Special Interest | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 24 Aug 2026 06:16:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.10 Das wandelnde Schloss aka Howl’s Moving Castle (2004 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/25/das-wandelnde-schloss-aka-howls-moving-castle-2004-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/25/das-wandelnde-schloss-aka-howls-moving-castle-2004-filmkritik/#respond Tue, 25 Aug 2026 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39074 Sophie arbeitet in einem Hutladen und repariert dort Hüte. Und das in einer Zeit, in welcher sich das Land gerade im Krieg befindet. Eines Tages wird sie beim Spaziergang von Soldaten belästigt, aber von einem seltsamen, mysteriösen Mann, der scheinbar … Weiterlesen

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Sophie arbeitet in einem Hutladen und repariert dort Hüte. Und das in einer Zeit, in welcher sich das Land gerade im Krieg befindet. Eines Tages wird sie beim Spaziergang von Soldaten belästigt, aber von einem seltsamen, mysteriösen Mann, der scheinbar ein Zauberer ist, gerettet. Aber auch er wird verfolgt, nämlich von seltsamen Schattenwesen. Aber die beiden können entkommen. So rasch, wie er in ihr Leben getreten ist, ist er auch wieder weg.

Kurz darauf bekommt Sophie Besuch von einer abartigen Frau, die einen Fluch über sei ausspricht. Der Grund ist simpel: Der Zauberer hat ihr geholfen und das gefällt der Hexe gar nicht. Als Sophie am nächsten Morgen aufwacht, ist sie eine alte Frau. Sie flieht und stolpert mehr durch Zufall über eine Vogelscheuche, die zu leben scheint und in ein Schloss.

Das Schloss bewegt sich auf vier Beinen durch die Gegend und wird von „Howl“ bewohnt. Dem besagten Zauberer, der Sophie gerettet hat. Aber wie es aussieht, ist es Howl, der tatsächlich Hilfe braucht. Denn der Grund für die ständige Bewegung des Schlosses liegt darin, dass auch Howl verfolgt wird. Er soll nämlich in den Krieg eingreifen, weigert sich aber. Noch dazu hat die Hexe, die Sophie verflucht hat, noch eine Rechnung mit ihm offen.

Lang kann Howl die Flucht nicht mehr aufrecht erhalten, denn die Magie, die er dazu braucht, raubt ihm jeden Tag ein wenig mehr Menschlichkeit. Langsam, aber sicher wird er zu einem Monster werden. Auch, weil er seine Magie durch einen Pakt mit einem Dämon, der nun als Feuerflamme im Schloss wohnt, eingegangen ist …

Also, wenn man versucht die gesamten Handlungsstränge von „Das wandelnde Schloss“ bzw. „Howl’s Moving Castle“ zusammenzufassen, dann merkt man erst so richtig, wie viel in dem Film los ist und wie viel Vorgeschichte ein Großteil der Protagonist:innen mit sich herumschleppen. Das merkt man während dem Film tatsächlich gar nicht so groß, weil so viel passiert, dass man ohnehin mitdenken muss, um den Faden nicht zu verlieren.

Vielleicht einen Schritt zurück: Der Film ist von Hayao Miyazaki und der ist durchaus für seine optisch tollen und ansprechenden, aber auch nicht immer leichten Filme bekannt. Vor allem natürlich mit dem Studio Ghibli. Das sollte man kennen. Bzw kennt man und frau im Regelfall Filme vom Studio Ghibli, auch wenn der Name vielleicht unbekannt ist.

Auf der Liste des Studios stehen so Perlen wie „Prinzessin Mononoke“ oder „Mein Nachbar Totoro“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Die Chroniken von Erdsee“ oder „Ponyo“. Und noch viele, viele weitere. Fast jeder davon ein Klassiker. Es gab eine Zeit, da war jeder Film vom Studio Ghibli ein Event – wie Pixar damals. Nur japanisch. Und handgezeichnet. Das Studio hat klar einen eigenen Stil und es gibt ja aktuell sogar immer noch den Trend bei KI-Bildern „im Stil vom Studio Ghibli“. Kennt man einfach.

„Howl’s Moving Castle“ ist sehr ambitioniert und nach einem eher langsamen und entspannten Einstieg nimmt der Film immer mehr an Fahrt auf und gegen Ende eskaliert das Ganze absolut. Was als kleine Story von Sophie beginnt, wird am Ende zu einer Story der Weltenrettungen und des Widerstand gegen den Krieg, der bis dahin allerdings bereits durch die Lande zieht und da geht richtig die Post ab. Also hier ist einiges los.

Dass man den Überblick nicht verliert, liegt daran, dass die Story aus der Sicht von Sophie erzählt wird, die mehr oder weniger gegen ihren Willen, in die ganze Sache mit reingezogen wird – und sich am Ende (Überraschung …) auch als Teil der Lösung herausstellt. Und das ist auch das einzige Manko des Films – er nimmt so viele Storyfäden und Figuren mit, dass er gegen Ende nur einen Teil davon befriedigend auflösen kann.

Nur ein minimaler Spoiler (weil’s für die Handlung nicht so wichtig ist): Sophie richtet als sie als alte Frau aus der Stadt flieht im Vorbeigehen eine Vogelscheuche auf, die sie am Wegrand findet. Stellt sich heraus, die lebt, springt herum und begleitet sie immer wieder Mal. Gegen Ende – da werden dann Flüch aufgehoben und so weiter – stellt sich heraus: Das ist der Prinz vom Nachbarland und der wird jetzt sofort den Krieg beenden. Was für’n Zufall. Und wie passend.

Naja, der Film hat trotzdem viel zu bieten: Schauwerte über Schauwerte, eine philosophische Story und vor allem die Figuren sind wirklich fein. Nur als Beispiel: Sophie muss in Vertretung von Howl zur Beraterin des Königs. Am Weg dahin, trifft sie auf die Hexe, die sie zu einer alten Frau verflucht hat. Die ist richtig, richtig dick. Sophie beschwert sich bei ihr, weil sie sie zurück verwandeln soll. Daraufhin erklärt ihr die Hexe, dass könne sie nicht. Sie wüsste nur, wie man Flüche ausspreche, nicht wie man sie breche. Na dann. Zur Königin rauf ist es eine endlos lange Treppe. Tut sich Sophie schon schwer, aber die Hexe ist so dick und schwer, dass sie mehrmals fast zusammenbricht. Was tut Sophie? Hilft ihr und feuert sie an.

Das sind einfach Verhaltensweisen, die irgendwie seltsam sind, mit denen man nicht rechnet und die trotzdem irgendwie passen. Und die Hexe spielt dann später noch eine absolut wichtige Rolle, auch wenn man sich nie ganz sicher ist, ob die jetzt eine der Bösen ist – immerhin ist sie Schuld an Sophies Zustand -, oder ob sie nicht vielleicht doch irgendwie zu den Guten gehört.

Ja, es ist ein seltsamer Film. Anders kann man das nicht nennen, aber er reißt mit, er berührt und auch wenn dann gegen Ende auf jedwede Logik gepfiffen wird und alles viel zu schnell zu einem Ende kommt, so packt der dennoch und nimmt einen mit auf eine spannende und unerwartet ernste und intensive Reise.

„Das wandelnde Schloss“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, eine fantastische Geschichte mit einem nicht ganz so fantastischen Abschluss, erzählende Geschichte.

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Die Melodie des Meeres aka Song Of The Sea (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/15/die-melodie-des-meeres-aka-song-of-the-sea-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/15/die-melodie-des-meeres-aka-song-of-the-sea-filmkritik/#respond Sat, 15 Aug 2026 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39050 Der kleine Ben hat ein Problem mit seiner Schwester. Sie nervt ihn unglaublich. Seine Mutter ist vor Jahren verschwunden, ihr Vater trauert immer noch und seine kleine Schwester Saoirse spricht nicht mehr. Das nervt. Außerdem will sie immer seine Sachen. … Weiterlesen

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Der kleine Ben hat ein Problem mit seiner Schwester. Sie nervt ihn unglaublich. Seine Mutter ist vor Jahren verschwunden, ihr Vater trauert immer noch und seine kleine Schwester Saoirse spricht nicht mehr. Das nervt. Außerdem will sie immer seine Sachen. Insbesondere eine Muschel, die ihm ihre Mutter hinterlassen hat. Dass sie mitten im Nirgendwo einem Leuchtturm am Meer wohnen, macht die Sache nicht besser. Nur sein Hund ist ihm ein Quell der Freude.

Aber da gibt es dann auch noch Großmutter, die beschließt, dass die Kinder in die Stadt ziehen müssen. Vor allem, da sie Saoirse erst gestern völlig nass am Strand liegend gefunden hat. Die Kinder sind ja in Lebensgefahr!

Kinder eingepackt, Vater und Hund zurückgelassen, ab in die Stadt. Aber Ben mag nicht. Er haut ab und macht sich auf den Weg retour. Saoirse folgt ihm – und dann passiert es. Sie verschwindet. Und plötzlich merkt Ben, dass seine Schwester ihm doch wichtig ist und er tut alles, um sie zu finden.

Dazu muss er sich aber duch viele Gefahren und Sagengestalten kämpfen … denn es gibt einen Grund, weshalb Saoirse verschwunden ist …

Wenn ich früher gemerkt hätte, dass die Macher:innen von „Song Of The Sea“ jene sind, die auch „Wolfwalkers“ gemacht haben, dann hätte ich mir den Film schon viel früher angesehen. Denn „Wolfwalkers“ fand ich wirklich großartig. Richtig großartig.

Und auch „Song Of The Sea“ enttäuscht nicht, auch wenn es eine völlig andere Art von Film ist. Hier ist ganz viel Melancholie und Traurigkeit dabei, das Ende ist bittersüß, wunderschön und traurig zugleich. Auch sind viele der Sagengestalten ein wenig seltsam für mitteleuropäische Menschen.

Ich weiß nicht, wie die alle namentlich heißen, aber sie sind toll. Der Kern der Geschichte beginnt relativ spät, wie ich der Fairness halber anmerken muss und der 2D-Animationsstil mag vielleicht nicht den Geschmack von allen treffen, aber was hier an Herzblut drinsteckt, das ist so richtig, richtig zu bemerken.

Die Entwicklung die Ben durchmacht, seine Erkenntnis, dass er seine kleine Schwester über alles liebt und alles für sie auf sich nehmen würde – das wird richtig herzerwärmend erzählt. Dann gibt es noch eine Hexe, die Menschen und anderen ihre Gefühle raubt und sie damit in Stein verwandelt. Der Grund? Sie hatte einen Sohn, der war ein Riese, aber … lange Geschichte, aber sie ist nicht 100%ig böse. Auch wie das gelöst wird – super.

Die Musik ist ohnehin auch toll und herzergreifend. Wäre auch seltsam, wenn die Musik bei einem Film mit diesem Titel schlecht wäre.

Ich hab den Film mit meinen Kindern angesehen und zeitweise war ich kurz am überlegen, ob er ihnen nicht zu steil wird – die Teile mit der Hexe zum Beispiel. Der Weg zu ihrer Hütte ist mit Statuten ausgelegt und man sieht natürlich, dass das früher Menschen waren. Und die Metapher von „zu Stein werden ohne Emotionen“ … ich war mir nicht sicher, ob sie das nicht verwirrt.

Absolutes Gegenteil: Die haben mir erklärt, was da passiert. „Schau mal, Papa! Die haben keine Gefühle mehr, drum sind sie zu Stein verwandelt. Weil, wer nichts mehr fühlt, der mag auch nichts mehr machen, sondern nur noch starr herumsitzen.“

Hola, die Waldfee (wie Snöfried denken würde). Und auch, wenn das Ende ein bisschen traurig ist, so ist es auch wunderschön. Und wenn dann die Kleine zum ersten Mal spricht – Tränen, sag ich nur. Tränen. Bei mir, nicht bei den Kindern.

„Die Melodie des Meeres“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut sehenswerte und märchenhafte, Punkte.

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Best Of Worst Case: Raptor Attack bzw. Raptor’s Revenge (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/11/raptor-attack-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/11/raptor-attack-2026-filmkritik/#respond Tue, 11 Aug 2026 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39110 Jevan (Jemma Hines) will mit ihrem Mann (Jacob Dalton) und ihren beiden (fast erwachsenen) Töchtern, die Großmutter besuchen. Die wohnt weit draußen am (Schott)Land und lebt sehr zurückgezogen. Jevan macht sich Sorgen, denn Mama reagiert auf keine Anrufe und keine … Weiterlesen

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Jevan (Jemma Hines) will mit ihrem Mann (Jacob Dalton) und ihren beiden (fast erwachsenen) Töchtern, die Großmutter besuchen. Die wohnt weit draußen am (Schott)Land und lebt sehr zurückgezogen. Jevan macht sich Sorgen, denn Mama reagiert auf keine Anrufe und keine Nachrichten.

Als die Familie dann ankommt, finden sie Blutspuren vor dem Haus und in der Küche. Kurz darauf finden sie ihre Überreste. Stellt sich raus, dass hier ein scheinbar sehr wildes Tier sein Unwesen treibt.

Und dieses Tier ist nichts anderes als ein von Oma gezüchteter Raptor namens „Robert“, der ausgebrochen ist und sein Unwesen rund um die Farm treibt, wie nach und nach mehrere Personen feststellen werden müssen …

Nur zur Erinnerung, weil ich schon lange kein Review eines Trashfilms mehr geschrieben habe: Ich mag Trashfilme. Ich mag die dummen Entscheidungen der Figuren und die schlechten Effekte. Ich mag es, wenn Herzblut drinsteckt, aber einfach das Rundherum nicht reicht. Da verzeihe ich viel.

Und dann stolpere ich immer wieder über Filme wie diesen hier.

Hier passt wenig zusammen. Oder sehr viel. Das ist vermutlich eine Frage des Blickwinkels, denn: Das Budget war offensichtlich sehr gering. Im Grunde sind die Drehorte die Farm der Oma (und auch da nur vier Räume + Keller) und die Weiden, Wiesen und Wälder rund um diese Farm herum. Auch die Menge an Personen, die vorkommen ist sehr begrenzt und eingeschränkt.

Das ist aber nicht mein Problem. Es gibt viele Filme mit kleinem Cast, begrenzten Handlungsorten und trotzdem machen die Spaß. Mein Problem, oder anders gesagt, ProblemE (die Mehrzahl ist wichtig) mit dem Film laufen auf eine einfache, grundlegende Frage hinaus:

Wenn man schon Geld in die Hand nimmt, um einen Film zu machen – warum juckt es dann niemand, ob sich alle wie Vollidioten benehmen?

Ich meine, im Ernst jetzt? Ein paar Beispiele: Die Familie findet die Hälfte(!) der (Groß)Mutter. Offensichtlich von Tieren gefressen. Sie werden gewarnt, dass das Ding noch herumlaufen könnte in der Gegend. Blutspuren sind auch im(!) Haus. Was macht die Familie? „Naja, jetzt sind wir so weit gefahren. Dann bleiben wir doch auf Urlaub hier. Tralala.“ In dem Haus, in dem sie die Tote gefunden haben. Na dann.

Oder: Die Mutter sagt, dass sie am Morgen noch eine Runde spazieren gehen will im Wald. Die Töchter finden ein paar Minuten darauf erneut frisch er- und zerlegtes Fleisch direkt auf der Farm. Und sie entscheiden sich, der Mutter nichts zu sagen, weil sie das nervös werden lassen könnte. Logisch, nicht?

Oder: Sie sehen, wie drei Menschen vom Raptor eingeholt und gefressen werden. Schlussfolgerung: Der ist schnell. Was machen wir also? Richtig. Wir versuchen ihm zu Fuß zu entkommen. Ich meine, klar. Was auch sonst?

Die Regie bzw. der Schnitt bzw. das Schauspiel legen dann noch eins obendrauf. Müsste ich jetzt alles aufzählen, dann würde das hier ein Roman werden. Und der wäre sicher spannender als der Film, aber das nur am Rande.

Es wird versucht Spannung aufzubauen, indem zum Beispiel die Mutter ihrer Familie sagt, sie würde noch was besorgen – aber sie steckt sich ein großes Messer ein, weil sie den Raptor (da wissen sie schon, was es ist) aus Rache für den Tod ihrer Mutter abmurksen will. Die gute Jevan folgt also den Spuren des Sauriers und glaubt auch mehrfach, ihn gesehen zu haben. Die Familie macht sich Sorgen und geht sie suchen. Alle sind panisch, weil sie sich solche Sorgen machen. Dann finden sie Jevan. Alle(!) steigen aus dem Auto und laufen unglaublich weit (natürlich gemeinsam und unbewaffnet) zu ihr. Dann gibt es eine Umarmung, weil ja alle so froh sind, sich wiederzuhaben. Und vom Schnitt, der Mimik und der Regie her ist sofort alles gut. Bedrohung weg, weil – jetzt sind es ja vier Personen. Nämlich. Kann gar nix mehr schiefgehen.

Das Schauspiel ist – leider – grottig. Liegt es an der Kamera, die alle Personen sehr nachteilig einfängt, oder liegt es am Schauspiel selbst – ich kann es nicht sagen. Aber es tut wirklich fast körperlich weh, den Leuten zuzusehen. Vor allem Jemma Hines ist richtig schmerzhaft. Jacob Dalton hat zwei oder drei Momente, in denen hat er gutes Gespür für Comedy-Timing und Mimik. Aber ansonsten ebenfalls: Nein.

Auch toll: Es gibt ein Labor unter der Farm. Dort hat Mama/Oma die Saurier gezüchtet. Und die hatte eine Assistentin. Die kommt dann auch die Farm, weil sie sich auch Sorgen macht. Aber – großes Aber – sie kennt den Code zum Eingang für das Labor nicht. Mhm. Okay. Und aus dem Nichts fällt allen ein, dass Jevan ja immer so gern Rätsel gelöst hat und Mama/Oma das ja wusste, also ist der Code sicher ein Rätsel. Und natürlich hat sie es in zwei Atemzügen gelöst.

Also fassen wir zusammen: Schauspiel suboptimal. Inszenierung und Schnitt: Kann man nur mit viel gutem Willen so nennen. Schauspiel: wenig bis nicht vorhanden. Drehbuch? Ich weiß nicht, ob die sowas hatten. Und wenn ja, dann hat es niemand gelesen. Bei so viel Stumpfsinn hätte doch irgendjemand(!) sagen müssen: „Moment … WAS machen die? Seid ihr irre? Niemand würde das tun!“ Und das bei gefühlt jeder dritten oder vierten Szene.

Und das Schlimmste: Die nehmen das ernst! Das gleiche Drehbuch aber mit Humor inszeniert, der sich bewusst ist, was für Schwachsinn hier passiert. Das hätte großartig sein können. Ein bisschen Meta-Humor, zum Drüberstreuen. Zum Beispiel bei der oben erwähnten „Jevan suchen und finden“-Szene. Könnte alles genauso inszeniert sein und wenn dann alle sich umarmen und alles Spannung (von Musik, Schnitt und allem) weg ist, dann hätte man eins der Mädchen sagen lassen können: „Was für ein Glück, dass wir alle zusammen sind. So kann uns der Dino nichts anhaben.“ Dann hätte Jacob Dalton einen seiner coolen-witzigen Blicke aufsetzen können, einen Moment innehalten und sagen: „Moment.“ – kurze Pause, alle sehen ihn, die Rädchen in seinem Kopf rattern – „Lauft!“. Schnitt. Alle Vor der Tür beim Haus. Irgendjemand sagt: „Gut mitgedacht, Dad.“ Dad sagt: „Danke. Als mir klar wurde, dass der richtig scharfe …“ – ZACK. Dino schnappt ihn. Alle kreischen und laufen Weg. Schnitt. Im Haus. Tochter zu Mama: „Vielleicht hätten wir gleich ins Haus laufen sollen, anstatt draußen zu warten.“

Ihr wisst, was ich meine, oder?

Oh – und damit es gesagt ist: Die Effekte bzw. der Raptor sieht für so einen Film tatsächlich ziemlich gut aus. Kann man jetzt nicht von allen Effekten im Film behaupten. Aber der Raptor, ja, der funktioniert.

Jedenfalls tut der Film ein bisschen im Kopf und ganz viel im Herzen weh. Und selbstverständlich bemerken sie am Ende, dass Robert eine Roberta war. Und dann wird auf ein Ei geschnitten. Ooooooh, die Spannung! /sarcasmoff

„Rapter Attack“ bzw. „Raptor’s Revenge“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, leider nicht mal schlecht-lustig seiende, Punkte.

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Obsession (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/06/obsession-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/06/obsession-2026-filmkritik/#respond Thu, 06 Aug 2026 05:00:54 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39107 Bear (Michael Johnston) ist schwer verliebt. Und zwar in Nikki (Inde Navarrette). Aber er hat Angst, dass ein Geständnis seiner Liebe ihre Freundschaft zerstören könnte. Er tut sich schwer. Eines Tages findet er in einem Laden eine Box, die einen … Weiterlesen

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Bear (Michael Johnston) ist schwer verliebt. Und zwar in Nikki (Inde Navarrette). Aber er hat Angst, dass ein Geständnis seiner Liebe ihre Freundschaft zerstören könnte. Er tut sich schwer. Eines Tages findet er in einem Laden eine Box, die einen Wunsch erfüllen soll. „One Wish Willow“ heißt das Ding. Bear denkt sich, das wäre ein nettes Geschenk. Eines Abends bietet er Nikki an, sie nach Hause zu bringen. Er will ihr seine Liebe gestehen, aber er schafft es nicht.

Aus Frust benutzt er die „One Wish Willow“ und wünscht sich, dass Nikki ihn mehr liebt als alles auf der Welt.

Und zu Bears anfänglicher Freude funktioniert es. Aber die Konsequenzen sind völlig anders, als Bear sich das vorgestellt hat …

Ich bin ziemlich unvorbereitet in „Obsession“ hineingegangen. Ich hatte grob eine Idee, worum es geht und ich habe gehört, er soll gut sein. Nun, das habe ich ja schon öfter gehört und deshalb habe ich mir nicht allzu viel erwartet.

Der Film beginnt schon mal ziemlich cool – und zwar gesteht Bear seine Liebe. Als Testlauf. Einer Kellnerin. Und es ist hochnotpeinlich. Dann werden die anderen Figuren vorgestellt und wenn man dann Nikki kennenlernt, dann versteht man Bear (zumindest als Mann) sofort. So eine Frau will man an seiner Seite haben. Witz gut, Charakter super, optisch wunderschön – Charisma und Ausstrahlung. Ein Lächeln, dass dich als Mann sofort dazu bringt ebenfalls zu lächeln. Großartiges Casting, kann ich dazu nur sagen. Das ist allein schon nach den ersten paar Minuten Screentime von Inde Navarrette (Trap House) klar.

Aber was dann folgt – holy moly. Die Frau trägt den gesamten Film auf ihren Schultern. Wenn ich jemals eine Powerhouse-Performance gesehen habe, dann das hier. Ich kann es nicht anders sagen: Diese Frau ist eine schauspielerische Wundertüte. Wie einfach, rasch, schnell und glaubwürdig sie hier zwischen den Emotionen wechselt, ist einfach unglaublich. Und alles, jede Geste, jeder Blick, einfach alles ist zu einhundert Prozent glaubwürdig. Dass das nicht mit Schnitten getrickst wurde, ist außerdem noch das nächste Level an Performance-Kunst. Die Einstellungen im Film sind nämlich teilweise halbwegs lang und wenn Navarrette innerhalb von fünf Minuten durch mehrere Varianten an Gefühlswelt geht, dann ist das einfach … wow. Einfach wow. Ich bin jetzt niemand, der sich leicht mal in Schauspielerinnen verguckt, aber Leute – ich sag’s euch ehrlich: Ich bin verliebt. Hammer.

Bevor ich jetzt noch weitere Absätz von Navarrette schwärme, sollte ich vielleicht doch auch auf die anderen Aspekte des Films hinweisen. Der Supporting-Cast ist ebenfalls top besetzt. Egal, ob es um Cooper Tomlinson (Ian) oder Megan Lawless (Sarah) handelt – beide ebenfalls super in ihren Rollen. Und Michael Johnston als Bear passt auch perfekt. Der muss den Film ja in Kombination mit Navarrette tragen und ich muss gestehen, dass er neben ihr absolut durchhält. Er braucht zwar nicht eine solche Wandlungsfähigkeit, aber das, was er zu tun hat, macht er ebenfalls absolut großartig.

Es heißt ja immer – zumindest sagen mir das die professionellen Schauspieler:innen in meinem Umfeld immer – dass die Performance einer Person keinen Film rausreißen kann. Es hängt auch davon ab, wie das Umfeld auf die Performance reagiert. Wenn also zum Beispiel jemand bedrohlich wirken soll, dann reicht es nicht, wenn diese Person das gut spielt, das Umfeld bzw. die anderen Leute in der Szenen müssen glaubwürdig darauf reagieren. Deshalb nennt man das auch Ensemble. Und auch das gelingt hier ausgezeichnet.

Ein dickes Lob muss auch das Drehbuch kriegen – die Eskalationsstufen sind super angepasst und die Sache wird immer weiter nach oben getrieben. Es gibt hier so unglaublich viele Fremdschäm-Momente (im positiven Sinne), dass man absolut immer mit Bear mitfühlt. Großartig gemacht – wirklich. Nämlich alles. Hier gibt es (von kleinen Regiefehlern abgesehen) nichts, was nicht passen würde. Inklusive dem Ende. Da vergeigen es viele ja dann doch manchmal – nicht hier. Das ist in Summe alles wirklich gelungen. Die knappen zwei Stunden, die der Film dauert vergehen wie im Flug.

Dabei ist der Film – bis auf eine Szene, die hat es in sich – nicht mal brutal. Es ist einfach die psychologische Ebene, die hier perfekt funktioniert. Alle Achtung. Vor allem, wenn man dann auch noch weiß, dass der Regisseur gerade mal Mitte 20 ist und dies hier seinen ersten richtigen Film darstellt. Ein Hammer, ehrlich!

Kein Wunder, dass der Film bei Produktionskosten von runden 750.000 Doller weltweit bis jetzt über 400 Millionen eingespielt hat. Scheinbar gab es bei der Premiere auf einem Filmfestival sofort einen Wettbewerb zwischen diversen Studios, wer den Film haben und vermarkten darf. Ich verstehe das. Absolut.

Für Drehbuchautor und Regisseur Curry Baker heißt das allerdings meiner Ansicht nach nichts Gutes. Mit seinem ersten Film so einzuschlagen – danach kann es nur noch bergab gehen. Vor allem findet man auch nicht alle Tage eine schauspielerische Entdeckung wie Navarrette. Auch die könnte künftig vielleicht ein Problem haben, denn ich denke nicht, dass sie jemals wieder einen Film machen wird, der auch nur annähernd in diesem Ausmaß zeigt, was sie kann. Schade eigentlich. Es kann also für alle involvierten von hier an nur noch bergab gehen.

Dennoch: Wenn sowas wie das hier der Preis dafür ist, dann passt das irgendwie schon. Alle Achtung. Diesen Film hier sollte man, wenn man oder frau auch nur ein klein wenig was mit Horror anfangen kann, absolut sehen!

Einziger Kritikpunkt, wenn man es denn so nennen will, wäre die Tatsache, dass der Film zu einhundert Prozent aus Bears Perspektive erzählt wird. Der Film deutet zwar an, dass Nikki mitbekommt, was passiert und ihr der freie Wille geraubt wurde (und sie zeitgleich in der Hölle brennt … ja, das kommt vor). Dass das, was Bear hier macht, eigentlich ein kompletter Wahnsinn ist, wird zwar manchmal thematisiert, kommt aber per se zu kurz und hat keine gröberen Auswirkungen. Das Thema hätte den Film auch unnötig verkompliziert. Auch wenn es eine spannende Frage ist. Natürlich kann man argumentieren, dass Bear sieht, was er da tut und deshalb das Ende auch das Ende ist, aber – und das ist ein großes Aber – er tut es ja nicht für Nikki, sondern aus einer anderen Motivation heraus.

„Obsession“ bekommt von mir 9,5 von 10 möglichen, absolut mitreißende und mitleidende, Punkte.

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Supergirl (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/01/supergirl-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/01/supergirl-2026-filmkritik/#respond Sat, 01 Aug 2026 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39095 Kara Zor-El (Milly Alcock) lebte auf Krypton, aber der Plant wurde zerstört. Ein Teil jedoch wurde vom Rest des Planeten unter einer Schutzhülle abgekoppelt und es gab Überlebende. Aber die Hülle hat ein Ablaufdatum, also schickt Karas Vater sie in … Weiterlesen

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Kara Zor-El (Milly Alcock) lebte auf Krypton, aber der Plant wurde zerstört. Ein Teil jedoch wurde vom Rest des Planeten unter einer Schutzhülle abgekoppelt und es gab Überlebende. Aber die Hülle hat ein Ablaufdatum, also schickt Karas Vater sie in einem Rettungsversuch mit einer Raumkapsel zu ihrem Cousin Kal-El zur Erde. Dort fühlt sich Kara aber nicht heimisch.

Aktuell hat sie Geburtstag. Den 23. Geburtstag, um genau zu sein. Und sie lässt sich treiben, feiert, macht Party – das Gefühl, die Erde sei ihre Heimat, hat sie noch nicht. Also ist sie unterwegs, nutzt Planeten mit roter Sonne (die ihr die Kräfte raubt) um sich ins Koma zu saufen und zu vergessen. Allein ihr Hund Krypto ist immer bei ihr.

Eines Tages trifft sie in einer Bar Ruthye (Eve Ridley), deren Eltern und Bruder von Krem (Matthias Schoenaerts) umgebracht wurden. Sie sucht nach Hilfe, denn sie will Krem finden und ihn töten. Dabei stellt sie sich jedoch eher ungeschickt an und so muss Kara einschreiten, um ihr zu helfen.

Ehe sie sich versieht, ist Krem mit ihrem Raumschiff auf und davon und Krypto tödlich verletzt. Er wurde vergiftet und sie hat nur ein paar Tage Zeit, um das Gegengift von Krem zu besorgen …

Gleich vorweg: Das mit Abstand Beste an Supergirl ist Milly Alcock. Wer also mit ihr in der Rolle als Kara Zor-El nichts anfangen kann, der oder die kann die Finger (bzw. die Augen) von dem Film lassen. Für diese Version der bekannten Figur ist sie die perfekte Besetzung – egal ob von der Art wie sie sich bewegt, ihre Blicke, ihre Mimik – das passt alles wunderbar. Das ist ab der ersten Sekunde genau dieses Supergirl, dass sich selbst verloren hat, Party macht, einen Sinn sucht und trotzdem irgendwie auch das Richtige tun will. Und Millie Alcock bringt das alles super rüber. Aus meiner Sicht hilfreich ist natürlich, dass sie meiner Ansicht nach kein Allerweltsgesicht besitzt, sondern gerade ihre Mundpartie ziemlich interessant aussieht. Das liest sich jetzt vielleicht komisch, aber wer die Trailer kennt weiß vermutlich, was ich meine. Kara Zor-Els Mundpartie ist quasi das Gegenstück zu Robocops Kinn. Sie erzählt die halbe Geschichte.

Und das ist auch notwendig, denn da hapert es bei diesem Film hier am allermeisten: an der Geschichte bzw. am Drehbuch. Und teilweise an der Green-Screen-Arbeit, aber dazu später mehr.

Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte sind ja die Figuren und ihre Beweggründe und auch wenn man sich bemüht, hier so etwas wie Charakterbögen zu schaffen – es gelingt einfach nicht. Gleiches gilt für eine Spannungskurve. Ich meine vom Setup her hat man ja schon mal frech bei „John Wick“ geklaut, was aber danach kommt, nun – das ist einfach schlecht im Ablauf. Die Szenen einzeln sind an sich gut und stimmig, was aber völlig – und ich meine völlig(!) – fehlt ist, ist das Gefühl der Dringlichkeit und der Sorge von Kara um Krypto.

Craig Gillespie schafft es als Regisseur nicht, irgendwelche Akzente zu setzen. Die emotionalen, humanen Momente ziehen sich zu lange und es gibt zu viel Bla-Bla und Exposition und quatschen über Gefühle. Die Action ist teilweise zu lang bzw. fühlt sie sich zu lange an, weil sie einfach nicht besonders toll ist. Und Momente, die emotional heftig hätten ausfallen sollen (aufgrund einer Entscheidung von Kara sterben direkt drei Personen), plätschern einfach so vorbei.

Da ist also einiges schiefgelaufen.

Das tut insofern doppelt weh, weil ich wirklich gehofft hatte, dass der Film gut wird. Mir hat Alcock von Anfang an in der Rolle gefallen und ich dachte mir, ja, das kann etwas werden. Dann kamen die Trailer und ich wurde skeptisch. Berechtigt, wie ich mittlerweile weiß.

Ich kann nicht mal den Finger richtig drauflegen, weil es einfach … so viel zu sagen geben würde. Die Choreografie ist langweilig. Die Schläge klingen heftig, aber es sieht einfach lahm aus. Wenn gegen Ende Supergirl dann herumfliegt und aufmischt, dann fand ich zwar die Idee mit der Zeitlupe und der Musik großartig – es sieht nur leider streckenweise halt ziemlich schlimm und schlecht gemacht aus. Schade. Wirklich schade.

Meines Erachtens ist da auch beim Schnitt einiges schiefgelaufen.

Dann zum Timing und der Spannungskurve: Wann immer der Film vom ersten Gang in den zweiten schalten will, fällt jemanden ein, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Flashback oder Gefühlsgespräche wäre. Und das zieht sich dann. Sosehr ich die Auftritte von Superman genossen habe – sie sind zu lang. Und an den falschen Stellen.

Jason Momoa wird ohnehin verschenkt – der hat zwar ein paar gute Momente, aber in Summe hätte die Figur keiner im Film gebraucht, Eve Ridley ist mehr nervig als sympathisch und alle anderen sind ohnehin irrelevant. Manche Szenen sind dreist aus der Star-Wars-Kantine geklaut und – apropos: Das ist auch ein wirklich guter Punkt: Das Make-Up-Department hat richtig gute Arbeit geleistet. Was hier herumkreucht und -fleucht. Hut ab! Das sieht alles richtig cool und gut aus.

Anders gesagt: Ich hätte den Film echt gern gemocht und würde hier gern schreiben, wie toll er ist. Ich kann’s nur nicht. Und wieder einmal das Tragische daran: Da steckt ein richtig guter Film drin (wenn man die Szenen in denen Kara ihre Kräfte verliert vielleicht um die Hälfte reduzieren würde und die andere Hälfte besser handlungstechnisch erklären), aber an dem wurde konsequent vorbei inszeniert und vorbei geschnitten. Wirklich, wirklich schade.

Vor allem für Milly Alcock, die mir in dieser Rolle tatsächlich richtig gut gefallen hat. Und natürlich Krypto. Aber der kommt im Film so wenig vor, dass man sich unweigerlich fragen muss, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre sich einen anderen Story-Aufhänger zu suchen, damit der Hund zumindest die Story retten kann. Aber – es hat nicht sein sollen.

Oh – und eine Frage: Wann können wir denn bitte mit dem Hollywood-Pseudo-Feminismus-für-Kinder aufhören? Ruthye ist da so ein Überbleibsel, welches echt nerven kann. „Warum ist er SuperMAN und du SuperGIRL?“ Mhm. Spart es euch einfach. Es findet niemand lustig und wie die Gleichstellung in Hollyood aussieht, wissen wir nicht erst seit Harvey Weinstein.

Aber zurück zu Gillspie: Ich fand ja „I, Tonya“ einen spannenden Film und „Lars And The Real Girl“ ist ja auch halbwegs bekannt. Vielleicht liegt das Problem darin – und je länger ich darüber nachdenke, des wahrscheinlicher kommt es mir vor -, dass Gillspie die Charaktermomente durchaus drauf hätte. Das sieht man an ja an seinen anderen Filmen. Was er halt scheinbar nicht so drauf hat, ist Action. Ohne die geht’s halt nicht in einem Superheld:innenfilm. Für mich also ein klarer Fall von falscher Regisseur für diesen Film. Ähnlich wie Nia DaCosta bei „The Marvels„. Nicht alle Independent-Regisseur:innen eignen sich für Blockbuster.

„Supergirl“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider nicht richtig abhebende, Punkte.

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Christopher Nolan’s The Odyssey (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/23/christopher-nolans-the-odyssey-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/23/christopher-nolans-the-odyssey-filmkritik/#respond Thu, 23 Jul 2026 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39059 Nachdem Odysseus (Matt Damon) durch einen Trick die Belagerung von Troja beendet hat, macht er sich mit seiner Crew auf die Heimfahrt. Dumm nur, dass er eine Abkürzung nehmen möchte, die ihn zu einer Insel bringt. Dort wollen sie ihren … Weiterlesen

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Nachdem Odysseus (Matt Damon) durch einen Trick die Belagerung von Troja beendet hat, macht er sich mit seiner Crew auf die Heimfahrt. Dumm nur, dass er eine Abkürzung nehmen möchte, die ihn zu einer Insel bringt. Dort wollen sie ihren Proviant aufstocken, folgen einem Schaf und treffen in einer Höhle auf den Schafhirten. Der ist allerdings ein Riese und ein Zyklop. Der gleich mal ein paar von Odysseus Männern frisst. Durch einen Trick schaffen sie es zu entkommen, blenden allerdings den Zyklopen – soll heißen: Sie machen ihn blind.

Das war ein Fehler. Denn der Zyklop ruft im Schmerz immer wieder einen Namen: Poseidon! Deshalb denken Odysseus Männer, der Zyklop wäre ein Sohn von Poseidon und der Gott des Meeres hätte Odysseus deshalb verflucht.

Das zeigt sich darin, dass der Schiffweg nach Hause, der im schlimmsten Fall Monate dauern sollte, mehrere Jahre dauert.

Und Zuhause warten seine Frau Penelope (Anna Hathaway) und sein Sohn Telemachus (Tom Holland) auf seine Heimkehr, während viele Freier seit knapp drei Jahren dort warten und auf ihre Kosten leben. Aber Penelope will keinen neuen Mann. Lange allerdings wird das nicht mehr klappen …

Es gibt vermutlich bereits Tausende Kritiken da draußen, die sich um Nolan’s „The Odyssey“ drehen. Und grob die Hälfte davon zerlegt den Film, weil er historisch nicht akurat ist. Die andere Hälfte zerlegt ihn, weil er ein optisches Wunderfest darstellt. Irgendwo gibt es eine Schnittmenge von jenen, die es großartig finden, dass Nolan noch auf echte Effekte und Drehen vor Ort setzt.

Ich lasse jetzt mal den ganzen technischen Schnickschnack außen vor, denn in Wahrheit ist es völlig egal wie der Film gedreht wurde. Was man merkt, ist, dass die Leute vor Ort waren – an echten Stränden und Wiesen. Da gibt es keinen bzw. wenig Greenscreen und nur ein bisschen Sound Stage. DAS ist wirklich großartig. Weil man das merkt. Weil die Leute sich einfach im echten Rauam realistischer und sicherer bewegen. Also für das – Hut ab. Die ganze Story mit den IMAX-Kameras und all dem anderen Zeug? Juckt mich nicht.

Der Backlash für das Casting. Ich möchte da gar nicht viele Worte darüber verlieren, nur so viel: Page ist nicht Achilles und auch kein Stand-In für Achilles. Es ist ein eigener Charakter und der passt sehr gut in die Story, die Nolan erzählen will. All die Memes und all die Wortmeldungen á la „Page würde im Krieg in Troja keine zehn Minuten überleben“ – stimmt. Nolan weiß das auch. Stellt euch eine Person vor, von der ihr mit einem Blick wisst: Diese Person ist für niemanden eine Gefahr. Genau. Page. Nach einer Minute im Film stirbt der Charakter. Zack. Aus. Der Grund dafür ist logisch. Erzählt Odysseus später mal, es sei der großartigste Krieger überhaupt gewesen? Ja. Aber das ist eine klare Lüge, die er erzählt um jemand anderen zu beschämen.

Zweite Sache: Lupita Nyong’o. Passt sie in die Rolle(n)? Nein. Hat sie gestört? Nein. Sie kommt vielleicht in Summe fünf Minuten vor. Und für die Handlung ist sie im Kern sogar unwichtig. Die Odyssee startet NACH dem trojanischen Krieg. Auch wenn dessen Auswirkungen natürlich der Grund für die „Odyssee“ darstellt.

Kurz zum Casting generell: Ich bin völlig beeindruckt gewesen, welche Schauspiel-Kaliber Nolan um sich scharen kann – sogar für völlige Nebenauftritte, die eben quasi „du zwinkerst und sie sind vorbei“-Momente sind. Komplett irre.

Schade dabei: Es gibt ein paar Casting-Entscheidungen, die einfach nicht gut waren. Zum Beispiel Jon Bernthal. Der ist völlig fehlbesetzt und wirkt wie im falschen Film. Oder Zendaya (die übrigens keine Göttin spielt, sondern das schlechte Gewissen von Odysseus – er nennt es nur Athena) – allerdings halt ich die generell schlecht aus. Tom Holland – der war okay, aber der ist und bleibt Spider-Man. Der kann nichts anderes mehr spielen. Nie wieder. Der Rest – okay.

Matt Damon: Hammer! Der war für mich einfach großartig. Charlize Theron? Hab jede Sekunde im Film mit ihr geliebt – ja klar will Odysseus jahrlang bei der bleiben. Die Frau hat einfach Charisma. Die braucht nur stillstehen und in die Kamera gucken und ich würde mir das stundenlang ansehen.

Ansonsten: Der Film ist kein audiovisuelles Fest. Er ist auch nicht episch. Er erzählt eine Geschichte, die sich über mehrere Jahre erstreckt, ja. Aber das macht ihn noch nicht episch. Die Größe der Geschichte ist in diesem Fall sogar sekundär, denn Nolan hat sich entschieden, sich auf Odysseus zu konzentrieren. All die Massenschlachten im Trailer bzw. die Eindrücke, die ihr habt, die wie Massenschlachten wirken – es gibt keine. Nicht wirklich.

Was wir dafür haben: Einge Szenen in denen der Fokus verrutscht und das Bild unscharf ist (kann passieren mitten im Regen und Sturm) und viele Szenen in denen Odysseus mit seinen Männern flieht. In Richtung Boot. Das wirkt manchmal glaubwürdig (die Flucht vor dem Zykklopen) und manchmal extrem(!) unglaubwürdig, wie die Flucht vor den Riesenkriegern in den Silberrüstungen (Laestrygonians, wer es genau wissen will – oder zumindest angelehnt an diese).

Um die Story kurz zu umreissen: Nolan klappert nicht alle vierzehn Stationen der Odysee ab. Er kürzt zusammen und er verpasst vielen sogar eine extreme Kurzversion (die erwähnten Laestrygonianer – Insel, Kind, Hallo sagen, Kind schreit – Krieger kommen und killen alle. Kein Palast, keine Königin, kein König, der gleich mal zwei Krieger frisst, kein Hafen, kein Steinwurf, kein Versenken von 11 von 12 Schiffen, usw).

Es ist also jederzeit möglich Nolans Film aus dieser Perspektive zu zerlegen und zwar in kleinste Einzelteile. Absolut. Das geht sogar für Laien, die nur zum Teil wissen, was die Odysee überhaupt sein soll, weil Nolan oftmals auch keinen Kontext liefert – warum nochmals greifen die Laestrygonianer an? – nur als Beispiel. Ich hatte Leute im Kino neben mir, die haben nach dem Film bei ein paar Szenen laut beratschlagt, was das eigentlich passiert ist und warum.

Also der Film ist mit Sicherheit weder ein visuelles – dazu bietet er zu wenig Schauwerte – noch ein storymäßiges – dazu hat er zu viele Storylücken in sich – Meisterwerk.

Was er auf jeden Fall ist: Audiovisuell für das Kino gemacht. Im Heim-TV kann er nur verlieren. Gibt’s gar nicht anders.

Was mich überrascht hat – ich bin kein Nolan-Fanboy, ich kenne „Following“, „Memento„, „The Prestige“ und die „Batman“-Filme von ihm. „Inception“ fand ich so langweilig, dass ich ihn nicht mal fertig geguckt habe – das war wirklich ein Film von Mr. Filmtechnik, bei dem ich beim letzten großen Monolog von Odysseus Tränen in den Augen hatte. Weil alles an diesen Punkt geführt hat – die gesamte Reise mitsamt allen Stationen und ganz viel Kleinigkeiten am Weg hat dorthin geführt. Das fand ich wirklich großartig und Matt Damon hat schwer geliefert. Das hat mir fast das Herz gebrochen.

Es wird im Film ja immer wieder mal erwähnt bzw. wird Odysseus unterstellt, er wolle ja gar nicht nach Hause – Hammer. Oder die „People From the Sea“, die brandschatzend übers Meer brausen – all das wird aufgelöst und ich hatte wirklich – ich wiederhole: Bei einem Nolan-Film! – Tränen in den Augen.

Und ja, das hat mit Troja zu tun. Und um auch diesen Punkt gleich mal klarzustellen: Dieser Film baut seine Story nicht nur aus der Odysee zusammen. Es spielt auch die Illias (der Krieg bzw. die Belagerung von Troja) mit rein oder Virgils Aeneid (hab ich nie gelesen), wenn es um das Rundherum und Kontext (was passierte mit Agamemnon, aus „Agamemnon“ von Aeschylus, als Beispiel) geht. Also all die Argumente á la „Das ist nicht Homers Odyssee“ – Korrekt. Ist es nicht. Na und?

Also all die „Experten“ – schon klar. Ihr kennt die Odyssee auswendig. Und jene, die meinen, die „Götter“ im Film hätten göttlicher aussehen sollen, nun – es gibt keine Götter Film. Überhaupt keine. Gar keine. Nicht ein einziges Mal. Für jene, die die „irdische Optik“ der „Götter“ ankreiden.

Ich denke, man kann an dem Film auch so einiges aussetzen – ohne Sachen erfinden zu müssen.

Was ich auch eher so mau fand waren 50% der Musik. Trommeln (oder ähnliche Instrumente), die immer schneller und schneller schlagen – minutenlang! Das ist einfach mühsam. Ja, es funktioniert. Aber ich würde es nicht mal als Musik bezeichnen. Percussion. Okay. Aber nicht wirklich gut. Am Ende dann – der oben erwähnte Monolog – da war es dann toll. Da hat es gelickt. Da haben Bild, Musik, Sprache und alles zusammen mehr ergeben als die Summe der einzelnen Teile. Das war Gänsehaut.

Alles in allem: Ja, „The Odyssey“ war ein Erlebnis im Kino. Viel wird von dem Film allerdings nicht bleiben. Die Kontroverse rund um den Film wird größer bleiben als der Film. Denn dieser ist sicher sehenswert, aber mehr nicht. Ist der große „aha“-Moment gegen Ende die zweieinhalb Stunden vorher wert? Vermutlich nicht. Vor allem hätte man den Effekt auch mit weit kürzerer Laufzeit erzielen können. Und ich war auch deswegen so ergriffen, weil ich ihn nicht kommen gesehen habe.

Ist es völlig abartig, dass null Griechen im Film gecastet wurden? Ja. Absolut. Macht das den Film schlechter oder besser? Nein.

„Christopher Nolan’s The Odyssey“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, sehenswerte, aber nicht umwerfende und sicher nur im Kino richtig funktionierende, Punkte.

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Red Riding aka Little Red (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/09/red-riding-aka-little-red-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/09/red-riding-aka-little-red-filmkritik/#respond Thu, 09 Jul 2026 05:22:44 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39018 Nachdem ihre Mutter an einer Überdosis stirbt, zieht Redele (Victoria Tait) nach Schottland zur Oma. Dort ist alles neu und Red, wie sie genannt wird, braucht ein wenig um sich einzugewöhnen. Sie knüpft Kontakte und trifft schräge Menschen. Wie zum … Weiterlesen

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Nachdem ihre Mutter an einer Überdosis stirbt, zieht Redele (Victoria Tait) nach Schottland zur Oma. Dort ist alles neu und Red, wie sie genannt wird, braucht ein wenig um sich einzugewöhnen. Sie knüpft Kontakte und trifft schräge Menschen. Wie zum Beispiel – so stellt sich heraus – ihre Großmutter ein wenig schräg ist … aber da ist sie nicht allein …

Ein Film, der „Rotkäppchen“ in der Moderne erzählt? Gedreht in Schottland mit (im Originalton) schottischen Akzenten? Und schottischen Landschaftsaufnahmen? Und großen, alten Häusern? Und dann noch produziert von Neil Marshall? Passt. Nehm ich. Guck ich mir an.

Die Ernüchterung tritt dann jedoch rasch ein, denn was ein an sich guter Film hätte werden können (freilich ohne wirklich neue Ansätze. Leider), leistet sich dann doch zu viele Schnitzer um über die gesamte Länge zu funktionieren und zu unterhalten.

Vorweg vielleicht: Die Figur von „Red“ ist an sich nicht unbedingt so richtig sympathisch und manchmal fragt man sich, ob sie eine Sache jetzt gemacht hat, weil es im Drehbuch stand oder ob das ihr Charakter wirklich so machen würde, aber gut. Das Problem kommt ja häufiger vor. Schauspielerisch macht Victoria Tait in ihrer ersten Rolle so gut wie alles richtig – die Figur ist halt jetzt nicht unbedingt eine, die ihr weltweiten Ruhm bringen wird.

Ansonsten ist schauspielerisch alles dabei: Von super über okay bis zu ‚echt jetzt‘ (auch bekannt als „overacting“). Aber in Summe funktioniert das alles schon ganz gut. Da kann ich aus dem Stehgreif ein Dutzend Filme aufzählen, die weit schlimmer sind und nicht in Schottland spielen mit (im Original) schottischen Akzenten. Ich weiß, dass ich das schon erwähnt habe, aber ich finde einfach Schottland optisch großartig und auch der schottische Akzent ist für meine Ohren einfach großartig. Nur damit ihr Bescheid wisst – ich bin da vielleicht ein wenig vorbelastet.

Für den Film spricht auch noch die Optik: Wir kriegen hier wirklich oftmals schöne, coole Bilder. Manche streng arrangiert (Szene beim Esstisch, sag ich nur) und andere einfach aufgrund der natürlichen Schönheit alter Herrenhäuser und Wälder und Landschaften. Da gibt es nichts zu meckern. Die handgemachten (schätze ich mal) Effekte sehen großteils super aus, wobei ich das großteils hervorheben möchte. Aber auch hier: alles im Rahmen.

Wo es halt dann rasch hakt ist die Musik. Die ist einfach immer da. Immer. Bodenski von der Band „Subway To Sally“ hat mal gesagt, um Lautstärke zu spüren muss es davor und danach auch mal leise sein. Das hätte jemand vielleicht Debut-Regisseur Craig Conway (er hat bei vielen Filmen von Marshall mitgemacht) sagen sollen. Die Musik an sich ist schon mal Geschmacksache, das aber jede Sekunde ohne Gespräch damit zugekleistert wird … das geht gar nicht. Keine Szene, keine Emotion wird stehen gelassen um wirken zu können – immer ist die Musik da, die dir sagen will, ob das jetzt episch oder traurig oder was auch immer sein will. Fand ich mühsam und tatsächlich richtig störend.

Auch Drehbuchautor Peter Stylianou hat vielleicht ein paar Dinge aufzuholen, denn wenn ein Film von Seiten Handlung erst im letzten Drittel mal in die Gänge kommt, dann kann man froh sein in Zeiten wie diesen noch jemand zu haben, der überhaupt dabei bleibt. Ich war tatsächlich mehrmals verleitet, den Film abzuschalten – weil schlichtweg nichts Spannendes passiert ist. Wenn man schon über eine Stunde Spannung aufbauen will, dann muss man an der Eskalationsschraube drehen. Man kann nicht einmal drehen und dann darauf hoffen, dass das jetzt bis zum Ende hin hält. Ja, es gibt ein paar Momente, die wären vermutlich zur Eskalation gedacht, aber – nein. Ich hab nix gespürt. Lag vielleicht auch an der Regie bzw. der Musik oder an beidem, aber so richtig funktioniert hat das für mich in der Form nicht.

Was die Auflösung der Story betrifft … hm. Ich sage mal so: Wenn jemand „Rotkäppchen“, welches im Original ja „Red Riding Hood“ heißt, nacherzählt und die Hauptfigur „Redele“ mit Spitznamen „Red“ nennt, ihr dann den Nachnamen „Riding“ gibt und ihre Mutter „Scarlett“ tauft, dann weiß man, dass hier ein Filmemacher ganz clever (oder ganz faul, ist wohl Ansichtssache) sein wollte. Ich sag es mal so: Metaphern, irgendwer? Die wären hier im Dutzend billig abzugeben.

Und ja, natürlich kann Red mit Schrotflinten umgehen und Kämpfe mit ausgewachsenen Männern gewinnen. Das ist ja wohl klar.

Also – nein, ich kann TROTZ Schottland und schottischen Akzenten, an sich schönen Bildern und absolut ausreichendem Schauspiel NICHT empfehlen. Hab ich schon schlechtere Filme gesehen? Ja. Bessere? Ja. Aber in dem Fall halt doppelt schade, weil das verschenkte Potential wirklich offensichtlich ist.

„Red Riding“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, leider an sich selbst scheiternde, Punkte.

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Utopia (2013 Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/25/utopia-2013-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/25/utopia-2013-serienkritik/#comments Thu, 25 Jun 2026 06:05:26 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38963 Eigentlich sind sie ja alle harmlos. Sie sind Comic-Fans, vielleicht ein wenig nerdig und auch irgendwie komisch. Aber grundsätzlich nett. Außer ihrer Liebe zu Comics verbindet sie eigentlich nicht viel. Bis eines Tages „Das Utopia Experiment“ in ihre Hände fällt. … Weiterlesen

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Eigentlich sind sie ja alle harmlos. Sie sind Comic-Fans, vielleicht ein wenig nerdig und auch irgendwie komisch. Aber grundsätzlich nett. Außer ihrer Liebe zu Comics verbindet sie eigentlich nicht viel. Bis eines Tages „Das Utopia Experiment“ in ihre Hände fällt. Und auf einmal bricht ihre Welt zusammen und kein Stein bleibt auf dem anderen.

Von nun an müssen sie sich zusammenraufen, denn nicht nur der Comic und seine Bedeutung machen ihnen das Leben schwer, sondern auch eine Organisation namens „Das Netzwerk“, welches gnadenlos Jagd auf sie macht – und vor nichts zurückschreckt …

Ich war völlig sprachlos und geschockt, als ich gesehen habe, dass es eine 2020iger Version der Serie „Utopia“ gibt. Die ist tatsächlich ein Amazon-Remake der britischen Serie mit gleichem Namen. Alter Verwalter, was soll das denn bitte? Völlig absurd. Nur, um das klarzustellen: Ich hatte bis heute keine Ahnung von diesem Remake und ich erwähne es nur, damit ihr die Finger davon lasst und euch bitte die Original-Version von 2013 anseht. Das ist wichtig, denn – die ist einfach absolut unpackbar der Hammer!

Man merkt halt ab der ersten Szene, dass wir hier keine amerikanische Weichspül-Serie vor uns haben, sondern eine britische. Und das die werten Damen und Herren da drüber durchaus Sachen produzieren können, die auch richtig wehtun wissen wir ja nicht erst seit Danny Boyles „Trainspotting“.

Vorweg: Ihr merkt vielleicht, dass die Zusammenfassung oben ungewohnt kryptisch ist. Das liegt daran, dass man mit möglichst wenig Vorwissen in die Serie hineingehen sollte. Ich habe auch alle Namen weggelassen, weil es euch wie mir gehen wird – ihr werdet euch eine Zeitlang wirklich fragen, wer jetzt die Hauptperson ist – wer ist gut? wer ist böse? Was ist wessen Ziel? Und wer gehört zu wem?

Da ist alles drin: Paranoia. Hilfe. Opferbereitschaft. Verrat. Mord und Totschlag. Liebe. Und das gesamt auf acht Folgen gepresst. Die noch dazu einen stimmigen Abschluss finden. Mehr will ich jetzt da gar nicht verraten.

Aber – die Schauspieler:innen sind alle top. Ich meine, ich bin vielleicht ein klein wenig vorbelastet, weil ich den englisch-britischen Dialekt einfach Liebe und man den Dialogen hier einfach anmerkt: Die hat jemand verfasst, der oder die die Sprache kennt und weiß, wie was klingen muss. Eine amerikanisierte Version davon will ich mir gar nicht vorstellen. Das ist in etwa so als würde jemand oberösterreichische Sprichwörter im Dialekt in einen Film einbauen und das absolut zur Charakterdarstellung einer Figur nutzen – nur um mitzuerleben, wie diese Person auf Hochdeutsch von einem Berliner nachsynchronisiert wird. Es mag sein, dass die Worte das gleiche bedeuten, aber Himmel wirkt das anders.

Jedenfalls geben sich hier doch gleich ein paar Namen die man kennt (oder kennen sollte) die Ehre: Ian McDiarmid (Palpatine, der „somehow returned“ ist aus Star Wars), Stephen Rea („V For Vendetta“ oder „Stuck„), Emilia Jones („“) oder Alistair Petrie („Star Wars: Rogue One„, „Andor“ oder „The Night Manager“).

Und das Schauspiel ist über jeden Zweifel erhaben – ebenso die Optik der Serie. Da gibt es eigentlich kein Bild, welches nicht durchkomponier ist – egal, ob Farbe, Formen oder Platzierung. Vor allem die Farbgebung – das knallgelbe Cover der Blu-Ray-Box kommt nicht von irgendwo. Also auch filmtechnisch gibt es hier null auszusetzen. Ich meine – seht euch einfach mal den Trailer an, dann wisst ihr was ich meine. Und Danny Kelly (Erschaffer der Serie) und seine Leute, die haben es geschafft, die gesamte Serie über durchzuziehen, nicht nur im Trailer. Einfach ein Hammer!

Ihr seht also: Es gibt genau keinen Grund sich „Utopia“ (erneut: Das Original!) nicht anzusehen. Aber ganz viele Gründe dafür.

Ich würde euch allerdings empfehlen erst mal in die erste Folge reinzugucken. Es gibt da gleich am Anfang eine Szene, die man so vermutlich in keiner amerikanischen Serie finden würde. Und ihr werdet relativ schnell wissen, warum nicht. Wenn ihr was da passiert spannend findet und aushaltet (nein, kein torture porn), dann könnt ihr euch alle anderen Folgen reinziehen, denn dann wird es euch genauso mitreissen wie mich.

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber nochmals: Seht euch Utopia (2013-Version) an! Ihr werdet es nicht bereuen. Das ist eine sträflich unterbewertetsten Serien überhaupt. Und wenn ihr – so wie ich eben – britische Akzente mögt, dann könnt ich gleich auf 10 Punkte aufrunden.

Oh – und wer unbedingt eine Schublade braucht: Ich würde sagen, „Utopia“ ist eine Thriller-Crime-Drama-Action-Serie mit Sci-Fi-Elementen (ist ne Standpunktfrage …). Und einfach, damit es draußen ist: Neil Maskell ist einfach ein absoluter Wahnsinn! Vor allem, wenn man Interviews mit ihm aus dem echten Leben kennt und weiß, wie nett und sympathisch der rüberkommt, dann kann man bei Utopia nur mit offenem Mund da sitzen und staunen, staunen, staunen.

„Utopia – Staffel 1“ bekommt 9 von 10 möglichen, besser und spannender geht’s fast nicht, Punkte.

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Raya und der letzte Drache – Raya and the Last Dragon (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/#respond Sat, 20 Jun 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38827 Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden. Raya hat … Weiterlesen

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Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden.

Raya hat sich die Aufgabe gestellt, diese Scherben zu sammlen und die Welt wieder zu heilen. Der Grund ist simpel: Ihr Vater war der Wächter des Kristalls und es ist mehr oder weniger ihre Schuld, dass er zerbrochen ist …

Raya ist völlig zu Unrecht einer der ein wenig in Vergessenheit geratenen Disney-Filme, denn er ist tatsächlich einer der „besseren“ Filmen der neuen Diseny-Ära. Gemacht wurde er während der Pandemie (2021) und ist dann direkt im Streaming gelandet. Was Schade ist, denn wie gesagt: Der Film ist wirklich gelungen und zwar auf allen Ebenen.

Zum Einen ist Raya eine unheimlich sympathische Protagonistin, die keineswegs fehlerlos ist und bei immer alles funktioniert, sondern sie macht Fehler, sie lernt dazu und kommt so Schritt für Schritt weiter. Auch die Truppe, die sie um sich sammelt kann sich sehen lassen – das Räuberkind mit seiner Affenbande ist genial – ebenso der junge Nudelverlkäufer oder der Barbar mit dem goldenen Herzen. Großartig.

Dann kommen wir zum Drachen, der ja quasi die Hauptfigur im Film ist – Sisu. Der erinnert ziemilch an Mushu aus „Mulan“, aber das passt hier dennoch ganz gut, denn Sisu ist ebenfalls wirklich sympathisch. Natürlich funktioniert es ähnlich – sie ist nämlich keineswegs die mächtigste der Drachen, sondern sie ist halt die eine, die übrig blieb, weil die anderen – die was können – den Kristall machen mussten. Fand ich witzig. Auch ihr absolut unbrechenbarer Optimusmus und der Glauben an das Gute sind großartig und herzerwärmend.

Die Animationen sind astrein und wirklich eine Augenweide – ob es nun um die Städte, die Belichtung oder die Figuren geht – da passt alles super zusammen und sieht großartig aus. Wäre auch auf der großen Leinwand schön gewesen, aber leider – wie oben erwähnt: Streaming.

Was auch auffällt ist der Mangel an Gesangseinlagen, der mir persönlich doch entgegenkommt und ich kann nur festhalten, dass es ein Film für etwas ältere Kinder ist, da die Story doch ein paar sehr spannende Szenen hat. Und gerade das Ende – wo es wirklich aussieht als wäre alles verloren – könnte für kleinere Kinder ein wenig zu heftig sein. Ich fand es jedoch großartig. Das hat punktgenau ins Herz getroffen.

Es wird soweit ich weiß, auch keine Fortsetzung von „Raya“ geben, was ja auch schon mal toll ist. Ein Film auf sich allein und abgeschlossen. Alle Daumen hoch!

Ich kann also „Raya“ allen ans Herz legen, die eine zwar nicht ganz unbekannte oder noch nie irgendwie genutzte Geschichte erzählt, diese dafür mit einem tollen Charakterregiment anreichert, tolle Bilder und Action-Szenen bietet und eine absolut neues und frisches Setting für euch bereithält.

„Raya und der letzte Drache“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, trotz bekannter Zutaten ins Herz treffende, Punkte.

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Attentat 1942 (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/16/attentat-1942-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/16/attentat-1942-game-review/#respond Tue, 16 Jun 2026 05:00:47 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38917 Im Jahr 1942 wird in der Tschechoslowakei ein Attentat auf den Gestapo-Offizier Reinhard Heydrich verübt. Das Attentat schlägt fehl und so werden die Urheber ausgeforscht und die Nationalsozialisten gehen da nicht wirklich zimperlich vor. Großmutter ist dabei die Wohnung auszuräumen … Weiterlesen

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Im Jahr 1942 wird in der Tschechoslowakei ein Attentat auf den Gestapo-Offizier Reinhard Heydrich verübt. Das Attentat schlägt fehl und so werden die Urheber ausgeforscht und die Nationalsozialisten gehen da nicht wirklich zimperlich vor. Großmutter ist dabei die Wohnung auszuräumen und alte Sachen zu entsorgen und dabei stolpert ihr über Unterlagen von damals. Es ist nicht so richtig klar, ob und wie euer Großvater in die ganze Sache involviert war. Fix ist, dass er kurz nach dem Attentat verhaftet wurde.

Es liegt nun an euch, durch Interviews in der Jetztzeit mit den wenigen Überlebenden und Zeitzeugen zu reden und herauszufinden, was damals los war …

Wieder einmal bin ich durch Zufall auf ein wirklich spannendes Spiel gestoßen. „Attentat 1942“ hab ich auf GOG entdeckt und dachte mir, dass das spanned klingt. Ich weiß ohnehin viel zu wenig über die Besatzungszeit in anderen Ländern – also dachte ich mir, ich schau mal rein.

Rein spielerisch ist das Ganze nicht sonderlich herausfordernd – man klickt sich durch Interviews, stellt Zusammenhänge her, klappert Zeugen ab und hin und wieder löst man ein Minispielchen – wenn es zB ums Aufräumen oder so geht. Stellt man – teilweise – die richtigen Zusammenhänge her, dann tun sich neue Dialogoptionen auf.

Scheitern kann man per se nicht, aber es gibt (scheinbar) verschiedene Enden. Man kann es ja in den Gesprächen vergeigen und zum Beispiel wichtige Informationen nicht erhalten.

Im Grunde also spielerisch eher anspruchslos, aber doch – durch die eingestreuten Interviews und vor allem durch die Geschichte, die sich nach und nach vor den geneigten Spieler:innen ausbreitet, bleibt die ganze Sache allerdings richtig spannend. Ich fand es faszinierend, die Geschehnisse von damals sozusagen aus „erster Hand“ zu hören und zu erleben.

Wichtige Abläufe und Szenen werden in wirklich gut gemachten, gemalten Zwischensequenzen erzählt und man merkt den Macher:innen an, dass sie wirklich recherchiert und Zeitzeugen befragt haben. Ob die Schauspieler:innen selbst die Zeitzeugen sind, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall sind sie sehr glaubwürdig.

Ich habe ein Ende erreicht, welches mir sehr gut gefallen hat, weil ich einerseits wirklich draufgekommen bin, was los war und wie Großvater invovliert war – und außerdem habe ich es zwei Personen ermöglicht eine alte Bürde loszuwerden und die Art und Weise, wie das inszeniert war – das war schon emotionales Kino.

Kein leichtes Spiel von der Story her, vom Gameplay schon, aber ich finde ein sehr interessantes, gut gemachtes und an einem Abend locker durchzuspielendes Zeit-Dokument – in Point-And-Click-Form halt.

Hat mir wirklich, wirklich gut gefallen.

„Attentat 1942“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, als spielbares Zeitdokument alles richtig machende, Punkte.

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