BoWC | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Tue, 03 Feb 2026 11:00:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Best Of Worst Case: Megalodon – The Frenzy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/05/best-of-worst-case-megalodon-the-frenzy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/05/best-of-worst-case-megalodon-the-frenzy-filmkritik/#respond Thu, 05 Feb 2026 05:00:54 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38481 Die Situation ist scheinbar unter Kontrolle, denn „Megalodon“ wurde besiegt. Dachte man. Denn auf einmal taucht nicht ein Riesenhai auf, sondern gleich mehrere. Und das Kriegsschiff, welches dabei half, den ersten Megalodon zu besiegen ist ja doch ein wenig mitgenommen, … Weiterlesen

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Die Situation ist scheinbar unter Kontrolle, denn „Megalodon“ wurde besiegt. Dachte man. Denn auf einmal taucht nicht ein Riesenhai auf, sondern gleich mehrere. Und das Kriegsschiff, welches dabei half, den ersten Megalodon zu besiegen ist ja doch ein wenig mitgenommen, also – Hilfe!

Zeitgleich gibt es die Forscherin Rylie Clark (Caroline Williams), die forscht unter dem Meeresspiegel mit Mini-U-Boot und so weiter und natürlich entdeckt sie mit ihrer neuen Forschungsassistentin Kristy (Jessica Chancellor), dass das was seltsames passiert im Meer. So, von wegen Haie und so weiter …

Ach, es ist halt schön, wenn „Connected Movie Universes“ im Trend sind. Da kommt man dann sogar damit durch, dass man zwei Filme, die nichts miteinander zu tun hatten („Megalodon – das Biest aus der Tiefe“ und „Megalodon Rising„) mit einem *hüstel* dritten Teil fortsetzen kann. Nämlich mit diesem hier. Und da es sich hier um „The Asylum“ handelt, weiß man auch gleich, dass es schlimm wird.

Aber man ahnt nicht, wie schlimm.

Fun-Fact: Der Film setzt quasi nahtlos die „Story“ von „Megalodon Rising“ fort und deshalb ist das Kriegsschiff USS King angeschlagen und hat keinen Kapitän mehr. Deshalb wird der „beste Mann“ und die „rechte Hand des ehemaligen Kapitäns“ als neuer Chef ans Ruder gesetzt und der soll die Truppe nach Hause bringen. Nur, dass dieser beste Mann im Vorgängerfilm nicht mal vorkam. Wen juckt’s, denn es ist Eric Roberts! Und dass sich dieser nicht zu schade ist bei jedem Mist mitzumachen und dabei sogar scheinbar Spaß zu haben, nun, das wissen wir als Trashfreunde ja. So auch hier. Er geht – nachdem er gefühlte Jahre telefoniert und allein auf der Brücke tolle Reden hält, mit einer Pumpgun(!) in der Hand auf Megalodon-Jagd. Ja. Genau. Weil … Gründe. Nämlich *räusper*.

Dass die Hai-Attacken auf das Schiff und die Mannschaft immer daraus bestehen, dass die Hai halt die Typen, welche mit MGs auf sie feuern vom Deck beißen ist auch klar. Also auf dieser Seite hier gibt es wirklich, wirklich gar nichts Neues.

Was ist mit den Forscherinnen, fragt ihr? Haben die zumindest Bikinis und sehen heiß aus? J….Nein. Naja. 50:50.

Caroline Williams ist anwesend, spricht als würde sie jemand ein Buch vorlesen und ihre Emotion ist ziemlich genauso ausdrucksstark wie eine Telefonansage. Gleiches die Mimik. Schade, aber nicht verwunderlich. Irgendwie hat die gute Frau ohnehin nie den großen Durchbruch geschafft und wer diesen Film hier sieht, der oder die weiß auch wieso. Oder sie hat sich nicht bemüht (im Gegensatz zu Roberts), kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls ist sei seit jeher eigentlich eher im Trashfilm-Bereich zuhause.

Jessica Chancellor jedoch, die man Williams zur Seite stellt, ist in erster Linie ein Blickfang, was insfoern passt, als sie im echten Leben primär Cosplayerin ist und da muss sie ja auch darauf achten, gut auszusehen. Was widerum heißt, dass sie scheinbar zu wenig Schauspiel-Training gemacht hat, denn hier … ui ui ui. Das ist gar nicht gut. Überhaupt nicht gut.

Andererseits ist das Problem dieses Films ja eigentlich nicht die Schauspielkunst der Mitwirkenden, sondern das Drehbuch bzw. die unglaublich unpackbaren und wirklich langen sinnfreien pseudowissenschaftlichen Dialoge, die selbst aus dem Mund von Profi-Schauspieler:innen nicht glaubwürdig wären. Es ist wirklich fast körperlich schmerzhaft, wie oft hier wem was wie erklärt wird. Ohne jetzt die Inhalte zu beurteilen ist es wirklich heftig, wie of man hier die Bedrohung beschrieben bekommt. Ja, ihr lest richtig – beschrieben(!) bekommt.

Das heißt für den gesamten Film also: Hai-Attacken hat man schon x Mal genauso und beser gesehen. Blickfang: Wer auf schöne Augen und Gesichter und Figur steht: Jessica Chancellor. Wer auf kantige Gesichter steht, die vom Leben erzählen: Eric Roberts. Wer auf Haut und Bikinis steht: Nein. Hier nicht.

Der Film hat also eigentlich für niemanden so richtig was zu bieten. Zugegeben, es gibt ein paar Momente, die von der Idee her witzig waren, aber die Umsetzung ist halt dann gescheitert. So gibt es am Ende die typische amerikanische Lösung („Lasst uns was sprengen!“) – Problem. Die zuständige Person hat – während allesamt versuchen, den Sicherheitsabstand zu erreichen – bemerkt, dass sie den Zünder vergessen hat. Hat mir gefallen. War eine Sekunde lang witzig. Und das war es dann auch schon wieder.

Wer wirklich bis zum Ende durchält, der oder die sieht dann doch die eine oder andere nette Verfolgungsjagd-Szene von Hai und U-Boot (schlechte Effekte sind impliziert) und das geht schon so in Ordnung. Wenn es halt nicht so spät kommen würde und so kurz wäre.

Alles in allem: Einer der Trash-Vertreter, der leider noch nicht mal aus den falschen Gründen Spaß macht. Sorry.

„Megalodon: The Frenzy“ bekommt von mir 2 von 10 möglichen, einen Punkt für Jessica Chancellor und einen für Eric Roberts, Punkte.

Best-of-Worst-Cast-Urteil (Trash-Faktor: Alles):

Leider nicht schlimm genug, dass es lustig ist und die Hai-Attacken zu belanglos um cool zu sein. Optisch gibt’s eigentlich nichts außer Abstriche und für’s männliche Auge wird ebenfalls wenig geboten. Für das weibliche gar nichts. Da kann man/frau nix machen. Der Film hier ist für die Tonne.

Fazit: Langweilig. Mehr nicht.

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Deathstalker (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/31/deathstalker-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/31/deathstalker-2025-filmkritik/#respond Sat, 31 Jan 2026 05:00:02 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38467 Die Deadits sind auf dem Vormarsch und wie es aussieht soll ein altes Übel – das ultimative Böse – wieder erweckt werden. Das juckt jetzt Deathstalker (Daniel Bernhardt), legendärer Söldner, nicht besonders. Zumindest würde es das nicht, wenn er sich … Weiterlesen

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Die Deadits sind auf dem Vormarsch und wie es aussieht soll ein altes Übel – das ultimative Böse – wieder erweckt werden. Das juckt jetzt Deathstalker (Daniel Bernhardt), legendärer Söldner, nicht besonders. Zumindest würde es das nicht, wenn er sich nicht versehentlich an ein Amulett gebunden hätte, welches für das Ritual benötigt wird. Und er bekommt es nicht wieder los. Na dann. Dann muss er wohl oder übel versuchen was dagegen zu tun.

Am Weg stoßen dann noch Doodad (Patton Oswalt) und Brisbayne (Christina Orjalo) zu ihm und unterstützen ihn. Wäre da nicht noch Jortak (Paul Lazenby), der mit ihm noch ein Hühnchen zu rupfen hat und jetzt dem Oberbösewicht dient …

Steven Kostanski hat „Psycho Goreman“ gemacht und allein diese Info hätte schon gereicht, dass ich „Deathstalker“ sehen wollte. Als ich dann den Trailer gesehen habe, da war mir klar – die Mischung 80iger-Sword-And-Sorcery, handgemachte Effekte, Gummimasken, Blutfontänen und Steven Kostanski? Das passt sowas von perfekt, eine perfektere Mischung gibt es nicht.

Und ich hatte Recht.

„Deathstalker“ ist kein Remaster, sondern ein Remake, wie man das wohl heutzutage nennen würde. Die Story ist ähnlich wie im Film aus 1983 und ist ganz genau so sinnfrei wie super. Ding A muss nach B und dort wird C erweckt, weil D passiert ist. Juckt niemanden. Es geht hier um coole, eklige Monster, Zweikämpfe, Kunstblutfontänen, coole Sprüche und unpassenden Humor. Genau so soll es sein.

Das einzige was man im Jahre 1983 mehr hatte, waren nackte Frauenhintern und Kampfbikinis. *seufz* Man(N) kann 2026 nicht alles haben. Aber okay – der Rest passt super und macht von A bis Z Spaß und Freude. Die Monster sind schön kreativ (mit ein paar Verneigungen an den 1983iger-Film) und eklig. Die Schwertkämpfe bzw. die Kämpfe grundsätzlich auch super anzusehen. Der Humor passt meistens. Alles gut.

Das Casting ist treffsicher – Daniel Bernhardt passt optisch super in die Rolle, auch schauspielerisch ist er perfekt gecastet und seine Mimik und trockenen Wortmeldungen sind ein Highlight. Muss man leicht zu unterhalten sein, um die Witze lustig zu finden? Ja. Aber – ich meine, wir reden hier von mir also: Alles paletti.

Das Overacting ist super, vor allem Paul Lazenby hat einen riesengroßen Spaß und Christina Orjalo ist der übliche weibliche Sidekick mit Potential, macht ihre Sache aber ebenfalls toll. Doodad ist für die Story wesentlich, aber mit Schauspiel hat das (dank der Maske) wenig zu tun.

Ich kann es nur wiederholen: Sprüche super, Schauspiel passt, Casting top, Effekte handgemacht und eklig, Story hanebüchen (und deshalb perfekt) – alle Zeichen auf großartig.

Mit zwei Ausnahmen: Die beiden Kämpfe gegen die Endgegner (Zauberer gegen Zauberer, Deathstalker gegen Endboss) sind im Vergleich zu der Ideenvielfalt zu Anfang dann eher unterwältigend, auch wird gegen Ende dann auffällig zu CGI gegriffen und das finde ich schade. Aber in Summe: Der Film hat das Herz auf dem richtigen Fleck. Aber wie heißt es so schön: „Jedes Herz sieht anders aus“ (und Deathstalkers Antwort darauf: „No. I had a lot of hearts at the tip of my blade and the all looked pretty much the same.“

Der Soundtrack ist auch super mit seinen E-Gitarren und die Nummern im Abspann rocken auch so richtig. Also alles zusammen: Ein Film wie aus den 80iger, nur besser gemacht und weniger nackte Haut.

Super Film – ansehen!

„Deathstalker 2025“ bekommt 8,5 von 10 möglichen, genau das seiende, was er sein will, Punkte.

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Best Of Worst Case: Mantopus! (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/#respond Thu, 18 Dec 2025 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38278 Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden … Weiterlesen

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Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden Kohle bringen.

Als frustriert durch die Nacht wandert und eher verloren einen eher seltsamen Laden betritt, da findet er auf einmal Inspiration in Form eines Hybridwesens: Halb Mensch, halb Oktopus.

Er kauft das Monster und will damit den ultimativen Monsterfilm drehen. Durch das Versprechen sich nach seinem letzten Film endgültig aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen, bringt er seinen Produzenten dazu, noch einmal Geld für einen Film rauszurücken.

Und dann beginnt der Dreh. Und alle, die dem Film im Weg stehen, finden ein unrühmliches Ende mit seltsamen Saugnapfspuren an ihren Körpern …

Dieser Film ist wohl nur etwas für Trashfreunde wie mich, denn der Film ist zwar 2025 gedreht worden, aber die gesamte Machart, die Optik, der Schnitt, die Farben und sogar das Schauspiel schreien so laut 50iger-Jahre, dass man schon taub sein muss, wenn man das nicht hört.

Und Regisseur Kennedy zieht das auch extrem konsequent durch. Wenn man es durch den doch relativ modernen Vorspann nicht besser wüsste (oder wenn man es nicht gelesen hätte), nie würde man auf die Idee kommen, dass das hier ein neuer Film ist.

Ich bin offen gestanden ziemlich beeindruckt von dem, was die bei dieser Produktion involvierten hier durchgezogen haben, wie homogen das Ganze ist und wie richtig abgedreht und aus der Zeit gefallen der gesamte Film wirkt. Hammer!

Wenn ihr auf alte Creature-Features á la Ray Harryhausen steht, dann werden euch die Effekte hier auch gefallen. Oder wenn ihr die Monster in Power Rangers cool findet – ja, dann mögt ihr auch den Mantopus.

Was sicher Geschmacksache ist – hier aber einfach dazu gehört – ist das Schauspiel, dass halt wirklich so gespielt wird wie man eben in den 50iger Jahren meinte, dass Schauspiel sein muss. Völlig overacting und trotzdem völlig deplaziert. (oder deswegen). Perfekt.

Allein die Art und Weise wie Regisseur und Hauptdarsteller Kennedy spricht und seine Mimik dazu – das ist einfach ein Hammer. Absoluter Respekt. Allerdings bedeutet das auch, dass die Zielgruppe für diesen Film hier richtig, richtig klein ist, denn mir fällt offen gesagt niemand – von mir selbst abgesehen – niemand ein, der oder die sich diesen Film hier freiwillig bis zum Ende ansehen würde. Schade.

Storymäßig bedient man sich bei den Großen und zitiert mehr als einmal den guten alten King Kong. Ihr wisst schon: Filmschönheit verliebt sich, Tier/Monster entkommt, klettert auf ein Gebäude mit der Liebsten in der Hand und dann kommen Kugeln zum Einsatz. Alles so, wie man es erwartet.

Dazu gibt es noch eine nette Nebenhandlung um die „Schöne“, da auch der Regisseur in ihr die neue Filmdiva sieht – was natürlich der „alten“ nicht so gut gefällt und die durchaus rabiat wird, als sie denkt, sie würde abgesägt werden. Passend.

Alles in allem sicher kein Film für alle, aber jene, die gute bzw. schlechte alte Film mögen, die finden hier einen, den sie sicher noch nie gesehen haben, der sich aber genauso anfühlt, als hätte man in einem Hinterzimmer bei einem Flohmarkt einen alten, verlorenen Horrorfilm gefunden, der jetzt knappe 70 Jahre lang vergessen war.

Ja, Mantopus! liefer genau das, was er verspricht. Nicht mehr und nicht weniger. Dass der Film NULL Brutalität zeigt, ist natürlich auch klar. Morde werden angedeutet oder sind aufgrund der Effekte halt einfach lustig anzusehen. Und der Mantopus hat den einen oder anderen Trink drauf, das muss man ihm lassen. Da war ich doch kurz überrascht.

„Mantopus!“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wenn man auf diese Art von Film steht hier nicht viel falsch machen könnende, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil: (Trashfaktor: alles bzw. eigentlich nichts)

Es gehört meines Erachtens schon ein gehöriges Maß an Filmtechnik und -wissen dazu, einen Film so zu drehen wie diesen hier. Er mag alt und billig aussehen, aber diesen Look zustande zu bringen und auch die Schauspieler:innen so anzuleiten, dass hier alles zusammenpasst: Hut ab! Trashfaktor eigentlich null, denn trashig ist das hier nicht. Es ist tatsächlich absolut genial produziert (scheinbar mit einem Budget von gerade einmal 75.000,– Dollar). Wenn man rein nach der Optik geht: Alles. Trashfaktor: alles.

Aber ist es noch ein Trashfaktor, wenn es genauso gewollt ist? Hm. Das sollen andere entscheiden. Fest steht: Wer Monsterfilme der 50iger (man denke an „Primevals„), der oder die macht hier alles richtig.

Fazit: Trashfans: Wenn euch der Trailer zusagt: Unbedingt ansehen!

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Best Of Worst Case: Bambi: The Reckoning (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/04/best-of-worst-case-bambi-the-reckoning-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/04/best-of-worst-case-bambi-the-reckoning-filmkritik/#respond Sat, 04 Oct 2025 05:00:13 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38082 Xana (Roxanne McKee) ist mit ihrem Sohn auf dem Weg zum Kindsvater. Die beiden leben getrennt. Aber am Weg passiert etwas sehr Seltsames und Tödliches: Das Auto wird von einem Hirsch von der Straße gerammt und das Tier verfolgt ganz … Weiterlesen

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Xana (Roxanne McKee) ist mit ihrem Sohn auf dem Weg zum Kindsvater. Die beiden leben getrennt. Aber am Weg passiert etwas sehr Seltsames und Tödliches: Das Auto wird von einem Hirsch von der Straße gerammt und das Tier verfolgt ganz offensichtlich möderische Absichten. Noch dazu scheint es mutiert zu sein, denn ein normaler Hirsch hat weder solche Kraft noch sieht er so aus.

Die Flucht gelingt (wenn auch nicht allen), aber das Tier nimmt die Verfolgung auf. Und wie sich herausstellt ist es nicht allein der Hirsch, sondern generell ein paar Bewohner:innen des Waldes, die sich jetzt mal die Zeit nehmen, um Rache zu üben an den Menschen, die sie offensichtlich zu lange zu schlecht behandelt haben …

Da haben wir ihn nun – den vierten Vertreter des „Twisted Childhood Universe“. Was vor ein paar Jahren mit „Winnie The Pooh: Blood And Honey“ seinen Anfang nahm, hat nun Bambi erreicht.

Und was soll ich sagen? Der Film wird online von einigen als der bis dato beste Eintrag der „Reihe“ tituliert. Das mag jetzt bei einer Trashfilm-Reihe wie dieser allerdings nicht viel heißen, auch wenn man anmerken muss, dass „Blood And Honey 2“ schon weit positiver ankam und auch „Peter Pan’s Neverland Nightmare“ manche wirklich überzeugt hat. Letzteren hab ich noch nicht gesehen. Werde ich sicher irgendwann mal nachholen, aber ich bin jetzt nicht per se ein Fan der Reihe.

Damit kommen wir zu „Bambi“. Das weltbekannte Rehkitz ist erwachsen geworden, ist dank Sondermüll im Wald mutiert und nun macht es Jagd auf Menschen. Und Bambi mordet viel, das kann ich euch sagen.

Was ich euch auch sagen kann: Es ist jetzt nicht der großartigste Film aller Zeiten geworden. Tatsächlich empfand ich ihn sogar als halbwegs langweilig und ganz offen gesprochen bin ich ein wenig entsetzt, wie wenig man die Tatsache nutzt, dass das hier freaking Bambi ist. Streicht den Namen und ihr habt keine Ahnung, dass dies Bambi sein soll. Also man macht aus der an und für sich spannenden Situation wieder mal nichts.

Es gibt dann auch noch die drangepeppte Storyline mit der Mutter-Sohn und Kindsvater (natürlich der Böse) – Dynamik, aber die war einfach nur aufgesetzt. Und es gibt noch Jäger, die Bambi jagen, weil sie … halt Bambi jagen. Fein. Na dann.

Alles in allem hab ich mir ja nicht viel erwartet und vielleicht werden ja ein paar Dinge, die ich oben erwähne im Film erklärt, aber tatsächlich waren mir die im Film vorkommenden Figuren dermaßen egal, dass ich gedanklich mehrmals leider davongewandert bin und erst wieder zum Film zurückkam als irgendjemand einen Schrei ausgestoßen hat (was, das sei der Fairness halber angemerkt, oft passiert).

Schauspielerisch haben wir genau das Niveau welches zu erwarten war, aber da habe ich schon weit schlimmeres gesehen. Tatsächlich gibt es wenig Kritik meinerseits. Die Farbgebung ist auf Grau und Grau und Bläulich ausgelegt. Das CGI ist besser als erwartet und die paar Szenen in denen der Film sowas wie Humor durchsickern lässt – konkret: Die Persiflage auf „Jurassic Park“ (Bambi hat gelernt Türen zu öffnen) und die Szene mit den Hasen – da macht er richtig Spaß. Aber das kommt leider zu selten und zu kurz vor.

Am Ende kommt dann noch der Versuch auf die Tränendrüse zu drücken, aber – ihr erahnt es – meine einzige Emotion war: „Mhm. Na dann.“ Auch wenn (Vorsicht: Leichter Spoiler) das Rehkitz zuckersüß ist.

Alles in allem: Ist eh okay. Meine Referenz bei Tierhorror ist und bleibt „Rise Of The Animals„, weil wenn Trash, dann richtig Trash. Und ja, ich erwähne das immer wieder: Da wird ein Pferd k.o. geschlagen 🙂 In „Rise Of The Animals“. Nicht hier. Hier schlägt Bambi andere tot. Ist aber weit weniger lustig.

„Bambi: The Reckoning“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, eh ganz okay seiende Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: Drehbuch, Schauspiel):

Wieder so ein Fall bei dem man sagen kann, dass der Film für einen richtigen Trashfilm zu gut gemacht ist. Aber gleichzeitig ist er nicht gut genug um als „echter“ Film durchzugehen. Wir bewegen uns hier im Graubereich, wobei man schon anmerken muss, wenn sich jemand einen Film mit dem Titel „Bambi: The Reckoning“ ansieht, dann muss ja doch klar sein worauf man sich einlässt.

Fazit: Einmal ansehen geht okay, ist aber nichts Besonderes.

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Best Of Worst Case: Popeye – The Slayer Man (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/09/16/best-of-worst-case-popeye-the-slayer-man-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/09/16/best-of-worst-case-popeye-the-slayer-man-filmkritik/#respond Tue, 16 Sep 2025 05:00:53 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37998 Es ist keine gute Idee. Das steht wohl von Anfang an fest. Da gibt es eine alte, leerstehende Dosenspinatfabrik irgendwo am Hafen und es geht die Legende um, dass dort ein Monster lauert. Natürlich gibt es eine Gruppe von jungen … Weiterlesen

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Es ist keine gute Idee. Das steht wohl von Anfang an fest. Da gibt es eine alte, leerstehende Dosenspinatfabrik irgendwo am Hafen und es geht die Legende um, dass dort ein Monster lauert. Natürlich gibt es eine Gruppe von jungen Menschen, die das hinterfragen, hingehen, einbrechen und alles filmen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Und natürlich gibt es das Monster wirklich. Es ist ein (mutierter) Matrose, der sich dort versteckt hält, eigentlich nur seine Ruhe will und es gar nicht gern hat, wenn ihn jemand stört …

Gleich mal vorweg: Da werden noch eine Menge Filme auf uns zukommen in nächster Zeit. Filme mit Charakteren, die weltbekannt sind und deren Copyright ausgelaufen ist. Winnie The Pooh hat ja bereits zwei Mal bewiesen, dass es (mehr oder weniger) funktionieren kann, wenn man alte, liebgewonnene Figuren in Horrorfilme packt. Und dann gab es mittlerweile ja auch „Peter Pan’s Neverland Nightmare“ (den ich noch nicht gesehen habe). Aber – dieser Popeye hier, der ist nicht Teil des „Twisted Childhood Universe“, wie die Macher von „Pooh“ das nennen (und da kommt noch einiges auf uns zu, wenn man den Ankündigungen glauben darf).

Aktuell gibt es gleich drei Filme mit dem ehemals beliebten Matrosen in der Hauptrolle als Bösewicht, dieser hier ist nur der erste über den ich gestolpert bin und – was soll ich sagen? Ihr kriegt genau was ihr erwartet. Und im Gegensatz zu „The Mickey Mouse Trap“ ist dieser Film hier sogar unterhaltsam. Nicht gut. Aber unterhaltsam.

Das liegt zum einen ander Optik von „Popeye“ selbst, der zwar klar künstlich aussieht, aber irgendwie … der hat was. Gerade die extremen Unterarme, das sieht schräg aber irgendwie auch cool aus und dazu das kantige, klar als Maske erkennbare, Gesicht. Ja. Ja, das funktioniert.

Wenn nur der Film drumherum besser wäre. Oder anders: Wenn nur das Schauspiel mithalten könnte, denn – was haben wir denn erwartet? – das tut es natürlich nicht. Und der Film selbst ist einfach nur die alte Formel vom „Monster“, welches nach und nach die in sein Reich Eingedrungenen tötet. Später kommt dann sowas wie eine alte Liebesgeschichte dazu (wer weiß, wen Popeye liebt, hm?) – hier heißt die gute Dame (sehr kreativ) Olivia.

Gemacht ist der Film ebenfalls so wie erwartet. Blutige Effekte, teilweise völlig Over-The-Top-Kills (ich sage nur: Jemand bekommt die Haut von Kopf gerissen, weil sie an den Haaren gezogen wird … also, wirklich, wirklich starke Haare. Respekt). Und sogar ein paar wirklich witzige, wenn auch im Grunde genommen tragische – wäre es in einem anderen, ernst zu nehmenderen Film – Momente.

Dieses Mal gibt es sogar eine Figur bei der ich gehofft habe, dass sie überlebt – was sie dann auch tut. Und das Final Girl war tatsächlich ein anderes als ich erwartet hatte. Tat auch mal wieder gut.

Aber – und das ist ein großes Aber – es ist halt trotzdem so, dass wir hier die gefühlt millionste Version der gleichen Story erleben und selbst die Tatsache, dass Popeye hier mitspielt macht keinen großen Unterschied. Die Sache mit dem radioaktiven Spinat war naheliegend und auch die Art und Weise wie Popeye sich seiner „Gegner:innen“ entledigt ist primär auf die fäustliche Art – auch wenn er sich nicht zu schade ist, mal Hilfsmittel zu nutzen.

Schauspielerisch, wie erwähnt, hart an der Grenze, meist erträglich, streckenweise unterträglich, im Regelfall aber okay. Wie in vielen Filmen dieser Art muss man halt erstmal einen Prolog über sich ergehen lassen und dann werden die Schablo*… *hüstel* Charaktere eingeführt. Das muss man durchstehen. Am besten durch Weghören und Wegsehen. Wenn die Truppe dann in der alten Fabrik ankommt wird es besser, auch deshalb, weil weniger (immer noch genug) geredet wird und man aufgrund des Lichts nicht mehr alles so genau sieht.

Was mir, wie oben schon erwähnt, gefallen hat, war die Tatsache, dass ich beim Final Girl daneben lag, der eine Charakter, den ich (offen gestanden: keine Ahnung, warum) mochte überlebt hat und die eine Szene mit den „Verliebten“ und wie sie endet – also in letzter Konsequenz und der Beginn davon (Person A stirbt auf eine ziemlich blöde Art und Weise und Person B stürtzt später 1:1 auf sie drauf, aber auch auf eine sehr … interessante Art und Weise) zeigt, dass sich die Macher:innen schon ihre Gedanken gemacht haben wie man die Sache ein wenig aufpeppen kann. Es bleibt dennoch Trash. Und das ist – sage ich mal – gut so.

„Popeye: The Slayer Man“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, die Ideen sind okay, die Umsetzung akzeptabel, seiende Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: alles):

Für Zwischendurch nett mit der einen oder anderen guten Idee, die einen gewissen Sinn für schwarzen Humor zeigt, der aber nicht immer funktioniert und für meinen Geschmack zu wenig oft genutzt wird. Grundsolide ohne große Höhe und Tiefen.

Fazit: Für einen verregneten Abend reicht es.

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The Bayou aka Gator Creek (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/08/19/the-bayou-aka-gator-creek-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/08/19/the-bayou-aka-gator-creek-2025-filmkritik/#respond Tue, 19 Aug 2025 05:00:37 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37936 Irgendwo in den Sümpfen Amerikas gibt es ein verstecktes Drogenlabor, welches gestürmt und hochgenommen wird. Dabei tritt die Droge aus und sickert in den Sumpf. Das bringt die Alligatoren dort dazu, zu mutieren und bissiger und gefährlicher zu werden als … Weiterlesen

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Irgendwo in den Sümpfen Amerikas gibt es ein verstecktes Drogenlabor, welches gestürmt und hochgenommen wird. Dabei tritt die Droge aus und sickert in den Sumpf. Das bringt die Alligatoren dort dazu, zu mutieren und bissiger und gefährlicher zu werden als zuvor. Sie greifen auch bevorzugt Menschen an. Dazu kommt, dass Alligatoren-Eier unter anderem dadurch einen hohen Preis am Schwarzmarkt erhalten.

Just zu dieser Zeit fährt Kyle (Athena Strates) mit ihrer Freundin Alice (Madalena Aragão) und zwei weiteren „Freunden“ in die Sümpfe um die Asche ihres toten Bruders zu verstreuen. Um Geld zu sparen wird ein unregistrierter Charterflug genommen, der – genau – abstürzt. Und zwar mitten in diese Sümpfe.

Da es keine Hoffnung auf eine Rettungsmannschaft gibt, wird versucht zu Fuß von der Absturzstelle wegzukommen und sicheres Terrain zu erreichen, als dann jemand der Meinung ist, es wäre eine gute Idee ein paar Alligatoreneier mitzunehmen, denn immerhin muss man ja irgendwie schauen, dass man zu Geld kommt, wenn man wieder Zuhause ist …

Das war ja mal ein Reinfall. Schade. Da war Potential drin, aber das wurde ordentlich versemmelt. Wo fange ich an? Nun, vielleicht bei den Dingen, die mich filmtechnisch gestört haben, wobei ich nicht sagen kann, ob das am Drehbuch oder am Schnitt oder der Regie liegt: Es fehlen Szenen. Das ist die kurze Version.

Die längere Version liest sich so: Wir haben es hier mit einem Film zu tun, in welcher die Dynamik zwischen den Personen eine große Rolle spielt oder spielen sollte. Zumindest hat man diesen Eindruck. Da gibt es zum Beispiel Malika, die Kyle nicht leiden kann, aber trotzdem mit dabei ist, weil sie eine Freundin von ihrem Bruder war. Und Alice, die beste Freundin von Kyle. Und Sam, der Partner von Malika. Eine Konstellation, die Spannung aufbauen kann und interne Konflikte provoziert. Die kommen auch immer wieder mal vor, werden aber seltsam gelöst, weil:

Es gibt auch alle anderen Gäste an Bord des Flugzeugs. Und diese sind, nun, am Anfang zunächst mal einfach da. Und das meine ich buchstäblich. Da gehen die vier oben erwähnten Hauptakteur:innen zum Flugzeug, es wird auf den Piloten geschnitten, der sagt ein paar Worte, dann sagt er „steigt ein“ und als zurückgeschnitten wird stehen da nicht 4 sondern 10 Personen vor dem Flugzeug. Kann funktionieren. Hier aber nicht. Weil es keine Montage war, sondern eine in sich geschlossene Szene, in welcher aus dem Nichts ein Haufen Leute im Bild stehen, die ich nicht kenne und keine Ahnung habe, woher die kommen.

Oder der Absturz des Flugzeugs: Einer der „Gäste“ telefoniert die gesamte Zeit – alle anderen bitten ihn, endlich damit aufzuhören und dann steht einer auf, voller Wut, schlägt sich den Kopf am Dach des Flugzeugs (ja, es ist so klein) und deshalb stürtzt die Maschine ab. Ja, ihr lest richtig. Die Maschine stürzt ab, weil ein Passagier mit dem Kopf gegen die Decke kracht. Kann jetzt sein, dass das Flugzeug so alt und kaputt ist, dass ein Riss entstanden ist, die Luft rausgesogen wird und so alles bergab geht, aber – ich weiß es nicht. Ich hab’s nicht gesehen und nicht mitbekommen. Alles was ich gesehen habe: Da haut sich einer den Kopf an – Aaaaaa, Absturz!

Völlig irre.

Und das geht so weiter. Da gibt es Gespräche zwischen den Überlebenden und dann wird auf zwei Personen geschnitten, die sich tröstend in den Armen liegen. Zwei Personen, die – soweit wir bis jetzt gesehen haben – noch niemals auch nur eine Sekunde Kontakt zueinander hatten. Das ist ja okay und nachvollziehbar, dass die sich trötsten, aber dann bräuchte man zumindest eine kurze Szene davor, in welcher man sieht, wie es dazu kommt, dass gerade die beiden sich umarmen. Oder eine Person sitzt völlig verstört an Land, guckt auf die Teile des (völlig zerstörten) Flugzeugs und fragt, ob sie weiterfliegen können. Kyle schüttelt den Kopf und sagt „nein“. Ich war ein wenig verwirrt, aber dann dämmerte mir: „Ok. Die ist blind.“ Da ergab die Szene dann Sinn. Keine paar Minuten später sieht diese Person aber in der Ferne Alligatoren. Ist die jetzt doch nicht blind? Was? Was zur Hölle …?

Und und und. Das könnte ich jetzt eine ganze Weile so weiterführen, aber ich denke, ihr versteht was ich meine. Da gibt es Szenen, die in sich geschlossen gut gemacht und inszeniert sind, aber im Kontext des Films einfach nicht passen. Zum Beispiel wird relativ am Anfang an einer Tankstelle (wo sonst?) ein alter Mann gezeigt, der Kyle von einem „bösen Biest“ erzählt, welches eine Narbe über einem Auge hat. Quasi DER Killer-Alligator. Der kommt dann nicht mehr vor, bis – zum Finale. Da stehen sie plötzlich vor dem Ding, welches sich genau wie alle anderen Alligatoren benimmt. Nur hat es halt eine Narbe am Auge. Der Schlusskampf wird dann so inszeniert als wäre es die lange aufgebaute Konfrontation zwischen Alligator und Menschen. Tatsächlich sehen wir das Vieh zum ersten Mal. Die Szene ist gut gemacht, aber ihre Gewichtung ist völlig neben der Spur. Wenn ich einen Kampf aufziehe wie Batman gegen Superman, dann brauche ich vorher Kontext und Konfrontation zwischen den beiden. Hier? Nix davon.

Dann die Charaktere … die sind allesamt zum Wegschmeißen. Es gibt hier niemand, und ich meine NIEMAND, die oder den man wirklich mögen kann (naja, von Malikas Freund vielleicht abgesehen). Entweder sie sind unsympathisch oder sie kommen zu wenig vor als dass man irgendeine Meinung zu ihnen haben kann. Ausnahme ist der Pilot Frank, herrlich überdreht gespielt von Adonis Anthony. Der ist ein Kotzbrocken mit hellen Momenten. Aber auch der wird völlig verschenkt.

Es gibt dann nämlich doch eine oder zwei coole Szenen im Film. Zum Beispiel schnappt sich Frank Malika, die Unruhe in die Gruppe bringt und Zwietracht sät, und will sie umbringen, weil er „solche wie dich aus dem Krieg kennt. Über Leichen gehen um die eigene Haut zu retten. Du zerstörst das Team und deshalb unsere Überlebenschancen“. Starke Szene mit großem Potential. Das wird dann verschenkt, weil ein Alligator Frank den Kopf zerbeißt (oder fast. Weil wir haben eine Szene nach dem Abspann, die Frank verwundet zeigt, während wir Alligatoren schnaufen hören).

Und Kyle … nun, es gibt eine andere Szene in welcher Malika sich beschwert, dass Kyle scheinbar jetzt die Chefin ist und wer das bitteschön bestimmt hat. Immerhin hat die ja auch keine Ahnung (und ja, sie weiß viel, sie sagt viele richtige Sachen, aber sie macht es auf eine völlig unsympathische Art und Weise und es klingt wirklich immer „von oben herab“). Und alle sprechen Kyle ihr Vertrauen aus – warum sie das machen ist allerdings völlig unverständlich. Zumal sie ein paar Mal auch richtig todbringend danebenliegt.

Und das Ende … nun, es gibt drei Enden (die Szene mit Frank mitgerechnet) und daran sieht man, wie ernst und wichtig sich der Film nimmt. Und das völlig zu Unrecht.

Alles was ich wollte, war einen trashigen Tier-Horror-Film sehen. Ich weiß nicht, was das hier sein soll, von „Flickwerk“ mal abgesehen. Sorry, aber wer Alligatoren-Horror sehen will: „Black Water„, „Rogue“ oder sogar „Alligator“ sind allesamt um ein Vielfaches besser. Gilt auch für „Ragin Cajun Redneck Gators„.

„The Bayou“ oder „Gator Creek“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, weil technisch zumindest gut gemachte, Punkte.

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Best Of Worst Case: Bloody Bloody Bible Camp (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/04/15/best-of-worst-case-bloody-bloody-bible-camp-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/04/15/best-of-worst-case-bloody-bloody-bible-camp-filmkritik/#respond Tue, 15 Apr 2025 05:00:05 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37550 Eine Gruppe von jungen Menschen fährt auf ein Bibel-Camp. Warum? Sex und Drogen und vielleicht Rock’n’Roll. Nur werden alle von irgendjemand ermordet. Jahre später kommt wieder eine Gruppe in dieses Lager – organisiert von Pater Cummings (Reggie Bannister). Und wenn … Weiterlesen

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Eine Gruppe von jungen Menschen fährt auf ein Bibel-Camp. Warum? Sex und Drogen und vielleicht Rock’n’Roll. Nur werden alle von irgendjemand ermordet.

Jahre später kommt wieder eine Gruppe in dieses Lager – organisiert von Pater Cummings (Reggie Bannister). Und wenn alles gut geht, dann wird die Kirche wohl das Camp kaufen und dort öfter hinfahren. Dies ist also eine Testfahrt.

Nur – wie zu erwarten war – der Mörder oder die Mörderin von vor ein paar Jahren ist noch immer in der Gegend und beginnt auch damit die hier anwesenden Campteilnehmer:innen zu dezimieren. Unter ihnen – die einzige Überlebende des Massakers vor einigen Jahren …

Das war mal was. Ich meine, wie kann man einen Film einordnen, dessen erste Aufnahmen von Menschen sind mit schlechten Perücken, angeklebten Kotletten und Dialogen, die sich in erster Linie darum drehen, wer wen ins Bett kriegen wird. Und in diesem Fall bekommen die Nerds die Mädchen ab. Also kein Anspruch auf Realismus hier. Aber es ist sofort klar, wie irre das werden wird, denn die Effekte sind zwar klar als solche zu erkennen, aber da der Irrsinn so groß ist nimmt man das in Kauf. Wie groß der Irrsinn ist? Nun, eine der Damen bietet zum Beispiel einem der Nerds ihre Hinterteil für Sex an, er bekommt keinen hoch, zieht sich kurz zurück und versucht sich scharf zu bekommen (indem er sich ein paar der Sex-Idole der 70iger vorstellt) und er kommt zurück, sie steht noch immer ihr Hinterteil anbietend an eine Baumstamm gelehnt und er legt los.

Nach zwei Stößen fällt ihr der Kopf von den Schultern, er beginnt zu kreischen – hört aber nicht auf dabei Sex zu haben. Bis er zwei Sekunden später selbst das zeitliche segnet … nachdem er von seinem „besten Stück“ getrennt wird.

Und das ist nur einer von den Morden in den ersten zehn Minuten. Also ja, es ist ein großer Irrsinn, der hier passiert. Aber er ist dermaßen überzeichnet, die Masken/Perrücken so übertrieben und die Dialoge so offensichtlich absurd und scherzhaft gemeint, dass man eigentlich nur kopfschüttelnd grinsen kann.

Nach dem Zeitsprung kommt die Stunden von Reggie Bannister, der als Father Richard Cummings die Zeit seines Lebens hat – er hat den Film auch mitproduziert – und auch alle anderen haben eine Freude am schlecht spielen. Und es ist schon so, dass es wirklich witzig ist den Leuten dabei zuzusehen, das „schlechte Schauspiel“ der 80iger zu kopieren. Und das machen sie richtig gut. Die überzeichnete Mimik und Körpersprache, die Art wie sie (im englischen Original) ihre Zeilen sagen – das ist stimmig, das ist lustig. Und ja, auch immer wieder blutig (aber immer als Effekt zu erkennen).

Und die Killerin heißt Sister Mary Chopper … Chopper, irgendjemand? Also weiß man, wie man das werten muss und wie das ganze ablaufen wird.

Drei Dinge, die mich positiv überrascht haben: Wer aller überlebt bzw. NICHT überlebt. Wie sehr mir die Figuren dann trotz aller Übertreibungen irgendwie ans Herz gewachsen sind und mein Highlight: Ein Bibelquiz. Pater Cummings prüft das Bibel-Wissen der Anwesenden über die Inhalte der Bibel ab und nun, die sind nicht so groß, aber es gibt einen in der Gruppe, der alles weiß. Pater Cumming hat sichtlich Freude mit ihm. Dann die Schlussfrage: „Und was passiert mit Homosexuellen?“ (die erwartete Antwort: Sie kommen in die Hölle!) Die von einer Teilnehmerin rausgerufene Antwort: „Sie werden Priester!“. Ich hab mich scheckig gelacht.

Alles in allem – kein großartiger Film per se, aber wer für schlechte Effekte mit viel (Herz)Blut und eine großen Portion schwarzen Humor haben will: Bitte! Hier ist euer Film. Und ja, es gibt auch nackte Haut. Und außerdem wurde Ron Jeremy als Jesus gecastet. Wer das ist? Nun, Ron Jeremy hat über 1.600 Filme in seiner Filmographie. Ihr ahnt bereits, in welcher Art von Filmen er mitgewirkt hat. Die mit den drei X im Titel. Und ja, er spielt hier Jesus. Mit ein paar richtig coolen One-Linern.

Alles in allem war ich völlig überrascht, wie sehr ich trotz der eher billigen Machart mitgefiebert habe und wie viel ich lachen musste.

Deshalb, nochmals: Ist es ein guter Film? Himmel, nein. Ist er sehenswert mit der richtigen Erwartungshaltung und eine wirklich gute Mischung aus Satire, Herzblut und schwarzem Humor? Oh, ja.

„Bloody Bloody Bible Camp“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, mit der richtigen Erwartungshaltung absolut Spaß machende, Punkte.

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Best Of Worst Case: Cinderella’s Revenge (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/10/17/best-of-worst-case-cinderellas-revenge-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/10/17/best-of-worst-case-cinderellas-revenge-filmkritik/#respond Thu, 17 Oct 2024 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36954 Cinderella (Lauren Staerck) lebt bei ihrer Stiefmutter nachdem ihr Vater getötet wurde. Diese und ihre beiden Stiefschwestern machen ihr das Leben allerdings richtig unangenehm. Sie behandeln sie wie den letzten Dreck und auch für Peitschenhiebe als Strafe ist man sich … Weiterlesen

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Cinderella (Lauren Staerck) lebt bei ihrer Stiefmutter nachdem ihr Vater getötet wurde. Diese und ihre beiden Stiefschwestern machen ihr das Leben allerdings richtig unangenehm. Sie behandeln sie wie den letzten Dreck und auch für Peitschenhiebe als Strafe ist man sich nicht zu schade.

Als der Prinz in der Gegend einen Ball gibt, auch um sich eine Braut zu suchen, darf Cinderella nicht mit. Da taucht die nette Taufpatin auf, die glücklicherweise eine Fee ist (Natasha Henstridge) und siehe da – Cinderella fährt in einem Tesla, von Elon Musk gefahren, zum Ball, wo die Kutsche ohne Pferde für ein wenig Aufsehen sorgt. Und vor allem: Der Prinz ist ganz angetan von ihr und sie von ihm.

Aber es kommt wie es kommen muss: Die Uhr tickt. Cinderelly muss nach Hause und es bleibt nur ein Schuh zurück. Also macht der Prinz sich auf die Suche und natürlich bekommt die böse Stiefmutter Wind davon und setzt alles daran, eine ihrer leiblichen Töchter als Prinzessin zu verkaufen.

Nur entdeckt Cinderella dann eine Maske im Haus. Eine Maske, die ihr durchaus die Kraft verleiht, sich endlich gegen ihre Peiniger zur Wehr zu setzen …

Was kann rauskommen, wenn zwei Trash-Macher einen Film wie diesen drehen? Nun, ein Film wie dieser, würde ich mal sagen. Ziemlich genau, nämlich. Andy Edwards hat hier Regie geführt und Tom Jolliffe das Drehbuch verfasst. Beide sind mir – selbst als geneigter Trashfan – völlig unbekannt. Das kann jetzt gut oder schlecht sein. In diesem Fall tendiere ich eher in Richtung schlecht, weil es bedeutet, dass ihre bisherigen Filme wohl nicht schlecht genug waren, um witzig zu sein und nicht gut genug, um, nun … gut zu sein.

Und das trifft es hier halt auch halbwegs. Als Beispiel nehme ich hier nur mal den Ball. Von den Räumlichkeiten will ich jetzt gar nicht anfangen (großer Saal, vermutlich in einem Gasthaus gedreht. Oder in einer Villa im Wohnzimmer), sondern von der Optik des Prinzen und von Cinderella. Also … der Prinz soll ein heißer Feger sein, nach dem die Frauen schmachten? Nein, der hier nicht. Der ist so durchschnittlich, dass es fast schon wehtut. Und Cinderella soll so strahlen, dass alle anderen Frauen neben ihr verblassen? Sorry, nein.

Dass es zwischen den beiden sowas wie Anziehung gibt hat genau einen einzigen Grund: Es stand im Drehbuch. Und der Fehler liegt meiner Ansicht nach nicht bei den Darsteller:innen (naja, ein bisschen vielleicht auch), sondern in der Inszenierung. Da treffen nicht zwei Leute aufeinander, die auf den ersten Blick voneinander verzaubert sind, sondern hier trifft eine Frau auf einen Prinzen, den sie toll findet, weil er ein Prinz ist und der Prinz mag die Dame, weil sie die erste ist, die zumindest ein paar Sätze rausbringt die Sinn ergeben. Nicht so wie die anderen vor ihr.

Wenn das ein Witz hätte sein sollen – die Szene -, dann hab ich das leider nicht verstanden. Vielleicht wäre das die Brillanz des Films, dass er die Szene so banal inszeniert, so quasi bodenständig. Man könnte sozusagen behaupten das Fantasy-Märchen „Cinderella“ bekommt eine „Batman Begins“-Behandlung. Bodenständig. Dreckig. Ehrlich. Echt.

Ja, okay, jetzt musste ich lachen. Nein. Nein, ist es nicht. Aber egal – es macht keinen Unterschied, warum es ist, wie es ist (Budget, ich hör dich rufen!), denn es passt schon. Und das kann man für den ganzen Film sagen: Passt schon. Idee okay. Umsetzung: In Ordnung. Ergebnis: So lala.

Manche Szenen sind in ihrer Intention gut gelungen und funktionieren, vor allem wenn Cinderella dann (relativ spät) auf ihren Rachefeldzug geht, dann sind ihre Gegnerinnen keine dummen Opfer, sondern die wissen sich teilweise durchaus zu wehren. Das hat mir gut gefallen, so grundsätzlich. Ein paar der Morde sind dann doch halbwegs „over the top“ und warum es die Maske gebraucht hat, ist mir auch nicht ganz klar, aber okay. Ich bin ja nicht so.

Was bei mir am allermeisten hängengeblieben ist, ist die Tatsachce, dass Natasha Henstridge einfach tief gefallen ist. Die Frau war mal ein Sex-Symbol und der Star von „Species“ (den ersten drei Teilen, wenn ich mich korrekt erinnere), hat mit Van Damme gedreht („Maximum Risk“) und bei einem John Carpenter-Film („Ghosts Of Mars“, zugegeben einer der schlechteren von Carpenters Werken) die Hauptrolle gespielt. Schade.

Lauren Staerck als Cinderella gibt sich Mühe, kann die Sache aber nicht retten, auch wenn sie – was hier positiv gemeint ist – eine „Allerwelts-Ausstrahlung“ hat und als „graue Maus“ durchaus funktioniert. Es sind halt die anderen Teile (Die oben beschriebene Ball-Szene), in denen sie ein wenig untergeht. Als Killerin hat sie kein Problem, aber da trägt sich auch eine Maske und braucht keine Mimik. Am Ende – nun, das passt dann wieder.

Was mir allerdings noch jemand erklären muss: Die Explosion am Ende. Die hat keinen Sinn. War wohl also allerletzter Witz gedacht. Ich hab’s einfach nicht verstanden. Aber das ist auch so eine Sache, die man vielleicht vor dem Dreh hätte entscheiden müssen: Macht man eine Satire (Ansätze sind da und gerade in der Szene in welcher Natasha Henstridge ihrer Cindereralla Kleid und Gefährt und Co besorgt weiß man, was der Plan war) oder einen Slasher. So befindet man sich irgendwo in der Mitte und weder das eine noch das andere zündet so richtig.

Wie dem auch sei: Das mit Abstand beste am Film ist der Titelsong von JAX („Cindererlla snapped“). Der Rest kommt da nicht mehr ran.

„Cinderella’s Revenge“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, immerhin ein paar Momente habende, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: Regie, Ausstattung, Schauspiel):

Wenn ich es ganz kurz fassen darf: Es ist halt schrecklich mittelmäßig und fühlt sich einfach viel, viel länger an als er dann tatsächlich ist.

Fazit: Für nen verregneten Nachmittag oder Abend okay, wenn man die Low-Budget-Ausstattung verkraftet.

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Luca (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/10/08/luca-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/10/08/luca-filmkritik/#respond Tue, 08 Oct 2024 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36971 Luca ist ein Seeungeheuer, welches seit seiner Geburt in seinem Heimatdorf unter dem Wasser lebt. Er ist neugierig auf das Leben über der Oberfläche, aber seine Eltern verbieten ihm das. Dann trifft er auf Alberto, der als Mensch an der … Weiterlesen

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Luca ist ein Seeungeheuer, welches seit seiner Geburt in seinem Heimatdorf unter dem Wasser lebt. Er ist neugierig auf das Leben über der Oberfläche, aber seine Eltern verbieten ihm das. Dann trifft er auf Alberto, der als Mensch an der Oberfläche lebt, aber eigentlich auch ein Seeungeheuer ist.

Und es dauert nicht lange, da ist auch Luca diesem Leben mit all den Geheimnissen oberhalb des Meerespiegels verfallen. Aber es ist nich ungefährlich dort oben, denn wenn Luca benetzt wird, dann verwandelt sich der nasse Teil in das Körperteil des Fischmonsters.

Und die Leute im Dorf wissen, von den Monstern und machen Jagd auf sie. Aber dann kommt Giulia ins Dorf. Die schräge, aber lebenslustige Tochter eines bekannten Fischmonsterjägers …

Ich bin bei den „neueren“ Pixar-Filmen immer skeptisch. Als die ganze Sache damals anfing mit „Toy Story“, da war jeder Pixar-Film ein Event im Kino. Und jeder war mit so viel Herzblut gemacht – das war jedes Mal eine Freude. Dann kaufte Disney Pixar und irgendwie ging es bergab.

Der letzte Film, der mir richtig gut gefallen hat, war „Inside Out“ oder wie er bei uns heißt: „Alles steht Kopf„. „Rot“ fand ich dann eher bemüht und ja, die anderen Filme habe ich bis jetzt gemieden.

Bis jetzt.

„Luca“ ist mit Sicherheit kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber er hat das Herz definitiv am richtigen Fleck. Luca als Person ist wirklich eine richtig liebenswerte Figur, die zwar alle typischen Boxen tickt, aber trotzdem gut funktioniert. Auch sein Freund Alberto ist cool. Richtig den Jackpot hat man aber mit Giulia getroffen. Jede Szene mit der Kleinen ist eine Freude und jeder Interaktion mit ihrer Umwelt ist großartig. Da sprüht und funkt das Leben so richtig.

Auch die anderen Figuren sind gut geworden und die Situationen in die Pixar ihren Helden kommen lässt sind zwar hin und wieder actionreich, aber wirklich spannend ist die ganze Angelegenheit durch die Tatsache, dass Luca eben nicht auf Wasser (oder umgekehrt) treffen darf.

Und falls sich jemand fragen sollte: Ja, es gibt Regen. Und ja, es wird dramatisch.

Aber alles funktioniert. Es funktioniert großartig. Dann gibt es noch die Nebenhandlung von Lucas Eltern, die ihn an der Oberfläche suchen und auch die ist super, witzig und einfach nachvollziehbar.

Ich habe den Film zwar am Rande mal mitbekommen, als er 2021 rausgekommen ist, aber er ging an mir – und auch dem Box-Office – irgendwie vorbei. Es sind auch keine riesengroßen Namen bei den Synchronsprecher:innen dabei, wenn man von Sacha Baron Cohen („Borat“) mal absieht. Naja, auch Maya Rudolph dürfte der Stimme nach dem einen oder der anderen bekannt sein.

Es gibt jetzt gar nicht viel mehr zum Film zu schreiben, außer dass er fantastisch aussieht, die Charaktere alle super sind – der Bösewicht ist genau die Art von Bösewicht, die man am Ende gerne verlieren sieht und die emotionalen Momente sitzen so richtig. Sei es der unvermeidbare Streit zwischen Luca und seinem besten Freund Alberto und was da passiert, genauso wie das Ende und was man für Freunde alles aufgibt.

Am Rande gibt es noch eine ganze Reihe Gags, die man mitbekommt oder nicht, die aber allesamt treffen und witzig sind, sich aber oft auch im Hintergrund oder im Vorbeigehen abspielen und vor allem: Die Message passt. Die Story stimmt. Mit den Figuren verbringt man gerne Zeit und die vergeht wie im Fluge.

Alles in allem, wie bereits erwähnt, kein Meisterwerk, aber für einen verregneten Nachmittag der perfekte Film auch für Kinder. Oh – fast vergessen: Es ist kein Disney-Musical. Für jene, die das interessiert.

„Luca“ bekommt 8 von 10 möglichen, wieder mehr Lust auf Animationsfilme machende, Punkte.

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Best Of Worst Case: The Loch Ness Horror (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/09/24/best-of-worst-case-the-loch-ness-horror-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/09/24/best-of-worst-case-the-loch-ness-horror-filmkritik/#respond Tue, 24 Sep 2024 05:00:23 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36932 Es ist, wie es meistens ist: Ein Schiff ist verschwunden und nun wird eine Truppe ausgesandt, die nachgucken soll, was denn los ist bzw. war. Wobei Truppe ein wenig professioneller klingt, als die Personen handeln, aber das sei mal dahin … Weiterlesen

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Es ist, wie es meistens ist: Ein Schiff ist verschwunden und nun wird eine Truppe ausgesandt, die nachgucken soll, was denn los ist bzw. war. Wobei Truppe ein wenig professioneller klingt, als die Personen handeln, aber das sei mal dahin gestellt.

An Bord findet man – wie üblich – nur Fragen. Leere Gänge. Keine Crew (am Leben). Und dann taucht plötzlich aus den Tiefen etwas aus, dass wie ein riesiges Seeungeheuer aussieht und das Schiff angreift. Wie nur, wie kommt man lebendig wieder hier weg, wenn das Monster die See rund um das Schiff bewacht?

Nimmt man einen Filmtitel wie „The Loch Ness Horror“, der nicht im Loch Ness spielt und auch mit dem Horror nicht viel los ist, dann stellt sich unweigerlich eine Frage: Kann man Marketing-Teams überhaupt noch etwas glauben? Das war natürlich eine Scherzfrage. Und Nein, kann man nicht. Nie. Aber das wissen wir eh alle. Interessant dennoch, dass solche Dinge immer wieder funktionieren. Liest man diverse Kritiken zu diesem Film, dann kann man eigentilch nur schmunzeln. Da gibt es Leute da draußen, die scheinbar wirklich dachten, sie würden hier einen guten, „normalen“ Film sehen.

Uncork’d Entertainment ist ja mittlerweile sowas die The Asylum geworden. Die Firma verlegt Filme, die sonst scheinbar niemand haben will, macht coole (trashige) Cover und schneidet halbwegs brauchbare Trailer, um geneigte Fans dazu zu bringen, einen Blick zu riskieren. Und das scheint sich aufgrund irgendeiner unerklärlichen Raum/Zeit-Paradox-Zeitschleife auch halbwegs auszugehen, denn die Firma bringt viele (und ich meine: viele!) Filme auf den Markt.

So auch diesen hier. Um es gleich festzuhalten: Nein, „The Loch Ness Horror“ ist nicht gut. Nicht mal unterhaltsam schlecht. Er ist einfach schlecht. Zugegeben, das CGI sieht in den meisten Fällen absolut in Ordnung aus, die Atmosphäre am Schiff ist okay und zumindest eine Person im Cast kann schauspielern und tut das auch.

Aber die Regie und der Schnitt, liebe Leute, die Regie und der Schnitt. Das ist richtig schlimm. Ich meine, ja, auch das Drehbuch ist jetzt nicht besonders toll, aber es ist schon wild, wenn man eine Szene sieht und sich denkt „ja, ich weiß, was das laut Drehbuch hätte sein sollen, aber … nein, das hier ist es nicht“. Und ich meine damit jetzt keine schweren oder komplizierten Sachen, sondern einfach Standardszenen.

Beispiele gefällig? Ein Mitglied der Truppe wird infiziert und ein kleines Monster bricht aus ihm heraus. Ja, man sieht in Alien, wie das gut funktionieren kann. Hier dauert es von A nach B gefühlt eine Stunde. Langweilig. Oder das Mini-Monster steht am Ende eines Ganges. Der Soldat hält eine Pistole in seine Richtung. Dann läuft er auf das Monster zu. Schnitt. Es geht woanders weiter. Und auch dort taucht der Typ heil wieder auf. Was ist dazwischen passiert mit ihm? Wie entkam er? Keine Ahnung.

Oder eine Frau versteckt sich (zur Hälfte!) in einer Nische in einem Raum, weil das Mini-Monster zwischen ihr und der Tür am Tisch sitzt. Sie schreit um Hilfe. Zwei Menschen kommen. Sie rufen ihr zu. Sie läuft zu ihnen. Am Monster vorbei. Problemlos. Was soll ich sagen? Ging das vorher nicht?

Oder eine Person flieht vom quasi untersten Deck auf das oberste Deck. Das heißt: Leiter rauf, zur nächsten Leiter, rauf, zur nächsten Leiter, rauf. Ihr versteht. Jedes Mal(!), wenn sie eine Leiter hochkommt, kommt nach ihr das Mini-Monster rauf. Sie versteckt sich hinter irgendetwas, panisch und ängstlich. Man sieht das Monster, sieht, wie es sich umblickt – wir sollen glauben, sie Person wäre in Gefahr – und Schnitt. Die gleiche Person klettert einen Stock höher nach oben. Nach ihr kommt das Monster hoch. Sie versteckt sich ängstlich und panisch. Das Minimonster guckt sich um. Schnitt. Sie kommt bei einer Leiter … ihr wisst, was ich meine, oder?

Anders gesagt: Wenn jemand von euch wissen möchte, wie man Spannung bestmöglich sabotiert oder wie man durch Schnitt einen Film ruinieren kann: Bitte sehr. Hier habt ihr euren Lehrfilm. Ich habe schon lange nicht mehr solche Inkompetenz beim Schnitt gesehen. Szenen, die ein paar Sekunden dauern sollten (oder überhaupt geschnitten werden), dauern Minuten. Und nichts passiert. NICHTS passiert.

Spielt eh keine Rolle, weil der Film sich ohnehin so unendlich lange anfühlt. Und das obwohl er nur rund 70 Minuten dauert. Das zieht sich alles richtig, richtig lang. Da merkt man erst, wie relativ Zeit ist.

Was ich allerdings schade finde: May Kelly („Three Blind Mice„, „Mary Had A Little Lamb„). Ich meine, ganz im Ernst: Die Frau kann was. Die spielt hier richtig gut. Ihre Blicke, ihre Gestik, ihre Betonungen. Das passt alles. Vor allem im Vergleich zu den anderen Mitwirkenden, über die wir bitte den Mantel des Schweigens breiten. Und das in so einem Film. Da kann man nur gratulieren, dass sie sich scheinbar bei allem was sie macht wirklich Mühe gibt und sich voll einsetzt, nur, … bei einem Film wie diesen hier sind das Perlen vor die Säue. Wirklich. Das merkt man vor allem bei den oben erwähnten Szenen bei der eine Dame (eben May Kelly) von dem Minimonster verfolgt wird. Das ist wirklich gut gespielt. Wenn man das richtig schneidet, nicht x Mal wiederholt und vielleicht auch die Teile einbaut, die logisch fehlen, dann wäre das eine richtig gute Szene. Weil man May Kelly die Emotion glaubt. Man glaubt sich nicht zehn Minuten lang in Dauerschleife, aber – bleiben wir fair: Das würde ich auch Brad Pitt nicht glauben. Oder Meryl Streep.

Also – alles in allem: Nein, danke, nein. Schade drum. Hätte guilty pleasure Potential gehabt. Tyler-James (dessen nächster Film „Monsternado“ war) sollte sich einen guten Editor suchen, der den Mumm hat, seine Filme richtig gut zu schneiden (man lese: kürzen!). Das Drehbuchschreiben hat er zum Glück eh schon aufgegeben. Hoffe ich.

„The Loch Ness Horror“ bekommt 2,5 von 10 möglichen, leider alles in den Sand setzende, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil: (Trashfaktor: Alles)

Zu langweilig um lustig zu sein. Zu banal und fade gespielt, um peinlich zu sein. Einizg positiv: May Kelly (aus Prinzip) und die CGI-Effekte sehen okay aus. Schrecklich banal.

Fazit: Finger weg. Leider.

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