Thriller | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Fri, 16 Jan 2026 07:09:01 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Still Wakes The Deep (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/#respond Sat, 17 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38371 Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause … Weiterlesen

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Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause kann. Seine Frau war darüber nicht sehr erfreut, es gab einen handfesten Streit und sie drohte sogar mit Scheidung. Auch vermisst er seine beiden Töchter.

Aber an diesem Tag holt ihn alles ein, denn der Boss will ihn sehen und Caz vermutet, dass die Polizei ihn aufgespürt hat. So ist es auch. Er wird gefeuert und macht sich gerade auf dem Weg zum Hubschrauber, der ihn zurück aufs Festland bringen soll, als eine Explosion die Plattform erschüttert.

Und schon bald darauf ist nichts mehr so wie es einmal war …

Ich habe schon öfter von „Still Wakes The Deep“ gehört und war immer interessiert daran, aber ich bin nich dazu gekommen. Nun – endlich – war es soweit und ich muss sagen, ich bin ziemlich beeindruckt. Zumindest zum größten Teil. Aber der Reihe nach.

„Still Wakes The Deep“ ist ein Horror-Spiel, in welchem ihr in der First-Person-Perspektive durch die Plattform hetzt und versucht irgendwie von dort wegzukommen. Das ist auf sich allein gestellt schon mal ein Hammer, denn die Macher:innen geben sich weder grafisch noch atmosphärisch eine Blöße. Das Spiel sieht verdammt gut aus (Ausgenommen Gesichter) und die Atomsphäre, die manche Areal verströmt, die ist zum Schneiden dick.

Dazu kommt ein extrem gelungenes Sound-Design und die Belichtung ist ein Hammer. Was ich auch großartig finde – die Handlung ist örtlich irgendwo in den Gewässern in der Gegend von Schottland angesiedelt, was bedeutet die hervorragenden englischen Synchronsprecher haben alle einen schottischen Dialekt. Herrlich. Wie oft man hier „mate“ hört oder „f*ckin“. Fühlt sich einfach echt und gut an.

Der große Nachteil von „Still Wakes The Deep“ ist allerdings das Gameplay, denn wenn man es genau nimmt, dann läuft man herum, klettert mal wo rauf oder runter und hin und wieder drückt man einen Hebel. Und wenn man das fünfte Mal eine Sicherung tauscht und die genau gleiche Animation sieht, dann fragt man sich schon, ob das nicht vielleicht auch anders gegangen wäre. Naja.

Wie dem auch sei – die Beira D-Plattform ist der Hauptcharakter, denn das Ding ist beeindruckend. Man fühlt sich tatsächlich wie an einem richtigen Ort. Manchmal dachte ich mir, kann ich das Öl und den Rauch wirklich riechen. Das ist wirklich beeindruckend, wie gut die das hinbekommen haben.

Wo sie halt dann aus meiner Sicht straucheln sind ein paar andere Dinge, nämlich konkret die Story an sich. Die leiht sich ein paar Momente aus „John Carpenter’s The Thing“ und ähnlichen Filmen. Ja, die Explosion passiert, weil die Herren wo bohren, wo sie nicht bohren sollten. Und ja, dann kommt was aus dem Boden und macht sich auf der Station breit. Ja, auch zu Body-Horror-Momenten kommt es. Und zwar zu einigen. Und wie soll man das Ding denn besiegen? Oder will man das überhaupt? Eigentlich will man nur weg.

Und das alles funktioniert, aber zu keiner Sekunde hatte ich zu keiner der Figuren (auch zu Caz selbst) auch nur irgendwie eine emotionale Verbindung. Irgendwo habe ich gelesen, dass es im Spiel darum geht, sich Dingen zu stellen und das Weglaufen alles nur schlimmer macht (Caz Flucht vor der Polizei quasi als Metapher), aber ich glaube, da hat sich ein Redakteur oder Spieler mehr Gedanken gemacht als die Macher:innen selbst.

Das nächste ist das Ende. So toll die Atomsphäre ist und so spannend die Wege und Mittel wie Caz und seine Kumpels versuchen, die Lage zu retten oder zumindest Zeit zu gewinnen – das ist alles cool und toll inszeniert, aber die Begegnungen mit diversen Monstern sind … naja, suboptimal umgesetzt, sag ich mal (ihr könnt euch nur verstecken oder weglaufen) und das Ende kommt dann richtig, richtig abrupt. Da hatte ich irgendwie das Gefühl, dass den Macher:innen die Geduld oder Ideen ausgegangen sind.

Egal – in Summe war „Still Wakes The Deep“ ein cooler Trip, den ich sogar so gern gespielt habe, dass ich mir den DLC „Siren’s Rest“ auch besorgt habe. Dazu ein anderes Mal mehr.

Wer also ein Horror-Spiel mit toller Atmosphäre, cooler Grafik und einem absolut kultigen und gut umgesetzten Ort spielen mag, den man ja in Spielen eher selten betritt (ich kann mich nur an die berüchtigte Mission in „Splinter Cell“ erinnern, die auf einer Ölplattform spielt), dann unbedingt zugreifen. Auch wenn das Ganze schon nach knappen 6 Stunden wieder vorbei ist.

„Still Wakes The Deep“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, mit Atmosphäre und (dafür gibt es nen Extrapunkt) schottischem Charme punktenden, Punkte.

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Affinity (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/06/affinity-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/06/affinity-2025-filmkritik/#respond Tue, 06 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38360 Bruno (Marko Zaror) ist ein Ex-Seal, der nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders bei einem Einsatz, unter einer Posttraumatische Belastungsstörung leidet. Er versumpft in Bars, durchlebt immer wieder die tragischen Augenblicke und denkt auch an Selbstmord. Bis eines Tages plötzlich … Weiterlesen

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Bruno (Marko Zaror) ist ein Ex-Seal, der nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders bei einem Einsatz, unter einer Posttraumatische Belastungsstörung leidet. Er versumpft in Bars, durchlebt immer wieder die tragischen Augenblicke und denkt auch an Selbstmord.

Bis eines Tages plötzlich eine junge Dame namens Athena (Jane Mirro) leblos vor seinem Zuhause liegt. Er kann sie wiederbeleben, bietet ihr einen Unterschlupf an und schließlich verlieben sich die beiden. Bis nach kurzer Zeit plötzlich bewaffnete Männer auftauchen und sie ohne Vorwarnung einfach entführen…

Nach Diablo ist dies die zweite Story von Marko Zaror, der auch am Drehbuch beteiligt war, produziert hat, Hauptdarsteller ist und die Regie über die Martial Arts Szenen übernommen hat. Die übrige Regie übernahm Brandon Slagle und das erklärt einiges, denn seine Filme sind im besten Fall unfreiwillig komisch wie etwa The Flood. Ein weiteres Problem ist Zaror selbst, denn bis jetzt kenne ich ihn nur als meist exzentrischen Gegenspieler von diversen Helden.

Hier ist er aber nun selbst mindestens der Antiheld und er darf sich auch noch verlieben. Es geht mir nicht darum zu behaupten, Martial Arts Schauspieler könnten nur eine Sache spielen, gerade Scott Adkins finde ich von seinen Filmen her doch vielseitig und er bleibt dabei auch glaubwürdig. Zaror hingegen schwankt hier zwischen liebevoll tumb aka weiß sein Charakter nicht genau, wie er seine Gefühle ausdrücken soll und unglaubwürdig gespielt hin und her.

Das sind aber nur ein paar Szenen, denn was er dafür in den Kampfszenen zeigt, ist dynamisch, wuchtig und macht Spaß. Wäre ich jetzt zynisch könnte ich schreiben: spielt den Rest vor und schaut euch genau diese Sequenzen an. Was aus meiner Sicht aber schade wäre, nicht weil ich den Film als gut bezeichnen würde, er ist aber definitiv ein Guilty Pleasure Erlebnis. Als wäre die Story direkt aus dem Gehirn eines noch immer gerne träumenden Jungen extrahiert worden.

Der große Bube ist in diesem Fall Zaror und was er bekommt ist eine Traumfrau, die quasi aus dem Nichts bei ihm auftaucht und im Prinzip wie für ihn geschaffen wurde. Welcher Single-Mann auf der Suche, würde sich bitte nicht genau das wünschen? Keine Bewerbungsgespräche aka Dates, sondern sofort ein emotional intimer Start, aus dem dann schnell Liebe wird? So entsteht hier dann auch ein gewisses „Märchen für Erwachsene“ Feeling.

Dabei fühlen ist gut, denken sollte man aber eher lieber lassen, denn der Plot wird gegen Ende abstruser aber wie gesagt: als Fabel geht das schon so durch. Zaror überzeugt klar vor allem physisch und rein von seiner Präsenz her. Mit Brooke Ence (Wonder Woman) hat er eine Partnerin zur Verfügung gestellt bekommen, die ebenfalls vor allem mit ihren Muskeln beeindrucken kann. Louis Mandylor (Daylights End) darf als väterlicher Mentor für Ruhe und das nötige Gefühl sorgen.

Fans des Stars können hier also ruhig einen Blick riskieren, genauso wie Freunde der Kampfkunst. Wer eine gewisse Toleranz für Schwankungen zwischen Naivität und nicht gänzlich stimmigen Plot-Ideen hat, der wird sich auch sicherlich nicht ärgern müssen. Sieht man es als Hommage an Videotheken Actionkracher der 90er Jahre, dann kann man ihn wiederum richtig gut finden. Nur glaube ich nicht ganz, dass er so gemeint war. Auf jeden Fall ist Zaror als Psycho, von seinen Performances um einiges unterhaltsamer.

„Affinity“ bekommt von mir 5/10 Suizidgedanken durch Liebesfreuden ersetzende Empfehlungspunkte.

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Coyotes (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/30/coyotes-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/30/coyotes-2025-filmkritik/#respond Tue, 30 Dec 2025 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38337 Ein Sturm im Nobelviertel Hollywood Hills. Deswegen sind Scott (Justin Long) und seine Frau Liv (Kate Bosworth) gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Hund, mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten. Da man sich so miteinander beschäftigen muss, wird Scotts … Weiterlesen

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Ein Sturm im Nobelviertel Hollywood Hills. Deswegen sind Scott (Justin Long) und seine Frau Liv (Kate Bosworth) gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Hund, mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten. Da man sich so miteinander beschäftigen muss, wird Scotts Arbeitswut und seine mangelnden Aktivitäten mit seiner Familie, zum Thema gemacht.

Bald kann „der Mann im Haus“ jedoch auf eine ganz andere Art und Weise die Liebe zu seiner Familie, unter Beweis stellen. Sein Haus wird nämlich von einer Meute von hungrigen Kojoten umzingelt und sie scheinen neben einer extra Portion an Aggression, auch einen starken Appetit auf Menschenfleisch im Gepäck zu haben…

Regisseur Colin Minihan (Extraterrestrial) hat früh in seiner Karriere, bei über 100 Musikvideos die Regie übernommen. Ein paar Minuten zu unterhalten, ist eine Sache, aber bei einem Spielfilm die Spannung zu halten, eine ganz andere. Ich kenne seine anderen Filme nicht, aber seine Coyotes sind für mich auf mehreren Ebenen nicht stimmig inszeniert. Dazu passend auch ein kleines Detail und zwar dass die imdb als Genre für den Film, Horror nicht mit angegeben hat.

Was am ehesten noch funktioniert, ist dass man dem Hass auf reiche Menschen von Normalsterblichen (also uns Zusehern), ein Ventil liefert, um der Schadenfreude freien Lauf zu lassen. Abgesehen davon, dass man im besten Fall nicht ein Mensch sein möchte, der so tickt, funktioniert der Film selbst im Verlauf der Handlung, dann doch nicht wirklich so. Sicherlich sterben hier reiche Leute, doch du freust dich erstens nicht darüber, weil sie dir egal sind und zweitens spielen sie nicht die Hauptrolle.

Die spielt die „sympathische“ reiche Familie und eigentlich ist der Schwerpunkt der Story/Moral eben Familie an sich und dass man sie wahrnehmen soll, für einander da sein wollen sollte und nicht immer nur an die Arbeit denkt. Ob sich das Verhalten des Vaters nach Ende der Ereignisse ändern wird, ehrlich gesagt ich habe keine echte Änderung gespürt. Falls man es übrigens nicht gemerkt hat, dass war mein Versuch, ein paar positive Sachen als erstes zu bringen.

Wo A Breed Apart nicht zuletzt an den Effekten gescheitert ist, liegt hier eher der Schwachpunkt in der Art der Inszenierung und der Tatsache, dass Kojoten einfach nicht furchterregend aussehen. Ja, das Heulen hat schon was gruseliges und Hundeattacken im echten Leben, können durchaus auch tödlich enden, doch das weiß man einfach, man sieht und spürt es hier jedoch nie. Ebenso kommt keine Spannung auf, eher das Gegenteil ist der Fall, schnell macht sich Langeweile breit.

Ihr könnt es schon erahnen, nein, es ist auch nichts hier so schlecht, dass es wieder lustig wäre und das Wort Trash, kann ich höchstens auf das Drehbuch beziehen, aber nicht auf die Effekte oder das Schauspiel, obwohl dies ja am Papier ein Creature Feature sein soll. Ohne das Genre Horror? Nun man sieht zumindest eine übel zugerichtete Person, aber ansonsten ist die Sache ziemlich zahm geraten.

Justin Long (It’s a Wonderful Knife) als Scott läuft ziemlich planlos durch die Gegend und sein über sich hinauswachsen – wenn man es denn so nennen kann – ist eher lächerlich. Kate Bosworth (Before I Wake) als seine Frau Liv wirkt etwas lebendiger, kann aber auch keine Impulse setzen, die im Gedächtnis bleiben würden. Nur beim Miniauftritt von Katherine McNamara zu Beginn musste ich grinsen (so einen „Cameo-Kill“ hat sie auch bei Life Snatcher schon hingelegt), weil sie als Einzige so over the top fruchtbar ist, dass man ihr die Kojoten „gönnt“.

Nicht dass es hier im Vorfeld einen Hype gegeben hätte, aber sorry, das ist in Summe einfach ein „big nothing burger“. Horror ist es nur im Ansatz, eine Komödie ist es höchstens in Form von satirischen Spitzen und für Trash ist es vor allem von der Professionalität zu gut. Somit kann ich den Film eigentlich Niemanden wirklich empfehlen und eine Botschaft, kann ich mir hier sowieso keine mitnehmen. Ein Erlebnis der Marke: nicht ärgerlich, eher unheimlich belanglos und nichts aussagend.

„Coyotes“ bekommt von mir 4/10 den Hass auf reiche Menschen durch die Wut auf uninspirierte Drehbücher ersetzende Empfehlungspunkte.

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Alien: Earth – Staffel 1 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/20/alien-earth-staffel-1-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/20/alien-earth-staffel-1-serienkritik/#respond Sat, 20 Dec 2025 05:00:40 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38248 Im Jahr 2120 kontrollieren fünf große Unternehmen die Erde und das kolonisierte Solarsystem. Nach einer 65 Jahre andauernden Mission der Weyland-Yutani Corporation, wobei es dabei ging diverse Alien-Spezies einzufangen und zu studieren, ist das Raumschiff bereit für die Heimreise auf … Weiterlesen

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Im Jahr 2120 kontrollieren fünf große Unternehmen die Erde und das kolonisierte Solarsystem. Nach einer 65 Jahre andauernden Mission der Weyland-Yutani Corporation, wobei es dabei ging diverse Alien-Spezies einzufangen und zu studieren, ist das Raumschiff bereit für die Heimreise auf die Erde, doch es kommt durch Komplikationen, zu einem Absturz des Schiffes.

Es landet mitten im Gebiet der Prodigy Corporation, die sofort eine Rettungsmission startet, die schon schnell zu einer „die Kreaturen für sich beanspruchen“ Mission wird. Mittendrin ist dabei Wendy (Sydney Chandler), die vor kurzem noch ein sterbendes kleines Mädchen war und deren Bewusstsein sich nun in einem synthetischen Prototyp von Prodigy befindet…

Noah Hawley ist manchen Leuten ein Begriff, weil er für Serien wie Legion oder Fargo verantwortlich war und dabei auch bei einigen Folgen Regie geführt hat. Aktuell widmet er sich der Erweiterung eines Franchise, dass letztes Jahr mit Romulus wieder auf der Bildfläche erschienen ist und es auch weitere Filme geben wird. Zwischen August und September 2025 wurden nun auf Hulu (bei uns Disney+) die acht Folgen der Alien: Earth Serie veröffentlicht.

Sie spielt zwei Jahre vor den Ereignissen des ersten Alien-Films, jedoch in einer alternativen Zeitlinie, außerhalb des Kanons der Filme. Eines ist dabei unmissverständlich klar und das Thema wird auch immer wieder aufgegriffen: dies ist eine Peter Pan Story, eingebettet ins Alien-Universum. Die Größe ist weitläufig, durchaus auch stellenweise berauschend und behandelt Themen wie was macht Persönlichkeit und Identität aus und die Anmaßungen der Superreichen.

Was ziemlich schnell auffällt, ist dass die Facehugger und Xenomorphs hier nicht die Hauptrolle spielen. Es ist die Story der jungen Prototyp Hybriden – also die mit dem Bewusstsein der Kinder in künstlichen Körpern – der Hauptfokus und nebenbei werden noch ein paar andere Kreaturen eingeführt, die was den Body-Horror betrifft, in ihren Arten zu töten den Ekelfaktor der Aliens sogar noch übertreffen.

Man könnte durchaus sagen, dies ist eine Mischung aus Gesprächen/Beobachtungen über Existenz und Macht an sich und der Freude daran Menschen zuzusehen, wie sie auf unterschiedliche und stets blutige Art und Weise zerlegt werden. Die Effekte sind dabei richtig großartig, ebenso die Kameraeinstellungen und die Art, wie der Score bei jeder Folge mitsammen mit den Einblendungen der Titel und der kurzen Zusammenfassung der letzten Ereignisse ein unangenehmes Gefühl erzeugen und dich die Rocksongs am Ende jeder Folge, gehypt zurück lassen.

Mit Effekte meine ich dabei sowohl das CGI, als auch die handgemachten Gore-Momente. Die Schauspieler sind dabei ebenso perfekt in ihren Rollen. Egal ob Sydney Chandler (Don´t Worry Darling), die mit weit geöffneten Augen die Welt entdeckt und im weiteren Verlauf immer unheimlicher wird, oder Samuel Blenkin (Mickey 17) als Boy, der Prototyp überhaupt auf die überheblichste Form von Narzissmus und Amoralität bezogen über Timothy Olyphant (Havoc) als Synth mit speziell trockenen Humor, das ist großes Kino.

Was mich zu den Negativpunkten bringt, denn so gut auch die Darsteller sind, so ambivalent sind die Gefühle, die man ihren Figuren gegenüber hat. Es geht mir nicht darum, dass ich schwarz und weiß brauche und eine klare Identifikationsfigur, aber auch auf Grund der Masse an Figuren wird man als Zuseher hier eher zum Voyeur, als dass man zum Mitfiebern motiviert werden würde. Coole Aktionen liefern viele der Charaktere, aber um keinen hat man Angst bzw. gibt es genug andere Sachen, auf die man sich hier konzentrieren kann.

Nach den ersten vier Folgen, gibt es bei Folge fünf so etwas wie einen Mini-Alienfilm zu bewundern (also die Ereignisse, die zum Absturz in Folge eins geführt haben) und der ist von der Intensität wohl nicht ohne Grund die am Besten bewertete Folge auf der IMDB, aber hier ist mir etwas bei ein paar Aktionen so richtig aufgefallen, nämlich wie dumm einige die Protagonisten teilweise agieren. Atemschutz bei einer operativen Entfernung eines Aliens? Brauchen wir nicht, wird schon keinen Abwehrmechanismus haben.

Einen Container mit Kreaturen richtig mit Deckel verschließen? Aber nein, da dauert ja dann das hin und her viel zu lange. In eine Zelle eintreten, ohne dabei auf das darin befindliche Alien zu achten? Nicht nötig, will ich Jemanden helfen, verschwindet der Rest der Welt einfach aus der Wahrnehmung. Das ging dann so weit, dass ich wirklich in einer Folge eine Pause einlegen musste, um all die vom Drehbuch auferlegten Unachtsamkeiten aka Blödheiten abschütteln zu können.

Das sind Wissenschaftler und Ärzte und auch wenn die Hybriden Kinder sind, sollen sie doch angeblich super intelligent sein. Wäre dies ein Final Destination Film, der Tod bräuchte überhaupt nix zu planen und vorzubereiten, die beseitigen sich schon von selbst. Neben der für Disney typischen finalen Übermacht der weiblichen Hauptfigur, hat mich das mehrmals völlig aus der Immersion heraus geworfen. Was eben gerade deswegen schade ist, weil einige Teile hier so gut wären.

Ein starker Beginn, der in der fünften Folge seinen Höhepunkt findet und dann geht es bergab. Wenn eine Story sich so verläuft in mehreren Handlungssträngen und am Ende zwar eine Neuaufstellung liefert, aber für keinen der wichtigen Figuren Antworten liefert, dann werden die zunächst selbst erzeugten Erwartungen, einfach nicht erfüllt. Was Hawley für die bereits genehmigte zweite Staffel vor hat, ist dennoch spannend und ich werde sie mir sicherlich ansehen, aber ich würde es nicht Vorfreude nennen, eher Neugier.

„Alien: Earth“ Staffel 1 bekommt von mir 7,5/10 sich selbst etwas im Weg stehende und dabei zu viel wollen und zu wenig aussagende Empfehlungspunkte.

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Wildcat (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/11/wildcat-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/11/wildcat-2025-filmkritik/#respond Thu, 11 Dec 2025 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38274 Früher waren sie eine Spezial-Einheit, aber seid einigen Jahren ist Ada (Kate Beckinsale) ausgestiegen und widmet sich nun rein der Erziehung ihrer Tochter. Als diese jedoch auf Grund einer dummen Aktion ihres Bruders entführt wird, kontaktiert sie ihren früheren (auch … Weiterlesen

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Früher waren sie eine Spezial-Einheit, aber seid einigen Jahren ist Ada (Kate Beckinsale) ausgestiegen und widmet sich nun rein der Erziehung ihrer Tochter. Als diese jedoch auf Grund einer dummen Aktion ihres Bruders entführt wird, kontaktiert sie ihren früheren (auch privaten) Partner Roman (Lewis Tan).

Gemeinsam mit ihrem Bruder und einem weiteren Teammitglied macht sich die Truppe auf, um einen Raub zu begehen, um so das junge Mädchen freikaufen zu können. Dabei legen sie sich ganz nebenbei mit den mächtigsten Gangsterbossen der Stadt an…

Ich fang jetzt mal anders an als sonst. Kate Beckinsale hatte im November 2025 einen Auftritt in der Show von Jimmy Kimmel um „Wildcat“ zu promoten. Dort erzählte sie, dass der Freund ihrer Tochter auf die Toilette ging und dort ein Ei gelegt hat (später noch ein zweites) und sie hatte auch ein Beweisvideo (nicht fürs Publikum) dabei. Nein, das soll kein Scherz sein.

Viel mehr ist so ein Kaliber als Story nötig, um von ihrem Gesicht abzulenken. Offensichtlich hat sie nämlich den plastischen Chirurgen von Famke Janssen (Saint Seiya) abbekommen und nachdem ich ihren aktuellen Film gesehen habe, der emotional dramatische Szenen beinhaltet und auch Momente, in denen sie weint, muss ich ganz klar sagen, dass sie sehr tapfer gegen ihr versteinertes Gesicht ankämpft, aber der zeitweise puppenhaft groteske Look siegt am Ende.

Deswegen konnte ich den neuesten Film von Regisseur James Nunn (Shark Bait) – der manchen vor allem wegen seiner „One Shot“ Reihe mit Scott Adkins, die 2026 als Trilogie endet und mit dem Gimmick arbeitet, alles in einem Take ohne Schnitt gefilmt zu haben – ein Begriff ist, so richtig überhaupt nicht ernst nehmen. Dass einige Männer sie dann auch noch anmachen, weil sie so eine scharfe Dame ist, da musste ich dann wirklich den Kopf schütteln.

Vielleicht ist aber auch das eine Ablenkung von Nunn – und Beckinsale ist nur seinem Beispiel gefolgt mit ihrem Interview – denn dieser Film ist eindeutig ein Versuch, lässig zu sein, coole Figuren zu haben und Sprüche zu klopfen wie bei einem typischen Guy Ritchie Film (ein aktuellerer Vergleich wäre etwa The Gentlemen). Mit diesem „Experiment“ scheitert er dann auf allen Ebenen. Ein generisch gelifteter Girlboss und ihr Toyboy, umhüllt von dummen Charakteren und gelangweilten Altstars, wollen ein kleines Mädchen retten, das ist hierfür wohl die akkurateste Beschreibung.

Schade finde ich das aus schauspielerischer Sicht nur für Lewis Tan (Mortal Kombat), denn der ist als Roman charismatisch und zeigt bei den kurzen Fights sein Martial Arts Können, doch die meiste Zeit darf er nur seine (noch) nicht erwiderte Liebe zu Ada zeigen, keine wirklich dankbare Rolle, obwohl er eine gute Figur macht. Die Angebetete wird von Beckinsale im Autopilot gespielt, was sehr schade ist, zu Underworld Zeiten mochte ich sie sehr gerne.

Die Mischung aus Lifting/Botox gepaart mit den nicht lässigen, sondern eher lächerlich coolen Sprüchen, plus unspektakuläre Action und Figuren, die man entweder als dumm, nervig oder desinteressiert bezeichnen kann, das ergibt einen furchtbar beliebigen Film, über den man wohl nur wegen dem zu Beginn erwähnten Thema spricht. Schade um Kate, gerade wenn man sich in den letzten Jahren zuvor Jolt (da passte ihr Gesicht noch) und dann Canary Black angeschaut hat, sieht man den Verfall.

Damit möchte ich die Kritik auch beenden, mit einem Appell an die Hollywood Ladies. Ich verstehe, dass es im Filmbusiness ab einem gewissen Alter schwierig wird, aber was manche von euch mit eurem Gesicht machen, ist karrieretechnisch völlig daneben, da Emotionen kaum mehr sichtbar sind. Als würde ein Chirurg täglich stundenlang mit den Fäusten gegen eine Felswand schlagen, von so einem lässt man sich sicher gerne operieren. Es gibt nämlich genug positive Beispiele, die ihren Weg ohne (sichtbare) Chirurgie gehen und dennoch erfolgreich sind…

„Wildcat“ bekommt von mir 3,5/10 Eintauchen ins Geschehen völlig unmöglich machende Empfehlungspunkte.

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Most Beautiful Island (2017 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/09/most-beautiful-island-2017-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/09/most-beautiful-island-2017-filmkritik/#respond Tue, 09 Dec 2025 20:44:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38281 Luciana (Ana Asensio) ist eine undokumentierte Migrantin. Sie hat keine Papiere und muss jeden Job annehmen, den sie hat. Sie teilt sich eine Wohnung mit einem Bekannten, der sie sehr genau daran erinnert, wann die Miete fällig ist. Sie hält … Weiterlesen

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Luciana (Ana Asensio) ist eine undokumentierte Migrantin. Sie hat keine Papiere und muss jeden Job annehmen, den sie hat. Sie teilt sich eine Wohnung mit einem Bekannten, der sie sehr genau daran erinnert, wann die Miete fällig ist. Sie hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und kommt kaum durch den Tag.

Eines Tages erzählt ihr eine Bekannte von einem lukrativen Job, der nur daraus besteht als optischer Aufputz bei einer Party herumzustehen und dafür wirklich gut bezahlt zu werden.

Zuerst unsicher, muss sie noch ein paar Dinge erledigen, denn für die Party braucht sie ein schwarzes Kleid und außerdem Zeit, die sie eigentlich bei einem anderen Job erledigen müsste.

Aber Luciana hat einen Plan. Und sie ist stur. Auch wenn die Party anders abläuft, als sie sich das vielleicht vorgestellt hat …

Über „Most Beautiful Island“ bin ich per Zufall gestolpert, wie halt so oft in meinem Fall. Und wenn etwas halbwegs interessant aussieht, dann guck ich halt mal rein. Bei diesem Film war es so Ich wusste tatsächlich nicht so richtig, worauf ich mich einlasse, aber es wurde als Thriller/Horrorfilm verkauft, also hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung.

Vorweg: Diese wird nicht erfüllt. Zu keiner Sekunde. Es ist kein Horrorfilm. Es ist auch kein Thriller. Ich kann nicht mal genau sagen, was er ist, weil er einfach Genres mixt, auch wenn Horror per Definition nicht dazu gehört.

Zurück zum Film: Wir verfolgen über die ersten zwei Drittel den Weg von Luciana, die es wirklich nicht leicht hat und deren Leben, wenn man ein wenig darüber nachdenkt, tatsächlich wirklich traurig und deprimierend ist. Die Jobs, die sie hat, der Druck, der die gesamte Zeit auf ihr lastet – all das ist teilweise wirklich heftig mitanzusehen.

Andererseits hat sie ein paar Tricks auf Lager, die dann doch irgendwie nicht ganz okay sind und die sie zur Betrügerin machen. Ja, man versteht zwar, warum sie macht, was sie macht, aber dennoch muss man nicht damit einverstanden sein. Nachdem sie eine Migrantin ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es Leute gibt, die zum Beispiel sagen würde, sie soll einfach wieder heimfahren (was nicht geht. Mit welchem Geld denn?). Dazu kommt noch, dass sie in der doch relativ kurzen Zeit viele Leute trifft, die sie einfach damit durchkommen lassen, einfach, weil sie eine Frau ist und weil sie zumindest Manieren hat.

Es gibt zum Beispiel eine Szene in der sie einem Taxifahrer erst nachdem er sie abgesetzt hat, wo sie hinwill, dass sie kein Geld hat und das sie ihn morgen bezahlen wird, wenn er ihr seine Dienstnummer sagt. Er pfeift auf das Geld im Sinne von „passt schon“ und fährt wieder. Ja, sie kommt damit durch. Ist es symapthisch? Naja, nicht so wirklich. Zumal sie das einfach zu oft macht.

Und dann kommt sie zu der Party – auf Umwegen – und irgendwie sollen wir dann mit ihr zittern, was da auf sie zukommt und … nun, nein. Was Spannung erzeugt, sind die anderen Damen mit ihr im Raum, die vage Andeutungen durch die Gegend werfen und teilweise auch richtig Panik schieben und alle werden in einer von Besucher:innen festgelegten Reihenfolge in einen extra Raum geholt. Manche kommen wieder raus. Andere nach ziemlichem Gekreische nicht mehr. Auch das erzeugt Spannung. Genauso wie die Tatsache, dass sie eine Handtasche mit Vorhangschloss bekommen hat und man sich fragt, was da drin ist (und ja, das erfährt man).

Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich etwas unterwältigt war, ob er Auflösung, was auf dieser Party passiert, aber gut – zumindest war es etwas, was ich noch nie gesehen habe und womit ich nicht gerechnet hatte.

Nach dem Film habe ich kurz überlegen müssen, ob mir der Film jetzt gefallen hat oder nicht, weil ich irgendwie trotzdem etwas anderes und irgendwie mehr erwartet hatte. Im Kern ist der Film langsam, es passiert nicht viel was jetzt wirklich Auswirkungen hat, wir begleiten einfach Luciana in ihrem Leben und bei ihren täglichen Kämpfen. Und trotzdem … ja, er hat mir gefallen. Es war interessant, ich bin gedanklich dabei geblieben und ich habe mir Gedanken danach gemacht.

Ein großer Faktor für mein „Dranbleiben“ ist die Person Ana Asensio, die das Drehbuch geschrieben, die Regie gemacht und auch gleich noch die Hauptrolle übernommen hat. Sie selbst ist Migrantin, kommt aus Spanien, hat dort auch ein paar Filme gemacht und dann gemeinsam mit Larry Fessenden (ja, der Typ, der „Until Dawn“ mitgeschrieben und auch darin gespielt hat – Larry Fessenden sollte B-Movie-Horror-Fans ein Begriff sein, denke ich) diesen hier produziert. Fessenden spielt auch eine kleine Rolle im Film.

Jedenfalls ist sie einerseits eine verdammt hübsche Frau und andererseits ist absolut keine verdammt hübsche Frau. Aber sie hat Ausstrahlung. Sie hat eine faszinierende Mimik und sie wusste offensichtlich genau, was sie hier im Film machen wollte. Und es funktioniert. Ich denke, wenn der Film eine halbe Stunde länger gedauert hätte, wäre es auch okay gewesen für mich. Weil ich von der Figur fasziniert war und auch wie Asensio sie darstellt. Die Frau hat einfach dieses gewisse Etwas. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir andere Filme mit ihr ansehen würde – aber hier, hier passt sie perfekt.

„Most Beautiful Island“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, langsam aufbauende und auch langsam ausklingende, Punkte.

PS: Wer Angst vor Spinnen hat – lasst die Finger von diesem Film. Ernsthaft. Macht einen großen Bogen drum herum.

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M3GAN 2.0 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/06/m3gan-2-0-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/06/m3gan-2-0-filmkritik/#respond Sat, 06 Dec 2025 05:00:04 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37874 Zwei Jahre sind bisher vergangen, seit M3gan Amok gelaufen ist. Gemma (Allison Williams) ist mit ihrer Nichte Cady (Violet McGraw) mittlerweile in ein neues Haus gezogen und während sie Cady auf ihr zukünftiges Leben als Erwachsene vorbereiten will, verbringt sie … Weiterlesen

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Zwei Jahre sind bisher vergangen, seit M3gan Amok gelaufen ist. Gemma (Allison Williams) ist mit ihrer Nichte Cady (Violet McGraw) mittlerweile in ein neues Haus gezogen und während sie Cady auf ihr zukünftiges Leben als Erwachsene vorbereiten will, verbringt sie viel ihrer Arbeitszeit damit, auf die Gefahren von AI aufmerksam zu machen und und auf Gesetzesänderungen zu drängen.

Eines Tages steht jedoch die Regierung vor ihrer Türe weil sie Amelia (Ivanna Sakhno) aufhalten soll, die mit Hilfe von M3gans gestohlener Technologie erschaffen wurde. Dabei könnte ihr durchaus die Tatsache zu Hilfe kommen, dass M3gan weit nicht so endgültig zerstört wurde, wie Gemma dies die letzten zwei Jahre über angenommen hat…

M3gan aus dem Jahr 2022 hat nur 12 Millionen Dollar gekostet und über 180 eingespielt. Der Film hat damals nicht zuletzt auf Grund der Mischung aus Horror und Humor so gut funktioniert. Nun drei Jahre später gibt es eine Fortsetzung, bei der Regisseur Gerard Johnstone wieder mit an Bord ist und auch am Drehbuch mitgeschrieben hat. Dieses mal hat es finanziell nicht wirklich funktioniert, der Film gilt als Flop.

Warum das so ist? Nun das könnte mehrere Gründe haben. Erstens wurde für diesen zweiten Teil das Genre gewechselt. Dies ist kein Horrorfilm mehr, sondern ein SciFi-Actionabenteuer. Zweitens ist M3gan hier nicht mehr die Böse, sondern mutiert zur (Anti)Heldin. Drittens kann man hier durchaus als von „Woker Zeitgeist Kost“ geschädigter Seher etwas klar erkennen, denn hier sind alle Damen auf ihre Art und Weise tough, dafür ist jedes einzelne männliche Wesen entweder dumm, machtgeil, skrupellos oder es treffen gleich mehrere der eben genannten Attribute auf sie zu.

Ist das nun aber deshalb ein schlechter Film für mich? Ganz im Gegenteil, ich finde ihn großartig und rein vom Instant-Unterhaltungswert (ein Partyfilm eben) ist dies einer der besten Filme des Jahres 2025 für mich. Der Star ist wie zu erwarten war ganz klar M3gan und das auch schon, wenn sie noch gar keinen Körper hat. Wie sie sämtliche FBI-Agenten lahm legt, indem sie die ihr zur Verfügung stehende Vernetzung des „smarten“ Zuhauses nutzt, hat mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Dieses Lächeln hat sich bei mir dann durch den gesamten Film gezogen. Von M3gans boshaften, vor allem wegen der Ehrlichkeit/dem Wahrheitsgehalt dahinter entwaffnenden Dialogen über Gespräche mit Cady, wo ihre in gewisser Weise ständig manipulierende Art einer ehrlichen Verletzlichkeit und Sehnsucht nach mehr (als nur ein Roboter zu sein) weicht, über Montagen und ein Geheimversteck, dass mir 80er Jahre Serien Vibes vermittelt hat ist hier so ziemlich nichts verboten.

Der Film ist wie man auf englisch so schön sagt „all over the place“ aber wenn so etwas passen kann, dann in einem Horrorfilm, auch wenn dieses Genre nur mehr ansatzweise vertreten ist. Dass der übermäßige Einsatz von AI angeprangert wird und dann doch (mindestens indirekt) wieder gefeiert wird, empfinde ich angesichts der paradoxen Art, wie wir Menschlein funktionieren, keineswegs unstimmig. Hinzu kommen bekannte Themen wie „immer aus Allem eine Waffe machen zu wollen“ und „die Schöpfung erhebt sich gegen ihren Meister“.

Allison Williams (The Perfection) als Gemma darf dieses mal auch ihre lockere, verspieltere Seite durchscheinen lassen und Violet McGraw (Thunderbolts) als Cady, ist sichtlich reifer, weniger naiv und um einiges kämpferischer geworden als im ersten Teil. M3gan wird ja auch auf englisch nicht von der Dame gesprochen, von der sie gespielt wird, aber die Kombination funktioniert wieder sehr gekonnt. Vom Design her ist sie nun aber weniger gruselig, sondern hat eher was faszinierendes an sich.

In Summe also ein Film, der offensichtlich vielen Menschen nicht das gegeben hat, was sie von einem M3gan Film erwartet haben. Gerade deshalb habe ich ihn aber auch gefeiert. Sympathische Figuren, mit denen man mitfiebern kann treffen auf Gegner, denen man schnell ein Ende bereiten will. Geistreich witzige Gespräche treffen auf stylishe Roboter-Fights. Umgeben sind diese Ladys dann von dummen Männern, die mich nicht geärgert sondern einfach witzig sind, weil man (also ich zumindest) genau solche Menschen aus dem echten Leben kennt. Nein, ich wusste nicht dass ich diesen Film auf diese Art dieses Jahr feiern würde, aber so ist eben AI, die kann dich durchaus auch positiv überraschen.

„M3gan 2.0“ bekommt von mir 8,5/10 das Upgrade unerwartet nicht rein egoistisch einsetzende Empfehlungspunkte.

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Monster Island aka Orang Ikan (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/29/monster-island-aka-orang-ikan-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/29/monster-island-aka-orang-ikan-2025-filmkritik/#respond Sat, 29 Nov 2025 05:00:24 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38263 Saito (Dean Fujioka) und Bronson (Callum Woodhouse) sind beide auf einem Kriegsgefangenenschiff gefangen und sie werden zusammengekettet. Als die Lag eskaliert und ein U-Boot das Schiff versenkt, kommen die beiden gerade noch so mit dem Leben davon und werden an … Weiterlesen

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Saito (Dean Fujioka) und Bronson (Callum Woodhouse) sind beide auf einem Kriegsgefangenenschiff gefangen und sie werden zusammengekettet. Als die Lag eskaliert und ein U-Boot das Schiff versenkt, kommen die beiden gerade noch so mit dem Leben davon und werden an den Strand einer verlassenen Insel angespült.

Aber die beiden können sich nicht leiden, weil … Gründe.

Als ein Monster auftaucht, welches offensichtlich auf der Insel wohnt und Bronsen fressen möchte, verjagt Saito es – mehr aus Reflex – was dazu führt, dass die beiden sich zumindest mal nicht mehr gegenseitig umbringen wollen.

Und dann geht es darum gemeinsam einen Weg zu finden, wie man überlebt und vielleicht auch irgendwann und irgendwie von der Insel entkommt …

Wenn man die Zusammenfassung liest, dann hat man eigentlich ein sehr klares Bild des Films vor Augen und irgendwie auch leichte „Enemy Mine“-Vibes. Und ja, das kommt auch gut hin. Aber dann kommt die Tatsache ins Spiel, die viele Filme besser macht als sie eigentlich sein dürften: „Monster Island“ wurde nicht in den USA gedreht, sondern in Asien, konkret Indonesien.

Und das macht einen großen Unterschied, weil der gesamte „US to the rescue“-Part (zum Teil) wegfällt. Ich könnte jetzt spoilern, aber das mach ich nicht. Ich sag es aber so: Beide Protagonisten bekommen ihren Platz im Scheinwerferlicht. Und den Ami-Part hat ein Brite bekommen. Also – alles gut? Naja, fast. Im Kern ist der Film nämlich tatsächlich völlig belanglos. Es geht um genau gar nichts. Wir wissen ja nicht einmal wirklich irgendwas über die Figuren.

Und trotzdem macht der Film Spaß. Er ist flott geschnitten, es gibt eigentlich so gut wie keine Pausen oder unnötige Szenen und die Action stimmt per se. Es gibt ein paar Zweikämpfe, die gut choreografiert sind und auch wenn das Monster im Grunde viel zu oft gezeigt wird, so ist der Spannungsaufbau bis dahin sehr gelungen.

Dazu kommt, dass die Dynamik und Kommunikation zwischen Saito und Bronson wirklich gut gemacht ist (sie sprechen die Sprache des jeweils anderen nicht) und man fühlt wirklich mit den beiden mit und es macht eine Freude zuzusehen, wie sie beginnen aufeinander zu vertrauen.

Das Monster hat ein paar Kills, ein paar davon ziemlich blutig (wenn auch nur kurz) und die Effekte sehen im Grunde genommen alle sehr gut aus. Das Design des Monsters ist jetzt nicht besonders aufregend – man hat ein ähnliches Design schon x Mal gesehen – und man sieht es viel zu früh in seiner Gänze, aber immerhin wird diese Tatsache dann dazu genutzt, dass man das Monster auch wirklich nutzt. Wie oben schon angeführt: Zweikämpfe. Und ja, wenn das Monster einen großen Sprung macht, dann wirkt das – wie in den meisten Filmen – lächerlich. Kommt aber eh nie vor.

Das Ende und was mit dem Monster passiert hat mich dann doch überrascht und ja, ich finde Kämpfe mit Samuraischwertern immer noch cool anzusehen. Die müssen nicht mal lang dauern oder eine extreme Choreografie haben – ich mag das einfach. Stell jemanden mit einem Samuraischwert hin, der (oder die) weiß, wie er (oder sie) es halten muss, stell ihn (oder sie) in Kampfpose und in meinem Hirn blinkt sofort das Wort „episch“ auf.

Wie dem auch sei: Macht „Monster Island“ irgendwas neu? Nein. Nichts. Ist es trotzdem einer der besseren Vertreter dieser Gattung Film, unterhält er und macht er Spa0: Definitiv. Gegen Ende gibt es dann sogar ein wenig Grund zur Rührung, auch wenn ich persönlich das Ende bzw. die letzte Szene (auf nem Schiff) nicht gebraucht hätte. Aber gut. Das schmälert den Rest nicht.

„Monster Island“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, für die einmalige Sichtung absolut ausreichende und unterhaltsame, Punkte.

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Trapped In Her Dorm Room (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/#respond Tue, 25 Nov 2025 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38259 Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und … Weiterlesen

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Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und mitbekommt, dass sie eventuell in einen anderen verknallt sein könnte, dreht er am Rad, stellt sie zur Rede, es kommt zum Handgemenge und plötzlich sieht sich Erin mit der Tatsache konfrontiert, dass Cade sie in ihrem Zimmer eingesperrt und allen von ihrem Handy aus eine Nachricht geschickt hat, dass sie doch nicht mitfährt, denn sie muss ein Kunstprojekt fertigstellen.

Und Cade wird keine Ruhe geben, bis Erin endlich verseht, dass sie ja eigentlich ihn liebt …

Ich hatte keine Ahnung, was Lifetime ist, als ich mir „Trapped In Her Dorm Room“ angesehen habe. In Kurzfassung und stark vereinfacht: Die machen TV-Filme. Auf TV-Niveau. Also … tja. Genau.

In diesem Fall basiert die Geschichte scheinbar auf einer wahren Begebenheit, auch wenn man wohl davon ausgehen kann, dass man sich einige Freiheiten genommen hat. Aber das spielt im Grunde keine Rolle, denn die Prämisse ist doch halbwegs gut und das kann durchaus funktionieren. Und das tut es teilweise auch. Konkret dachte ich mir bei Minute 53 (der Film dauert knapp 90), dass das ja jetzt doch glaubwürdig wird vom Schauspiel her.

Das klingt jetzt böser als es gemeint ist, denn Ciara Hanna und Will Sparks III bemühen sich, den Film spannend zu machen und das ist ja auch das Wichtige bei diesem Film hier, denn die meiste Zeit sehen wir zwei Menschen, die sich unterhalten und da soll ja auch Spannung aufkommen.

Nun. Nein. Meistens nicht. Das liegt daran, dass Will Sparks III die meiste Zeit über wie ein Milchbubi wirkt, der in etwa so viel Gefahr ausstrahlt wie ein Zwergpincher. Sicher. Er kann beißen, aber … ihr wisst schon. Eh nett.

Ähnliches gilt für Ciara Hanna, welche die meiste Zeit über leicht angepisst wirkt, aber nur sehr selten so etwas wie Verzweiflung oder Angst ausstrahlt. Es ist mehr … „barely an inconvenience“. Schade. Denn später kommt dann doch sowas wie Schauspiel dazu, auch wenn ich der Fairness halber anmerken sollte, dass man mit dem Drehbuch auch nicht so besonders viel anfangen kann.

Deshalb: Dran denken, dass es ein Fernsehfilm ist und dafür war er völlig okay. Es gibt dann sogar zwei, drei Szenen, die so etwas wie Spannung aufbauen und ein paar Situationen waren tatsächlich gut gemacht und gut geschnitten.

Und wenn dann die Sache am Laufen ist, dann – baut man wieder Mist. Kleiner Spoiler: Erin versteckt sich und tritt barfuß auf einen ca. 5 cm langen Nagel, der aus einem Brett hervorsteckt, quieckt kurz, weshalb Cade auf sie aufmerksam wird. Und gleich darauf geht sie wieder ganz normal. Also … mit so einem Nagel im Fuß … mhm. Außerdem hinterlässt sie nicht mal Blutspuren. Aber das ist eine andere Sache.

Und nachdem die Sache gelöst ist gibt es noch eine kurze Szene in welcher Erin mit ihrer Mutter spricht und die ist in Summe (Schauspiel, Dialog) die Definition von „cringe“.

Alles in allem: Schade, weil ich denke, dass Ciara Hanna es durchaus drauf hätte. Unter guter Regie hätte vermutlich auch Will Sparks III bedrohlich gewirkt, aber so wie das hier relativ lieblos runtergedreht wurde … nein. Liebe Leute, man kann sich auch bei Fernsehfilmen bemühen, ehrlich.

„Trapped In Her Dorm Room“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, leider weit hinter den Möglichkeiten (sogar für einen TV-Film) zurückbleibende, Punkte.

Trailer: Leider keiner verfügbar.

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Arcadian (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/#respond Thu, 20 Nov 2025 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38242 Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr … Weiterlesen

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Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr interessiert ist. Immerhin sind menschliche Kontakte selten in dieser Welt. Aber nachts, nun, da muss man Zuhause sein, alles abschließen und sich ruhig verhalten.

Denn in der Nacht, da kommen SIE. Niemand weiß, woher sie kommen, warum sie Menschen jagen und was sie wollen. Aber sie sind da und sie sind gefährlich und lautlos. Und sie scheinen intelligent zu sein.

Und dann kommt Thomas eines abends nicht nach Hause …

Die wichtigste Information zuerst: Guckt euch nicht den Trailer an. Und dann die zweite: „Arcadian“ ist kein Action-Film. Und die dritte wichtige Info: Nicolas Cage ist nicht die Hauptrolle.

So, jetzt wo das ist aus dem Weg ist: „Arcadian“ ist richtig gut. Vorausgesetzt man kommt mit der korrekten Erwartungshaltung in den Genuss den Film zu sehen. Ja, ich sage Genuss, denn „Arcadian“ macht ein paar Sachen richtig gut. Zum einen: Es lässt viele Dinge im Dunkeln, das hält das Mysterium am Leben und man braucht die Antworten zum Folgen des Plots auch nicht. Das zweite ist der „Slow Burn“. Der Film lässt sich Zeit, lässt die Figuren und ihre Verbindungen vorzustellen und man merkt, wie sehr Paul seine Söhne liebt. Allerdings ist Paul nach einer Weile nicht mehr der Hauptfokus, aber bis dahin ist Cage ein Hammer wie immer. Etwas weniger aufgeregt und sehr bodenständig, aber 100% passend.

Und es gibt eine Szene, die ich einfach absolut großartig fand und die Pauls Charakter super beschreibt: Als seiner Söhne eines Nachts nicht nach Hause kommt, macht er sich in der (gefährlichen) Nacht auf, um ihn zu suchen und irgendwann findet er ihn. Es ist klar, dass dieser Sohn selbst schuld an der Misere und der Gefahr ist, in der sie nun stecken, da die Monster sie gefunden haben. Pauls erste Reaktion: Er fragt seinen Sohn, ob er verletzt ist. Die zweite Reaktion: Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sich, einfach froh, dass er ihn gefunden hat. Kein Vorwurf, nichts. Es ist im Blick seines Sohns völlig klar, dass er weiß, er hat Mist gebaut. Kein Grund es ihm nochmals unter die Nase zu reiben. Stattdessen zeigt er ihm einfach, wie sehr er ihn liebt. Eine Mini-Szene, die man rasch übersehen kann, aber ich fand das einfach großartig (ja, seit ich Vater bin springe ich auf solche Szenen einfach an, ich gebe es zu).

Aber keine Angst – wenn dann die Monster kommen, dann wird es cool. Denn die Monster sind … schräg. Im ersten Moment war ich mir nicht sicher ob ich lachen soll, aber dann stellt sich heraus, dass sie einfach richtig gefährlich und intelligent – bis zu einem gewissen Grad.

Ja, der Film ist sehr vorhersehbar, das kann ich nicht abstreiten. Ab einem gewissen Punkt war absolut klar was passieren würde und sogar wie es passieren würde, aber es war trotzdem spannend anzusehen.

Schauspielerisch sind die drei jungen Leute die Hauptakteur:innen und sie machen ihre Sache richtig gut. Nic Cage ist Nic Cage (soll heißen: immer gut).

Regisseur Benjamin Brewer hat hier sienen ersten Langfilm abgeliefert (nach Musikvideos und einem Kurzfilm), hat aber bereits bei einigen Filmen mitgearbeitet (zum Beispiel bei „Everything Everywhere All At Once“ – bei den Effekten). Deshalb sehen wohl die Monster auch einfach gut und echt aus. Eine Szene mit einem langen Arm ist übrigens richtig unheimlich geworden. Und die Art, wie die Monster sich in einer Gruppe fortbewegen: Schräg aber auch irgendwie cool. Und nur am Rande: Die Monster wurden von „Goofy“ (ja, der Goofy von Mickey Mouse) inspiriert. Und ja, das sieht man.

Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die Wackelkamera, die fand ich einfach zeitweise unnötig stressig und unübersichtlich. Aber alles in allem: Ja, der Film war klasse.

Der Fairness halber: Ich habe drei Anläufe gebraucht, um ihn mir anzusehen. Das lag allerdings scheinbar nicht am Film, sondern einfach daran, dass ich viel zu müde für einen Slow Burner war. Denn ehrlich: „Arcadian“ macht verdammt viel richtig.

„Arcadian“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, erst beim dritten Versuch, dann dafür richtig, zündende Punkte.

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