Thriller | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Wed, 18 Mar 2026 09:58:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 The Calling Witch (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/19/the-calling-witch-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/19/the-calling-witch-filmkritik/#respond Thu, 19 Mar 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38628 Die Mutter von Virginia (Danika Golombek) hat sich erhängt. Sie, ihr Bruder Edward (Grayson Eddey) und ihr Vater Warren (Marcus DeAnda) bleiben allein zurück. Das letzte Buch, welches ihre Mutter geschrieben hat, trug den Titel „The Calling Witch“. Und diese … Weiterlesen

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Die Mutter von Virginia (Danika Golombek) hat sich erhängt. Sie, ihr Bruder Edward (Grayson Eddey) und ihr Vater Warren (Marcus DeAnda) bleiben allein zurück. Das letzte Buch, welches ihre Mutter geschrieben hat, trug den Titel „The Calling Witch“. Und diese Hexe scheint Gestalt anzunehmen, denn ungewöhnliche Dinge passieren. Einbrüche in das Atelier der Mutter – aber die ortsansässigen Rowdies behaupten strikt, nichts damit zu tun zu haben.

Irgendetwas geht hier vor. Die Frage stellt sich, ob es sich um übernatürliche Vorkommnisse handelt, oder ob etwas ganz anderes gespielt wird …

Das Plakat bzw. der Poster zu „The Calling Witch“ ließ auf einen klassischen Geister-Film hoffen. Die übliche Geschichte halt: Letztes Buch. Hexe. Mutter tot. Tralala.

Nur, das stimmt nicht. Denn „The Calling Witch“ ist ein völlig anderer Film als man denkt. Tatsächlich ist es ein Familiendrama, welches sich in erster Linie um die Erkenntnisse von Virginia dreht, die nach und nach feststellen muss, dass ihre Familie vielleicht nicht die Familie ist für die sie sie hält.

Das klingt jetzt ein wenig kryptisch, aber noch mehr zu verraten wären absolut Spoiler.

Was man auf jeden Fall wissen sollte, bevor man sich den Film ansieht: Erwartet euch keinen Haunted House-Streifen á la „Conjuring“ oder ähnliches. Das ist der Film nämlich überhaupt nicht. Zu keiner Sekunde.

Was der Film auch nicht ist: Besonders gut. Zumindest mich hat die Story spätestens zu dem Zeitpunkt verloren als klar geworden ist, was hier wirklich abgeht. Das ist ungefähr zur Mitte des Films. Die zweite Hälfte beschäftigt sich dann mit den Auswirkungen dieser Erkenntnisse. Das ist an sich eine coole Idee, wenn der Twist nur nicht so schrecklich … öde wäre.

Das Skript verlässt sich nämlich zu einhundert Prozent darauf, dass ihr mit Virginia mitfiebert und sie und Edward sympathisch findet. Wenn dann die Enthüllung kommt, dann reißt das Virginia schon mal den metaphorischen Boden unter den Füßen weg. Mir als Zuseher ging es eher so, dass ich mir dachte „WTF?“. Aber nicht die positive Version davon, sondern eher die „ihr dachtet, dass ihr damit durchkommt“-Version.

Ja, die Idee ist gut und auch die Teilung des Films in zwei Teile mit Teil A – seltsame Vorkommnisse, Enthüllung, Teil B – die Auswirkungen, finde ich gut. Nur die Umsetzung ist leider nicht geglückt.

Ich wurde die gesamte Zeit nicht wirklich warm mit Virginia. Und auch die anderen Figuren – eh okay, aber irgendwie war ich die gesamte Zeit seltsam distanziert. Das mag daran liegen, dass das Buch der Mutter „The Calling Witch“ ein Kinderbuch/Horrorbuch ist – und die Illustrationen zeigen ganz klar ihr eigenes Haus. Mir ist schon klar – nach Ansicht des Films – warum das so sein muss und warum das so passt, aber das hat mich von Anfang an irritiert. Tatsächlich habe ich mir die Frage gestellt, warum eine Frau so was machen würde. Und sich danach das Leben nimmt.

Folgende Absätze könnten als Spoiler durchgehen, also Vorsicht.

Warum macht man so was?

Variante A: Es ist ein Horrorfilm. Geister. Besessenheit. Sie wurde von einem Geist dazu gezwungen. Sowas in der Art. Aber da ist halt rasch klar, dass das so nicht passen kann.

Variante B: Das Buch ist ein Geständnis. Ein sehr, sehr plakatives Geständnis und die Mutter hat nicht ertragen, was sie da gestanden hat.

Alles andere würde von einem narrativen Standpunkt her nicht sinnvoll. Und wenn das gesickert ist, dann weiß man, dass das Buch eigentlich bereits die gesamte Handlung mitsamt Twist und allem drum und dran vorwegnimmt und verrät.

Deshalb hat die „schockierende Enthüllung“ bei mir ein ziemlich emotionsloses „Ah, dachte ich mir doch“ ausgelöst. Nochmals: Schade. Da ist meiner Ansicht nach ein dramaturgischer Fehler passiert – man hätte den Film nicht mit diesem Buch anfangen lassen dürfen, sondern es erst nach und nach enthüllen. Aber – ich bin weder der Drehbuchautor noch der Regisseur des Films.

Wie dem auch sei: Der Film ist an sich gut gemacht ohne große Ausfälle. Er ist nicht immer ganz logisch, sie es von Entscheidungen, welche die Protagonisten treffen, noch von seiner internen Logik her. Und ein paar Dinge sind wirklich an den Haaren herbeigezogen.

Naja, für eine Einmalsichtung passt es, aber erwartet euch halt nicht zu viel. Und – das tut mir auch leid, das schreiben zu müssen – Danika Golombek trägt den Film für mich leider nicht. Sorry. Vielleicht wäre es besser gewesen Edward als Hauptfigur zu nehmen. Als Nebenfigur hätte Virginia vielleicht besser abgeschnitten.

Für mich ist „The Calling Witch“ einer dieser Filme, der sich zu sehr auf die Story fokussiert, sich dabei für ziemlich clever hält und halt leider nicht an die Emotionen denkt, die er vermitteln sollte bzw. seine Charaktere in meinen Augen eher als Mittel zum Zweck behandelt.

„The Calling Witch“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, mit falschem Marketing beworbene, Punkte.

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War Machine (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/17/war-machine-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/17/war-machine-2026-filmkritik/#respond Tue, 17 Mar 2026 05:00:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38605 Nach einem Einsatz, bei dem er selbst verletzt wurde und einen persönlichen Verlust hinnehmen musste, bewirbt der Staff Sergeant (Alan Ritchson) sich immer wieder bei dem Trainings-Programm für die Army Rangers. Er wird jedoch wegen seiner Verletzung aus medizinischen Gründen, … Weiterlesen

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Nach einem Einsatz, bei dem er selbst verletzt wurde und einen persönlichen Verlust hinnehmen musste, bewirbt der Staff Sergeant (Alan Ritchson) sich immer wieder bei dem Trainings-Programm für die Army Rangers. Er wird jedoch wegen seiner Verletzung aus medizinischen Gründen, mehrmals abgewiesen. Nach zwei Jahren wird er nun endlich aufgenommen und bekommt die Nummer 81.

Er ist zwar der mit Abstand begabteste Rekrut, doch er sondert sich auch ab und treibt seine Leistungen ohne Rücksicht auf seine Gesundheit voran, weswegen er beinahe hinaus geschmissen wird. Er darf sich jedoch beweisen, als Anführer der verbliebenen Rekruten, in einer abschließenden 24 Stunden Rettungsmission…

Regisseur Patrick Hughes hat zuletzt mit The Man From Toronto, seinen für mich bisher schlechtesten Film abgeliefert (mein Liebling von ihm war bisher The Hitman’s Bodyguard). Nun Anfang März 2026 meldet er sich auf Netflix zurück mit einem SciFi-Actionfilm, bei dem die Story von ihm stammt, er am Drehbuch mitgeschrieben hat und auch als Produzent agiert. Für die Hauptrolle konnte Alan Ritchson verpflichtet werden, den man seid seinem Erfolg mit der Reacher Serie, nun auch öfters in Filmen zu sehen bekommt.

War Machine ist dabei abgesehen vielleicht vom letztjährigen Havoc, der wohl brutalste Film, den ich jemals von Netflix produziert gesehen habe. Die Story – richtig geraten, um die geht es eigentlich nicht, sondern rein ums Spektakel – könnte man als Mischung aus zwei Franchises eines anderen Muskelmannes bezeichnen und zwar aus Predator und Terminator. Zwar ist die Maschine hier wirklich nur das, doch hat ihre kompromisslose Jagd doch die Bösartigkeit eines lebenden Wesens an sich.

Ritchson hat mittlerweile ja eine gewisse Niche für sich entdeckt und zwar spielt er öfter Jemanden, der in bestimmten Dingen sehr gut ist – eben oft z.b. darin Menschen zu helfen und vor allem Feinde auszuschalten – dafür hat er mit sozialen Kontakten, die nicht zu seinem engen Kreis gehören, ein Problem. Er ist hier nicht getrennt von den Anderen, weil er der Beste ist, sondern weil er sich absondert.

Was er nicht kann oder viel mehr will, ist Leute anzuführen. Das wollte ich nur hervorheben, denn es bleibt natürlich keine bis wenig Zeit, hier Figuren zu etablieren. Dass sie dir dennoch nicht egal sind (also die paar wichtigsten Rekruten sind gemeint), das liegt an den Spannungen und den Dynamiken untereinander. Somit ist die Sache mit den Emotionen klar und die Action kann losgehen und wow, das fetzt ordentlich.

Wie eine umgekehrte Moby Dick Situation ist diese „Wal Machine“ unerbittlich und scheinbar so programmiert, dass sie einen einmal gescannten Feind so lange jagt, bis er tot ist. Ist das effizient? Völlig egal, Hauptsache ist es macht Spaß. Von einer Panzerauto-Verfolgungsjagd, die wie eine gescriptete Sequenz aus einem der Reboot Tomb Raider Spiele wirkt bis hin zu einem Finale, dass einem Kaiju-Battle ähnelt, das rockt und ist zu keiner Sekunde langweilig.

Dennoch ist es eine Kriegsszenario und Krieg ist kein Spaß. Weswegen explodierende Körper und abgetrennte Gliedmassen, alle paar Minuten die Leinwand rot färben, was den Film erdet zusätzlich zu dem sehr militärischen Ranger Setting. Alan Ritchson (The Ministry of Ungentlemanly Warfare) trägt als 81 den Film charismatisch auf seinen breiten Schultern, als ein traumatisiert Getriebener, mit unglaublichen Kampfpotential. Der Rest des Casts ist ebenso voll bei der Sache.

Ergibt in Summe einen Film, der von der Action her mitreißt und man an die Hauptfiguren doch ehrlich die eine oder andere Emotion verschwendet, bevor sie als Kanonenfutter enden. Die Effekte sind top und die Härte ist erfrischend roh und wuchtig. Nicht ein Film zum Nachdenken (große Überraschung), sondern einer zum Abschalten oder als nötiger Eskapismus mit Australien als perfekte Kulisse, für dieses tödliche Abschlusstraining.

„War Machine“ bekommt von mir 8/10 mit genug Druck auch den stärksten Feind zum Explodieren bringende Empfehlungspunkte.

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Seclusion (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/10/seclusion-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/10/seclusion-filmkritik/#respond Tue, 10 Mar 2026 06:25:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38483 Madeleine (Nicky Whelan) ist Therapeutin und ihr letzter Klient offenbart ihr, dass er sie liebt, sie ihn betrogen hätte und versucht sie umzubringen. Sie überlebt jedoch, schreibt ein Buch darüber und wird Bestseller-Autorin. Wie das Leben halt so gehen kann. … Weiterlesen

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Madeleine (Nicky Whelan) ist Therapeutin und ihr letzter Klient offenbart ihr, dass er sie liebt, sie ihn betrogen hätte und versucht sie umzubringen. Sie überlebt jedoch, schreibt ein Buch darüber und wird Bestseller-Autorin. Wie das Leben halt so gehen kann. Für ihr zweites Buch hat sie ihre Patientin Heather (Amy Wade) ausgewählt und über die möchte sie schreiben.

Nach einem Vorfall zieht sie sich zurück in ihre Heimatstadt, wo ihre Schwester Kelly (Dominique Swain) lebt und ihr Vater (Fred Sullivan) bald seinen runden Geburtstag feiert.

Aber eines nachts erwischt Madeleine einen Einbrecher, der jedoch unerkannt entkommen kann und bald darauf stellt sie fest, dass sie verfolgt wird. Als sie das Heather erzählt macht diese sich Sorgen um „ihre“ Psychiaterin und macht sich auf den Weg zu ihr. Als sie dann unangekündigt bei der Feier ihres Vaters auftaucht, stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht Heather der unheimliche Stalker ist, zumal sie nicht wieder fahren will und sich mehr oder weniger in Heathers Leben breitmacht …

Ich weiß offen gesprochen nicht, was der Film mit „Abgeschiedenheit“ zu tun haben soll, denn abgeschieden ist Madeleine eigentlich nie. Im Grunde ist sie immer von Menschen umgeben, außer halt, wenn sie allein in der Nacht im Haus ist. So wie alle anderen Singles auch. Aber gut. Soll sein.

Der Film selbst wäre potentiell spannend und Nicky Whelan gibt sich auch alle Mühe schauspielerisch zu überzeugen. Vergebens zwar, aber immerhin. Ihre Madeleine wirkt als wäre sie aus einer Folge „Desperate Houswives“ falsch abgebogen und dann eben hier in diesem Film gelandet, der übrigens optisch absolut ein Fernsehfilm ist. Das zieht sich durch den gesamten Film, wie gleich mal anmerken muss. Das betrifft die Belichtung, die Sets und vor allem das Schauspiel, welches niemals Kino-Niveau erreicht, sondern meistens so auf deutsches Serienformat-Niveau herumdümpelt (gilt in diesem Fall spannenderweise vor allem für den englischen Originalton).

Interessant fand ich, dass dann doch zwei eher bekanntere Gesichter im Film zu finden sind. Da wäre zum einen Fred Sullivan, den zwar niemand einem bestimmten Film zuordnen kann, aber dessen Gesicht man einfach kennt und der wirkt hier – wie eigentlich immer – absolut sympathisch und nett. Hat aber jetzt auch nicht viel zu tun außer da zu sein und seine erfolglreiche Tochter zu bevorzugen 😉

Und damit wären wir bei Dominique Swain, welche die Schwester von Madeleine spielt und die Tochter, die halt Zuhause blieb, keine Karriere gemacht hat und in der Kleinstadt versumpft ist. Wenn ich das mal so plakativ überspitzen darf. Und das hat mich fast ein wenig erschüttert, denn Dominique Swain … naja, heutzutage kennt sie vermutlich quasi niemand mehr. Aber eine zeitlang war die Dame die neue Mischung aus Drew Barrymore und Scarlett Johannson. Nachdem sie vor vielen Monden in der Neuverfilmung von „Lolita“ eben die namensgebende Lolita gespielt hat (an der Seite von Jeremy Irons) und davor bei „Face/Off“ dabei war, ist sie quasi medial durchgestartet – und den Sprung in die große Liga dann jedoch niemals so richtig hinbekommen. Auch wenn sie mit vielen bekannten Leuten vor der Kamera stand (Udo Kier, Jensen Ackles, Eric Roberts, Christina Ricci, Michael Madsen, Mickey Rourke, usw) ist sie dann doch rasch im Bereich der Trash-Filme gelandet.

Und was sie hier abzieht, dass ist schon fast eine Frechheit. Ich meine, ja, das kommt jetzt ein wenig drauf an, wie man die Sache sieht, denn wenn der Auftrag war, ihre Rolle so anzulegen, dass man Kelly von Anfang an nicht mag – Bingo. Das hat sie absolut auf den Punkt gebracht. Und Kelly macht auch richtig miese Sache, das gleich mal vorweg. Was ich aber spannend finde – und das wirkte so auf mich – ist, dass das Schauspiel in diesem Film primär darauf hinauslauft, den Kopf nach vorne zu strecken, die Stirn zu runzeln und das war es dann. Mehr ist das nicht drin. Und das mir das auffällt sagt schon viel aus.

Aber – wie gesagt, der Fairness halber – das war vielleicht so gewollt von der Regie, kann ich nicht sagen. Ich fand es schräg.

Was halt auch nicht hilft sind Anschlussfehler im Schnitt, wenn Person A zum Beispiel, die Hand am Kopf hat, dann wird geschnitten und in der nächsten Szene hängt die Hand zur Seite runter oder solche Dinge. Mag vielleicht nicht groß stören und es ist auch meistens nur eine knappe Sekunde im Bild, aber irgendwie hat mich das irritiert.

Die Story ist aus dem Lehrbuch und nimmt dann eine gaaaaaanz andere Wendung als man denken würde *hüstel* (genau …) und das Ende ist dann ein dermaßen übertriebenes Kitsch-und-Rosen-Ende, dass ich fast kotzen musste. Ich bin kein Therapeut, aber was da – sogar für Laien klar ersichtlich – an Vorschriften gebrochen wird und so weiter – irre. Also wenn Madeleine auch nur irgendwie weiter in ihrem Job arbeiten kann/darf (was im Film so ist), dann ist das absolute Sci-Fi und sonst nichts. Das ärgert mich vermutlich hauptsächlich deshalb, weil ich viele Therapeut:innen kenne und Verschwiegenheitspflicht und Therapeuten/Klient:innen-Beziehung bzw. Nähe eine Dauerthema ist – und dann kommt sowas in einen Film … naja. Vielleicht sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in anderen Ländern ja anders. Was weiß ich.

Jedenfalls war der Film grundsätzlich okay, wenn auch wenig überraschend, ein paar Szenen waren sogar wirklich gut von der Idee, auch wenn die schauspielerische Leistung nicht so prickelnd war. Amy Wade als Heather macht übrigens eine gute Figur und die Ambivalenz für die Zuseher:innen, ob sie jetzt die Böse ist oder nicht, kommt gut rüber.

Alles in allem ist der Film ganz okay, bietet keine großen Überraschungen und auch keine schlimmen Ausfälle. Spannungsaufbau ist wenig vorhanden, sei es von der Inszenierung oder von der Story her – aber für eine Einmalsichtung mit der richtigen Erwartungshaltung ganz okay.

„Seclusion“ bekommt 5 von 10 möglichen, in Summe absolut durchschnittlich seiende, Punkte.

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Shelter (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/07/shelter-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/07/shelter-2026-filmkritik/#respond Sat, 07 Mar 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38564 Seit dem Tod ihrer Mutter hilft Jessie (Bodhi Rae Breathnach) ihrem Onkel dabei, Lebensmittel auszuliefern. Regelmäßig besucht sie bei ihrer Arbeit eine abgelegene schottische Insel, wo sie den schweigsamen Mason (Jason Statham) beliefert, der ihre freundlich Kontakt suchende Art, nicht … Weiterlesen

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Seit dem Tod ihrer Mutter hilft Jessie (Bodhi Rae Breathnach) ihrem Onkel dabei, Lebensmittel auszuliefern. Regelmäßig besucht sie bei ihrer Arbeit eine abgelegene schottische Insel, wo sie den schweigsamen Mason (Jason Statham) beliefert, der ihre freundlich Kontakt suchende Art, nicht erwidert.

Als eines Tages ein Sturm das Boot der beiden Lieferanten zum Kentern bringt, kann Mason nur noch die verletzte Jessie retten. Er ruft danach keine Polizei oder Rettung, sondern kauft selbst Materialien und kümmert sich um sie. Kurze Zeit später kommt plötzlich ein Boot bei Masons zu Hause an und an Bord befindet sich eine Spezialeinheit…

Regisseur Ric Roman Waugh hat zuletzt vier mal mit Gerard Butler als Hauptdarsteller zusammen gearbeitet (etwa bei Angel Has Fallen oder Greenland). Nun hat er seinen Star gegen einen anderen Action-Helden getauscht. Das Poster hat mich dann an meine Jugend erinnert, da stand auf Filmpostern noch einfach „Schwarzenegger“ oder „Stallone“, denn das war genau der Grund, warum man den jeweiligen Film sehen wollte.

Hier steht nun „Statham“ oben und wie ich bereits bei seinem letzten Film A Working Man erwähnt habe, ist dies natürlich die bekannte Statham-Formel. Das bietet aus meiner Sicht aber keine Angriffsfläche, sondern erfüllt einfach nur die Erwartungshaltung. Steht Milch oben, ist (hoffentlich) auch…ach ich glaube ihr versteht mich schon. Fast schon ironisch ist dabei eine bestimmte Tatsache und zwar dass sich hier ein gewisser neuer Faktor hinzu mischt, den jemand anders sehr gemolken hat die letzten Jahre.

Ich nenne ihn mal den Liam Neeson Modus – aka ein alternder Antiheld, der eine letzte Chance auf Wiedergutmachung bekommt. Vielleicht ist es ja der gräuliche Bart aber Statham hat noch nie so sehr seinem Alter entsprechend ausgesehen, immerhin wird er nächstes Jahr auch schon 60 Jahre alt. Was ich damit aber nicht sagen will, ist dass er in seinen Kampfszenen so wirken würde, als könnte er nicht mehr mit seinen jüngeren Gegnern umgehen.

Hier zeigt er eine gewisse Reife und Verletzlichkeit, die seine „Ein-Mann-Armee“ Persona, sonst eher selten an den Tag legt. Was vor allem an der Dynamik liegt, die er mit seinem Schützling Lucy an den Tag legt. Was zunächst fast so wirkt, als würde er sie gefangen halten, entwickelt sich zu einer emotionalen Reise für die beiden. Er kann dabei mit mit seiner Vergangenheit abschließen und sie lernt, an Verlusten nicht zu zerbrechen, sondern durch sie stärker zu werden bzw. an ihnen zu wachsen.

Genau das ist es dann auch, dass diesen Statham doch besonders macht. Bei The Beekeeper zuletzt waren einfach die Aktionen cool, die Sprüche lässig und die Action hat gefetzt. Hier gibt es solche Momente ebenso, aber vor allem beim finalen Kampf – der nicht im Vordergrund steht, sondern eher erledigt werden muss, weil es ja vorrangig um die Rettung des Mädchens geht – merkt man, dass Action „nur“ die zweite Rolle hat.

Bodhi Rae Breathnach (Hamnet) als Jessie ist dabei richtig gut, so schön ehrlich und roh von den Gefühlen her und sehr clever und direkt, was ihre Beobachtungen und Aussagen betrifft. Damit dringt sie sogar durch Masons unzerstörbare Hülle durch und ich habe bei Statham ehrlich gesagt noch nie gesehen, dass er so väterlich beschützende Schwingungen abgibt. Dass alle anderen Figuren durchgängig egal sind, ist dabei fast schon logisch.

Ergibt in Summe einen Statham, der von Schusswechsel über Verfolgungsjagd und Nahkampf einerseits genau das liefert, was man erwartet. Auf der anderen Seite bekommt man unerwartet eine emotionale Entwicklung eines Mädchens mit, das Alles verloren hat und man sieht die weicheren Seiten eines harten Hundes, die er so nie zugeben würde. Die coolen Bilder habe ich erwartet, dass mir die beiden Protagonisten nicht egal waren, ist hier die positive Überraschung.

„Shelter“ bekommt von mir 7/10 „gemeinsam kompliziert“, „alleine einfach“ vorziehende Empfehlungspunkte.

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Resident Evil Requiem (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/#respond Thu, 05 Mar 2026 06:44:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38573 Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. … Weiterlesen

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Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. Als sie dort ankommt findet sie Hinweise, die darauf hindeuten, dass jemand ein Spiel mit ihr spielt und ehe sie sich versieht wird sie entführt und wacht kopfüber hängend in einem seltsamen Raum auf. Blut wird ihr abgenommen und alles sieht irgendwie ein wenig nach einem Krankenhaus oder so aus.

Wie kommt sie hier weg?

Währenddessen ist Leon S. Kennedy auf der Suche nach einem Gegenmittel, denn seit er damals in diese Sache mit den Viren und Umbrella reingeraten ist, ist sein Leben eigentlich die Hölle. Zombies, Mutanten, Untote – unzählige Monster, denen er sich seitdem stellen musste. Aber nun hat ihn der Ursprung eingeholt: Er ist infiziert. Keine Heilung. Der Tod wird bald eintreten. Aber Leon will es nochmal wissen, sucht nach einem Dr. Gideon, denn der hat irgendwie Verbindungen zu Umbrella.

Und Leon wird sich nicht von ein paar lächerlichen Monstern aufhalten lassen …

Ich bin jetzt eher selten auf ein Spiel „gehyped“, sondern eher vorsichtig positiv neugierig. Bei „Resident Evil requiem“ war das anders. Das Ding hat mich schon seit dem ersten Trailer interessiert, denn der Ansatz mit zwei Protagonist:innen mit zwei verschiedenen Spielstilen hat mir als Idee schon mal super gefallen. Grace hat nach einem interessanten Charakter ausgesehen und Leon ist ohnehin Leon. Coolste Socke im Universum.

Tatsächlich habe ich mich nie gefragt, ob das so funktionieren kann – aus der Ego-Perspektive die unerfahrene, junge und verletzliche Grace spielen und aus der Third-Person-Perspektive mit Leon so richtig aufräumen. Wir wissen alle spätestens seit „Resident Evil 7„, dass Capcom First-Person-Horror kann. Und dass sie endlich die Action auch richtig hinbekommen haben hat das „Resident Evil 4 Remake“ gezeigt. Was kann also schiefgehen?

Nun, eine ganze Menge, wenn man ehrlich ist.

Spideragent behauptet ja immer, ich sein ein Fan der Resident-Evil-Reihe, was ich immer aus Reflex verneint habe. Beim letzten Mal habe ich ihm aufgezählt, welche Spiele der Reihe ich gut finde und warum, denn die Gründe sind wirklich verschieden, aber er hat nur gegrinst und mich gefragt, ob mir aufgefallen ist, dass ich alle(!) Teile aufgezählt habe. Nein. War mir nicht aufgefallen. Aber tatsächlich muss ich ihm nachträglich zustimmen. Scheinbar bin ich ein Fan. Aber nicht in dem Sinn, dass ich alles mag, nur weil „Resident Evil“ drauf steht, sondern spannenderweise macht mir jedes Spiel einzeln Spaß. Dass es sich dabei um eine Reihe handelt ist eigentlich Zufall. Aber – ja, ich mag die trashigen Storys. Ich mag die Over-The-Top-Charaktere. Ich mag die Machart und ich finde, dass Capcom mittlerweile das Inszenieren von Story-Teilen bzw. Zwischensequenzen richtig gut drauf haben. Alle Achtung.

Was sie auch gelernt haben – man würde es nicht glauben, wenn man nur Ethan Winters, Persönlichkeitslücke per excellence, im Kopf hat – ist tolle Charaktere zu schreiben. Leon ist nicht einfach in jedem Teil „Leon“, sondern im 2ten Teil ist der Anfänger. Im vierten Teil der harte Hund, der weiß, wie es geht und in „Requiem“ ist er immer noch der harte Hund, aber er ist der harte Hund, der weiß, dass seine Zeit abläuft und er bald keine Möglichkeit mehr hat Vergangenes wieder gutzumachen oder zumindest so etwas wie Vergebung für sich zu finden.

Ich mag Leon. Vor allem in Requiem, auch, oder gerade weil, er so entschlossen ist, am Ende seiner Tage noch etwas Gutes zu tun. Und das ist in diesem Fall die letzten verbleibenden Relikte von Umbrella zu finden und zu vernichten und (primär aus Zufall) das bedeutet auch Grace zu helfen.

Womit wir beim – aus meiner Sicht – Highlight von „requiem“ sind: Grace. Denn – Wow, die ist großartig geschrieben. Liebe Leute, so – genau so! – schreibt man tolle Frauenfiguren. Sie ist zerbrechlich, ängstlich, kann nicht gut mit Leuten und es ist völlig klar, dass alles um sie herum sie bis ins Innerste erschüttert: Trotzdem hält sie durch. Steht nochmals auf. Sucht eine Lösung. Findet die Kraft weiterzumachen. Das ist kein männlicher Action-Held, dem man halt schnell mal die Textur einer jungen Frau übergezogen hat, sondern Grace ist durch und durch eine junge Frau, die schreckliches durchmacht, aber dank ihrer inneren Stärke und ihres Überlebenswillens durchhält. Sie hat immer einen Grund nochmals aufzustehen (zum Beispiel um jemand zu retten) und trifft auch keine dummen Entscheidungen. Und noch dazu ist sie einfach richtig sympathisch. Großartig. Um Spideragent aus einem anderen Review zu paraphrasieren: 100% eine Frau. 100% (auf ihre Art) ein Boss. Aber kein Girlboss. Perfekt. Von der Story her gibt es einen Punkt, der sie fast bricht – was sie für mich nur noch sympathischer machte – und deshalb spielt man dann eine Weile „nur“ Leon. Aber auch das hat mir richtig gut gefallen, weil es für mich absolut nachvollziehbar war, was in ihr vorgeht. Und Charaktere, die fliehen könnten, sich aber trotzdem wieder – metaphorisch gesprochen – umdrehen und dem entgegenstellen, was sie für falsch halten, mag ich sowieso gerne. Grace – willkommen im Resident Evil-Universum.

Spielmechanisch kann man nicht meckern, die Kontrollen sind absolut einfach, intuitiv und alles geht locker und vor allem flott von der Hand. Die Rätsel sind fair, der normale Schwierigkeitsgrad passt sehr gut und die Schauplätze sind nicht zu riesig, aber auch nicht zu klein. Ich musste kein einziges Mal überlegen, was ich zu machen habe oder wo ich jetzt hinmuss, weil die Karte super ist und wichtige Punkte und mögliche genauso wie noch verschlossene Durchgänge markiert werden. Das Crafting-System funktioniert super und das Gegner-Design ist ein Hammer.

Was dieses Mal auch wieder gut gelingt, ist die fiesen Bosse richtig stark einzuführen. Wenn ihr beim ersten Auftauchen von „The Girl“ nicht zusammenzuckt und für ein, zwei Sekunden gelähmt vor dem TV sitzt, dann habt ihr keinen Puls. Aber – und das ist neu und erklärt mir auch den Marketing-Slogan „Evil Always Had A Name“ – die Zombies im ersten Abschnitt sind nicht zu einhundert Prozent Kanonenfutter, sondern haben sich ihre Eigenheiten aus dem Leben, halt auf ein Charaktaristika runtergebrochen, ins Zombie-Sein mitgenommen: Die Putzfrau will die ganze Zeit Blut wegputzen, der Koch sucht immer noch nach Fleisch für seine Hauptmahlzeit, die Sänger:innen singen immer noch gern und tanzen sogar, das Publikum will das auch immer noch sehen. Alles Eigenschaften, die man für sich nutzen kann (und Grace ist eine schlaue Dame), um zu entkommen.

Nach dem ersten Locationwechsel gibt es dann viel Action mit Leon – auch mit alten bekannten Gegnern, warum die wieder auftauchen wird durch die Story erklärt – und hier zieht man auch mal durch ein größeres Gebiet. Manche Action-Momente sind immer noch Over-The-Top, aber ganz ehrlich: Ich will es nicht anders haben.

Grafisch spielt „Requiem“ ohnehin ganz vorne mit. Das Ding sieht einfach – egal in welcher Umgebung, egal ob First- oder Third-Person-Perspektive – unverschämt gut aus und die Details, welche die Entwickler eingebaut haben sind großartig. Ich fand das Design, die Optik, die Lichtstimmumngen und – vor allem auch – das Sounddesign! Hammer.

Wenn Resident Evil weiterhin Outputs auf diesem Niveau auf den Markt bringt, dann kann das nächste Spiel aus der Reihe, egal ob Remake oder neuer Teil oder Spin Off gar nicht rasch genug kommen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, denn das „requiem“ im Titel des Spiels hat eine völlig andere Bedeutung als ich angenommen hatte. Aber ich will nicht spoilern. Ich sage nur so: Die Story führt so ziemlich alle vorigen Teile zusammen und findet da einen … nennen wir es „Abschluss“ der Umbrella-Viren-Story. Da ist es auch stimmig, dass man ein paar alte Bekannte (Monster) wieder trifft. Das führt halt auch dazu, dass Spieler:innen, welche die Vorteile kennen, einen klaren Vorteil haben. Aber bei Teil 9 einer Spielreihe darf das schon mal sein, zumal ich glaube, dass man auch als Einsteiger:in durchaus weiß, was los ist.

Der Fairness halber muss ich anmerken, dass – logischerweise – Leute, die nur auf den einen oder nur auf den anderne Spielstil (Stealth oder Action) stehen mit der Mischung vermutlich keine Freude haben werden. Ich, der ich beides gern mag, bin richtig zufrieden. Gut gemacht, Capcom!

„Resident Evil requiem“ bekommt von mir 9,5 von 10 möglichen, als Gesamtpaket (fast) alles richtig machende, Punkte.

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We Bury the Dead (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/26/we-bury-the-dead-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/26/we-bury-the-dead-filmkritik/#respond Thu, 26 Feb 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38534 Nachdem die USA unabsichtlich eine experimentelle Waffe bei der östlichen Küste von Tasmanien gezündet haben, wird die Stadt Hobart zerstört und alle Einwohner erleiden einen sofortigen Gehirntod. Manche von ihnen erlangen jedoch motorische Fähigkeiten zurück, doch je länger sie wieder … Weiterlesen

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Nachdem die USA unabsichtlich eine experimentelle Waffe bei der östlichen Küste von Tasmanien gezündet haben, wird die Stadt Hobart zerstört und alle Einwohner erleiden einen sofortigen Gehirntod. Manche von ihnen erlangen jedoch motorische Fähigkeiten zurück, doch je länger sie wieder „am Leben“ sind, desto aggressiver werden sie.

Die amerikanische Physiotherapeutin Ava (Daisy Ridley) meldet sich freiwillig um zusammen mit dem Militär die Leichen der Bewohner der Insel zu bergen und zu entsorgen. Dabei verfolgt sie jedoch eigene Ziele, denn ihr Mann hat sich auf einer Geschäftsreise in dem Gebiet befunden und sie will ihn umbedingt wieder finden…

Dies ist das erste Mal, dass Regisseur und Drehbuchautor Zak Hilditch (These Final Hours, Rattlesnake), auf meinem Radar aufgetaucht ist. Daisy Ridley (Cleaner) hingegen, kenne ich dank einem gewissen Franchise, dass zuletzt mit The Acolyte an einem Tiefpunkt angekommen ist, schon länger. Das gemeinsame Projekt dieser beiden ist eine australisch-amerikanische Co-Produktion und versucht dem Zombie-Genre, neue Impulse hinzuzufügen.

Im Vorfeld sollte man jedoch noch wissen – ja, nun geht es wie so oft um die Erwartungshaltung – dass dieser Film in erster Linie ein Drama ist, mit dem Hauptthema Verlust, Trauer und wie man damit umgehen lernt und abschließen kann. Die erste halbe Stunde ist dementsprechend deprimierend. Wenn zum Leichen Bergen Häuser aufgebrochen werden und überall Menschen in der Küche, der Badewanne, im Garten liegen, die innerhalb von Sekunden aus dem Leben gerissen wurden, dann ist die Atmosphäre ziemlich hoffnungslos.

Die unheimliche Schwere, die so erzeugt wird, zieht sich durch den gesamten Film, lässt dabei aber auch leichte subtile Freiräume für schwarzen Humor. Nach circa einer halben Stunde wandelt sich der Film dann hin zu einem Roadtrip durch die Postapokalypse. Da kommt dann als Bridge (wie bei einem Song) ein kurzer Psycho-Thriller Abschnitt vor, bevor es zum erwarteten Ziel der Reise kommt und zu einer letzten Szene, die wie aus einem Märchen erscheint.

Wenn es dazwischen zu seltenen Zombie-Attacken kommt, dann ist dies für das Genre typisch bekannt und nichts Besonderes. Wenn diese Kreaturen jedoch vereinzelt noch – ich nenne es hier der Einfachheit halber – an ihrer Menschlichkeit festhalten können (die Wohnwagen-Szene), was auch beim Finale zum Tragen kommt, dann sind dies sowohl spannende als auch berührende Augenblicke. Das breitere Spektrum bleibt aber nur an der Oberfläche, zentral geht es um die Auswirkungen auf Ava.

Daisy Ridley macht ihre Sache richtig gut, vor allem auch bei den immer wieder eingebundenen Rückblicken kann sie unterschiedliche Seiten von sich zeigen. Ihr Weg von Verzweiflung hin zu Kampfgeist, der hat schon was. Brenton Thwaites (Office Uprising) als Clay verkörpert vor allem zu Beginn perfekt diese „mir doch egal“ Haltung, er ist laut und lässig und ein schönes Gegenstück zu der schweigsamen Ava.

Mark Coles Smith (Beast of War) als Riley muss ich noch erwähnen, denn auch wenn er nur eine Nebenrolle hat, der bleibt dank seines „Umgangs mit der Gesamtsituation“ im Gedächtnis. Bei all den positiven Einflüssen von unterschiedlichen Genre muss man dennoch sagen, dass vor allem das Thema Trauer plakativ bleibt und nur dank Ridleys Spiel greifbar wird und auch wenn das Design der Zombies unheimlich ist un die bereits erwähnte Menschlichkeit als Idee dabei ist, bleibt die Sache sehr zahm.

Das ergibt in Summe einen Film, der aus dem geringen Budget mit Hilfe von Setting, Make Up und Darstellern einiges raus holt und man daher Avas Reise gerne folgt. Umgehauen hat mich hier zwar Nichts, jedoch bleibt man durchgehend involviert genug, dass eine einmalige Sichtung, durchaus spannend bleibt. Eines ist auf jeden Fall klar (und ich bin kein Fan von ihr), Ridley kann spielen, egal was all die (teils berechtigten) Disney SW-Hater sagen.

„We Bury the Dead“ bekommt von mir 6/10 die Würde der Toten zu ehren versuchende Empfehlungspunkte.

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Oldies but Goldies: Silver Bullet (1985 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/19/silver-bullet-1985-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/19/silver-bullet-1985-filmkritik/#respond Thu, 19 Feb 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38485 Jane (Megan Follows) erzählt die Geschichte ihres Bruders Marty (Corey Haim), der gelähmt ist und mit einem Rollstuhl herumfährt, und wie dieser in einem ganz bestimmten Jahr eine Bedrohung von der Kleinstadt Tarker Mills abwenden wollte. Denn Tarker Mills wird … Weiterlesen

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Jane (Megan Follows) erzählt die Geschichte ihres Bruders Marty (Corey Haim), der gelähmt ist und mit einem Rollstuhl herumfährt, und wie dieser in einem ganz bestimmten Jahr eine Bedrohung von der Kleinstadt Tarker Mills abwenden wollte. Denn Tarker Mills wird von einem Übel heimgesucht, welches an jedem Vollmond zuschlägt. Erst merkt niemand etwas, weil die Morde wie Unfälle aussehen, aber nach und nach verdichten sich die Hinweise, dass hier etwas Seltsames passiert.

Natürlich glaubt Marty per se niemand, auch wenn Onkel Red (Gary Busey) immerhin zuhört und die Geschichte von Marty über einen Werwolf zumindest für möglich, wenn auch unwahrscheinlich hält. Red ist es auch, der Marty einen motorisierten Rollstuhl schenkt, der wie ein Motorrad funktioniert und den Marty auf den Namen „Silver Bullet“ tauft. Passend.

Als dann Marty eines nachts allein unterwegs ist, weil er sein Feuerwerk für den 4. Juli selbst veranstalten will, da wird er direkt mit dem Bösen konfrontiert und er kann nicht glauben, wer hinter der Maske des Werwolfs steckt …

„Silver Bullet“, wie der Film im Original heißt bzw. „Der Werwolf von Tarker Mills“ ist ursprünglich eine Kalendergeschichte von Stephen King gewesen. Ich bin mir nicht mehr sicher, was zuerst kam – der Film oder die Geschichte, glaube mich aber daran zu erinnern, dass es die Geschichte war (hab gegoogelt – 1984 kam die Geschichte, 1985 der Film). Ich kannte sie in erster Linie aus einer Kurzgeschichten-Sammlung von Stephen King, in welcher er auch ein wenig über die Entstehung der Geschichte geschrieben hat. Ich muss gestehen, ich liebe Vorworte und Nachworte von Stephen King – der Mann kommt da immer extrem sympathisch rüber. So auch hier. In diesem Vorwort hat er sich zB dafür entschuldigt, dass er sich bzgl. des Vollmonds ein paar Freiheiten genommen hat, denn dass der Vollmond immer an den „Feiertagen“ im Monat am Nachthimmel steht, ist in der Realität natürlich mathematisch unmöglich. Aber da es ja eine Kalendergeschichte ist, muss man als Schriftsteller die Chance, jeden Monat ein Kapitel zu einem besondern Tag zu schreiben, natürlich nutzen. Mich hat’s nie gestört und die Geschichte fand ich auch immer spannend.

Für den Film ist das natürlich völlig egal, denn da werden solche Sachen einfach als fix angenommen und Punkt. Dass das Drehbuch für den Film auch von King stammt finde ich in diesem Fall gut (ging ja nicht immer glatt, wenn wir uns ehrlich sind), denn er hat die Geschichte auf ihre Basisbestandteile reduziert und die Figuren sind gut übertragen.

Der Sympathieträger des Films ist mit Sicherheit Onkel Red, der von Gary Busey absolut toll gespielt wird. Immer mit so einem neckischen Zwinkern im Auge, Bierbauch und Hemden und dem speziellen Gary Busey-Grinsen dabei. Ich mochte die Figur unglaublich gern, auch, weil er einfach derjenige ist, der Marty immer für voll nimmt und ihn aufgrund seiner Lähmung auch nicht mitleidig behandelt, sondern einfach wie einen vollwertigen Gesprächspartner (was nicht alle im Film machen).

„Marty“ ist immer noch im Filmgeschäft, wenn auch immer ohne großen Durchbruch, so war zumindest auch bei „Crank 2“ dabei oder „The Lost Boys“. Und nein, er ist nicht wirklich gelähmt, was – hätte man den Film im Jahr 2026 so produziert – vermutlich dazu geführt hätte, dass es einen riesengroßen Aufschrei gegeben hätte, denn Corey Haim hat da ja sozusagen einem gelähmten Schauspieler eine Rolle weggeschnappt. Der Böse. (*seufz*)

Jedenfalls machen alle ihren Job gut und in den Nebenrollen findet man das eine oder andere bekannte Gesicht.

Die Effekte sind schwer in Ordnung und sehen auch im Jahr 2026 noch okay aus – ja, die Verwandlungsszene(n) sind jetzt nicht der große Bringer und heutzutage hat man da natürlich schon ganz anderes gesehen, aber es ist okay, und es passt und der Anteil an Blut und abgetrennten Gliedmaßen ist für damalige Verhältnisse nicht ohne.

Die Auflösung, wer der Werwolf ist, überrascht wohl niemanden, immerhin ist es ein Stephen King-Buch. Es wird im Film (als auch im Buch) relativ rasch offenbart, weil es dann primär darum geht, die anderen davon zu überzeugen, dass diese Person der Übeltäter ist. Was auch zu der einen oder anderen Konfrontation in Menschengestalt führt.

Jedenfalls ist der Film auch heutzutage immer noch gut anzusehen und macht Laune – die gesamte Machart ruft halt ganz laut „80iger Jahre“, aber das gibt dem Film in diesem Fall auch einen gewissen Charme.

Alles in allem finde ich „Silver Bullet“ als einen der besseren ernsten Werwolf-Filme, der noch ohne große Übertreibungen und Weltbedrohung auskommt, sondern sich auf das Schicksal einer kleinen Stadt bzw. eine Familie reduziert, was ja auch einfach wieder einmal gut tut.

„Silver Bullet“ bzw. „Der Werwolf von Tarker Mills“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, mit dem Rollstuhl davonrasende, Punkte.

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The Housemaid (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/14/the-housemaid-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/14/the-housemaid-filmkritik/#respond Sat, 14 Feb 2026 05:00:23 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38528 Millie (Sydney Sweeney) hat ein Problem – sie braucht dringend einen Job und eine Unterkunft, denn sonst erfüllt sie die Auflagen ihrer Bewährungshilfe nicht und muss zurück ins Gefängnis. Da kommt ihr das Jobangebot von Nina (Amanda Seyfried) gerade recht, … Weiterlesen

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Millie (Sydney Sweeney) hat ein Problem – sie braucht dringend einen Job und eine Unterkunft, denn sonst erfüllt sie die Auflagen ihrer Bewährungshilfe nicht und muss zurück ins Gefängnis. Da kommt ihr das Jobangebot von Nina (Amanda Seyfried) gerade recht, denn diese sucht eine Haushälterin.

Dann lernt Millie Andrew (Brandon Sklenar) kennen, Ninas Mann – und dieser ist einerseits eine Augenweide und andererseits auch extrem charmant. Die Tochter CeCe (Indiana Elle) ist ein wenig seltsam und unnahbar und sagt hin und wieder komische Sachen á la „Juice is a privilege and therefore deserves to be served in a clean glas.“ Aber hey – womit findet man sich nicht alles ab, wenn die eigene Existenz auf dem Spiel steht.

Dann merkt Millie aber sehr rasch, dass hier im Haus was gewaltig unrund läuft, denn bereits am ersten wirklichen Arbeitstag tickt Nina völlig aus, beschuldigt Millie, wichtige Unterlagen entsorgt zu haben und zerlegt dabei die halbe Küche. Andrew schreitet ein und kann seine Frau beruhigen, aber eines ist Millie klar – die gute Nina hat schwere Probleme und Andrew ist viel zu nett zu ihr. Und außerdem sieht er wirklich verdammt gut aus …

Freida McFadden hat das Buch geschrieben, auf welchem dieser Film hier basiert und es war ein richtiger Bestseller. Warum, fragt man sich als Uneingeweihte(r) unweigerlich, denn der Trailer sieht anch einem typischen Film dieser Art aus. Und das ist er auch – die erste Stunde lang zumindest. Diese Zeit braucht der Film nämlich um alle möglichen Klischees bezüglich der Situation „Haushälterin“ und „durchgeknallte Arbeitgeberin mit heißem Ehemann“ abzuarbeiten und dann folgt eine Konfrontation – die anders ausgeht als ich erwartet hatte.

Relativ rasch wird die Geschichte dann nochmals aus anderer Perspektive erzählt und nach und nach wird klar, was hier wirklich gespielt wird. Selbst für Nicht-Kenner des Buches dürfte allerdings sehr, sehr rasch klar sein, was hier gespielt wird und was wirklich vor sich geht – aber das tut der Sache und dem Spaß keinen Abbruch.

Das liegt in erster Linie an Amanda Seyfried („A Million Ways To Die In The West„, „Ted 2„), die hier alle Register zieht und als Nina einfach alles gibt – die Frau ist hier eine Tour de Force und möglicherweise gar nicht so wahnsinnig, wie man am Anfang denkt. Ich war völlig baff, denn ich kannte sie in erster Linie aus „Mamma Mia! Here We Go Again“ und da war sie auch gut, aber das hier – das ist richtig stark. Dazu kommt Brendan Sklenar, der als Andrew die absolute Ruhe ausstrahlt und mit seiner Samtstimme manche Szene deutlich deeskaliert – auch hier: wunderbare gecastet. Dass der gute Herr ganz oft in Unterhemden rumläuft und sogar seinen nackten Po zeigen darf, wir die weibliche Zuseherschaft sicher freuen und teilt das Eye-Candy (fast) 50:50 auf. Die andere Hälfte ist Sydney Sweeney („Madame Web„, „Immaculate„), die ja scheinbar wunderschön ist und ja, auch hier darf man sie kurz nackt betrachten und an ihrem Körperbau erfreuen (wenn dass jemand wollen sollte). Insofern spannend, als sie und Amanda Seyfried auch als Produzent:innen fungieren, das hier also schon sehr bewusst eingesetzt ist.

So viel zu den Schauwerten per se – was ich allerdings anführen muss, ist dass die schauspielerische Leistung von Sweeney klar die schwächere von den Hauptfiguren ist. Mit Abstand sogar. Und aus persönlicher Sicht kann sie in punkto Ausstrahlung Amanda Seyfried in keiner Sekunde das Wasser reichen. Das ist insofern wichtig, weil Andrew ja ein Auge auf sie geworfen hat – was ich bei dem Mauerblümchen per se nicht verstehen kann. Aber gut, das stand so im Drehbuch und wenn ich mal das Hirn ausschalte, dann kann ich mir schon einreden, dass der arme Mann ja von seiner Frau so schikaniert wird, dass es weniger ans Sweeneys Optik liegt, als an ihrer entspannten Art. Denn – das muss man so festhalten – was Nina in der erste Stunde so liefert, das ist schon heftigst und vermutlich wäre andere halbwegs attraktive Frau für ihn ebenfalls in Frage gekommen.

Jedenfalls kommt dann die Mitte des Films und dann drehen sich ein paar Dinge und ja, den Twist sieht man von weitem kommen, trotzdem war es tatsächlich sehr schön zuzusehen, wie sich manche Szenen und Aussagen die in der ersten Hälfte passieren in der zweiten Hälfte umdrehen. Das hat tatsächlich richtig gut getan und ich habe gern dabei zugesehen, wie sich die (erwartete) Handlung entfaltet.

Paul Feig hat hier meiner Ansicht nach einen völlig klaren, durchkomponierten Film abgeliefert, der ohne große Tiefe einfach spannend und unterhaltsam ist und ja, man kann ihm schon eine Message zudichten – muss man aber nicht. Auch wenn gerade das Ende dazu regelrecht einlädt. Das ist übrigens auch mein größter Kritikpunkt im Film: Es gibt am Ende eine Szene in welcher eine sehr wichtige Person für das Schicksal der Pro- und Antagonist:innen plötzlich eine Verbindung zu einer der Hauptfiguren aus dem Hut zaubert und deshalb entwickelt sich die Szene in eine bestimmte Richtung weiter (wer den Film gesehen hat, der/die wird verstehen, was ich meine). Das hätte es aus meiner Sicht nicht gebraucht – nämlich gar nicht. Ich finde die Szene wäre weit stärker gewesen, wäre dieser Konnex nicht da gewesen und die Szene wäre trotzdem ausgegangen, wie sie ausging.

Aber hey – es ist nicht mein Film und nicht meine Entscheidung. Und mein Buch war es auch nicht.

Wie dem auch sei – ich fand die knapp über zwei Stunden dauerende Reise mit den drei Haupfiguren wirklich unterhaltsam, spannend und schön irre, war mehrmals beeindruckt von Amanda Seyfried, musste mehrmals seufzen über den Versuch von Sweeney schauzuspielen und hab die absolute Ruhe, die Sklenar ausstrahlt, genossen. Auch der Flashback etwa zur Mitte des Films war meiner Ansicht nach gut plaziert und kurz genug, damit klar war, was Sache ist, aber auch ausführlich genug, damit man versteht, was da emotional alles passierte.

Ich hatte mir von dem Film wirklich nicht viel erwartet, eher gedacht, es wäre so ein Film zum Nebenbeigucken und Drübstreuen, bin dann aber relativ rasch zum „aktiv gucken“ übergegangen, weil der Film wirklich einen guten Flow hat, nie langweilig wird und die Story auch mit ihren Andeutungen, Bruchstücken und Umdeutungen sehr gut erzählt wird. Anspruch? Nein. Unterhaltungswert? Oh ja.

Ein Sequel mit dem Titel „The Housemaid’s Secrets“ ist bereits beschlossen und wird produziert werden. Bei dem Ende kann man sich gut vorstellen, worum es da gehen wird und naja, ich bin gespannt.

„The Housemaid“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, im Haushalt für Ordnung sorgende, Punkte.

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Five Nights at Freddy’s 2 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/12/five-nights-at-freddys-2-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/12/five-nights-at-freddys-2-filmkritik/#respond Thu, 12 Feb 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38424 Im Jahr 2002, also zwei Jahre nachdem Serienkiller William von den Geistern seiner Opfer getötet wurde, ist für Mike (Josh Hutcherson) der Alltag wieder eingekehrt. Dazu gehört es sich um seine jüngere Schwester Abby (Piper Rubio) zu kümmern, die jedoch … Weiterlesen

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Im Jahr 2002, also zwei Jahre nachdem Serienkiller William von den Geistern seiner Opfer getötet wurde, ist für Mike (Josh Hutcherson) der Alltag wieder eingekehrt. Dazu gehört es sich um seine jüngere Schwester Abby (Piper Rubio) zu kümmern, die jedoch ihre geisterhaften Freunde, sehr vermisst.

Vanessa (Elizabeth Lail) leidet ebenfalls unter ihrer Verbindung zu den Ereignissen, hat aktuell aber sogar ein Date mit Mike. Als drei Geisterjäger rund um Lisa (Mckenna Grace) das ursprüngliche Freddy Fazbear’s Pizza Lokal besuchen, wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die Mike, Abby und Vanessa, wieder mitten in den übernatürlichen Schlamassel zurück werfen…

Im Jahr 2023 folgte die erste Verfilmung der Five Nights at Freddy’s Spiele und auf Grund des finanziellen Erfolges, bekommen wir nur zwei Jahre später, eine Fortsetzung präsentiert. Dieser Teil hat nun mehr gekostet und etwas weniger wieder erwirtschaftet, dennoch wurde ungefähr das vierfache der Kosten wieder eingespielt, weswegen es 2027, einen dritten Teil geben soll. Was gleich geblieben ist, ist dass Kritiker diese Film gehasst haben.

Als Steigerung war er sogar bei einigen in der Kategorie „schlechteste Horror-Filme von 2025“ vertreten. Auch ich finde ihn deutlich schwächer als den ebenfalls nicht großartigen aber durchaus unterhaltsamen Erstling, doch der Rest ist für mich übertrieben. Wieder auf dem Regiestuhl sitzt Emma Tammi (The Wind) und auch die drei Hauptdarsteller sind wieder mit dabei. Auf der Metaebene gibt es dann bereits eine erste Enttäuschung und zwar dass es hier zu einer Scream-Reunion kommen soll.

Richtig, hier spielen sowohl erneut Matthew Lillard mit als auch erstmals Skeet Ulrich aka Stu und Billy in Scream. Und was glaubt ihr, haben die viel Screentime und treffen sie aufeinander? Ich glaube diese Frage könnt ihr ohne meine Hilfe, auch beantworten. Dann hätten wir die Figuren und auf Josh Hutcherson (The Beekeeper) bezogen, auch ein gewisses Desinteresse des Schauspielers, weil er auf Autopilot seine Rolle spielt.

Sein Mike ist dabei auch vom Drehbuch her einfach langweilig, er wirkt bemüht, doch hat ihn die Überwindung seines Traumas aus dem ersten Teil, irgendwie zu einem unsympathischeren Menschen gemacht. Vor allem wie er auch gegen Ende mit der von Elizabeth Lail (Countdown) gespielten Vanessa umgeht. Sie ist auch die einzige, die emotional involviert wirkt, der ich ihren inneren Konflikt glaube und ihr einen Weg hin zu mehr Normalität gewünscht habe.

Die dritte wiederkehrende Figur ist Piper Rubio als Abby und wie ihr Bruder Mike, gefällt sie mir hier um einiges weniger. Sie ist im Prinzip nur dazu da, dass sie die schlimmen Ereignisse weiter vorantreibt und sich in Gefahr begibt, weil sie ihre toten/kaputten (je nachdem auf welche Ebene man sich bezieht) Freunde, so sehr vermisst. Die Bedrohung geht dabei eine Zeit lang von einer besessenen Mckenna Grace (Annabelle 3) aus und sie gehört vom Design her zu den besten Figuren, ist aber leider kaum zu sehen.

Die animatronischen Figuren und die damit verbundenen Effekte sind weiterhin top, doch hat sich das seltsame und auch unheimliche Gefühl, das ihr Erscheinungsbild ausgelöst hat, irgendwie bereits etwas abgenutzt und teilweise wirken sie nur mehr lustig bis hin zu lächerlich. Die Offline-Kills wären extrem blutig – würde man sie sehen – von zerquetschten Köpfen bis hin zu abgetrennten Körperteilen, die man dann sogar unscharf im Hintergrund zu Boden fallen sieht.

Bei all dem was mir hier schwächer erscheint wiegt wohl am Schwersten, dass man das Gefühl hat, dass sich nichts getan hat. Das ist recyceln der gleichen Idee, ohne Weiterentwicklung. Abgesehen von Vanessa, bei der ich wissen möchte, wie es mit ihr weitergeht, sind dir alle Figuren ziemlich egal. Ich kann also verstehen, dass Menschen dies als Totalreinfall sehen, für mich ist es wohl am ehesten ein Schnellschuss, ohne wirkliche neue Impulse. Einzig die Kritik an Erwachsenen, die nicht auf Kinder hören oder diese ignorieren, die ist bitter, weil dies viel zu oft vorkommt.

„Five Nights at Freddy’s 2“ bekommt von mir 5/10 die Puppen inklusive der Puppenspielerin, lieber einige Zeit etwas ruhen lassende Empfehlungspunkte.

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Return To Silent Hill (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/10/return-to-silent-hill-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/10/return-to-silent-hill-filmkritik/#respond Tue, 10 Feb 2026 05:00:48 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38511 James Sunderland (Jeremy Irvine) ist in einer schweren Depression gefangen. Seine Freundin Mary (Hannah Emily Anderson) ist und er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, trinkt und auch seine Psychotherapie, die er absolut gut gebrauchen könnte, nimmt er nicht … Weiterlesen

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James Sunderland (Jeremy Irvine) ist in einer schweren Depression gefangen. Seine Freundin Mary (Hannah Emily Anderson) ist und er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, trinkt und auch seine Psychotherapie, die er absolut gut gebrauchen könnte, nimmt er nicht wirklich ernst. Als er plötzlich an einem Abend einen Brief in seiner Wohnung findet, der seltsamerweise von Mary zu kommen scheint, reist er nach Silent Hill, denn dort haben die beiden gemeinsam gewohnt.

Aber bereits bei seiner Ankunft ist klar, dass hier alles völlig anders ist, als er erwartet hat. Die Stadt ist (fast) menschenleer und ein grauer Ascheregen fällt die gesamte Zeit. Als dann auch noch seltsame Kreaturen auftauchen, da gibt es für James nur eine einzige Sache: Mary finden und dann nichts wie weg hier.

Aber das stellt sich als schwieriger heraus als gedacht …

Es gibt einen großen Unterschied, zwischen Meta-Horror und Mindfuck. Das muss man mal so festhalten. Wenn Filme wie „Hereditary“ oder „Midsommar“ als Inspiration erwähnt werden, wie es der Regisseur von „Return To Silent Hill“ gemacht hat, dann werde zumindest ich schon einmal skeptisch, denn sind wir mal ehrlich: „Silent Hill 2“ auf welchem diese Story dieses Films hier basiert, ist alles andere als eine komplizierte Geschichte.

Nachdem „das Internet“ ja beschlossen hat, dass „Return To Silent Hill“ der schlechteste Film des Jahres ist, ist ja alles geklärt, nicht? Der Film ist Mist und punktum. Und da sind wir wieder mal bei unserem Hauptproblem: Der Erwartungshaltung. Nachdem Christophe Gans ja den ersten Silent Hill-Film damals entgegen aller Erwartungen doch ziemlich gut hinbekommen hat, war irgendwie die Erwartung, dass er dieses Mal (mit der Hälfte des Budgets von damals und übrigens hat der Filmfonds Bayern den Film mitfinanziert …?) so richtig durchstarten wird, immerhin ist die Story von „Silent Hill 2“ ja eine der bekanntesten und (scheinbar) besten der Videospielgeschichte. Zumindest wenn man den Leuten „im Internt“ glauben schenkt.

Was haben wir hier also: James hat Schuldgefühle und alle Monster in der Stadt sind Manifestationen ebendieser. Coole Idee. Cooles Monsterdesign. Im Spiel trifft er auch auf diverse andere Menschen, die alle ihren Grund haben, in Silent Hill festzusitzen. Manche davon entspringen allerdings nur der Einbildung von James. Und das hat sich Gans zu Herzen genommen, die Story an diversen Stellen verändert, ausgebaut und auch wenig neu interpretiert und – Tada! Der neue Film ist fertig. Allerdings – und deshalb mein Anfangssatz – ist es ein Mindfuck-Film geworden und kein „Meta-Horror“.

Warum „Mindfuck-Film“? Weil man während dem Film über längere Zeit nicht sicher sein kann, was von allem hier im Kopf von James passiert und was wirklich los ist. Nach gut zwei Dritteln ist allerdings völlig klar, was hier abgeht. Nur … das Ende passt dann meines Erachtens nicht zum Rest. Das wirkt irgendwie drangepoppt, als ob man die Zuseher:innen nicht mit einem so düsteren Schluss aus dem Kino gehen lassen möchte. Schade. Denn der Rest würde per se funktionieren. Mit Abstrichen.

Womit ich tatsächlich anfangs ein Problem hatte, war, dass der Film zu schnell und gleichzeitig zu langsam ist. Zu langsam, weil er immer wieder von (unnötigen) Rückblenden ausgebremst wird, die uns die Beziehung von James und Mary zeigen, die jedoch – genau genommen – für den Film völlig unwichtig ist. Es ist egal, wie Mary war. Wichtig ist, dass James sie suchen muss(!), weil er alles andere nicht ertragen würde. Das kommt leider nicht so richtig rüber. Es wird zwar immer wieder mal betont, dass Mary die Liebe seines Lebens war, aber die Rückblenden bringen das leider nicht rüber. Hätte man nach dem Anfang des Films – welcher zeigt, wie die beiden sich kennengelernt haben – es einfach bei dieser einen Szene belassen und nichts weiter von den beiden gezeigt: Es hätte völlig ausgereicht. Alles andere ist/war unnötiges Beiwerk.

Dann wird noch ein Kult an die ganze Story drangeklebt, denn Marys Vater war einer der Gründer von Silent Hill und es gibt nach wie vor Leute, die ihn verehren und auch seine Tochter Mary spielt da eine große Rolle. Auch das – völlig unnötig. Dass Mary an einer Krankheit stirbt, hätte – wie im Spiel – völlig gereicht. Da einen Kult einzubauen streckt den Film unnötig und verwässert die an sich einfach Story unnötig, nimmt ihr sogar etwas von ihrer emotionalen Tiefe. Abgesehen davon, dass der Kult ansonsten genau Null Rolle im Film spielt, außer jemand anderem als James die Schuld an Marys Tod zu geben. Diesen Teil der Storyline hätte man komplett streichen sollen.

Zu schnell ist der Film deshalb, weil sich niemand die Zeit nimmt ein Gefühl für den Ort zu etablieren. Ja, es sieht cool aus, Ascheregen und so weiter, aber im Grunde genommen hetzt James von einem Ort zum nächsten, ohne dass man als Zuseher:in eine Ahnung hat, was er jetzt macht und warum er wohin unterwegs ist. Er taumelt eigentlich fast die gesamte Zeit nur panisch durch die Gegend. Und das ist hier ein riesengroßes Manko, weil es völlig planlos wirkt.

Im Spiel ist es so, dass man immer weiß, warum man wohin geht. Entweder, weil der Ort an dem man Mary sucht für die beiden ein besonderer Ort war, oder weil man jemanden verfolgt oder weil James denkt, er würde dort aus Grund X Hinweise finden. Im Film fehlen diese Infos völlig. Es ist ja eh nett, wenn dann ein Schild im Bild steht, auf dem man lesen kann, dass man im Lakeview ist. Nur – was heißt das, bitteschön? Die emotionale Verbindung der Orte an denen James nach ihr sucht oder an denen er sich nach diversen Black-Outs wiederfindet ist kein Thema. Das fehlt völlig, dabei wäre das absolut wichtig gewesen um der Sache einen Sinn, einen roten Faden, zu geben. Das ist meiner Ansicht nach auch der Hauptgrund, warum der Film von vielen als „bruchstückhaft“ oder „messy“ bezeichnet wird – weil nicht vermittelt wird, dass die Suche von James durchaus System hat.

Und das ist wirklich schade, weil der Film an sich vieles richtig machen würde – die Optik, die Monster, die leeren Straßen. Da passt sehr viel. Wenn das alles nur mehr Kontext hätte.

Damit sind wir bei den Nebenfiguren. Hier werden letzten Endes drei auftauchende Personen zu einer vierten zusammengemixt, da diese drei Personen „in Wahrheit“ Teile von der Psyche der „vierten Person“ sind, die James eben in seinem Kopf geteilt hat. Warum er das macht wird nicht erklärt. Kann man sich zwei davon noch zusammenreimen, so ist es bei der dritten für mich nicht nachvollziehbar gewesen. Und warum Laura (Evie Templeton) eine abartig schräge Puppe in der Hand hält, habe ich nicht verstanden/mitbekommen oder es wurde nicht erwähnt.

Die Herkunft von Pyriamd Head widerum fand ich okay und gelungen. Da wird nicht viel erklärt, das wird in einer kurzen Szene sehr deutlich rübergebracht. Und das Ende von Maria fand ich ebenfalls für die Figur von James, wie sie im Film präsentiert wird, absolut passend. Auch wenn ich den Charakter von Maria offen gestanden als „holprig“ bezeichnen würde. Allein das Aufeinandertreffen von James und Maria fällt mehr in die Kategorie peinlich als alles andere. Schade, denn Maria war im Spiel eine wirklich grandiose Figur, die vor allem auch von der Synchrosprecherin grandios gesprochen wurde. Hier wurde sie verschenkt. Allein die Optik ist an sich schon fragwürdig. Knapp daneben ist eben auch vorbei, wie es so schön heißt – das was sie verkörpern soll, verkörpert sie im Film auf jeden Fall nicht, sorry.

Die Story von Angela – die im Spiel ja doch sehr heftig ist – wird hier fast 1:1 übertragen, aber ebenfalls anders interpretiert. Die Auflösung macht zwar völlig klar, was ihr passiert ist und auch wie es mit Mary zusammenhängt, aber das wird so Ratzfatz erledigt, dass die Erkenntnis null Zeit zum Atmen hat. Da wird etwas absolut Schreckliches und Schlimmes nicht nur angedeutet, sondern aufs Auge gedrückt, und dann ist das nach einer Sekunde abgehakt und weiter im Text. Echt schräg.

Und – das ist fast das größte Manko, hängt aber mit allem, was ich oben erwähnt habe zusammen – die „Anderswelt“, wenn ich das so nennen darf, wird zu früh eingeführt und viel zu sehr für Action und „Horrormomente“ genutzt. Das klingt im ersten Lesen vielleicht seltsam, aber sobald James in der „Anderswelt“ ist, geht die Post ab und er jagt von A nach B und stolpert nach C und findet sich in D wieder und überall passiert etwas Schlimmes. Aber erneut: Ohne Kontext.

An manchen Orten hat James dann Flashbacks, die zeigen, was dort passiert ist als er mit Mary dort gewohnt hat, aber das Problem ist: Wir sehen zuerst die Orte im „jetzt“ und dann bekommen wir danach den Kontext dazu. Das hätte man meiner Ansicht nach umdrehen müssen (und manche Rückblenden ohnehin streichen – warum es notwendig war, dass die beiden in Silent Hill gewohnt haben, ist ein eigenes Thema).

Es gibt als wirklich viel zu bemängeln an dem Film. Hier waren so viele Ideen drin, dass Gans sich meiner Ansicht nach völlig verzettelt hat und ihm vermutlich niemand mehr folgen konnte. Ich kann mir gut vorstellen, wie ihn Leute am Set angesprochen und darauf hingewiesen haben, dass das alles so nicht zusammenpasst und wie das funktionieren soll, er aber mit ruhiger Stimme geantwortet hat, dass das Geheimnis im Schnitt liegt – und den hat er dann meiner Ansicht nach vergeigt. Jetzt nicht in dem Sinn, dass der Schnitt schlecht ist, aber die Szenenabfolgen passen einfach nicht – wie erwähnt: der Kontext eben. Würden manche Dinge in anderer Reihenfolge gezeigt, dann wäre das Gesamtpaket weit stimmiger.

Alles in allem muss ich festhalten, dass ich dennoch gut unterhalten wurde: Die Optik, die Monster, die Musik – das macht alles schon Stimmung. Da ich ja erst vor kurzem das „Remake“ von „Silent Hill 2“ gespielt habe, hatte ich vermutlich bei vielen Dingen rascher den Kontext im Kopf als jene, die das Spiel vor 20 Jahren gespielt haben und wusste – oder glaube, zu wissen – was Gans damit sagen oder machen wollte. Nur, ich hatte ja auch den direkten Vergleich mit dem Spiel im Kopf und kann deshalb auch sagen, dass Gans auch oft an seiner Ambition gescheitert ist. Stichwort: Die Figur von Mary. Oder die Nutzung der Krankenschwestern (die im ersten „Silent Hill“-Film furchteinflössend waren), die hier völlig verschenkt werden. Welchen Sinn haben sie in diesem Film, wenn Mary doch offensichtlich Zuhause gestorben ist? Warum sollten sie in der Psyche von James also überhaupt vorkommen? Eben. Gibt keinen Grund dafür.

Wem kann ich diesen Film jetzt also empfehlen? Puh. Schwer. Tatsächlich sind die Schnitzer, die sich Gans erlaubt schon grobe Schnitzer. Nicht-Kenner der Story und des Spiels werden vermutlich die gesamte Zeit über bis zum Ende hin den Kopf schütteln und sich fragen, was das jetzt war. Kenner und Fans des Spiels werden ziemlich sicher sauer sein, weil grundlegende Dinge völlig unnötigerweise verändert/aufgebläht wurden, während andere, wichtige Aspekte im Bruchteil einer Sekunde abgehandelt werden.

Ich kann also verstehen, warum der Film so schlecht wegkommt.

Für meinen Teil, erneut: Ich wurde gut unterhalten, finde es aber wirklich, wirklich schade, dass sich Gans so verlaufen hat. Da steckt ein ziemlich cooler Film in „Return To Silent Hill“. Leider kommt er nicht wirklich zum Vorschein. Ich hasse verschenktes Potential immer noch. Und das ist hier wirklich reichlich vorhanden.

Witziger Nebengedanke, der mir während dem Film gekommen ist: Ich habe mir noch nie bei einem Film gedacht, dass der absolut NICHT für die große Leinwand gemacht war. Ich kann es mit Worten nicht beschreiben, aber die gesamte Story und die Machart mit all ihren „epischen“ Momenten – das hat sich für mich falsch angefühlt für’s Kino. Keine Ahnung warum, aber das Gefühl war absolut da.

„Return To Silent Hill“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, leider schwer an seinen Ambitionen scheiterende, Punkte.

PS: Schlechte Perücken und seltsame Bärte müsst ihr aushalten können, sonst seid ihr im falschen Film. Aber das nur am Rande.

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