt. Hammer!

Wenn ihr auf alte Creature-Features á la Ray Harryhausen steht, dann werden euch die Effekte hier auch gefallen. Oder wenn ihr die Monster in Power Rangers cool findet – ja, dann mögt ihr auch den Mantopus.

Was sicher Geschmacksache ist – hier aber einfach dazu gehört – ist das Schauspiel, dass halt wirklich so gespielt wird wie man eben in den 50iger Jahren meinte, dass Schauspiel sein muss. Völlig overacting und trotzdem völlig deplaziert. (oder deswegen). Perfekt.

Allein die Art und Weise wie Regisseur und Hauptdarsteller Kennedy spricht und seine Mimik dazu – das ist einfach ein Hammer. Absoluter Respekt. Allerdings bedeutet das auch, dass die Zielgruppe für diesen Film hier richtig, richtig klein ist, denn mir fällt offen gesagt niemand – von mir selbst abgesehen – niemand ein, der oder die sich diesen Film hier freiwillig bis zum Ende ansehen würde. Schade.

Storymäßig bedient man sich bei den Großen und zitiert mehr als einmal den guten alten King Kong. Ihr wisst schon: Filmschönheit verliebt sich, Tier/Monster entkommt, klettert auf ein Gebäude mit der Liebsten in der Hand und dann kommen Kugeln zum Einsatz. Alles so, wie man es erwartet.

Dazu gibt es noch eine nette Nebenhandlung um die „Schöne“, da auch der Regisseur in ihr die neue Filmdiva sieht – was natürlich der „alten“ nicht so gut gefällt und die durchaus rabiat wird, als sie denkt, sie würde abgesägt werden. Passend.

Alles in allem sicher kein Film für alle, aber jene, die gute bzw. schlechte alte Film mögen, die finden hier einen, den sie sicher noch nie gesehen haben, der sich aber genauso anfühlt, als hätte man in einem Hinterzimmer bei einem Flohmarkt einen alten, verlorenen Horrorfilm gefunden, der jetzt knappe 70 Jahre lang vergessen war.

Ja, Mantopus! liefer genau das, was er verspricht. Nicht mehr und nicht weniger. Dass der Film NULL Brutalität zeigt, ist natürlich auch klar. Morde werden angedeutet oder sind aufgrund der Effekte halt einfach lustig anzusehen. Und der Mantopus hat den einen oder anderen Trink drauf, das muss man ihm lassen. Da war ich doch kurz überrascht.

„Mantopus!“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wenn man auf diese Art von Film steht hier nicht viel falsch machen könnende, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil: (Trashfaktor: alles bzw. eigentlich nichts)

Es gehört meines Erachtens schon ein gehöriges Maß an Filmtechnik und -wissen dazu, einen Film so zu drehen wie diesen hier. Er mag alt und billig aussehen, aber diesen Look zustande zu bringen und auch die Schauspieler:innen so anzuleiten, dass hier alles zusammenpasst: Hut ab! Trashfaktor eigentlich null, denn trashig ist das hier nicht. Es ist tatsächlich absolut genial produziert (scheinbar mit einem Budget von gerade einmal 75.000,– Dollar). Wenn man rein nach der Optik geht: Alles. Trashfaktor: alles.

Aber ist es noch ein Trashfaktor, wenn es genauso gewollt ist? Hm. Das sollen andere entscheiden. Fest steht: Wer Monsterfilme der 50iger (man denke an „Primevals„), der oder die macht hier alles richtig.

Fazit: Trashfans: Wenn euch der Trailer zusagt: Unbedingt ansehen!

The post Best Of Worst Case: Mantopus! (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/feed/ 0