Um ihn wiederzufinden, heuern sie einen Mann namens Jack O’Malley (Chris Evans) an, was wiederum Callum weniger zusagt, immerhin ist er doch auf der Naughty List ein prominentes Gesicht. Die beiden müssen sich jedoch zusammenraufen, denn sonst muss sich die gesamte Menschheit wohl mit dem Gedanken abfinden, dass dieses Jahr, Weihnachten ausfallen könnte.
Regisseur Jake Kasdan ist durch seine beiden Jumanji-Filme ein Profi darin, sowohl Dwayne Johnson als auch zahlreiche animierte Fantasy-Figuren, möglichst gut auf der Leinwand aussehen zu lassen. Nach einem kurzen Ausflug im Kino, ist dieser von Amazon mit produzierter Weihnachts-Action Film, nun auf Prime zu bewundern. Zahlreiche Kritiker haben an dem Film ja kein gutes Haar gelassen und dazu will ich kurz zwei Dinge loswerden (was ich auch vor kurzem mit meinem Kollegen Fireagent besprochen habe).
Eine positive Kritik ist schnell gelesen und schnell wieder vergessen. Eine negative Kritik, wo man sich über sämtliche auch kleineren Fehler aufregt, das bringt vor allem auf YouTube die Clicks. Ich persönlich schreibe lieber positive Reviews, bei negativen ist das eher Therapie, so verarbeitet man das schlechte Schauerlebnis. Mein zweiter Punkt ist, dass es sich hier um einen Weihnachtsfilm handelt und ja, wer die zahlreichen romantischen Filme dieser Zeit kennt (Holiday Christmas Movie) der weiß, dass hier ein ganz eigener Kitsch-Filter über die Sache darüber gelegt wird.
Was ich eigentlich sagen will: Red One ist ein Spektakel vor allem für die Jüngeren, doch ich hatte auch mehr Spaß, als ich erwartet hätte. Die aufgebaute Lore, ist mit viel Liebe zum Detail versehen. Teleportation von einem zum nächsten Spielzeugladen, Matchbox Autos, Roboter Spielfiguren oder ein Huhn-Anhänger, die mittels eines Strahles zu „normaler“ Größe heranwachsen bzw. lebendig werden, böse Schneemänner, die zerfallen, wenn sie ihre Karotten-Nasen verlieren, der verstoßene Bruder Krampus und seine Gefolgschaft um nur ein paar zu nennen.
Dann wären da die Darsteller. J.K. Simmons (The Union) strahlt genau die Wärme aus, die ein muskulöser und athletischer Weihnachtsmann wie er haben sollte. Chris Evans (Ghosted) mag man ab seiner Einführungssequenz, einfach ein egoistisches Schlitzohr, dessen Entwicklung von Anfang an völlig klar ist. Kiernan Shipka (Totally Killer) hat sichtlich Spaß daran, ihre unterkühlte, selbstgerechte Schurkin zum Leben zu erwecken und auch Dwayne Johnson (Black Adam) selbst finde ich hier wieder sympathischer und witziger, als in seinen letzten Projekten.
Natürlich ist die Figurenzeichnung oberflächlich und man weiß genau, wo die Hauptfiguren am Ende landen werden. Auch bei den Effekten sind nicht alle astrein geworden, denn was Hollywood neben digitaler Verjüngung so überhaupt nicht hinbekommt, das ist menschliche Figuren öfters abwechselnd zu schrumpfen und wieder wachsen zu lassen. Als Idee in einem Kampf lustig und effektiv, sieht aber einfach unecht aus und ist hier klar der schlechteste Effekt in einem Film, der das sonst recht gut hinbekommen hat.
Gewinnen kann die Sache dann wieder durch die gänzlich ernste Herangehensweise an den Nordpol, Weihnachten und die damit verbundenen Dynamiken, die mystischen Wesen und ihre Geschichte und die Organisation, die bei Fabelwesen für Recht und Ordnung sorgt. Also kein auf eine Fortsetzung ausgelegter Film, aber durchaus mit genug (zugegeben schräg zusammengewürfelten) Hintergrund versehen, dass es fast schade wäre, in diese Welt nur einmalig einzutauchen.
In Summe also sicherlich kein Weihnachtsklassiker der Zukunft, aber ein nettes Spektakel das sich nie so hohl anfühlt, als würde man sich einen seelenlosen Blockbuster ansehen. Ein Spaß für die ganze Familie, gut zum Abschalten während den Feiertagen, denn weder muss man mitdenken, noch wird der Speicher im eigenen Gedächtnis, in irgendeiner Form beansprucht. In diesem Sinne: schöne Feiertage und nie vergessen, man sollte auch als Erwachsener immer wieder mal Kind sein dürfen.
„Red One“ bekommt von mir 6,5/10 nur mit Geduld bleibende Veränderung erzeugen könnende Empfehlungspunkte.
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Ich kenne Matt Walsh nicht. Nie von ihm gehört, aber der Titel dieser „Dokumentation“ hat mich neugierig gemacht, weil das eine Frage ist, die ich mir in meinem Alltag auch immer wieder mal gestellt habe. Gerade in Zeiten wie diesen in denen es eine Anzahl an Geschlechtern gibt oder zu geben scheint, die ich nicht mal im Ansatz nachvollziehen geschweige denn aufzählen kann, dachte ich mir: „Hm. Gute Frage. Guck ich mir mal an.“
Und was soll ich sagen? Unterhaltsam. Auf jeden Fall unterhaltsam, wenn auch nicht immer aus den vielleicht beabsichtigen Gründen. Jedenfalls hat sich Matt Walsh, der hier als Erzähler und auch Interviewer auftritt, auf den Weg gemacht und hat viele Interviews geführt. Man mag von ihm oder seinen Fragen halten was man will und man darf natürlich nicht vergessen, dass man im Filmschnitt ganz viel auf seine eigene Ansicht hin schneiden kann, aber seine Gegenüber sind hier diejenigen, die sich hoffentlich in Grund und Boden schämen – zum Großteil zumindest.
Warum? Nun, er stellt meist die Frage, was denn nun eine Frau sei, wie man Frau definiert und ob es so etwas wie eine objektive Wahrheit dieser Definition gibt. Und seine Gegenüber – großteils natürlich aus dem linken Spektrum, Transgender, Forscher:innen, Pädagog:innen, Frauenrechtler:innen, usw – haben tatsächlich keine Antwort für ihn. Nicht wirklich. Hin und wieder werden sogar Interviews abgebrochen oder ihm wird vorgeworfen unhöflich, voreingenommen oder sogar übergriffig zu sein.
Und das ist dann meist richtig peinlich – für sein Gegenüber. Ich bin mir sicher, man wird viele Menschen von seinen Ideen überzeugen, wenn man Interviews abbricht, weil man keine Antwort auf scheinbar klare objektive Fragen hat. Es ist schon interessant zu sehen, wie eine einfache Frage á la „Was ist eine Frau?“ an ausweichenden, schwammigen Antworten liefern kann.
Die wohl häufigste Frage ist: „Dass müssen Sie eine Frau fragen.“ Aha. Kann ich das als Mann nicht einschätzen? Das führt zu teilweise wirklich witzigen (und erneut: peinlichen) Momenten, da irgendein Palaver folgt von wegen „Wer sich als Frau identifiziert ist eine Frau“ – was folgende Antwort hervorbringt: „Schön, eine Frau ist eine Frau, wenn sie sich als Frau fühlt, aber … was ist das: Was ist eine Frau? Wie muss man/frau sich fühlen, wenn man sich als Frau fühlt?“ Das Gegenüber: Panik im Gesicht. „Das kann ich nicht genau sagen, weil ich keine Frau bin.“ Walsh runzelt die Stirn. „Was?“ Sein Gegenüber gewinnt an Boden unter den Füssen: „Nun, ich maße mir nicht an, entscheiden zu können, eine objektive für alle gültige Wahrheit zu definieren.“ Walsh runzelt erneut die Stirn. „Kennen Sie Katzen?“ – Gegenüber, überrascht: „Ja. Natürlich.“ Walsh: „Können Sie mir objektiv schildern, was eine Katze ist?“ Gegenüber starrt ihn an. Kurze Pause. Dann „Dieses Interview ist zu Ende.“
Das ist so erbärmlich. Und das passiert immer wieder. Vier Frauen bei einem Protest für Frauenrechte können nicht sagen, was eine Frau sein soll. Niemand traut sich festlegen, alle scheinen Angst zu haben, sich auf die Biologie zu berufen – es ist ein peinlich anzusehender Eiertanz. Ehrlich. Es wäre zum Weinen, wenn es nicht zum Lachen wäre.
Tatsächlich gibt Walsh irgendwann auf und schreibt ein Kinderbuch (Eigenwerbung, irgendwer?). Und am Ende sitzt er vor Jordan B. Peterson (der oft als „rechts“ beschrieben wird, ich habe ein wenig was von ihm gelesen und ich finde die Sachen, die ich von ihm gelesen habe tatsächlich als sehr reflektiert und weder links noch rechts, sondern irgendwo gut in der Mitte mit meiner Ansicht nach sehr guten, wenn auch provokanten Fragen, die er stellt) und stellt ihm diese Fragen. Und zumindest in diesem Film kommt er finde ich sehr gut weg, weil er einer der wenigen ist, die einen klaren Standpunkt haben und diesen auch vertritt. Und seine Antwort auf die Frage „Was eine Frau ist?“ … ich musste grinsen: „Gehen Sie nach Hause, heiraten Sie eine und finden Sie es raus.“ (Walsh ist verheiratet und hat vier Kinder, nur zur Info).
Was aber auch in dem Film vorkommt und das muss ich ihm vorwerfen: In einem Interview erzählt eine Frau, dass sie von einer Schule weiß, in welcher sich Schüler:innen als Katzen identifizieren und die Lehrer:innen deshalb Katzenklos in die Klassenzimmer stellen müssen. Was nicht stimmt. Was nie gestimmt hat. Und niemals stimmen wird. Aber auch sowas bleibt unwidersprochen stehen in dieser „Dokumentation“. Also sind auch einige andere Dinge mit Vorsicht zu genießen.
Wie dem auch sei: Was für mich hängen geblieben ist: Vielleicht lese ich mal wieder ein Buch von Peterson. Vielleicht wäre es an der Zeit für die weltoffene Linke sich nach objektiven oder zumindest klaren Antworten umzusehen und zu diesen zu stehen anstatt immer alles als „relativ“ oder „du bist, was du denkst zu sein“ hinzustellen. Und „die Rechten/Konservativen“ schaffen es nicht mal in einer Doku wie dieser keine Falschinfo zu verbreiten.
Am Ende gewinnt niemand, aber die Reise war unterhaltsam. Und tja, was soll ich sagen? Wie Matt Walsh scheinbar in seinem Buch schreibt: „Glaubt nicht jeden Mist, den euch die Internet-Crowd erzählt.“ Ganz egal, ob es von links, rechts, oben oder unten kommt.
„What Is A Woman?“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, die Fakten vielleicht nach Ansicht überprüfen sollende, aber immerhin unterhaltsame Punkte.
The post What Is A Woman? (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>Als John einen anonymen Tip aus Taipei bekommt, geht er ohne dem Wissen seiner Chefin, dieser Spur nach. Dort angekommen trifft er unerwartet seine frühere große Liebe Joey (Lun-Mei Gwei), die mittlerweile mit Kwang verheiratet ist und die Hilfe von John benötigt, um vor ihm flüchten zu können.
Im Jahr 2013 drehte Luc Besson (Anna) seinen Film Lucy in Taiwan. Er war damals von der Gegend/Landschaft begeistert und wollte irgendwann wieder an diesen Ort für ein Projekt zurückkehren. Im Jahr 2022 schließlich trat Regisseur George Huang an ihn mit einer Filmidee heran, wobei die Handlung ursprünglich in Hongkong spielen sollte, nach Problemen mit der Location Besson selbst dann aber vorgeschlagen hat, die Story nach Taipei zu verlagern.
Mittlerweile weiß man ja mindestens als Fan von Action, was man von einem Genre-Film, bei dem Besson als Drehbuchautor und Produzent fungiert (mit leichten Variationen) ziemlich genau, was man präsentiert bekommen wird. Die Formel geht dabei nicht immer gleich gut auf, doch dieses Wochenende in Taipei ist irgendwie witziger, als ich es erwartet hätte. Nicht falsch verstehen, oberflächlich, im Grunde belanglos und nicht neu, aber unterhaltsam und niemals zum Ärgern.
Gleich die Einführung vom männlichen Hauptcharakter John, ist im Prinzip das Kampf-Highlight des Filmes. Gut, jetzt kann man sagen das Level wird nicht gehalten, aber der „Küchenkampf“ ist einfach schnell und hart und dabei gleichzeitig goofy und wirkt nicht choreographiert, was besonders stark ist, weil ja Luke Evans kein Martial Arts Können außerhalb seiner Rollen besitzt. Die Ebene mit den schnellen Autos erinnert dafür deutlich an Fast and Furious, dabei vor allem an Tokio Drift (Evans war bei dem Franchise übrigens bei Teil 6 der Bösewicht).
Gefühle zwischen Mann und Frau und familiäre Verhältnisse werden zwischen Schießereien und seichten Wortgefechten geklärt und dennoch spürt man durchaus die Funken bei der Lovestory und glaubt den Beteiligten, dass sie alles geben würden, für ihre Liebsten. Der Bösewicht selbst hat auch eine tragische Ebene, aber mittlerweile sollte wohl jeder Mensch wissen, dass man Liebe und gegenseitige Anziehung, nicht kaufen kann.
Luke Evans (Professor Marsten and the Wonder Woman) als John wirkt erfahren, selbstsicher und agiert mit einer gewissen Selbstironie, was ihn echt und nie unantastbar überlegen erscheinen lässt. Lun-Mei Gwei (Der See der wilden Gänse) als Joey zeigt Charisma und tiefe Emotionen hinter der kühlen Fassade. Sung Kang (Code 8) als Kwang schließlich, hätte gerne alles unter Kontrolle, seine Welt fällt jedoch langsam auseinander, genau wie seine coole Fassade.
Rein vom Produktionslevel, muss sich diese französisch-taiwanesische Koproduktion wirklich nicht vor amerikanischen Vergleichen verstecken, aber auch das sind wir Zuschauer von Besson ja längst gewohnt. Cool, witzig, übertrieben bis peinlich, ist euer Gehirn im richtigen Modus, dann ist die Sache hier extrem kurzweilig geraten und zur einmaligen Sichtung als Snack für Zwischendurch, daher durchaus zu genießen.
„Weekend in Taipei“ bekommt von mir 6,5/10 zu oft zu viel Gas gebende und dabei ja nicht nachdenkende Empfehlungspunkte.
The post Weekend in Taipei (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>Also macht sie sich auf den Weg, sammelt ein paar Gefährten auf – zum Beispiel den Templer Cairn – und kommt der Zaubererin auf die Spur. Aber innerhalb der Gruppe gibt es Spannungen, denn ihre Gruppenmitglieder sind selbst hinter Tallis Zielperson her – und alle aus ganz eigenen Gründen …
„Redemption“ ist eine Web-Serie, die von Felicia Day produziert wurde und in welcher sie auch die Hauptrolle spielt. Die Serie wurde 2011 veröffentlicht im Zuge der Veröffentlichung von „Dragon Age II„. Es gab eine Erweiterung mit dem Titel „Mark Of The Assassin“, welche eine Figur namens Tallis einführte, die von Felicia Day vertont wurde und eigentlich einen ziemlich coolen Auftrag im Spiel hatte. War fein.
Und diese „Tallis“ hat dann tatsächlich eine eigene, kleine Serie bekommen, entwickelt und produziert von eben Felicia Day – damals bekannt durch die Webserie „The Guild“ und die gute Dame war eine Zeit lange sozusagen auch DER feuchte Traum aller Nerds. Eine Frau, die ein Nerd ist? Und hübsch ist? Und Humor hat? Ui, da sind Fanboy (und -girl)-Träume ja quasi vorprogrammiert gewesen.
Day hat davor schon einige Sachen gemacht, primär Auftritte in Serien – so war sie zum Beispiel bei „Buffy“ für ein paar Folgen dabei und später dann bei „Supernatural“ oder bei „Eureka“ und ziemlich viel Synchronsprecherinnen-Arbeit für Videospiele und Zeichentrickserien. Aktuell ist sie bei „The Legend Of Vox Machina“ dabei und – ja, ich meine das ernst – „Monster High“.
Wie dem auch sei: Ihre Glanztage liegen eher hinter ihr und ich weiß nicht, wie viele Nerds der jüngeren Generation sich noch an ihren Namen erinnern (gleiches gilt für Summer Glau), aber sei dem wie es sei: 2011 war sie in ihrer „Blütezeit“. Ich weiß auch nicht, ob Bioware an sie herangetreten ist oder ob sie an Bioware herangetreten ist – jedenfalls kam es zu diesem witzigen Crossover. Wobei – wenn man ehrlich ist – die Story im DLC (also der Zusatzstory zum Spiel) sicher besser war als die der Web-Serie.
Man merkt halt doch, dass es was anderes ist eine Serie zu schreiben die Personen und Charaktere persifliert („The Guild“) oder ob man eine ernste Story gut erzählen will. Nur weil man A kann, heißt es nicht, dass man B auch kann. Und ja, „Redemption“ erzählt eine in sich geschlossene Geschichte, die auch halbwegs zusammenpasst und man erfährt auch das eine oder andere über die Welt in der die Story spielt, aber in Summe ist es halt weder Fisch noch Fleisch. Weder geht man bei den Persönlichkeiten besonders tief, noch wird die Welt irgendwie auf neue Art präsentiert. Das die Optik der Kostüme und der Effekte aussieht als hätten sich Cosplayer der Sache angenommen liegt in der Natur der Sache und was die Kostüme betrifft: Nun, ich glaube, die sind tastsächlich von Cosplayern gemacht worden.
Alles in allem für Fans sicher eine coole Sache, die jedoch trotzdem – man kann es nicht anders nennen – nicht besonders gut gealtert ist. Wer alles von Dragon Age wissen und/oder haben will: Ja, die Serie gibt es (gab es) auch auf DVD, aber wirklich kennen muss man sie nicht. Damals war das eine coole Sache, weil die Kooperation an sich cool war und – Hand aufs Herz – Felicia Day einfach cool war/ist. Vielleicht hatte man auch vor, die Figur von Tallis mehr oder besser einzubauen, aber soweit mir bekannt ist, hat sich ihre Rolle in der größeren Geschichte von Dragon Age eigentlich nicht wirklich vertieft bzw. keinen wirklichen Eindruck hinterlassen (anders beim „Legacy“-DLC, dessen Widersacher ja der große Bösewicht in „Dragon Age: Inquisiton“ wurde).
Warum ich jetzt eine Kritik zu so einer alten, quasi unbekannten, Serie schreibe? Weil ich gerade „Dragon Age: The Veilguard“ spiele und bald eine Kritik dazu kommt. Da wollte ich unsere Leser:innen nur kurz daran erinnern, dass ich tatsächlich eine Ahnung vom „Dragon Age“-Universum habe und durchaus auch Dinge kenne, die nicht alle Durchschnittsfans kennen. Also präventiv quasi klarstellen, dass ich weiß, wovon ich rede, wenn ich von „Dragon Age“ rede.
Und außerdem war es ein guter Grund sich mal wieder ein paar Stunden Felicia Day in ihren Elfenkostüm anzugucken. Tja, was soll ich sagen? Irgendwie bleibt man ja trotzdem nach all den Jahren noch immer ein bisschen in sie verknallt.
„Dragon Age: Redemption“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, für Fans von Felicia Day nochmals 1,5 Punkte draufschlagen könnende, Punkte.
The post Dragon Age: Redemption (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>Ein wichtiger Kommandant des Imperiums weigert sich, auf Unschulige zu schießen. Sogar im Gegenteil: Er beschützt sie und desertiert. Jahre später trifft seine ehemalige Schülerin, die zu ihm aufgesehen hat, ihn wieder. Er ist mittlerweile ein ranghoher Captain der Rebellion mit eigenem Geschwader und einem Plan für eine Superwaffe. Sie ist Captain an Bord eines Sternzerstörers, damit beauftragt, die Superwaffe zu finden und zu zerstören.
Und wenn möglich Rache zu nehmen für den Verrat vor all den Jahren …
Gleich mal vorweg: Man weiß schon wie die Sache endet noch bevor die Story richtig in Fahrt kommt, immerhin haben wir nie in irgendwelchen anderen Filmen und/oder Serien von der Superwaffe gehört, also – keine Spoiler hier. Gut, dann ist das mal aus dem Weg soweit.
Wobei – „Story“. Ja, doch, Story. Da wäre was da. Da wäre Potential vorhanden, denn jedes Geschwader besteht aus mehreren Piloten und -innen, die alle ihre eigenen Standpunkte und Geschichten haben und mit denen man sich zwischen den Missionen unterhalten kann um mehr über sie und ihre Beweggründe zu erfahren.
Da man zwei Charaktere spielt – eine:r davon auf Seiten Imperium, der/die andere auf Seiten der Rebellion – wäre das auch – wieder einmal (looking at you: „Battlefront 2„) die Chance die Sicht des Imperiums einzubringen und die Sache mal von ihrer Seite zu erzählen. Und zwar keine weichgekochte, eigentlich sind sie alle missverstandene, liebe Leute, sondern die heftige, reale „Wir lieben die Macht“-Imperium-Story der Figuren. Ansätze sind da, aber eben nur Ansätze.
Das Ganze ist aber so schlecht rübergebracht, dass es quasi keine Rolle spielt. Wenn Zwischensequenzen sind, dann sehen die super aus, aber die ganze Geschichte wird im Grunde in Dialogen erzählt während ihr im Hangar oder im Besprechungsraum steht. Und mit Dialogen meine ich: Ihr steht einer Figur gegenüber, die euch mit minimale Bewegung und Körperhaltung lange Zeit ganz viel erzählt. Während eure Spielfiguren zu 100% Schweigen. Ist in etwa so spannend wie sich das liest. Also wenig mitreissend.
Das Gameplay selbst macht Spaß und ich kann mir gut vorstellen, dass das im Multiplayer gut kracht und es macht auch im Single-Player Spaß. Die Steuerung ist einfach und weniger Simulation als Aracade-Shooter und es funktioniert gut. Man kann eine ganze Menge an bekannten Raumschiffen fliegen und ja, die unterscheiden sich tatsächlich in der Handhabung.
Während die Tie-Bomber langsamer sind, dafür mit schweren Torpedos aufwarten, so sind zB die X-Wings schnell und wendig. Das fühlt sich tatsächlich verschieden an und hat in den Missionen natürlich je nach Aufgabe auch Sinn. Ob ich jetzt wendige Flüchtlingsschiffe beschützen und Tie-Fighter abknallen oder ein fixes Minenfeld räumen oder einen Convoy an Frigatten aufhalten muss … je nachdem bieten sich verschiedene Raumschiffe auf beiden Seiten an und – völlig egal, was eure Lieblings-Star-Wars-Schiff ist: Es ist mit Sicherheit dabei.
Wie dem auch sei: Als Single-Player-Spiel ist es bestenfalls in Ordnung. Was man aber sagen kann: Die Grafik ist grandios. Es wird auch niemals alt über einen Sternzertörer zu fetzen und die Geschütze eines nach dem anderen in die Luft zu jagen, umzudrehen, den Schildgenerator zu zerstören und dann das Ding in die Luft zu jagen. Auch in Raumschiffe hineinfliegen kommt natürlich vor. Ja, es macht Spaß. Die Story ist zwar Nebensache, aber … wenn man so drüber nachdenkt … was man da alles daraus hätte machen können … schade. Wieder einmal.
„Star Wars: Squadrons“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, im Raumschiff die Gegner wegputzende, Punkte.
The post Star Wars: Squadrons (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>Basim ist ein Straßenkind, er lebt mit anderen Waisen zusammen, ist mehr oder weniger der „Große“ unter ihnen und gemeinsam mit seiner getreuen Freundin Nehal, kümmert er sich um die Truppe. Aber Basim will mehr. Er will zu den „Hidden Ones“ gehören, eine Organisation, die im Schatten lebt und dem Lichte dient. Im Zuge einer Mission passiert dann ein großes Unglück und Basim muss fliehen, entkommt nur knapp mit dem Leben.
Die „Hidden Ones“ lesen ihn auf, peppeln ihn auf und unterrichten ihn als einen der Ihren. Jahre später kehrt er nach Baghdad zurück, um herauszufinden, warum der „Orden der Ältesten“ sich hier niedergelassen hat und muss feststellen, dass alles mit einem alten Artefakt zu tun hat, dass er damals – bevor die Katastrophe begann – angefasst und aktiviert hat.
Und als wäre das nicht genug, wird er in seinen Träumen von einem Djinni heimgesucht, der bei jedem Attentat immer näher und immer weiter in die Realität überzugreifen scheint …
Die Ausgangslage war gut, die Idee ebenfalls und die Story eigentlich schon vorgeschrieben. „Assassin’s Creed Mirage“ hätte ein astreiner Hit werden können, wenn man einfach nur das gemacht hätte, was man angekündigt hat: Die Vorgeschichte des Charakters Basim, den viele wohl aus dem „Vorgänger“ Valhalla kennen, zu erzählen.
Alle die diesen gespielt haben, wissen ja, was mit Basim passiert, wer er ist und dass Ubisoft ihn als die neue Hauptfigur etabliert haben. Da hat es sich ja mehr oder weniger angeboten, ihm ein eigenes Spinn-Off zu gönnen. Angekündigt bzw. angedacht als DLC für „Valhalla“ hat man sich dann zum Glück entschieden einen eigenen Serieneintrag daraus zu machen.
„Zum Glück“ deshalb, weil bei „Mirage“ wieder viel von dem Ballast, der durch „Origins„, „Odyssey“ und „Valhalla“ angehäuft wurde, über Bord geworfen wurde.
Zum einen besinnt man sich auf eine viel kleinere Map und eine viel persönlichere Geschichte und damit auch auf eine viel, viel kürzere Spielzeit. Tatsächlich habe ich „Mirage“ in knapp 20 Stunden (ein bisschen drüber) durchgespielt und dabei auch viele der Nebenquests erledigt. Kein Vergleich zu den vorigen drei Einträgen der Franchise.
Das bedeutet, in „Mirage“ hat man nur eine große Stadt in welcher man sich austoben kann – nämlich Baghdad. Und die sieht großartig aus, wenn auch farblich ob der Geographie und Zeit in der wir uns befinden vielleicht ein bisschen viel gelb/braun/sandig. Aber da gewöhnt man sich rasch dran und wenn man erst näher hinsieht, dann fällt auch rasch auf, wie viel Liebe in diese Spielwiese geflossen ist. Die Stadt sieht fantastisch aus.
Ja, es gibt ein paar kleinere Gebiete im Umland, aber der Kern des Abenteuers spielt in der Stadt. Dort gibt es mehrere Distrike und jeweils ein Büro der Assassinen und natürlich auch ein paar Mitglieder des „Bösen Ordens“, die man nach und nach eliminieren muss. In welcher Reihenfolge bleibt einem selbst überlassen. In letzter Konsequenz kommt man aber natürlich immer zum gleichen Ziel, denn „Mirage“ ist (wie zu erwarten) völlig linear in seiner Story.
Die Story … nun, dazu kommen wir später.
Was vom Gameplay her nach ein wenig Eingewöhnung wieder ordentlich Spaß macht und funktioniert ist der Parcours. Das Laufen durch die Stadt, das Herumturnen auf Dächern und die Attentate. Es gibt ein paar neue/alte Werkzeuge und drei Skilltrees, die Fähigkeiten freischalten, die durchaus Sinn haben, aber nicht bahnbrechend sind. Werkzeuge wie Blasrohr und Rauchbomben schaltet man auch nach und nach und in gewünschter Reihenfolge frei, aber vieles vom Fortschritt ist tatsächlich mit Story-Momenten verknüpft. Das passt gut, so ist Basmin eigentlich nie überstark und die Herausforderung bleibt die meiste Zeit konstant.
Wer bei dem Wort „Herauforderung“ lachen musste – ja, ich stimme zu. „Assassin’s Creed“ war nie eine schwere Reihe und ist es auch jetzt nicht. Dazu kommt noch ein neue Fähigkeit, die Basim ermöglicht (je nachdem wie stark aufgeladen) bis zu fünf Zielpersonen gleichzeitig ohne Möglichkeit zur Gegenwehr aus dem Weg zu räumen. Das macht manche Stellen schon fast zu einfach, aber hey – wem es zu leicht ist, der oder die verzichtet halt darauf.
Also das Gameplay ist wieder Stealth und Assassine, kein Brawler und Dauerkampfactionsimulator, wie es die Wikinger teilweise waren. Fand ich gut und es hat mir gefallen wieder mal Hinweise auf Personen zu sammeln, sie auszuhorchen, über Dächer zu schleichen und versteckt zuzuschlagen. Vor allem gibt es jetzt bei wichtigen Zielen eine kurze Zusammenfassung über deren Taten und dann „Assassination Boxes“. Das bedeutet, man muss die Zielperson ausschalten und hat im Regelfall mehrere Wege bis zu ihr durchzudringen. Klingt allerdings spannender als es dann ist. Ich meine, wir haben hier keine Spielwiese á la Hitman. Es bleibt „Assassin’s Creed“.
Also hier – läuft alles, funktioniert alles. Bei mir hat die Nostalgie zu früher sicher insofern positiv gewirkt, als dass es ein wenig „nach Hause kommen“ war.
Dann zur Story: Die sollte eigentlich das Kernstück des Spiels sein. Gefühlsmäßig haben Ubisoft das in meiner Welt allerdings verbockt. Dabei ist es meines Erachtens doch tatsächlich relativ simpel gewesen. Die Idee mit dem Djinni und so weiter – das hatte alles Potential. Nur macht man nicht viel daraus. Der Einstieg, wie es zu dem Unglück kommt, was dann passiert und wie Basim bei den Assassinen landet – das ist emotional, rockt und reißt mit.
Und dann wird man gefühlt das halbe Spiel lang von A nach B nach C gejagt, um Personen zu töten, die böse sind und die alle ganz, ganz böse Namen haben, aber eigentlich nie wirklich hängen bleiben, weil sie für das Spiel keine Bedeutung haben, sondern nur ein Weg sind, um die „großen“ Bösewichter ein wenig länger hinter dem Vorhang zu halten.
Denn auch nur diese bekommen Videosequenzen spendiert und auch nur bei diesen taucht der Djinni auf. Und das kann – je nachdem wie ihr spielt und in welcher Reihenfolge – ganz lange dauern. Irgendwann hatte ich sogar vergessen, dass der Djinni Teil der Story war. Bis es dann gegen Ende plötzlich wieder richtig wichtig wird. Und dann wird die Sache aufgelöst und – Puff. Spiel zu Ende. Auch ein Konflikt mit einer wichtigen Person ist meiner Ansicht völlig verschenkt worden. Und die Erkenntis, dass Nehal … nun, ich sage mal so: Wer das nicht nach einem Viertel der Spielzeit kommen gesehen hat, der oder die soll zum symbolischen Augenarzt.
Ich kann es nur wiederholen: Es wäre so einfach gewesen. Und sie haben es vergeigt. Die Videosequenzen, welche die Story erzählen sind richtig cool gemacht. Grafisch toll, super geschnitten und cool gemacht. Aber das was sie erzählen ist halt meistens ziemlich platt und außerdem meistens pseudo-kryptisch. Das führt sogar dazu, dass Menschen die „Valhalla“ nicht gespielt haben, am Ende im Grunde genommen keinen Deut mehr wissen als am Anfang. Wie kann man das denn machen? Da gibt es keine Erklärung? Keine Einführung? Kein „Closure“ für die ganze Sache? Das wird einfach so hingeworfen, abgehakt und fertig damit. Auch Nebenfiguren, die stark eingeführt werden (Ali oder Beshi) werden dann so nebenbei aus der Geschichte geschrieben und jene, die eigentlich so aufgebaut werden, als würde da noch groß was kommen: Nix. Die kommen nur mehr als Erwähnung in einem Dialog vor. Schade. Schade. Schade.
Nein, damit hat sich Ubisoft keinen Gefallen getan. Man erfährt in „Mirage“ (kleiner Spoiler) nicht mal, wer die Person war, die hinter dem Djinni gesteckt ist bzw. um wessen Erinnerungen es sich eigentlich handelt, geschweige denn, warum das wichtig ist. Oder die Tatsache, dass es die ISU (nach Assassin’s Creed Lore) gegeben hat und wer die waren und wie das alles überhaupt sein kann … nichts davon wird wirklich angesprochen. Leute, das hat am Ende von „Assassin’s Creed II“ schon besser funktioniert und das ist … ziemlich alt.
Schade, Ubisoft. „Mirage“ hätte ein richtiges Juwel werden können, aber so … nun, so erkennt man gerade an der Geschichte, die man erzählt und der Tatsache, wie unvollständig sie eigentlich erzählt wird, dass es halt doch „nur“ ein aufgeblasener DLC ist für „Valhalla“ war. Ein schöner, unterhaltsamer, in seinen Spielmechaniken gut funktionierender DLC, der sich endlich wieder auf das wesentliche (Assassinen!) konzentriert, aber von der Story her so richtig schwächelt. Die Tatsache, dass es Leute gibt, die „Mirage“ auch spielen könnten, ohne „Valhalla“ zu kennen (oder: noch nie ein Assassin’s Creed zuvor gespielt haben), scheint niemand zu interessieren. Das bedeutet halt auch, dass die eigentlich am Papier bestehenden emotionalen Höhepunkte keine sind. Ich wiederhole: Schade. Schade. Schade.
„Assassin’s Creed Mirage“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider weit hinter den gewecketen Erwartungen zurückbleibende, Punkte.
The post Assassin’s Creed Mirage (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>Aber das ist nur ein Nebenschauplatz:
Denn die Kammer in der die Geister gefangen gehalten werden, ist langsam übervoll und droht zu bersten. Was tun?
Aber das ist nur ein Nebenschauplatz:
Denn Phoebe ist minderjährig und darf keine Geisterjägerin sein. Also forscht sie. Und verliebt sich in einen Geist namens Melody. Können die beiden zusammen sein, wenn Melody doch tot ist?
Aber das ist nur ein Nebenschauplatz:
Grooberson hat ein Problem, weil er mehr oder weniger der Papa von Phoebe ist, aber nicht der Vater von Phoebe ist.
Aber das ist nur ein Nebenschauplatz:
Ein Mann verkauft Ray (Dan Aykroyd) eine Metallkugel mit Runen. Da wohnt was drin. Das will raus.
Aber das ist nur ein Nebenschauplatz:
Winston (Ernie Hudson) ist mittlerweile reich und hat eine geheime Forschungskammer eingerichtet und finanziert Geisterforschung.
Aber das ist nur ein Nebenschauplatz:
Der Typ, der Ray die Metallkugel verkauft hat, der hat noch andere Artefakte und wie sich herausstellt könnte der Typ noch eine große, wichtige Rolle spielen …
Aber das ist nur ein … oh. Moment. Doch nicht. Metallkugel. Böser Geist drin. Der Typ, der sie verkauft hat. Doch, ja. Darum geht es. Irgendwann am Ende dann.
Das liest sich jetzt böser als es gemeint ist. Im Grunde wollte ich nur das Hauptproblem des neuesten Ghostbusters schon in der Zusammenfassung darstellen: Er hat zu viele Figuren und zu viele Handlungsbögen, welche die Sache viel zu sehr aufblasen. Was nämlich tatsächlich ein Problem darstellt: Der Bösewicht ist völlig und zwar so richtig austauschbar. Da gibt es nichts, aber auch gar nichts, was irgendwie interessant daran ist. Was ich schade finde. Denn der Aufbau ist gut gelungen. Bis der Typ ausbricht (was ja wohl kein Spoiler ist), dauert es knappe zwei Drittel des Films und die kleinen Schritte die dahinführen … das hat mir schon gut gefallen. Es lässt auch Raum für die Entfaltung der Charaktere. Nun. Würde Raum lassen.
Denn das ist das zweite Problem (oder ein Teil vom ersten, großen Problem): Es gibt zu viele Figuren. Knappe 14 Personen kommen im Film vor und werden uns als wichtig dargestellt. Und ja, es stimmt schon, dass alles gegen Ende halbwegs zusammenläuft – sogar die unsägliche Storyline um „Slimer“ hat dann einen Sinn. Aber trotzdem … das dauert schon alles viel länger als es dauern müsste.
Und ich verstehe es. Ich verstehe, dass man zum Beispiel Trevor (Finn Wolfhard) im Film hat. Er spielt gut, der Charakter ist okay, er ist auch nett – den mag man nicht einfach weglassen. Für den Film hätte man die Storyline jedoch komplett rausnehmen können. Das hätte man Phoebe dazu packen können, die „Slimer“ aus wissenschaftlicher Neugier erforschen will oder so. Man hätte also in Kurzfassung ganz viel rausnehmen können. Aber ich verstehe warum die Macher:innen das nicht wollten. Das führt halt dazu, dass wertvolle Screentime für die Hauptfiguren eher wenig ist und außerdem schien es scheinbar schwer, sich zu entscheiden, wer denn nun die Hauptfigur ist. Immerhin muss man ja auch noch Peter Venkman und Janine einbauen und überhaupt – habt ihr gesehen, wer da aller aufgetaucht ist in diesem Film! Juchu!
Der letzte Satz war Sarkasmus.
Bevor ihr jetzt denkt, ich würde über den Film schimpfen – nein. Er ist okay. Er ist ohne Zweifel mit Liebe gemacht. Er hat das Herz am richtigen Fleck. Ein paar Szenen sind richtig gut. Er ist halt schräg geschnitten. Mitten im Film wird uns eine Herkunftsgeschichte des Bösewichts erklärt. Wozu? Für diesen Typen war das völlig unnötig und außerdem hätte man das an den Anfang des Films stellen können – statt dem (optisch coolen und feinen) Prolog?
Also, zusammengefasst: Der Film ist bei weitem nicht perfekt und wirft gefühlt 1.000 Fragen auf, wenn man sich die Zeit nimmt und darüber nachdenkt. Viele Dinge sind halt so, weil sie im Drehbuch stehen und Punkt. Und ganz ehrlich: Ist okay. Passt. Dass Phoebe eh alles kann (und das in unglaublich schneller Geschwindigkeit), weiß man eh, dass sich alles erklären lässt. Oh – Podcast kommt auch wieder vor. Hätte man auch weglassen können (bei dem verstehe ich übrigens nicht, warum man das nicht getan hat).
Wie dem auch sei: Ich finde „Frozen Empire“ ist absolut besser als der Vorgänger „Afterlife“ (bzw. „Legacy“), aber das macht ihn nicht zu einem großartigen Film. Den Macher:innen war es mit Sicherheit ein Anliegen einen Ghostbusters-Film zu liefern, der seinem Namen gerecht wird. Das ist ihnen mit Abstrichen auch gelungen. Ob man mit den neuen Figuren warm wird … nun, das ist eh wie immer Geschmackssache.
Eine Szene, die am Papier sicher witzig war, ich aber einfach nur peinlich fand: Gary spricht mit seiner Liebsten und gibt in Bruchstücken die Textzeilen vom Ghostbusters-Titelsong wieder. Nein. Danke, nein.
„Ghostbusters: Frozen Empire“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, mit zu vielen Figuren aber dem Herz am richtigen Fleck abgewickelte, Punkte.
The post Ghostbusters: Frozen Empire (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>Doch auch Sophie hat sich verändert, ist sie doch mittlerweile eine junge Dame und an einem Jungen aus ihrem Gesangs-Team verliebt. Gemeinsam mit ihrer Klasse darf sie dafür auf einen Trip nach Rom fahren, um dort vorsingen zu können. JJ ist als Aufsichtsperson dabei, was schnell zu Spannungen führt…
„My Spy“ war im Jahr 2020 für den Streaming-Dienst Amazon Prime ein Riesenhit und so ist es kein Wunder, dass nun im Juli 2024 eine Fortsetzung erschienen ist. Dafür sind dann alle wichtigen Mitspieler zurück gekehrt, sowohl Peter Segal (Get Smart) als Regisseur, als auch die Hauptdarsteller Dave Bautista und Chloe Coleman, inklusive Nebenfiguren vom Erstling und Cameos plus Neuzugänge wie Anna Faris und Flula Borg.
Die Film-Formel ist dabei die gleiche geblieben, aber die Dynamiken haben sich durch die Lebensumstände verändert. JJ hat sich ganz dem Leben als Analyst verschrieben und verzichtet auf Action, weil er ganz für Sophie als Stiefvater dasein will. Die wiederum ist mittlerweile ein Teenager und Gedanken wie „ich werde auch mal Spion, wenn ich groß bin“ sind Gedanken rund um den Jungen, mit dem sie ihren ersten Kuss haben will, gewichen.
Genau dieses Hin und Her zwischen den beiden Figuren ist erneut der emotionale Kern und da sprühen schon die Funken, wenn sie sich gegenseitig kritisieren und dann wiederum anerkennend gegenseitig die jeweilige Aktion loben. Natürlich weiß jeder, dass das anfängliche „du bist nicht mein Vater“ am Ende einem „das ist mein Vater“ weichen wird, doch die beiden Darsteller machen das so ehrlich und mit Charme, dass hier Vorhersehbarkeit, nicht gleichzeitig Langeweile bedeutet.
Dave Bautista (Knock at the Cabin) fühlt sich als JJ sichtlich wohl, ist was Peinlichkeiten betrifft (domestizierter CIA-Agent und übervorsichtiger Vater) völlig schmerzbefreit und was die Vater-Tochter Buddy-Komödien Mechanik betrifft, könnte die Chemie mit Chloe Coleman (65) kaum besser sein. Die wiederum ist nun ein cleverer Teenager und was ihr JJ so beigebracht hat, darf sie in zwei der wieder rar gesäten Action-Momente eindrucksvoll präsentieren.
Ken jeong (Goosebumps 2) und Kristen Schaal (Welcome to the Jungle) sind als CIA-Boss und Analytikerin erneut für die meisten Slapstick-Einlagen und seltsame Momente zuständig, was die beiden mittlerweile sicherlich schon im Schlaf können. Von den Neuzugängen muss ich Flula Borg (The Suicide Squad) erwähnen, denn sein Bösewicht ist bedrohlich und schräg zugleich, eine Mischung, die sehr spaßig ist.
Was dann den Humor an sich betrifft, ist sicherlich nicht alles ganz gelungen und Schmunzeln ist das höchste an Reaktion, die bei mir ausgelöst wurde, aber es ist ja vorrangig wie der Erstling für ein jüngeres Publikum gedacht, also passt das schon so. Warum dann aber eine Szene dabei ist, bei der einer männlichen Statue das Geschlechtsteil abbricht, dieses dann einem Schurken ins Gesicht geworfen wird (worauf es zerbricht), dieser dann „it´s in my eyes“ schreit und der dann von der anwesenden Dame dann eine „not fun, is it?“ Reaktion bekommt, das weiß wohl Niemand. Den Gag sollte nun wirklich kein Kind verstehen, dass sich den Film anschaut.
In Summe aber bekommt man als Freund des Erstlings genau wieder das, was man erwarten hatte können. Also für Fans eine Empfehlung, für viele andere Menschen wohl etwas zu generisch/harmlos/vorhersehbar. Ich sehe Bautista immer gerne und Coleman ist für mich sowieso eine der besten ihrer Generation. Von dem her: ich hatte meinen Spaß, weil ich genau die richtige Erwartungshaltung hatte.
„My Spy: The Eternal City“ bekommt von mir 6,5/10 den Vater und die Tochter weiser und zum Team werden lassende Empfehlungspunkte.
The post My Spy: The Eternal City – Der Spion von nebenan 2 first appeared on Darkagent.]]>Deswegen gibt es ein okkultes Halloween-Special, wofür ein Medium, ein Skeptiker und eine Parapsychologin eingeladen werden. Hauptattraktion ist jedoch die 14 jährige Lilly (Ingrid Torelli), die von einem dämonischen Geist besessen sein soll…
Cameron und Colin Cairnes (100 Bloody Acres) liefern nicht ständig Material ab, doch wenn sie dann einmal einen Film drehen, dann ist das ein Herzensprojekt. Bei ihrem neuesten Werk, haben sie das Drehbuch geschrieben, die Regie übernommen und den Film selbst geschnitten. Finanziert wurde das Ganze als Coproduktion von Australien, Amerika und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bei dem Projekt handelt es sich um die Art von Film, die ein „Gimmick“ hat und dies bis zum Ende durchzieht.
In diesem Fall meine ich damit, dass der Film im Dokumentations-Stil gehalten ist und da er Ende der 70er Jahre spielt, ist sowohl das Format als auch die Auflösung und die Farbgebung an diesen Zeitraum angepasst. Dieses Retro-Feeling ist dann auch klar eines der involvierensten Anziehungspunkte hier, denn obwohl ich selbst kaum Erfahrung mit Talkshows aus dieser Ära habe, auch die Shows, die später so zahlreich produziert wurden, erzeugen ein ähnliches, vertrautes Gefühl.
Der charismatische Host und der etwas rundliche, nette und harmlose Sidekick (optional mit Halbglatze versteht sich), also rein das alleine hat mir schon ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Warum junge Mädchen mit langen Haaren, egal ob als Geister oder als Besessene, auf der Leinwand so gut darin sind, umheimlich zu wirken, weiß wohl Niemand so genau. Das stört jedoch die Wirkung in keiner Weise, denn die junge Dame hier, ist creepy auf mehreren Levels.
An sich baut sich die Spannung langsam auf, ihr wisst schon, der unheilvolle Unterton, dass hier bald etwas Schlimmes passieren wird, hängt unmissverständlich über der Show und rund herum. Zum Finale hin wird es dann aber doch ziemlich plötzlich irre und over the top, auch was die Gewalt betrifft und das Ende ist abrupt, so dass dir der Mund als Zuschauer noch offen stehen wird, nach den Ereignissen, die gerade vorgefallen sind.
Da ich ein Freund von Filmen bin, dich ich immer wieder ansehen kann, ist das dann auch mein größter Kritikpunkt (den auch ein Freund mit mir teilt, mit dem ich den Film gesehen habe). Dieser Erlebnis funktioniert für mich nämlich genau einmal. Ja, natürlich kann man das auch anders sehen, Menschen sind verschieden wie wir wissen, aber dieser Trip ist zwar cool und herrlich retro und mit sehr viel Gefühl für die Materie geschaffen, aber eben auch sehr speziell und das Ende war mir zu schnell und man fühlt sich danach auch irgendwie leer.
David Dastmalchian ist eigentlich immer stark, egal in welcher Rolle (etwa The Suicide Squad) und er ist auch immer wieder in Nebenrollen in Horror-Projekten zu sehen (wie The Boogeyman oder The Last Yoyage of the Demeter). Als Jack ist er einnehmend, hat eine starke Ausstrahlung und ist durchaus auch manipulativ und er trägt das gesamte Projekt locker auf seinen Schultern. Genau wie es sich für einen Host gehört, holt er dabei in der Interaktion mit seinen Gästen (aka den übrigen Darstellern), All In Performances aus ihnen heraus.
Also in Summe weder ein Hit noch ein Flop für mich, ich habe den Film einfach gerne gesehen und das war es dann aber auch schon wieder. Empfehlen würde ich ihn Horror-Freunden, die eine bekannte Exorzismus Storyline, einmal auf eine andere Art und Weise präsentiert bekommen wollen, denn in dieser Hinsicht, ist dieses Projekt richtig innovativ. Was ich mir hier dann mitnehme, ist meine Bitte an Hollywood: Gebt David Dastmalchian mehr Hauptrollen!
„Late Night with the Devil“ bekommt von mir 6,5/10, die Seele für den Erfolg verkaufende Empfehlungspunkte.
The post Late Night with the Devil (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>Das klingt jetzt nicht wie ein großes Problem, aber wenn man ein Riesenaffe ist, der letzte seiner Art, der in der „hohlen Welt“ unterhalb unserer Welt lebt und sich von anderen großen Tieren ernährt, da kann das schon schwer sein. Also klettert Kong in die Oberwelt, um sich bei den Menschen von Monarch Hilfe zu holen. Das machen diese auch, stellen jedoch rasch fest, dass die Rückkehr von Kong auf die Oberfläche dafür sorgt, dass Godzilla aus seinem Schlaf erwacht und ihm zeigen will, wer hier das Sagen hat.
Dabei geht natürlich eine Menge zu Bruch. Aber die Menschen sind das schon gewohnt, denn wann immer wo ein Titan auftaucht, ist Godzilla nicht weit um das Biest zu erlegen und da sind so Kleinigkeiten wie kaputte Häuser oder Städte oder Länder nicht das große Thema.
Dieses Mal ist die Sache aber eine Spur anders gelagert, denn wie Kong feststellen muss, befindet sich unter der „hohlen Welt“ noch eine weitere Ebene und dort lebt ein Volk von Riesenaffen … welches von einem gemeinen Tyrannen (auch ein Affe) beherrscht wird, der mit einem besonderen Kristall eine Riesenechse befehligen kann, die Kälte spuckt und so alles vereisen kann.
Und dieser Affentyrann hat bemerkt, dass es da oben noch eine Welt gibt, die man sich Untertan machen könnte …
Wer sich jetzt fragt, warum in der Beschreibung oben die Schauspieler:innen quasi nicht vorkommen, der oder die hat wohl die Vorteile nicht gesehen. Waren die Menschen in „Godzilla: King Of the Monsters“ schon sekundär, so waren sie in „Godzilla vs. Kong“ schon nur mehr eine Randnotiz, die völlig unnötig und teilweise sogar nervig war.
Und ja, auch hier kommen welche vor, aber wozu die Namen merken? Es sind die gleichen wie im Vorteil ohne der Kollegin von „Stranger Things“. Noch Fragen? Nein, danke.
Machen wir uns nichts vor: Diese Filme sieht man sich wegen der Monster-Action an und hier wird geliefert. Es sind sogar richtig große Teile des Films die nur aus Grunzlauten, Gestik und Mimik bestehen. Fein ist, dass dies alles so gut gemacht ist, dass man trotzdem versteht, was da gerade besprochen wird. Also auf der Effekt-Ebene ist alles 1A.
Die Kämpfe zwischen den Monstern haben ordentlich Gewicht und es rummst da auch heftig. Es geht viel zu Bruch und auch die Hierachie bleibt erhalten (Spoiler: Godzilla = King Of The Monsters). Die Story ist hanebüchen mal drei, die Logikfrage darf man sich zu keiner Sekunde stellen oder man wird sofort aufgrund von Überladung einen Hirnschlag erleiden. Die Figuren sind wie üblich Comedy-Reliefs und auch wenn gegen Ende auf die Tränendrüse gedrückt wird, so konnte ich nicht anders – ich musste leicht gähnen. Eh alles nett, aber … wo ist die Echse? Wo ist der Affe?
Was ich jedoch auch gemerkt habe: Es ist dann doch zu wenig. Der Film macht Laune, sieht gut aus, es fetzt und rockt richtig, wenn die Show losgeht und auch die Zwischenkämpfe sind eindrucksvoll gemacht. Was mir jedoch nicht gefallen hat, sind die neuen Moves, die Godzilla drauf hat. Das wirkt nicht mehr wie die schwerfällige Echse, die er eigentlich meiner Ansicht nach sein sollte, sondern wie ein Kung-Fu-Monster.
Wohlwollend könnte man sagen, man orientiert sich wieder an den alten Filmen als noch Menschen in Gummianzüge herumgehüpft sind, aber … ich mag es nicht. Ganz ehrlich. Also ja, es sieht gut aus, aber passend finde ich es nicht wirklich. Auch der letzte Endkampf ist für mich ein wenig spannungsarm geraten.
Zusätzlich gibt es eine Szene, die in der Schwerelosigkeit passiert (fragt nicht), die ich einfach nur schlimm fand. Ja, es braucht auch beim Monsterkloppen neue Ideen, das sehe ich auch so, aber das hier fand ich einfach nicht wirklich prickelnd.
Das liest sich jetzt wie viel Geschimpfe, aber tatsächlich liefert der Film eh genau das, was im Titel steht: Monster, die sich prügeln und dann gemeinsam gegen ein anderes Monster kämpfen. Dabei geht viel zu Bruch. Das ist alles handwerklich gut gemacht, die menschlichen Figuren nerven nicht (mehr so sehr) und in Summe sind auch neue Ideen drin.
Ich hatte halt die ganze Zeit über das Gefühl, dass es 1:1 zu der gleiche Film wie der vorige ist. Nur weniger spannend, weil eben völlig überraschungsarm.
„Godzilla x Kong: The New Empire“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, unterhaltende, aber auch irgendwie langatmige, Punkte.
The post Godzilla x Kong: The New Empire (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>