Special Interest | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Tue, 30 Jun 2026 18:58:04 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Utopia (2013 Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/25/utopia-2013-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/25/utopia-2013-serienkritik/#comments Thu, 25 Jun 2026 06:05:26 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38963 Eigentlich sind sie ja alle harmlos. Sie sind Comic-Fans, vielleicht ein wenig nerdig und auch irgendwie komisch. Aber grundsätzlich nett. Außer ihrer Liebe zu Comics verbindet sie eigentlich nicht viel. Bis eines Tages „Das Utopia Experiment“ in ihre Hände fällt. … Weiterlesen

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Eigentlich sind sie ja alle harmlos. Sie sind Comic-Fans, vielleicht ein wenig nerdig und auch irgendwie komisch. Aber grundsätzlich nett. Außer ihrer Liebe zu Comics verbindet sie eigentlich nicht viel. Bis eines Tages „Das Utopia Experiment“ in ihre Hände fällt. Und auf einmal bricht ihre Welt zusammen und kein Stein bleibt auf dem anderen.

Von nun an müssen sie sich zusammenraufen, denn nicht nur der Comic und seine Bedeutung machen ihnen das Leben schwer, sondern auch eine Organisation namens „Das Netzwerk“, welches gnadenlos Jagd auf sie macht – und vor nichts zurückschreckt …

Ich war völlig sprachlos und geschockt, als ich gesehen habe, dass es eine 2020iger Version der Serie „Utopia“ gibt. Die ist tatsächlich ein Amazon-Remake der britischen Serie mit gleichem Namen. Alter Verwalter, was soll das denn bitte? Völlig absurd. Nur, um das klarzustellen: Ich hatte bis heute keine Ahnung von diesem Remake und ich erwähne es nur, damit ihr die Finger davon lasst und euch bitte die Original-Version von 2013 anseht. Das ist wichtig, denn – die ist einfach absolut unpackbar der Hammer!

Man merkt halt ab der ersten Szene, dass wir hier keine amerikanische Weichspül-Serie vor uns haben, sondern eine britische. Und das die werten Damen und Herren da drüber durchaus Sachen produzieren können, die auch richtig wehtun wissen wir ja nicht erst seit Danny Boyles „Trainspotting“.

Vorweg: Ihr merkt vielleicht, dass die Zusammenfassung oben ungewohnt kryptisch ist. Das liegt daran, dass man mit möglichst wenig Vorwissen in die Serie hineingehen sollte. Ich habe auch alle Namen weggelassen, weil es euch wie mir gehen wird – ihr werdet euch eine Zeitlang wirklich fragen, wer jetzt die Hauptperson ist – wer ist gut? wer ist böse? Was ist wessen Ziel? Und wer gehört zu wem?

Da ist alles drin: Paranoia. Hilfe. Opferbereitschaft. Verrat. Mord und Totschlag. Liebe. Und das gesamt auf acht Folgen gepresst. Die noch dazu einen stimmigen Abschluss finden. Mehr will ich jetzt da gar nicht verraten.

Aber – die Schauspieler:innen sind alle top. Ich meine, ich bin vielleicht ein klein wenig vorbelastet, weil ich den englisch-britischen Dialekt einfach Liebe und man den Dialogen hier einfach anmerkt: Die hat jemand verfasst, der oder die die Sprache kennt und weiß, wie was klingen muss. Eine amerikanisierte Version davon will ich mir gar nicht vorstellen. Das ist in etwa so als würde jemand oberösterreichische Sprichwörter im Dialekt in einen Film einbauen und das absolut zur Charakterdarstellung einer Figur nutzen – nur um mitzuerleben, wie diese Person auf Hochdeutsch von einem Berliner nachsynchronisiert wird. Es mag sein, dass die Worte das gleiche bedeuten, aber Himmel wirkt das anders.

Jedenfalls geben sich hier doch gleich ein paar Namen die man kennt (oder kennen sollte) die Ehre: Ian McDiarmid (Palpatine, der „somehow returned“ ist aus Star Wars), Stephen Rea („V For Vendetta“ oder „Stuck„), Emilia Jones („“) oder Alistair Petrie („Star Wars: Rogue One„, „Andor“ oder „The Night Manager“).

Und das Schauspiel ist über jeden Zweifel erhaben – ebenso die Optik der Serie. Da gibt es eigentlich kein Bild, welches nicht durchkomponier ist – egal, ob Farbe, Formen oder Platzierung. Vor allem die Farbgebung – das knallgelbe Cover der Blu-Ray-Box kommt nicht von irgendwo. Also auch filmtechnisch gibt es hier null auszusetzen. Ich meine – seht euch einfach mal den Trailer an, dann wisst ihr was ich meine. Und Danny Kelly (Erschaffer der Serie) und seine Leute, die haben es geschafft, die gesamte Serie über durchzuziehen, nicht nur im Trailer. Einfach ein Hammer!

Ihr seht also: Es gibt genau keinen Grund sich „Utopia“ (erneut: Das Original!) nicht anzusehen. Aber ganz viele Gründe dafür.

Ich würde euch allerdings empfehlen erst mal in die erste Folge reinzugucken. Es gibt da gleich am Anfang eine Szene, die man so vermutlich in keiner amerikanischen Serie finden würde. Und ihr werdet relativ schnell wissen, warum nicht. Wenn ihr was da passiert spannend findet und aushaltet (nein, kein torture porn), dann könnt ihr euch alle anderen Folgen reinziehen, denn dann wird es euch genauso mitreissen wie mich.

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber nochmals: Seht euch Utopia (2013-Version) an! Ihr werdet es nicht bereuen. Das ist eine sträflich unterbewertetsten Serien überhaupt. Und wenn ihr – so wie ich eben – britische Akzente mögt, dann könnt ich gleich auf 10 Punkte aufrunden.

Oh – und wer unbedingt eine Schublade braucht: Ich würde sagen, „Utopia“ ist eine Thriller-Crime-Drama-Action-Serie mit Sci-Fi-Elementen (ist ne Standpunktfrage …). Und einfach, damit es draußen ist: Neil Maskell ist einfach ein absoluter Wahnsinn! Vor allem, wenn man Interviews mit ihm aus dem echten Leben kennt und weiß, wie nett und sympathisch der rüberkommt, dann kann man bei Utopia nur mit offenem Mund da sitzen und staunen, staunen, staunen.

„Utopia – Staffel 1“ bekommt 9 von 10 möglichen, besser und spannender geht’s fast nicht, Punkte.

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Raya und der letzte Drache – Raya and the Last Dragon (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/#respond Sat, 20 Jun 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38827 Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden. Raya hat … Weiterlesen

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Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden.

Raya hat sich die Aufgabe gestellt, diese Scherben zu sammlen und die Welt wieder zu heilen. Der Grund ist simpel: Ihr Vater war der Wächter des Kristalls und es ist mehr oder weniger ihre Schuld, dass er zerbrochen ist …

Raya ist völlig zu Unrecht einer der ein wenig in Vergessenheit geratenen Disney-Filme, denn er ist tatsächlich einer der „besseren“ Filmen der neuen Diseny-Ära. Gemacht wurde er während der Pandemie (2021) und ist dann direkt im Streaming gelandet. Was Schade ist, denn wie gesagt: Der Film ist wirklich gelungen und zwar auf allen Ebenen.

Zum Einen ist Raya eine unheimlich sympathische Protagonistin, die keineswegs fehlerlos ist und bei immer alles funktioniert, sondern sie macht Fehler, sie lernt dazu und kommt so Schritt für Schritt weiter. Auch die Truppe, die sie um sich sammelt kann sich sehen lassen – das Räuberkind mit seiner Affenbande ist genial – ebenso der junge Nudelverlkäufer oder der Barbar mit dem goldenen Herzen. Großartig.

Dann kommen wir zum Drachen, der ja quasi die Hauptfigur im Film ist – Sisu. Der erinnert ziemilch an Mushu aus „Mulan“, aber das passt hier dennoch ganz gut, denn Sisu ist ebenfalls wirklich sympathisch. Natürlich funktioniert es ähnlich – sie ist nämlich keineswegs die mächtigste der Drachen, sondern sie ist halt die eine, die übrig blieb, weil die anderen – die was können – den Kristall machen mussten. Fand ich witzig. Auch ihr absolut unbrechenbarer Optimusmus und der Glauben an das Gute sind großartig und herzerwärmend.

Die Animationen sind astrein und wirklich eine Augenweide – ob es nun um die Städte, die Belichtung oder die Figuren geht – da passt alles super zusammen und sieht großartig aus. Wäre auch auf der großen Leinwand schön gewesen, aber leider – wie oben erwähnt: Streaming.

Was auch auffällt ist der Mangel an Gesangseinlagen, der mir persönlich doch entgegenkommt und ich kann nur festhalten, dass es ein Film für etwas ältere Kinder ist, da die Story doch ein paar sehr spannende Szenen hat. Und gerade das Ende – wo es wirklich aussieht als wäre alles verloren – könnte für kleinere Kinder ein wenig zu heftig sein. Ich fand es jedoch großartig. Das hat punktgenau ins Herz getroffen.

Es wird soweit ich weiß, auch keine Fortsetzung von „Raya“ geben, was ja auch schon mal toll ist. Ein Film auf sich allein und abgeschlossen. Alle Daumen hoch!

Ich kann also „Raya“ allen ans Herz legen, die eine zwar nicht ganz unbekannte oder noch nie irgendwie genutzte Geschichte erzählt, diese dafür mit einem tollen Charakterregiment anreichert, tolle Bilder und Action-Szenen bietet und eine absolut neues und frisches Setting für euch bereithält.

„Raya und der letzte Drache“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, trotz bekannter Zutaten ins Herz treffende, Punkte.

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Attentat 1942 (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/16/attentat-1942-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/16/attentat-1942-game-review/#respond Tue, 16 Jun 2026 05:00:47 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38917 Im Jahr 1942 wird in der Tschechoslowakei ein Attentat auf den Gestapo-Offizier Reinhard Heydrich verübt. Das Attentat schlägt fehl und so werden die Urheber ausgeforscht und die Nationalsozialisten gehen da nicht wirklich zimperlich vor. Großmutter ist dabei die Wohnung auszuräumen … Weiterlesen

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Im Jahr 1942 wird in der Tschechoslowakei ein Attentat auf den Gestapo-Offizier Reinhard Heydrich verübt. Das Attentat schlägt fehl und so werden die Urheber ausgeforscht und die Nationalsozialisten gehen da nicht wirklich zimperlich vor. Großmutter ist dabei die Wohnung auszuräumen und alte Sachen zu entsorgen und dabei stolpert ihr über Unterlagen von damals. Es ist nicht so richtig klar, ob und wie euer Großvater in die ganze Sache involviert war. Fix ist, dass er kurz nach dem Attentat verhaftet wurde.

Es liegt nun an euch, durch Interviews in der Jetztzeit mit den wenigen Überlebenden und Zeitzeugen zu reden und herauszufinden, was damals los war …

Wieder einmal bin ich durch Zufall auf ein wirklich spannendes Spiel gestoßen. „Attentat 1942“ hab ich auf GOG entdeckt und dachte mir, dass das spanned klingt. Ich weiß ohnehin viel zu wenig über die Besatzungszeit in anderen Ländern – also dachte ich mir, ich schau mal rein.

Rein spielerisch ist das Ganze nicht sonderlich herausfordernd – man klickt sich durch Interviews, stellt Zusammenhänge her, klappert Zeugen ab und hin und wieder löst man ein Minispielchen – wenn es zB ums Aufräumen oder so geht. Stellt man – teilweise – die richtigen Zusammenhänge her, dann tun sich neue Dialogoptionen auf.

Scheitern kann man per se nicht, aber es gibt (scheinbar) verschiedene Enden. Man kann es ja in den Gesprächen vergeigen und zum Beispiel wichtige Informationen nicht erhalten.

Im Grunde also spielerisch eher anspruchslos, aber doch – durch die eingestreuten Interviews und vor allem durch die Geschichte, die sich nach und nach vor den geneigten Spieler:innen ausbreitet, bleibt die ganze Sache allerdings richtig spannend. Ich fand es faszinierend, die Geschehnisse von damals sozusagen aus „erster Hand“ zu hören und zu erleben.

Wichtige Abläufe und Szenen werden in wirklich gut gemachten, gemalten Zwischensequenzen erzählt und man merkt den Macher:innen an, dass sie wirklich recherchiert und Zeitzeugen befragt haben. Ob die Schauspieler:innen selbst die Zeitzeugen sind, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall sind sie sehr glaubwürdig.

Ich habe ein Ende erreicht, welches mir sehr gut gefallen hat, weil ich einerseits wirklich draufgekommen bin, was los war und wie Großvater invovliert war – und außerdem habe ich es zwei Personen ermöglicht eine alte Bürde loszuwerden und die Art und Weise, wie das inszeniert war – das war schon emotionales Kino.

Kein leichtes Spiel von der Story her, vom Gameplay schon, aber ich finde ein sehr interessantes, gut gemachtes und an einem Abend locker durchzuspielendes Zeit-Dokument – in Point-And-Click-Form halt.

Hat mir wirklich, wirklich gut gefallen.

„Attentat 1942“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, als spielbares Zeitdokument alles richtig machende, Punkte.

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Anaconda (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/11/anaconda-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/11/anaconda-2025-filmkritik/#respond Thu, 11 Jun 2026 05:32:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38791 Ronald (Paul Rudd) hat kein Glück mehr. Seitdem er seine Rolle in „SWAT“ verloren hat, bekommt er nur noch Mini-Jobs und von seinem letzten wurde er sogar gefeuert. Als er seinem besten Freund Doug (Jack Black) zum Geburtstag ein altes … Weiterlesen

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Ronald (Paul Rudd) hat kein Glück mehr. Seitdem er seine Rolle in „SWAT“ verloren hat, bekommt er nur noch Mini-Jobs und von seinem letzten wurde er sogar gefeuert. Als er seinem besten Freund Doug (Jack Black) zum Geburtstag ein altes Video schenkt, in welchem sie gemeinsam einen Action-Film gedreht haben, steht sein Entschluss fest: Er dreht ein Reboot zu ihrem Lieblingsfilm: Anaconda. Dazu braucht er ein Team und ein Drehbuch.

Nach kurzem Überlegen steigt Doug ein und ihre alten Kumpane sind auch wieder mit dabei – nicht lange danach findet man sich im Dschungel wieder, bereit, diesen Film zu drehen. Aber korrupte Goldgräber und eine wirklich, wirklich große Schlange machen der Sache einen Strich durch die Rechnung und bald wird nicht nur im Film ums Überleben gekämpft, sondern auch in der echten Welt …

Ob es wirklich notwendig war, eine Art Reboot von „Anaconda“ zu machen, muss jede:r für sich beurteilen – denn immerhin ist der Trashstreifen aus dem Jahr 1997 ein Kultfilm mit Ice Cube und Jennifer Lopez. Immerhin – so kann man vielleicht argumentieren – ist es kein richtiges Reboot, sondern eine Art „Legacy-Sequel“ oder wie immer man das mittlerweile nennt. Soll heißen: Ja, es tauchen zwei Schauspiele:innen aus dem 1997iger Film auf.

Vom Schauspiel her gibt es nicht groß was auszusetzten – Black („Kung Fu Panda„) und Rudd („Ghostbusters: Afterlife„) machen, was halt Black und Rudd machen, nur dieses Mal halt zusammen und die Chemie zwischen den beiden passt. Man glaubt ihnen die tiefe Freundschaft und auch Black ist wieder aus seinem „Minecraft“-Mode zu etwas ein wenig geerdeterer Schauspielerei zurückgekehrt. Thandie Newton habe ich schon ewig nicht mehr in einem Film gesehen – zumindest kann ich mich nur an sie erinnernals besten Teil von „Mission: Impossible II„. Passt auch. Steve Zahn kämpft sich mit super Mimik durch einen so-lala-Figur, die manchmal großartig ist und manchmal einfach für billige Witze herhalten muss. Selton Mello als Schlangenfänger Santiago reißt jede einzelne Szene in welcher er ist an sich – die Figur und wie sie gespielt ist: Großartig. Daniela Melchior aus Gunns „The Suicide Squad“ (und die tollste Figur darin) … war dabei. Die Rolle ist okay, aber die hätte man auch aus dem Film streichen können und man hätte nichts verpasst.

Ansonsten – nun, Tom Gormican nimmt sich Zeit, um seine Figuren zu etablieren und scheinbar hatte er auch vor die Filmindustrie mit ihren Remakes und Sequels und Reboots auf die Schippe zu nehmen, aber das gelingt nur bedingt. Es gibt ein paar gute Witze bezüglich der Entstehung eines Films und wenn man selbst schon Mal ein Filmbudget berechnen musste, dann fühlt man jeden einzelnen Moment davon und ja – sie stimmen alle. Ansonsten funktionieren ein paar der Witze gut, ein paar andere dafür in meinen Augen überhaupt nicht – vor allem eine Szene in der es um das „Anpinkeln“ einer Wunde geht – die war einfach zu lange und hatte dann keinerlei Konsequenz. Noch dazu war sie seltsam platziert und hätte man die aus dem Film genommen, dann wäre er dadurch besser geworden und niemand hätte gemerkt, dass sie überhaupt fehlt. Also ja, so eine Szene ist es – die nur aus dem Grund drin ist einen billigen Witz möglichst lange auszuschlachten.

Die Effekte sind in Ordnung. Der Subplot um die Goldgräber ist völlig unnötig und wenn es im dritten Akt dann zur Sache geht, dann ist alles viel zu sehr auf Hochglanz poliert, um irgendwie auch nur eine Sekunde Angst um die Figuren zu haben, aber das war ja wohl auch von Anfang an klar. Charakterentwicklung gibt es im Grunde keine, wozu auch? Ich erwähne das nur, weil es im Film mehrere Dialoge gibt, in welchen Filmregeln diskutiert werden und die Meinung, jeder Film müsse ein „Thema“ haben, wird als Fakt präsentiert. Für’s Protokoll: Mir ist nicht klar, welches das hier sein soll. Aber vielleicht ist das ja der Witz daran.

Die Schlange kommt zu kurz vor und wirklich bedrohlich ist sie nie – die Figuren sind gut beschützt durch die Plot-Armour und sterben tun nur andere. Auch das irgendwie zu erwarten.

Wenn das jetzt alles zu banal oder zu lustlos klingt: Der Film hat seine Momente. Wirklich witzige Szenen, die auch funktionieren – am besten eben die Kombination Black/Rudd – und eine oder zwei der Action-Sequenzen fühlen sich gut an (auch wenn hier die Plot-Armour fast schon aufsteht und dem Publikum winkt), aber es ist kein Film, der auch nur irgendwie in Erinnerung bleiben wird. Dazu ist er zu beliebig und austauschbar – und es steckt in Summe auch keine einzige wirklich großartige Idee drin. Ein Einmal-Nebenbei-an-einem-Regentag-ansehen-Film. Ich würde ihn sogar von der Atmosphäre her mehr als TV-Film als Kinofilm bezeichnen.

Ein wenig schade ist das in Summe schon, denn immerhin hat Tom Gormican mit „The Unbearable Weight Of Massive Talent“ mit Nicoles Cage und Pedro Pascal ja richtig abgeliefert. Das tut „Anaconda“ nicht. Aber so richtig rocken tut er auch nicht.

„Anaconda 2025“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, als nettes Gimmick einmal funktionierende, aber sicher nicht im Gedächtnis bleibende, Punkte.

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The Boys – Staffel 5 – Serienfinale (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/#respond Sat, 06 Jun 2026 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38866 Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die … Weiterlesen

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Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die Firma und hat immer wieder kleine Erfolge, die aber von der Regierung sofort zerlegt werden. Beweisvideoes werden als KI-Slop abgetan und überhaaupt – wie könnte man gegen diese Maschine gewinnen?

Hughie (Jack Quaid), Frenchie (Tomer Capone) und Mother’s Milk (Laz Alonso) sind in Gefangenschaft. In einem Lager. Bewacht von Superhelden. Es gibt kein Entkommen.

Aber Butcher hat einen Plan – es gibt immer noch das V1 – das allererste Serum. Und Homelander ist auf dem Weg, es zu finden. Also muss er schneller sein. Aber dazu braucht er Hilfe. Und deshalb müssen die anderen „Boys“ befreit werden.

Natürlich läuft nichts nach Plan. Und es spritzt Blut. Und Gedärm. Und … nun, Homelander lässt sich als „Gott“ ausrufen …

Nein, die Marketing-Abteilung hat entweder die Drehbücher nicht gelesen oder das Memo nicht bekommen. Was ich meine? Nun, wenn man sich die Plakate für Staffel 5 von „The Boys“ ansieht, dann wirkt es als würde der dritte Weltkrieg – Superhelden gegen alle anderen – über die Welt hereinbrechen. Die Welt würde brennen. Ein wenig wie im Musikvideo von „Falling In Revers“ namens „Watch The World Burn“. Aber wie es aussieht wurde der Truppe von Amazon das Budget auf ein Fünftel (ich habe da mehrere Versionen gelesen, die hier kam am öfteren vor) gekürzt und alles was geplant war, musste anders umgesetzt werden. Also keine Materialschlacht. Gar keine. Das ist ein etwa so, als würde man „Return Of The Jedi“ angucken und die Schlacht draußen vorm Fenster des Imperators nicht mal aus der Ferne sehen. Von den Bodentruppen will ich noch nicht mal anfangen.

Für viele Fans war das ein Schlag ins Gesicht – und die haben es den Macher:innen richtig übel genommen. Die finalen Folgen – vor allem die letzten beiden Folgen – wurden fast überall völlig zerrissen. Dabei haben Eric Kripke und sein Team nur das gemacht, was sie machen konnten: Sie haben sich auf die Figuren und emotionale Pay-Offs fokussiert. Meiner Ansicht nach das einzig richtige. Und in den meisten Fällen haben sie auch absolut geliefert. Gibt es auch ein paar Logiklöcher? Oder ein paar Dinge, die nicht zusammenpassen – in dem Sinn, dass sich halt Charaktere hin und wieder so verhalten, wie das Drehbuch es braucht und nicht, wie sie es eigentlich tun sollten? Oder das Kräfte unverhältnimäßig stark sind in der einen Szenen und in der anderen das komplette Gegenteil? Ja, gibt es. Allerdings hätte es viel schlimmer kommen können.

ABER – und das ist für mich ein großes ABER – die Serie liefert in meinen Augen da wo es notwendig ist. Wir kriegen die Storylines geklärt, die zu klären waren und es treffen die richtigen Personen im Showdown aufeinander. Starlight gegen The Deep? Passt. Das Ende von The Deep? Perfekt. Butcher gegen Homelander? Absolut. Ist das Ende Genugtuung pur? Auf jeden Fall. Hughie und Butcher prallen ein letztes Mal zusammen? Aber absolut. Ergebnis? Tränendrücker.

Und natürlich muss jemand am Weg noch das Leben lassen – völlig klar. Und ich war überrascht wie berührt ich war. Mir hat es wirklich Tränen in die Augen gedrückt. Und das war nicht mal in der letzten Folge. Trotzdem – das kam unerwartet (nicht der Charaktertod, sondern die Tränen). Lag vielleicht daran, dass es mein Lieblingscharakter war und auch die Art wie er gestorben ist („I bet you never danced a day in your whole life“) … wenn, dann so. Perfekt.

Auch von der Action-Seite gibt es ein paar super Momente – so zum Beispiel der Gefängnisausbruch. Hammer – richtig cooles, starkes Action-Kino mit sehr psychohygienisch tollen Momenten. Auch die Over-The-Top-Satire kommt nicht zu kurz. Grenzgenial – das Werbevideo von Homelander in welchem Jesus ihm seine Krone überreicht (mit Einblendungen für die Postproduktion á la „remove cables“ beim Runterschweben von Jesus und ähnlichem). Oder die Szene in welcher quasi der Cast von Supernatural sich wieder trifft (mit ein paar anderen Gesichtern dazu) – das war handlungstechnisch völlig irrelevant, aber super anzusehen und lustig – vor allem wie Spider-Man bzw. der Deal von Marvel und Sony aufs Korn genommen wurde. Super!

Und ja, das Ende … für mich war es absolut stimmig, auch wenn es relativ rasch kam und tatsächlich ziemlich kompakt war. Aber die rund 30 Minuten, die es gedauert hat – großes Kino. Und auch Ryan durfte nochmals auftrumpfen. Und dann war es zu Ende. Und es waren noch 35 Minuten übrig. Anders als zuletzt im „Stranger Things„-Finale fand man hier allerdings etwas, um die Zeit gut zu füllen bzw. musste der Showdown so kurz sein, denn es gibt ja noch die „eigentliche“ Story zu Ende zu erzählen – nämlich die von Butcher. Und auch diese bekommt in meinen Augen ein würdiges, passendes Ende. Butcher hat gewonnen, aber er hat alles verloren. Eine der vielleicht härtesten und emotional am tiefsten gehenden Szenen ist jene als Butcher Ryan anbietet für ihn ein neues Leben anzufangen.

Alles in allem – ich war zufrieden. Es war kein Spektakel bzw. mehr „out with a whimper not with a bang“, aber dennoch mit allen für mich wichtigen Teilen drin. Hätte man sich die Gastauftritte der Gen V-Spin-Offs sparen können? Ja. War Soldier Boy notwendig? Nein, hätte man auch anders lösen können – aber es ist immer schön Jensen Ackles zu sehen, also was soll’s? Großartigster Soldier Boy-Moment nachdem er wieder aufgetaut wurde und Homelander das erste ist, was er sieht: „Did you fuck me?“ – Homelander (entsetzt): „What?“ – Soldier Boy: „Is this some kind of incest thing?“ Großartig und beschreibt den Charakter absolut perfekt.

Dass „Liebe“ das eine ist, was Sage nicht mit einberechnet hat – Klischee, billig, völlig aus dem Nichts kommend und nicht passend – aber Schwamm drüber. Was soll’s?

Alles in allem fand ich, dass die Serie einen gebührenden Abschluss bekommen hat. Wäre mehr drin gewesen? Hätte auch ich mich darüber gefreut, wenn man Kripke und seinem Team mehr Geld gegeben und sie mit den Worten „Lasst die Welt brennen!“ losgeschickt hätte, um zu machen, was sie machen wollen? Oh ja. Das wäre episch geworden. Nun. Das ist es nicht. Aber im Rahmen dessen, was möglich war, ist das hier mit Sicherheit die bestmögliche Lösung.

Allein, wie peinlich Homelander ohne Kräfte ist – und wie er reagiert als er begreift, was los ist: Großartig. Genau das, was wir brauchten, was sein musste, was notwendig war. Wenn es Katharsis gibt, dann ist es das hier.

„The Boys – Staffel 5 – die letzte Staffel“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, zwar mit kleineren Portionen kochenden, aber diese sehr schmackhaft machende, Punkte.

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The Boys – Staffel 4 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/#respond Tue, 02 Jun 2026 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38863 Nachdem Homelander einen Mann den Kopf weggeschossen hat, nachdem dieser seinem Sohn einen Becher an den Kopf geworfen hat und ihm dafür zugejubelt wurde, nimmt sein Größenwahn völlig neue Formen an. Währenddessen machen sich die Boys immer noch auf die … Weiterlesen

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Nachdem Homelander einen Mann den Kopf weggeschossen hat, nachdem dieser seinem Sohn einen Becher an den Kopf geworfen hat und ihm dafür zugejubelt wurde, nimmt sein Größenwahn völlig neue Formen an. Währenddessen machen sich die Boys immer noch auf die Suche nach einem Weg, um ihn zu stoppen. The Deep und Black Noir halten Homelander immer noch die Stange.

Außerdem gesellt sich Firecracker zum Team – eine Ultra-Patriotin, die mit Starlight eine eigene Rechnung zu begleichen hat. Und Firecracker ist einerseits absolut loyal Homelander gegenüber und andererseits eine Social-Media-Expertin. Sie weiß, wie man die Massen medial manipuliert.

Währenddessen passieren mehrere Dinge, unter anderem hat Hughies Vater einen Herzinfarkt und im Zuge dessen lernt Hughie seine Mutter kennen. Auch kein leichtes Verhältnis. Und Butcher, nun Butcher droht an den Nachwirkungen seiner Dosis V zu sterben. Außerdem wird noch um Ryan – Homelanders Sohn – gekämpft, denn dieser kann die Rettung sein oder die endgültige Vernichtung der Welt … wenn es da nicht noch die Option auf ein Virus gäbe, welches scheinbar alle Menschen mit Superkräften töten würde … nur, wo ist es, wer hat es, wer weiß davon und wer holt es sich zuerst um dann was damit zu machen? Es freizusetzen oder es zu vernichten?

Langweilig wird es nicht bei den „Boys“, dass kann man so sagen. Aber mittlerweile sind wir ja eh wegen der Figuren hier und nicht wegen der – das kann man so sagen – doch hin und wieder mit Plot-Holes gesegneten Geschichte(n). Auch wenn Staffel 4 hier noch relativ gut daherkommt. Grundsätzlich macht die Sache nach wie vor Spaß und man sieht allen gern zu – manche Teile waren sogar wirklich berührend, wie zum Beispiel der Teil mit Hughies Vater (ein grandioser Simon Pegg).

Auch die Teile mit Firecracker und wie sie tatsächlich Starlight zerlegt sind großartig geworden – man hat tatsächlich das Gefühl, dass hier eine Sache abgeht bei der „The Boys“ nicht gewinnen können. Was soll man schon tun gegen eine solche Geldmaschine mit Superkräften und vor allem – Mediengewalt. Dieses Thema wird hier super zelebriert und ich denke, dass wirklich jede:r versteht, was hier passiert und wie die Mechanismen funktionieren. Fand ich großartig.

Das Bittere an der Sache ist halt, dass die Realität die Serie längst eingeholt hat. Man nehme nur den Anschluss an Staffel 3 – wie Homelanders öffentlicher Mord verteidigt wird. Da wird der Becherwerfer als Radikaler und Bösewicht hingestellt und im Rampenlicht in gekauften Shows komplett zerlegt. Folgerichtig wird Homelander natürlich freigesprochen. Hätte vor nicht allzu vielen Jahren vielleicht noch als Satire funktioniert, mittlerweile sehen wir das alles halt täglich 1:1 in den USA. Ich denke alle wissen, wovon ich rede.

Ein wenig schräg fand ich, dass Homelander sich Hilfe holt von „Sister Sage“, die intelligenteste Frau der Welt, die mit ihm einen Plan aushecken soll, wie er an die absolute Macht kommt. Und sie macht mit, weil sie die Herausforderung liebt (eigentlich plant sie das Ende der Welt – denn ihr größter Traum ist absolute Einsamkeit, weil sie dann die Dummheit, die sie umgibt nicht mehr aushalten muss). Die Figur war gut und schlecht gleichzeitig. Richtig warm wurde ich mit ihr bis zum Ende nicht – das ist halt das Problem, wenn man jemand in eine Serie packt, die „intelligenter als alle anderen ist“. Die kann halt per Definition nicht schlauer sein als jene, die die Serie schreiben … aber das nur am Rande.

Weniger gefallen hat mir eine Storyline zwischen Hughie und Starlight, denn diese wird gefangen und an ihre Stelle kommt eine Gestaltwandlerin, die sich mächtig an Hughie ranmacht und das führt dann – natürlich – zu Komplikationen, denn er braucht halt doch ein bisschen lang bis er merkt, dass das nicht seine Annie ist. Und die ist dann mächtig sauer. Zumindest eine Weile.

Herz der Staffel sind aber für mich nach wie vor Frenchie und Kimiko. Die beiden sind einfach ein Hammer und Kimikos Superkräfte werden hier auch mehrmals gut genutzt. Vor allem finde ich aber immer noch die Diskrepanz zwischen Kimikos kindlicher Mimik (grandios gespielt) und ihren absout beinharten, brutalen Attacken richtig toll und mitreissend. Man glaubt ihr einfach wirklich beides. Hut ab.

Aber auch hier gibt es einen Wehrmutstropfen, denn Frenchie nähert sich einem Mann aus Starlights Opposition an, hat dann eine Affäre mit ihm laufen und wie sich herausstellt war es Fenchie, der „damals“ dessen Eltern gekillt hat. Das war … ein wenig sehr konstruiert und außerdem finde ich auch, dass es einfach nicht so richtig gepasst hat. Ich habe kein Problem mit homosexuellen Beziehungen, aber wie das lief und endete war einfach nicht gut geschrieben und wie bereits erwähnt: Die Storyline fand ich unnötig. War nicht schlimm, hat die Serie aber in meinen Augen unnötig ausgebremst.

Zwischendrin gibt es dann mal eine Folge, die zwar handlungstechnisch wichtig ist, bei der ich mir aber bis jetzt nicht sicher bin, ob ich sie toll irre oder einfach nur dumm fand. Ich bin mir noch immer nicht sicher. Ich sag nur: Fleischfressende, mutierte, fliegende Superschafe. Also Shaun das Schaf auf Drogen quasi. Ich bleibe dabei: Genial oder strunzdumm. Die Jury berät noch.

Und ja, dann kommt das Finale und wie es sich gehört muss vor der letzten Staffel nochmals alles gehörig eskalieren und zwar natürlich in einem Moment, der eigentlich Hoffnung hätte geben sollen, Vertrauen schaffen und vielleicht sogar Homelanders Ende einläuten können. Aber tja, das wäre halt dann fast ein Happy-Zwischenende vor der finalen Staffel – das darf dann doch nicht sein. Die Konsequenzen aus diesem Moment sind heftig und mannigfaltig – und das Ende ist ein gemeiner Cliffhanger. Aber ja, es macht Laune auf mehr und man will wissen, wie es weitergeht.

Oh – und Butcher hat eine vielleicht ein wenig abgedroschene Storyline, denn sein Kontakt mit V hat seinem ohnehin schon grenzwertigen morlischen und psychischen Verfall beschleunigt – er sieht jetzt zum Beispiel Becca und tauscht sich mit ihr aus … und ja, auch das hat Konsequenzen.

Und für’s Protokoll: Firecracker – love to hate you 🙂

Zusammengefasst kann ich für mich festhalten, dass das hohe Niveau in Summe nicht gehalten werden kann, es aber immer noch genug zum Feiern gibt – die Anspielungen auf die aktuelle Politik sind heftig und tun fast phsyisch weh. Die Nachzeichnung von Missinformation und der Propagandamaschine im Jahr 2025ff trifft es perfekt und viele Figuren liebt man zu hassen. Es tun sich auch teilweise unerwartete Allianzen auf und alles in allem: Ja, doch. Das war gut. Das hat gepasst. Ob es noch Satire ist, nun, darüber lässt sich streiten. Aber was können denn die Macher:innen dafür, wenn sie Realität sie rechts überholt?

Über das Casting brauche ich eh kein Wort verlieren, denn das ist einfach top. Anthony Starr, Karl Urban und auch alle anderen – ja, das passt. Das passt perfekt.

„The Boys – Staffel 4“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, das Finale einläutende, Punkte.

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Things Heard And Seen (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/28/things-heard-and-seen-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/28/things-heard-and-seen-filmkritik/#respond Thu, 28 May 2026 05:52:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38806 George (James Norton) zieht mit seiner Frau Catherine (Amanda Seyfried) in eine neue Stadt – er hat einen Job an der Uni bekommen, hauptsächlich, weil ein alter Bekannter und ehemaliger Professor von ihm für ihn gebürgt hat. Relativ rasch findet … Weiterlesen

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George (James Norton) zieht mit seiner Frau Catherine (Amanda Seyfried) in eine neue Stadt – er hat einen Job an der Uni bekommen, hauptsächlich, weil ein alter Bekannter und ehemaliger Professor von ihm für ihn gebürgt hat. Relativ rasch findet man, wenn schon keine Freunde, dann zumindest nette Bekannte. Alles scheint okay zu sein.

Was Catherine aber nicht weiß: In ihrem Haus ist ein Mord passiert. Und vermutlich nicht nur einer. Sie sieht Dinge, hört Dinge und manchmal scheinen sich Gegenstände von selbst zu bewegen. Auch findet sie einen alten Ring und glaubt, dass sie mit einer der verstorbenen Bewohner:innen kommunizieren kann.

Und langsam aber sicher scheint sich George mehr und mehr von ihr zu entfernen …

Um eine Sache gleich mal klarzustellen: Das hier ist kein Amanda Seyfried-Film. Es ist ein James Norton-Film. Das klingt im ersten Moment vielleicht wie eine seltsame Info, aber wer sich hier ein Amanda Seyfried-Vehikel erwartet, der oder die wird wohl am Ende ein wenig enttäuscht sein. Wobei … das Ende. Hm. Aber dazu später mehr.

„Things Heard & Seen“ basiert auf einem Buch von Elizabeth Brundage mit dem Titel „All Things Cease To Appear“ – was ich einen weit besseren und tolleren Titel finde als „Things Heard & Seen“, aber okay – das ist wohl Geschmackssache. Jedenfalls kenne ich das Buch nicht und ich werde es wohl auch nicht lesen, auch wenn mich interessieren würde, ob das Ende auch im Buch … naja, ich will nicht spoilern. Aber ich fände es schon spannend, ob die Enden gleich sind. Und ob es im Buch besser funktioniert. Aber das nur am Rande.

Zurück zum Anfang: Der Film ist kein Horrorfilm. Es ist ein Familiendrama und wenn man so will, dann vielleicht sogar ein Stück weit ein Thriller mit übernatürlichen Elementen, die aber eine lange Zeit fast gar keine Rolle spielen und am Ende dann auf einmal aufgrund der Symbolwirkung extrem wichtig werden. Ach. Ich merke, ich komme immer wieder sofort auf das Ende zu sprechen. Na gut, dann halt das Ende.

Das hat mich sehr zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits fand ich es unerwartet und wie sich der Konflikt zwischen George und Catherine löst – das habe ich nicht kommen gesehen. Ehrlich nicht. Ich hatte mit etwas völlig anderem gerechnet. Also hier ein Pluspunkt. Man sieht dann auch die Konsequenzen aus dieser Lösung. Auch das hat mir gut gefallen. Aber das Ende, das wirkliche, richtige, „jetzt kommt der Abspann“-Ende – nein. Das fand ich optisch gelungen, aber wie es dazu kam und wie es gemacht wurde – das war zwar nachvollziehbar, aber es war leider völlig unbefriedigend.

Dazu muss man vielleicht anmerken, dass den ganzen Film lang ein Philosoph ein wichtiger Ideengeber ist – nämlich Emanuel Swedenborg. Die Grundidee ist – wenn ich das korrekt verstanden habe – dass es keinen Himmel und keine Hölle per se gibt, sondern zwei Welten. Die echte Welt und die spirituelle Welt. Und die beiden sind permanent miteinander verknüpft. Alles im Hier hat ein Gegentstück im Dort und umgekehrt. Der zweite Ansatz ist, dass nur böse Menschen böse Geister anziehen, während gute Menschen gute Geister anziehen – wenn ich die „Gegenseite“ jetzt einfach mal „Geister“ nennen darf.

Und ja – das Ende hat mit dem Übergang von einer Welt in die andere zu tun und damit, dass Sünden gebüßt werden müssen. Wenn nicht in dieser, dann in der anderen Welt. Da hab ich allerdings das Problem, dass es dazu einen Übergang von A nach B geben muss. Also einen Tod. Und der führt dann von A nach B. Heißt aber im Umkehrschluss: ich kann in Leben A mit allem durchkommen – in Leben B, wenn ich denn dann dort lande, muss ich dafür zahlen, weil ich durch meine Tätigkeiten in der „hier“-Welt ja böses Karma gesammelt habe. Die Idee war, wenn ich das korrekt übersetze, dass Karma einen immer einholt. Auch wenn mir nicht klar ist, was für eine Erleichterung oder Genugtuung es sein soll, wenn ich weiß, dass ein Mensch, der ein Leben lang nur schlimme Sachen macht irgendwann im „Jenseits“ dafür zahlen muss. Außerdem klingt das ohnehin verdächtig nach gefühlt x anderen Philosophien und Religionen auch … aber gut. Ich mach hier einen Punkt. Das würde sonst ausufern.

Der Film jedenfalls hat mich gut drei Viertel lang wirklich gefesselt. Das liegt an der Kamera, der doch kompakten und gut erzählten Story, den kleinen Momenten und vor allem am Spiel von Norton („Flatliners„-Remake) und Seyfried („The Housemaid„). Was hier wie eine Geschichte über eine Entfremdung in einer Beziehung beginnt, bekommt plötzlich durch zwei drei Informationen aus der Vergangenheit einen bedrohlichen Hintergrund und dann entwicklt sich die Geschichte scheinbar in eine Richtung, die man kommen sieht, um dann unerwarteter, aber realistischer, weise scharf abzubiegen.

Da bin ich schon kurz mal sprachlos vor dem TV gesessen – ehrlich. Das hab ich nicht kommen gesehen. Und dann war ich gespannt, wie das weitergeht. Hat mir gefallen. Bis dann das „richtige“ Ende kommt. Also der Punkt an dem Film wirklich aufhört. Da kippt für mich die Sache dann in unnötig verkopft und pseudophilosophisch. Man will vermitteln, dass Karma existiert und alle und jede und jeder seinen Preis zahlen muss – aber das wird einfach nicht gut gemacht. Die Geschichte zwischen George und Catherine ist ohne diesen Hintergrund und ohne die „Meta-Ebene“ eigentlich spannend genug, diesen ganz Hokuspokus braucht man eigentlich nicht.

Naja, es ist wie es ist. Tatsächlich hat der Film mich – vom Ende abgesehen – gut unterhalten. Er war spannend, er war super gespielt und auch die die ganzen Nebenrollen sind super besetzt und alle sind mit dem Herzen dabei. Also – TROTZ des Endes – fand ich den Film wirklich gut. Auch wenn er mich mit einem unguten Gefühl in der Magengegend zurückgelassen hat – obwohl es mir vorkam, als hätte man versucht, den Film mit einer positiven Message zu beenden. Oder als hätte man gedacht, man würde den Film mit einer positiven Message enden lassen. „I will do for you what she did for me“. Mhm. Na dann.

„Things Heard & Seen“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung taugende und sich leider gegen Ende in seiner Philosophie verlierende, Punkte.

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Salem’s Lot – Brennen muss Salem (2024 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/23/salems-lot-brennen-muss-salem-2024-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/23/salems-lot-brennen-muss-salem-2024-filmkritik/#respond Sat, 23 May 2026 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38836 Ben Mears (Lewis Pullman) kehrt nach Jahren in seine alte Heimatstadt Salem’s Lot zurück. Just zu dieser Zeit eröffent auch Mr. Straker ein Geschäft. Er ist es auch, der im alten Marsten-Haus eingezogen ist. Ein Haus, von dem seit ewigen … Weiterlesen

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Ben Mears (Lewis Pullman) kehrt nach Jahren in seine alte Heimatstadt Salem’s Lot zurück. Just zu dieser Zeit eröffent auch Mr. Straker ein Geschäft. Er ist es auch, der im alten Marsten-Haus eingezogen ist. Ein Haus, von dem seit ewigen Zeiten erzählt wird, es sei verflucht und dort würde es spuken.

Just als Ben sich Susan (Makenzie Leigh) annähert passiert ein Unglück. Ein Junge verschwindet. Suchtrupps werden gegründet. Auch der Priester Callahan (John Benjamin Hickey) und der Lehrer Matt Burke (Bill Camp) nehmen daran teil. Aber sie finden ihn nicht.

Währenddessen macht der junge Mark (Jordan Preston Carter) eine unangenehme Erfahrung: Der vermisste Junge besucht ihn des nachts und erbittet Einlass in sein Zimmer, denn der Meister würde das befehlen.

Immer mehr Menschen verschwinden oder tauchen verändert wieder auf – Salem’s Lot beginnt sich zu leeren. Was geht hier vor und wie kann man es stoppen?

Keine Ahnung, die wie vielte Verfilmung von Stephen King’s „Salem’s Lot“ dies hier schon ist. Ich kann mich an die ganz alte Version – eine Miniserie – aus dem Jahr 1979 erinnern und an das „Remake“ von 2004 mit Rob Lowe in der Rolle des Ben Mears. Während ich an die 1979-Version gute Erinnerungen habe, bin ich erst durch Recherche daran erinnert worden, dass es das ja auch noch gab. Hat wohl keinen großen Eindruck bei mir hinterlassen.

Naja, jedenfalls war es wieder einmal Zeit, denn im Jahr 2026 braucht man keine neuen Ideen, man muss nur alte Ideen wieder aufwärmen. Das reicht ja bekanntlich eh schon aus.

Zum Glück fühlt sich diese „Neuverfilmung“ etwas bodenständiger und frischer an als ich erwartet hatte – die Eröffnung des Films und der langsame Aufbau sind richtig gut gemacht und haben wir wirklich gut gefallen. Ich wollte eigentlich nur mal reingucken, bin dann aber bis zum Schluss drangeblieben. Das sagt doch auch schon was aus. Und Nein, ich habe auch nebenbei nicht mit dem Handy gespielt oder darauf geguckt (was ich allerdings eh nie mache).

Also alles in Butter? Nein, leider nicht. Obwohl der Film in Summe sehr, sehr viel richtig macht und gerade in der ersten Hälfte die Stimmung richtig düster, bedrohlich und böse ist, so verliert sich das in der zweiten Hälfte ein wenig. Was auch daran liegt, dass in der zweiten Hälfte dann leider so viel passieren muss, dass vieles davon ein wenig gehetzt wird. Das fällt vielleicht weniger auf, wenn man das Buch oder die Vorgänger-Verfilmungen nicht kennt – das kann ich leider nich beurteilen.

Schauspielerisch funktioniert alles super, auch wenn ich mich anfangs an die Art zu sprechen von Makenzie Leigh gewöhnen musste – ihre Figur hatte dennoch ein paar sehr schöne Momente (ich sag nur: „Warum sagst du mir das so laut?“). Lewis Pullmann macht seinen Job schon gut, setzt aber keine Akzente – das tun dafür John Benjamin Hickey als Vater Callahan, der nur wenig Szenen hat, die aber absolut die seinen sind, oder Bill Camp, dessen Charakter einfach von seiner ersten Szene weg einfach ein Symapthieträger ist und Alfre Woodard als Gerichtsmedizinerin Cody ist auch spitze besetzt. Ein Fall also in dem die Nebenrollen mehr hergeben und besser wirken als die Hauptfigur. Das liegt allerdings mehr an der Art, wie das Drehbuch geschrieben ist als am Schauspiel, denn Ben hat jetzt per so auch keine großartigen Momente im Film, wie ich leider gestehen muss.

Was mich ein wenig genervt hat, ist die Figur von Mark, denn der kleine Horrorfan sollte eigentlich ein Sympathieträger sein, wirkt jedoch wie ein vorpubertärer Großkotz. Dass es dann noch dazu er ist, der als großer Held quasi alle rettet (die halt noch da sind) und immer wieder quasi als Held etabliert wird, ist deshalb sehr schade, wie ich finde.

Was dem Film aber tatsächlich nicht gut tut, ist die Tatsache, dass die Vampire zum großen Teil aus CGI bestehen oder zumindest damit erweitert wurden. Das sieht einfach zu plastikmäßig aus und wirkt wenig bis nicht bedrohlich, sondern primär lächerlich. Auch deshalb funktioniert die erste Hälfte des Films besser, weil man da immer nur blitzartige Momente einstreut in denen sie/er gezeigt wird/werden. Wenn man sie dann länger sieht, dann verlieren sie viel von ihrem Horror. Gerade Barlow als Oberbösewicht bleibt (man verzeihe das Wortspiel) sehr blass.

Außerdem leistet man sich bei ein paar Szenen dramaturgisch bzw. logisch ein paar Schnitzer. Nur so ein Gedanke: Wenn der kleine Bruder vermisst wird, ich nach drei Tagen (oder mehr) seine Mundharmonika vor dem Fenster spielen höre, seinen Namen rufe und er nicht reagiert – dann kann ich wohl davon ausgehen, dass das nicht mein Bruder ist dort draußen, oder? Warum sollte mich der nach Tagen der Suche und Sorge und Panik mit einer Mundharmonika zum Narren halten? Eben.

Lässt man solche logischen Brecher mal außer Acht, dann funktioniert alles erstaunlich gut. Der Film ist flott, gut erzählt und wie gesagt gibt sich schauspielerisch niemand eine (erneut: tut mir leid für das Wortspiel) eine Blöße. Ein paar nette visuelle Ideen sind dann auch noch drin – zum Beispiel eine Art kurzes Schattenspiel bei einer Verfolgung durch den Wald – das sieht richtig gut und unheimlich aus.

Alles in allem bekommt die 2024iger Version von „Salem’s Lot – Brennen muss Salem“ von mir 6,5 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung auf jeden Fall geeignet und trotz kleiner Schnitzer absolut unterhaltsame Punkte.

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Ghost Of Yotei (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/19/ghost-of-yotei-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/19/ghost-of-yotei-game-review/#respond Tue, 19 May 2026 05:00:59 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38820 Attsu hat (fast) alles. Einen liebevollen Vater, eine liebende Mutter, einen – trotz aller geschwisterlichen Streitigkeiten – tollen Bruder. Sie leben in einem kleinen Haus, der Vater ist Schmied, die Mutter liebt Musik und bringt diese auch Attsu näher. Als … Weiterlesen

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Attsu hat (fast) alles. Einen liebevollen Vater, eine liebende Mutter, einen – trotz aller geschwisterlichen Streitigkeiten – tollen Bruder. Sie leben in einem kleinen Haus, der Vater ist Schmied, die Mutter liebt Musik und bringt diese auch Attsu näher. Als beim Pilze sammeln ein Fremder zu ihnen stößt und ihnen zeigt, wo sie die besten Pilze finden, da vertrauen Attsu und ihr Bruder Jubei ihm zu schnell und er kommt mit ihnen mit – zum Abendessen, wie die beiden denken.

Dann stellt sich heraus, dass der Fremde auf den Namen Saito hört, ihren Vater kennt und eine – in seinen Augen – Rechnung mit ihm offen hat. Denn Saito ist der Anführer der Yotei-Six, einer Bande zusammengewürfelter Schurken, die die gesamte Insel unter ihre Gewalt bringen wollen und ein eigenes Shogunat ausrufen möchten.

Am Ende der Nacht liegt Attsus Leben in Trümmern. Die Familie tot. Sie selbst wurde mit dem Schwert ihres Vaters an den brennenden Gengko-Baum im Garten fixiert und zum Sterben zurückgelassen.

Aber sie kann sich befreien, schafft es irgendwie auf das Festland und schlägt sich dort durch. Unter anderem als Söldnerin. Sie dient in der Armee, lernt mit verschiedenen Waffen kämpfen und kommt Jahre später unter dem Deckmantel eine Kopfgeldjägerin zu sein, zurück in ihre Heimat. Ihr einziges Ziel: Die Yotei-Six finden und allesamt töten …

Lange hat es gedauert, bis der Nachfolger zu „Ghost Of Tsushima“ gekommen ist und laut war der Aufschrei, als man hörte, dass eine Frau nun die Hauptfigur sein würde. „Woker Mist!“ haben sie gerufen. Und hatten damit Unrecht. Zum Teil. Naja. Um es gleich zu sagen: Ja, alle wichtigen und starken Figuren in der Geschichte sind Frauen. Das ist mir schon auch aufgefallen – egal ob es sich um eine Verbündete von Attsu handelt oder die meisten Figuren in den Nebengeschichten. Ein paar sind schon auch Männer, aber die dienen in erster Linie dazu, Attsu mit neuen Waffen auszustatten und verschwinden dann wieder aus der Handlung.

Die wirklich ausgearbeiteten Figuren sind Frauen. Und die wirklich starken Figuren sind auch Frauen. Sogar in den Reihen der Bösewichter. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Man kann aber auch sagen, dass es passt, weil natürlich alle einer Frau, die sich wie ein Samurai benimmt (von der Moral mal abgesehen) eher von oben herab behandelt wurde. Klar, dass sich da eher Frauen ihr gegenüber aufgeschlossen zeigen.

Zuerst mal zu den Dingen, die ich nicht so toll fand, damit wir die aus dem Weg haben.

Die Story ist ein Klischee und wer „Kill Bill“ denkt, der oder die denkt richtig. Mehr ist nicht dahinter. Ja, es gibt, ein oder zwei Überraschungen, die aber in Wirklichkeit abzusehen sind. Es gibt ein paar Kopfgeldmissionen, in denen es scheinbar eine Wahl gibt, was man tun kann, aber das Spiel entscheidet für euch. Als Beispiel sei eine Mission genannt in der eine Frau gesucht wird, weil sie einen Freier ermordet hat. Wie sich herausstellt hat er sie geschlagen, weshalb sie zum Messer griff. Attsu lässt sie gehen. Das kann man nicht beeinflussen. Keine einzige Situation kann man im Grund beeinflussen. Die Story läuft wie sie läuft. Schade, wie ich finde. Da hätte man durch ein paar Kleinigkeiten durchaus eine interessante Möglichkeit für leichte Variationen in der Story schaffen können.

Auch das Ende der Story hat mir so nicht besonders gut gefallen – einerseits weil der letzte Kampf ein wenig zu unspektakulär ausfällt und andererseits weil ein Charakter stirbt, der nicht hätte sterben müssen. Da ging es nur darum, dass man nochmals auf die Tränendrüse drückt. Aus meiner Sicht hätte ein Überleben weit mehr Sinn gehabt. Wie man sich vorstellen kann, geht es im Spiel darum, dass man durch blinde Rache alles verlieren kann – selbst das wenige, was man noch hat. „Fight for the living – not the dead“, wie es ein wichtiger Charakter im Spiel auf den Punkt bringt.

Und ohne Spoiler – es ist ja wohl allen klar, wie es endet – kann ich sagen: Dadurch, dass Attsu die Reihen von Saito ausdünnt und ihm nach und nach alles nimmt (ja, ein wenig wie im „Punisher“ mit Travolta), stehen sich die beiden fast ebenbürtig gegenüber. Das letzte Kapitel heißt auch „The Cost Of Revenge“ und tja, was soll ich sagen. Dass Saito am Ende (fast) allein dasteht ist ja eigentlich schon die Message. Dass Attsu auch noch jemanden verliert, den sie eigentlich liebt, endet sich im Grunde genommen fast wie er. Mit einer kleinen Ausnahme, aber das wäre jetzt ein riesengroßer Spoiler.

Hätte man zum Beispiel die oben erwähnten Entscheidungen eingebaut und aufgrund von ein paar Zahlen im Hintergrund festgelegt, dass zB Attsu sich von ihrer Rache lösen kann oder auch nicht und je nachdem hätte die Person, die ihr nahesteht überlebt oder nicht – das wäre meiner Ansicht nach weit besser gewesen, hätte die Message besser transportiert und wäre auch nicht allzu schlimm gewesen ins Spiel zu implementieren. Aber gut. Das ist Wunschdenken. Es ist, was es ist und ich finde das die Atmosphäre als auch die Story im ersten Teil weit besser waren. Ich fand auch, dass Jin ein besserer Charakter war.

Grundsätzlich ist Attsu anfänglich nicht allzu liebenswert oder gar sympathisch. Ja, das ändert sich während des Spiels und gegen Ende mochte ich sie gern. Hat aber gedauert. Auch die Rückblenden, die man immer wieder sieht sind zwar nett, spielerisch aber völlig unnötig. Auch die eingestreuten „Feuer entzünden“ oder „Essen braten“-Minispiele sind völlig sinnfrei. Immerhin kann man die überspringen.

Entgegen vieler anderer Stimmen bin ich auch von der Optik nicht restlos überzeugt. Ja, das Spiel sieht gut aus, aber es gibt einen Punkt (gilt für alle Spiele) an denen Style einfach nur noch das ist. Style. Und Attsus Reise führt sich durch Gegenden, die sind dermaßen Postkartenmotive – allein von den Farben und der Intensität dieser Farben her – das tut fast schon weh. Sieht das alles wundervoll aus und ziemlich cool inszeniert – ja. Absolut. Sieht man es nach einer Weile nicht mehr, weil einfach alles so dermaßen durchgestylt ist, dass es fast schon wieder langweilig ist? Ebenfalls ja.

Klettern in solchen Spielen ist übrigens auch hier – wie meistens – einfach nur die richtigen Tasten drücken und den Stick in die richtige Richtung halten. Mit einem Wort: Anspruchslos. Aber das will ich dem Spiel nicht vorhalten, dass ist in den meisten aktuellen Open-World-Spielen ja auch so.

Was hat mir gefallen?

Die Story ist im Regelfall gut inszeniert. Die Dialoge sind super geschrieben und gerade eine (männliche) Person im Spiel hat sich für mich als absoluter Anker und Favorit herauskristallisiert. Tolle Figur. Auch das Attsu immer menschlicher und zugänglicher wird ist gut gemacht. Manche Set-Pieces sind richtig cool, wenn auch manchmal bzw. gar oft die Auflösung nicht so der Hammer ist (Flucht durch rausreiten und Punkt). Dennoch: Die Story und die Charaktere halten bei der Stange und das funktioniert schon alles gut. Auch wenn ich gestehen muss, dass es hin und wieder ein paar Abfälle in der Qualität der Dialoge gibt. Vor allem wenn es um ein „Treffen“ mit dem/der ehemlaigen Kitsune geht. Diese Überzeugungsarbeit, die Dialoge … ich sehe, warum das so notwendig war, aber irgendwie hätte man das schon ein wenig besser hinkriegen können. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.

Das Gameplay selbst – das Wechseln zwischen den verschiedenen Waffen, das Stein-Schere-Papier-Prinzip im Kampf – funktioniert super und vor allem das Sounddesign ist ein Hammer. Wenn Klingen auf Klingen oder auf Fleisch treffen – das spürt man fast körperlich. Auch die Option Waffen vom Schlachtfeld aufzuheben und als Wurfgeschosse zu verwenden macht – ebenfalls dank Sounddesign – richtig Laune und manche Massenschlachten hätten ruhiger aufgrund ebendieser Tatsache gern länger ausfallen können. Generell gibt es weniger Rätsel und viel mehr Kämpfe. Aber da diese so viel Spaß machen ist das als großes Plus zu verbuchen.

Alles in allem also ein würdiger Nachfolger? Ja. Kann man so sagen. Vom Gameplay her ist „Yotei“ sicher das bessere Spiel, aber es verlässt sich wie sein Vorgänger zu viel auf etabliertes Game-Design und traut sich bei der Story zu wenig. Es gibt Spiele, wo es passt, wenn man nichts enscheiden kann – „Assassin’s Creed Shadows“ oder „The Last Of Us Part II“ als Beispiel -, aber andere, wie dieses hier, hätten von einem Minimum an Entscheidungsfreiheit klar profitiert.

Alles in allem bekommt „Ghost Of Yotei“ von mir 8,5 von 10, seinem Vorgänger leider nicht das Wasser reichen könnende, Punkte.

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Die nackte Kanone aka The Naked Gun (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/#respond Thu, 30 Apr 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38759 Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der … Weiterlesen

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Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der Polizei als Selbstmord deklariert wurde, ihr keine Ruhe lässt – es ist nämlich ihr Bruder und sie ist sich sicher: Er wurde ermordet.

Gegen seinen Willen wir Frank also in einen Kriminalfall hineingezogenm, der weit größere Ausmaße annimmt, als er gedacht hat, denn er Unternehmer Richard Cane (Danny Huston) hat etwas erfunden, was Menschen auf Knopfdruck zu mordenden Bestien machen kann. Und er hat vor, das Ding in Kürze zu benutzen.

Aber Frank ist ihm auf der Spur …

Ein Remake bzw. ein Neuanfang der „Nackten Kanone“. Das muss man sich mal trauen und in meinen Augen sollte man sich sehr, sehr sicher sein, dass man mit den alten drei Filmen zumindest mithalten kann. Die ersten Trailer waren okay, aber haben mich nicht umgehauen. Und jetzt, wo ich den ganzen Film kenne, weiß ich: Ja, das gilt für den ganzen Film. Mit dem Bonus von ein paar Fremdschäm-Momenten sondergleichen.

Regisseur und (Mit)Drehbuchautor Akiva Schaffer kannte ich in erster Linie als Teil der „Musikgruppe“ The Lonely Island, wo er gemeinsam mit Andy Samberg („Popstar: Never stop never stopping„) und Jorma Taccone eben Musik macht. Völlig irre Texte inklusive. Und ganz viele Sexwitze. Aber wenn die Jungs ins Schwarze treffen, dann richtig. Ich denke da nur an „I Threw It On The Ground“ oder an „Jack Sparrow“. Großes Kino.

Dennoch: Die nackte Kanone? Hm. Naja. Ich sage mal so: Die Ansätze sind da, aber weder die Regie noch das Drehbuch, noch nicht mal Liam Neeson schaffen es, wirklich an den Humor und das anarische Gefühl der Original-Trilogie (von der Serie „Police Squad“ will ich noch nicht mal anfangen) anzuknüpfen. Es gibt ein paar Stellen an denen ich wirklich von Herzen laut lachen musste, aber die meisten Witze haben mir maximal ein Schmunzeln entlockt und es gibt mindestens genauso viele Fehlschläge wie Treffer.

Vor allem fehlen mir die ikonischen Momente, derer es in den Urpsrungsfilmen so viele gibt, Momente oder Aktionen, die wirklich hängenbleiben im Kopf und die man sich beim Beisammensitzen mit Freunden dann gegenseitig an den Kopf wirft und allein bei der Erinnerung schon lachen muss. Und ja, Liam Neeson ist kein Leslie Nielson. Das ist nun einmal so. Er gibt sein Bestes und streckenweise ist er die perfekte Besetzung für Frank Drebin Jr. Und hin und wieder wirkt er fehlplatziert.

Pamela Anderson als toughe Lady ist ebenfalls in Ordnung und spielt meines Erachtens auch besser als in ihren so genannten „ernsten Rollen“. Danny Huston ist super, wie eh und je, hat aber zu wenig zu tun und ist als Gegenspieler halt auch einfach zu einhundert Prozent austauschbar. Da hilft es auch nichts, wenn der Plot bzw. die Story ebenfalls geklaut ist – nämlich von „Kingsman„. Und dort funktioniert der gesamte Wahnsinn einfach um ein Vielfaches besser. Das hätte man besser vermeiden sollen. Wenn jemand einen Knopf drückt und Leute animalisch werden und durchdrehen, dann habe ich automatisch den Vergleich mit der Szene in der Kirche (ja, „Kingsman“) vor mir. Und wer bitteschön, will denn da mithalten können? Eben.

Dazu kommt, das manche Witze einfach zu langsam aufgebaut sind und das Timing nicht passt – ob das nun am Schauspiel oder am Schnitt liegt variiert je nach Witz und Szene. Aber in Summe – leider funktioniert es zu oft nicht. Auch die Absurdität der Szenen kommt irgendwie nicht so richtig rüber. Da wird zum Beispiel die Vorgesetzt von Frank (Chief Davis, gespielt von CCH Pounder) mitten in der Nacht geweckt und meint dann „Bringt mir sofort Drebbin hierher!“. Schnitt – Drebbin steht in ihrem Schlafzimmer und sie schimpft ihn. Absurd, ja. Aber es funktioniert nicht, weil der Wahnsinn so „nebenbei passiert“ und vor allem – es ist zu wenig(!) Wahnsinn. In der Szene zum Beispiel hätte es gebraucht, dass jemand Frank festnimmt, ins Polizeiquartier bringt, durch enge Gänge schleust, dann eine Tür im Polizeirevier öffnet und auf einmal stehen sie im Schlafzimmer vom Chief. Die Szenen sind da – der Aufbau passt nicht.

Und gegen Ende taucht dann eine Eule auf, die sich als Frank Drebin Sr. herausstellt – das war hochnotpeinlich in Summe. Und es gibt noch ein paar andere Szenen, die ich mehr peinlich als witzig fand, aber gut – das ist immer Geschmacksache. Ein paar Momente gibt es, die sich wie „früher“ anfühlen, aber bei weitem nicht genügend. Und ja, ich fand den Running Gag mit dem Kaffee toll – aber auch da: Die Pointe sitzt eher selten.

Dann gibt es noch eine Szene mit Bodycam – die war einfach viel zu lange und der Witz hat auch nicht so besonders funktioniert. Zumal der Täter sich dann ergeben hat, weil er wirklich gefilmt wurde. Hier wäre es zB viel besser gewesen, dass er aufgegeben hätte, weil er die Bodycam-Aufnahmen von Frank nicht mehr ertragen. Man hat sich also einfach viel zu wenig getraut.

In Summe okay, aber für mich kein wirklicher „Naked Gun“-Film. Schade eigentlich. Die Ansätze wären ja da gewesen.

„The Naked Gun“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung taugende, aber sicher nie Kult werdende, Punkte.#

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