Drama | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 12 Jan 2026 15:50:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Good Boy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/#respond Tue, 13 Jan 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38350 Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden. Aber das ist … Weiterlesen

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Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden.

Aber das ist nicht alles, denn immer wieder hat Indy das Gefühl, dass hier noch jemand oder besser: noch etwas hier im Haus ist. Immer wieder sieht er Dinge, Schatten, die scheinbar nach seinem Herrchen greifen und die Schatten tauchen immer öfter auf und kommen immer näher …

Es ist erstaunlich, was Autor und Regisseur Ben Leonberg hier mit diesem Film abgeliefert hat, denn – wie der Titel ja andeutet – die Hauptperson aus deren Sicht der Film erzählt wird, ist die des Hundes. Ja, Indy ist der Hund. Vermutlich ist der Name auch eine nette Hommage an Indiana Jones, aber das ist eine andere Story.

Nun, der Film ist scheinbar in einem Zeitraum von knappen drei Jahren gedreht worden und wem die Prämisse, hier einen Film zu sehen, der zu einhundert Prozent aus der Sicht eines Hundes gedreht wurde, zu schräg oder langweilig vorkommt, dem oder der sei gesagt: Nein. Im Gegenteil. Das ist einerseits das einzige Alleinstellungsmerkmal des Films und dazu kommt auch noch, dass – und glaube kaum, dass ich das schreibe – der gute Hund Indy einfach großartig spielt. Ja. Lest den Satz nochmals. Der Hund spielt großartig. Die Mimik und die Bewegungen – wow, sag ich nur.

Wie bereits erwähnt – über einen Zeitraum von drei Jahre gedreht. Da muss man auch den Hut vor dem Regisseur Ben ziehen, denn ich denke, es war nicht einfach all die Szenen mit dem Hund so zu drehen, dass alles passt und sie die Wirkung haben, die sie haben.

Zugegeben, die Story ist so lala und wenn sich am Ende dann abzeichnet, was eigentlich los ist und was Indy da immer wieder sieht, dann ahnt man das schon sehr sehr lange vorher. Auch gibt es ein paar Dinge, die im Film vorkommen, die wohl einfach bewusst als falsche Fährten gelegt wurden und die eigentlich völlig unnötig waren, weil sie im Kern nichts beitragen.

Die Menschen sieht man nur ganz selten und wenn, dann so wenig wie möglich die Gesichter. Ich hätte es auch mutig gefunden, wenn man nicht verstanden hätte, was sie reden, aber das wäre dann wohl das letzte Tüpfelchen auf dem I gewesen, welches das Publikum vermutlich eher abgeschreckt hätte.

Dazu kommt, dass ich mir nicht sicher bin, warum genau Indy ein „Good Boy“ ist, denn tatsächlich – und das ist jetzt ein kleiner Spoiler – er tut nichts, um sein Herrchen zu warnen oder zu retten. Ich kann mich jetzt nicht erinnern ihn mal irgendwann bellen gehört zu haben, so als Warnung oder so. Indy ist eigentlich ein ziemlich … ruhiger Hund. Abwartend. Beobachtend. Also ziemlich anders als die Hunde, die ich kenne. Natürlich: Das kann auch an den Besitzer:innen liegen. Was weiß ich.

Die Kameraarbeit ist super, die Effekte sehen gut aus und – ja, ich wiederhole mich – man sieht Indy einfach gern zu, weil er wirklich eine grandiose Mimik hat. Und die zählt hier einfach als wichtigster Punkt. Egal, ob er nachdenklich wohin blickt, sein Ohr zuckt oder er erschrocken aus dem Schlaf hochschreckt – das ist einfach alles ein Hammer.

Wie man es also dreht und wendet: Ja, der Film ist unerwarteterweise wirklich sehenswert und die Story bzw. deren Auflösung ist mehr oder weniger sekundär, aber das macht hier überhaupt nichts aus. Zu kompliziert hätte es ja eh nicht werden dürfen, denn sonst hätte der Hund wohl nicht mitgespielt. Und noch ein kleiner Spoiler, weil es ja Leute gibt, die völlig durchdrehen, wenn Tieren bzw. Hunden in Filmen etwas passiert: Keine Angst, Indy überlebt den Film.

Alles in allem holt „Good Boy“ so ziemlich alles aus der Prämisse „Hund ist Hauptperson“ raus, was es rauszuholen gibt. Nochmals: Hut ab!

„Good Boy“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, auf jeden Fall eine interessante Einmalsichtung wert seiende, Punkte.

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Stranger Things – Staffel 5 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/08/stranger-things-staffel-5-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/08/stranger-things-staffel-5-serienkritik/#respond Thu, 08 Jan 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38392 18 Monate ist es her, dass sich die Erde geöffnet hat und die Welt Risse bekam. In der Zwischenzeit wurden diese Risse in der Erde mit Metallplatten zugetuckert. Unsere Heldinnen und Helden leben in Hawkins, welches durch Militärblockaden von der … Weiterlesen

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18 Monate ist es her, dass sich die Erde geöffnet hat und die Welt Risse bekam. In der Zwischenzeit wurden diese Risse in der Erde mit Metallplatten zugetuckert. Unsere Heldinnen und Helden leben in Hawkins, welches durch Militärblockaden von der Außenwelt abgetrennt wurde, ihr fast normales Leben.

Und wann immer eine Lieferung an Material ins „Upside-Down“ gehen soll, dann wird ein Crawl durchgeführt, was bedeutet, dass sich Hopper (David Harbour), der ja wieder da ist, einschleicht und das in Quadranten unterteilte „Upside Down“ nach Vecna durchsucht, denn der ist auch verschwunden.

Dann wird plötzlich Holly Wheeler entführt und es sieht so aus, als ob die Demogorgans Kinder entführen. Vecna scheint sein Endgame zu planen, aber niemand weiß genau, wie dieses aussehen soll. Und wo ist er überhaupt?

Die finale Staffel von „Stranger Things“ wurde ja heiß herbeigesehnt und über drei Jahre mussten Fans auf den Abschluss der Serie warten. Ein Warten welches sich, das vorab, nur bedingt gelohnt hat. Denn irgendwie scheinen es die Drehbuchautoren im Jahr 2025 nicht auf die Reihe zu bekommen ihre Geschichten zu einem befriedigenden, fehlerlosen Ende zu bringen. Scheint eine wirklich schwere Sache zu sein. Find ich spannend, denn in meiner Welt schreibt man Dinge in die Drehbüchber bei denen man weiß, warum sie passieren, wie sie passieren und auch was diese für Auswirkungen haben. Aber das liegt vielleicht an mir und meiner viel zu hohen Erwartungshaltung, dass Menschen, die Geschichten schreiben, sich auch was denken dabei.

Das klingt jetzt vielleicht hart, aber ehrlich: Das hier hätte so viel besser sein können. Zugegeben: Es hätte auch viel schlimmer sein könne. Wenn ich die Serie bzw. das Finale in einem Satz bewerten müsste, dann würde ich sagen: „War schon okay.“

Das Potential für richtig Großes oder ein episches Finale … nun, das wurde halt nicht genutzt. Und die Art und Weise wie Netflix die Veröffentlichung gestaffelt hatten, die hat sicher ihren Teil zur Erwartungshaltung beigetragen. Zuerst ein paar Folgen, dann vor Weihnachten ein paar Folgen und dann die allerletzte Folge nach Silvester. Da baut sich schon Erwartung auf, was passieren wird im Finale. Nun, so stellt sich heraus, wissen wir: Nicht viel. Wirklich nicht viel. Und episch ist es nur, wenn man riesengroße Monster per se als episch empfindet.

Man merkt, ich bin unterwältigt, auch wenn ich über weite Strecken gut unterhalten wurde, das muss ich schon zugeben. Es ist halt schade, wenn so viel mögliches Potential liegengelassen wird und so viele Momente, die gut hätten sein können, einfach zu kitschig oder zu belanglos oder sogar zu verwirrend vorbeigehen. Und wie oft hier Dinge einfach zufällig passieren oder gelöst werden – sogar Gustav Gans, der ja bekanntlich immer Glück hat, würde skeptisch werden.

Also, was sind jetzt die Dinge, die mir nicht gefallen haben. Ich nehme ein paar Beispiele, deshalb folgen Spoiler. Nehmen wir eine Szene in der Nancy und wie auch immer ihr Partner heißt – der ist über die letzten zwei Staffeln so irrelevant geworden, dass ich nicht mal mehr seinen Namen weiß – in einer Situation sind, die vermutlich mit dem Tod endet. Dann folgt eine emotionale Szene in welcher sich die beiden freundschaftlich trennen. Ihr wird ein „Anti-Verlobungs-Ring“ überreicht und sind sie sind im guten auseinander gegangen. Und dann hört die Bedrohung auf. Einfach so. Sie werden nicht gerettet oder so, sie haben einfach Glück. Völlig daneben. Die Szene selbst war auch schräg und unpassend, wie ich finde, aber das nur am Rande.

Aber das ist symptomatsich für die Staffel. Es gibt ein paar emotionale Szenen zwischen den Akteur:innen und irgendwie wären die Konflikte und die Emotionen ja da, aber es wird einfach so … banal abgehandelt, dass quasi nichts bei mir ausgelöst wurde. Außerdem ein paar Mal innerlich zusammenzucken, weil es so peinlich war. Als weiteres Beispiel eine Szene in der mehrere Charaktere von Demo-Dogs gejagt werden, während sie laut(!) Kate Bush über eine Boombox abspielen (fragt nicht) und die Dinger suchen in Zeitlupe den gesamten Raum ab. Als ob man nicht hören würde, woher die Musik kommt. Es ist einfach so viel derart konstruiert auf Spannung gebürstet, dass es schon nicht mehr spannend ist.

Das für mich größte Manko sind jedoch die ellenlange Dialoge über „Theorien“. Wie oft hier jemand Theorien durch die Gegend posaunt um von jemand anderen gesagt zu bekommen wie unwahrscheinlich das ist, nur um mit einem „aber versuchen wir es“ zu enden – das hält man kaum mehr aus. Wie oft hier Dinge erklärt und konstruiert werden, damit auch nur irgendwas Sinn ergibt … es ist einfach mühsam, wie ich finde.

Und das Ende – oh Himmel – das Ende. Der Kampf gegen den Mind Flayer ist einfach nur schlimm, weil peinlich. Und das Ende von Vecna ist … nun, ich sage mal so: Das Wort antiklimatisch wurde hierfür erfunden. Das war also das große Finale, welches man sich für nach Silvester aufgespart hat. Na dann … sechzig Minuten, dann ist es vorbei. Dann kommt ein Epilog (etwa nochmals sechzig Minuten) in denen wir erfahren, was mit allen nach dem Ende passiert ist. Und das war einerseits cool (die Rede von Dustin) und andererseits zäh (die Erzählung von Mike) und außerdem bar jedweder Logik. Da wird niemand für irgendwas zur Rechenschaft gezogen. Hopper ist wieder Polizist. Wie das denn? Der Typ hat Dutzende Soldaten erschossen? Die große Böse in dieser Staffel namesn Dr. Kay (Linda Hamilton) bekommt nicht mal ein Ende. Der Storystrang mit dem Militär? Ist halt weg, pft.

Nein, nein und nochmals Nein. Das hat einfach nicht gepasst.

Andererseits gibt es viele Charaktermomente in der Staffel, die gut waren, die mich mitgenommen haben, Szenen, die Spaß gemacht haben und Momente, bei denen man das Gefühl hatte, dass wirklich was passiert. Aber jede dieser Szenen wurde dann torpediert von einer der folgenden Szenen, bei den ich mir unweigerlich den Kopf kratzen und mich fragen musste, was das denn jetzt war.

Und der große Elefant im Raum: Will hat sein Outing als homosexuell. Ja, eh. War eh klar. Stört mich jetzt auch nicht groß, aber Himmel – auch das wurde in den Sand gesetzt. Da hat wohl jemand zu oft „Herr der Ringe“ geguckt, denn die Szene endet wie das Treffen von Elronds Rat in welchem Frodo der Ring übertragen wird. „You have me“, „and me“, „and me.“ Ich habe nur darauf gewartet, dass jemand sagt: „One does not simply enter the upside down and destroys Vecna“ oder so. Hätte gepasst. Wäre lustig gewesen. Hätte die Szene sogar aufgewertet.

Also unterm Strich: Ja, es ist das Ende. Ja, es ist gut, dass es das Ende ist. Und ja, es gab ein paar Highlights, aber für mich überwiegen leider die Lowlights. Es ist keine Katastrophe geworden, es ist sogar streckenweise wirklich cool gemacht – vor allem in Folge 4 als die Militärbasis überfallen wird, aber in Summe eher „Meh“ als „Yeah“.

„Stranger Things – Staffel 5“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibende, Punkte.

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Affinity (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/06/affinity-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/06/affinity-2025-filmkritik/#respond Tue, 06 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38360 Bruno (Marko Zaror) ist ein Ex-Seal, der nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders bei einem Einsatz, unter einer Posttraumatische Belastungsstörung leidet. Er versumpft in Bars, durchlebt immer wieder die tragischen Augenblicke und denkt auch an Selbstmord. Bis eines Tages plötzlich … Weiterlesen

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Bruno (Marko Zaror) ist ein Ex-Seal, der nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders bei einem Einsatz, unter einer Posttraumatische Belastungsstörung leidet. Er versumpft in Bars, durchlebt immer wieder die tragischen Augenblicke und denkt auch an Selbstmord.

Bis eines Tages plötzlich eine junge Dame namens Athena (Jane Mirro) leblos vor seinem Zuhause liegt. Er kann sie wiederbeleben, bietet ihr einen Unterschlupf an und schließlich verlieben sich die beiden. Bis nach kurzer Zeit plötzlich bewaffnete Männer auftauchen und sie ohne Vorwarnung einfach entführen…

Nach Diablo ist dies die zweite Story von Marko Zaror, der auch am Drehbuch beteiligt war, produziert hat, Hauptdarsteller ist und die Regie über die Martial Arts Szenen übernommen hat. Die übrige Regie übernahm Brandon Slagle und das erklärt einiges, denn seine Filme sind im besten Fall unfreiwillig komisch wie etwa The Flood. Ein weiteres Problem ist Zaror selbst, denn bis jetzt kenne ich ihn nur als meist exzentrischen Gegenspieler von diversen Helden.

Hier ist er aber nun selbst mindestens der Antiheld und er darf sich auch noch verlieben. Es geht mir nicht darum zu behaupten, Martial Arts Schauspieler könnten nur eine Sache spielen, gerade Scott Adkins finde ich von seinen Filmen her doch vielseitig und er bleibt dabei auch glaubwürdig. Zaror hingegen schwankt hier zwischen liebevoll tumb aka weiß sein Charakter nicht genau, wie er seine Gefühle ausdrücken soll und unglaubwürdig gespielt hin und her.

Das sind aber nur ein paar Szenen, denn was er dafür in den Kampfszenen zeigt, ist dynamisch, wuchtig und macht Spaß. Wäre ich jetzt zynisch könnte ich schreiben: spielt den Rest vor und schaut euch genau diese Sequenzen an. Was aus meiner Sicht aber schade wäre, nicht weil ich den Film als gut bezeichnen würde, er ist aber definitiv ein Guilty Pleasure Erlebnis. Als wäre die Story direkt aus dem Gehirn eines noch immer gerne träumenden Jungen extrahiert worden.

Der große Bube ist in diesem Fall Zaror und was er bekommt ist eine Traumfrau, die quasi aus dem Nichts bei ihm auftaucht und im Prinzip wie für ihn geschaffen wurde. Welcher Single-Mann auf der Suche, würde sich bitte nicht genau das wünschen? Keine Bewerbungsgespräche aka Dates, sondern sofort ein emotional intimer Start, aus dem dann schnell Liebe wird? So entsteht hier dann auch ein gewisses „Märchen für Erwachsene“ Feeling.

Dabei fühlen ist gut, denken sollte man aber eher lieber lassen, denn der Plot wird gegen Ende abstruser aber wie gesagt: als Fabel geht das schon so durch. Zaror überzeugt klar vor allem physisch und rein von seiner Präsenz her. Mit Brooke Ence (Wonder Woman) hat er eine Partnerin zur Verfügung gestellt bekommen, die ebenfalls vor allem mit ihren Muskeln beeindrucken kann. Louis Mandylor (Daylights End) darf als väterlicher Mentor für Ruhe und das nötige Gefühl sorgen.

Fans des Stars können hier also ruhig einen Blick riskieren, genauso wie Freunde der Kampfkunst. Wer eine gewisse Toleranz für Schwankungen zwischen Naivität und nicht gänzlich stimmigen Plot-Ideen hat, der wird sich auch sicherlich nicht ärgern müssen. Sieht man es als Hommage an Videotheken Actionkracher der 90er Jahre, dann kann man ihn wiederum richtig gut finden. Nur glaube ich nicht ganz, dass er so gemeint war. Auf jeden Fall ist Zaror als Psycho, von seinen Performances um einiges unterhaltsamer.

„Affinity“ bekommt von mir 5/10 Suizidgedanken durch Liebesfreuden ersetzende Empfehlungspunkte.

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Persona 5 Tactica (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/#respond Sat, 03 Jan 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38381 Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich … Weiterlesen

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Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich im Meta-Verse. Aber in einer Gegend, die sie nicht kennen und sie wissen auch nicht, wie sie dorthin gekommen sind.

Was aber gleich klar ist: Die Herrscherin dieser Welt – Marie – hat es in sich, denn bereits beim ersten Treffen werden ein Großteil der Phantom-Diebe einer Gehirnwäsche unterzogen und nur durch Glück und die Intervention einer Dame names Erina können Joker und Morgana entkommen.

Und dann geht es darum ihre Freunde zu befreien, rauszufinden was hier los ist, wie man hierher kam und wie man wieder nach Hause kommt …

Wie üblich: Ich war skeptisch. Nachdem man „Persona 5“ Jahre später eine verlängerte und verbesserte Version namens „Persona 5 Royal“ hinterhergeschoben hat, die sogar. zwei neue Charaktere einbaute bzw. ausbaute, war es irgendwie zu erwarten dass da noch mehr kommen würde. Und ja, da kam noch mehr. So gab es ein weiteres Spin-Off namens „Dancing in Starlight“ (ja, ein Tanzspiel) und einen richtigen Nachfolger innerhalb des „5er“-Universums, der die Rundenkämpfe mit Actionkämpfen ausgetauscht hat und auch die Story weitergeführt hat – „Persona 5 Strikers„.

Die Sache war für mich erledigt. Die Phantomdiebe hatten – meiner Ansicht nach – ausgedient.

Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich gelesen und entdeckt habe, dass es einen weiteren „Persona 5“-Ableger geben sollte. Und dieses Teil sollte noch dazu ein Taktik-Spiel werden und eine leichten Kawaii-Look (große Köpfe, kleine Körper, einfach niedlich). Ach – das konnte doch nix werden.

Doch tatsächlich fand ich „Tactica“ doch ziemlich unterhaltsam. Es braucht eine Weile bis es in Fahrt kommt, dann aber macht es richtig Laune. Es ist nämlich so: Ihr habt pro Kampf drei Figuren im Spiel. Die haben alle Fernwaffen und ihre Persona-Fähigkeiten. Jeder Person kann in einem bestimmte Radius ziehen und Fähigkeiten oder Waffen einsetzen.

Der Trick dabei ist – solange man keinen Angriff ausführt kann man auf dem Spielfeld hundertmal herumlaufen und zwischen den Figuren wechseln – jedoch immer nur in der begrenzten Reichweite. Was später, wenn dann Lifte, Schalter und andere Dinge ins Spiel kommen, noch wichtig wird.

Außerdem können eure Figuren (also auch die Gegner) in Deckung gehen – dazu reicht es, einfach neben einer Mauer oder so zu stehen. Da nehmen sie auch weniger Schaden und man kann sie nicht KO-Schlagen. Stehen sie aber frei, dann kann man sie niederschlagen und man darf einen zweiten Zug machen. Diese Fähigkeit wird später essentiell um zu gewinnen. Dazu kommt der Triple-Threat: Ein Dreieck zwischen euren drei Spielfiguren und ein paar weitere Vorgaben, dann werden auf Knopfdruck von eurem Team alle in dem Dreieck quasi umgepustet. Special-Attake, sozusagen.

Die regulären Missionen sind im Regelfall eher einfach – bis später halt, wo sie dann doch herausfordender werden. Die wirklich heftigen Aufgaben – aber auch die Orte, wo ihr die ganzen Taktiken und wie ihr diese nutzen könnt so richtig lernt – sind Nebenquests. Das sind richtige Puzzle in denen ihr meistens in einem einzigen(!) Zug eine Reihe von Gegner ausschalten müsst – oder eben andere Herausforderungen bei denen ihr beweisen müsst, dass ihr die Fähigkeiten verstanden habt.

Dann zur Story: Die braucht auch eine Weile, aber tatsächlich ist die richtig gut und emotional geworden. Das Ende wird dann extrem durchgeknallt und es gibt dann mal eine gute 30-minütige Pause in denen elendig lange erklärt wird, was jetzt passiert ist und wer eigentlich der „Oberboss“ ist. Hätte ich nicht gebraucht, hätte man sicher auch besser lösen können, aber okay. Das Ende selbst ist dann wieder gut gelungen und es gibt sogar eine „Post-Credits-Szene“, die mir wirklich ans Herz ging.

Auch die neuen Figuren Thoshiro und Erina sind perfekt – zum Glück, denn um diese beiden dreht sich die komplette Story. Wer sie sind, warum sie sind wo sie sind, was sie personifizieren und wie sie sich entwicklen. Und wie gesagt: Ja. Hat für mich gut funktioniert.

Alles in allem war ich also wirklich gut unterhalten, die Gefechte waren teilweise anspruchsvoll, aber nicht frustig, die Optik hat mir nach einer Weile gut gefallen, die Zwischensequenzen haben richtiges Zeichentrickfilm-Niveau und die Story hat mich – wenn sie dann mal richtig losging – doch mitgerissen.

„Persona 5 Tactica“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut im Persona 5-Universum funktionierende, Punkte.

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Coyotes (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/30/coyotes-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/30/coyotes-2025-filmkritik/#respond Tue, 30 Dec 2025 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38337 Ein Sturm im Nobelviertel Hollywood Hills. Deswegen sind Scott (Justin Long) und seine Frau Liv (Kate Bosworth) gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Hund, mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten. Da man sich so miteinander beschäftigen muss, wird Scotts … Weiterlesen

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Ein Sturm im Nobelviertel Hollywood Hills. Deswegen sind Scott (Justin Long) und seine Frau Liv (Kate Bosworth) gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Hund, mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten. Da man sich so miteinander beschäftigen muss, wird Scotts Arbeitswut und seine mangelnden Aktivitäten mit seiner Familie, zum Thema gemacht.

Bald kann „der Mann im Haus“ jedoch auf eine ganz andere Art und Weise die Liebe zu seiner Familie, unter Beweis stellen. Sein Haus wird nämlich von einer Meute von hungrigen Kojoten umzingelt und sie scheinen neben einer extra Portion an Aggression, auch einen starken Appetit auf Menschenfleisch im Gepäck zu haben…

Regisseur Colin Minihan (Extraterrestrial) hat früh in seiner Karriere, bei über 100 Musikvideos die Regie übernommen. Ein paar Minuten zu unterhalten, ist eine Sache, aber bei einem Spielfilm die Spannung zu halten, eine ganz andere. Ich kenne seine anderen Filme nicht, aber seine Coyotes sind für mich auf mehreren Ebenen nicht stimmig inszeniert. Dazu passend auch ein kleines Detail und zwar dass die imdb als Genre für den Film, Horror nicht mit angegeben hat.

Was am ehesten noch funktioniert, ist dass man dem Hass auf reiche Menschen von Normalsterblichen (also uns Zusehern), ein Ventil liefert, um der Schadenfreude freien Lauf zu lassen. Abgesehen davon, dass man im besten Fall nicht ein Mensch sein möchte, der so tickt, funktioniert der Film selbst im Verlauf der Handlung, dann doch nicht wirklich so. Sicherlich sterben hier reiche Leute, doch du freust dich erstens nicht darüber, weil sie dir egal sind und zweitens spielen sie nicht die Hauptrolle.

Die spielt die „sympathische“ reiche Familie und eigentlich ist der Schwerpunkt der Story/Moral eben Familie an sich und dass man sie wahrnehmen soll, für einander da sein wollen sollte und nicht immer nur an die Arbeit denkt. Ob sich das Verhalten des Vaters nach Ende der Ereignisse ändern wird, ehrlich gesagt ich habe keine echte Änderung gespürt. Falls man es übrigens nicht gemerkt hat, dass war mein Versuch, ein paar positive Sachen als erstes zu bringen.

Wo A Breed Apart nicht zuletzt an den Effekten gescheitert ist, liegt hier eher der Schwachpunkt in der Art der Inszenierung und der Tatsache, dass Kojoten einfach nicht furchterregend aussehen. Ja, das Heulen hat schon was gruseliges und Hundeattacken im echten Leben, können durchaus auch tödlich enden, doch das weiß man einfach, man sieht und spürt es hier jedoch nie. Ebenso kommt keine Spannung auf, eher das Gegenteil ist der Fall, schnell macht sich Langeweile breit.

Ihr könnt es schon erahnen, nein, es ist auch nichts hier so schlecht, dass es wieder lustig wäre und das Wort Trash, kann ich höchstens auf das Drehbuch beziehen, aber nicht auf die Effekte oder das Schauspiel, obwohl dies ja am Papier ein Creature Feature sein soll. Ohne das Genre Horror? Nun man sieht zumindest eine übel zugerichtete Person, aber ansonsten ist die Sache ziemlich zahm geraten.

Justin Long (It’s a Wonderful Knife) als Scott läuft ziemlich planlos durch die Gegend und sein über sich hinauswachsen – wenn man es denn so nennen kann – ist eher lächerlich. Kate Bosworth (Before I Wake) als seine Frau Liv wirkt etwas lebendiger, kann aber auch keine Impulse setzen, die im Gedächtnis bleiben würden. Nur beim Miniauftritt von Katherine McNamara zu Beginn musste ich grinsen (so einen „Cameo-Kill“ hat sie auch bei Life Snatcher schon hingelegt), weil sie als Einzige so over the top fruchtbar ist, dass man ihr die Kojoten „gönnt“.

Nicht dass es hier im Vorfeld einen Hype gegeben hätte, aber sorry, das ist in Summe einfach ein „big nothing burger“. Horror ist es nur im Ansatz, eine Komödie ist es höchstens in Form von satirischen Spitzen und für Trash ist es vor allem von der Professionalität zu gut. Somit kann ich den Film eigentlich Niemanden wirklich empfehlen und eine Botschaft, kann ich mir hier sowieso keine mitnehmen. Ein Erlebnis der Marke: nicht ärgerlich, eher unheimlich belanglos und nichts aussagend.

„Coyotes“ bekommt von mir 4/10 den Hass auf reiche Menschen durch die Wut auf uninspirierte Drehbücher ersetzende Empfehlungspunkte.

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Best Of Worst Case: Mantopus! (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/#respond Thu, 18 Dec 2025 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38278 Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden … Weiterlesen

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Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden Kohle bringen.

Als frustriert durch die Nacht wandert und eher verloren einen eher seltsamen Laden betritt, da findet er auf einmal Inspiration in Form eines Hybridwesens: Halb Mensch, halb Oktopus.

Er kauft das Monster und will damit den ultimativen Monsterfilm drehen. Durch das Versprechen sich nach seinem letzten Film endgültig aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen, bringt er seinen Produzenten dazu, noch einmal Geld für einen Film rauszurücken.

Und dann beginnt der Dreh. Und alle, die dem Film im Weg stehen, finden ein unrühmliches Ende mit seltsamen Saugnapfspuren an ihren Körpern …

Dieser Film ist wohl nur etwas für Trashfreunde wie mich, denn der Film ist zwar 2025 gedreht worden, aber die gesamte Machart, die Optik, der Schnitt, die Farben und sogar das Schauspiel schreien so laut 50iger-Jahre, dass man schon taub sein muss, wenn man das nicht hört.

Und Regisseur Kennedy zieht das auch extrem konsequent durch. Wenn man es durch den doch relativ modernen Vorspann nicht besser wüsste (oder wenn man es nicht gelesen hätte), nie würde man auf die Idee kommen, dass das hier ein neuer Film ist.

Ich bin offen gestanden ziemlich beeindruckt von dem, was die bei dieser Produktion involvierten hier durchgezogen haben, wie homogen das Ganze ist und wie richtig abgedreht und aus der Zeit gefallen der gesamte Film wirkt. Hammer!

Wenn ihr auf alte Creature-Features á la Ray Harryhausen steht, dann werden euch die Effekte hier auch gefallen. Oder wenn ihr die Monster in Power Rangers cool findet – ja, dann mögt ihr auch den Mantopus.

Was sicher Geschmacksache ist – hier aber einfach dazu gehört – ist das Schauspiel, dass halt wirklich so gespielt wird wie man eben in den 50iger Jahren meinte, dass Schauspiel sein muss. Völlig overacting und trotzdem völlig deplaziert. (oder deswegen). Perfekt.

Allein die Art und Weise wie Regisseur und Hauptdarsteller Kennedy spricht und seine Mimik dazu – das ist einfach ein Hammer. Absoluter Respekt. Allerdings bedeutet das auch, dass die Zielgruppe für diesen Film hier richtig, richtig klein ist, denn mir fällt offen gesagt niemand – von mir selbst abgesehen – niemand ein, der oder die sich diesen Film hier freiwillig bis zum Ende ansehen würde. Schade.

Storymäßig bedient man sich bei den Großen und zitiert mehr als einmal den guten alten King Kong. Ihr wisst schon: Filmschönheit verliebt sich, Tier/Monster entkommt, klettert auf ein Gebäude mit der Liebsten in der Hand und dann kommen Kugeln zum Einsatz. Alles so, wie man es erwartet.

Dazu gibt es noch eine nette Nebenhandlung um die „Schöne“, da auch der Regisseur in ihr die neue Filmdiva sieht – was natürlich der „alten“ nicht so gut gefällt und die durchaus rabiat wird, als sie denkt, sie würde abgesägt werden. Passend.

Alles in allem sicher kein Film für alle, aber jene, die gute bzw. schlechte alte Film mögen, die finden hier einen, den sie sicher noch nie gesehen haben, der sich aber genauso anfühlt, als hätte man in einem Hinterzimmer bei einem Flohmarkt einen alten, verlorenen Horrorfilm gefunden, der jetzt knappe 70 Jahre lang vergessen war.

Ja, Mantopus! liefer genau das, was er verspricht. Nicht mehr und nicht weniger. Dass der Film NULL Brutalität zeigt, ist natürlich auch klar. Morde werden angedeutet oder sind aufgrund der Effekte halt einfach lustig anzusehen. Und der Mantopus hat den einen oder anderen Trink drauf, das muss man ihm lassen. Da war ich doch kurz überrascht.

„Mantopus!“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wenn man auf diese Art von Film steht hier nicht viel falsch machen könnende, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil: (Trashfaktor: alles bzw. eigentlich nichts)

Es gehört meines Erachtens schon ein gehöriges Maß an Filmtechnik und -wissen dazu, einen Film so zu drehen wie diesen hier. Er mag alt und billig aussehen, aber diesen Look zustande zu bringen und auch die Schauspieler:innen so anzuleiten, dass hier alles zusammenpasst: Hut ab! Trashfaktor eigentlich null, denn trashig ist das hier nicht. Es ist tatsächlich absolut genial produziert (scheinbar mit einem Budget von gerade einmal 75.000,– Dollar). Wenn man rein nach der Optik geht: Alles. Trashfaktor: alles.

Aber ist es noch ein Trashfaktor, wenn es genauso gewollt ist? Hm. Das sollen andere entscheiden. Fest steht: Wer Monsterfilme der 50iger (man denke an „Primevals„), der oder die macht hier alles richtig.

Fazit: Trashfans: Wenn euch der Trailer zusagt: Unbedingt ansehen!

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Most Beautiful Island (2017 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/09/most-beautiful-island-2017-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/09/most-beautiful-island-2017-filmkritik/#respond Tue, 09 Dec 2025 20:44:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38281 Luciana (Ana Asensio) ist eine undokumentierte Migrantin. Sie hat keine Papiere und muss jeden Job annehmen, den sie hat. Sie teilt sich eine Wohnung mit einem Bekannten, der sie sehr genau daran erinnert, wann die Miete fällig ist. Sie hält … Weiterlesen

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Luciana (Ana Asensio) ist eine undokumentierte Migrantin. Sie hat keine Papiere und muss jeden Job annehmen, den sie hat. Sie teilt sich eine Wohnung mit einem Bekannten, der sie sehr genau daran erinnert, wann die Miete fällig ist. Sie hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und kommt kaum durch den Tag.

Eines Tages erzählt ihr eine Bekannte von einem lukrativen Job, der nur daraus besteht als optischer Aufputz bei einer Party herumzustehen und dafür wirklich gut bezahlt zu werden.

Zuerst unsicher, muss sie noch ein paar Dinge erledigen, denn für die Party braucht sie ein schwarzes Kleid und außerdem Zeit, die sie eigentlich bei einem anderen Job erledigen müsste.

Aber Luciana hat einen Plan. Und sie ist stur. Auch wenn die Party anders abläuft, als sie sich das vielleicht vorgestellt hat …

Über „Most Beautiful Island“ bin ich per Zufall gestolpert, wie halt so oft in meinem Fall. Und wenn etwas halbwegs interessant aussieht, dann guck ich halt mal rein. Bei diesem Film war es so Ich wusste tatsächlich nicht so richtig, worauf ich mich einlasse, aber es wurde als Thriller/Horrorfilm verkauft, also hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung.

Vorweg: Diese wird nicht erfüllt. Zu keiner Sekunde. Es ist kein Horrorfilm. Es ist auch kein Thriller. Ich kann nicht mal genau sagen, was er ist, weil er einfach Genres mixt, auch wenn Horror per Definition nicht dazu gehört.

Zurück zum Film: Wir verfolgen über die ersten zwei Drittel den Weg von Luciana, die es wirklich nicht leicht hat und deren Leben, wenn man ein wenig darüber nachdenkt, tatsächlich wirklich traurig und deprimierend ist. Die Jobs, die sie hat, der Druck, der die gesamte Zeit auf ihr lastet – all das ist teilweise wirklich heftig mitanzusehen.

Andererseits hat sie ein paar Tricks auf Lager, die dann doch irgendwie nicht ganz okay sind und die sie zur Betrügerin machen. Ja, man versteht zwar, warum sie macht, was sie macht, aber dennoch muss man nicht damit einverstanden sein. Nachdem sie eine Migrantin ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es Leute gibt, die zum Beispiel sagen würde, sie soll einfach wieder heimfahren (was nicht geht. Mit welchem Geld denn?). Dazu kommt noch, dass sie in der doch relativ kurzen Zeit viele Leute trifft, die sie einfach damit durchkommen lassen, einfach, weil sie eine Frau ist und weil sie zumindest Manieren hat.

Es gibt zum Beispiel eine Szene in der sie einem Taxifahrer erst nachdem er sie abgesetzt hat, wo sie hinwill, dass sie kein Geld hat und das sie ihn morgen bezahlen wird, wenn er ihr seine Dienstnummer sagt. Er pfeift auf das Geld im Sinne von „passt schon“ und fährt wieder. Ja, sie kommt damit durch. Ist es symapthisch? Naja, nicht so wirklich. Zumal sie das einfach zu oft macht.

Und dann kommt sie zu der Party – auf Umwegen – und irgendwie sollen wir dann mit ihr zittern, was da auf sie zukommt und … nun, nein. Was Spannung erzeugt, sind die anderen Damen mit ihr im Raum, die vage Andeutungen durch die Gegend werfen und teilweise auch richtig Panik schieben und alle werden in einer von Besucher:innen festgelegten Reihenfolge in einen extra Raum geholt. Manche kommen wieder raus. Andere nach ziemlichem Gekreische nicht mehr. Auch das erzeugt Spannung. Genauso wie die Tatsache, dass sie eine Handtasche mit Vorhangschloss bekommen hat und man sich fragt, was da drin ist (und ja, das erfährt man).

Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich etwas unterwältigt war, ob er Auflösung, was auf dieser Party passiert, aber gut – zumindest war es etwas, was ich noch nie gesehen habe und womit ich nicht gerechnet hatte.

Nach dem Film habe ich kurz überlegen müssen, ob mir der Film jetzt gefallen hat oder nicht, weil ich irgendwie trotzdem etwas anderes und irgendwie mehr erwartet hatte. Im Kern ist der Film langsam, es passiert nicht viel was jetzt wirklich Auswirkungen hat, wir begleiten einfach Luciana in ihrem Leben und bei ihren täglichen Kämpfen. Und trotzdem … ja, er hat mir gefallen. Es war interessant, ich bin gedanklich dabei geblieben und ich habe mir Gedanken danach gemacht.

Ein großer Faktor für mein „Dranbleiben“ ist die Person Ana Asensio, die das Drehbuch geschrieben, die Regie gemacht und auch gleich noch die Hauptrolle übernommen hat. Sie selbst ist Migrantin, kommt aus Spanien, hat dort auch ein paar Filme gemacht und dann gemeinsam mit Larry Fessenden (ja, der Typ, der „Until Dawn“ mitgeschrieben und auch darin gespielt hat – Larry Fessenden sollte B-Movie-Horror-Fans ein Begriff sein, denke ich) diesen hier produziert. Fessenden spielt auch eine kleine Rolle im Film.

Jedenfalls ist sie einerseits eine verdammt hübsche Frau und andererseits ist absolut keine verdammt hübsche Frau. Aber sie hat Ausstrahlung. Sie hat eine faszinierende Mimik und sie wusste offensichtlich genau, was sie hier im Film machen wollte. Und es funktioniert. Ich denke, wenn der Film eine halbe Stunde länger gedauert hätte, wäre es auch okay gewesen für mich. Weil ich von der Figur fasziniert war und auch wie Asensio sie darstellt. Die Frau hat einfach dieses gewisse Etwas. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir andere Filme mit ihr ansehen würde – aber hier, hier passt sie perfekt.

„Most Beautiful Island“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, langsam aufbauende und auch langsam ausklingende, Punkte.

PS: Wer Angst vor Spinnen hat – lasst die Finger von diesem Film. Ernsthaft. Macht einen großen Bogen drum herum.

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F1: The Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/27/f1-the-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/27/f1-the-movie-filmkritik/#respond Thu, 27 Nov 2025 05:00:38 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38218 Ruben (Javier Bardem) droht sein Formel 1 Team zu verlieren, weil sich die erwarteten Erfolge, nicht einstellen wollen. Darum überredet er seinen alten Freund Sonny (Brad Pitt) aus dem Ruhestand zurück zu kehren, um das Team auf den richtigen Weg … Weiterlesen

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Ruben (Javier Bardem) droht sein Formel 1 Team zu verlieren, weil sich die erwarteten Erfolge, nicht einstellen wollen. Darum überredet er seinen alten Freund Sonny (Brad Pitt) aus dem Ruhestand zurück zu kehren, um das Team auf den richtigen Weg zu führen.

Dazu gehört vor allem den künftigen Star Joshua Pearce (Damson Idris) zu trainieren und sein rohes Talent mit Sonnys Erfahrungen zu kombinieren. Gar nicht so leicht, denn beide Herren haben sichtlich Schwierigkeiten sich auf Grund des Altersunterschiedes, ernst nehmen zu können…

Regisseur Joseph Kosinski kenne ich persönlich durch Filme wie Tron: Legacy und Oblivion, die beide schon über zehn Jahre alt sind. Aktuell schwimmt er aber auf einer Erfolgswelle, da er im Jahr 2022 mit Top Gun: Maverick einen Blockbuster geschaffen hat, der das Kino nach der Corona-Pause, wieder ins Leben zurück geholt hat. Sein neuester Film ist ein in der Formel 1 Welt angesiedeltes Sportdrama, also nicht wirklich meine Art von Film, doch ein Freund von mir wollte ihn gerne sehen.

Was den finanziellen Bereich anbelangt, hat der Film gleich drei Dinge erreicht: er hat das bisher beste Einspielergebnis für die Apple Studios gebracht, er ist der erfolgreichste Film aller Zeiten mit Autorennen als Thema und Brad Pitt hat ebenso noch nie mehr Menschen ins Kino gelockt (bisher 631 Millionen Dollar). Gedreht wurde hierfür auch in Silverstone an den Grand Prix Wochenenden der Jahre 2023 und 2024, während den World Championships.

Einige bekannte Namen aus der Formel 1 Welt bekommt man dabei zu sehen und Lewis Hamilton zum Beispiel, ist auch als Produzent mit an Bord. Diese Authentizität ist sicherlich ein großer Grund für den Erfolg, obwohl sie da auch schon wieder aufhört, denn was Sonny vor allem zu Beginn alles aufführt bzw. trickst, da muss man nun wirklich kein Kenner der Materie sein um zu wissen, dass diese Aktionen so nicht durchgehen würden aka unrealistisch sind.

Worüber man jedoch kaum zum Nachdenken kommt, Kosinski´s Vision verleiht der gesamten Sache nämlich eine kinetische Energie, der man sich nur schwer entziehen kann. Bessere im Sinne von einnehmender oder stellenweise auch atemberaubendere Aufnahmen eines Rennens, habe ich bisher noch in keinem Film erlebt. Dass die wichtigsten Figuren dann noch so gestaltet sind, dass man ihrer Entwicklung gerne folgen, vermischt die visuellen Reize schließlich mit einem wohligen Gefühl.

Brad Pitt habe ich zuletzt im großartigen Bullet Train gesehen und dort genau wie hier als Sonny sprüht er förmlich vor Charisma, gepaart mit Spielfreude. Sein Gehabe ist das eines Spitzbuben, doch das Spiel ist nur an der Oberfläche, der weiß, dass seine beste Zeit vorüber ist. Wie er aber genau dem nachjagt, was seinen Alltag mit Leben füllt, auch wenn es für ihn lebensgefährlich ist, kann man nur allzu gut nachvollziehen.

Javier Bardem (Mother!) als Ruben ist sein vernünftigeres Gegenstück und bester Freund des Helden und Kerry Condon (Saints and Sinners) ist als Kate deshalb so sympathisch, weil sie eine unabhängige und starke Lady ist und natürlich Sonnys Charme dennoch nicht widerstehen kann. Nur Damson Idris (The Commuter) als Jungstar Joshua war mir eigentlich egal, denn auch wenn er einen guten Kern hat ist mir sein Gehabe zu arrogant und sein Verhalten weite Strecken über zu unüberlegt.

Was in Summe etwas ergibt, was früher nicht wegzudenken war in Hollywood und heutzutage kaum mehr produziert wird: ein Blockbuster für die ganze Familie. Egal ob alt oder jung, da kannst du dir was mitnehmen und das alles auch noch ohne moderne Agendas. Ich, der ich Formel 1 als den langweiligsten „Passivsport“ aller Zeiten bezeichnen würde, hatte hiermit meinen Spaß. Das hat mich selbst überrascht und ja auch viel besser unterhalten, als ich es erwartet hätte.

„F1“ bekommt von mir 8/10 durch zahlreiche Rückschläge zum ersehnten Erfolg kommende Empfehlungspunkte.

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Trapped In Her Dorm Room (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/#respond Tue, 25 Nov 2025 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38259 Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und … Weiterlesen

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Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und mitbekommt, dass sie eventuell in einen anderen verknallt sein könnte, dreht er am Rad, stellt sie zur Rede, es kommt zum Handgemenge und plötzlich sieht sich Erin mit der Tatsache konfrontiert, dass Cade sie in ihrem Zimmer eingesperrt und allen von ihrem Handy aus eine Nachricht geschickt hat, dass sie doch nicht mitfährt, denn sie muss ein Kunstprojekt fertigstellen.

Und Cade wird keine Ruhe geben, bis Erin endlich verseht, dass sie ja eigentlich ihn liebt …

Ich hatte keine Ahnung, was Lifetime ist, als ich mir „Trapped In Her Dorm Room“ angesehen habe. In Kurzfassung und stark vereinfacht: Die machen TV-Filme. Auf TV-Niveau. Also … tja. Genau.

In diesem Fall basiert die Geschichte scheinbar auf einer wahren Begebenheit, auch wenn man wohl davon ausgehen kann, dass man sich einige Freiheiten genommen hat. Aber das spielt im Grunde keine Rolle, denn die Prämisse ist doch halbwegs gut und das kann durchaus funktionieren. Und das tut es teilweise auch. Konkret dachte ich mir bei Minute 53 (der Film dauert knapp 90), dass das ja jetzt doch glaubwürdig wird vom Schauspiel her.

Das klingt jetzt böser als es gemeint ist, denn Ciara Hanna und Will Sparks III bemühen sich, den Film spannend zu machen und das ist ja auch das Wichtige bei diesem Film hier, denn die meiste Zeit sehen wir zwei Menschen, die sich unterhalten und da soll ja auch Spannung aufkommen.

Nun. Nein. Meistens nicht. Das liegt daran, dass Will Sparks III die meiste Zeit über wie ein Milchbubi wirkt, der in etwa so viel Gefahr ausstrahlt wie ein Zwergpincher. Sicher. Er kann beißen, aber … ihr wisst schon. Eh nett.

Ähnliches gilt für Ciara Hanna, welche die meiste Zeit über leicht angepisst wirkt, aber nur sehr selten so etwas wie Verzweiflung oder Angst ausstrahlt. Es ist mehr … „barely an inconvenience“. Schade. Denn später kommt dann doch sowas wie Schauspiel dazu, auch wenn ich der Fairness halber anmerken sollte, dass man mit dem Drehbuch auch nicht so besonders viel anfangen kann.

Deshalb: Dran denken, dass es ein Fernsehfilm ist und dafür war er völlig okay. Es gibt dann sogar zwei, drei Szenen, die so etwas wie Spannung aufbauen und ein paar Situationen waren tatsächlich gut gemacht und gut geschnitten.

Und wenn dann die Sache am Laufen ist, dann – baut man wieder Mist. Kleiner Spoiler: Erin versteckt sich und tritt barfuß auf einen ca. 5 cm langen Nagel, der aus einem Brett hervorsteckt, quieckt kurz, weshalb Cade auf sie aufmerksam wird. Und gleich darauf geht sie wieder ganz normal. Also … mit so einem Nagel im Fuß … mhm. Außerdem hinterlässt sie nicht mal Blutspuren. Aber das ist eine andere Sache.

Und nachdem die Sache gelöst ist gibt es noch eine kurze Szene in welcher Erin mit ihrer Mutter spricht und die ist in Summe (Schauspiel, Dialog) die Definition von „cringe“.

Alles in allem: Schade, weil ich denke, dass Ciara Hanna es durchaus drauf hätte. Unter guter Regie hätte vermutlich auch Will Sparks III bedrohlich gewirkt, aber so wie das hier relativ lieblos runtergedreht wurde … nein. Liebe Leute, man kann sich auch bei Fernsehfilmen bemühen, ehrlich.

„Trapped In Her Dorm Room“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, leider weit hinter den Möglichkeiten (sogar für einen TV-Film) zurückbleibende, Punkte.

Trailer: Leider keiner verfügbar.

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Arcadian (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/#respond Thu, 20 Nov 2025 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38242 Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr … Weiterlesen

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Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr interessiert ist. Immerhin sind menschliche Kontakte selten in dieser Welt. Aber nachts, nun, da muss man Zuhause sein, alles abschließen und sich ruhig verhalten.

Denn in der Nacht, da kommen SIE. Niemand weiß, woher sie kommen, warum sie Menschen jagen und was sie wollen. Aber sie sind da und sie sind gefährlich und lautlos. Und sie scheinen intelligent zu sein.

Und dann kommt Thomas eines abends nicht nach Hause …

Die wichtigste Information zuerst: Guckt euch nicht den Trailer an. Und dann die zweite: „Arcadian“ ist kein Action-Film. Und die dritte wichtige Info: Nicolas Cage ist nicht die Hauptrolle.

So, jetzt wo das ist aus dem Weg ist: „Arcadian“ ist richtig gut. Vorausgesetzt man kommt mit der korrekten Erwartungshaltung in den Genuss den Film zu sehen. Ja, ich sage Genuss, denn „Arcadian“ macht ein paar Sachen richtig gut. Zum einen: Es lässt viele Dinge im Dunkeln, das hält das Mysterium am Leben und man braucht die Antworten zum Folgen des Plots auch nicht. Das zweite ist der „Slow Burn“. Der Film lässt sich Zeit, lässt die Figuren und ihre Verbindungen vorzustellen und man merkt, wie sehr Paul seine Söhne liebt. Allerdings ist Paul nach einer Weile nicht mehr der Hauptfokus, aber bis dahin ist Cage ein Hammer wie immer. Etwas weniger aufgeregt und sehr bodenständig, aber 100% passend.

Und es gibt eine Szene, die ich einfach absolut großartig fand und die Pauls Charakter super beschreibt: Als seiner Söhne eines Nachts nicht nach Hause kommt, macht er sich in der (gefährlichen) Nacht auf, um ihn zu suchen und irgendwann findet er ihn. Es ist klar, dass dieser Sohn selbst schuld an der Misere und der Gefahr ist, in der sie nun stecken, da die Monster sie gefunden haben. Pauls erste Reaktion: Er fragt seinen Sohn, ob er verletzt ist. Die zweite Reaktion: Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sich, einfach froh, dass er ihn gefunden hat. Kein Vorwurf, nichts. Es ist im Blick seines Sohns völlig klar, dass er weiß, er hat Mist gebaut. Kein Grund es ihm nochmals unter die Nase zu reiben. Stattdessen zeigt er ihm einfach, wie sehr er ihn liebt. Eine Mini-Szene, die man rasch übersehen kann, aber ich fand das einfach großartig (ja, seit ich Vater bin springe ich auf solche Szenen einfach an, ich gebe es zu).

Aber keine Angst – wenn dann die Monster kommen, dann wird es cool. Denn die Monster sind … schräg. Im ersten Moment war ich mir nicht sicher ob ich lachen soll, aber dann stellt sich heraus, dass sie einfach richtig gefährlich und intelligent – bis zu einem gewissen Grad.

Ja, der Film ist sehr vorhersehbar, das kann ich nicht abstreiten. Ab einem gewissen Punkt war absolut klar was passieren würde und sogar wie es passieren würde, aber es war trotzdem spannend anzusehen.

Schauspielerisch sind die drei jungen Leute die Hauptakteur:innen und sie machen ihre Sache richtig gut. Nic Cage ist Nic Cage (soll heißen: immer gut).

Regisseur Benjamin Brewer hat hier sienen ersten Langfilm abgeliefert (nach Musikvideos und einem Kurzfilm), hat aber bereits bei einigen Filmen mitgearbeitet (zum Beispiel bei „Everything Everywhere All At Once“ – bei den Effekten). Deshalb sehen wohl die Monster auch einfach gut und echt aus. Eine Szene mit einem langen Arm ist übrigens richtig unheimlich geworden. Und die Art, wie die Monster sich in einer Gruppe fortbewegen: Schräg aber auch irgendwie cool. Und nur am Rande: Die Monster wurden von „Goofy“ (ja, der Goofy von Mickey Mouse) inspiriert. Und ja, das sieht man.

Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die Wackelkamera, die fand ich einfach zeitweise unnötig stressig und unübersichtlich. Aber alles in allem: Ja, der Film war klasse.

Der Fairness halber: Ich habe drei Anläufe gebraucht, um ihn mir anzusehen. Das lag allerdings scheinbar nicht am Film, sondern einfach daran, dass ich viel zu müde für einen Slow Burner war. Denn ehrlich: „Arcadian“ macht verdammt viel richtig.

„Arcadian“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, erst beim dritten Versuch, dann dafür richtig, zündende Punkte.

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