Fantasy | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 09 Feb 2026 08:18:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Return To Silent Hill (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/10/return-to-silent-hill-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/10/return-to-silent-hill-filmkritik/#respond Tue, 10 Feb 2026 05:00:48 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38511 James Sunderland (Jeremy Irvine) ist in einer schweren Depression gefangen. Seine Freundin Mary (Hannah Emily Anderson) ist und er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, trinkt und auch seine Psychotherapie, die er absolut gut gebrauchen könnte, nimmt er nicht … Weiterlesen

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James Sunderland (Jeremy Irvine) ist in einer schweren Depression gefangen. Seine Freundin Mary (Hannah Emily Anderson) ist und er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, trinkt und auch seine Psychotherapie, die er absolut gut gebrauchen könnte, nimmt er nicht wirklich ernst. Als er plötzlich an einem Abend einen Brief in seiner Wohnung findet, der seltsamerweise von Mary zu kommen scheint, reist er nach Silent Hill, denn dort haben die beiden gemeinsam gewohnt.

Aber bereits bei seiner Ankunft ist klar, dass hier alles völlig anders ist, als er erwartet hat. Die Stadt ist (fast) menschenleer und ein grauer Ascheregen fällt die gesamte Zeit. Als dann auch noch seltsame Kreaturen auftauchen, da gibt es für James nur eine einzige Sache: Mary finden und dann nichts wie weg hier.

Aber das stellt sich als schwieriger heraus als gedacht …

Es gibt einen großen Unterschied, zwischen Meta-Horror und Mindfuck. Das muss man mal so festhalten. Wenn Filme wie „Hereditary“ oder „Midsommar“ als Inspiration erwähnt werden, wie es der Regisseur von „Return To Silent Hill“ gemacht hat, dann werde zumindest ich schon einmal skeptisch, denn sind wir mal ehrlich: „Silent Hill 2“ auf welchem diese Story dieses Films hier basiert, ist alles andere als eine komplizierte Geschichte.

Nachdem „das Internet“ ja beschlossen hat, dass „Return To Silent Hill“ der schlechteste Film des Jahres ist, ist ja alles geklärt, nicht? Der Film ist Mist und punktum. Und da sind wir wieder mal bei unserem Hauptproblem: Der Erwartungshaltung. Nachdem Christophe Gans ja den ersten Silent Hill-Film damals entgegen aller Erwartungen doch ziemlich gut hinbekommen hat, war irgendwie die Erwartung, dass er dieses Mal (mit der Hälfte des Budgets von damals und übrigens hat der Filmfonds Bayern den Film mitfinanziert …?) so richtig durchstarten wird, immerhin ist die Story von „Silent Hill 2“ ja eine der bekanntesten und (scheinbar) besten der Videospielgeschichte. Zumindest wenn man den Leuten „im Internt“ glauben schenkt.

Was haben wir hier also: James hat Schuldgefühle und alle Monster in der Stadt sind Manifestationen ebendieser. Coole Idee. Cooles Monsterdesign. Im Spiel trifft er auch auf diverse andere Menschen, die alle ihren Grund haben, in Silent Hill festzusitzen. Manche davon entspringen allerdings nur der Einbildung von James. Und das hat sich Gans zu Herzen genommen, die Story an diversen Stellen verändert, ausgebaut und auch wenig neu interpretiert und – Tada! Der neue Film ist fertig. Allerdings – und deshalb mein Anfangssatz – ist es ein Mindfuck-Film geworden und kein „Meta-Horror“.

Warum „Mindfuck-Film“? Weil man während dem Film über längere Zeit nicht sicher sein kann, was von allem hier im Kopf von James passiert und was wirklich los ist. Nach gut zwei Dritteln ist allerdings völlig klar, was hier abgeht. Nur … das Ende passt dann meines Erachtens nicht zum Rest. Das wirkt irgendwie drangepoppt, als ob man die Zuseher:innen nicht mit einem so düsteren Schluss aus dem Kino gehen lassen möchte. Schade. Denn der Rest würde per se funktionieren. Mit Abstrichen.

Womit ich tatsächlich anfangs ein Problem hatte, war, dass der Film zu schnell und gleichzeitig zu langsam ist. Zu langsam, weil er immer wieder von (unnötigen) Rückblenden ausgebremst wird, die uns die Beziehung von James und Mary zeigen, die jedoch – genau genommen – für den Film völlig unwichtig ist. Es ist egal, wie Mary war. Wichtig ist, dass James sie suchen muss(!), weil er alles andere nicht ertragen würde. Das kommt leider nicht so richtig rüber. Es wird zwar immer wieder mal betont, dass Mary die Liebe seines Lebens war, aber die Rückblenden bringen das leider nicht rüber. Hätte man nach dem Anfang des Films – welcher zeigt, wie die beiden sich kennengelernt haben – es einfach bei dieser einen Szene belassen und nichts weiter von den beiden gezeigt: Es hätte völlig ausgereicht. Alles andere ist/war unnötiges Beiwerk.

Dann wird noch ein Kult an die ganze Story drangeklebt, denn Marys Vater war einer der Gründer von Silent Hill und es gibt nach wie vor Leute, die ihn verehren und auch seine Tochter Mary spielt da eine große Rolle. Auch das – völlig unnötig. Dass Mary an einer Krankheit stirbt, hätte – wie im Spiel – völlig gereicht. Da einen Kult einzubauen streckt den Film unnötig und verwässert die an sich einfach Story unnötig, nimmt ihr sogar etwas von ihrer emotionalen Tiefe. Abgesehen davon, dass der Kult ansonsten genau Null Rolle im Film spielt, außer jemand anderem als James die Schuld an Marys Tod zu geben. Diesen Teil der Storyline hätte man komplett streichen sollen.

Zu schnell ist der Film deshalb, weil sich niemand die Zeit nimmt ein Gefühl für den Ort zu etablieren. Ja, es sieht cool aus, Ascheregen und so weiter, aber im Grunde genommen hetzt James von einem Ort zum nächsten, ohne dass man als Zuseher:in eine Ahnung hat, was er jetzt macht und warum er wohin unterwegs ist. Er taumelt eigentlich fast die gesamte Zeit nur panisch durch die Gegend. Und das ist hier ein riesengroßes Manko, weil es völlig planlos wirkt.

Im Spiel ist es so, dass man immer weiß, warum man wohin geht. Entweder, weil der Ort an dem man Mary sucht für die beiden ein besonderer Ort war, oder weil man jemanden verfolgt oder weil James denkt, er würde dort aus Grund X Hinweise finden. Im Film fehlen diese Infos völlig. Es ist ja eh nett, wenn dann ein Schild im Bild steht, auf dem man lesen kann, dass man im Lakeview ist. Nur – was heißt das, bitteschön? Die emotionale Verbindung der Orte an denen James nach ihr sucht oder an denen er sich nach diversen Black-Outs wiederfindet ist kein Thema. Das fehlt völlig, dabei wäre das absolut wichtig gewesen um der Sache einen Sinn, einen roten Faden, zu geben. Das ist meiner Ansicht nach auch der Hauptgrund, warum der Film von vielen als „bruchstückhaft“ oder „messy“ bezeichnet wird – weil nicht vermittelt wird, dass die Suche von James durchaus System hat.

Und das ist wirklich schade, weil der Film an sich vieles richtig machen würde – die Optik, die Monster, die leeren Straßen. Da passt sehr viel. Wenn das alles nur mehr Kontext hätte.

Damit sind wir bei den Nebenfiguren. Hier werden letzten Endes drei auftauchende Personen zu einer vierten zusammengemixt, da diese drei Personen „in Wahrheit“ Teile von der Psyche der „vierten Person“ sind, die James eben in seinem Kopf geteilt hat. Warum er das macht wird nicht erklärt. Kann man sich zwei davon noch zusammenreimen, so ist es bei der dritten für mich nicht nachvollziehbar gewesen. Und warum Laura (Evie Templeton) eine abartig schräge Puppe in der Hand hält, habe ich nicht verstanden/mitbekommen oder es wurde nicht erwähnt.

Die Herkunft von Pyriamd Head widerum fand ich okay und gelungen. Da wird nicht viel erklärt, das wird in einer kurzen Szene sehr deutlich rübergebracht. Und das Ende von Maria fand ich ebenfalls für die Figur von James, wie sie im Film präsentiert wird, absolut passend. Auch wenn ich den Charakter von Maria offen gestanden als „holprig“ bezeichnen würde. Allein das Aufeinandertreffen von James und Maria fällt mehr in die Kategorie peinlich als alles andere. Schade, denn Maria war im Spiel eine wirklich grandiose Figur, die vor allem auch von der Synchrosprecherin grandios gesprochen wurde. Hier wurde sie verschenkt. Allein die Optik ist an sich schon fragwürdig. Knapp daneben ist eben auch vorbei, wie es so schön heißt – das was sie verkörpern soll, verkörpert sie im Film auf jeden Fall nicht, sorry.

Die Story von Angela – die im Spiel ja doch sehr heftig ist – wird hier fast 1:1 übertragen, aber ebenfalls anders interpretiert. Die Auflösung macht zwar völlig klar, was ihr passiert ist und auch wie es mit Mary zusammenhängt, aber das wird so Ratzfatz erledigt, dass die Erkenntnis null Zeit zum Atmen hat. Da wird etwas absolut Schreckliches und Schlimmes nicht nur angedeutet, sondern aufs Auge gedrückt, und dann ist das nach einer Sekunde abgehakt und weiter im Text. Echt schräg.

Und – das ist fast das größte Manko, hängt aber mit allem, was ich oben erwähnt habe zusammen – die „Anderswelt“, wenn ich das so nennen darf, wird zu früh eingeführt und viel zu sehr für Action und „Horrormomente“ genutzt. Das klingt im ersten Lesen vielleicht seltsam, aber sobald James in der „Anderswelt“ ist, geht die Post ab und er jagt von A nach B und stolpert nach C und findet sich in D wieder und überall passiert etwas Schlimmes. Aber erneut: Ohne Kontext.

An manchen Orten hat James dann Flashbacks, die zeigen, was dort passiert ist als er mit Mary dort gewohnt hat, aber das Problem ist: Wir sehen zuerst die Orte im „jetzt“ und dann bekommen wir danach den Kontext dazu. Das hätte man meiner Ansicht nach umdrehen müssen (und manche Rückblenden ohnehin streichen – warum es notwendig war, dass die beiden in Silent Hill gewohnt haben, ist ein eigenes Thema).

Es gibt als wirklich viel zu bemängeln an dem Film. Hier waren so viele Ideen drin, dass Gans sich meiner Ansicht nach völlig verzettelt hat und ihm vermutlich niemand mehr folgen konnte. Ich kann mir gut vorstellen, wie ihn Leute am Set angesprochen und darauf hingewiesen haben, dass das alles so nicht zusammenpasst und wie das funktionieren soll, er aber mit ruhiger Stimme geantwortet hat, dass das Geheimnis im Schnitt liegt – und den hat er dann meiner Ansicht nach vergeigt. Jetzt nicht in dem Sinn, dass der Schnitt schlecht ist, aber die Szenenabfolgen passen einfach nicht – wie erwähnt: der Kontext eben. Würden manche Dinge in anderer Reihenfolge gezeigt, dann wäre das Gesamtpaket weit stimmiger.

Alles in allem muss ich festhalten, dass ich dennoch gut unterhalten wurde: Die Optik, die Monster, die Musik – das macht alles schon Stimmung. Da ich ja erst vor kurzem das „Remake“ von „Silent Hill 2“ gespielt habe, hatte ich vermutlich bei vielen Dingen rascher den Kontext im Kopf als jene, die das Spiel vor 20 Jahren gespielt haben und wusste – oder glaube, zu wissen – was Gans damit sagen oder machen wollte. Nur, ich hatte ja auch den direkten Vergleich mit dem Spiel im Kopf und kann deshalb auch sagen, dass Gans auch oft an seiner Ambition gescheitert ist. Stichwort: Die Figur von Mary. Oder die Nutzung der Krankenschwestern (die im ersten „Silent Hill“-Film furchteinflössend waren), die hier völlig verschenkt werden. Welchen Sinn haben sie in diesem Film, wenn Mary doch offensichtlich Zuhause gestorben ist? Warum sollten sie in der Psyche von James also überhaupt vorkommen? Eben. Gibt keinen Grund dafür.

Wem kann ich diesen Film jetzt also empfehlen? Puh. Schwer. Tatsächlich sind die Schnitzer, die sich Gans erlaubt schon grobe Schnitzer. Nicht-Kenner der Story und des Spiels werden vermutlich die gesamte Zeit über bis zum Ende hin den Kopf schütteln und sich fragen, was das jetzt war. Kenner und Fans des Spiels werden ziemlich sicher sauer sein, weil grundlegende Dinge völlig unnötigerweise verändert/aufgebläht wurden, während andere, wichtige Aspekte im Bruchteil einer Sekunde abgehandelt werden.

Ich kann also verstehen, warum der Film so schlecht wegkommt.

Für meinen Teil, erneut: Ich wurde gut unterhalten, finde es aber wirklich, wirklich schade, dass sich Gans so verlaufen hat. Da steckt ein ziemlich cooler Film in „Return To Silent Hill“. Leider kommt er nicht wirklich zum Vorschein. Ich hasse verschenktes Potential immer noch. Und das ist hier wirklich reichlich vorhanden.

Witziger Nebengedanke, der mir während dem Film gekommen ist: Ich habe mir noch nie bei einem Film gedacht, dass der absolut NICHT für die große Leinwand gemacht war. Ich kann es mit Worten nicht beschreiben, aber die gesamte Story und die Machart mit all ihren „epischen“ Momenten – das hat sich für mich falsch angefühlt für’s Kino. Keine Ahnung warum, aber das Gefühl war absolut da.

„Return To Silent Hill“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, leider schwer an seinen Ambitionen scheiterende, Punkte.

PS: Schlechte Perücken und seltsame Bärte müsst ihr aushalten können, sonst seid ihr im falschen Film. Aber das nur am Rande.

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Deathstalker (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/31/deathstalker-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/31/deathstalker-2025-filmkritik/#respond Sat, 31 Jan 2026 05:00:02 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38467 Die Deadits sind auf dem Vormarsch und wie es aussieht soll ein altes Übel – das ultimative Böse – wieder erweckt werden. Das juckt jetzt Deathstalker (Daniel Bernhardt), legendärer Söldner, nicht besonders. Zumindest würde es das nicht, wenn er sich … Weiterlesen

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Die Deadits sind auf dem Vormarsch und wie es aussieht soll ein altes Übel – das ultimative Böse – wieder erweckt werden. Das juckt jetzt Deathstalker (Daniel Bernhardt), legendärer Söldner, nicht besonders. Zumindest würde es das nicht, wenn er sich nicht versehentlich an ein Amulett gebunden hätte, welches für das Ritual benötigt wird. Und er bekommt es nicht wieder los. Na dann. Dann muss er wohl oder übel versuchen was dagegen zu tun.

Am Weg stoßen dann noch Doodad (Patton Oswalt) und Brisbayne (Christina Orjalo) zu ihm und unterstützen ihn. Wäre da nicht noch Jortak (Paul Lazenby), der mit ihm noch ein Hühnchen zu rupfen hat und jetzt dem Oberbösewicht dient …

Steven Kostanski hat „Psycho Goreman“ gemacht und allein diese Info hätte schon gereicht, dass ich „Deathstalker“ sehen wollte. Als ich dann den Trailer gesehen habe, da war mir klar – die Mischung 80iger-Sword-And-Sorcery, handgemachte Effekte, Gummimasken, Blutfontänen und Steven Kostanski? Das passt sowas von perfekt, eine perfektere Mischung gibt es nicht.

Und ich hatte Recht.

„Deathstalker“ ist kein Remaster, sondern ein Remake, wie man das wohl heutzutage nennen würde. Die Story ist ähnlich wie im Film aus 1983 und ist ganz genau so sinnfrei wie super. Ding A muss nach B und dort wird C erweckt, weil D passiert ist. Juckt niemanden. Es geht hier um coole, eklige Monster, Zweikämpfe, Kunstblutfontänen, coole Sprüche und unpassenden Humor. Genau so soll es sein.

Das einzige was man im Jahre 1983 mehr hatte, waren nackte Frauenhintern und Kampfbikinis. *seufz* Man(N) kann 2026 nicht alles haben. Aber okay – der Rest passt super und macht von A bis Z Spaß und Freude. Die Monster sind schön kreativ (mit ein paar Verneigungen an den 1983iger-Film) und eklig. Die Schwertkämpfe bzw. die Kämpfe grundsätzlich auch super anzusehen. Der Humor passt meistens. Alles gut.

Das Casting ist treffsicher – Daniel Bernhardt passt optisch super in die Rolle, auch schauspielerisch ist er perfekt gecastet und seine Mimik und trockenen Wortmeldungen sind ein Highlight. Muss man leicht zu unterhalten sein, um die Witze lustig zu finden? Ja. Aber – ich meine, wir reden hier von mir also: Alles paletti.

Das Overacting ist super, vor allem Paul Lazenby hat einen riesengroßen Spaß und Christina Orjalo ist der übliche weibliche Sidekick mit Potential, macht ihre Sache aber ebenfalls toll. Doodad ist für die Story wesentlich, aber mit Schauspiel hat das (dank der Maske) wenig zu tun.

Ich kann es nur wiederholen: Sprüche super, Schauspiel passt, Casting top, Effekte handgemacht und eklig, Story hanebüchen (und deshalb perfekt) – alle Zeichen auf großartig.

Mit zwei Ausnahmen: Die beiden Kämpfe gegen die Endgegner (Zauberer gegen Zauberer, Deathstalker gegen Endboss) sind im Vergleich zu der Ideenvielfalt zu Anfang dann eher unterwältigend, auch wird gegen Ende dann auffällig zu CGI gegriffen und das finde ich schade. Aber in Summe: Der Film hat das Herz auf dem richtigen Fleck. Aber wie heißt es so schön: „Jedes Herz sieht anders aus“ (und Deathstalkers Antwort darauf: „No. I had a lot of hearts at the tip of my blade and the all looked pretty much the same.“

Der Soundtrack ist auch super mit seinen E-Gitarren und die Nummern im Abspann rocken auch so richtig. Also alles zusammen: Ein Film wie aus den 80iger, nur besser gemacht und weniger nackte Haut.

Super Film – ansehen!

„Deathstalker 2025“ bekommt 8,5 von 10 möglichen, genau das seiende, was er sein will, Punkte.

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Elfen Lied (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/#respond Tue, 27 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38445 Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt … Weiterlesen

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Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt werden, denn man ist der Ansicht, ihre Mission sei es, die gesamte Menschheit zu vernichten.

Lucy ist eine Diclonius und sie kann aus ihrer Gefangenschaft entkommen, wird aber verwundet und an den Strand gespült. Durch ihre Verletzung entwickelt sie eine zweite Persönlichkeit namens „Nyu“, die wie sich ein Kleinkind verhält und auch der Sprache nicht wirklich mächtig ist. Sie wird von Kohta, der seine Schwester durch eine mysteriöse Krankheit und seinen Vater bei einem Unfall verloren hat, und seiner Freundin Yuka gefunden und die beiden nehmen Lucy/Nyu bei sich auf.

Aber das Militär sucht sie und will sie um jeden Preis finden, denn sie ist viel zu gefährlich, um in Freiheit herumzulaufen. Während Nyu jedoch bei Kotha und Yuka wohnt, lernt sie mehr und mehr, dass Menschen vielleicht doch auch liebenswürdig sein können … außerdem verbindet Kohta und Lucy mehr als Kohta ahnt …

Ich bin immer wieder über den Namen „Elfen Lied“ gestolpert und habe das von Gustav Klimt inspirierte Cover-Art immer wieder mal wo gesehen. Und dann habe ich gelesen, dass es einer der besten und emotionalsten, aber auch brutalsten Anime ist, die es gibt. Spannend, dachte ich. Als ich dann festgestellt habe, dass es ohnehin nur eine Staffel mit 13 Folgen gibt, dachte ich, vielleicht sollte ich mal reinschauen.

Und ja, „Elfen Lied“ ist brutal. Das erste Bild nach dem Vorspann ist eine abgetrennte Hand. Und die nächsten Minuten folgt Blutbad um Blutbad, denn Lucy bricht aus ihrem Gefängnis aus und nimmt buchstäblich keine Gefangenen. Da explodieren Köpfe, werden Herzen rausgerissen oder Kugelschreiben durch Augen geschossen, Arme und Beine abgetrennt und generell Menschen im Vorbeigehen in zwei Stücke gerissen. Dazu kommt noch, dass Lucy – bis auf einen Eisenhelm – nackt durch die Gegend läuft und vom Alter her wohl eine junge, erwachsene Frau ist.

Also gleich vom Anfang weg schon mal starker Tobak, der mich aber jetzt ganz offen gesprochen, nicht so richtig abgeholt hat. Solche Szenen hat man halt schon oft gesehen und auch wenn der Gewaltgrad wirklich halbwegs hoch ist, so ist das Story-Element per se nicht neu. Und sorry, aber nackte Zeichentrickfiguren spielen in meinem Leben per ses keine Rolle, stören mich aber auch nicht, zumal es im Kontext der Handlung ja auch Sinn hat.

Aber ich bin dran geblieben und muss sagen, ja, der Animé, der auf einem Manga basiert, traut sich einiges und zeigt auch einiges, was man in anderen Serien sicher nicht oder zumindest nicht so zeigen würde. Ich habe unlängst einem Freund, der mich nach Serientipps gefragt hat, davon erzählt und eine Sache, die gesagt habe: „Also vom Ende von Folge 4 bis fast zum Ende von Folge 5 war ich die ganze Zeit über kurz davor loszuheulen. Das war richtig heftig.“

Und ja, es ist richtig heftig. So gibt es zum Beispiel einen Charakter, der obdachlos ist und von Zuhause floh, weil sie von ihrem Stiefvater missbraucht wurde. Und auch wenn nichts gezeigt wird, so ist die Rückblende mehr als nur ein kurzer Schlag in die Magengrube. Man sieht – in dunklem Schwarz-Weiß gehalten, wie sich das junge Mädchen vor dem Typen (man sieht nur sein Gesicht bis unter der Nase, also sein schweinisches Grinsen) ausziehen muss und dabei am ganzen Leib zittert. Dann muss sie sich auf alle viere begeben und sich mit dem Hintern in seine Richtung drehen. Dann kommt ein Schnitt, aber man weiß ja leider, was da dann kommen würde … mir wird jetzt noch übel, wenn ich daran zurückdenke. Und noch heftiger ist die nächste Szene als das Mädchen endlich die Kraft findet, es ihrer Mutter zu sagen, ist deren Reaktion ihr eine Ohrfeige zu verpassen und ihr ins Gesicht zu schreien, dass alles ihre (das der Tochter!) Schuld sei, denn wenn sie nicht wäre, dann „er“ wieder Interesse an ihr.

Alter Verwalter. Das sind Szenen auf die ist man einfach nicht vorbereitet und mich haben sie absolut hart erwischt. Ich halte Gewalt gegen Kinder weder im echten Leben noch in Geschichten/Filmen/Büchern aus und das hier war richtig heftig.

Umso schöner, wenn man dann sieht, wie sie unter der Obhut von Kohta und Yuka aufblüht und zu einer richtig wichtigen Figur in der Serie wird. Dazu kommt eine zweite Diclonius, die ihren Schöpfer (ein Forscher) „Papa“ nennt und alles für ihn tun würde. Also auch eine junge Frau mit dem Gemüt eines kleinen Kindes. Diese bekommt den Auftrag Lucy zu finden und zurückzubringen. Was sie versucht. Endet nicht gut für sie. Und die Reaktion vom Forscher hat mich dann überrascht – aber das wäre ein zu großer Spoiler.

Was ich damit sagen will: Die Serie scheut sich nicht auch absolut erwachsene Themen anzusprechen und zu zeigen und löst damit absolut Emotionen aus. Die Macher wussten schon, welche Knöpfe sie drücken müssen, damit man mitgerissen wird.

Was für mich dann aber von Anfang an – und je länger, desto schlimmer wurde es – doch ein Problem für mich war und ist: Der Umgang mit Liebe, Verliebtsein und Sex. Nur als Warnung: Sex kommt per se nicht vor, von zwei Küssen abgesehen. Aber diese kindlich übertriebene Darstellung oder das Nyu auf einmal Kohtas Hand nimmt und sich auf ihre Brust legt, während er sie völlig überfordert machen lässt, nur um dann zu fragen: „Du willst, dass ich meine Hand bewege?“. Das klingt nach ziemlich schlimmen Fantasien der Macher und nicht nach einer erwachsenen Serie. Überhaupt ist Kohta ein strunzdummer Protagonist, den man zwar als netten, sympathischen, aber schwer traumatisierten Hauptcharakter etablieren will, aber ehrlich: Der ist einfach nur strunzdumm und traumatisiert.

Im Gegenzug gibt es dann wieder Szenen, die großartig sind, als zum Beispiel Kohta einer anderen Figur erklärt, man könne sie nicht weiter einfach so durchfüttern und diese Person denkt, sie müsse jetzt gehen und alles zurücklassen, was sie lieb gewonnen hat, nur um völlig überrascht zu sein als er weiterspricht und anführt, dass sie ab jetzt auch ihren Teil im Haushalt übernehmen müsse: Den Hund füttern oder Fenster putzen, egal was, aber zumindest irgendwas. Das war eine schöne Szene.

Alles in allem wäre die Serie aus meiner Sicht weit besser, wenn man diese peinlichen sexuellen Teile weggelassen hätte, weil sie wenig bis nichts zur Handlung beitragen und einfach wirklich meistens peinlich sind. Speziell Yuka hat da ein paar richtig dumme Szenen, in denen sie absolut eifersüchtig auf Nyu ist, weil sich Kohta Sorgen um sie macht.

Udn wieder erneut gibt es extrem coole Szenen, die völlig anders verlaufen sind als ich das gedacht hätte.

Ich bin mir also uneins mit mir: Einerseits sind verschiedene Story-Stränge und die Beziehungen der Figuren untereinander richtig cool und nehmen teils unerwartete Wendungen. So bleibt zum Beispiel keine der Hauptfiguren schwarz/weiß, sondern alle bekommen Hintergrundgeschichten, die teilweise die Bösen auf einmal zu Guten machen und umgekehrt. Andererseits gibt es richtige Momente zum Fremdschämen.

Schade – aber das ist einfach der kulturelle Unterschied zwischen Japan und Europa, meine ich. Da sind einfach Dinge drin, die bei uns schwer unpassend und peinlich sind, während sie in Japan keine Rolle spielen oder sogar erwartet werden. So ist zum Beispiel Yuka, die schwer in Kohta verliebt ist und ihn sogar küsst, eigentlich seine Cousine. Würde bei uns gar nicht gehen. In Japan ist das kein Thema.

Auch gibt es später im Plot ein paar „Überbösewichte“, die mehr oder minder aus dem Nichts in den Plot geschrieben werden und das Ende fand ich eher unterwältigend, als wirklich episch und mitreissend. In Summe hatte „Elfen Lied“ für mich jedoch genug tolle Szene und starke Charaktermomente, die ihn zu einer Empfehlung machen. Man muss halt mit ambivalenten Gefühlen gegenüber ein paar der Figuren leben können.

Vor allem jene Momente in denen Lucy einfach Lucy sein darf sind richtig cool geworden – von der veränderten Körpersprache, Frisur, Augen und vor allem der extrem trockenen und kühlen Stimme – das ist 1A.

„Elfen Lied“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer Splatter mag oder auf nackte Anime-Figuren steht darf noch einen Punkt draufschlagen, von 10 möglichen Punkten.

PS: Und wen die Geschichte frappierend an „Stranger Things“ erinnert: Ihr habt Recht. Wurde von den Macher auch so bestätigt, dass sie schwer von „Elfen Lied“ inspriert wurden. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass sie komplette Handlungsstränge (und teilweise Szenen) geklaut haben.

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Black Phone 2 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/24/black-phone-2-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/24/black-phone-2-filmkritik/#respond Sat, 24 Jan 2026 05:00:18 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38188 Im Jahr 1982 – also vier Jahre nach dem Finn (Mason Thames) den Kindermörder bekannt als Grabber (Ethan Hawke) getötet hat – hat seine Schwester Gwen (Madeleine McGraw) immer wieder Träume von drei Morden, die im Alpine Lake Camp im … Weiterlesen

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Im Jahr 1982 – also vier Jahre nach dem Finn (Mason Thames) den Kindermörder bekannt als Grabber (Ethan Hawke) getötet hat – hat seine Schwester Gwen (Madeleine McGraw) immer wieder Träume von drei Morden, die im Alpine Lake Camp im Jahr 1957 passiert sind, wo auch ihre Mutter früher gearbeitet hat.

Sie überredet Finn und einen Freund sie dorthin zu begleiten, damit sie ihren Visionen nachgehen kann. Bei der Anreise kommt es zu einem Blizzard, der das Camp, die drei Kids und die Leiter, vorübergehend von der Außenwelt abschneidet. In der zweiten Nacht läutet die Telefonzelle, Finn hebt ab und es meldet sich die Stimme des Grabbers, der schwört sich für seinen Tod zu rächen…

Nach dem vor allem von der menschlichen Ebene extrem gelungenen Erstling aus dem Jahr 2021, meldet sich Scott Derrickson (The Gorge) nun als Autor und Regisseur, mit einer Fortsetzung zurück, die einerseits die Vergangenheit ergründet, Lücken schließt und zu einem vielleicht sogar noch stimmigeren Ende führt und andererseits die übernatürliche Ebene, um einiges präsenter erscheinen lässt bzw. erweitert und in den Vordergrund bringt.

Dabei bleibt der Kernfokus auf den Darstellern und somit hat der Film eigentlich bereits gewonnen, denn die beiden Jungstars, sind großartig. Madeleine McGraw als Gwen ist dieses mal die eigentliche Hauptfigur und wow, sie hat von ihrer Intensität kein bißchen verloren. Den Schmerz, die Trauer, den Schrecken, schaut ihr einfach ins Gesicht oder beobachtet ihr gesamtes Wesen, da spürst du jede Emotionen.

Wenn sie dann nebenbei Sachen wie „Fuck you with a dinosaur dick!“ bringt, dann bricht das die Intensität kurz, man kann lächeln und durch schnaufen, bevor der Überlebenskampf wieder weiter geht. Auch ihre Anspielung auf die schlimmste Szene im Original ist zwar für ihren Vater und das Publikum ein Schlag in die Magengrube, zeigt aber auch, wie stark sie gewachsen ist. Und keine Sorge – kleiner Spoiler – ihr Vater ist auf dem richtigen Weg.

Bei den Traumsequenzen/Visionen sticht der visuelle Stil hervor, dieser grieselige Retro-Look, der diesen Momenten eine ganz eigene Oldschool Atmosphäre verleiht, involvierend ist und eine andersartige Stimmung verbreitet. Dazu kommt eine Ebene – die zugegeben leicht auch innerhalb der Filmlogik unstimmig hätte sein können, doch für mich hier funktioniert – und zwar wie weit der Grabber als Geist wirklich in die Realität eingreifen kann.

Hier kommt auch die andere Mechanik ins Spiel und zwar die „Nightmare on Elm Street“ in Träumen töten und du stirbst auch im echten Leben Formel. Ist das billig geklaut? Da es hier nur auf Gwen bezogen ist und mit ihren Fähigkeiten zu tun hat, kommt es mir nicht so vor und außerdem seien wir mal ehrlich: wer ist bezogen auf eine gewisse Freddy Krueger Formel nicht ausgehungert und wie oft wird diese in Filmen wirklich aufgegriffen?

Das durch Slasher etablierte Camp-Setting plus die vorherrschende Eiseskälte leisten ebenfalls ihren Beitrag, dass man hier durchgehend das Gefühl einer lauernden Bedrohung hat. Ethan Hawke (Predestination) lässt seinen jungen Co-Stars das Rampenlicht, doch wenn er auftritt, ist er schön sinister und diabolisch. Der Rest des Casts wirkt voll involviert, Mason Thames (How to Train Your Dragon) alls Finn wirkt traumatisiert und aggressiv, während Demián Bichir (The Nun) als Campleiter viel Herz ins Spiel bringt und Arianna Rivas (A Working Man) als seine Nichte Mustang, den nötigen Kampfgeist mitbringt.

Für mich also eine würdige Fortsetzung, vor allem eben weil Gwen und Finn der Mittelpunkt sind und so der stärkere Schwerpunkt auf der Geister-Ebene, dem Film nichts an seiner bodenständigen Erzählweise raubt. Auch der Abschluss der Story ist versöhnlich und stimmig geraten, was die Figuren klar auch verdient haben. Natürlich kann man den Grabber auch endlos wieder „ausgraben“, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das nicht der Plan von Derrickson ist und das ist gut so.

„Black Phone 2“ bekommt von mir 8/10 was dich nicht umbringt, dich zu gleichen Teilen stärker und seltsamer machende Empfehlungspunkte.

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Code Violet (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/22/code-violet-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/22/code-violet-game-review/#respond Thu, 22 Jan 2026 07:42:40 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38434 Violet Sinclair wurde entführt. Aber sie weiß es nicht mehr. Sechs Jahre nach dem Tag an dem sie aus dem Dimensionstor gestiegen ist, hat sie sich an das Leben auf der Kolonie gewöhnt. Die Erde existiert angeblich nicht mehr. Violet … Weiterlesen

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Violet Sinclair wurde entführt. Aber sie weiß es nicht mehr. Sechs Jahre nach dem Tag an dem sie aus dem Dimensionstor gestiegen ist, hat sie sich an das Leben auf der Kolonie gewöhnt. Die Erde existiert angeblich nicht mehr. Violet wurde hierherg geholt, um Kinder zu gebähren, damit die Menschheit überleben kann. Und sie ist nicht die einzige. Warum aber seltsamerweise immer mehr Kinder auftauchen, die reptilienhafte Augen haben, ist verwirrend. Vielleicht eine Art Virus oder Mutation?

Eines Tages wacht Violet auf, weil eine Freundin gegen ihre Schlafkammer klopft, aber bevor sie noch etwas erklären kann, wird sie brutal fortgerissen und nur noch Schreie sind zu hören. Scarlett kann sich aus ihrem Pod befreien und stellt fest, dass die Alarmsirenen heulen – Dinosaurier sind in der Station und fallen Menschen an. Über das Funkgerät eines toten Wachsoldaten kann sie schließlich Kontakt mit Jason aufnehmen, der einen Plan hat, zu entkommen.

Also reißt sich Violet am Riemen, packt die Waffen, die sie findet ein und macht sich auf den Weg, um Jason zu treffen und aus der Station zu entkommen. Völlig egal wie viele und welche Dinosaurier sich ihr in den Weg stellen …

Da haben wir es also: Das schlechteste Spiel aller Zeiten. Zumindest, wenn man den ganzen Leuten im Internet glaubt. Auch diverse „seriöse“ Gaming-Journalist:innen überschlagen sich gerade, um das Spiel zu zerlegen. Weil so unglaublich schlecht ist.

Finde ich spannend.

Was ich mich frage, ist: Warum muss man Dinge erfinden, die nicht stimmen, um ein Spiel schlecht zu machen? Wenn es wirklich so schlimm ist, dann sollte man doch wohl bei der Wahrheit bleiben und einfach schreiben können, was man erlebt hat, oder nicht? Sowas finde ich immer wieder irre.

Beispiele?

Auf einer sehr bekannte Seite für Playstation-Spiele schreibt der Kritiker, dass Violet in ihrer Unterwäsche aufwacht – ihre Kleidung befinde sich am anderen Ende der Station, weshalb man quasi die halbe Station durchqueren müsse, damit sie endlich „was anhat“. Er überlegt dann weiter, dass das ja bedeuten würde, dass sie am anderen Ende der Station quasi Zähneputzen und sich ausziehen muss, dann in ihrer Unterwäsche ans andere Ende der Station (die groß ist) gehen muss, um sich ins Bett zu legen. Aja. Danke für diese wichtige Überlegung.

Wie kommt man auf sowas?

Noch dazu ist es völliger Schwachsinn. Die „normale“ Kleidung, die Violet am anderen Ende der Station holt ist ein Kampfanzug(!), den sie aufgrund der neuen Situation braucht. In Unterwäsche läuft sie am Anfang herum, weil sie durch einen verdammten Raptorenangriff aus dem Schlaf gerissen wurde und fliehen musste.

Ist es plakativ, die Hauptdarstellerin die erste Stunde (oder länger) in Unterwäsche herumlaufen zu lassen und ihren gut gebauten Körper zu präsentieren? Oder dass die erste Kameraperspektive inkl. Kamerafahrt so ausgerichtet ist, dass ihr Dekolleté und ihre Brüste sehr gut ins Bild gerückt sind? Ja. Absolut. Aber das ist auch nicht schlimmer als Eves „Aussteigen“ aus ihrem Pod in „Stellar Blade„.

Es gibt noch eine zweite Sache, die ich schräg finde (gleicher Artikel): Es gibt grob 20 Outfits, die man im Spiel freischalten kann (die keine Auswirkungen auf irgendwas haben, von der Optik abgesehen) und ja, viele davon sind sehr figurbetont und zeigen viel nackte Haut. Der Kritiker schreibt, dass das die Seriösität der Story kaputtmachen würde, weil zB bei einer tragischen Szene die Kamera zurückfährt und man dann Violet in einem Cowboy-Kostüm sieht, inklusive „ausgeschnittener Pobacken“ bei der Hose.

Also zuerst einmal: Das Outfit ist nicht Teil der Story und sagt mehr über den Kritiker aus als über das Spiel (zur Info: Die meisten Outfits passen NULL in die Story oder die Atmosphäre des Spiels, machen teilweise sogar die Immersion kaputt. Sie sehen gut aus, klar, aber ich hab mich relativ rasch auf den Anzug, den man am Anfang holt festgelegt – der passt einfach perfekt zum Setting (für die pingeligen Leser:innen: Ja, beim Bild oben hat sie etwas anderes an). Zum anderen wird Violets Optik in den Cutscenes nicht(!) an die Kleidungsauswahl angepasst. Heißt: Egal, was man(n) ihr anzieht: Sie hat in den Zwischensequenzen immer den Anzug vom Anfang an. Also auch hier wieder: Warum muss man sowas erfinden?

Das kotzt mich an. Echt.

Oder eine bekannte YouTuberin namens Vera irgendwas, die sich über das Kommentar von Teamkill Media (die das Spiel gemacht haben) beschwert, dass sie das Spiel nicht auf den PC portieren werden, weil sie nicht wollen, dass Modder ihre Figur in vulgären Szenen oder so zeigen (ich nehme an, sie meinen Nackt-Patches und so Zeug). Sie prangert an, dass die Typen ja ohnehin ihre Figur extrem sexuell in Szene setzen.

Ich sag nur: Das kann schon sein, Vera, dass die Jungs die Optik und den guten Körperbau sehr betonen – aber das wurde vermutlich mit der Synchronsprecherin vorher abgesprochen und es war okay für sie. Jemanden „sexy“ aussehen zu lassen, ist etwas anderes wie vulgär zu sein. Wenn du das nicht verstehst, dann brauchen wir da nicht weiter drüber zu reden.

Ich wiederhole: So ein Mist kotzt mich einfach an. Clickbait. Es niedermachen, einfach weil es gerade „in“ ist. Auch bei vielen anderen Reviews lese ich von Dingen, die (ich hab’s durchgespielt und hab gerade das New Game+ begonnen) im Spiel einfach nicht vorkommen.

Gleichzeitig wirft man den Machern (korrekterweise, wie ich anführen muss) vor, sie hätten ihr Spiel bewusst überzeichnet beworben. Und ja, es gibt mehrere Trailer, die scheinbar aus älteren Builds stammen, aus denen es Szenen nicht ins Spiel geschafft haben. Und die Optik von Violet und anderen Figuren hat sich auch nochmals drastisch im Vergleich zu machen Ankündigungsvideos verändert. Aber das ist doch alles nicht neu und kommt immer wieder vor. Und es ist kein Freifahrtschein um selbst zu lügen.

Vor allem, weil das Spiel an sich einfach nur das ist: Ein Spiel. Ohne dieses ganze Gebashe wäre es vermutlich völlig untergegangen und hätte keinen Menschen gejuckt. Also was soll das? Ich check es nicht. All diese ganzen präpotenten, von Klicks abhängigen, Profi-Zerleger. Ich kann die alle nicht mehr hören. Mühsam. Einfach mühsam.

Ist „Code Violet“ also in meinen Augen ein großartiges Spiel? Nein. Sicher nicht. Ist es ein neues „Dino Crisis“? Naja. Es kommen Dinos drin vor. Wenn das reicht, dann ja. Sonst nicht. Hat es irgendwas, was es von anderen AA-Produktionen abhebt? Nein, außer den Dinos und Violets Optik nicht. Aha – es hat keine Innovationen und erreicht nicht die Qualität eines über zwanzig Jahre alten Spiels, das aus Nostalgiegründen gefeiert wird (damals hatte es eine Durchschnittswertung von 60%)? Oh Nein. Böses, böses, böses Spiel. Was hast du dir dabei gedacht?

*kopfschüttel*

Naja, dann mal zum Spiel selbst: „Code Violet“ ist ein Third-Person-Game, in welchem ihr streng linear durch mehrere Anlagen und dazwischen kurze Außenwelten in Gestalt von Violet Sinclair marschiert, joggt oder schleicht, während euch immer wieder mal Dinos (meistens Raptoren) über den Weg laufen, die ihr in relativen kurzen Gefechten mit verschiedenen Waffen wegputzen müsst. Die Atomsphäre ist düster und bedrohlich, die Umgebungen variieren jedoch relativ wenig. Man merkt, dass die Macher sich bemüht haben ein wenig optische Abwechslung in die Anlagen zu bringen (eine ist eher gotisch angehaucht, eine andere modern-steril, eine andere kaputt und verschlissen), aber eine Sache stimmt völlig: Man ist meistens in relativ engen Gängen unterwegs, öffnet Türen, sammelt Ressourcen, löst Mini-Rätsel oder sucht Teile, um diverse Türen zu öffenen oder pumpt Wasser ab, um bestimmte Bereiche zu betreten und so weiter.

Alles nicht neu, aber für mich stimmig und eigentlich gut gemacht. Die Belichtung stimmt (auch wenn ich das Spiel in Summe als zu dunkel empfinde, ich hab Gamma raufdrehen müssen) und das Spiel mit Dunkelheit und den Schatten gelingt gut. Was richtig gut funktioniert ist meiner Ansicht nach die Soundkulisse, denn die lässt auch oft mal einfach Stille wirken. Bedrückende und bedrohliche Stille. Dann hört man wieder von irgendwoher einen Dino schreien und hofft, dass er nicht im nächsten Raum ist, denn Munition ist teilweise rar. Außerdem gibt es Giftspritzer-Dinos – für die muss man ein Gegengift im Inventar haben und der Platz da drin ist sehr beschränkt.

Die Außenwelten sind keine Grafikkracher, aber vom Design her wirklich gut gelungen – wenn man in der Ferne schwebende Inseln sieht oder Wasserfälle vorbeirauschen – ja, es ist kein grafischer Meilenstein in Summe und das Design bzw. die Optik der Gegenden wird auch keinen Innovationspreis gewinnen, aber für ein Team bestehend aus vier(!) Personen – alle Achtung. Respekt. Wirklich.

Das Gameplay funktioniert, ich hatte keinen einzigen(!) Bug und zwei Tage nach Veröffentlichung gab es sogar schon einen Patch, der die schwarzen Balken oben und unten entfernt und endlich Vollbild eingeführt hat. Ja, hin und wieder gibt es Clipping-Fehler, zum Beispiel sieht man Dinokrallen oder -schwänze durch die Türen oder so Zeug, aber nichts davon ist wirklich schlimm, wie ich finde.

Die Story hat gute Ansätze, wird aber leider supoptimal erzählt. Da müssen die Jungs noch üben, wirklich. Die Inszenierung mancher Szene ist 1A, leider können die Animationen der Gesichter mit der Emotion die vermittelt werden soll und von den Sprecher:innen (allen voran Alaina Wis) sehr gut bis gut vermittelt werden, nicht mithalten. Aber auch hier: Ein Team aus 4 (vier!) Personen. Erneut: Respekt.

Was ich leider schon anmerken muss, sind zwei Dinge, die mich gestört haben. Zum einen gibt es zwei Passagen, die ich aufgrund der Steuerung (Wasser-Rutsche) und aufgrund der Belichtung (T-Rex-Jagd) wirklich mühsam fand. Hätte cool werden können, fand ich aber wirklich einfach anstrengend. Da wäre mehr drin gewesen. Abwechslung ist eine gute Idee, aber dann bitte zumindest stimmig einbauen.

Die zweite Sache bezieht sich auf die Inszenierung von Szenen: Es gibt relativ früh eine Szene in der man durch einen Glasgang geht, umgeben von Wasser. Der bricht, Wasser bricht herein und Violet wird weggespült. Cut. Violet steht am anderen Ende des Gangs (wo man ja hinwollte) und die Tür hinter ihr – also in Richtung des „überfluteten“ Gangs – ist offen. Nur ist da kein Wasser drin. Es wäre doch nicht schwer gewesen, einerseits die Tür zu schließen und andererseits die Cutscene vielleicht so auszubauen, dass Violet rausgeschwemmt wird, mit Müh und Not die Türtaste zum Verschließen drücken kann und so gerettet wird, oder?

Und eine zweite Szene in der Violet von Jason vor einem hybriden Wesen gerettet wird indem er eine Tür kurzschließt – sie öffnet sich, Violet fällt Jason entgegen und die Tür geht wieder zu. Dann steht Violet auf und – Jason ist weg. Man hört Jason über Funk sagen, dass er die Tür nicht mehr aufbekommt, er also auf der anderen Seite (der Kuppel, nicht der Tür) gefangen ist und sie sich an Punkt X wieder treffen werden. WTF? Violet ist doch gerade dort rausgekommen wo Jason stand? Auch hier hätte man meiner Ansicht nach relativ leicht korrigierend eingreifen können. Das sind schon richtige Patzer.

Aber – erneut erneut – ein Team aus vier (4!) Personen.

Alles in allem – mir hat’s gefallen. Mit allen Abstrichen und allem Trash-Charme, den es vermittelt. Gibt es Luft nach oben? Sicher. Haben die Macher ihr Spiel ein wenig zu optimistisch beworben? Mit Sicherheit. Aber niemand der auch nur einen Gameplay-Trailer gesehen hat, hat doch bitte ernsthaft geglaubt, dass das hier ein Meilenstein der Spielgeschichte wird, oder? Habt ihr keine Augen? Und noch was: Wenn ihr ein Spiel vorbestellt in einem Store, der keine Rückerstattungen macht, dann beschwert euch bitte nicht, wenn ihr kein Geld zurückbekommt. Was ist denn bitte aus Eigenverantwortung geworden, hm? Ebenfalls: Zum Kotzen.

Was mich betrifft: Würde ein zweiter Teil kommen – ich würde ihn mir kaufen.

Persönliche Anmerkung: Das Coverbild hat null mit dem Spiel zu tun. Von der Farbe Violett und der Tatsache, dass eine schwarzhaarige Frau drauf zu sehen ist, mal abgesehen. Aber das Titelbild ist gleichzeitig ein Bild/Gemälde im Spiel welche Save-Rooms kennzeichnet (dort könnt ihr übrigens auch Violets Kostüme tauschen und euer Inventar in einer alle Save-Rooms übergreifenden Kiste abladen).

„Code Violet“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, primär von der Atmosphäre und der Optik der Protagonistin lebende, Punkte. Ach ja – und Dinos. 🙂

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Good Boy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/#respond Tue, 13 Jan 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38350 Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden. Aber das ist … Weiterlesen

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Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden.

Aber das ist nicht alles, denn immer wieder hat Indy das Gefühl, dass hier noch jemand oder besser: noch etwas hier im Haus ist. Immer wieder sieht er Dinge, Schatten, die scheinbar nach seinem Herrchen greifen und die Schatten tauchen immer öfter auf und kommen immer näher …

Es ist erstaunlich, was Autor und Regisseur Ben Leonberg hier mit diesem Film abgeliefert hat, denn – wie der Titel ja andeutet – die Hauptperson aus deren Sicht der Film erzählt wird, ist die des Hundes. Ja, Indy ist der Hund. Vermutlich ist der Name auch eine nette Hommage an Indiana Jones, aber das ist eine andere Story.

Nun, der Film ist scheinbar in einem Zeitraum von knappen drei Jahren gedreht worden und wem die Prämisse, hier einen Film zu sehen, der zu einhundert Prozent aus der Sicht eines Hundes gedreht wurde, zu schräg oder langweilig vorkommt, dem oder der sei gesagt: Nein. Im Gegenteil. Das ist einerseits das einzige Alleinstellungsmerkmal des Films und dazu kommt auch noch, dass – und glaube kaum, dass ich das schreibe – der gute Hund Indy einfach großartig spielt. Ja. Lest den Satz nochmals. Der Hund spielt großartig. Die Mimik und die Bewegungen – wow, sag ich nur.

Wie bereits erwähnt – über einen Zeitraum von drei Jahre gedreht. Da muss man auch den Hut vor dem Regisseur Ben ziehen, denn ich denke, es war nicht einfach all die Szenen mit dem Hund so zu drehen, dass alles passt und sie die Wirkung haben, die sie haben.

Zugegeben, die Story ist so lala und wenn sich am Ende dann abzeichnet, was eigentlich los ist und was Indy da immer wieder sieht, dann ahnt man das schon sehr sehr lange vorher. Auch gibt es ein paar Dinge, die im Film vorkommen, die wohl einfach bewusst als falsche Fährten gelegt wurden und die eigentlich völlig unnötig waren, weil sie im Kern nichts beitragen.

Die Menschen sieht man nur ganz selten und wenn, dann so wenig wie möglich die Gesichter. Ich hätte es auch mutig gefunden, wenn man nicht verstanden hätte, was sie reden, aber das wäre dann wohl das letzte Tüpfelchen auf dem I gewesen, welches das Publikum vermutlich eher abgeschreckt hätte.

Dazu kommt, dass ich mir nicht sicher bin, warum genau Indy ein „Good Boy“ ist, denn tatsächlich – und das ist jetzt ein kleiner Spoiler – er tut nichts, um sein Herrchen zu warnen oder zu retten. Ich kann mich jetzt nicht erinnern ihn mal irgendwann bellen gehört zu haben, so als Warnung oder so. Indy ist eigentlich ein ziemlich … ruhiger Hund. Abwartend. Beobachtend. Also ziemlich anders als die Hunde, die ich kenne. Natürlich: Das kann auch an den Besitzer:innen liegen. Was weiß ich.

Die Kameraarbeit ist super, die Effekte sehen gut aus und – ja, ich wiederhole mich – man sieht Indy einfach gern zu, weil er wirklich eine grandiose Mimik hat. Und die zählt hier einfach als wichtigster Punkt. Egal, ob er nachdenklich wohin blickt, sein Ohr zuckt oder er erschrocken aus dem Schlaf hochschreckt – das ist einfach alles ein Hammer.

Wie man es also dreht und wendet: Ja, der Film ist unerwarteterweise wirklich sehenswert und die Story bzw. deren Auflösung ist mehr oder weniger sekundär, aber das macht hier überhaupt nichts aus. Zu kompliziert hätte es ja eh nicht werden dürfen, denn sonst hätte der Hund wohl nicht mitgespielt. Und noch ein kleiner Spoiler, weil es ja Leute gibt, die völlig durchdrehen, wenn Tieren bzw. Hunden in Filmen etwas passiert: Keine Angst, Indy überlebt den Film.

Alles in allem holt „Good Boy“ so ziemlich alles aus der Prämisse „Hund ist Hauptperson“ raus, was es rauszuholen gibt. Nochmals: Hut ab!

„Good Boy“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, auf jeden Fall eine interessante Einmalsichtung wert seiende, Punkte.

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Stranger Things – Staffel 5 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/08/stranger-things-staffel-5-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/08/stranger-things-staffel-5-serienkritik/#respond Thu, 08 Jan 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38392 18 Monate ist es her, dass sich die Erde geöffnet hat und die Welt Risse bekam. In der Zwischenzeit wurden diese Risse in der Erde mit Metallplatten zugetuckert. Unsere Heldinnen und Helden leben in Hawkins, welches durch Militärblockaden von der … Weiterlesen

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18 Monate ist es her, dass sich die Erde geöffnet hat und die Welt Risse bekam. In der Zwischenzeit wurden diese Risse in der Erde mit Metallplatten zugetuckert. Unsere Heldinnen und Helden leben in Hawkins, welches durch Militärblockaden von der Außenwelt abgetrennt wurde, ihr fast normales Leben.

Und wann immer eine Lieferung an Material ins „Upside-Down“ gehen soll, dann wird ein Crawl durchgeführt, was bedeutet, dass sich Hopper (David Harbour), der ja wieder da ist, einschleicht und das in Quadranten unterteilte „Upside Down“ nach Vecna durchsucht, denn der ist auch verschwunden.

Dann wird plötzlich Holly Wheeler entführt und es sieht so aus, als ob die Demogorgans Kinder entführen. Vecna scheint sein Endgame zu planen, aber niemand weiß genau, wie dieses aussehen soll. Und wo ist er überhaupt?

Die finale Staffel von „Stranger Things“ wurde ja heiß herbeigesehnt und über drei Jahre mussten Fans auf den Abschluss der Serie warten. Ein Warten welches sich, das vorab, nur bedingt gelohnt hat. Denn irgendwie scheinen es die Drehbuchautoren im Jahr 2025 nicht auf die Reihe zu bekommen ihre Geschichten zu einem befriedigenden, fehlerlosen Ende zu bringen. Scheint eine wirklich schwere Sache zu sein. Find ich spannend, denn in meiner Welt schreibt man Dinge in die Drehbüchber bei denen man weiß, warum sie passieren, wie sie passieren und auch was diese für Auswirkungen haben. Aber das liegt vielleicht an mir und meiner viel zu hohen Erwartungshaltung, dass Menschen, die Geschichten schreiben, sich auch was denken dabei.

Das klingt jetzt vielleicht hart, aber ehrlich: Das hier hätte so viel besser sein können. Zugegeben: Es hätte auch viel schlimmer sein könne. Wenn ich die Serie bzw. das Finale in einem Satz bewerten müsste, dann würde ich sagen: „War schon okay.“

Das Potential für richtig Großes oder ein episches Finale … nun, das wurde halt nicht genutzt. Und die Art und Weise wie Netflix die Veröffentlichung gestaffelt hatten, die hat sicher ihren Teil zur Erwartungshaltung beigetragen. Zuerst ein paar Folgen, dann vor Weihnachten ein paar Folgen und dann die allerletzte Folge nach Silvester. Da baut sich schon Erwartung auf, was passieren wird im Finale. Nun, so stellt sich heraus, wissen wir: Nicht viel. Wirklich nicht viel. Und episch ist es nur, wenn man riesengroße Monster per se als episch empfindet.

Man merkt, ich bin unterwältigt, auch wenn ich über weite Strecken gut unterhalten wurde, das muss ich schon zugeben. Es ist halt schade, wenn so viel mögliches Potential liegengelassen wird und so viele Momente, die gut hätten sein können, einfach zu kitschig oder zu belanglos oder sogar zu verwirrend vorbeigehen. Und wie oft hier Dinge einfach zufällig passieren oder gelöst werden – sogar Gustav Gans, der ja bekanntlich immer Glück hat, würde skeptisch werden.

Also, was sind jetzt die Dinge, die mir nicht gefallen haben. Ich nehme ein paar Beispiele, deshalb folgen Spoiler. Nehmen wir eine Szene in der Nancy und wie auch immer ihr Partner heißt – der ist über die letzten zwei Staffeln so irrelevant geworden, dass ich nicht mal mehr seinen Namen weiß – in einer Situation sind, die vermutlich mit dem Tod endet. Dann folgt eine emotionale Szene in welcher sich die beiden freundschaftlich trennen. Ihr wird ein „Anti-Verlobungs-Ring“ überreicht und sind sie sind im guten auseinander gegangen. Und dann hört die Bedrohung auf. Einfach so. Sie werden nicht gerettet oder so, sie haben einfach Glück. Völlig daneben. Die Szene selbst war auch schräg und unpassend, wie ich finde, aber das nur am Rande.

Aber das ist symptomatsich für die Staffel. Es gibt ein paar emotionale Szenen zwischen den Akteur:innen und irgendwie wären die Konflikte und die Emotionen ja da, aber es wird einfach so … banal abgehandelt, dass quasi nichts bei mir ausgelöst wurde. Außerdem ein paar Mal innerlich zusammenzucken, weil es so peinlich war. Als weiteres Beispiel eine Szene in der mehrere Charaktere von Demo-Dogs gejagt werden, während sie laut(!) Kate Bush über eine Boombox abspielen (fragt nicht) und die Dinger suchen in Zeitlupe den gesamten Raum ab. Als ob man nicht hören würde, woher die Musik kommt. Es ist einfach so viel derart konstruiert auf Spannung gebürstet, dass es schon nicht mehr spannend ist.

Das für mich größte Manko sind jedoch die ellenlange Dialoge über „Theorien“. Wie oft hier jemand Theorien durch die Gegend posaunt um von jemand anderen gesagt zu bekommen wie unwahrscheinlich das ist, nur um mit einem „aber versuchen wir es“ zu enden – das hält man kaum mehr aus. Wie oft hier Dinge erklärt und konstruiert werden, damit auch nur irgendwas Sinn ergibt … es ist einfach mühsam, wie ich finde.

Und das Ende – oh Himmel – das Ende. Der Kampf gegen den Mind Flayer ist einfach nur schlimm, weil peinlich. Und das Ende von Vecna ist … nun, ich sage mal so: Das Wort antiklimatisch wurde hierfür erfunden. Das war also das große Finale, welches man sich für nach Silvester aufgespart hat. Na dann … sechzig Minuten, dann ist es vorbei. Dann kommt ein Epilog (etwa nochmals sechzig Minuten) in denen wir erfahren, was mit allen nach dem Ende passiert ist. Und das war einerseits cool (die Rede von Dustin) und andererseits zäh (die Erzählung von Mike) und außerdem bar jedweder Logik. Da wird niemand für irgendwas zur Rechenschaft gezogen. Hopper ist wieder Polizist. Wie das denn? Der Typ hat Dutzende Soldaten erschossen? Die große Böse in dieser Staffel namesn Dr. Kay (Linda Hamilton) bekommt nicht mal ein Ende. Der Storystrang mit dem Militär? Ist halt weg, pft.

Nein, nein und nochmals Nein. Das hat einfach nicht gepasst.

Andererseits gibt es viele Charaktermomente in der Staffel, die gut waren, die mich mitgenommen haben, Szenen, die Spaß gemacht haben und Momente, bei denen man das Gefühl hatte, dass wirklich was passiert. Aber jede dieser Szenen wurde dann torpediert von einer der folgenden Szenen, bei den ich mir unweigerlich den Kopf kratzen und mich fragen musste, was das denn jetzt war.

Und der große Elefant im Raum: Will hat sein Outing als homosexuell. Ja, eh. War eh klar. Stört mich jetzt auch nicht groß, aber Himmel – auch das wurde in den Sand gesetzt. Da hat wohl jemand zu oft „Herr der Ringe“ geguckt, denn die Szene endet wie das Treffen von Elronds Rat in welchem Frodo der Ring übertragen wird. „You have me“, „and me“, „and me.“ Ich habe nur darauf gewartet, dass jemand sagt: „One does not simply enter the upside down and destroys Vecna“ oder so. Hätte gepasst. Wäre lustig gewesen. Hätte die Szene sogar aufgewertet.

Also unterm Strich: Ja, es ist das Ende. Ja, es ist gut, dass es das Ende ist. Und ja, es gab ein paar Highlights, aber für mich überwiegen leider die Lowlights. Es ist keine Katastrophe geworden, es ist sogar streckenweise wirklich cool gemacht – vor allem in Folge 4 als die Militärbasis überfallen wird, aber in Summe eher „Meh“ als „Yeah“.

„Stranger Things – Staffel 5“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibende, Punkte.

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Persona 5 Tactica (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/#respond Sat, 03 Jan 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38381 Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich … Weiterlesen

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Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich im Meta-Verse. Aber in einer Gegend, die sie nicht kennen und sie wissen auch nicht, wie sie dorthin gekommen sind.

Was aber gleich klar ist: Die Herrscherin dieser Welt – Marie – hat es in sich, denn bereits beim ersten Treffen werden ein Großteil der Phantom-Diebe einer Gehirnwäsche unterzogen und nur durch Glück und die Intervention einer Dame names Erina können Joker und Morgana entkommen.

Und dann geht es darum ihre Freunde zu befreien, rauszufinden was hier los ist, wie man hierher kam und wie man wieder nach Hause kommt …

Wie üblich: Ich war skeptisch. Nachdem man „Persona 5“ Jahre später eine verlängerte und verbesserte Version namens „Persona 5 Royal“ hinterhergeschoben hat, die sogar. zwei neue Charaktere einbaute bzw. ausbaute, war es irgendwie zu erwarten dass da noch mehr kommen würde. Und ja, da kam noch mehr. So gab es ein weiteres Spin-Off namens „Dancing in Starlight“ (ja, ein Tanzspiel) und einen richtigen Nachfolger innerhalb des „5er“-Universums, der die Rundenkämpfe mit Actionkämpfen ausgetauscht hat und auch die Story weitergeführt hat – „Persona 5 Strikers„.

Die Sache war für mich erledigt. Die Phantomdiebe hatten – meiner Ansicht nach – ausgedient.

Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich gelesen und entdeckt habe, dass es einen weiteren „Persona 5“-Ableger geben sollte. Und dieses Teil sollte noch dazu ein Taktik-Spiel werden und eine leichten Kawaii-Look (große Köpfe, kleine Körper, einfach niedlich). Ach – das konnte doch nix werden.

Doch tatsächlich fand ich „Tactica“ doch ziemlich unterhaltsam. Es braucht eine Weile bis es in Fahrt kommt, dann aber macht es richtig Laune. Es ist nämlich so: Ihr habt pro Kampf drei Figuren im Spiel. Die haben alle Fernwaffen und ihre Persona-Fähigkeiten. Jeder Person kann in einem bestimmte Radius ziehen und Fähigkeiten oder Waffen einsetzen.

Der Trick dabei ist – solange man keinen Angriff ausführt kann man auf dem Spielfeld hundertmal herumlaufen und zwischen den Figuren wechseln – jedoch immer nur in der begrenzten Reichweite. Was später, wenn dann Lifte, Schalter und andere Dinge ins Spiel kommen, noch wichtig wird.

Außerdem können eure Figuren (also auch die Gegner) in Deckung gehen – dazu reicht es, einfach neben einer Mauer oder so zu stehen. Da nehmen sie auch weniger Schaden und man kann sie nicht KO-Schlagen. Stehen sie aber frei, dann kann man sie niederschlagen und man darf einen zweiten Zug machen. Diese Fähigkeit wird später essentiell um zu gewinnen. Dazu kommt der Triple-Threat: Ein Dreieck zwischen euren drei Spielfiguren und ein paar weitere Vorgaben, dann werden auf Knopfdruck von eurem Team alle in dem Dreieck quasi umgepustet. Special-Attake, sozusagen.

Die regulären Missionen sind im Regelfall eher einfach – bis später halt, wo sie dann doch herausfordender werden. Die wirklich heftigen Aufgaben – aber auch die Orte, wo ihr die ganzen Taktiken und wie ihr diese nutzen könnt so richtig lernt – sind Nebenquests. Das sind richtige Puzzle in denen ihr meistens in einem einzigen(!) Zug eine Reihe von Gegner ausschalten müsst – oder eben andere Herausforderungen bei denen ihr beweisen müsst, dass ihr die Fähigkeiten verstanden habt.

Dann zur Story: Die braucht auch eine Weile, aber tatsächlich ist die richtig gut und emotional geworden. Das Ende wird dann extrem durchgeknallt und es gibt dann mal eine gute 30-minütige Pause in denen elendig lange erklärt wird, was jetzt passiert ist und wer eigentlich der „Oberboss“ ist. Hätte ich nicht gebraucht, hätte man sicher auch besser lösen können, aber okay. Das Ende selbst ist dann wieder gut gelungen und es gibt sogar eine „Post-Credits-Szene“, die mir wirklich ans Herz ging.

Auch die neuen Figuren Thoshiro und Erina sind perfekt – zum Glück, denn um diese beiden dreht sich die komplette Story. Wer sie sind, warum sie sind wo sie sind, was sie personifizieren und wie sie sich entwicklen. Und wie gesagt: Ja. Hat für mich gut funktioniert.

Alles in allem war ich also wirklich gut unterhalten, die Gefechte waren teilweise anspruchsvoll, aber nicht frustig, die Optik hat mir nach einer Weile gut gefallen, die Zwischensequenzen haben richtiges Zeichentrickfilm-Niveau und die Story hat mich – wenn sie dann mal richtig losging – doch mitgerissen.

„Persona 5 Tactica“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut im Persona 5-Universum funktionierende, Punkte.

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Troll 2 (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/23/troll-2-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/23/troll-2-2025-filmkritik/#respond Tue, 23 Dec 2025 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38302 Nachdem der Troll besiegt wurde und zu Stein erstarrte, kehrt Ruhe ein in Norwegen. Nora Tidemann (Ine Marie Wilmann) lebt zurückgezogen und führt die Forschung (und den Wahn) ihres Vaters fort, denn sie ist der Meinung, es müsse noch mehr … Weiterlesen

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Nachdem der Troll besiegt wurde und zu Stein erstarrte, kehrt Ruhe ein in Norwegen. Nora Tidemann (Ine Marie Wilmann) lebt zurückgezogen und führt die Forschung (und den Wahn) ihres Vaters fort, denn sie ist der Meinung, es müsse noch mehr von diesen Trollen geben.

Eines Tages taucht Andreas Isaksen (Kim Falck) wieder bei ihr auf, denn sie hatte Recht: Zumindest ein weiterer Troll wurde gefunden und er wurde von der Regierung in einem geheimen Labor untersucht. Aber die Forschungen stehen still, man hat keine neuen Erkenntnisse. Also holt man Tidemann dazu, vielleicht hat die ja neue Ideen.

Und ja, was soll man sagen: Tidemann erweckt den Troll zum Leben. Nur ist dieser hier ein wirklich gemeines Exemplar und er will in erster Linie eins: Rache.

Wie soll man diesen Troll jetzt aufhalten? Hat man aus der Gefahr, die vom ersten Troll ausging, etwas gelernt? Oder wird auch dieser hier eine Schneise an Verwüstung ziehen?

Fortsetzungen. Man liebt sie oder man hasst sie. Regisseure, die sich schwer mit Drehbüchern tun, die in sich stimmig sind. Man findet sie lustig oder man findet sie amateurhaft. Hier haben wir auf jeden Fall eine Fortsetzung, die genau nicht notwendig gewesen wäre, aber nachdem der erste „Troll“ ja doch ziemlichen Erfolg hatte, war klar, dass man einen zweiten Film machen würde. Und auch dieser kümmert sich nicht unbedingt um die große Logik.

UV-Strahlen lassen die Trolle also zu Stein erstarren? Warum kann ein Troll dann im Sonnenlicht herumlaufen? Das hab ich mich schon im ersten Teil gefragt und immerhin ist die Auflösung am Ende des ersten Films so, dass der Troll ja versteinert, weil die Sonne aufgeht. Obwohl er davor mehrmals schon im Tageslicht zu sehen war.

Und entgegen mancher Internetnutzer, die ja alles wissen, aber scheinbar keine fünf Sekunden Zeit haben, um zumindest ein wenig zu recherchieren: Nein, auf Bergen ist die UV-Strahlung nicht weniger, sondern mehr. Also Nein, ein Troll kann am Berg nicht länger in der Sonne bleiben als im Tal, sondern umgekehrt. Physik nennt man das. Aber egal – um Logik geht es hier eh nicht.

Was ich an dem Film gut fand sind die Figuren, die zurückkehren, allen voran natürlich Isaksen und Sigrid (immer noch ein Highlight). Aber auch Kapitän Kris und Tidemann sind fein und die Neuzugänge sind auch völlig in Ordnung. An der Optik gibt es jetzt auch nicht viel auszusetzen und vor allem die Trolle (ja, Mehrzahl) sehen absolut in Ordnung aus.

Was mich dann doch stört ist wie Roar Uthaug die Regie inszeniert und sich einfach (war bei „Tomb Raider“ auch schon so) nicht um so etwas wie Logik kümmert. Das ist die meiste Zeit über egal, weil es nicht ins Gewicht fällt, so ungefähr: Gut, dann kann der Typ halt im Sonnenlicht gehen, mir doch egal. Allerdings wird es dann ein wenig seltsam, wenn man in Szenen richtig viel Aufhebens um zum Beispiel die Rekrutierung der Bevölkerung im Kampf gegen den Troll macht, nur um dann – wenn es zum Kampf kommt – niemanden aus der Bevölkerung dabei zu haben.

Kann man ja machen, aber dann hätte man ja einbauen können, dass irgendjemand sagt, dass die Bevölkerung für die Vorbereitugn wichtig war, man sie dann aber auch Sicherheitsgründen evakuiert hat und das Miliär beim Kämpfen ranlässt. Aber hier – da gibt es eine komplette Sequenz inklusiver der typischen Motivationsansprache und dann – alle weg.

Und dann macht man das gleich ein zweites Mal: Da gibt es einen Zweikampf zwischen zwei Trollen und das Militär ist abgehauen, hat alle Waffen liegen lassen und nur zwei von unseren Hauptpersonen beharken den bösen Typen weiter. Echt? Alle Soldaten verschwinden nicht nur, sondern lassen auch ihre Waffen fallen und kommen nicht zurück? Da sind in keiner einzigen weiteren Aufnahme Soldaten zu sehen. Nicht mal beim Weglaufen. Puff. In Luft aufgelöst. Fand ich offen gesprochen richtig schwach.

Und ja, am Ende muss sich ein wichtiger Charakter opfern und natürlich der, der das meiste zu verlieren hat. Fand ich ebenfalls schwach. Wirklich schwach. Es passt zur Figur und ja, es gibt auch eine Star-Trek-Referenz („The needs of the many outweigh the needs of the few“) und ja, ich hatte Tränen in den Augen, aber trotzdem habe ich mich geärgert.

Super übrigens, dass eine Figur am Anfang des Films zu einer anderen sagt: „Don’t forget – you are not Superman, you are Clark Kent.“ Hat mir gefallen. Es gibt übrigens auch noch eine andere Szene in welcher für mich unerwartet ein Charakter stirbt, was einen anderen zu einem Fast-Duell mit dem Troll bringt. Das war eine starke Szene in welcher eigentlich nichts passiert, außer, dass sich die zwei ansehen, bis einer einknickt – aber hey, da lag echt Spannung in der Luft.

Oh – und dass die tollen Soldaten mit ihrer „Geheimwaffe“ keine Chance haben ist auch klar. Aber auch hier: Warum man mit einem Hubschrauber im Sturzflug auf ein Ziel hinfliegt und dann umdrehen muss und wieder hinfliegen, verstehe ich nicht. Ist nicht der große Vorteil von Hubschraubern, dass sie in der Luft „stehen bleiben“ können?

Potential ist also da gewesen und die Figuren hätten auch gepasst. Man macht halt so schrecklich wenig daraus, tragischerweise. Natürlich hält man sich eine Tür für einen dritten Teil offen, aber sind wir mal ehrlich: Es hätte den zweiten Film in dieser Version eigentlich schon niemand gebraucht.

„Troll 2“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, leider von den Effekten abgesehen halbwegs schwächelnde, Punkte.

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Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden Kohle bringen.

Als frustriert durch die Nacht wandert und eher verloren einen eher seltsamen Laden betritt, da findet er auf einmal Inspiration in Form eines Hybridwesens: Halb Mensch, halb Oktopus.

Er kauft das Monster und will damit den ultimativen Monsterfilm drehen. Durch das Versprechen sich nach seinem letzten Film endgültig aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen, bringt er seinen Produzenten dazu, noch einmal Geld für einen Film rauszurücken.

Und dann beginnt der Dreh. Und alle, die dem Film im Weg stehen, finden ein unrühmliches Ende mit seltsamen Saugnapfspuren an ihren Körpern …

Dieser Film ist wohl nur etwas für Trashfreunde wie mich, denn der Film ist zwar 2025 gedreht worden, aber die gesamte Machart, die Optik, der Schnitt, die Farben und sogar das Schauspiel schreien so laut 50iger-Jahre, dass man schon taub sein muss, wenn man das nicht hört.

Und Regisseur Kennedy zieht das auch extrem konsequent durch. Wenn man es durch den doch relativ modernen Vorspann nicht besser wüsste (oder wenn man es nicht gelesen hätte), nie würde man auf die Idee kommen, dass das hier ein neuer Film ist.

Ich bin offen gestanden ziemlich beeindruckt von dem, was die bei dieser Produktion involvierten hier durchgezogen haben, wie homogen das Ganze ist und wie richtig abgedreht und aus der Zeit gefallen der gesamte Film wirkt. Hammer!

Wenn ihr auf alte Creature-Features á la Ray Harryhausen steht, dann werden euch die Effekte hier auch gefallen. Oder wenn ihr die Monster in Power Rangers cool findet – ja, dann mögt ihr auch den Mantopus.

Was sicher Geschmacksache ist – hier aber einfach dazu gehört – ist das Schauspiel, dass halt wirklich so gespielt wird wie man eben in den 50iger Jahren meinte, dass Schauspiel sein muss. Völlig overacting und trotzdem völlig deplaziert. (oder deswegen). Perfekt.

Allein die Art und Weise wie Regisseur und Hauptdarsteller Kennedy spricht und seine Mimik dazu – das ist einfach ein Hammer. Absoluter Respekt. Allerdings bedeutet das auch, dass die Zielgruppe für diesen Film hier richtig, richtig klein ist, denn mir fällt offen gesagt niemand – von mir selbst abgesehen – niemand ein, der oder die sich diesen Film hier freiwillig bis zum Ende ansehen würde. Schade.

Storymäßig bedient man sich bei den Großen und zitiert mehr als einmal den guten alten King Kong. Ihr wisst schon: Filmschönheit verliebt sich, Tier/Monster entkommt, klettert auf ein Gebäude mit der Liebsten in der Hand und dann kommen Kugeln zum Einsatz. Alles so, wie man es erwartet.

Dazu gibt es noch eine nette Nebenhandlung um die „Schöne“, da auch der Regisseur in ihr die neue Filmdiva sieht – was natürlich der „alten“ nicht so gut gefällt und die durchaus rabiat wird, als sie denkt, sie würde abgesägt werden. Passend.

Alles in allem sicher kein Film für alle, aber jene, die gute bzw. schlechte alte Film mögen, die finden hier einen, den sie sicher noch nie gesehen haben, der sich aber genauso anfühlt, als hätte man in einem Hinterzimmer bei einem Flohmarkt einen alten, verlorenen Horrorfilm gefunden, der jetzt knappe 70 Jahre lang vergessen war.

Ja, Mantopus! liefer genau das, was er verspricht. Nicht mehr und nicht weniger. Dass der Film NULL Brutalität zeigt, ist natürlich auch klar. Morde werden angedeutet oder sind aufgrund der Effekte halt einfach lustig anzusehen. Und der Mantopus hat den einen oder anderen Trink drauf, das muss man ihm lassen. Da war ich doch kurz überrascht.

„Mantopus!“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wenn man auf diese Art von Film steht hier nicht viel falsch machen könnende, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil: (Trashfaktor: alles bzw. eigentlich nichts)

Es gehört meines Erachtens schon ein gehöriges Maß an Filmtechnik und -wissen dazu, einen Film so zu drehen wie diesen hier. Er mag alt und billig aussehen, aber diesen Look zustande zu bringen und auch die Schauspieler:innen so anzuleiten, dass hier alles zusammenpasst: Hut ab! Trashfaktor eigentlich null, denn trashig ist das hier nicht. Es ist tatsächlich absolut genial produziert (scheinbar mit einem Budget von gerade einmal 75.000,– Dollar). Wenn man rein nach der Optik geht: Alles. Trashfaktor: alles.

Aber ist es noch ein Trashfaktor, wenn es genauso gewollt ist? Hm. Das sollen andere entscheiden. Fest steht: Wer Monsterfilme der 50iger (man denke an „Primevals„), der oder die macht hier alles richtig.

Fazit: Trashfans: Wenn euch der Trailer zusagt: Unbedingt ansehen!

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