War | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Thu, 08 Jan 2026 20:48:00 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Sisu 2 aka Sisu: Road to Revenge (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/10/sisu-2-aka-sisu-road-to-revenge-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/10/sisu-2-aka-sisu-road-to-revenge-filmkritik/#respond Sat, 10 Jan 2026 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38356 Im Jahr 1946 hat Finnland das Gebiet rund um Karelien an die Soviet Union abgetreten, im Rahmen von Friedensverhandlungen als Folge der Beendigung des zweiten Weltkrieges. In diesem Gebiet wurde die Familie von Ex-Elitesoldat Aatami Korpi (Jorma Tommila) brutal ermordet, … Weiterlesen

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Im Jahr 1946 hat Finnland das Gebiet rund um Karelien an die Soviet Union abgetreten, im Rahmen von Friedensverhandlungen als Folge der Beendigung des zweiten Weltkrieges. In diesem Gebiet wurde die Familie von Ex-Elitesoldat Aatami Korpi (Jorma Tommila) brutal ermordet, doch er besucht sein zu Hause noch ein letztes mal, um sein Haus abzubauen und nach Finnland zu übersiedeln.

Als die Rote Armee von seiner Ankunft erfährt, entlässt der KGB Yeagor Dragunov (Stephen Lang) aus einem Gefängnis in Sibirien. Da dieser Aatamis Familie getötet hat und er daraufhin hunderte russische Soldaten getötet hat, hat Yeagor ihn in gewisser Weise erschaffen und bekommt nun eine Chance, dieses lose Ende zu beseitigen…

Nach dem Erfolg des ersten Sisu Filmes im Jahr 2022, meldet sich der Finne Jalmari Helander, als Regisseur und Drehbuchautor nun drei Jahre später mit dieser Fortsetzung zurück. Mit einem Budget von über 12 Millionen Dollar, handelt es sich hiermit um eine der teuersten finnischen Produktionen überhaupt. Jorma Tommila übernimmt erneut die Hauptrolle und als sein Gegenspieler konnte Stephen Lang (Don´t Breathe) engagiert werden.

Was ich sofort sagen kann – und nach diesen Worten können Fans des Erstlings, eigentlich sofort zum Filmgenuss des zweiten Teils übergehen – ist ändere eine Formel nicht, wenn sie funktioniert. Helander konzentriert sich auf den Kern des Franchise, sprengt alles andere weg und schaltet bei allem was übrig bleibt, für eine Fortsetzung typisch, mindestens einen Gang höher. Dabei schafft er es immer, dass ich bei einigen Aktionen klatschen musste, ohne dass es lächerlich werden würde.

Das schreibe ich so, obwohl es eine Szene gibt, in der ein Panzer einen Salto macht. Nein, wir befinden uns nicht bei einem der späteren Fast and Furious Filme, der Panzer fährt dann eben nicht weiter, sondern ist einigermaßen kaputt. Der ruhige Start sorgt dabei dafür, dass man den Protagonisten versteht, ohne ihn kennen zu müssen, weswegen man diese Weiterführung auch anschauen kann, ohne den ersten Teil zu kennen.

Sprechen tut unserer Antiheld wiederum kein Wort und seine Feinde tötet er weiterhin reihenweise effektiv, oft auf kreative Art und Weise und fast immer relativ brutal. Da er nun aber großteils mit einem Fahrzeug unterwegs ist, kommt ein gewisses nostalgisches „Mad Max“ – Feeling auf und wow, ich kann nur sagen, so gestaltet man Verfolgungsjagden, ohne dass sie auch nur ansatzweise langweilig werden würden.

Als Feinde werden die Nazis hier durch Russen ersetzt, die ebenfalls bestens als Kanonenfutter zu gebrauchen sind, bis auf Stephen Lang als Yeagor Dragunov natürlich. „Wir haben die Kinder und die Frau mit den Schaufeln zerstückelt, weil wir Kugeln sparen mussten“. Mehr muss man eigentlich nicht wissen über ihn, abstossend auf eine Art und Weise, dass es dir eine Gänsehaut verpasst, wenn du zu viel darüber nachdenkst. Lang spielt solche Bösewichte einfach großartig.

Jorma Tommila als Aatami Korpi überzeugt erneut als Mann, der (mal abgesehen von seinem Hund) so wirkt, als hätte er nichts mehr zu verlieren und dann doch immer wieder einen Grund findet, immer wieder aufzustehen, nachdem er niedergeschlagen wurde. Das passiert augenscheinlich ziemlich oft und wenn einer genau weiß wie man danach wieder aufsteht, dann ist es Aatami. Am Ende gibt es dann sogar eine Szene, bei der ich leicht feuchte Augen bekommen habe, denn trotz allem bleibt er immer ein Mensch und verkommt nie zur Killermaschine.

Insgesamt also eine Fortsetzung, die das Konzept des Erstlings kopiert, noch persönlichere Beweggründe einbaut, dabei noch etwas waghalsiger agiert und ein Finale liefert, dass noch stimmiger wirkt, als das des Originals. Agendas sind wiederum keine vorhanden und das ist sehr gut so. Da das Einspiel nicht so mächtig war, könnte es das durchaus gewesen sein und wenn es so sein sollte, ist das Ergebnis als Ganzes in sich sehr stimmig geraten.

„Sisu 2“ bekommt von mir 8/10 die wohl gefährlichste Übersiedlung aller Zeiten hinter sich bringende Empfehlungspunkte.

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Prisoner of War (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/18/prisoner-of-war-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/18/prisoner-of-war-filmkritik/#respond Tue, 18 Nov 2025 05:00:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38185 Im Jahr 1942 s während dem zweiten Weltkrieg – um genau zu sein während des Kampfes um Bataan, wird das Flugzeug von Royal Air Force Wing Commander James Wright (Scott Adkins) über den Philippinen abgeschossen. Er wird gefangen genommen und … Weiterlesen

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Im Jahr 1942 s während dem zweiten Weltkrieg – um genau zu sein während des Kampfes um Bataan, wird das Flugzeug von Royal Air Force Wing Commander James Wright (Scott Adkins) über den Philippinen abgeschossen. Er wird gefangen genommen und in ein Gefangenenlager der japanischen Streitkräfte gebracht.

Nachdem er einer schnellen Exekution entkommen kann und dabei drei feindliche Soldaten tötet, wird der Anführer dieses Camps, auf ihn aufmerksam. Lt. Col. Benjiro Ito (Peter Shinkoda) lässt ihn daraufhin am nächsten Tag gegen einen Mann antreten, der im Zweikampf normalerweise kurzen Prozess mit Gefangenen macht…

2025 ist ein gutes Jahr für Fans von Scott Adkins. Nach Take Cover und Diablo ist dies sein dritter Film und ja, auch diesen würde ich über dem Durchschnitt einreihen. Nach einer Story von Adkins führt hier Schauspieler Louis Mandylor (The Flood) Regie. Die zwei sind nach ihren beiden „The Debt Collector“ Filmen alte Bekannte und wer der englischen Sprache mächtig ist, der sollte sich das Interview der Filmfreunde auf Adkins Kanal anhören.

Da kann man hören, wie man mit wenig Geld, unter schweren Bedingungen und unter Zeitdruck einen Film auf die Beine stellen kann, dem man die Strapazen der Produktion nicht ansieht und der dich nicht kalt lässt. Dabei ist der Film vor allem deshalb ein intensives Erlebnis, weil Adkins hier eine gewaltige Leinwandpräsenz an den Tag legt. Wie er steht und seine Blicke, der muss überhaupt nichts sagen und dennoch hast du Respekt vor ihm.

Diese eigene Aura wird dann durch seine überragende Kampfkunst perfekt ergänzt, was sich vor allem deshalb so befriedigend anfühlt, weil ihn seine japanischen Gegner, anfänglich nicht nur unterschätzen, sondern ihn einfach nur nebenbei beseitigen wollen. Der Martial Arts Stil ist dabei auf effektive und schnelle Aktionen konzentriert, Gegner zügig ausschalten zu wollen, ist für ein Kriegsszenario natürlich eine ziemlich einleuchtende Intention.

Dass das Ganze dann auch noch wie ein „Bloodsport Wettkampf im Kriegsgefangenenlager“ aufgezogen wird, erzeugt diese harte, trostlose und auch sadistische/voyeuristische Stimmung, wie Gladiatoren, die sich zur Belustigung ihrer Peiniger gegenseitig umbringen müssen. Peter Shinkoda (Predator Upgrade) hat als Lt.Col. Ito hier das Sagen und wie er James gegenüber von nicht beachten über Abneigung bis hin zu Respekt einiges an Emotionen durchlebt, kann man durch sein Schauspiel sehr schön nachvollziehen.

Diese positiven Aspekte überwiegen klar, aber durch Adkins überragende Erscheinung und natürlich auch weil das Drehbuch sie vernachlässigt, bleiben (abgesehen von Ito) alle übrigen Figuren ziemlich blass. Wenn man eine Figur mehr mag dann nur, weil dich ihr Verhalten an andere Charaktere aus anderen Filmen erinnert, die man ins Herz geschlossen hast. Was auch ein (wohl gewolltes) Problem ist, ist es einen würdigen Gegner für Adkins zu finden.

Dieses Setup irgendwie mit Hommage Qualitäten an alte Charles Bronson Filme auszustatten und dabei nie in den Trashbereich abzurutschen, ist dafür wiederum eine eigene Kunst und der unaufhaltsame „Ein Mann Armee“ Status des Helden zeichnet sich vor allem durch das Durchhaltevermögen und das niemals Aufgeben aus, dennoch ist es vom ersten Kampf an klar, dass seine asiatischen Feinde keine Chance haben. Es fehlt dadurch ein Endboss bei diesem „Tournament“, aber die vorhandene Coolness überstrahlt auch dieses Defizit.

In Summe ein grimmiger, von der Action her greifbarer Film, der gekonnt mit audiovisuellen Spielereien arbeitet und eine im Prinzip sehr einfach Story, niemals banal oder langweilig erscheinen lässt, inklusive einigen „dem Helden zujubeln“ Momente. Mandylor hat auf jeden Fall einen gutes Auge aka er versteht Kino weswegen ich hoffe, dass er neben dem Schauspiel auch weiterhin ebenfalls Regie führt, vielleicht ja sogar wieder mit Adkins an Bord.

„Prisoner of War“ bekommt von mir 7/10 sich nicht einmal ansatzweise von seinen Peinigern einschüchtern lassende Empfehlungspunkte.

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Beast of War (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/13/beast-of-war-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/13/beast-of-war-filmkritik/#respond Thu, 13 Nov 2025 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38164 Während des zweiten Weltkrieges wird ein australisches Kriegsschiff von einem japanischen Kampfjet zerstört. Ein paar der überlebenden Männer können sich danach auf ein größeres, schwimmendes Teile des Schiffes retten, dass sich als provisorisches Floß benutzen lässt. Neben Orientierungslosigkeit und möglichem … Weiterlesen

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Während des zweiten Weltkrieges wird ein australisches Kriegsschiff von einem japanischen Kampfjet zerstört. Ein paar der überlebenden Männer können sich danach auf ein größeres, schwimmendes Teile des Schiffes retten, dass sich als provisorisches Floß benutzen lässt.

Neben Orientierungslosigkeit und möglichem weiteren Feindkontakt, bekommen sie dabei schon bald ein noch viel größeres Problem: ein weißer Hai umkreist sie und es hat den Anschein er wird nicht aufgeben, bis er jeden einzelnen von ihnen, als Beute genossen hat…

Regisseur und Drehbuchautor Kiah Roache-Turner bleibt seinem Lieblingsgenre Horror treu, wechselt aber nach Zombies in Wyrmwood und Spinnen in Sting, nun erneut die Gegenspieler der Helden. Neben dem Krieg an sich, ist das hier dann ein Hai. Richtig gelesen, dies ist ein Kriegsfilm gemixt mit einem Creature Feature und ja, der Film nimmt sich ernst und ist alles andere als eine Komödie.

Der Beginn hier beim Training im Lager etabliert sehr gekonnt die wichtigsten Charaktere und ihre Zwecke. Der traumatisierte, kämpferische Held, sein körperlich schwächerer Sidekick mit dem Hirn und dem Herz am rechten Fleck, der egoistische Angeber, der doofe Typ, der sicher sterben wird und weitere Kerle, die man am Besten als Haifutter bezeichnen kann. Das nimmt dann auch den Hauptteil der Handlung in Anspruch und dadurch kommen Einschränkungen.

Wer wegen dem Genremix – abgesehen vom Setting – ein Kriegsszenario erwartet, der wird hier sicherlich enttäuscht werden. Die Fahrt in den Kampf führt nämlich nach Beschuss direkt ins Wasser und somit zum Hai. Die Handlung spielt dann bis zum Ende beinahe ausschließlich auf einem im Wasser treibenden Teil eines Wrackes und da spielt sich der Hai dann mit seiner Beute. Der Charakter des Tieres wirkt dabei fast schon menschlich, einfach auf Grund wie ihn die Kamera zeigt, gepaart mit den „Blicken“.

Neben menschlichen Gegnern führt dabei auch Dummheit dazu, dass die Männer immer weiter dezimiert werden und etwas Wagemut, treibt die Handlung zusätzlich voran. Die Atmosphäre ist durchgängig geprägt von Nebel und satten Farbtönen, die dem Ganzen eine bühnenhafte Stimmung verleihen. Die zwischenmenschlichen Momente bleiben spannend und intensiv genug, so dass gestreckt wirkende Momente, schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Hin und wieder kommt auch der ziemlich schwarze Humor durch und der wirkt angesichts der Story sehr natürlich und ist trotz der Ernsthaftigkeit der Inszenierung, sicherlich angebracht. Das Trauma des Haupthelden ist dabei für meinen Geschmack etwas zu theatralisch bzw. bedeutungsschwanger inszeniert und kulminiert dann in einer Over the Top Auflösung, aber im Prinzip ist das schon dennoch stimmig und passt ins Gesamtbild.

Mark Coles Smith (We Bury the Dead) macht seine Sache sehr gut als Leo, das Beobachten bevor er zuschlägt, sein Mut und sein Kampfgeist auch ohne dabei an sich zu denken, machen ihn zu einem guten Anführer, dem man folgen will. Sam Delich (Christmas, Bloody Christmas) als Des schafft es hingegen perfekt, dass man seine arrogante Art und seine im Kern klar vorhandene Feigheit so richtig schön zu hassen lernt.

In Summe für mich kein großer Hit und auf Roache-Turner bezogen für mich sein bisher schwächster Film, doch als Hai-Film im ungewohnten Setting, mit ordentlichen Kreatur-Effekten und schön blutigen Details bei den Angriffen, funktioniert der Film sehr gut. Nach diesem Beast macht der Regisseur übrigens die „Dogs of War“, der auch in der Vergangenheit spielt und bei dem Soldaten Nazis bekämpfen sollen, bis sie in den Wäldern auf etwas übernatürlich Böses treffen, das weit gefährlicher ist. Das klingt dann doch auch wieder nach einem Film, den ich mir ansehen möchte.

„Beast of War“ bekommt von mir 6/10 den wahren Feind unter Wasser findende Empfehlungspunkte.

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Star Wars: Andor – Season 2 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/09/25/star-wars-andor-season-2-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/09/25/star-wars-andor-season-2-serienkritik/#respond Thu, 25 Sep 2025 05:00:35 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38004 Cassian Andor (Diego Luna) hat sich der Rebellion angeschlossen. Aber das Imperium schläft nicht – es braucht ein seltenes Kristall, welches sich in der Erde eines abgelegenen, aber bekannten Planeten befindet, um etwas zu bauen was sich als die ultimative … Weiterlesen

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Cassian Andor (Diego Luna) hat sich der Rebellion angeschlossen. Aber das Imperium schläft nicht – es braucht ein seltenes Kristall, welches sich in der Erde eines abgelegenen, aber bekannten Planeten befindet, um etwas zu bauen was sich als die ultimative Waffe herausstellen wird.

Nur – wie? Syril Karn (Kyle Soller) wird hingeschickt. Unter der Aufsicht von Dedra Meero (Denise Gough). Und das Imperium zieht die Schrauben langsam und sicher immer enger.

Luthen (Stellan Skarsgard) ist immer noch am Schmieden von Plänen und am Aufbauen des Widerstands. Aber auch für ihn wird es immer enger. Und als er entdeckt, was vor sich geht und was das Imperium plant wird es Zeit Stellung zu beziehen und die Rebellion darauf vorzubereiten, was da kommen wird.

Und ist die Rebellion bereit? Oder ist sie immer noch ein Haufen von Chaoten, die nichts auf die Reihe kriegen und für die „Rebellion“ nach Pubertät klingt anstatt Krieg und Blut und Opfer …

Ich glaube nicht, dass es möglich ist all die Handlungsstränge der zweiten Staffel von Andor in einer einzigen Review zusammenzufassen. Tatsächlich müsste man fast für jeden Charakter (oder jedes Charakterpaar) eine eigene Review schreiben, denn wer Staffel 1 kennt, der oder die weiß, dass oben eine ganze Menge an Figuren fehlen und – ja, die kommen auch wieder alle vor.

Aber nicht alle erleben das Ende der Staffel.

Zurück zur Kritik: Ich war etwas irritiert als die erste Folge der zweiten Staffel damit beginnt, dass Andor einen Tie-Figher-Prototypen stehlen muss und – dann passiert ganz viel unnötiger und schräger Slapstick. Ich dachte erst, ich bin in der falschen Serie gelandet. Aber nein. Das ist wirklich Andor. Na gut, dachte ich. Das wird dann jetzt wohl eher schräg werden.

Und die ersten drei Folgen sind schräg. Ich spoilere kurz: Andor kann den Tie-Fighter deshalb nur schwer fliegen, weil er falsche Infos über das Modell hatte, welches er stehlen sollte. Und auch die Übergabe klappt nicht, weil sein Rebellen-Kontakt von – Vorsicht! – Rebellen getötet wurde, weil sie ihm nicht geglaubt haben, dass er ein Rebell ist. Und noch mehr: Die Typen, die Andor empfangen und die sich als Rebellen bezeichnen sind dermaßen strunzdumm, dass ein Streit eskaliert und sie anfangen sich gegenseitig umzubringen. Und Andor ist mittendrin.

Und generell muss ich sagen: Die ersten drei Folgen … nun, die wirken erst einmal deplatziert. Aber bei Folge vier habe ich dann kapiert, was hier los ist. Wir befinden uns 4 Jahre vor der Schlacht um Yavin, also „Star Wars: A New Hope„. Und jeweils drei Folgen umfassen ein Jahr. Dann springen wir ein Jahr nach vorne.

Und bis zum Ende sind wir dann an dem Punkt an dem die Rebellion eine Einheit ist, sich organisieren kann und an dem Dinge, wie in den ersten Folgen nicht mehr passieren würden. Wir sehen hier also anhand von jeweils drei Folgen pro Jahr, wie sich die Rebellion entwickelt und nach und nach wirklich eine Bedrohung für das Imperium wird.

Und diese Geschichte erleben wir durch die Augen der Figuren, die wir in Staffel 1 kennengelernt haben.

Und wie wir sie erleben.

Die Show ist dermaßen dicht mit Geschichten und Spannungsaufbau, dass wichtige Elemente der Geschichte nur angedeutet und nicht mal gezeigt werden, weil wir ohnehin wissen, was das bedeutet. Wenn zum Beispiel ein bestimmter Charakter, den wir aus Staffel 1 kennen, einen anderen Charakter als Chaffeur verkleidet in seinen „Wagen“ begleitet und dann mit einem vielsagenden Blick losfährt, während wir eine bestimmte Musik hören … nun, dann wissen wir, was mit der Person passieren wird.

Ich fand die ersten drei Folgen unterhaltsam, aber nicht so richtig großartig. Aber Folgen 4 bis 6 sind super (wenn auch teilweise etwas lang in bestimmten Momenten), und Folgen 7 bis 9 sind … hammerhart, hochdramatisch und – vor allem aufgrund des Aufbaus in den ersten sechs Folgen – der Grund, warum viele behaupten, dass wir nie wieder „so gutes Star Wars bekommen werden.“

Weil wir hier sehen, wie die Mechanismen des Imperiums arbeiten. Wie sie funktionieren. Wir sehen hinter die Systeme von Propagande, Betrug und einer absolut grausamen Falle, die unausweichlich zuschnappt. Wir sehen die Maschine des Bösen wie sie in ihrer Hochzeit absolut effizient und effektiv löuft. Und es ist schockierend.

Das Geniale daran ist, dass wir eine Figur – sorry, Spoiler – haben, die absolut an das Imperium glaubt, in diese Pläne/Falle aber nicht eingeweiht wurde und dann genau wie die Bewohner:innen des Planeten völlig aus dem Nichts mit dem konfrontiert wird, was das Imperium ohnehin von Anfang an geplant hatte. Das waren Hammerszenen und unglaublich großartig gespielt und inszeniert. Einfach … wow. Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. Das müsst ihr einfach gesehen haben.

Aber das funktionert eben nur, weil wir die Figuren aus Staffel 1 kennen und außerdem durch den Aufbau aus den ersten sechs Folgen. Hier hat alles seinen Plan und seinen Platz und wenn man dann zurückdenkt wie welche Figuren wo in Stellung gebracht wurden, dann passt da einfach alles zusammen. Und ja, Respekt an die Macher:innen und Autor:innen. Wahnsinn.

Die letzten drei Folgen können nicht ganz mithalten, gehen durch den Tod eines wichtigen Charakters, der Entdeckung, warum das oben erwähnte Material so wichtig ist und was zum Kuckuck Andor und seine Mithäftlinge in Staffel 1 eigentlich im Gefängnis gebaut haben, sowie die daraus resultierende Konfrontation zwischen zwei Personen, auf die Zuseher:innen wirklich lange gewartet haben, aber trotzdem unter die Haut.

Und es gibt eine ganze Folge, die sich um zwei der Hauptfiguren dreht und die auf zwei Zeitebenen spielt. Die aktuelle Zeit ist eigentlich „nur“ der Weg in ein Krankenhaus bis zu einem Zimmer und wieder raus, aber – Hölle, ist das spannend gemacht. Und die Rückblenden bringen uns die Figuren wirklich näher. Toll geschnitten und gespielt. Hammer. Wirklich.

Die letzte Folge endet damit, dass Andor in ein Raumschiff steigt und einen Informanten treffen soll – und endet damit quasi einen Shuttleflug vor „Rogue One„. Und ja, jetzt, wo ich Andor gesehen habe, da dachte ich mir bei Rogue One (sozusagen die dritte Staffel von Andor in Filmform), dass ich gern Andor als Hauptfigur gehabt hätte. Und einige der Gespräche in „Rogue One“ haben jetzt mehr, viel mehr Gewicht als ohne der Serie „Andor“. Gänsehaut. Erneut.

Kurz gefasst: „Andor“ ist DIE Star Wars-Serie, von der ich nicht wusste, das sich sie brauchte, aber froh bin, das sich sie gesehen habe. Serien können nicht viel besser werden als das hier.

„Andor – Staffel 2“ bekommt 9 von 10, quasi alles richtig machende, Punkte.

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Civil War (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/09/20/civil-war-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/09/20/civil-war-filmkritik/#respond Sat, 20 Sep 2025 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38009 Lee (Kirsten Dunst) ist Kriegsfotografin, aber nie im Leben hätte sie sich jemals gedacht, dass sie diesen Job in ihrem eigenen Land ausüben würde. Aber genau das tut sie. Denn es herrscht ein Bürgerkrieg in den USA und wie es … Weiterlesen

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Lee (Kirsten Dunst) ist Kriegsfotografin, aber nie im Leben hätte sie sich jemals gedacht, dass sie diesen Job in ihrem eigenen Land ausüben würde. Aber genau das tut sie. Denn es herrscht ein Bürgerkrieg in den USA und wie es aussieht verliert der Präsident, der scheinbar einige schlimme Sachen gemacht hat, wie zum Beispiel das eigene Land zu bombardieren. Nachdem dieser sich aber isoliert hat, haben Lee und ihr Partner Joel (Wagner Moura) einen Plan: Nach DC fahren und ein letztes, einzigartiges Interview mit ihm führen.

Begleitet werden sie dabei vom Veteranen und ehemaligen Konkurrenten Sammy (Stephen McKinley Henderson) und der aufstrebenden und Lee nacheifern wollenden Jessie (Cailee Spaeny).

Der Weg ist weit und er führt durch ein völlig entzweites und zerrissenes Amerika, an jeder Ecke eine Bedrohung. Und alles wird von Lee und ihren Leuten fotografisch festgehalten …

Die Werbung für „Civil War“ hat ein völlig falsches Bild vom Thema des Films gezeichnet, das muss ich gleich am Anfang festhalten, denn das hier ist kein Film über politische Unruhen und einen Bürgerkrieg in Amerika. Ja, das ist der Hintergrund der Story, aber die Story selbst ist einerseits eine Coming-Of-Age-Story in Hinblick auf Jessie und eine Reise der Selbsterkenntnis für Lee. Das ist die Story. Ehrlich. Da geht es nicht darum, warum wer wen wo angegriffen hat oder welche Spannungen und Spaltungen letztlich zum Bürgerkrieg geführt haben – das alles wird im Vorbeigehen mal als vage Andeutung in den Raum geworfen. Man bekommt auch keine Sichtweisen auf irgendeine der beiden Seiten geboten oder vielleicht sogar sowas wie eine Charakterzeichnung für den Präsidenten oder so – der übrigens in seinen fünf Minuten Screentime von Nick „Ron Swanson“ Offerman gespielt wird und der allein in der ersten Szene deutliche Anleihen bei einem aktuellen Präsidenten nimmt („Some say it is the greatest victory in the history of victories …“).

Jetzt, wo das geklärt ist: Ist der Film gut?

Nun, das hängt stark von eurer Erwartungshaltung ab. Erwartet ihr euch irgendeine neue Erkenntnis zu irgendwas, dann – nein. Nein, ist er nicht, weil Erkenntnisse gibt es nicht und das interessiert scheinbar auch niemand. Von „Der Mensch ist selbst sein größter Feind“ mal abgesehen, aber das wusstet ihr hoffentlich vorher schon.

Erwartet ihr euch starke Bilder, ein paar eindringliche Szenen und ist es euch egal, wie berechenbar die Story ausgeht? Dann ja. Dann ist der Film definitiv sehenswert, denn die Szenen, die gelungen sind, die sind richtig stark. Am eindrucksvollsten wohl eine Szene in welcher die Crew auf Soldaten trifft, die gerade eine Menge Leichen entsorgen und denken, sie können sich auf ihre Presseausweise berufen und sprechen die Soldaten an, was böse endet und eine der intensivsten und spannungsgeladensten Szenen des Films darstellt. Man merkt einfach wieder einmal, dass kein Monster je so spannend sein kann oder keine Horrorfilm-Szene so spannend sein kann, wie ein paar Menschen, die reden – wenn sie einen Konflikt austragen und die Gefahr besteht, dass die Stimmung jederzeit kippen kann. Das war eine Hammerszene, echt jetzt.

Leider gibt es dann auch völlig abstruse Szenen, die für mich typisch Alex Garland sind (ihr erinnert euch: „Men“ oder „Annihilation“ und der gelungene „28 Years Later„). Ein Auto „überholt“ die Crew – es sind bekannte Journalisten. Einer vom anderen Auto springt in laufender Fahrt ins andere Auto, wodurch Jessie cool sein will und das auch macht – woraufhin der andere Fahrer davonbraust.
Warum? Keine Ahnung. Weil es cool aussieht. Und solche Szenen gibt es ein paar. Die werden zum Glück von anderen (siehe oben) Szenen aufgefangen und deshalb bleibt der Film auch spannend, aber so richtig zünden wollte er bei mir nicht.

Das liegt daran, dass Lee völlig unnahbar bleibt, Jessie eigentlich sogar unsympathisch wird und Joel, nun, der ist super, aber der kann auch nichts mehr retten.

Und das Ende ist – von der Actionsequenz die bis dahin führt abgesehen – extrem antiklimatisch. Weil man weiß, was kommen wird. Ich sage mal so, wenn Person A zu Person B sagt: „You know you probably will die.“ und Person B dann sagt: „I know. Will you take my picture when I do?“ und Person A wiederum sagt: „You bet I will“, dann weiß man, dass es genau umgedreht passieren wird. Ja, es soll die Abgebrühtheit von Person A zeigen, aber … nein. Einfach nein.

Abgesehen davon gibt es dann ein paar Momente bzw. Emotionen von Charakteren, die für mich völlig aus dem Nichts kamen. Zum Beispiel hat Person X einen Panikanfall mitten im Schlachtgetümmel – was ich verstehe, darum geht es nicht -, aber dass dies so völlig aus dem Nichts kommt fand ich … mies. Das ist fast ein Charakterbruch. Nein. Streicht das „fast“. Schräge Sache, das.

Jedenfall ist „Civil War“ spannend anzusehen ob bestimmter Szenen, in Summe ist der Film für mich jedoch nicht stimmig gewesen und manche Szenen sind einerseits völlig zu lang geraten und andererseits auch völlig unnötig für die Geschichte, die erzählt wird. Und das trifft für mich auf viele der „neueren“ Alex Garland-Filme zu (bei denen er selbst Regie geführt hat): Einzelne Szenen sind super geschriebene, inszenierte und dichte, spannungsgeladene Momente. Aber die Filme als Ganzes konnten mich bis jetzt nur bedingt überzeugen.

Schauspielerisch 1A, vor allem Moura und Henderson und Dunst sind super. Aber das war zu erwarten.

„Civil War“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, eine alte Gesichte mit vereinzelten intensiven Szenen erzählende, Punkte.

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Gladiator II (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/01/04/gladiator-ii-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/01/04/gladiator-ii-filmkritik/#respond Sat, 04 Jan 2025 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37240 Sechszehn Jahre nach dem Tod von Marcus Aurelius, wird Rom von zwei korrupten Kaisern geführt. In deren Namen erobert General Acacius (Pedro Pascal) das Königreich Numidia in Nord Afrika. Bei dem Kampf verliert der Flüchtling Hanno (Paul Mescal) seine Ehefrau … Weiterlesen

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Sechszehn Jahre nach dem Tod von Marcus Aurelius, wird Rom von zwei korrupten Kaisern geführt. In deren Namen erobert General Acacius (Pedro Pascal) das Königreich Numidia in Nord Afrika. Bei dem Kampf verliert der Flüchtling Hanno (Paul Mescal) seine Ehefrau und wird selbst gefangen genommen und nach Rom als Sklave gebracht.

Dort wird Meister Macrinus (Denzel Washington) auf ihn aufmerksam, da er seine Wut erkennt und aus ihm einen Gladiator machen möchte. Was bis jetzt noch keiner weiß, ist dass Hanno nicht sein richtiger Name ist, er ursprünglich als Kind aus Rom geflüchtet ist und seine Eltern keine Unbekannten sind…

Gladiator aus dem Jahr 2000, genießt mittlerweile bei vielen Filmfreunden Kultstatus und ist auch sehr gut gealtert. Für mich persönlich ist Russell Crowe spätestens seitdem, einer meiner Lieblings-Schauspieler. Bereits ein Jahr später begannen Überlegungen und Pläne für einen zweiten Teil, doch es sollte insgesamt ganze 24 Jahre dauern, bis Regisseur Ridley Scott (The Martian) eine Fortsetzung seines Erstlings ins Kino bringen konnte.

Grundsätzlich hätte ein Film wie Gladiator ehrlicherweise keine Fortsetzung gebraucht und im Kern wird hier auch die selbe Geschichte noch einmal erzählt. Weder die emotionale Wucht noch die einnehmende Performance von Crowe kann hier reproduziert werden. Genau aus diesen Gründen, habe ich das Original seit Jahren nicht mehr gesehen. Diesen zweiten Teil, würde ich mir aber auch öfters ansehen. Bevor das jetzt schizophren klingt, hier meine Erklärung.

Dieser zweite Teil ist abgesehen vom Spektakel (vor allem bei den Gladiatoren-Kämpfen), in allen Bereichen schwächer als das Original. Was er dafür macht, das ist Spaß, genau auf die „Hirn aus Blockbuster“ Art und Weise, die Hollywood ziemlich verlernt zu haben scheint. Für mich ist das stimmig, weil Teil 1 zu erreichen, wäre sowieso ein nicht erfüllbares Ziel gewesen. Darum rein auf Unterhaltung in Form von Schauwerten zu gehen, ist keine dumme Sache.

Was dafür dumm ist – und ich schreibe das, weil es hier sehr auffällt – sind Entwicklungen, die nicht verdient erscheinen sondern nur passieren, weil sie im Drehbuch stehen. Spoiler Beispiele? Lucius schreit seine Mutter an, sie solle verschwinden hin zu er will sie nicht verlieren, weil er sie gerade wieder gefunden hat oder wie sein Name alleine reicht, dass ganze Armeen auf ihn hören. Ja, seine Name hat Gewicht, aber man sieht diese Tatsache nicht als Entwicklung bzw. spürt es nicht.

Was aber eben großartig funktioniert, ist das Spektakel, wer braucht schon historische Genauigkeit in so einem Film (kein Sarkasmus). Killer-Affen, ein mit Wasser gefülltes Kolosseum voller Haie und ein Nashorn inklusive ein auf ihm reitender Champion, das ist in etwa auf dem Level, auf dem Denzel Washington (The Equalizer 3) hier Macrinus spielt. Jede Szene reißt er an sich, manipuliert, beobachtet, schüchtert ein, mordet und hat sichtlich einen riesigen Spaß dabei.

Paul Mescal (Aftersun) ist kein Crowe, aber vor allem wenn er ironisch ist und in all seinen Action-Sequenzen, überzeugt er ohne Zweifel. Ich finde ihn sehr gut (nicht spitze), genau wie Pedro Pascal (Prospect) als General Acacius, der genug hat von dem ewigen Töten. Die Musik von Harry Gregson-Williams (Prometheus) nimmt Themen des Erstlings auf, seines früheren Mentors Hans Zimmer und fügt Variationen und Erweiterungen hinzu, so wie über 100 Minuten neuen Score, der sehr stimmig geraten ist und genau zu diesem Franchise passt.

In Summe also keine nötige oder nennt es wenn ihr wollt würdige Fortsetzung, aber was die Wucht der Inszenierung mit all den Sets, Kostümen und Effekten betrifft plus die Spielfreude der Darsteller, ergibt das durchaus einen Film, der bei seiner über zwei Stunden langen Laufzeit, niemals langweilig wird. Wer das Genre mag und nicht ständig Vergleiche mit dem Original macht, der wird bei diesem von manchen Kritikern als „dumb action movie“ bezeichneten Film, somit sicherlich seine epische Freude haben.

„Gladiator II“ bekommt von mir 7,5/10 die Kunst Rachegedanken loslassen zu können, erlernende Empfehlungspunkte.

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Während des zweiten Weltkrieges im Jahr 1941, leidet London unter den ständigen Angriffen der deutschen Luftwaffe. Da ihre Schiffe mit Nachschub und Verbündeten immer wieder von deutschen U-Booten abgeschossen werden, ist ein Vorstoß der Armee des Führers in Europa kaum aufzuhalten. Deshalb wird mit der indirekten Unterstützung von Prime Minister Winston Churchill, eine Black Ops Sabotage-Mission namens Postmaster gestartet.

Beauftragt mit der Mission wird ein ganz spezieller Mann namens Gus March-Phillips (Henry Cavill), dessen Leute auch den nötigen Wahnsinn für diese Mission mit sich bringen, wie zum Beispiel die schwedische Mord-Maschine Anders Lassen (Alan Ritchson). Gemeinsam mit zwei SOE (Special Operations Executive) Agenten – Marjorie Stewart (Eiza González) und Heron (Babs Olusanmokun) – startet die Mission, deren Erfolgschancen, ziemlich gering sind…

Vielleicht ist es der ungewöhnliche Name, es könnte aber auch das Genre Kriegs-Film an sich sein, das in Zeiten, in denen reale Kriege auf dieser Welt toben, gerade nicht so beliebt ist. Bei Kosten von 60 Millionen Dollar, konnte der Film nämlich nicht mal die Hälfte wieder einspielen. Für Regisseur Guy Ritchie (The Gentlemen) ein weiterer finanzieller Flop, nach Operation Fortune und The Covenant, bereits der dritte in Folge für ihn.

Der Film basiert lose auf dem im Jahr 2014 erschienenen Buch „Churchill’s Secret Warriors: The Explosive True Story of the Special Forces Desperadoes of WWII“ von Autor Damien Lewis und ist klar ein Film, bei dem das Spektakel im Vordergrund steht. Ich mag solche Abenteuer ja sehr gerne, doch manche Filme lösen dieses Gefühl aus bei mir, dass das Gezeigte zwar gut im Sinne von unterhaltsam ist, es aber großartig hätte werden können, was die Grundvoraussetzungen anbelangt.

Der Spaß ist groß und am Ende bleibt der Nachgeschmack mit dem Wunsch nach mehr. Warum das hier der Fall ist, habe ich mir natürlich auch überlegt und ich glaube es ist die Tatsache, dass hier ein wild überdrehter Action-Film, in ein reales Kriegs-Szenario gebettet wird, was zuletzt bei The King’s Man, auch weniger gut funktioniert hat. Aber gut, es ist jammern auf höherem Niveau und soll das Gute, über das ich nun berichte, etwas in Relation setzen.

Ich fange gleich mit einem persönlichen Highlight an. Wirklich großartig weil unangenehm sind die Momente zwischen Heinrich Luhr und Marjorie Stewart. Til Schweiger (Honig im Kopf) spielt diesen Kotzbrocken (ja, das ist die genaueste Beschreibung für ihn) so abstossend, dass einem in seinen Szenen, beinahe übel wird. Man kann zu seiner Person stehen wie man will, aber das hat er exzellent hinbekommen. Clever, bissig im Humor und schlagfertig in allen Belangen hält Eiza González (Bloodshot) da dagegen, genau so muss man eine Lady in einer von Männern dominierten Welt spielen, um sympathisch zu bleiben.

Das Ensemble selbst ist wie eigentlich immer bei Ritchie in bester Spiellaune. Hervorheben sollte man dabei noch Alan Ritchson (Ordinary Angels) als Anders Lassen, der durch seinen schwedischen Akzent, seinen Humor und vor allem seine Art Nazis zu dezimieren, mich einfach in jeder Szene zum Grinsen gebracht hat. Henry Cavill (The Witcher) als Anführer Gus ist losgelöster und überdrehter als in anderen Rollen und hat sichtlich seine Freude dabei, das überträgst sich auch eins zu eins zu auf und Zuseher.

Die Action an sich ist dann am Besten, wenn nicht geschossen wird, denn das Schießen wirkt teilweise wie bei einem Computer-Spiel, was für mich nicht ganz zu dem Setting passt. Wenn Anders Lassen seine Feinde mit Pfeil und Bogen lautlos beseitigt oder sich mit dem Messer seine Nazi-Herzen besorgt (ja, das tut er), dann ist die Wucht und Gewalt hinter diesen Aktionen, deutlich spürbar. Das fetzt ordentlich, könnte man so sagen. Was dann die Kostüme, das Design und die Settings an sich betrifft, wird man hier völlig in eine vergangene Zeit hinein gesaugt.

Die zwei Stunden Spielzeit vergehen wie im Flug, die Darsteller sind großartig und das Geschehen auf der Leinwand, ist sozusagen das perfekte Chaos. Ich definiere für mich richtige Hits so, dass ich den ganzen Film oder Teile immer wieder anschaue. Dieses Gefühl hatte ich hier eben nicht, aber dennoch hätte ich sämtlichen Beteiligten einen finanziellen Erfolg gegönnt. Vielleicht ja beim nächsten Mal, denn Ritchie bleibt auf jeden Fall weiterhin seinen Leuten treu, denn mit Cavill und González dreht er gerade „In the Grey“.

„The Ministry of Ungentlemanly Warfare“ bekommt von mir 7/10, das sich nicht wie ein Gentleman benehmende Gehabe, perfektioniert habende Empfehlungspunkte.

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Sisu (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2023/06/01/sisu-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2023/06/01/sisu-filmkritik/#respond Thu, 01 Jun 2023 06:00:15 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=35494 Ende 1944 kommt es zu einer Einigung zwischen Finnland und der Soviet Union, dass alle aggressiven Kriegshandlungen eingestellt werden, wenn sich die deutschen Verbündeten der Finnen, aus dem Land zurück ziehen. Aatami Korpi (Jorma Tommila) ist ein Ex-Elitesoldat, ein einsamer … Weiterlesen

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Ende 1944 kommt es zu einer Einigung zwischen Finnland und der Soviet Union, dass alle aggressiven Kriegshandlungen eingestellt werden, wenn sich die deutschen Verbündeten der Finnen, aus dem Land zurück ziehen. Aatami Korpi (Jorma Tommila) ist ein Ex-Elitesoldat, ein einsamer Wolf, der nach einem persönlichen Verlust als gnadenlose Killer-Maschine gegen die Russen eingesetzt wurde.

Nun lebt er jedoch zurückgezogen mit seinem Pferd und seinem treuen Hund in der Wildnis von Lapland, wo er seine Zeit damit verbringt, nach Gold zu schürfen. Als er eines Tages auf zahlreiche Nuggets trifft, macht er sich auf die Reise das Gold von der Bank in Geld umwandeln zu lassen. Obersturmführer Bruno Helldorf (Aksel Hennie) und sein Trupp, die ihm auf seinem Weg begegnen, haben jedoch etwas dagegen, da sie seinen Fund für sich haben wollen…

Der in Finnland geborene Jalmari Helander (Big Game) ist in seiner Funktion als Drehbuchautor und Regisseur zurück und hat hier dem von ihm bereits mehrfach eingesetzten Jorma Tommila (Rare Exports) die Hauptrolle verpasst. Was dabei rausgekommen ist, ist Oldschool auf eine frei von jeglicher modernen Agenda Art und bietet brutale Action, die es mit den realistischen Überlebenschancen des Antihelden, so gar nicht ernst nimmt.

Wer es nach dem Trailer noch nicht erahnen konnte, dem lasse ich es jetzt wissen: den gesamten Film über geht es nur darum, dass ein älterer Mann auf mehr oder weniger blutige Art und Weise Nazis tötet und dabei kein einziges Wort spricht (es sei denn man zählt Schmerzensschreie als Worte). Diese Aussage alleine wird einen großen Teil von Filmfreunden sofort abschrecken und ein anderer (wohl weniger großer Teil) wird „bin sofort dabei“ rufen.

Von der Richtung her, in der die Darstellung der Exploitation-Gewalt geht, hat mich die Sache dabei an den wirklich politisch unkorrekt witzigen Mad Heidi erinnert, obwohl der Humor bei Sisu (und der kommt durchaus vor), eher rar gesät ist. Einerseits erfreut man sich an den kreativen Arten, mit denen Nazis beseitigt werden. Andererseits sieht man dem Helden zu, wie er immer wieder Verletzungen überlebt, die normalerweise den Tod bedeuten würden.

Dass man dabei mit den Nazis kein Mitgefühl hat liegt an drei Tatsachen. Erstens sind sie Nazis, das reicht aus filmtechnischer Sicht immer. Zweitens führen sie ein paar finnische Damen als Gefangene mit sich und ich lasse euch einfach raten, was die genau mit ihnen machen (keine Angst, das wird nur angedeutet). Drittens wollen die einen alten Mann, der mit dem Krieg abgeschlossen hat und nur in Ruhe gelassen werden will, sein ehrlich geschürftes Gold stehlen und ihn ganz nebenbei auch noch umbringen.

Der wiederum zuckt nie mit der Wimper, bevor er seine Gegner erledigt, dafür verabschiedet er sich von einem treuen Pferd nach dessen Tod und begibt sich für seinen Hund in Todesgefahr. Jorma Tommila spielt diesen Mann mit dieser gewissen Ausstrahlung, man hat Respekt vor ihm und will ihn nur ja niemals verärgern. Aksel Hennie (The Trip) als Anführer der Nazi-Truppe ist herrlich arrogant und egoistisch während in den Augen von Mimosa Willamo (Aurora) als Aino, ständig der Funken des Widerstands spiegelt.

Man kann sich teilweise immer Sachen (aka Weisheiten) aus Filmen mitnehmen, doch hier kommt ein Satz vor, der einfach essentiell für jeden Menschen ein Leben lang sein sollte: „Es geht nicht darum immer der Stärkere zu sein, es geht darum, einfach nicht aufzugeben“. Das genau macht den gewissen Reiz hier aus, man will einfach sehen was der Kerl noch aushält und überlebt, weil er sich einfach „weigert zu sterben“.

In Summe ein rauer, schmutziger, sehr ehrlich und direkter Film, der uns indirekt bestätigt, dass bellende Hunde nicht beißen. Die ganz stillen, das sind die, die dir Messer in den Schädel rammen. Eine gute Alternative zu Hollywood, ohne aufgesetzte Moral dafür mit Momenten der menschlichen Wärme, die kurz sind und ganz ohne Worte auskommen, doch das Gemetzel erden und Jalmari dadurch durchgehend zu Jemanden machen, den man anfeuern möchte.

„Sisu“ bekommt von mir 8/10 das Gold um jeden Preis ans Ziel bringende Empfehlungspunkte.

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Burial (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/11/24/burial-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/11/24/burial-filmkritik/#respond Thu, 24 Nov 2022 06:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34757 Eigentlich geht der zweite Weltkrieg gerade zu Ende, doch eine kleine Gruppe von russischen Soldaten bekommt direkt von Stalin den Auftrag, die sterblichen Überreste von Hitler, von Polen nach Moskau zu bringen. Vor allem Brana (Charlotte Vega) – die einzige … Weiterlesen

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Eigentlich geht der zweite Weltkrieg gerade zu Ende, doch eine kleine Gruppe von russischen Soldaten bekommt direkt von Stalin den Auftrag, die sterblichen Überreste von Hitler, von Polen nach Moskau zu bringen. Vor allem Brana (Charlotte Vega) – die einzige Dame in der Truppe – nimmt diesen Auftrag sehr ernst, während einige ihrer Kollegen eher das Ende der Kampfhandlungen feiern wollen. Plötzlich werden sie jedoch beschossen.

Bei den Angreifern handelt es sich um die sogenannte „Werwolf“ Spezialeinheit der Nazis und ihnen scheint es offensichtlich egal zu sein, dass der Krieg vorbei ist. Das bereits reduzierte Team findet schließlich Hilfe beim Einheimischen Lukasz (Tom Felton), der zwar für kurze Zeit eine Art von Versteck bzw. Schutz liefern kann, doch auch nichts an der Tatsache ändern wird, dass die Verfolger in der Überzahl sind und die Gegend viel besser kennen…

Ben Parker ist ein englischer Regisseur (dies ist nach „The Chamber“ erst sein zweiter Film) und Drehbuchautor (die Story zu Girl on the Third Floor stammt etwa von ihm). Bei Burial hat er beide Funktionen eingenommen und auch wenn Ansätze interessant sind und temporär funktionieren, wusste er hier irgendwie nicht ganz genau, wo er mit seiner Geschichte hinwollte und auch die Dialoge profitieren davon, dass sie die Schauspieler besser rüber bringen, als sie am Papier daher kommen.

Grundsätzlich ist die ganze Story ja als Rückblick angelegt, bei der eine ältere Dame einen von ihr überwältigten Einbrecher, das einschneidendste Erlebnis ihrer Vergangenheit erzählt. Von dem her ist schon mal klar, man kann sich ganz auf die Figur der Brana einlassen, denn sie überlebt ja klarer Weise ihr Abenteuer. Das gibt Sicherheit, nimmt aber natürlich auch einiges an Spannung. Grundsätzlich soll es hier aber sowieso nicht um einzelne Personen gehen, sondern was es ausmacht ein Soldat zu sein und was das für Pflichten mit sich bringt.

Wann hört meine Pflicht auf? Wann ist es besser selber zu denken und nicht einfach Befehle zu befolgen? Muss ich selber ein Monster werden, um meine erbarmungslosen Feinde zu besiegen? All das ist in Ansätzen da, ist auch irgendwie offensichtlich ein Anspruch von Parker, doch neue Impulse sind keine dabei und Antworten schon gar nicht. Die gibt es wohl pauschal auch nicht, aber dennoch, dass du dich als rettender Soldat siehst und für Einheimische trotzdem nur eine weitere Gefahr nur eben aus einem anderen Land darstellst, wirkt zwar immer als bittere Erkenntnis, ist jedoch altbekannt.

Die „realistische“ Ebene wird dann gemischt mit Ausflügen in den Horror-Bereich. Auch hier wirkt das Geschehen etwas ziellos. In den besten Momenten, habe ich leichte Schwingungen der Marke Warhunt bekommen. Männer mit Wolfs-Kostümen, die ihre Opfer mit Halluzinationen auslösendem Rauch angreifbar machen, das hat schon Potential und man versteht die Verwirrung der Beteiligten, doch wahrer Schrecken kommt nicht richtig auf. Warum? Weil die meisten Betroffenen sowieso in die Kategorie Kanonenfutter gehören.

Charlotte Vega als Brana ist als Figur und vom darstellerischen her ein Highlight, sie ist zielstrebig, (fast) immer fokussiert und verliert nie ihre Menschlichkeit. Nach Wrong Turn ein weiterer Beweis, dass sie es drauf hat. Barry Ward (Dating Amber) als Tor ist ebenfalls von Beginn an sympathisch, ein guter Kerl und harter Kerl durch und durch, dem muss man einfach zujubeln. Tom Felton (A United Kingdom) hingegen – einer der wenigen bekannteren Namen hier – ist völlig austauschbar und kann als Lukasz keine Akzente setzen.

Die Sache mit Hitlers Körper, nun das ist zunächst irgendwie unheimlich und eine gewisse Aura des Bösen ist zu spüren, zum Finale hin – und das ist vielleicht nur mir so gegangen – geht der Umgang mit der Sache dann eher in Richtung Trash. Keine Sorge aber, hier wird Niemand wieder belebt, der Anspruch des Realismus schwebt klar über Allem. Zu viel Dunkelheit bei den Actionszenen und Schnitte hin und her bei Schusswechseln, die sich nicht richtig homogen/flüssig anfühlen, stören ebenfalls beim „Involviert sein wollen“.

Insgesamt daher ein vor allem von Vega und Ward sehr gut gespielter Film, der ein starkes Setting hat und durchaus auch eine unbehagliche Atmosphäre zu bieten hat. Leider fühlen sich einige Teile eher wie zusammen gewürfelt an, das klare Ziel vermisst man etwas und in Summe hat man hier einfach das Gefühl, alles schon einmal besser gesehen zu haben. Das betrifft auch die Bedeutung, denn zu oft hatte ich hier „bedeutungsschwanger“ beim Betrachten auf den Lippen, was selten ein Zeichen dafür ist, dass ich von einem Film gefesselt werde.

„Burial“ bekommt von mir 5/10 manche Toten einfach lieber ruhen lassen sollende Empfehlungspunkte.

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NieR: Automata (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2022/01/13/nier-automata-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2022/01/13/nier-automata-game-review/#respond Thu, 13 Jan 2022 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34151 Die Menschheit hat die Erde verlassen und sich auf den Mond zurückgezogen. Der Grund dafür ist eine Invasion. Außerirdische haben die Erde angegriffen. Ihre Armee? Eine Legion an Maschinen. Die Menschheit hat im Gegenzug Androiden erschaffen, welche die Erde für … Weiterlesen

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Die Menschheit hat die Erde verlassen und sich auf den Mond zurückgezogen. Der Grund dafür ist eine Invasion. Außerirdische haben die Erde angegriffen. Ihre Armee? Eine Legion an Maschinen. Die Menschheit hat im Gegenzug Androiden erschaffen, welche die Erde für sie von den Maschinen zurückgewinnen sollen. Dazu wurde im Orbit der Erde der „Bunker“ installiert. Eine Raumstation, die im ständigen Kontakt mit der Mondbasis der Menschheit steht, und von welcher aus die Rückeroberung der Erde strategisch und taktisch geleitet wird.

Aktuell wird die Androidin 2B (also Type 2, Model B) zur Erde geschickt, um in einer verlassenen Fabrik eine Maschine der Goliath-Klasse zu finden und zu zerstören. Allerdings wir ihre gesamte Staffel getötet, sie allein bleibt übrig. Unterstützung bekommt 2B allerdings vom Scanner-Modell 9S.

Die beiden werden von nun an eine lange Zeit ein Team sein und Geheimnisse aufdecken, welche sie in ihren Grundfesten (und nicht nur sie) erschüttern werden. Zuerst entdecken sie, dass es Maschinen gibt, welche nicht kämpfen wollen. Pazifisten eben. Und dann entdecken sie, dann entdecken sie Maschinen, welche dabei sind menschliche Verhaltensweisen zu imitieren … und das ist erst der Anfang. Ganz, ganz der Anfang.

Puh, was für ein Biest von einem Spiel. Es ist schwer zu beschreiben, was genau „NieR: Automata“ für eine geballte Ansammlung an großartigen Ideen ist. Das beginnt beim Art-Design der Figuren, geht über die Ideen in der Story bis hin zu den Referenzen und philosophischen Ansätzen, die so nebenbei im Spiel untergebracht werden, geht weiter in die Vermischung verschiedener Genres, erweitert sich dann nochmals ins Interface des Spiels (also das Spielmenü, welches tatsächlich Teil des Spiels ist) und hört noch nicht mal damit auf, dass alle Waffen(!) im Spiel eine Hintergrundgeschichte haben, die man nach und nach freischalten kann. Also eigentlich sind es keine Hintergrundgeschichten, sondern die Waffen speichern die Erinnerungen ihrer Benutzer. Und wenn man diese Geschichten so liest, nun, da waren schon wirklich, wirklich schräge Vorbesitzer dabei … nur, damit ich das nochmals betone: Ihr könnt jede Waffe bis zur Stufe 4 hochleveln. Und in jeder Stufe schaltet ihr ein Viertel der Erinnerungen der Vorbesitzer:innen frei. Das geht von kleinen Geschichten bis hinzu Poesie bis hin zu, nun, tja. Das verrate ich nicht.

Dieses Level an detailliertem Wahnsinn erstreckt sich über alle Ebenen des Spiels. Weiteres Beispiel? Ihr könnt ungefähr die ersten 45 Minuten des Spiels nicht speichern. Das hat einen Storygrund (ihr schaltet die Option erst nach ca. dieser Zeit frei, das Bewusstsein von 2B in den Bunker hochzuladen, was ja quasi nix anderes als Speichern ist). Und es hat außerdem den Bonus, dass man in diesen ersten 45 Minuten eine Bandbreite an Abwechslung (Shoot-Em Up, Bullet-Hell-Shooter, Third Person Action Adventure, 2D Jump ‚N Run, …) einen großen Teil der Spielmechaniken lernt. Und die muss man lernen. Sonst kommt man später nicht sehr weit. Und nachdem man nicht speichern kann, MUSS man die Elemente beherrschen, bevor man quasi ins richtige Spiel einsteigt. Außerdem lernt man die Funktion seines Pods kennen (ein kleiner fliegender Kasten, der 2B mit Feuerkraft und anderen Dingen unterstützt). Genial. Ganz abgesehen davon, dass allein die ersten 45 Minuten so voller großartig inszenierter Momente sind, da haben andere Spiele ihre gesamte Laufzeit lang das Nachsehen.

Das hat allerdings auch den Nachteil, dass es ab dem Zeitpunkt an dem die „Open World“ sich öffnet erst einmal viel Laufarbeit notwendig ist, um die Spielwelt, die Zusammenhänge und Figuren kennenzulernen und ein Gefühl (ja, richtig: Gefühl) für den Ort zubekommen an dem man sich aufhält. Und an diesem Ort wird man viel Zeit verbringen, denn „NieR: Automata“ ist ein langes Spiel.

Deshalb auch gleich ein paar Worte zu den Gerüchten, die herumgeistern, man müssen das Spiel drei Mal durchspielen, damit man es wirklich beendet hat. Das ist falsch. Nämlich komplett falsch. Ich habe das auch oft gelesen und offen gesprochen hat mich das lange davon abgehalten das Spiel zu kaufen und zu spielen.

Tatsächlich ist es so: Das Spiel hat drei Akte. In allen diesen drei Akten gibt es einen klaren Storyfaden, welcher am Ende des Aktes abgeschlossen ist. Aber eben nur dieser Storystrang. Viele andere Fragen bleiben offen. Und werden teilweise im zweiten Akt (Handlungsstrang, der parallel zum ersten verläuft) beantwortet. Allerdings tun sich ganz neue Fragen auf. Und im dritten Akt … nun, das kann und ich will ich nicht verraten, denn was hier (erneut nach einem grandiosen Auftakt gibt es einen kleinen Durchhänger) in Summe passiert, dass wird euch den Boden unter den Füßen wegziehen, denn plötzlich sieht und versteht man Dinge, die in den ersten beiden Durchläufen passiert sind mit ganz neuen Augen und deutet sie teilweise absolut anders. Und Ja, es stimmt: Es gibt mehrere Stellen im Spiel, die das Potential haben euch das Herz zu brechen. Ich bin wirklich mehrmals vor dem Bildschirm gesessen und dachte mir „WTF?! DAS hatte das zu bedeuten.“

Als ich den ersten Akt durchhatte und der Abspann lieft, da dachte ich mir: „Ja, das ist ein gutes Spiel mit coolem Art-Design und coolen Ideen, aber ich verstehe den Hype nicht.“ Eine der coolen Ideen ist zB die Fähigkeiten von 2B so zu gestalten wie man das will. Man kann nämlich mit „Chips“ alles an Funktionen in ihr ändern. Man kann sie sogar abschalten (indem man den OS-Chip rausnimmt), das führt allerdings zum „Game Over“ (und einem der 26 Enden). Ich hatte zum Beispiel anfangs ein Problem mit dem Ausweichen bei Kämpfen. Und hab mir dann einfach einen Chop gekauft, der das automatisch für mich macht. Oder bei den „Bullet-Hell“-Teilen, da habe ich oft zu langsam reagiert. Und dann habe ich einen Chip entdeckt, der die Zeit für eine oder zwei Sekunden verlangsamt, wenn Kugeln zu nah an 2B rankommen. Da wird dann ein Ballett daraus, dass kann ich euch sagen. Da fühlt man sich wie Neo in der Matrix, während man mit dem Schwert in der Hand Kugeln ausweicht und sich so einer Panzermaschine nähert, die einem mit einer Dauerfeuersalve auf Distanz halten will. Echt, echt cool, wie das gelöst wurde. Grandiose Idee. Wirklich.

Aber zurück zur Story: Denn der erste Akt ist eine zu 100% vorhersehbare Story. Ein Team. Gefühle füreinander (die zwar verboten sind, aber okay). Der junge Engagierte, der die kühle reservierte liebt und sich beweisen will. Die gute Dame, die nach und nach auftaut. Bosskämpfe, Aufopferung und am Ende die Tragik, die dann aber wirklich gut aufgefangen wird. Alles klassische Zutaten. Macht Spaß, sieht gut aus, funktioniert super und – Hand aufs Herz – hat mit 2B auch eine unglaublich sexy Protagonistin. Mit einer sexy Androidin mit Schwert Maschinen zerlegen? In Zeitlupe? Nochmals: Mit Schwert! Na klar, da bin ich dabei. Im ersten Akt sind bereits mehrere Story-Momente, die einen großen „WTF!?“-Kern haben. Ich sag nur „We become as gods!“. Aber in Summe ist eines klassische Heldenreise eines ungleichen Duos.

Und dann kommt der zweite Akt. Und nach und nach versteht man, was tatsächlich los und warum das Ende nicht das Ende sein kann. Man bekommt neue Sichtweisen auf vorher geschehene und mit 2B erledigte Missionen. Kurz: Man bekommt weit mehr Einsicht und die anderen Figuren und ihre Motivationen. Und außerdem trennen sich die Protagonisten 2B und 9S storymäßig manchmal. Während ihr im ersten Akt also die eine Seite seht, so seht ihr im zweiten die andere Seite und vice versa.

Und bereits da beginnt die Facade der Heldenreise zu bröckeln oder zumindest ist der Held/die Heldin vielleicht nicht die Person, die ihr dafür gehalten habt und nochmals vielleicht ist die Story, die ihr zu kennen dachtet, mit diesen neuen Informationen eigentlich völlig anders gelaufen und ja, ihr werdet mehrmals sagen: „WTF?!“

Ganz abgesehen davon, dass zu 100% neue Spielmechaniken eingeführt werden. So könnt ihr, wenn ihr wollt, ganz auf Schwertkämpfe verzichten, weil es dann … andere Möglichkeiten gibt.

Und bevor ich über den dritten Akt schreibe, noch kurz ein bisschen Kritik: Es gibt viele unsichtbare Wände. Die Erkundung der „offenen Welt“ ist anfangs gewöhnungsbedürftig, weil es schwer ist die Gegend zu lesen. So sehen zum Beispiel Gebäude, die man betreten kann genauso aus, wie jene, die man nicht betreten kann. Auch Gebäude, die teilweise Löcher in den Wänden haben, durch die man locker durch passen würde: Bei ein paar geht es. Bei ein paar geht es nicht. Das ist schelcht gelöst worden. Auch laufen alle(!) Quests im Grund darauf hinaus von A nach B zu laufen und dort ein Gespräch zu führen oder etwas zu zerstören. Und tja, was soll ich sagen: Die Welt ist leer. Und die Welt ist trostlos. Auch farblich. Das passt allerdings wirklich gut zum Design und zur Story und wird von mir auch nicht wirklich als Kritikpunkt gesehen, weil ich einfach kein Grafikfetischist bin. Und erneut: Das Art-Design ist großartig. Es ist ja auch ein genialer Schachzug, die Figur der 2B als Protagonistin des ersten Akts zu nehmen, denn das Durchschnittspublikum funktioniert wie ich: Mit dieser Dame mit einem Schwert böse Jungs verhauen? Passt. Gern. Wie sagt man so schön? Köder geschluckt.

Und jetzt zurück zur Story und zu Akt 3. Denn wenn Akt 1 die klassische Heldenreise bietet und die Beziehung der Hauptfiguren definiert und euch dazu bringt, die Welt kennenzulernen, dann dient Akt 2 dazu, die Beziehung der Hauptfiguren zu vertiefen, die Welt werdet ihr danach verinnerlicht haben, ihr werdet euch allerdings nicht mehr sicher sein auch welcher Seite ihr steht und wer jetzt eigentlich die guten und/oder die Bösen sind.

Und dann kommt Akt 3 und dekonstruiert die gesamte Heldenreise von Akt 1 und belächelt die Fragen, die ihr euch in Akt 2 gestellt habt, weil ihr dachtet, ihr wisst was los ist. Die Menge an neuen Enthüllungen welche im dritten Akt auf euch warten und an Szenen, die euch einen Kloß im Hals verpassen werden sind mannigfaltig. Und alles, wirklich alles, ist bittersüß. Es ist kein depressives Spiel, aber es ist ein Spiel, welches nicht davor zurückscheut euch die Schönheit auch im Schlimmen zu zeigen. Poesie sozusagen. In Spielform. Und ja, das gibt es. Von der grandiosen Action (Akt 3 legt in der zweiten Hälfte nochmals eine Schippe an allem drauf, was ihr vorher erlebt habt. Und wer den ersten Akt gespielt hat, der oder die weiß, dass ihr bereits im ersten Akt wirklich, wirklich viel erlebt) und Inszenierung will ich jetzt nicht mal anfangen.

Also nein, ihr müsst das Spiel nicht drei Mal durchspielen. Das ist Blödsinn. Wenn ich so einen Satz lese, dann schreckt mich das ab. Ich will nicht drei Mal das gleiche Spiel durchspielen müssen, um zu wissen wie es ausgeht. Sowas würde mich langweilen und nerven. Und deshalb nochmals: Müsst ihr auch nicht. Gibt es Parallelen zwischen Akt 1 und 2? Ja. Durch die neuen Spielmechaniken könnt ihr aber bereits bekannte Teile (zB Bosskämpfe) quasi im Vorbeigehen machen. Quests, die ihr in Akt 1 bereits gemacht habt könnt ihr links liegen lassen und jene, die noch offen sind könnt ihr ignorieren Ich würde trotzdem empfehlen einige der Quests aus Akt 1 in Akt 2 zu wiederholen, weil ihr so weit mehr Hintergründe zu der Story bekommt).

Zusammenfassend: „NieR: Automata“ ist ein Spiel, welches ihr in dieser Form und auch in dieser Konsequenz noch nie gespielt habt. Das Spieldesign beginnt beim Spielmenü, geht über alle Teile des Spiels und endet noch nichtmal im Abspann(!). Ich habe noch nie zuvor ein dermaßen durchdachtes Spielerlebnis gehabt. Das richtige Ende (ja, das gibt es) hat mich dann etwas unterwältigt, weil es meiner Ansicht nach sehr subtil daherkommt. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich das Spiel bereits vor ein paar Tagen beendet habe und immer noch darüber nachdenke. Dass muss ein Spiel erst einmal schaffen.

Würde ich „NieR: Automata“ in einem Satz beschreiben müssen, dann würde ich es so formulieren: „Es ist ein Spiel, welches von der ersten Minuten an mitreisst, sich dann als durchschnittlicher Third-Person-Action-Adventure in einer cool designten Welt herausstellt, wir dann zu einem viel besseren und coolerem Genre-Mix, der mit seiner Story und Game-Design-Tiefe überrascht und endet als eine Erfahrung, die man gemacht hat.“

Das alles liest sich extrem kompliziert und eigentlich dürften die ganzen einzelnen Teile nicht zusammenpassen. Wenn man sich das am Papier ansieht, dann kann man nur den Kopf schütteln. Das kann nicht klappen. Und dann hat man es durchgespielt und plötzlich weiß man, was die alte Redewendung „Mehr als die Summe seiner Teile“ bedeutet. Denn die Teile funktionieren nicht nur einfach, sie greifen perfekt verzahnt ineinander. Großartig.

Einfach großartig. Die paar Kritikpunkte von oben? Vergeßt sie. Nachdem ihr das Spiel durchhabt, wird euch das keine Sekunde lange mehr interessieren.

Und … was den Soundtrack betrifft: Den habe ich mir mittlerweile importiert, weil … wow, sag ich nur. Wow.

Konklusio: Gebt euch dieses Erlebnis.

Anmerkung: Ja, „NieR: Automata“ ist der Nachfolger von „NieR: Replicant“ und sogar ein Story-Ableger einer alten Spielreihe namens Drakengard. Ihr braucht jedoch kein Vorwissen. Das Spiel erzählt euch alles, was ihr wissen müsst.

Und nochwas: Wenn ihr ein anderes Spiel kennt, bei dem euch ein Roboter, der vor euch steht und immerzu die Worte „Mommy. Mommy.“ wiederholt die Tränen in die Augen treiben kann, dann sagt es mir. Ich höre immer, dass „The Last Of Us Part 2“ ein emotionales Meisterwerk ist. Im Vergleich mit NieR: Automata stinkt es meiner Meinung nach gehörig ab. Und hier geht um Androiden und Maschinen. Dass muss Platinum Games mal jemand nachmachen können.

„NieR: Automata“ bekommt von mir 10 von 10 möglichen, die kleinen Design-Fehler, wie unsichtbare Wände, ignorierende, weil sie „Part Of The Design“ sind, Punkte.

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