Fantasy | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 23 Mar 2026 10:51:20 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/#respond Tue, 24 Mar 2026 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38631 Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann … Weiterlesen

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Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann das nämlich auch und sie nutzt ihre Fähigkeiten, um verlorene Menschen zu finden. Denn eine weitere Fähigkeit ist es, durch Gegenstände, welche Menschen gehört haben, zu sehen, was diese gemacht haben und wohin sie verschwunden sind.

Ren ist ein Freund von Hisoka und auch immer wieder mal ein Auftraggeber. Gemeinsam mit seiner Assistentin Rui forscht er nämlich über Rituale – vor allem bezogen auf den Berg Hikami. Ein Berg um den sich Legenden ranken – denn viele Menschen verschwinden dort und es gibt auch einen Wald in der Nähe, den viele scheinbar nutzen, um dort zu verschwinden oder sich das Leben zu nehmen.

Eine von denen, die auf dem Berg verschwunden sind, ist Miu. Diese sucht ihre Mutter, die auf dem Berg verschwunden ist und wird nun selbst vermisst.

Yuri und Ren haben außerdem ein Gerät, welches von einem Dr. Aso entwickelt wurde und das nennt sich „Camera Obscura“. Damit kann man Geister fotografieren und „vertreiben“. Dieses Gerät wird auch dringend wichtig, denn auf dem Berg befinden sich viele Geister. Und wie es aussieht werden dort auch regelmäßig Rituale abgehalten, welche dazu dienen die Priesterinnen des schwarzen Wassers dazu zu befähigen, das „schwarze Wasser“ daran zu hindern überzulaufen. Denn würde es überlaufen, dann wäre die Geisterwelt mit der realen Welt verbunden und großes Unheil würde drohen …

„Project Zero: Maiden Of Black Water“ oder wie es eigentlich heißt „Fatal Frame“ ist der fünfte Teil der Reihe. Deshalb dient es vielleicht nur bedingt als Einstieg in die Reihe, aber mir war nicht klar, dass es sich um einen fünften Teil handelt und noch dazu Figuren vorkommen, die aus frühreren Teilen bekannt sind. Das Ding hat auch keinen guten Ruf unter den Fans, denn ein paar Entscheidungen bzgl. der Charakterentwicklungen fanden keinen Gefallen im Publikum.

Das alles wusste ich nicht und jetzt, wo ich es weiß, ist es mir immer noch egal, denn für die Handlung von „Maiden Of Black Water“ spielt das Vorwissen eigentlich keine große Rolle. Ja, vermutlich gibt es in paar Szenen, die emotional anders sitzen, wenn man die Figuren kennt – aber für mich hat die Geschichte per se auch funktioniert.

Wie spielt sich das Teil jetzt und wie funktioniert das alles. Zuerst – das Spiel ist in mehrere Kapitel eingeteilt und man spielt auch im Laufe der Handlung drei Charaktere. Nämlich Yuri, Ren und Miu. Das bedeutet aber auch, dass man im Regelfall immer wieder in den gleichen Gebieten unterwegs ist, die sich auch nicht per se groß verändern. Das kann man mögen, kann einem egal sein, kann aber auch nerven. Mich hat es nicht gestört, da ich relativ rasch von der Geschichte abgeholt wurde und das ständige Aufsuchen der Orte ist ein wichtiger Teil dieser Handlung.

Denn der Berg „erwacht“ bzw. ist das „schwarze Wasser“ wirklich übergelaufen (oder kurz davor) und deshalb zieht es Menschen, die labil sind, immer wieder zum Berg und zu bestimmten Schreinen dort. Das hat für mich erstaunlich gut funktioniert. Die Atmosphäre der Orte ist dabei meist zum Schneiden dick und man rechnet immer damit, dass irgendwo Geister auftauchen. Ein paar davon harmlos – von denen kann man Fotos machen und bekommt dafür Erfahrungspunkte. Oder es sind bösartige Geister und man muss sie mit der „Camera Obscura“ abwehren.

Das ist dann das Kampfsystem und das klappt nach anfänglicher Eingewöhnung erstaunlich gut. Wenn ein Geist nah genug ist, dann knippst man ein Foto und der Geist verliert einen Teil von sich, der um ihn herumschwebt und sich nach einer gewissen Zeit wieder mit ihm oder ihr verbindet. Wenn sich fünf Teile um den Geist herum bewegen, dann sollte man alle fünf gemeinsam mit dem Geist in den Fokus der Kamera rücken und ein Foto machen, denn das stiehlt diese Teile und schwächt den Geist. Oft genug gemacht und er oder sie verschwindet.

Klingt einfach – braucht aber Übung. Denn die Geister stehen ja nicht still. Sie verschwinden, tauchen aus einer anderen Richtung wieder auf und das bedeutet aus der Ego-Perspektive, in welche das Spiel bei Alktivierung der „Camera Obscura“ umschaltet, viel herumgedrehe. Immerhin gibt es einen Anzeiger, der die Richtung andeutet, aus welcher der Geister bzw. die Geister als auftauchen. Wie gesagt: Nach ein wenig Übung klappt das ganz gut und ist auch spannend, da es noch ein weiteres Element gibt. Nämlich die namensgebende „Fatal Frame“. Sollte ein Geist euch angreifen und ihr macht just in dem Moment, kurz bevor er euch erreicht, ein Foto, dann schwächt ihn das mehr und vor allem kann man dann gleich mehrere Fotos machen ohne neuen Film einzulegen.

Apropos Film: Es gibt ein paar Varianten davon und je nachdem welchen man einlegt in die Kamera, so dauert es länger ein neues Bild machen zu können oder es schwächt die Geister mehr. Außerdem gibt es verschiedene Objektive bzw. Linsen, die man verwenden kann, sodass man zum Beispiel mehr Erfahrugnspunkte bekommt oder ein bisschen Heilung bekommt und so weiter.

Wie gesagt: Im Grunde simpel und in weiten, offenen Flächen auch nicht besonders schwer. Kompliziert wird es nur in engen Räumen oder Gängen und da wird es dann fummelig. Deshalb hatte ich mir rasch angewohnt immer zu schauen, wohin kann ich notfalls zurückweichen, um mehr Raum zum bewegen zu haben. Das Spiel erlaubt das zwar nicht immer, aber es war trotzdem immer machbar, die „Kämpfe“ zu gewinnen.

Die Gegnervielfalt ist halt eher begrenzt, aber das hat mich nicht groß gestört.

Die Grafik ist weit entfernt von aktuellen Grafikkrachern und ist auch von der Farbgebung her eher düster und dunkel. Das muss man mögen und/oder aushalten. Zumal es für die Atmosphäre wichtig ist, nicht zu viel Licht zu haben. Und diese Atmosphäre ist eigentlich der wichtigste Teil des Spiels, denn die ist grandios gelungen. Das liegt auch aum wirklich gut gemachte Sound-Design, dass allein durch die Geräuschkulisse oftmals schon Gänsehaut erzeugt. Dazu kommt, dass die Bewegungen der Figuren immer wieder verlangsamt sind – zum Beispiel wenn sie durch Wasser waten – oder wenn sie vorsichtig Gegenstände aufheben. Vorsichtig deshalb, weil es sein kann, dass aus dem Nichts eine Geisterhand hervorschießt und die Protagonist:innen ins Jenseits ziehen will. Auch die Türen werden immer mit Vorsicht und langsam geöffnet. Alles spannend. Einzige Ausnahme: Selbst wenn die Spielfigur vor etwas flieht öffnet sie die Türen genauso langsam wie sonst auch. Das bricht ein wenig die Immersion und die Bedrohung, aber auch da gewöhnt man sich dran.

Die Geschichte selbst ist im Kern gut und wird auch gut erzählt. Für mich waren keine Fragen offen am Ende. Das liegt auch daran, dass jede Figur Notizen und/oder Bücher findet, welche Aufschluss über diverse Dinge, wie die Rituale am Berg, deren Bedeutung und ähnliche Dinge liefern. So fügt sich rasch alles zusammen und gegen Ende ist eigentlich bei allen Figuren klar, warum sie was wie wo und warum machen (wollen).

Weil gerade bei Enden sind: Es gibt für die weiblichen Figuren jeweils zwei mögliche Enden und für den Herren in der Runde sogar mehr. Das entscheidt man im Grund im letzten Kapitel. Man kann also also Enden freispielen, indem man drei Mal das letzte Kapitel spielt. Warum drei Mail? Weil man ja pro Figur pro Durchgang ein Ende wählen kann. Also kann man in zwei Runden je drei verschiedene Enden sehen. Und für Ren muss man haltnochmals nachlegen. Da das letzte Kapitel hauptsächlich aus Kämpfen besteht ist das zwar nicht optimal, aber auch innerhalb von rund 30 Minunten pro Durchgang erledigt. Kleiner Spoiler: Es gibt wirklich heftige Enden.

Dazu auch noch eine weitere Info: Man sieht während dem Spiel immer wieder Zwischensequenzen oder wenn man Geister, die man gerade besiegt hat, noch rasch anfasst – dann sieht man Erinnerungen an ihre letzten Momente oder wichtige Momente aus ihrem Dasein – die sind gut gemacht und im Stiel von alten, verrauschten Videoaufnahmen. Trotz der „schlechten Filmqualität“ sind da durch heftigste Sachen dabei. Da schneidet sich jemand selbst die Kehle durch, springt von einem Berg in den Tod oder wird brutal niedergemetzelt. Da schenkt sich das Spiel nichts. Also für Menschen mit zartem Gemüt ist das hier sicher nichts. Ich bin mehrmals mit offenem Mund vor dem Bildschirm gesessen und dachte mir, dass das was ich das gerade gesehen haben halbwegs heftig war.

Alles in allem kann ich sagen, dass „Fatal Frame 5“ vielleicht nicht das schickeste und am intuitivsten zu bedienende Spiel ist, aber die Story, die Atmosphäre und die Figuren haben mich bei der Stange gehalten und ich wollte tatsächlich wissen, wie das alles ausgeht und enden kann. Gut gemacht, absolut. Ich glaube zwar nicht, dass ich das Spiel ein zweites Mal spielen werde, aber offen gesprochen: Das mache ich oftmals ohnehin nicht. Dazu gibt es zu viele Spiele auf meiner „To play“-Liste.

„Fatal Frame (oder „Project Zero“): Maiden Of Black Water“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, von seiner Atomsphäre, eigenwilligen Erzählweise und düsteren Optik lebende, Punkte.

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Whistle (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/12/whistle-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/12/whistle-filmkritik/#respond Thu, 12 Mar 2026 05:00:40 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38586 Chrys (Dafne Keen) wechselt nach einem tragischen Ereignis innerhalb ihrer Familie die Schule, um gemeinsam mit ihrem Cousin zu leben. In ihrem Spind findet sie eine seltsame Pfeife, die die Form eines Schädels hat und einem Schüler gehört hat, der … Weiterlesen

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Chrys (Dafne Keen) wechselt nach einem tragischen Ereignis innerhalb ihrer Familie die Schule, um gemeinsam mit ihrem Cousin zu leben. In ihrem Spind findet sie eine seltsame Pfeife, die die Form eines Schädels hat und einem Schüler gehört hat, der Monate zuvor bei einem Unfall verstorben ist.

Sie nimmt das Objekt interessiert an sich, doch es wird ihr im Unterricht von Mr. Craven (Nick Frost) abgenommen. Dieser will die Pfeife zu Geld machen. Dafür bläst er hinein, um die Funktionsfähigkeit zu testen und kurz darauf liegt er tot in seinem Klassenzimmer…

Regisseur Corin Hardy hat einige Musikvideos in seinem Resümee und den einzigen Spielfilm, den ich von ihm kenne, ist The Nun. Der wiederum ist für mich einer der schwächsten Filme im Conjuring-Franchise. Wenn man Bilder für Musik entwickelt, muss man jedoch eines können und das ist Menschen visuell zu fesseln und das kann Mister Hardy sehr gut. Anschauen wollte ich den Film aber wegen Dafne Keen, die ich seit sie als Kind in Logan die Figur der Laura (und später in Deadpool und Wolverine ihre Heldenversion X23) gespielt hat, nie in einer anderen Rolle gesehen habe.

Übrigens ja, ich weiß dass sie in The Acolyte dabei war, aber erstens ist sie da unter viel Schminke versteckt und zweitens gibt es keinen vernünftigen Grund, sich diese Serie anzusehen. Was mich zu der titelspendenden Whistle bringt, die (bzw. den Film) ich als „mixed bag“ erlebt habe. Hier stehen schwere Themen wie Drogenkonsum und die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit im Mittelpunkt und präsentiert werden sie in einer Form, die oberflächlicher nicht sein könnte.

„Aber Spideragent, du hast doch eben die Haupttätigkeit des Regisseurs erwähnt!“ Richtig, aber es gibt zahlreiche Musikvideos mit viel mehr Substanz, die mich auch mehr bewegt haben. Also habe ich beim Betrachten von der emotionalen Ebene, einfach auf die visuelle gewechselt. Dies ist ja ein Film, der ein Gimmick benutzt und sich dann an diese selber aufgestellten Regeln hält. Die könnte man teilweise angreifen, diesen Impuls habe ich aber nie verspürt.

Wer diese Pfeife bläst, den ereilt sein Tod – egal wann oder in welcher Form dieser in der Zukunft eintreten würde – innerhalb von kürzester Zeit. Warum? Hintergründe? Völlig egal, denn es geht hier um die Todes-Szenen und wow, das ist nicht wie man erwarten hätte können ein PG13 Erlebnis, hier spritzt ordentlich Blut und weil es sonst langweilig wäre, haben die Opfer hier alle unterschiedliche Todesarten.

Dabei gibt es besonders eine Szene in einem Zimmer, die auch dank der sich wiederholenden pushenden Musik, länger im Gedächtnis bleibt. Sie ist gleichzeitig fast der Höhepunkt, denn die schnelle Erzähl-Geschwindigkeit, lässt beim Finale etwas nach bzw. wirkt es leicht langgezogen und wenig spektakulär. Von den Charakteren ist der typische Zeitgeist mit dabei – lesbisches Heldenpärchen (hetero ist fad) und ein Drogen verkaufender, weißer Jugendpastor namens Noah (alle Christen sind böse).

Was mir an den übrigen Figuren aber gefallen hat, ist nicht dass sie einem Klischee entsprechen – der Nerd, der Bully, die Neue, der Love Interest – sondern dass gerade das hübsche It-Girl nett ist und alle inkludiert und sich das auch noch ganz natürlich anfühlt. Gespielt wird sie von Ali Skovbye (Grizzly Night) und ihre Grace, der hätte ich das Überleben wirklich gegönnt. Der Rest des Casts ist gut bis solide, was Dafne Keen betrifft, die spielt sehr reduziert und nimmt sich zurück, irritiert hat mich nur ihre offensichtlich als Perücke erkennbarer Kopfschmuck.

Das ergibt in Summe einen Film, den man hauptsächlich wenn nicht ausschließlich wegen den sehr gut gemachten Over the Top Kills ansieht. Ein typischer Zwischendurch-Film für eine Halloween-Party zum Beispiel, trotz der Themen ohne Substanz, dafür mit einigen Schauwerten und ein paar talentierten Jungstars. Ich habe überlegt ob ich den Film mag, aber spätestens nach der Szene im Schlussspann, die eine Kopie des Endes von Smile 2 darstellt, war ich mir sicher, dass ich nur Teile davon mag, aber nicht das gesamte Produkt.

„Whistle“ bekommt von mir 5,5/10 den Tod niemals besiegen, sondern nur hinaus zögern könnende Empfehlungspunkte.

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Resident Evil Requiem (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/#respond Thu, 05 Mar 2026 06:44:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38573 Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. … Weiterlesen

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Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. Als sie dort ankommt findet sie Hinweise, die darauf hindeuten, dass jemand ein Spiel mit ihr spielt und ehe sie sich versieht wird sie entführt und wacht kopfüber hängend in einem seltsamen Raum auf. Blut wird ihr abgenommen und alles sieht irgendwie ein wenig nach einem Krankenhaus oder so aus.

Wie kommt sie hier weg?

Währenddessen ist Leon S. Kennedy auf der Suche nach einem Gegenmittel, denn seit er damals in diese Sache mit den Viren und Umbrella reingeraten ist, ist sein Leben eigentlich die Hölle. Zombies, Mutanten, Untote – unzählige Monster, denen er sich seitdem stellen musste. Aber nun hat ihn der Ursprung eingeholt: Er ist infiziert. Keine Heilung. Der Tod wird bald eintreten. Aber Leon will es nochmal wissen, sucht nach einem Dr. Gideon, denn der hat irgendwie Verbindungen zu Umbrella.

Und Leon wird sich nicht von ein paar lächerlichen Monstern aufhalten lassen …

Ich bin jetzt eher selten auf ein Spiel „gehyped“, sondern eher vorsichtig positiv neugierig. Bei „Resident Evil requiem“ war das anders. Das Ding hat mich schon seit dem ersten Trailer interessiert, denn der Ansatz mit zwei Protagonist:innen mit zwei verschiedenen Spielstilen hat mir als Idee schon mal super gefallen. Grace hat nach einem interessanten Charakter ausgesehen und Leon ist ohnehin Leon. Coolste Socke im Universum.

Tatsächlich habe ich mich nie gefragt, ob das so funktionieren kann – aus der Ego-Perspektive die unerfahrene, junge und verletzliche Grace spielen und aus der Third-Person-Perspektive mit Leon so richtig aufräumen. Wir wissen alle spätestens seit „Resident Evil 7„, dass Capcom First-Person-Horror kann. Und dass sie endlich die Action auch richtig hinbekommen haben hat das „Resident Evil 4 Remake“ gezeigt. Was kann also schiefgehen?

Nun, eine ganze Menge, wenn man ehrlich ist.

Spideragent behauptet ja immer, ich sein ein Fan der Resident-Evil-Reihe, was ich immer aus Reflex verneint habe. Beim letzten Mal habe ich ihm aufgezählt, welche Spiele der Reihe ich gut finde und warum, denn die Gründe sind wirklich verschieden, aber er hat nur gegrinst und mich gefragt, ob mir aufgefallen ist, dass ich alle(!) Teile aufgezählt habe. Nein. War mir nicht aufgefallen. Aber tatsächlich muss ich ihm nachträglich zustimmen. Scheinbar bin ich ein Fan. Aber nicht in dem Sinn, dass ich alles mag, nur weil „Resident Evil“ drauf steht, sondern spannenderweise macht mir jedes Spiel einzeln Spaß. Dass es sich dabei um eine Reihe handelt ist eigentlich Zufall. Aber – ja, ich mag die trashigen Storys. Ich mag die Over-The-Top-Charaktere. Ich mag die Machart und ich finde, dass Capcom mittlerweile das Inszenieren von Story-Teilen bzw. Zwischensequenzen richtig gut drauf haben. Alle Achtung.

Was sie auch gelernt haben – man würde es nicht glauben, wenn man nur Ethan Winters, Persönlichkeitslücke per excellence, im Kopf hat – ist tolle Charaktere zu schreiben. Leon ist nicht einfach in jedem Teil „Leon“, sondern im 2ten Teil ist der Anfänger. Im vierten Teil der harte Hund, der weiß, wie es geht und in „Requiem“ ist er immer noch der harte Hund, aber er ist der harte Hund, der weiß, dass seine Zeit abläuft und er bald keine Möglichkeit mehr hat Vergangenes wieder gutzumachen oder zumindest so etwas wie Vergebung für sich zu finden.

Ich mag Leon. Vor allem in Requiem, auch, oder gerade weil, er so entschlossen ist, am Ende seiner Tage noch etwas Gutes zu tun. Und das ist in diesem Fall die letzten verbleibenden Relikte von Umbrella zu finden und zu vernichten und (primär aus Zufall) das bedeutet auch Grace zu helfen.

Womit wir beim – aus meiner Sicht – Highlight von „requiem“ sind: Grace. Denn – Wow, die ist großartig geschrieben. Liebe Leute, so – genau so! – schreibt man tolle Frauenfiguren. Sie ist zerbrechlich, ängstlich, kann nicht gut mit Leuten und es ist völlig klar, dass alles um sie herum sie bis ins Innerste erschüttert: Trotzdem hält sie durch. Steht nochmals auf. Sucht eine Lösung. Findet die Kraft weiterzumachen. Das ist kein männlicher Action-Held, dem man halt schnell mal die Textur einer jungen Frau übergezogen hat, sondern Grace ist durch und durch eine junge Frau, die schreckliches durchmacht, aber dank ihrer inneren Stärke und ihres Überlebenswillens durchhält. Sie hat immer einen Grund nochmals aufzustehen (zum Beispiel um jemand zu retten) und trifft auch keine dummen Entscheidungen. Und noch dazu ist sie einfach richtig sympathisch. Großartig. Um Spideragent aus einem anderen Review zu paraphrasieren: 100% eine Frau. 100% (auf ihre Art) ein Boss. Aber kein Girlboss. Perfekt. Von der Story her gibt es einen Punkt, der sie fast bricht – was sie für mich nur noch sympathischer machte – und deshalb spielt man dann eine Weile „nur“ Leon. Aber auch das hat mir richtig gut gefallen, weil es für mich absolut nachvollziehbar war, was in ihr vorgeht. Und Charaktere, die fliehen könnten, sich aber trotzdem wieder – metaphorisch gesprochen – umdrehen und dem entgegenstellen, was sie für falsch halten, mag ich sowieso gerne. Grace – willkommen im Resident Evil-Universum.

Spielmechanisch kann man nicht meckern, die Kontrollen sind absolut einfach, intuitiv und alles geht locker und vor allem flott von der Hand. Die Rätsel sind fair, der normale Schwierigkeitsgrad passt sehr gut und die Schauplätze sind nicht zu riesig, aber auch nicht zu klein. Ich musste kein einziges Mal überlegen, was ich zu machen habe oder wo ich jetzt hinmuss, weil die Karte super ist und wichtige Punkte und mögliche genauso wie noch verschlossene Durchgänge markiert werden. Das Crafting-System funktioniert super und das Gegner-Design ist ein Hammer.

Was dieses Mal auch wieder gut gelingt, ist die fiesen Bosse richtig stark einzuführen. Wenn ihr beim ersten Auftauchen von „The Girl“ nicht zusammenzuckt und für ein, zwei Sekunden gelähmt vor dem TV sitzt, dann habt ihr keinen Puls. Aber – und das ist neu und erklärt mir auch den Marketing-Slogan „Evil Always Had A Name“ – die Zombies im ersten Abschnitt sind nicht zu einhundert Prozent Kanonenfutter, sondern haben sich ihre Eigenheiten aus dem Leben, halt auf ein Charaktaristika runtergebrochen, ins Zombie-Sein mitgenommen: Die Putzfrau will die ganze Zeit Blut wegputzen, der Koch sucht immer noch nach Fleisch für seine Hauptmahlzeit, die Sänger:innen singen immer noch gern und tanzen sogar, das Publikum will das auch immer noch sehen. Alles Eigenschaften, die man für sich nutzen kann (und Grace ist eine schlaue Dame), um zu entkommen.

Nach dem ersten Locationwechsel gibt es dann viel Action mit Leon – auch mit alten bekannten Gegnern, warum die wieder auftauchen wird durch die Story erklärt – und hier zieht man auch mal durch ein größeres Gebiet. Manche Action-Momente sind immer noch Over-The-Top, aber ganz ehrlich: Ich will es nicht anders haben.

Grafisch spielt „Requiem“ ohnehin ganz vorne mit. Das Ding sieht einfach – egal in welcher Umgebung, egal ob First- oder Third-Person-Perspektive – unverschämt gut aus und die Details, welche die Entwickler eingebaut haben sind großartig. Ich fand das Design, die Optik, die Lichtstimmumngen und – vor allem auch – das Sounddesign! Hammer.

Wenn Resident Evil weiterhin Outputs auf diesem Niveau auf den Markt bringt, dann kann das nächste Spiel aus der Reihe, egal ob Remake oder neuer Teil oder Spin Off gar nicht rasch genug kommen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, denn das „requiem“ im Titel des Spiels hat eine völlig andere Bedeutung als ich angenommen hatte. Aber ich will nicht spoilern. Ich sage nur so: Die Story führt so ziemlich alle vorigen Teile zusammen und findet da einen … nennen wir es „Abschluss“ der Umbrella-Viren-Story. Da ist es auch stimmig, dass man ein paar alte Bekannte (Monster) wieder trifft. Das führt halt auch dazu, dass Spieler:innen, welche die Vorteile kennen, einen klaren Vorteil haben. Aber bei Teil 9 einer Spielreihe darf das schon mal sein, zumal ich glaube, dass man auch als Einsteiger:in durchaus weiß, was los ist.

Der Fairness halber muss ich anmerken, dass – logischerweise – Leute, die nur auf den einen oder nur auf den anderne Spielstil (Stealth oder Action) stehen mit der Mischung vermutlich keine Freude haben werden. Ich, der ich beides gern mag, bin richtig zufrieden. Gut gemacht, Capcom!

„Resident Evil requiem“ bekommt von mir 9,5 von 10 möglichen, als Gesamtpaket (fast) alles richtig machende, Punkte.

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Still Wakes The Deep: Siren’s Rest (Game Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/24/still-wakes-the-deep-sirens-rest-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/24/still-wakes-the-deep-sirens-rest-game-review/#respond Tue, 24 Feb 2026 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38375 Mhairi ist Taucherin und mit ihrer Crew ist sie unter Wasser unterwegs um die Überreste der Ölbohrplattform Beira D elf Jahre nach deren Untergang zu untersuchen. Was auch immer dort vorgefallen ist – Mhairi will es wissen. Und wenn sie … Weiterlesen

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Mhairi ist Taucherin und mit ihrer Crew ist sie unter Wasser unterwegs um die Überreste der Ölbohrplattform Beira D elf Jahre nach deren Untergang zu untersuchen. Was auch immer dort vorgefallen ist – Mhairi will es wissen. Und wenn sie schon dabei ist, will sie auch die Überreste der vor Ort verstorbenen oder zumindest Erinnerungen an sie sammeln.

Außerdem verbindet Mhairi noch eine private Sache mit der Beira D.

Aber will sie wirklich wissen, was dort passiert ist? Und ist für das bereit, was sie finden wird …?

Das Add-On bzw. der DLC zu „Still Wakes The Deep“ hat mich insofern interessiert, weil ich einfach irgendwie gehofft hatte, dass ein paar der offenen Fragen aus dem Hauptspiel geklärt werden und auch, ob das in meinen Augen rasche Ende doch noch ein wenig erweitert wird. Die erste Ernüchterung folgte sofort: Die Story setzt elf Jahre nach den Ereignissen des Hauptspiels an. Also keine „Parallelhandlung“, die vielleicht Story-Lücken stopft, sondern etwas völlig anderes. Nun denn.

Stichwort Story: Diese ist im DLC eine persönliche Geschichte, die meines Erachtens zwar nett ist, die man aber nicht unbedingt kennen muss, weil sie einerseits null zum Verständnis der Hauptstory beiträgt bzw. keine Lücken füllt. Auch über die Entität, welche ja im Hauptspiel aufgetaucht ist, wird eigentlich nicht wirklich mehr verraten als man eh schon weiß.

Die Verbindung von Mhairi zu einer Person, die auf Beira D gearbeitet hat ist nett, aber ich musste wirklich kurz überlegen, wer das denn jetzt war, zu dem sie diese Verbindung hat – es ist also keine der Töchter unseres ehemaligen Hauptcharakters. Schade. Die Story wird nett erzählt, plätschert aber meiner Ansicht nach eher ohne Höhepunkte vor sich hin.

Die Spielerfahrung ist dieses Mal allerdings ein wenig anders, denn als Taucherin kann man sich ja doch in alle Richtungen bewegen und das Gefühl zu tauchen und in dieser Unterwasserwelt zu sein wird gut einfangen. Auch die Idee mit dem Luftschlauch, der quasi die Nabelschnur darstellt und auch „Umbilical cord“ (also Nabelschnur) genannt wird, ist gut, wird aber einerseits zu wenig genutzt und andererseits ist das Ding auch daran schuld, dass die Immersion rasch an ihre Grenzen kommt. Denn die Umsetzung ist … naja. Wenn ich fünf mal um eine Säule schwimme, dann juckt das niemand. Da bleibt der Luftschlauch bleibt auch nie hängen. Hier hat man meiner Ansicht nach eine Chance verpasst, denn wie cool wäre es gewesen, wenn ich aufpassen muss, wie ich wohin tauche, weil sich sonst der Schlauch verheddert und meine Bewegungsfreiheit einschränkt oder ich – wenn ein Monster auftaucht – nicht einfach irgendwohin abhauen kann, sondern an meine Route buchstäblich gefesselt bin. Aber – so ist es halt nicht. Das Ding ist einfach da und fertig. Ja, storytechnisch wird es ein paar Mal genutzt, aber auch da finde ich, mit zu wenig Druck oder Spannung.

Alles in allem war es nett durch die Gegend zu tauchen und auch die Mementos zu finden war schön – aber im Kern fühlt sich das Gesamtpaket dann doch wie ein unnötiges Anhängsel an, welches weder die Story vertieft noch irgendwas Neues zu erzählen hat.

Schade. Da wäre definitiv mehr drin gewesen.

„Still Wakes The Deep: Siren’s Rest“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, leider sein Potential in keiner Sekunde ausnutzende, Punkte.

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Dust Bunny (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/21/dust-bunny-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/21/dust-bunny-filmkritik/#respond Sat, 21 Feb 2026 05:00:55 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38458 Die acht jährige Aurora (Sophie Sloan) lebt in New York City mit ihren Pflegeeltern. Sie warnt diese nicht den Boden in ihrem Zimmer zu berühren, da dort ein Monster lauert, dass sie fressen wird. Sie nehmen diese Warnung natürlich nicht … Weiterlesen

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Die acht jährige Aurora (Sophie Sloan) lebt in New York City mit ihren Pflegeeltern. Sie warnt diese nicht den Boden in ihrem Zimmer zu berühren, da dort ein Monster lauert, dass sie fressen wird. Sie nehmen diese Warnung natürlich nicht ernst und eines nachts sind sie verschwunden und das junge Mädchen befindet sich alleine in der Wohnung.

Sie wendet sich an ihren Nachbarn (Mads Mikkelsen), dem sie vor kurzem in der Nacht gefolgt ist und den sie aus ihrer Sicht dabei beobachtet hat, wie er einen Drachen getötet hat. Sie redet den Mann an und will ihn engagieren, um das Monster unter ihrem Bett zu töteten…

Produzent und Drehbuchautor Bryan Fuller hat vor Jahren bei Start Trek: Yoyager mitgeschrieben und in den letzten Jahren die Star Trek: Discovery Serie mitentwickelt. Die Hannibal Serie aus dem Jahr 2013 stammt ebenfalls aus seiner Feder und dort war ja Mads Mikkelsen die titelspendende Hauptfigur. Den hat er nun erneut besetzt und zwar in seinem Regiedebüt Dust Bunny, bei dem auch das Drehbuch von ihm stammt und er auch als Produzent mit an Bord ist.

Geworden ist daraus ein Erlebnis, nach dem man – würde man danach bewusst Ausschau halten – lange suchen müsste. Ich meine damit einen Film, der sich im Einheitsbrei erfrischend anders anfühlt. Dass dabei genau gar nichts erklärt wird und somit alles der eigenen Interpretation bzw. Fantasie überlassen ist, ist ein dicker Pluspunkt. Im Mittelpunkt steht die magnetische Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren.

Sophie Sloan als Aurora ist richtig großartig, diese kindliche Weisheit, der trockene Humor ihrer entwaffnenden Ehrlichkeit plus ihre gesamte Gestik, sie fordert einfach ganz nebenbei deine volle Aufmerksamkeit. Mads Mikkelsen (Polar) als „besorgter Nachbar“ beginnt schweigsam und mysteriös, wie er mit Aurora wie mit einer Erwachsenen spricht und wie man ihn langsam besser kennenlernt, da entwickelt sich zwischen den beiden eine ganz eigene, ziemlich witzige Dynamik.

Überhaupt sind skurrile Momente zwischen Figuren hierbei eine Mechanik, die sich durchzieht durch die gesamte Laufzeit und klar zu den Highlights zählt. Dazu tragen auch ein selbstverliebt, giftiger Auftritt von Sigourney Weaver (The Gorge) als Auftraggeberin und ein für ihn typischer, etwas außerhalb der Norm funktionierender Killer, gespielt von David Dastmalchian (Late Night with the Devil) mit dazu bei.

Dann wäre da die Cinematographie, die eine eigenständige Welt erzeugt, die fantasievoll und anders wirkt. Die Kamerafahrten, wo sich die Kamera befindet in vielen Einstellungen, was für Zwischenschnitte passieren, das wirkt genau so, als wäre jede kleinste Szene genau so geplant gewesen. Die Farben und Kostüme verstärken dabei noch den Retro-Fantasy Look, der irgendwie zeitlos wirkt, eben alt und dennoch modern.

Das einzige, was ich als Kritik anbringen muss, sind wieder mal die CGI-Effekte, was ich hier aber als „jammern auf hohem Niveau“ bezeichne. Das Monster alleine oder beim Leute Fressen sieht gut aus, nur wenn im Vordergrund ein Mensch ist und dahinter das Wesen, da ist der Effekt klar erkennbar. Ist aber wohl wie humanoide, hüpfende CGI-Kreaturen, die sollte man einfach weg lassen, denn so etwas sieht nie gut aus. Da die dazugehörige Szene hier aber emotional wichtig ist, lass ich das gerne durchgehen.

In Summe also ein schönes Märchen für Erwachsene, dass mehrere Genres bedient und es wohl schwer haben wird, ein großes Publikum für sich zu gewinnen. Wisst ihr was, das macht diesen Film über zwei Außenseiter für mich dann noch einmal sympathischer. Fuller kann aus meiner Sicht in Zukunft gerne öfters auf dem Regiestuhl Platz nehmen. In diesem Sinne: alleine zu sein muss nicht schlimm sein, Jemanden zu haben im Leben, aber auch nicht.

„Dust Bunny“ bekommt von mir 8,5/10 das gerufene Monster nicht mehr los werdende Empfehlungspunkte.

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Oldies but Goldies: Silver Bullet (1985 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/19/silver-bullet-1985-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/19/silver-bullet-1985-filmkritik/#respond Thu, 19 Feb 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38485 Jane (Megan Follows) erzählt die Geschichte ihres Bruders Marty (Corey Haim), der gelähmt ist und mit einem Rollstuhl herumfährt, und wie dieser in einem ganz bestimmten Jahr eine Bedrohung von der Kleinstadt Tarker Mills abwenden wollte. Denn Tarker Mills wird … Weiterlesen

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Jane (Megan Follows) erzählt die Geschichte ihres Bruders Marty (Corey Haim), der gelähmt ist und mit einem Rollstuhl herumfährt, und wie dieser in einem ganz bestimmten Jahr eine Bedrohung von der Kleinstadt Tarker Mills abwenden wollte. Denn Tarker Mills wird von einem Übel heimgesucht, welches an jedem Vollmond zuschlägt. Erst merkt niemand etwas, weil die Morde wie Unfälle aussehen, aber nach und nach verdichten sich die Hinweise, dass hier etwas Seltsames passiert.

Natürlich glaubt Marty per se niemand, auch wenn Onkel Red (Gary Busey) immerhin zuhört und die Geschichte von Marty über einen Werwolf zumindest für möglich, wenn auch unwahrscheinlich hält. Red ist es auch, der Marty einen motorisierten Rollstuhl schenkt, der wie ein Motorrad funktioniert und den Marty auf den Namen „Silver Bullet“ tauft. Passend.

Als dann Marty eines nachts allein unterwegs ist, weil er sein Feuerwerk für den 4. Juli selbst veranstalten will, da wird er direkt mit dem Bösen konfrontiert und er kann nicht glauben, wer hinter der Maske des Werwolfs steckt …

„Silver Bullet“, wie der Film im Original heißt bzw. „Der Werwolf von Tarker Mills“ ist ursprünglich eine Kalendergeschichte von Stephen King gewesen. Ich bin mir nicht mehr sicher, was zuerst kam – der Film oder die Geschichte, glaube mich aber daran zu erinnern, dass es die Geschichte war (hab gegoogelt – 1984 kam die Geschichte, 1985 der Film). Ich kannte sie in erster Linie aus einer Kurzgeschichten-Sammlung von Stephen King, in welcher er auch ein wenig über die Entstehung der Geschichte geschrieben hat. Ich muss gestehen, ich liebe Vorworte und Nachworte von Stephen King – der Mann kommt da immer extrem sympathisch rüber. So auch hier. In diesem Vorwort hat er sich zB dafür entschuldigt, dass er sich bzgl. des Vollmonds ein paar Freiheiten genommen hat, denn dass der Vollmond immer an den „Feiertagen“ im Monat am Nachthimmel steht, ist in der Realität natürlich mathematisch unmöglich. Aber da es ja eine Kalendergeschichte ist, muss man als Schriftsteller die Chance, jeden Monat ein Kapitel zu einem besondern Tag zu schreiben, natürlich nutzen. Mich hat’s nie gestört und die Geschichte fand ich auch immer spannend.

Für den Film ist das natürlich völlig egal, denn da werden solche Sachen einfach als fix angenommen und Punkt. Dass das Drehbuch für den Film auch von King stammt finde ich in diesem Fall gut (ging ja nicht immer glatt, wenn wir uns ehrlich sind), denn er hat die Geschichte auf ihre Basisbestandteile reduziert und die Figuren sind gut übertragen.

Der Sympathieträger des Films ist mit Sicherheit Onkel Red, der von Gary Busey absolut toll gespielt wird. Immer mit so einem neckischen Zwinkern im Auge, Bierbauch und Hemden und dem speziellen Gary Busey-Grinsen dabei. Ich mochte die Figur unglaublich gern, auch, weil er einfach derjenige ist, der Marty immer für voll nimmt und ihn aufgrund seiner Lähmung auch nicht mitleidig behandelt, sondern einfach wie einen vollwertigen Gesprächspartner (was nicht alle im Film machen).

„Marty“ ist immer noch im Filmgeschäft, wenn auch immer ohne großen Durchbruch, so war zumindest auch bei „Crank 2“ dabei oder „The Lost Boys“. Und nein, er ist nicht wirklich gelähmt, was – hätte man den Film im Jahr 2026 so produziert – vermutlich dazu geführt hätte, dass es einen riesengroßen Aufschrei gegeben hätte, denn Corey Haim hat da ja sozusagen einem gelähmten Schauspieler eine Rolle weggeschnappt. Der Böse. (*seufz*)

Jedenfalls machen alle ihren Job gut und in den Nebenrollen findet man das eine oder andere bekannte Gesicht.

Die Effekte sind schwer in Ordnung und sehen auch im Jahr 2026 noch okay aus – ja, die Verwandlungsszene(n) sind jetzt nicht der große Bringer und heutzutage hat man da natürlich schon ganz anderes gesehen, aber es ist okay, und es passt und der Anteil an Blut und abgetrennten Gliedmaßen ist für damalige Verhältnisse nicht ohne.

Die Auflösung, wer der Werwolf ist, überrascht wohl niemanden, immerhin ist es ein Stephen King-Buch. Es wird im Film (als auch im Buch) relativ rasch offenbart, weil es dann primär darum geht, die anderen davon zu überzeugen, dass diese Person der Übeltäter ist. Was auch zu der einen oder anderen Konfrontation in Menschengestalt führt.

Jedenfalls ist der Film auch heutzutage immer noch gut anzusehen und macht Laune – die gesamte Machart ruft halt ganz laut „80iger Jahre“, aber das gibt dem Film in diesem Fall auch einen gewissen Charme.

Alles in allem finde ich „Silver Bullet“ als einen der besseren ernsten Werwolf-Filme, der noch ohne große Übertreibungen und Weltbedrohung auskommt, sondern sich auf das Schicksal einer kleinen Stadt bzw. eine Familie reduziert, was ja auch einfach wieder einmal gut tut.

„Silver Bullet“ bzw. „Der Werwolf von Tarker Mills“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, mit dem Rollstuhl davonrasende, Punkte.

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Return To Silent Hill (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/10/return-to-silent-hill-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/10/return-to-silent-hill-filmkritik/#respond Tue, 10 Feb 2026 05:00:48 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38511 James Sunderland (Jeremy Irvine) ist in einer schweren Depression gefangen. Seine Freundin Mary (Hannah Emily Anderson) ist und er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, trinkt und auch seine Psychotherapie, die er absolut gut gebrauchen könnte, nimmt er nicht … Weiterlesen

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James Sunderland (Jeremy Irvine) ist in einer schweren Depression gefangen. Seine Freundin Mary (Hannah Emily Anderson) ist und er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, trinkt und auch seine Psychotherapie, die er absolut gut gebrauchen könnte, nimmt er nicht wirklich ernst. Als er plötzlich an einem Abend einen Brief in seiner Wohnung findet, der seltsamerweise von Mary zu kommen scheint, reist er nach Silent Hill, denn dort haben die beiden gemeinsam gewohnt.

Aber bereits bei seiner Ankunft ist klar, dass hier alles völlig anders ist, als er erwartet hat. Die Stadt ist (fast) menschenleer und ein grauer Ascheregen fällt die gesamte Zeit. Als dann auch noch seltsame Kreaturen auftauchen, da gibt es für James nur eine einzige Sache: Mary finden und dann nichts wie weg hier.

Aber das stellt sich als schwieriger heraus als gedacht …

Es gibt einen großen Unterschied, zwischen Meta-Horror und Mindfuck. Das muss man mal so festhalten. Wenn Filme wie „Hereditary“ oder „Midsommar“ als Inspiration erwähnt werden, wie es der Regisseur von „Return To Silent Hill“ gemacht hat, dann werde zumindest ich schon einmal skeptisch, denn sind wir mal ehrlich: „Silent Hill 2“ auf welchem diese Story dieses Films hier basiert, ist alles andere als eine komplizierte Geschichte.

Nachdem „das Internet“ ja beschlossen hat, dass „Return To Silent Hill“ der schlechteste Film des Jahres ist, ist ja alles geklärt, nicht? Der Film ist Mist und punktum. Und da sind wir wieder mal bei unserem Hauptproblem: Der Erwartungshaltung. Nachdem Christophe Gans ja den ersten Silent Hill-Film damals entgegen aller Erwartungen doch ziemlich gut hinbekommen hat, war irgendwie die Erwartung, dass er dieses Mal (mit der Hälfte des Budgets von damals und übrigens hat der Filmfonds Bayern den Film mitfinanziert …?) so richtig durchstarten wird, immerhin ist die Story von „Silent Hill 2“ ja eine der bekanntesten und (scheinbar) besten der Videospielgeschichte. Zumindest wenn man den Leuten „im Internt“ glauben schenkt.

Was haben wir hier also: James hat Schuldgefühle und alle Monster in der Stadt sind Manifestationen ebendieser. Coole Idee. Cooles Monsterdesign. Im Spiel trifft er auch auf diverse andere Menschen, die alle ihren Grund haben, in Silent Hill festzusitzen. Manche davon entspringen allerdings nur der Einbildung von James. Und das hat sich Gans zu Herzen genommen, die Story an diversen Stellen verändert, ausgebaut und auch wenig neu interpretiert und – Tada! Der neue Film ist fertig. Allerdings – und deshalb mein Anfangssatz – ist es ein Mindfuck-Film geworden und kein „Meta-Horror“.

Warum „Mindfuck-Film“? Weil man während dem Film über längere Zeit nicht sicher sein kann, was von allem hier im Kopf von James passiert und was wirklich los ist. Nach gut zwei Dritteln ist allerdings völlig klar, was hier abgeht. Nur … das Ende passt dann meines Erachtens nicht zum Rest. Das wirkt irgendwie drangepoppt, als ob man die Zuseher:innen nicht mit einem so düsteren Schluss aus dem Kino gehen lassen möchte. Schade. Denn der Rest würde per se funktionieren. Mit Abstrichen.

Womit ich tatsächlich anfangs ein Problem hatte, war, dass der Film zu schnell und gleichzeitig zu langsam ist. Zu langsam, weil er immer wieder von (unnötigen) Rückblenden ausgebremst wird, die uns die Beziehung von James und Mary zeigen, die jedoch – genau genommen – für den Film völlig unwichtig ist. Es ist egal, wie Mary war. Wichtig ist, dass James sie suchen muss(!), weil er alles andere nicht ertragen würde. Das kommt leider nicht so richtig rüber. Es wird zwar immer wieder mal betont, dass Mary die Liebe seines Lebens war, aber die Rückblenden bringen das leider nicht rüber. Hätte man nach dem Anfang des Films – welcher zeigt, wie die beiden sich kennengelernt haben – es einfach bei dieser einen Szene belassen und nichts weiter von den beiden gezeigt: Es hätte völlig ausgereicht. Alles andere ist/war unnötiges Beiwerk.

Dann wird noch ein Kult an die ganze Story drangeklebt, denn Marys Vater war einer der Gründer von Silent Hill und es gibt nach wie vor Leute, die ihn verehren und auch seine Tochter Mary spielt da eine große Rolle. Auch das – völlig unnötig. Dass Mary an einer Krankheit stirbt, hätte – wie im Spiel – völlig gereicht. Da einen Kult einzubauen streckt den Film unnötig und verwässert die an sich einfach Story unnötig, nimmt ihr sogar etwas von ihrer emotionalen Tiefe. Abgesehen davon, dass der Kult ansonsten genau Null Rolle im Film spielt, außer jemand anderem als James die Schuld an Marys Tod zu geben. Diesen Teil der Storyline hätte man komplett streichen sollen.

Zu schnell ist der Film deshalb, weil sich niemand die Zeit nimmt ein Gefühl für den Ort zu etablieren. Ja, es sieht cool aus, Ascheregen und so weiter, aber im Grunde genommen hetzt James von einem Ort zum nächsten, ohne dass man als Zuseher:in eine Ahnung hat, was er jetzt macht und warum er wohin unterwegs ist. Er taumelt eigentlich fast die gesamte Zeit nur panisch durch die Gegend. Und das ist hier ein riesengroßes Manko, weil es völlig planlos wirkt.

Im Spiel ist es so, dass man immer weiß, warum man wohin geht. Entweder, weil der Ort an dem man Mary sucht für die beiden ein besonderer Ort war, oder weil man jemanden verfolgt oder weil James denkt, er würde dort aus Grund X Hinweise finden. Im Film fehlen diese Infos völlig. Es ist ja eh nett, wenn dann ein Schild im Bild steht, auf dem man lesen kann, dass man im Lakeview ist. Nur – was heißt das, bitteschön? Die emotionale Verbindung der Orte an denen James nach ihr sucht oder an denen er sich nach diversen Black-Outs wiederfindet ist kein Thema. Das fehlt völlig, dabei wäre das absolut wichtig gewesen um der Sache einen Sinn, einen roten Faden, zu geben. Das ist meiner Ansicht nach auch der Hauptgrund, warum der Film von vielen als „bruchstückhaft“ oder „messy“ bezeichnet wird – weil nicht vermittelt wird, dass die Suche von James durchaus System hat.

Und das ist wirklich schade, weil der Film an sich vieles richtig machen würde – die Optik, die Monster, die leeren Straßen. Da passt sehr viel. Wenn das alles nur mehr Kontext hätte.

Damit sind wir bei den Nebenfiguren. Hier werden letzten Endes drei auftauchende Personen zu einer vierten zusammengemixt, da diese drei Personen „in Wahrheit“ Teile von der Psyche der „vierten Person“ sind, die James eben in seinem Kopf geteilt hat. Warum er das macht wird nicht erklärt. Kann man sich zwei davon noch zusammenreimen, so ist es bei der dritten für mich nicht nachvollziehbar gewesen. Und warum Laura (Evie Templeton) eine abartig schräge Puppe in der Hand hält, habe ich nicht verstanden/mitbekommen oder es wurde nicht erwähnt.

Die Herkunft von Pyriamd Head widerum fand ich okay und gelungen. Da wird nicht viel erklärt, das wird in einer kurzen Szene sehr deutlich rübergebracht. Und das Ende von Maria fand ich ebenfalls für die Figur von James, wie sie im Film präsentiert wird, absolut passend. Auch wenn ich den Charakter von Maria offen gestanden als „holprig“ bezeichnen würde. Allein das Aufeinandertreffen von James und Maria fällt mehr in die Kategorie peinlich als alles andere. Schade, denn Maria war im Spiel eine wirklich grandiose Figur, die vor allem auch von der Synchrosprecherin grandios gesprochen wurde. Hier wurde sie verschenkt. Allein die Optik ist an sich schon fragwürdig. Knapp daneben ist eben auch vorbei, wie es so schön heißt – das was sie verkörpern soll, verkörpert sie im Film auf jeden Fall nicht, sorry.

Die Story von Angela – die im Spiel ja doch sehr heftig ist – wird hier fast 1:1 übertragen, aber ebenfalls anders interpretiert. Die Auflösung macht zwar völlig klar, was ihr passiert ist und auch wie es mit Mary zusammenhängt, aber das wird so Ratzfatz erledigt, dass die Erkenntnis null Zeit zum Atmen hat. Da wird etwas absolut Schreckliches und Schlimmes nicht nur angedeutet, sondern aufs Auge gedrückt, und dann ist das nach einer Sekunde abgehakt und weiter im Text. Echt schräg.

Und – das ist fast das größte Manko, hängt aber mit allem, was ich oben erwähnt habe zusammen – die „Anderswelt“, wenn ich das so nennen darf, wird zu früh eingeführt und viel zu sehr für Action und „Horrormomente“ genutzt. Das klingt im ersten Lesen vielleicht seltsam, aber sobald James in der „Anderswelt“ ist, geht die Post ab und er jagt von A nach B und stolpert nach C und findet sich in D wieder und überall passiert etwas Schlimmes. Aber erneut: Ohne Kontext.

An manchen Orten hat James dann Flashbacks, die zeigen, was dort passiert ist als er mit Mary dort gewohnt hat, aber das Problem ist: Wir sehen zuerst die Orte im „jetzt“ und dann bekommen wir danach den Kontext dazu. Das hätte man meiner Ansicht nach umdrehen müssen (und manche Rückblenden ohnehin streichen – warum es notwendig war, dass die beiden in Silent Hill gewohnt haben, ist ein eigenes Thema).

Es gibt als wirklich viel zu bemängeln an dem Film. Hier waren so viele Ideen drin, dass Gans sich meiner Ansicht nach völlig verzettelt hat und ihm vermutlich niemand mehr folgen konnte. Ich kann mir gut vorstellen, wie ihn Leute am Set angesprochen und darauf hingewiesen haben, dass das alles so nicht zusammenpasst und wie das funktionieren soll, er aber mit ruhiger Stimme geantwortet hat, dass das Geheimnis im Schnitt liegt – und den hat er dann meiner Ansicht nach vergeigt. Jetzt nicht in dem Sinn, dass der Schnitt schlecht ist, aber die Szenenabfolgen passen einfach nicht – wie erwähnt: der Kontext eben. Würden manche Dinge in anderer Reihenfolge gezeigt, dann wäre das Gesamtpaket weit stimmiger.

Alles in allem muss ich festhalten, dass ich dennoch gut unterhalten wurde: Die Optik, die Monster, die Musik – das macht alles schon Stimmung. Da ich ja erst vor kurzem das „Remake“ von „Silent Hill 2“ gespielt habe, hatte ich vermutlich bei vielen Dingen rascher den Kontext im Kopf als jene, die das Spiel vor 20 Jahren gespielt haben und wusste – oder glaube, zu wissen – was Gans damit sagen oder machen wollte. Nur, ich hatte ja auch den direkten Vergleich mit dem Spiel im Kopf und kann deshalb auch sagen, dass Gans auch oft an seiner Ambition gescheitert ist. Stichwort: Die Figur von Mary. Oder die Nutzung der Krankenschwestern (die im ersten „Silent Hill“-Film furchteinflössend waren), die hier völlig verschenkt werden. Welchen Sinn haben sie in diesem Film, wenn Mary doch offensichtlich Zuhause gestorben ist? Warum sollten sie in der Psyche von James also überhaupt vorkommen? Eben. Gibt keinen Grund dafür.

Wem kann ich diesen Film jetzt also empfehlen? Puh. Schwer. Tatsächlich sind die Schnitzer, die sich Gans erlaubt schon grobe Schnitzer. Nicht-Kenner der Story und des Spiels werden vermutlich die gesamte Zeit über bis zum Ende hin den Kopf schütteln und sich fragen, was das jetzt war. Kenner und Fans des Spiels werden ziemlich sicher sauer sein, weil grundlegende Dinge völlig unnötigerweise verändert/aufgebläht wurden, während andere, wichtige Aspekte im Bruchteil einer Sekunde abgehandelt werden.

Ich kann also verstehen, warum der Film so schlecht wegkommt.

Für meinen Teil, erneut: Ich wurde gut unterhalten, finde es aber wirklich, wirklich schade, dass sich Gans so verlaufen hat. Da steckt ein ziemlich cooler Film in „Return To Silent Hill“. Leider kommt er nicht wirklich zum Vorschein. Ich hasse verschenktes Potential immer noch. Und das ist hier wirklich reichlich vorhanden.

Witziger Nebengedanke, der mir während dem Film gekommen ist: Ich habe mir noch nie bei einem Film gedacht, dass der absolut NICHT für die große Leinwand gemacht war. Ich kann es mit Worten nicht beschreiben, aber die gesamte Story und die Machart mit all ihren „epischen“ Momenten – das hat sich für mich falsch angefühlt für’s Kino. Keine Ahnung warum, aber das Gefühl war absolut da.

„Return To Silent Hill“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, leider schwer an seinen Ambitionen scheiterende, Punkte.

PS: Schlechte Perücken und seltsame Bärte müsst ihr aushalten können, sonst seid ihr im falschen Film. Aber das nur am Rande.

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Deathstalker (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/31/deathstalker-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/31/deathstalker-2025-filmkritik/#respond Sat, 31 Jan 2026 05:00:02 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38467 Die Deadits sind auf dem Vormarsch und wie es aussieht soll ein altes Übel – das ultimative Böse – wieder erweckt werden. Das juckt jetzt Deathstalker (Daniel Bernhardt), legendärer Söldner, nicht besonders. Zumindest würde es das nicht, wenn er sich … Weiterlesen

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Die Deadits sind auf dem Vormarsch und wie es aussieht soll ein altes Übel – das ultimative Böse – wieder erweckt werden. Das juckt jetzt Deathstalker (Daniel Bernhardt), legendärer Söldner, nicht besonders. Zumindest würde es das nicht, wenn er sich nicht versehentlich an ein Amulett gebunden hätte, welches für das Ritual benötigt wird. Und er bekommt es nicht wieder los. Na dann. Dann muss er wohl oder übel versuchen was dagegen zu tun.

Am Weg stoßen dann noch Doodad (Patton Oswalt) und Brisbayne (Christina Orjalo) zu ihm und unterstützen ihn. Wäre da nicht noch Jortak (Paul Lazenby), der mit ihm noch ein Hühnchen zu rupfen hat und jetzt dem Oberbösewicht dient …

Steven Kostanski hat „Psycho Goreman“ gemacht und allein diese Info hätte schon gereicht, dass ich „Deathstalker“ sehen wollte. Als ich dann den Trailer gesehen habe, da war mir klar – die Mischung 80iger-Sword-And-Sorcery, handgemachte Effekte, Gummimasken, Blutfontänen und Steven Kostanski? Das passt sowas von perfekt, eine perfektere Mischung gibt es nicht.

Und ich hatte Recht.

„Deathstalker“ ist kein Remaster, sondern ein Remake, wie man das wohl heutzutage nennen würde. Die Story ist ähnlich wie im Film aus 1983 und ist ganz genau so sinnfrei wie super. Ding A muss nach B und dort wird C erweckt, weil D passiert ist. Juckt niemanden. Es geht hier um coole, eklige Monster, Zweikämpfe, Kunstblutfontänen, coole Sprüche und unpassenden Humor. Genau so soll es sein.

Das einzige was man im Jahre 1983 mehr hatte, waren nackte Frauenhintern und Kampfbikinis. *seufz* Man(N) kann 2026 nicht alles haben. Aber okay – der Rest passt super und macht von A bis Z Spaß und Freude. Die Monster sind schön kreativ (mit ein paar Verneigungen an den 1983iger-Film) und eklig. Die Schwertkämpfe bzw. die Kämpfe grundsätzlich auch super anzusehen. Der Humor passt meistens. Alles gut.

Das Casting ist treffsicher – Daniel Bernhardt passt optisch super in die Rolle, auch schauspielerisch ist er perfekt gecastet und seine Mimik und trockenen Wortmeldungen sind ein Highlight. Muss man leicht zu unterhalten sein, um die Witze lustig zu finden? Ja. Aber – ich meine, wir reden hier von mir also: Alles paletti.

Das Overacting ist super, vor allem Paul Lazenby hat einen riesengroßen Spaß und Christina Orjalo ist der übliche weibliche Sidekick mit Potential, macht ihre Sache aber ebenfalls toll. Doodad ist für die Story wesentlich, aber mit Schauspiel hat das (dank der Maske) wenig zu tun.

Ich kann es nur wiederholen: Sprüche super, Schauspiel passt, Casting top, Effekte handgemacht und eklig, Story hanebüchen (und deshalb perfekt) – alle Zeichen auf großartig.

Mit zwei Ausnahmen: Die beiden Kämpfe gegen die Endgegner (Zauberer gegen Zauberer, Deathstalker gegen Endboss) sind im Vergleich zu der Ideenvielfalt zu Anfang dann eher unterwältigend, auch wird gegen Ende dann auffällig zu CGI gegriffen und das finde ich schade. Aber in Summe: Der Film hat das Herz auf dem richtigen Fleck. Aber wie heißt es so schön: „Jedes Herz sieht anders aus“ (und Deathstalkers Antwort darauf: „No. I had a lot of hearts at the tip of my blade and the all looked pretty much the same.“

Der Soundtrack ist auch super mit seinen E-Gitarren und die Nummern im Abspann rocken auch so richtig. Also alles zusammen: Ein Film wie aus den 80iger, nur besser gemacht und weniger nackte Haut.

Super Film – ansehen!

„Deathstalker 2025“ bekommt 8,5 von 10 möglichen, genau das seiende, was er sein will, Punkte.

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Elfen Lied (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/#respond Tue, 27 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38445 Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt … Weiterlesen

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Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt werden, denn man ist der Ansicht, ihre Mission sei es, die gesamte Menschheit zu vernichten.

Lucy ist eine Diclonius und sie kann aus ihrer Gefangenschaft entkommen, wird aber verwundet und an den Strand gespült. Durch ihre Verletzung entwickelt sie eine zweite Persönlichkeit namens „Nyu“, die wie sich ein Kleinkind verhält und auch der Sprache nicht wirklich mächtig ist. Sie wird von Kohta, der seine Schwester durch eine mysteriöse Krankheit und seinen Vater bei einem Unfall verloren hat, und seiner Freundin Yuka gefunden und die beiden nehmen Lucy/Nyu bei sich auf.

Aber das Militär sucht sie und will sie um jeden Preis finden, denn sie ist viel zu gefährlich, um in Freiheit herumzulaufen. Während Nyu jedoch bei Kotha und Yuka wohnt, lernt sie mehr und mehr, dass Menschen vielleicht doch auch liebenswürdig sein können … außerdem verbindet Kohta und Lucy mehr als Kohta ahnt …

Ich bin immer wieder über den Namen „Elfen Lied“ gestolpert und habe das von Gustav Klimt inspirierte Cover-Art immer wieder mal wo gesehen. Und dann habe ich gelesen, dass es einer der besten und emotionalsten, aber auch brutalsten Anime ist, die es gibt. Spannend, dachte ich. Als ich dann festgestellt habe, dass es ohnehin nur eine Staffel mit 13 Folgen gibt, dachte ich, vielleicht sollte ich mal reinschauen.

Und ja, „Elfen Lied“ ist brutal. Das erste Bild nach dem Vorspann ist eine abgetrennte Hand. Und die nächsten Minuten folgt Blutbad um Blutbad, denn Lucy bricht aus ihrem Gefängnis aus und nimmt buchstäblich keine Gefangenen. Da explodieren Köpfe, werden Herzen rausgerissen oder Kugelschreiben durch Augen geschossen, Arme und Beine abgetrennt und generell Menschen im Vorbeigehen in zwei Stücke gerissen. Dazu kommt noch, dass Lucy – bis auf einen Eisenhelm – nackt durch die Gegend läuft und vom Alter her wohl eine junge, erwachsene Frau ist.

Also gleich vom Anfang weg schon mal starker Tobak, der mich aber jetzt ganz offen gesprochen, nicht so richtig abgeholt hat. Solche Szenen hat man halt schon oft gesehen und auch wenn der Gewaltgrad wirklich halbwegs hoch ist, so ist das Story-Element per se nicht neu. Und sorry, aber nackte Zeichentrickfiguren spielen in meinem Leben per ses keine Rolle, stören mich aber auch nicht, zumal es im Kontext der Handlung ja auch Sinn hat.

Aber ich bin dran geblieben und muss sagen, ja, der Animé, der auf einem Manga basiert, traut sich einiges und zeigt auch einiges, was man in anderen Serien sicher nicht oder zumindest nicht so zeigen würde. Ich habe unlängst einem Freund, der mich nach Serientipps gefragt hat, davon erzählt und eine Sache, die gesagt habe: „Also vom Ende von Folge 4 bis fast zum Ende von Folge 5 war ich die ganze Zeit über kurz davor loszuheulen. Das war richtig heftig.“

Und ja, es ist richtig heftig. So gibt es zum Beispiel einen Charakter, der obdachlos ist und von Zuhause floh, weil sie von ihrem Stiefvater missbraucht wurde. Und auch wenn nichts gezeigt wird, so ist die Rückblende mehr als nur ein kurzer Schlag in die Magengrube. Man sieht – in dunklem Schwarz-Weiß gehalten, wie sich das junge Mädchen vor dem Typen (man sieht nur sein Gesicht bis unter der Nase, also sein schweinisches Grinsen) ausziehen muss und dabei am ganzen Leib zittert. Dann muss sie sich auf alle viere begeben und sich mit dem Hintern in seine Richtung drehen. Dann kommt ein Schnitt, aber man weiß ja leider, was da dann kommen würde … mir wird jetzt noch übel, wenn ich daran zurückdenke. Und noch heftiger ist die nächste Szene als das Mädchen endlich die Kraft findet, es ihrer Mutter zu sagen, ist deren Reaktion ihr eine Ohrfeige zu verpassen und ihr ins Gesicht zu schreien, dass alles ihre (das der Tochter!) Schuld sei, denn wenn sie nicht wäre, dann „er“ wieder Interesse an ihr.

Alter Verwalter. Das sind Szenen auf die ist man einfach nicht vorbereitet und mich haben sie absolut hart erwischt. Ich halte Gewalt gegen Kinder weder im echten Leben noch in Geschichten/Filmen/Büchern aus und das hier war richtig heftig.

Umso schöner, wenn man dann sieht, wie sie unter der Obhut von Kohta und Yuka aufblüht und zu einer richtig wichtigen Figur in der Serie wird. Dazu kommt eine zweite Diclonius, die ihren Schöpfer (ein Forscher) „Papa“ nennt und alles für ihn tun würde. Also auch eine junge Frau mit dem Gemüt eines kleinen Kindes. Diese bekommt den Auftrag Lucy zu finden und zurückzubringen. Was sie versucht. Endet nicht gut für sie. Und die Reaktion vom Forscher hat mich dann überrascht – aber das wäre ein zu großer Spoiler.

Was ich damit sagen will: Die Serie scheut sich nicht auch absolut erwachsene Themen anzusprechen und zu zeigen und löst damit absolut Emotionen aus. Die Macher wussten schon, welche Knöpfe sie drücken müssen, damit man mitgerissen wird.

Was für mich dann aber von Anfang an – und je länger, desto schlimmer wurde es – doch ein Problem für mich war und ist: Der Umgang mit Liebe, Verliebtsein und Sex. Nur als Warnung: Sex kommt per se nicht vor, von zwei Küssen abgesehen. Aber diese kindlich übertriebene Darstellung oder das Nyu auf einmal Kohtas Hand nimmt und sich auf ihre Brust legt, während er sie völlig überfordert machen lässt, nur um dann zu fragen: „Du willst, dass ich meine Hand bewege?“. Das klingt nach ziemlich schlimmen Fantasien der Macher und nicht nach einer erwachsenen Serie. Überhaupt ist Kohta ein strunzdummer Protagonist, den man zwar als netten, sympathischen, aber schwer traumatisierten Hauptcharakter etablieren will, aber ehrlich: Der ist einfach nur strunzdumm und traumatisiert.

Im Gegenzug gibt es dann wieder Szenen, die großartig sind, als zum Beispiel Kohta einer anderen Figur erklärt, man könne sie nicht weiter einfach so durchfüttern und diese Person denkt, sie müsse jetzt gehen und alles zurücklassen, was sie lieb gewonnen hat, nur um völlig überrascht zu sein als er weiterspricht und anführt, dass sie ab jetzt auch ihren Teil im Haushalt übernehmen müsse: Den Hund füttern oder Fenster putzen, egal was, aber zumindest irgendwas. Das war eine schöne Szene.

Alles in allem wäre die Serie aus meiner Sicht weit besser, wenn man diese peinlichen sexuellen Teile weggelassen hätte, weil sie wenig bis nichts zur Handlung beitragen und einfach wirklich meistens peinlich sind. Speziell Yuka hat da ein paar richtig dumme Szenen, in denen sie absolut eifersüchtig auf Nyu ist, weil sich Kohta Sorgen um sie macht.

Udn wieder erneut gibt es extrem coole Szenen, die völlig anders verlaufen sind als ich das gedacht hätte.

Ich bin mir also uneins mit mir: Einerseits sind verschiedene Story-Stränge und die Beziehungen der Figuren untereinander richtig cool und nehmen teils unerwartete Wendungen. So bleibt zum Beispiel keine der Hauptfiguren schwarz/weiß, sondern alle bekommen Hintergrundgeschichten, die teilweise die Bösen auf einmal zu Guten machen und umgekehrt. Andererseits gibt es richtige Momente zum Fremdschämen.

Schade – aber das ist einfach der kulturelle Unterschied zwischen Japan und Europa, meine ich. Da sind einfach Dinge drin, die bei uns schwer unpassend und peinlich sind, während sie in Japan keine Rolle spielen oder sogar erwartet werden. So ist zum Beispiel Yuka, die schwer in Kohta verliebt ist und ihn sogar küsst, eigentlich seine Cousine. Würde bei uns gar nicht gehen. In Japan ist das kein Thema.

Auch gibt es später im Plot ein paar „Überbösewichte“, die mehr oder minder aus dem Nichts in den Plot geschrieben werden und das Ende fand ich eher unterwältigend, als wirklich episch und mitreissend. In Summe hatte „Elfen Lied“ für mich jedoch genug tolle Szene und starke Charaktermomente, die ihn zu einer Empfehlung machen. Man muss halt mit ambivalenten Gefühlen gegenüber ein paar der Figuren leben können.

Vor allem jene Momente in denen Lucy einfach Lucy sein darf sind richtig cool geworden – von der veränderten Körpersprache, Frisur, Augen und vor allem der extrem trockenen und kühlen Stimme – das ist 1A.

„Elfen Lied“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer Splatter mag oder auf nackte Anime-Figuren steht darf noch einen Punkt draufschlagen, von 10 möglichen Punkten.

PS: Und wen die Geschichte frappierend an „Stranger Things“ erinnert: Ihr habt Recht. Wurde von den Macher auch so bestätigt, dass sie schwer von „Elfen Lied“ inspriert wurden. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass sie komplette Handlungsstränge (und teilweise Szenen) geklaut haben.

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Black Phone 2 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/24/black-phone-2-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/24/black-phone-2-filmkritik/#respond Sat, 24 Jan 2026 05:00:18 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38188 Im Jahr 1982 – also vier Jahre nach dem Finn (Mason Thames) den Kindermörder bekannt als Grabber (Ethan Hawke) getötet hat – hat seine Schwester Gwen (Madeleine McGraw) immer wieder Träume von drei Morden, die im Alpine Lake Camp im … Weiterlesen

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Im Jahr 1982 – also vier Jahre nach dem Finn (Mason Thames) den Kindermörder bekannt als Grabber (Ethan Hawke) getötet hat – hat seine Schwester Gwen (Madeleine McGraw) immer wieder Träume von drei Morden, die im Alpine Lake Camp im Jahr 1957 passiert sind, wo auch ihre Mutter früher gearbeitet hat.

Sie überredet Finn und einen Freund sie dorthin zu begleiten, damit sie ihren Visionen nachgehen kann. Bei der Anreise kommt es zu einem Blizzard, der das Camp, die drei Kids und die Leiter, vorübergehend von der Außenwelt abschneidet. In der zweiten Nacht läutet die Telefonzelle, Finn hebt ab und es meldet sich die Stimme des Grabbers, der schwört sich für seinen Tod zu rächen…

Nach dem vor allem von der menschlichen Ebene extrem gelungenen Erstling aus dem Jahr 2021, meldet sich Scott Derrickson (The Gorge) nun als Autor und Regisseur, mit einer Fortsetzung zurück, die einerseits die Vergangenheit ergründet, Lücken schließt und zu einem vielleicht sogar noch stimmigeren Ende führt und andererseits die übernatürliche Ebene, um einiges präsenter erscheinen lässt bzw. erweitert und in den Vordergrund bringt.

Dabei bleibt der Kernfokus auf den Darstellern und somit hat der Film eigentlich bereits gewonnen, denn die beiden Jungstars, sind großartig. Madeleine McGraw als Gwen ist dieses mal die eigentliche Hauptfigur und wow, sie hat von ihrer Intensität kein bißchen verloren. Den Schmerz, die Trauer, den Schrecken, schaut ihr einfach ins Gesicht oder beobachtet ihr gesamtes Wesen, da spürst du jede Emotionen.

Wenn sie dann nebenbei Sachen wie „Fuck you with a dinosaur dick!“ bringt, dann bricht das die Intensität kurz, man kann lächeln und durch schnaufen, bevor der Überlebenskampf wieder weiter geht. Auch ihre Anspielung auf die schlimmste Szene im Original ist zwar für ihren Vater und das Publikum ein Schlag in die Magengrube, zeigt aber auch, wie stark sie gewachsen ist. Und keine Sorge – kleiner Spoiler – ihr Vater ist auf dem richtigen Weg.

Bei den Traumsequenzen/Visionen sticht der visuelle Stil hervor, dieser grieselige Retro-Look, der diesen Momenten eine ganz eigene Oldschool Atmosphäre verleiht, involvierend ist und eine andersartige Stimmung verbreitet. Dazu kommt eine Ebene – die zugegeben leicht auch innerhalb der Filmlogik unstimmig hätte sein können, doch für mich hier funktioniert – und zwar wie weit der Grabber als Geist wirklich in die Realität eingreifen kann.

Hier kommt auch die andere Mechanik ins Spiel und zwar die „Nightmare on Elm Street“ in Träumen töten und du stirbst auch im echten Leben Formel. Ist das billig geklaut? Da es hier nur auf Gwen bezogen ist und mit ihren Fähigkeiten zu tun hat, kommt es mir nicht so vor und außerdem seien wir mal ehrlich: wer ist bezogen auf eine gewisse Freddy Krueger Formel nicht ausgehungert und wie oft wird diese in Filmen wirklich aufgegriffen?

Das durch Slasher etablierte Camp-Setting plus die vorherrschende Eiseskälte leisten ebenfalls ihren Beitrag, dass man hier durchgehend das Gefühl einer lauernden Bedrohung hat. Ethan Hawke (Predestination) lässt seinen jungen Co-Stars das Rampenlicht, doch wenn er auftritt, ist er schön sinister und diabolisch. Der Rest des Casts wirkt voll involviert, Mason Thames (How to Train Your Dragon) alls Finn wirkt traumatisiert und aggressiv, während Demián Bichir (The Nun) als Campleiter viel Herz ins Spiel bringt und Arianna Rivas (A Working Man) als seine Nichte Mustang, den nötigen Kampfgeist mitbringt.

Für mich also eine würdige Fortsetzung, vor allem eben weil Gwen und Finn der Mittelpunkt sind und so der stärkere Schwerpunkt auf der Geister-Ebene, dem Film nichts an seiner bodenständigen Erzählweise raubt. Auch der Abschluss der Story ist versöhnlich und stimmig geraten, was die Figuren klar auch verdient haben. Natürlich kann man den Grabber auch endlos wieder „ausgraben“, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das nicht der Plan von Derrickson ist und das ist gut so.

„Black Phone 2“ bekommt von mir 8/10 was dich nicht umbringt, dich zu gleichen Teilen stärker und seltsamer machende Empfehlungspunkte.

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