Animation | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 04 Jul 2026 10:56:17 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Arcane – League Of Legends – Finale Staffel (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/#respond Sat, 04 Jul 2026 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39007 Vi ist auf der Suche nach Jinx, denn nach ihrem Attentat ist nichts wie es vorher war. Es gibt Überlebende, aber auch genug Tote. Ambessa nutzt die Stunde und versucht in Piltover mehr Macht zu erhalten. Caitlyn rekrutiert Vi zu … Weiterlesen

The post Arcane – League Of Legends – Finale Staffel (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Vi ist auf der Suche nach Jinx, denn nach ihrem Attentat ist nichts wie es vorher war. Es gibt Überlebende, aber auch genug Tote. Ambessa nutzt die Stunde und versucht in Piltover mehr Macht zu erhalten. Caitlyn rekrutiert Vi zu den Enforcern. Währenddessen wird Jinx vermisst. In Zaun – der Stadt unter Piltover – wird sie währenddessen als Heldin verehrt – als Rebellin.

Und natürlich lebt sie noch – sie hat nur den Sinn in ihrem Tun verloren. Das ändert sich als sie Isha trifft. Ein Mädchen, das nicht spricht und das Jinx rettet. Ab da schließt diese sich ihr und ist wie eine kleine Schwester für sie.

Aber das ist nicht alles, denn Jayce rettet Viktor und dieser kommt unerwartet zurück ins Leben. Aber etwas ist passiert mit ihm – es ist mit dem Arcane verbunden. Und er kann Menschen heilen.

Aber das Arcane bereitet Probleme, denn irgendwie reagiert es anders als alle erwartet haben und scheint instabil zu werden. Scheinbar haben die Hexgates damit zu tun.

Caitlyns Mutter starb im Anschlag von Jinx – als macht sie sich in Zaun auf die Jagd nach ihr – und sie kennt keine Gnade.

Anders gesagt: (Fast) alles scheint vor die Hunde zu gehen …

Staffel 2 von „Arcane“ hat eine schwere Last zu tragen, weshalb ich mich sehr lange geweigert habe, sie anzusehen. Die Last ist die Bürde, welche eine quasi perfekte erste Staffel der folgenden Staffel auferlegt. Vor allem, wenn vorab bereits angekündigt wird, dass es die zweite und letzte Staffel wird. Außerdem hatte Staffel ein in meinen Augen ein perfektes Ende. Da anschließen zu wollen – puh. Ich hab’s nicht für möglich gehalten, dass Staffel 2 mit der ersten Staffel mithalten kann.

Und ich hatte recht.

Das bedeutet nicht, dass Staffel 2 schlecht ist, aber von der Genialität der ersten Staffel sind wir weit weg. Das Drehbuch bzw. die Drehbücher können einfach nicht mithalten – es passiert zu viel und das was passiert ist zu groß. Es geht um das Ende der Welt, um den Kampf von Piltover gegen Zaun, gegen das Vakuum, welches durch Jinx‘ Aktionen in der ersten Staffel entstanden ist, um Viktor, der die Zukunft in eine bestimmte Richtung führen will, um Jacye, der das aufhalten will, um Caitlyn, die ihre Mutter rächen und Jinx finden will, um Vi, die nicht nur ihre Schwester finden und stoppen will, sondern sich auch noch in Caitlyn verliebt und zwischenzeitlich mal ihr gebrochenes Herz im Suff ertränken muss, nur um dann auch wieder zu Jinx zu finden, dann noch Heimedinger, der an einem Gerät forscht, welches … das wäre ein Spoiler … und dann haben wir noch Ambessa, welche endgültig die Macht übernehmen will, dazu aber Caitlyn braucht – außerdem noch ihre Tochter Mel, die ein Geheimnis hütet und dieses selbst noch entdecken muss und …

Ihr seht, was ich meine. Die Staffel hat neun Folgen. Neun. Guckt euch mal die Handlungsstränge da oben an. Und das sind nicht mal alle. Ihr ahnt, was das bedeutet: Alles wird relativ rasch abgehandelt – vieles davon ziemlich cool vorbereitet und aufgebaut. Ich war am Anfang wirklich positiv überrascht, wie gut das alles zusammenhängt, von A nach B führt und sich organisch entwickelt. Aber dann tauchen die ersten Risse auf – Entscheidungen oder Szenen, bei denen man unweigerlich denkt „Was?“. Und dann kommt das Finale – und es herrscht Krieg (ich sag nicht wer gegen wen, keine Angst) und dieser Krieg … dauert nicht mal eine Folge und wird im Grunde auf eine Schlacht reduziert. Und danach wird über „den Krieg“ gesprochen als wäre er ein langjähriges Ereignis gewesen anstatt nur ein kleiner Blip am Radar … zumindest fühlt es sich so an.

Wie dem auch sei. Ich sag es mal so: Wenn die Schreiberlinge sich auf die zwischenmenschlichen Elemente konzentrieren, wenn wir der Entwicklung von Jinx und Vi folgen oder von mir aus sogar Caitlyn oder dem psychischen Verfall von Jayce – das funktioniert super. Da ist Gänsehaut. Mehr als nur einmal.

Problem: Durch die wenige Zeit und die viele Handlung wird relativ oft auf das große Ganze hin geschnitten und gewerkt. Das raubt manchen emotionalen Momenten leider genau das: Die Emotion, die ausgelöst werden soll. Vieles funktioniert noch, aber weit nicht mehr alles.

Aber es ist spannend genug und optisch ohnehin wieder eine absolute Augenweide. Also wirklich: Vom Design her und der Farbgebung, den gemischten Zeichenstilen, je nachdem was gezeigt wird – Wow. Alles erste Sahne. Auch die Needle-Drops bzw. genutzten Songs: Wirklich extrem gute Wahl. Das können die Macher:innen einfach. Hut ab!

Und dann kommt die letzte Folge, die leider ziemlich abbaut, wie ich finde. Gerade das Ende der Jinx-Storyline war mehr als enttäuschend, zumal diese ja in Staffel 1 das Herzstück ist. Hier spielt sie die zweite Geige. Und gerade ein Satz wie „You don’t get it, sis. I am wherever you are.“ Ächz. Das hätte funktionieren können – aber da hätten Vi und Jinx viel, viel, viiiiiiel mehr Zeit gemeinsam vor der Kamera (wenn ich das so nennen darf) verbringen müssen. Das mag vielleicht in der Zeitspanne, die abgedeckt wird eine logische und schöne Entwicklung sein – hier war es für mich einfach seltsam (und extrem kitschig, aber das nur am Rande).

Also – ist Staffel 2 sehenswert? Ja. Wenn ihr den Figuren Caitlyn, Jayce, Mel und Ambessa nicht grundsätzlich negativ gegenübersteht, dann solltet ihr auf jeden Fall reinschauen. Allerdings hat das nur Sinn, wenn ihr auch vorher Staffel 1 anseht. Quereinsteiger:innen werden absolut NICHTS von dem verstehen, was da bei wem wie wo abgeht. Unmöglich.

„Arcane – Legaue Of Legends: Finale zweite Staffel“ bekommt von mir 7,5 von 10, immer noch schön anzusehende und streckenweise spannend seienden Punkte.

The post Arcane – League Of Legends – Finale Staffel (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/feed/ 0
Hoppers (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/30/hoppers-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/30/hoppers-filmkritik/#respond Tue, 30 Jun 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38978 Mabel liebt Tiere. Deshalb rettet sie diese auch gern – vor allem aus den Schullaboren. Und deshalb landet sie auch bei ihrer Großmutter. Die Eltern ziehen weg und Mabel bleibt bei ihrer Großmutter, die ihr beibringt ihren Jähzorn zu bezwingen, … Weiterlesen

The post Hoppers (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Mabel liebt Tiere. Deshalb rettet sie diese auch gern – vor allem aus den Schullaboren. Und deshalb landet sie auch bei ihrer Großmutter. Die Eltern ziehen weg und Mabel bleibt bei ihrer Großmutter, die ihr beibringt ihren Jähzorn zu bezwingen, indem sie ihr einen wundervollen Platz in der Natur zeigt.

Jahre später entdeckt Mabel, dass Bürgermeister Jerry eine Umfahrungsstraße bauen will – genau durch den Teich und ihren speziellen Platz. Das geht rechtlich leider, weil keine Tiere mehr dort leben. Was Mabel komisch vorkommt …

Da kommt eine geheime Erfindung der Schul-Wissenschaftler gerade recht, denn die haben eine Möglichkeit gefunden, seinen Geist in eine Tierattrappe zu übertragen. Und Mabel tut das – sie schlüpft in die Gestalt eines Bibers und macht sich auf den Weg, die Tiere zurückzubringen, denn nur diese können den Ort retten …

Ich habe seit Jahren keinen Pixar-Film mehr gesehen. „Hoppers“ habe ich ursprünglich nicht mal mitbekommen. Wir haben mit den Kindern einen Filmabend gemacht und auf Disney+ geguckt, was es gerade so gibt. Und tja – hier kommt „Hoppers“ ins Spiel.

Grundsätzlich ist der Film gelungen – er sieht gut aus, die Tiere sind cool gemacht und die paar Hauptfiguren sind witzig genug, dass es den Film zusammenhält. Die Handlung ist hauchdünn und natürlich ist das Ende zu zuckersüß um auch nur irgendwie wahr sein zu können, aber hey – Kinderfilm.

Auch wenn es ein paar Szenen gibt, die echt halbwegs irre sind – so übernimmt eine Bösewicht einmal einen Menschenroboter und dessen Mimik und Gestik sind hart grenzwertig. Fast schon ein wenig Horrorfilm. Lust für Erwachsene (erinnert an die Schabe in der Menschenhaut aus „MIB„), für Kinder heftig (aber nicht zu heftig).

Irgendwo habe ich gelesen, dass der Film der lustigste sei, den Pixar jemals gemacht hätten. Das kann ich für mich nicht bestätigen. Ja, ein paar Witze waren super. Vor allem ein paar wirklich dunkle Witze („Wichtig ist, dass wir noch leben …“, sagt der Regenwurm und die Sekunde drauf schnappt ihn der Vogel), haben mich abgeholt und ich musste schallend lachen. Natürlich zieht nicht jeder Witz8, aber wie erwähnt: Er bleibt unterhaltsam und spannend. Mabel ist eine coole Hauptfigur, die auch mal Mist bauen und daran wachsen darf.

Und die richtigen Helden sind ohnehin King George und die andern Tiere. Die Auftrittsdauer variiert zwar wenig, aber alle kommen mal zum Zug. Und King George wird euch richtig ans Herz wachen. Im Kern ist der die Hauptfigur und macht auch mit Mabel gemeinsam die größte Entwicklung durch. Ach, so ein lieber Otter.

Es ist übrigens natürlich wieder so, dass die – in meinen Augen – besten Witze und Szenen im Trailer sind („Willst du ihn noch immer essen?“ – „Nein. Jetzt ist es komisch.“ – find ich immer wieder großartig), aber der Film hat auch danaben noch genug Herz und Action, sodass alles funktioniert. Ein paar Szenen sind dann doch auch berührend – als zum Beispiel Mabel am Anfang Unterschriften für den Erhalt der Lichtung sammelt, dann bei einem alten Mann landet, ihm den ganzen Tag hilft und ihn zuquascht, bis sie am Abend bemerkt: Er hat sein Hörgerät ausgeschaltet gehabt. Aber er erbarmt sich und unterschreibt ihre Liste. Denkt sie. Als sie dann nachschaut, was dort steht, hat er ihr seine Einkaufsliste auf ihre Petition geschrieben.

Das sind halt Witze, die finde ich lustig. Meine Kinder haben glaube ich mehr gelacht, weil ich gelacht habe. Aber gut. Ist halt so.

Gegen Ende drückt man dann halt doch noch so richtig auf das Over-the-top-Gaspedal („Ich sag nur Haidi.“) und Absurdität, aber was hat man denn erwartet? Eben. Dazwischen sind halt viele kleine Gags, die mir besser gefallen („Woher hat er die Krone?“ – „DAS ist deine Frage?“) und die halt innerhalb eins Blinzeln vorbei sind. Man denke nur an das Ende des Bösewichts. Fand ich großartig, dauert aber keine Sekunde. Und erneut: Ich hab mich weggescheppert (in diesem Fall gemeinsam mit den Kindern, anstatt die Kinder meinetwegen).

Die Message des Films ist an sich super: Es gibt keine Tierwelt. Es gibt keine Menschenwelt. Es gibt nur eine gemeinsame Welt, weil es EIN Ökosystem ist.

„Hoppers“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, den Teich bzw. die Lichtung rettende, Punkte.

The post Hoppers (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/30/hoppers-filmkritik/feed/ 0
Raya und der letzte Drache – Raya and the Last Dragon (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/#respond Sat, 20 Jun 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38827 Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden. Raya hat … Weiterlesen

The post Raya und der letzte Drache – Raya and the Last Dragon (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden.

Raya hat sich die Aufgabe gestellt, diese Scherben zu sammlen und die Welt wieder zu heilen. Der Grund ist simpel: Ihr Vater war der Wächter des Kristalls und es ist mehr oder weniger ihre Schuld, dass er zerbrochen ist …

Raya ist völlig zu Unrecht einer der ein wenig in Vergessenheit geratenen Disney-Filme, denn er ist tatsächlich einer der „besseren“ Filmen der neuen Diseny-Ära. Gemacht wurde er während der Pandemie (2021) und ist dann direkt im Streaming gelandet. Was Schade ist, denn wie gesagt: Der Film ist wirklich gelungen und zwar auf allen Ebenen.

Zum Einen ist Raya eine unheimlich sympathische Protagonistin, die keineswegs fehlerlos ist und bei immer alles funktioniert, sondern sie macht Fehler, sie lernt dazu und kommt so Schritt für Schritt weiter. Auch die Truppe, die sie um sich sammelt kann sich sehen lassen – das Räuberkind mit seiner Affenbande ist genial – ebenso der junge Nudelverlkäufer oder der Barbar mit dem goldenen Herzen. Großartig.

Dann kommen wir zum Drachen, der ja quasi die Hauptfigur im Film ist – Sisu. Der erinnert ziemilch an Mushu aus „Mulan“, aber das passt hier dennoch ganz gut, denn Sisu ist ebenfalls wirklich sympathisch. Natürlich funktioniert es ähnlich – sie ist nämlich keineswegs die mächtigste der Drachen, sondern sie ist halt die eine, die übrig blieb, weil die anderen – die was können – den Kristall machen mussten. Fand ich witzig. Auch ihr absolut unbrechenbarer Optimusmus und der Glauben an das Gute sind großartig und herzerwärmend.

Die Animationen sind astrein und wirklich eine Augenweide – ob es nun um die Städte, die Belichtung oder die Figuren geht – da passt alles super zusammen und sieht großartig aus. Wäre auch auf der großen Leinwand schön gewesen, aber leider – wie oben erwähnt: Streaming.

Was auch auffällt ist der Mangel an Gesangseinlagen, der mir persönlich doch entgegenkommt und ich kann nur festhalten, dass es ein Film für etwas ältere Kinder ist, da die Story doch ein paar sehr spannende Szenen hat. Und gerade das Ende – wo es wirklich aussieht als wäre alles verloren – könnte für kleinere Kinder ein wenig zu heftig sein. Ich fand es jedoch großartig. Das hat punktgenau ins Herz getroffen.

Es wird soweit ich weiß, auch keine Fortsetzung von „Raya“ geben, was ja auch schon mal toll ist. Ein Film auf sich allein und abgeschlossen. Alle Daumen hoch!

Ich kann also „Raya“ allen ans Herz legen, die eine zwar nicht ganz unbekannte oder noch nie irgendwie genutzte Geschichte erzählt, diese dafür mit einem tollen Charakterregiment anreichert, tolle Bilder und Action-Szenen bietet und eine absolut neues und frisches Setting für euch bereithält.

„Raya und der letzte Drache“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, trotz bekannter Zutaten ins Herz treffende, Punkte.

The post Raya und der letzte Drache – Raya and the Last Dragon (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/feed/ 0
100% Wolf (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/#respond Tue, 05 May 2026 05:39:33 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38765 Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel … Weiterlesen

The post 100% Wolf (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel mag seinen Platz nicht hergeben und daher kommt es ihm sehr gelegen, als an Freddys „Tag der Verwandlung“ – also der Tag an dem Freddy sich das erste Mal in einen Werwolf verwandelt – etwas wirklich Schräges passiert.

Freddy wird nämlich nicht wirklich zu einem Werwolf … sondern zu einem Werpudel. Mit pinken Haaren. Und das führt zu allerlei Problemen …

Es gibt so Filme, nachdem man die gesehen hat, vermisst man die alten Pixar-Zeiten. Also, nicht so richtig vermissen, aber man versteht wieder einmal, dass es einen Unterschied macht, wie man eine Geschichte erzählt und wie sehr das Handwerk der Regie oder des Schnitts einen Film über den Durchschnitt heben können. Denn genau das ist „100% Wolf“.

Warum ich über Pixar schreibe? Weil „100% Wolf“ trotz der Inhaltsangabe kein Horrorfilm ist – ich nehme an spätestens beim Pudel war euch das klar -, sondern ein Animationsfilm für Kinder. Und für die hat er auch gut funktioniert. Der Film ist flott erzählt, relativ gut gemacht in Sachen Animation und die Witze sind meistens so, dass die Kinder lachen mussten und auch ich als Erwachsener musste hin und wieder schmunzeln.

Was halt wirklich auffällt – zumindest mir ist es bereits während dem Film aufgefallen – ist, dass Schnitt auch so manches kaputt machen kann. Der Film hat ein paar Szenen, bei denen es wirklich gut gewesen wäre am Ende einer Szene noch ein, zwei Sekunden zu zeigen, was passiert – einfach um das Geschehene nachwirken zu lassen. Oder an anderen Stellen den Enthüllungen ein wenig mehr Zeit zum „atmen“ zu geben. Da merkt dann schon, dass hier zwar Filmemacher am Werk waren, diese aber noch ein wenig Luft nach oben haben.

Das gilt auch für die Figuren, die am Papier alle sicher großartig gewesen sind. So gibt es zum Beispiel noch einen Menschen, der glaubt, dass Freddy entführt oder getötet wurde von Werwölfen und der deshalb Jagd auf sie macht. Oder die Hunde, die Freddy am Weg trifft und die ja eigentlich seine Feinde sein sollten – die haben alle Potential und ihre netten Eigenheiten, nur werden sie halt viel zu wenig genutzt. Das merkt man zum Beispiel an der Figur der Batty, die ja Freddys beste Freundin wird und die eine tragische Geschichte hat und man versteht als Zuseher (erwachsener Zuseher) sofort, wohin die Autor:innen mit der Figur wollten und welche Emotionen sie auslösen wollen – sie handeln nur alles zu rasch (und zu plakativ) ab.

Für Kinder, wie erwähnt, passt das. Es ist bunt, es ist Action, es ist lustig und man muss nicht viel nachdenken. Vielleicht guck ich mal ins 2009 erschienene Buch von Jayne Lyons, weil mich interessiert, ob das im Buch besser funktioniert und rüberkommt. Mal sehen. Der Film wurde jedenfalls nicht in Amerika, sondern in Australien produziert und im Original ehrt ihn Samara Weaving mit ihrer Synchronstimme. Ich kann allerdings nicht sagen, wie gut sie den Job macht, da ich mir den Film aufgrund der Kinder in deutscher Sprache ansehen „durfte“. Die Synchro war völlig in Ordnung.

Immerhin war der Film so erfolgreich, dass es einen zweiten Teil mit dem kreativen Titel „200% Wolf“ gibt und außerdem einen Serienableger „100% Wolf – die Legende vom Mondstein“ (Staffel 2 hat einen anderen Untertitel), aber meine Kinder haben weder jemals nach einer Fortsetzunge noch nach einer Serie gefragt – was sie üblicherweise machen, wenn ihnen Figuren oder Settings gefallen. Sagt ja auch schon was aus.

Die Formulierung „Einmal Ansehen, dann vergessen“, ist mehr oder weniger für diesen Film erfunden wurden. Unterhaltsam, ja. Aber nicht irgendwie Besonders.

„100% Wolf“ bekommt von mir 6,5 von 10, weil grundsätzlich gut gemachte, auch wenn Luft nach oben ist, Punkte.

The post 100% Wolf (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/feed/ 0
The Super Mario Galaxy Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/#respond Thu, 16 Apr 2026 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38717 Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist … Weiterlesen

The post The Super Mario Galaxy Movie (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist nett und schließt sich ihnen gleich mal an.

Die Verstärkung ist auch gut, denn Bowser Junior, der seinen geschrumpften Vater aus dem Schloss von Peach und den Fängen von Mario und Luigi retten will, taucht auf und er entführt Rosalina. Diese hat die Macht das Universum zu verändern ist die Mutter aller Sterne. Bowser Junior will ihre Macht nutzen um seinen Papa stolz zu machen und bedroht damit mehr oder weniger das ganze Universum.

Das kann Peach nicht zulassen und sie macht sich mit Toad auf den Weg, um für Ordnung zu sorgen. Mario und Luigi und Yoshi bleiben derweil Zuhause und sorgen für Ruhe im Königreich. Oder zumindest haben sie das vor, denn Bowser Junior ist gewitzt und überfallt in deren Abwesenheit Peachs Schloss …

Es ist ja immer die Frage, was man sich von einer Videospielumsetzung erwartet. Viel Fanservice? Treue gegenüber den Figuren? Viele Referenzen auf die Spiele? Was ist es? Die Antwort ist auf alle Fragen: Ja. Will man auch eine gute Story? Das hängt wohl vom Spiel ab, würde ich mal meinen. Hätte „The Last Of Us“ funktioniert, wenn man eine andere Story genommen hätte? Wohl kaum. Das Spiel lebt von der Story. Hat der erste Super Mario-Film (also der animierte erste) funktioniert, weil die Story so toll war? Wohl eher nicht. Aber die Interaktion der Figuren war cool, die Optik ein Traum und alles war knallbunt, spaßig und einfach toll anzusehen. Ein Zuckerschock zum Ansehen, sozusagen. Mit viel Herz dabei.

Und beim zweiten Teil verhält es sich ähnlich, nur – das muss ich leider festhalten – mit weniger Herz. Denn die Story von „Galaxy“ ist kurz: Rosalina wird entführt. Peach macht sich auf, sie zu retten. Mario und Luigi und Yoshi folgen ihr. Punktum. Mehr ist da nicht. Und ich meine wirklich: Mehr ist da nicht.

Charaktermomente, wie es sie im ersten Teil gab, als zum Beispiel Luigi seinen Mut findet oder Donkey Kong und Mario sich nach und nach anfreunden – das ist hier alles nicht drin. Yoshi taucht auf – Toad beschwert sich, dass der jetzt einfach so als neuer bester Freund dabei ist. Und das war es dann auch schon. Das einzige, was man halbwegs als Charakterentwicklung bezeichnen könnte, ist die Entwicklung von Bowser selbst, der nämlich am Anfang unter Stockholm-Syndrom leidet und Mario und Luigi als seine neuen besten Freunde sieht. Aber das dauert nicht lange und sein Sohn holt sein altes Ich zurück.

Das war wirklich alles.

Aber mehr braucht es auch nicht. Der Film ist nämlich ebenfalls kunterbunt und wie ein Zuckerschock zum Ansehen. Der Weg von A nach B (also bis zur Rettung) ist nachvollziehbar und hat ein paar Stopps drin – wie das halt bei Heldenreisen üblich ist. Wieso diese Stopps passieren wird nicht lang erklärt, sondern die Sternentore mit denen man herumreist führen halt zu diesen Planeten und dort angekommen, muss man halt gucken, wie man weiter und näher ans Ziel kommt. Das geht immer recht flott und bunt und auch actionreich zu. Und macht gute Laune.

Die Witz-Dichte ist gesunken, der Actionanteil und vor allem die Anzahl der Anspielungen auf die Spiele – ist drastisch gestiegen. Aber – und das finde ich gut – es wirkt für mich weniger, wie hineingestopft, sondern passt irgendwie organisch dazu. Ich meine – natürlich gibt es Jump N Run-Passagen. Natürlich gibt es Power-Ups. Das passt schon alles zusammen und führt auch logisch (nach Videospiel-Logik) von A nach B nach C.

Und es macht einfach Spaß. Ist es simpel, billig und eigentlich fast schon faul, wenn es am Ende einen Abschnitt gibt, in welchem Mario mit Anhang einen Graben durchqueren muss, der von Feuerseilen und Blöcken blockiert wird und auf einmal die Kamera zur Seite dreht, dadurch eine 2D-Optik entsteht und dann der Film herauszoomt und man sieht, dass Bowser Junior die Fallen bedient und er das auf einem Bildschirm tut, der aussieht wie „Super Mario Land“? Ja. Das ist billig. Aber hey – es sieht auch richtig, richtig cool und gut aus.

Solche Gimmicks gibt es Zuhauf und der Film wurde tatsächlich nie langweilig. Dazu passiert zu viel. Allerdings sitzen auch nicht mehr alle Witze und generel – wie oben bereits geschrieben – das Herz war beim ersten Film deutlich mehr angesprochen als hier.

Auch, dass Peach einen neue Hintergrundstory bekommt ist wohl Geschmackssache. Mir war’s egal. Allerdings war das Ende wirklich follt vorbei. Fast ein wenig zu flott. Dafür sahen die Kampfpassagen mit Bowser Juniors Pinsel, der seine Gestalt verändern kann, richtig gut aus. Aus meiner Sicht gibt es für jedes Minus ein Plus oder wenn man es umdrehen mag, für jedes Plus ein Minus. Ein Meilenstein der Filmgeschichte – nein. Niemals. Hirnlose, witzige, harmlose Unterhaltung und eine große Verbeugung vor den kreativen Ideen und Welten der Spiele? Oh ja. Und das sage ich als jemand, der die meisten der Spiele nur von Hörensagen kennt. Aber sogar ich wusste großteils wo was her ist.

Einzig: Ich habe Donkey Kong und seine Bande vermisst. Der war im ersten Teil richtig cool. Und Yoshi ist (da er ja nicht redet) für mich kein ganzer Ersatz. Neuzugang Rosalina ist okay, spielt aber – abgesehen davon entführt zu werden – keine große Rolle im Film. Dafür ist der Zweikampf am Anfang mit ihr und einem Riesenroboter richtig cool.

Alles in allem: Eine solide Fortsetzung, die bunter und actionreicher ist, dafür das Herz und die Handlung vernachlässigt bzw. aufs nötigste reduziert. Kann man sich ansehen, ist unterhaltsam, aber man versäumt auch nichts, wenn man den Film ignoriert. Also alles beim Alten.

„The Super Mario Galaxy Film“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer eine Handlung oder Charakterentwicklung braucht, darf gerne 3 Punkte abziehen, Punkte.

The post The Super Mario Galaxy Movie (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/feed/ 0
Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt aka How To Train Your Dragon 3: The Hidden World (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/11/drachenzaehmen-leicht-gemacht-3-die-geheime-welt-aka-how-to-train-your-dragon-3-the-hidden-world-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/11/drachenzaehmen-leicht-gemacht-3-die-geheime-welt-aka-how-to-train-your-dragon-3-the-hidden-world-filmkritik/#respond Sat, 11 Apr 2026 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38685 Nachdem Hiccup seine Unsicherheiten überwunden und Oberhaupt von Berk geworden ist, läuft alles eigentlich ziemlich gut. Sogar ein wenig zu gut, denn er und seine Freunde ziehen herum und halten Drachenjäger auf. Die Drachen, die sie befreien adoptieren sie sozusagen … Weiterlesen

The post Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt aka How To Train Your Dragon 3: The Hidden World (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Nachdem Hiccup seine Unsicherheiten überwunden und Oberhaupt von Berk geworden ist, läuft alles eigentlich ziemlich gut. Sogar ein wenig zu gut, denn er und seine Freunde ziehen herum und halten Drachenjäger auf. Die Drachen, die sie befreien adoptieren sie sozusagen und geben ihnen Unterschlupft auf Berk. Das führt dazu, dass fast alle Drachen der Welt in Berk sind und der Platz eng wird.

Also tun sich die mächtigsten Drachenjäger zusammen und heuern Grimmel (F. Murray Abraham), einen alten, erfahrenen Drachenjäger an, der sich zum Ziel gesetzt hat, alle Nachtschatten der Welt zu fangen und zu töten. Und ist ein wenig schlimmerer Gegner als es Drago im Vorgängerfilm war, denn Grimmel – nun, der hat ein Hirn und einen Plan.

Kurz darauf glauben Hiccup und Toothless ihren Augen nicht zu trauen – es gibt tatsächlich ein weibliches Gegenstück zu Toothless, nämlich einen (wie sie ihn taufen) Tagschatten. Und das ist etwas völlig Neues: Toothless ist verliebt. Richtig verliebt. Und Hiccup muss sich wohl entscheiden, ob er seinen besten Freund genug liebt, um ihn ziehen zu lassen oder ob er ihn zu sehr braucht.

Oder alles ist Teil eines perfiden Plans, um den Nachtschatten zu fangen? Und was ist eigentlich mit dieser „geheimen Welt“, die Hiccups Vater früher immer erwähnt hat? Die geheime Welt der Drachen. Gibt es sie wirklich?

Vorweg – ich kenne die Bücher von Crowell „How To Train Your Dragon“ alle und ich finde sie großartig. Es gibt ein Buch, in welchem sie im Vorwort beichtet, dass jetzt ein Handlupngsstrang anfängt, vor dem sie sich immer gefürchtet hat, denn sie habe damals im allerersten Buch einen Fehler gemacht. Sie hat Hiccup das Vorwort schreiben lassen und dieser – ein alter Mann – meint, dass es, als er noch jung war, Drachen gegeben hat. Diese seinen nun aber aus einem bestimmten Grund alle weg. Und sie müsse jetzt damit anfangen, diesen Storyteil in die Wege zu leiten, was ihr sehr leid täte, aber es würde keinen Weg daran vorbei geben.

Auch wenn die ersten beiden Filme im Grunde Null mit der Handlung der Bücher zu tun haben – nämlich so wirklich gar nichts – so wurden doch Versatzstücke daraus übernommen, wie zum Beispiel die Rückkehr von Hiccups Mutter, viele der Namen der Figuren (auch wenn sie völlig anders aussehen und sich teilweise völlig anders verhalten als im Buch) oder das Setting per se (Drachen als Haustiere). Was sie daraus gemacht haben, war etwas völlig anderes und ich denke tatsächlich, dass das gut war. Denn die Handlungen der Bücher, nun, das wären keine Filme, das wären mehrere TV-Serien. Und Toothless wäre kein Nachtschaftten und niemand würde auf ihm reiten können und so vieles, was den ersten Teil besonders gemacht hat, wäre nicht da. Der zweite Teil war für mich eher ein Actionfest und die Charakterentwicklung von – egal welcher – Figur war quasi nicht vorhanden. Hiccups Mutter war schräg und die Sache mit Stoick … ah, das war nicht fein. Es drehte sich alles darum, zu lernen, sich wie ein Anführer zu verhalten. Und zwar für Hiccup als auch für Toothless. Und es gab Action, Action, Action.

Dieser Teil hier, der hat mich rein vom Trailer her am meisten von allen drei Filmen kalt gelassen. Ich habe ihn mir ehrlich gesagt nur angesehen, weil meine Kinder ihn gucken wollten.

Und ich bin absolut positiv überrascht gewesen. Was dem zweiten Teil an – meiner Ansicht nach – Charakterentwicklungen und -interaktionen fehlt, das ist hier Zuhauf vorhanden. Astrid und Hiccup – grandiose Dynamik. Grobian – super als neuer Mentor. Toothless und Hiccup – beste Freunde, das merkt man sofort. Und – womit ich auch nicht gerechnet hatte – die Liebesgeschichte zwischen Toothless und seiner Freundin – für die nimmt man sich richtig Zeit und die ist einfach herzig anzusehen. Wundervoll!

Dazu kommt der neue Bösewicht Grimmel – der hat nicht extrem viel Screentime, dafür ist jede Szene mit ihm genial. Der hat Hirn, der nutzt es, der genießt die Jagd und denkt nicht dran seinen Job ratzfatz auszuführen, sondern er genießt jede Sekunde davon. Er weiß ja, dass es der letzte Nachtschatten ist und er nie wieder einen jagen wird – großartig. Auch die Nebenfiguren bekommen zum großen Teil ihre Momente im Rampenlicht (nicht immer ein positives Rampenlicht) und optisch ist der Film einfach großartig.

Die Action ist gut in den Film eingestreut, macht Laune und ist nie zu lange um langweilig zu werden (wie im zweiten Teil), sondern fühlt sich immer frisch an und macht auch immer mächtig Spaß. Und dann – nach dem Schlusskampf da hatte ich nicht nur ein Mal, sondern gleich zwei Mal wirklich Tränen der Rührung in den Augen. Ui – das war herrlich. Nach dem aus meiner Sicht eher actionorientierten Teil sowas nachzuliefern – großartig.

Dean Deblois, der auch hier wieder die Regie über hatte und auch das Drehbuch geschrieben hat, hat ganze Arbeit geleistet und die gesamte Emotion, die man sich bei so einem Ende erwartet auch wirklich untergebracht. Und da funktioniert deshalb, weil man sich Zeit für die Figuren und die zwischenmenschlichen Momente nimmt. Und das auch nicht mit Worten von Cressida Crowells erstem Buch und den Worten von Hiccuk einzuleiten („als ich jung war, hatten wir Drachen …“) – super. Ganz, ganz großes Kino.

„Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, einen grandiosen, emotionalen Aschied darstellende, Punkte.

The post Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt aka How To Train Your Dragon 3: The Hidden World (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/04/11/drachenzaehmen-leicht-gemacht-3-die-geheime-welt-aka-how-to-train-your-dragon-3-the-hidden-world-filmkritik/feed/ 0
Persona 5 Tactica (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/#respond Sat, 03 Jan 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38381 Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich … Weiterlesen

The post Persona 5 Tactica (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich im Meta-Verse. Aber in einer Gegend, die sie nicht kennen und sie wissen auch nicht, wie sie dorthin gekommen sind.

Was aber gleich klar ist: Die Herrscherin dieser Welt – Marie – hat es in sich, denn bereits beim ersten Treffen werden ein Großteil der Phantom-Diebe einer Gehirnwäsche unterzogen und nur durch Glück und die Intervention einer Dame names Erina können Joker und Morgana entkommen.

Und dann geht es darum ihre Freunde zu befreien, rauszufinden was hier los ist, wie man hierher kam und wie man wieder nach Hause kommt …

Wie üblich: Ich war skeptisch. Nachdem man „Persona 5“ Jahre später eine verlängerte und verbesserte Version namens „Persona 5 Royal“ hinterhergeschoben hat, die sogar. zwei neue Charaktere einbaute bzw. ausbaute, war es irgendwie zu erwarten dass da noch mehr kommen würde. Und ja, da kam noch mehr. So gab es ein weiteres Spin-Off namens „Dancing in Starlight“ (ja, ein Tanzspiel) und einen richtigen Nachfolger innerhalb des „5er“-Universums, der die Rundenkämpfe mit Actionkämpfen ausgetauscht hat und auch die Story weitergeführt hat – „Persona 5 Strikers„.

Die Sache war für mich erledigt. Die Phantomdiebe hatten – meiner Ansicht nach – ausgedient.

Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich gelesen und entdeckt habe, dass es einen weiteren „Persona 5“-Ableger geben sollte. Und dieses Teil sollte noch dazu ein Taktik-Spiel werden und eine leichten Kawaii-Look (große Köpfe, kleine Körper, einfach niedlich). Ach – das konnte doch nix werden.

Doch tatsächlich fand ich „Tactica“ doch ziemlich unterhaltsam. Es braucht eine Weile bis es in Fahrt kommt, dann aber macht es richtig Laune. Es ist nämlich so: Ihr habt pro Kampf drei Figuren im Spiel. Die haben alle Fernwaffen und ihre Persona-Fähigkeiten. Jeder Person kann in einem bestimmte Radius ziehen und Fähigkeiten oder Waffen einsetzen.

Der Trick dabei ist – solange man keinen Angriff ausführt kann man auf dem Spielfeld hundertmal herumlaufen und zwischen den Figuren wechseln – jedoch immer nur in der begrenzten Reichweite. Was später, wenn dann Lifte, Schalter und andere Dinge ins Spiel kommen, noch wichtig wird.

Außerdem können eure Figuren (also auch die Gegner) in Deckung gehen – dazu reicht es, einfach neben einer Mauer oder so zu stehen. Da nehmen sie auch weniger Schaden und man kann sie nicht KO-Schlagen. Stehen sie aber frei, dann kann man sie niederschlagen und man darf einen zweiten Zug machen. Diese Fähigkeit wird später essentiell um zu gewinnen. Dazu kommt der Triple-Threat: Ein Dreieck zwischen euren drei Spielfiguren und ein paar weitere Vorgaben, dann werden auf Knopfdruck von eurem Team alle in dem Dreieck quasi umgepustet. Special-Attake, sozusagen.

Die regulären Missionen sind im Regelfall eher einfach – bis später halt, wo sie dann doch herausfordender werden. Die wirklich heftigen Aufgaben – aber auch die Orte, wo ihr die ganzen Taktiken und wie ihr diese nutzen könnt so richtig lernt – sind Nebenquests. Das sind richtige Puzzle in denen ihr meistens in einem einzigen(!) Zug eine Reihe von Gegner ausschalten müsst – oder eben andere Herausforderungen bei denen ihr beweisen müsst, dass ihr die Fähigkeiten verstanden habt.

Dann zur Story: Die braucht auch eine Weile, aber tatsächlich ist die richtig gut und emotional geworden. Das Ende wird dann extrem durchgeknallt und es gibt dann mal eine gute 30-minütige Pause in denen elendig lange erklärt wird, was jetzt passiert ist und wer eigentlich der „Oberboss“ ist. Hätte ich nicht gebraucht, hätte man sicher auch besser lösen können, aber okay. Das Ende selbst ist dann wieder gut gelungen und es gibt sogar eine „Post-Credits-Szene“, die mir wirklich ans Herz ging.

Auch die neuen Figuren Thoshiro und Erina sind perfekt – zum Glück, denn um diese beiden dreht sich die komplette Story. Wer sie sind, warum sie sind wo sie sind, was sie personifizieren und wie sie sich entwicklen. Und wie gesagt: Ja. Hat für mich gut funktioniert.

Alles in allem war ich also wirklich gut unterhalten, die Gefechte waren teilweise anspruchsvoll, aber nicht frustig, die Optik hat mir nach einer Weile gut gefallen, die Zwischensequenzen haben richtiges Zeichentrickfilm-Niveau und die Story hat mich – wenn sie dann mal richtig losging – doch mitgerissen.

„Persona 5 Tactica“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut im Persona 5-Universum funktionierende, Punkte.

The post Persona 5 Tactica (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/feed/ 0
Blue Eye Samurai (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/27/blue-eye-samurai-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/27/blue-eye-samurai-serienkritik/#respond Sat, 27 Dec 2025 05:00:54 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38299 Dieser Samurai ist eine Legende. Und diese Legende bezieht sich auf die Blutspur, welche die Rache von Mizu (Maya Erskine) durch das Land zieht. Tatsächlich ist dieser Samurai ein Mischling, was bedeutet: Die Mutter ist Japanerin, aber der Vater ist … Weiterlesen

The post Blue Eye Samurai (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Dieser Samurai ist eine Legende. Und diese Legende bezieht sich auf die Blutspur, welche die Rache von Mizu (Maya Erskine) durch das Land zieht. Tatsächlich ist dieser Samurai ein Mischling, was bedeutet: Die Mutter ist Japanerin, aber der Vater ist ein Engländer, weshalb auch die Augen blau sind. Das bedeutet, dass immer eine Sonnenbrille im Gesicht klebt, um das zu kaschieren.

Und eigentlich geht es nur um Rache an diesem Vater. Nur – wer ist es? Einer der vier Engländer, die zu dieser Zeit in Japan waren muss es sein. Und nachdem nicht klar ist, wer genau, nun, da muss das Schwert eben sprechen.

Und es stellen sich viele Hürden in den Weg dieser Rache. Und jede einzelne will genommen werden. Und ja, das bedeutet Opfer. Und es bedeutet auch, Dinge zu tun, die vielleicht moralisch nicht ganz auf der netten Seite liegen …

Die Story ist nicht neu und wurde schon ganz oft erzählt. Aber ganz ehrlich – so cool, stylisch und ja, auch emotional mitreissend wie hier hab ich das schon lange nicht mehr erlebt. In der ersten Folge war ich noch eher milde interessiert, weil mir doch alles ein klein wenig zu berechenbar vorkam und ich mir bei vielen Szenen dachte, dass ich die bereits aus anderen Filmen kenne, aber je länger ich drangeblieben bin, desto gefesselter war ich.

Das liegt einerseits an den Hürden und Problemen, denen Mizu sich stellen muss, aber vor allem an den Figuren, die auftauchen. Und natürlich an der absolut klaren Message, dass der Film sich an ein erwachsenes Publikum richtet. Damit meine ich jetzt nicht einmal die vielen, wirklich brutalen Kämpfe – und glaubt mir, da wird sich nichts geschenkt. Körperteile abhaken und Blutfontänen – die gibt es hier im Dutzend billiger und ja, es sieht richtig gut aus.

Die Animationen und die generelle Optik sind absolut großartig und alles sieht in Bewegung noch besser aus als auf den Standbilder – also Hut ab vor der technischen Seite der Produktion – gleiches gilt auch für die Synchrosprecher:innen. Allesamt top.

Aber was ich mit „an ein erwachsenes Publikum richten“ meine, sind zwei Dinge: Einerseits kommt Sex vor und zwar mehrmals und das auf Arten, die etwas über die Figuren aussagen und nicht als bloßer Selbstzweck. Fand ich toll. Eine Szene vor allem: Die spielt in einem Bordell und eine neue Mitarbeiterin soll zeigen, was sie drauf hat – sie will von dem Typen aber nicht angefasst werden. Relativ rasch versteht sie, dass der Typ sehr belesen ist und Reime, Haikus und Gedichte ziemlich erotisch findet – also trägt sie ihm ein erotisches Gedicht vor und der Typ hat einen dermaßen starken Orgasmus, dass er in Ohnmacht fällt. Das war eine absolute Hammerszene, die ich so auch noch nie wo gesehen habe. Da war ich echt ein bisschen sprachlos. Geniale Idee!

Aber viel eher meine ich die Erzählstruktur und die Geschichten der Figuren – allen voran Mizu – und wie diverse Rückblenden in die Gegenwartsgeschichte (die Gegenewart der Haupthandlung meine ich) eingebettet werden. Nach Folge 5 war ich völlig fasziniert. Die Folge ist im Grunde ein einziger langer Kampf in welcher sich allerdings die Loyalitäten von ein paar Figuren ändern und während dem Kampf gibt es immer wieder Rückblenden auf das Leben von Mizu und das war ganz großes, richtig großes Kino. Was da alles passiert ist und wie sich das auf die Hauptfigur ausgewirkt hat – wow, sag ich nur. Da hat die Figur doch tatsächlich richtig Tiefe bekommen.

Leider lässt diese Art der Erzählens dann ein wenig nach und je näher man sich dem Finale nähert, desto Videospiel-ähnlicher werden auch die Handlungsstränge. Zum Beispiel kämpft sich Mizu durch einen Festung von unten nach oben und man kann nicht umhin anzumerken, dass wir hier im Grunde ein Let’s Play sehen wie sich Mizu von Level zu Level zum Bossgegner hochkämpft. Gut gemacht, sieht gut aus, aber trotzdem irgendwie im Vergleich zu den emotionalen Teilen vor Vorfolge(n) eher ein Abstieg.

Außerdem gibt es im Kern drei Handlungsstränge, den neben Mizu gibt es noch zwei weitere Figuren, deren Leben und Werdegang stark von Mizu beeinflusst werden und die zwar auch als Klischee beginnen, aber nach und nach mehr beleuchtet werden und dann auf sich gestellt doch interessant sind. Und in Kombination mit Mizus Geschichte auch wirklich spannend bleiben.

Und dann kommt das Ende. Und selten war ich so enttäuscht von dem, wie eine Serie endet, denn tatsächlich hört sie quasi einfach auf. Ich weiß, dass eine zweite Staffel genehmigt wurde, aber was hier impliziert wird als Cliffhänger für die nächste Staffel – nun, was soll ich sagen. Reizt mich eher wenig. Ich werd’s mir schon ansehen, weil ich ja vielleicht positiv überrascht werde, aber so richtig Lust darauf hab ich nicht bekommen. Gerade weil auch ein paar Storystränge, die sich im Laufe der ersten Staffel entwickeln so gar nicht abgeschlossen werden und ich einfach nicht sehe, wie das mit diesem Cliffhanger gelöst werden kann ohne von der Story her stark abzufallen. Aber schauen wir mal. Kann ja sein, dass die das hinbekommen.

„Blue Eye Samurai“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, leider im Finale bzw. mit dem Ende schwächelnde, aber bis dahin großartig seiende, Punkte.

The post Blue Eye Samurai (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/12/27/blue-eye-samurai-serienkritik/feed/ 0
Haunted Hotel (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/14/haunted-hotel-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/14/haunted-hotel-serienkritik/#respond Tue, 14 Oct 2025 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38109 Katherine (Eliza Coupe) hat ein Hotel geerbt, da ihr Bruder verstorben ist. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Ben (Skylar Gisondo) und Esther (Natalie Palamides) zieht sie ein, stellt aber rasch fest, dass sich hier einiges tut, was so nicht klar … Weiterlesen

The post Haunted Hotel (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Katherine (Eliza Coupe) hat ein Hotel geerbt, da ihr Bruder verstorben ist. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Ben (Skylar Gisondo) und Esther (Natalie Palamides) zieht sie ein, stellt aber rasch fest, dass sich hier einiges tut, was so nicht klar war. Denn das Hotel ist verwunschen. Alle, die in dem Hotel oder in einem gewissen Umkreis davon sterben, bleiben als Geister hier.

Dieses Schicksal hat auch Katherines Bruder Nathan (Will Forte) ereilt, er immer noch als Geist hier ist, sein Dasein eigentlich ganz okay findet und mit Tipps und Tricks bei der Hotelführung mitredet. Wenn auch selten wirklich hilfreich.

Trotz diverser Rückschläge versucht Katherine das Hotel zu führen und auch davon leben zu können. Die Anwesenheit der Geister macht das allerdings schwierig. Dazu kommt noch die Präsenz eines Höllendämons namens Abbadon (Jimmi Simpson), der im Körper eines ewig jungen Kindes gefangen ist und sich der Familie sozusagen angeschlossen hat, wenn auch aus völlig eigenen Motiven heraus.

Alltag? Pft. Wer braucht schon Ruhe und Ordnung?

Netflix kann durchaus gute Serien produzieren, was ich vor allem im Animationsbereich manifestiert (haha, Wortspiel!). Um es gleich vorweg zu sagen: „Haunted Hotel“ erfindet weder das Rad neu, noch sind die Figuren besonders kreativ geworden – trotzdem macht die Sache jedoch Spaß. Das liegt an den flotten Dialogen und den schrägen Möglichkeiten, welche die Geister und die Interaktion mit ebendiesen bieten. Zumindest in den ersten Folgen ist es noch die Überraschung, wie die Familie mit der Situation umgeht, die für gute Laune sorgt – so spielt Töchterlein Esther in der ersten Folge mit einem typischen Slasher-Killer „Mörder“ und „Opfer“. Das war schon witzig anzusehen. Auch die anderen Geister, insofern sie eine Persönlichkeit bekommen haben, sind unterhaltsam und schräg.

Je länger die Serie dauert, desto mehr rücken diese Dinge jedoch in den Hintergrund, einfach weil der Faktor des Neuen wegfällt und man schon ein wenig daran gewöhnt ist, dass jetzt dann wieder etwas Schräges passiert. Da gibt es einen gewissen Gewöhnungseffekt. Die Macher:innen – allen voran der Showrunner Matt Roller, der auch bei Community und Rick und Morty mitgewerkt hat, bemühen sich, diese Tatsache zu entkräften indem sie sich auf die Schicksale der menschlichen Protagonist:innen konzentrieren und eben deren Eigenschaften.

Da gibt es zum Beispiel Ben, der ältere Sohn, der eine Affäre mit einem Geist aus den 1920er Jahren anfängt. Oder Esther, die ihre Freizeit mit Abbadon verbringt und sich selbst schwarze Magie beibringt, was sie oft zur Lösung aber auch zur Ursache diverser Probleme werden lässt. Katherine muss mit dem Hotel, dem finanziellen Kollaps (der allerdings nie irgendwie richtig Thema wird) und ihrem Single-Dasein umgehen. Das führt zum Beispiel in einer Folge dazu, dass sich die Honeymoon-Suite in Katherine verknallt und diese das anfangs durchaus genießt. Und ja, ihr lest richtig: Ein Zimmer verknallt sich in Katherine.

Heimlicher (oder auch nicht ganz so heimlicher) Star der Show ist allerdings Abbadon, der – all seiner magischen Höllenkräfte beraubt – ein Dasein als junger Knirps fristet, allerdings mit dem Wissen von Äonen aus der Hölle und keiner Ahnung, wie die aktuelle Welt funktioniert. Das wird oft wirklich cool genutzt – als Beispiel eine Folge, die er damit verbringt hinter einer Tür zwischen zwei Wänden gefangen zu sein, weil er Türstopper ihn einsperrt. Geniale Szenen und Dialoge. Sein einziger Freund – und ehemals Erzfeind -: Eine Spinne. Großartig.

Vom Zeichenstil und den Animationen her ist alles erste Sahne. Und ja, die Macher:innen sind sich auch nicht zu schade immer wieder Referenzen oder visuelle Witze und Hommagen an Horrorklassiker einzubauen. So steht zum Beispiel Quint (aus „Der weiße Hai“ ) im Wasser im See und angelt. Allerdings nur die obere Hälfte, weil die untere ja der weiße Hai gefressen hat. Und solche Anspielungen gibt es Zuhauf. Ich habe sicher nicht alle mitbekommen. Die, die ich verstanden habe waren allerdings sehr liebevoll eingebaut.

Die letzten Episoden sind dann – wie ich finde – besser als die kurzen, netten, aber unspektakulären Folgen in der Mitte – und gerade die letzte Folge ist ein Hammer. Da haben die Macher:innen wohl erst entdeckt, was für Potential diverser Charaktere eigentlich haben. Auch eine Folge in welcher Esther einen Zombie als Vater-Eratz in die Sprechstunde schickt ist super geworden.

Leider muss ich auch ein Thema ansprechen, welches mir schon stark gegen den Strich geht: Ja, die Serie hat die üblichen Klischees. Katherine ist die Powerfrau, die intelligent ist und an welcher die gesamte Last der Familie und des Hotels hängt. Esther ist die kleine Wunderfee, die quasi alle anderen mit ihrem IQ und ihrem arkanem Wissen in den Schatten stellt. Ben ist der dumme männliche Teenager, der selten mit dem Kopf, sondern mit dem zwischen den Beinen denkt. Und Nathan ist einfach ein Depp, der im Leben nichts auf die Reihe gebracht hat und auch als Geist nicht die beste Figure macht und der sich nutzlos vorkommt. Ihr seht worauf ich hinauswill: Die Männer sind dumm. Die Frauen sind super. Damit muss man leben – oder es ignorieren können. Wen sowas stört: Macht einen Bogen.

In diesem Fall hat es mich nicht gejuckt, weil einfach rundherum viel passiert und die Gag-Dichte hoch ist, als auch die Synchronsprecher (in der englischen OV) einen Hammer-Job machen. Gerade diverse Mini-Szenen und Momente sind großartig. Es gibt zB eine Folge in welcher die Eigenschaften von Ben in Form von „Klonen“ ein Eigenleben entwicklen und eine ist dabei, die nennt sich „Katzen-Ben“, der trägt einen Hoodie mit Katzenohren und macht relativ oft unterwürfige Gesten mit einem leicht sexuellen „Miau“ dazu. Das führt den (Original)-Ben dazu, ihm während einer Flucht die Worte „I don’t understand how you’re a part of me.“ entgegenzuschmeißen.

Das sind so kleine, aber feine Momente, in denen subtilerer, anarchischer Humor durchscheint, der aber nie zum richtigen Ausbruch kommt. „Rick und Morty“ ist das hier nicht. Es ist nicht mal „Community“. Aber es funktioniert, macht Laune und tatsächlich hoffe ich auch eine zweite Staffel. Und wenn wir schon dabei sind: Bringt „Inside Job“ zurück!

„Haunted Hotel“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, sein Potential nicht vollends ausschöpfende, aber sehr unterhaltsame, Punkte.

The post Haunted Hotel (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/10/14/haunted-hotel-serienkritik/feed/ 0
Kung Fu Panda 4 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/09/06/kung-fu-panda-4-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/09/06/kung-fu-panda-4-filmkritik/#respond Sat, 06 Sep 2025 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37885 Po, der Panda, ist der Drachenkrieger und er lebt von seinem Ruhm, gibt Autogramme und genießt sein Dasein tatsächlich. Aber ein Schatten erhebt sich – sein ehemaliger Erzfeind Tai Lung ist zurück. Zumindest hat es diesen Anschein, denn in Wahrheit … Weiterlesen

The post Kung Fu Panda 4 (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Po, der Panda, ist der Drachenkrieger und er lebt von seinem Ruhm, gibt Autogramme und genießt sein Dasein tatsächlich. Aber ein Schatten erhebt sich – sein ehemaliger Erzfeind Tai Lung ist zurück. Zumindest hat es diesen Anschein, denn in Wahrheit steckt eine andere, gefährlichere Bedrohung dahinter: Das Chameleon.

Davon abgeseshen gibt ihm Meister Shifu einen besonderen Auftrag: Er, der jetzt ein Meister ist, soll sich umsehen, denn es ist Zeit seinen Nachfolger auszuwählen. Aber Po will nicht. Dazu genießt er seine Rolle zu sehr. Und auch eine Konfrontation mit dem Chameleon ist nicht ganz oben auf seiner To-Do-Liste.

Als er die gewitzte Füchsin Zhen kennenlernt könnt sich da allerdings ändern. Denn die Diebin hat eine Verbindung zum Chameleon und kann Po den Weg weisen. Aber kann er ihr vertrauen?

Die Reihe vom dicken Panda, der ja ein Kung-Fu-Krieger wird, hatte von Anfang an ein wenig ein Problem mit den Nachfolgern. Denn so ungewöhnlich die Rolle des Pandas im ersten Film war – an dessen Ende war er der Drachenkrieger. Die Story des Underdogs war zu Ende erzählt. Man hat dann noch zwei weitere Filme aus der Figur rausgequetscht und ich fand diese durchaus unterhaltsam und von den Ideen her auch ganz okay, aber das „Besondere“ an der Figur war weg. Po war, nun, er war Jack Black. Punkt.

Der vierte Teil der Reihe, der ja doch ein paar Jahre seit dem dritten Teil ins Land hat ziehen lassen, nimmt sich dieses Problems scheinbar an indem es Po vor die Herausforderung stellt eine:n Nachfolger:in zu suchen. Und das mag er nicht. Fast so wie die Macher:innen von Dreamworks scheinbar ein Problem damit haben, den guten Panda in Ruhe zu lassen.

Nun also ein neuer Versuch. Der macht zwar ein paar Sachen anders als die Vorgänger, aber er ist deshalb nicht per se besser geworden.

Zum einen nehmen die Mitstreiter von Po keinen Platz mehr im Film ein. Die kommen vor, aber so völlig am Rande, dass man sie auch hätte weglassen können. Zum anderen ist der Film gegen Ende wirklich (für Kinder) furchteinflößend, wenn das Chameleon (Vorsicht: Kleiner Spoiler) alle vorigen Gegner von Po absorbiert hat und mutiert. Das ist gruselig. Für Kinder, wie gesagt. Fiel mir vielleicht in den ersten Filmen nicht so auf, weil ich die ohne Kinder gesehen habe, aber hier – hm. Nun, die sind schon ein wenig ängstlich zurückgezuckt.

Wie dem auch sei: Was der Film gut macht ist die Einführung der neuen Figur Zhen, denn die Füchsin ist wirklich klasse. Die macht Laune, Spaß und man sieht sie die gesamte Zeit über gern. Wie die Sache ausgeht und ob sie wirklich eine Freundin von Po ist oder ob es sich um die klassische „Ich betrüge dich, um dich dann doch zu retten“-Story handelt, nun, darüber muss ich wohl kein Wort verlieren, oder? Eben.

Dabei gibt es ein paar wirklich coole Szenen zu sehen, die ich so nicht kommen gesehen hatte. Zum Beispiel streiten Zhen und Po und kämpfen gegeneinander. Aber dann endet der Kampf, weil Zhen merkt, dass sie Po nich stoppen kann. Was macht sie also? Sie umarmt ihn und bittet ihn, das was er vorhat zu unterlassen. Und Zhen und Po sind da so gut animiert, dass ich wirklich ein kleines Tränchen verdrücken musste.

Auch gibt es ein paar tolle Ansprachen, die aber zu 100% nur Erwachsene witzig finden werden. Wenn Zhen etwa einer Räbuerbande erklärt, dass sie das richtige tun sollen, diese ihre Worte völlig missverstehen und Zhen schließlich den Schlachtruf ändert in „Dann lasst uns gehen und das Richtige aus den falschen Gründen tun!“. Das war super. Aber halt wohl nur für Erwachsene.

Naja, wie dem auch sei – optisch ist der Film top. Die Animationen, das Design, die Grafik – alles sieht wirklich richtig gut aus. Da kann man und darf man nicht meckern. Auch ist der Film per se nie langweilig, wenn auch klar sehr berechenbar. Auch gibt es einen Nebenplot was die Väter von Po betrifft, der zwar nett ist und dessen Sinn man erkennt, aber der leider irgendwie nicht so richtig zieht. Alledings finde ich Pos Gänsevater immer wieder cool, wenn er Menschen, die sich quasi entschuldigen völlig emotionslos auflaufen lässt. So sinngemäß: „Es tut mir so leid, ich habe Mist gebaut.“ Antwort: „Ja, du hast so richtig Mist gebaut.“ … und da kommt da nichts mehr. Wo andere in anderen Filmen Sachen sagen würden wie „Aber du hast dich bemüht“ oder „aber das macht nichts, ich verzeihe dir“, da lässt er die Feststellung einfach im Raum stehen. Fand ich großartig.

In der deutschen Synchro funktionieren ein paar der Witze nicht, weil die Betonung nicht zusammenstimmt und das Pointen-Timing meiner Ansicht nach nicht ganz passt (ist in der englischen Synchro anders), aber alles in allem – ja, der Film war lustig, actionreich und hat mich (und die Kinder) gut unterhalten. Für einen fünften Teil muss man sich dann aber schon ein wenig mehr einfallen lassen.

„Kung Fu Panda 4“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, durch Zhen einen Mehrwert besitzende, Punkte.

The post Kung Fu Panda 4 (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/09/06/kung-fu-panda-4-filmkritik/feed/ 0