Drama | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 24 Nov 2025 21:12:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 F1: The Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/27/f1-the-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/27/f1-the-movie-filmkritik/#respond Thu, 27 Nov 2025 05:00:38 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38218 Ruben (Javier Bardem) droht sein Formel 1 Team zu verlieren, weil sich die erwarteten Erfolge, nicht einstellen wollen. Darum überredet er seinen alten Freund Sonny (Brad Pitt) aus dem Ruhestand zurück zu kehren, um das Team auf den richtigen Weg … Weiterlesen

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Ruben (Javier Bardem) droht sein Formel 1 Team zu verlieren, weil sich die erwarteten Erfolge, nicht einstellen wollen. Darum überredet er seinen alten Freund Sonny (Brad Pitt) aus dem Ruhestand zurück zu kehren, um das Team auf den richtigen Weg zu führen.

Dazu gehört vor allem den künftigen Star Joshua Pearce (Damson Idris) zu trainieren und sein rohes Talent mit Sonnys Erfahrungen zu kombinieren. Gar nicht so leicht, denn beide Herren haben sichtlich Schwierigkeiten sich auf Grund des Altersunterschiedes, ernst nehmen zu können…

Regisseur Joseph Kosinski kenne ich persönlich durch Filme wie Tron: Legacy und Oblivion, die beide schon über zehn Jahre alt sind. Aktuell schwimmt er aber auf einer Erfolgswelle, da er im Jahr 2022 mit Top Gun: Maverick einen Blockbuster geschaffen hat, der das Kino nach der Corona-Pause, wieder ins Leben zurück geholt hat. Sein neuester Film ist ein in der Formel 1 Welt angesiedeltes Sportdrama, also nicht wirklich meine Art von Film, doch ein Freund von mir wollte ihn gerne sehen.

Was den finanziellen Bereich anbelangt, hat der Film gleich drei Dinge erreicht: er hat das bisher beste Einspielergebnis für die Apple Studios gebracht, er ist der erfolgreichste Film aller Zeiten mit Autorennen als Thema und Brad Pitt hat ebenso noch nie mehr Menschen ins Kino gelockt (bisher 631 Millionen Dollar). Gedreht wurde hierfür auch in Silverstone an den Grand Prix Wochenenden der Jahre 2023 und 2024, während den World Championships.

Einige bekannte Namen aus der Formel 1 Welt bekommt man dabei zu sehen und Lewis Hamilton zum Beispiel, ist auch als Produzent mit an Bord. Diese Authentizität ist sicherlich ein großer Grund für den Erfolg, obwohl sie da auch schon wieder aufhört, denn was Sonny vor allem zu Beginn alles aufführt bzw. trickst, da muss man nun wirklich kein Kenner der Materie sein um zu wissen, dass diese Aktionen so nicht durchgehen würden aka unrealistisch sind.

Worüber man jedoch kaum zum Nachdenken kommt, Kosinski´s Vision verleiht der gesamten Sache nämlich eine kinetische Energie, der man sich nur schwer entziehen kann. Bessere im Sinne von einnehmender oder stellenweise auch atemberaubendere Aufnahmen eines Rennens, habe ich bisher noch in keinem Film erlebt. Dass die wichtigsten Figuren dann noch so gestaltet sind, dass man ihrer Entwicklung gerne folgen, vermischt die visuellen Reize schließlich mit einem wohligen Gefühl.

Brad Pitt habe ich zuletzt im großartigen Bullet Train gesehen und dort genau wie hier als Sonny sprüht er förmlich vor Charisma, gepaart mit Spielfreude. Sein Gehabe ist das eines Spitzbuben, doch das Spiel ist nur an der Oberfläche, der weiß, dass seine beste Zeit vorüber ist. Wie er aber genau dem nachjagt, was seinen Alltag mit Leben füllt, auch wenn es für ihn lebensgefährlich ist, kann man nur allzu gut nachvollziehen.

Javier Bardem (Mother!) als Ruben ist sein vernünftigeres Gegenstück und bester Freund des Helden und Kerry Condon (Saints and Sinners) ist als Kate deshalb so sympathisch, weil sie eine unabhängige und starke Lady ist und natürlich Sonnys Charme dennoch nicht widerstehen kann. Nur Damson Idris (The Commuter) als Jungstar Joshua war mir eigentlich egal, denn auch wenn er einen guten Kern hat ist mir sein Gehabe zu arrogant und sein Verhalten weite Strecken über zu unüberlegt.

Was in Summe etwas ergibt, was früher nicht wegzudenken war in Hollywood und heutzutage kaum mehr produziert wird: ein Blockbuster für die ganze Familie. Egal ob alt oder jung, da kannst du dir was mitnehmen und das alles auch noch ohne moderne Agendas. Ich, der ich Formel 1 als den langweiligsten „Passivsport“ aller Zeiten bezeichnen würde, hatte hiermit meinen Spaß. Das hat mich selbst überrascht und ja auch viel besser unterhalten, als ich es erwartet hätte.

„F1“ bekommt von mir 8/10 durch zahlreiche Rückschläge zum ersehnten Erfolg kommende Empfehlungspunkte.

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Trapped In Her Dorm Room (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/#respond Tue, 25 Nov 2025 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38259 Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und … Weiterlesen

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Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und mitbekommt, dass sie eventuell in einen anderen verknallt sein könnte, dreht er am Rad, stellt sie zur Rede, es kommt zum Handgemenge und plötzlich sieht sich Erin mit der Tatsache konfrontiert, dass Cade sie in ihrem Zimmer eingesperrt und allen von ihrem Handy aus eine Nachricht geschickt hat, dass sie doch nicht mitfährt, denn sie muss ein Kunstprojekt fertigstellen.

Und Cade wird keine Ruhe geben, bis Erin endlich verseht, dass sie ja eigentlich ihn liebt …

Ich hatte keine Ahnung, was Lifetime ist, als ich mir „Trapped In Her Dorm Room“ angesehen habe. In Kurzfassung und stark vereinfacht: Die machen TV-Filme. Auf TV-Niveau. Also … tja. Genau.

In diesem Fall basiert die Geschichte scheinbar auf einer wahren Begebenheit, auch wenn man wohl davon ausgehen kann, dass man sich einige Freiheiten genommen hat. Aber das spielt im Grunde keine Rolle, denn die Prämisse ist doch halbwegs gut und das kann durchaus funktionieren. Und das tut es teilweise auch. Konkret dachte ich mir bei Minute 53 (der Film dauert knapp 90), dass das ja jetzt doch glaubwürdig wird vom Schauspiel her.

Das klingt jetzt böser als es gemeint ist, denn Ciara Hanna und Will Sparks III bemühen sich, den Film spannend zu machen und das ist ja auch das Wichtige bei diesem Film hier, denn die meiste Zeit sehen wir zwei Menschen, die sich unterhalten und da soll ja auch Spannung aufkommen.

Nun. Nein. Meistens nicht. Das liegt daran, dass Will Sparks III die meiste Zeit über wie ein Milchbubi wirkt, der in etwa so viel Gefahr ausstrahlt wie ein Zwergpincher. Sicher. Er kann beißen, aber … ihr wisst schon. Eh nett.

Ähnliches gilt für Ciara Hanna, welche die meiste Zeit über leicht angepisst wirkt, aber nur sehr selten so etwas wie Verzweiflung oder Angst ausstrahlt. Es ist mehr … „barely an inconvenience“. Schade. Denn später kommt dann doch sowas wie Schauspiel dazu, auch wenn ich der Fairness halber anmerken sollte, dass man mit dem Drehbuch auch nicht so besonders viel anfangen kann.

Deshalb: Dran denken, dass es ein Fernsehfilm ist und dafür war er völlig okay. Es gibt dann sogar zwei, drei Szenen, die so etwas wie Spannung aufbauen und ein paar Situationen waren tatsächlich gut gemacht und gut geschnitten.

Und wenn dann die Sache am Laufen ist, dann – baut man wieder Mist. Kleiner Spoiler: Erin versteckt sich und tritt barfuß auf einen ca. 5 cm langen Nagel, der aus einem Brett hervorsteckt, quieckt kurz, weshalb Cade auf sie aufmerksam wird. Und gleich darauf geht sie wieder ganz normal. Also … mit so einem Nagel im Fuß … mhm. Außerdem hinterlässt sie nicht mal Blutspuren. Aber das ist eine andere Sache.

Und nachdem die Sache gelöst ist gibt es noch eine kurze Szene in welcher Erin mit ihrer Mutter spricht und die ist in Summe (Schauspiel, Dialog) die Definition von „cringe“.

Alles in allem: Schade, weil ich denke, dass Ciara Hanna es durchaus drauf hätte. Unter guter Regie hätte vermutlich auch Will Sparks III bedrohlich gewirkt, aber so wie das hier relativ lieblos runtergedreht wurde … nein. Liebe Leute, man kann sich auch bei Fernsehfilmen bemühen, ehrlich.

„Trapped In Her Dorm Room“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, leider weit hinter den Möglichkeiten (sogar für einen TV-Film) zurückbleibende, Punkte.

Trailer: Leider keiner verfügbar.

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Arcadian (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/#respond Thu, 20 Nov 2025 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38242 Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr … Weiterlesen

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Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr interessiert ist. Immerhin sind menschliche Kontakte selten in dieser Welt. Aber nachts, nun, da muss man Zuhause sein, alles abschließen und sich ruhig verhalten.

Denn in der Nacht, da kommen SIE. Niemand weiß, woher sie kommen, warum sie Menschen jagen und was sie wollen. Aber sie sind da und sie sind gefährlich und lautlos. Und sie scheinen intelligent zu sein.

Und dann kommt Thomas eines abends nicht nach Hause …

Die wichtigste Information zuerst: Guckt euch nicht den Trailer an. Und dann die zweite: „Arcadian“ ist kein Action-Film. Und die dritte wichtige Info: Nicolas Cage ist nicht die Hauptrolle.

So, jetzt wo das ist aus dem Weg ist: „Arcadian“ ist richtig gut. Vorausgesetzt man kommt mit der korrekten Erwartungshaltung in den Genuss den Film zu sehen. Ja, ich sage Genuss, denn „Arcadian“ macht ein paar Sachen richtig gut. Zum einen: Es lässt viele Dinge im Dunkeln, das hält das Mysterium am Leben und man braucht die Antworten zum Folgen des Plots auch nicht. Das zweite ist der „Slow Burn“. Der Film lässt sich Zeit, lässt die Figuren und ihre Verbindungen vorzustellen und man merkt, wie sehr Paul seine Söhne liebt. Allerdings ist Paul nach einer Weile nicht mehr der Hauptfokus, aber bis dahin ist Cage ein Hammer wie immer. Etwas weniger aufgeregt und sehr bodenständig, aber 100% passend.

Und es gibt eine Szene, die ich einfach absolut großartig fand und die Pauls Charakter super beschreibt: Als seiner Söhne eines Nachts nicht nach Hause kommt, macht er sich in der (gefährlichen) Nacht auf, um ihn zu suchen und irgendwann findet er ihn. Es ist klar, dass dieser Sohn selbst schuld an der Misere und der Gefahr ist, in der sie nun stecken, da die Monster sie gefunden haben. Pauls erste Reaktion: Er fragt seinen Sohn, ob er verletzt ist. Die zweite Reaktion: Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sich, einfach froh, dass er ihn gefunden hat. Kein Vorwurf, nichts. Es ist im Blick seines Sohns völlig klar, dass er weiß, er hat Mist gebaut. Kein Grund es ihm nochmals unter die Nase zu reiben. Stattdessen zeigt er ihm einfach, wie sehr er ihn liebt. Eine Mini-Szene, die man rasch übersehen kann, aber ich fand das einfach großartig (ja, seit ich Vater bin springe ich auf solche Szenen einfach an, ich gebe es zu).

Aber keine Angst – wenn dann die Monster kommen, dann wird es cool. Denn die Monster sind … schräg. Im ersten Moment war ich mir nicht sicher ob ich lachen soll, aber dann stellt sich heraus, dass sie einfach richtig gefährlich und intelligent – bis zu einem gewissen Grad.

Ja, der Film ist sehr vorhersehbar, das kann ich nicht abstreiten. Ab einem gewissen Punkt war absolut klar was passieren würde und sogar wie es passieren würde, aber es war trotzdem spannend anzusehen.

Schauspielerisch sind die drei jungen Leute die Hauptakteur:innen und sie machen ihre Sache richtig gut. Nic Cage ist Nic Cage (soll heißen: immer gut).

Regisseur Benjamin Brewer hat hier sienen ersten Langfilm abgeliefert (nach Musikvideos und einem Kurzfilm), hat aber bereits bei einigen Filmen mitgearbeitet (zum Beispiel bei „Everything Everywhere All At Once“ – bei den Effekten). Deshalb sehen wohl die Monster auch einfach gut und echt aus. Eine Szene mit einem langen Arm ist übrigens richtig unheimlich geworden. Und die Art, wie die Monster sich in einer Gruppe fortbewegen: Schräg aber auch irgendwie cool. Und nur am Rande: Die Monster wurden von „Goofy“ (ja, der Goofy von Mickey Mouse) inspiriert. Und ja, das sieht man.

Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die Wackelkamera, die fand ich einfach zeitweise unnötig stressig und unübersichtlich. Aber alles in allem: Ja, der Film war klasse.

Der Fairness halber: Ich habe drei Anläufe gebraucht, um ihn mir anzusehen. Das lag allerdings scheinbar nicht am Film, sondern einfach daran, dass ich viel zu müde für einen Slow Burner war. Denn ehrlich: „Arcadian“ macht verdammt viel richtig.

„Arcadian“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, erst beim dritten Versuch, dann dafür richtig, zündende Punkte.

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Beast of War (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/13/beast-of-war-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/13/beast-of-war-filmkritik/#respond Thu, 13 Nov 2025 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38164 Während des zweiten Weltkrieges wird ein australisches Kriegsschiff von einem japanischen Kampfjet zerstört. Ein paar der überlebenden Männer können sich danach auf ein größeres, schwimmendes Teile des Schiffes retten, dass sich als provisorisches Floß benutzen lässt. Neben Orientierungslosigkeit und möglichem … Weiterlesen

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Während des zweiten Weltkrieges wird ein australisches Kriegsschiff von einem japanischen Kampfjet zerstört. Ein paar der überlebenden Männer können sich danach auf ein größeres, schwimmendes Teile des Schiffes retten, dass sich als provisorisches Floß benutzen lässt.

Neben Orientierungslosigkeit und möglichem weiteren Feindkontakt, bekommen sie dabei schon bald ein noch viel größeres Problem: ein weißer Hai umkreist sie und es hat den Anschein er wird nicht aufgeben, bis er jeden einzelnen von ihnen, als Beute genossen hat…

Regisseur und Drehbuchautor Kiah Roache-Turner bleibt seinem Lieblingsgenre Horror treu, wechselt aber nach Zombies in Wyrmwood und Spinnen in Sting, nun erneut die Gegenspieler der Helden. Neben dem Krieg an sich, ist das hier dann ein Hai. Richtig gelesen, dies ist ein Kriegsfilm gemixt mit einem Creature Feature und ja, der Film nimmt sich ernst und ist alles andere als eine Komödie.

Der Beginn hier beim Training im Lager etabliert sehr gekonnt die wichtigsten Charaktere und ihre Zwecke. Der traumatisierte, kämpferische Held, sein körperlich schwächerer Sidekick mit dem Hirn und dem Herz am rechten Fleck, der egoistische Angeber, der doofe Typ, der sicher sterben wird und weitere Kerle, die man am Besten als Haifutter bezeichnen kann. Das nimmt dann auch den Hauptteil der Handlung in Anspruch und dadurch kommen Einschränkungen.

Wer wegen dem Genremix – abgesehen vom Setting – ein Kriegsszenario erwartet, der wird hier sicherlich enttäuscht werden. Die Fahrt in den Kampf führt nämlich nach Beschuss direkt ins Wasser und somit zum Hai. Die Handlung spielt dann bis zum Ende beinahe ausschließlich auf einem im Wasser treibenden Teil eines Wrackes und da spielt sich der Hai dann mit seiner Beute. Der Charakter des Tieres wirkt dabei fast schon menschlich, einfach auf Grund wie ihn die Kamera zeigt, gepaart mit den „Blicken“.

Neben menschlichen Gegnern führt dabei auch Dummheit dazu, dass die Männer immer weiter dezimiert werden und etwas Wagemut, treibt die Handlung zusätzlich voran. Die Atmosphäre ist durchgängig geprägt von Nebel und satten Farbtönen, die dem Ganzen eine bühnenhafte Stimmung verleihen. Die zwischenmenschlichen Momente bleiben spannend und intensiv genug, so dass gestreckt wirkende Momente, schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Hin und wieder kommt auch der ziemlich schwarze Humor durch und der wirkt angesichts der Story sehr natürlich und ist trotz der Ernsthaftigkeit der Inszenierung, sicherlich angebracht. Das Trauma des Haupthelden ist dabei für meinen Geschmack etwas zu theatralisch bzw. bedeutungsschwanger inszeniert und kulminiert dann in einer Over the Top Auflösung, aber im Prinzip ist das schon dennoch stimmig und passt ins Gesamtbild.

Mark Coles Smith (We Bury the Dead) macht seine Sache sehr gut als Leo, das Beobachten bevor er zuschlägt, sein Mut und sein Kampfgeist auch ohne dabei an sich zu denken, machen ihn zu einem guten Anführer, dem man folgen will. Sam Delich (Christmas, Bloody Christmas) als Des schafft es hingegen perfekt, dass man seine arrogante Art und seine im Kern klar vorhandene Feigheit so richtig schön zu hassen lernt.

In Summe für mich kein großer Hit und auf Roache-Turner bezogen für mich sein bisher schwächster Film, doch als Hai-Film im ungewohnten Setting, mit ordentlichen Kreatur-Effekten und schön blutigen Details bei den Angriffen, funktioniert der Film sehr gut. Nach diesem Beast macht der Regisseur übrigens die „Dogs of War“, der auch in der Vergangenheit spielt und bei dem Soldaten Nazis bekämpfen sollen, bis sie in den Wäldern auf etwas übernatürlich Böses treffen, das weit gefährlicher ist. Das klingt dann doch auch wieder nach einem Film, den ich mir ansehen möchte.

„Beast of War“ bekommt von mir 6/10 den wahren Feind unter Wasser findende Empfehlungspunkte.

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The Last Showgirl (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/11/the-last-showgirl-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/11/the-last-showgirl-filmkritik/#respond Tue, 11 Nov 2025 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38206 Shelly (Pamela Anderson) ist Tänzerin in der Show the „Rizzle Dazzle“ und diese Show ist ihr Leben. Als ihr eines Tages ihr Boss Eddie (Dave Bautista) verkündet, dass die Show eingestellt wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Während die … Weiterlesen

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Shelly (Pamela Anderson) ist Tänzerin in der Show the „Rizzle Dazzle“ und diese Show ist ihr Leben. Als ihr eines Tages ihr Boss Eddie (Dave Bautista) verkündet, dass die Show eingestellt wird, bricht für sie eine Welt zusammen.

Während die anderen, jüngeren Tänzerinnen nach neuen Gigs suchen und primär in Strip-Clubs zu landen scheinen, wehrt sich Shelly gegen diese Entwicklung. Denn in ihren Augen ist ihre Show mehr als nur „Arsch & Titten“, wie ihre Tochter die Show bezeichnet, sondern ein Zeitdokument auf hohem Niveau.

Shelly selbst, als alternde Darstellerin, liebt die Show auch deshalb, weil die paar Minunten in denen sie im Rampenlicht steht, ihr zeigen, dass sie noch immer gesehen wird, noch immer jemand ist – anstatt wie im Privatleben eine mehr oder weniger gescheiterte Existenz zu sein …

Gleich vorab: Der Text oben ist mehr oder weniger die Zusammenfassung aus der Presseaussendung zum Film. Das merkt man auch daran, dass der Film bereits im Pressetext erklärt werden muss, weil er – ebenfalls gleich mit der Tür ins Haus – nichts selbst vermittelt oder zu sagen hat. Nämlich wirklich nichts.

Was wir hier zu sehen bekommen ist ein Abriss aus einem – meiner Ansicht nach – gescheiterten Leben einer glorifizierten GoGo-Tänzerin und dieses wird zu einem theatralischem Nichts aufgeblasen, welches dann in einem völlig konstruierten quasi Happy-End mündet. Wenn man das denn so nennen kann, denn ein wirkliches Ende (weder emotional noch sonstwie) gibt es eigentlich nicht. Der Film hört im Grunde genommen einfach auf und lässt viel offen.

Kann sein, dass ich dem Film Unrecht tue, aber ich war eigentlich vom Trailer weg gespannt und wollte ihn sehen – natürlich auch, weil Pamela Anderson hoch gepriesen wurde für ihre Vorstellung in diesem Film -, aber was dann kam war … unterwältigend.

Das Drehbuch pfeift aus allen Löchern – weil es keine Story gibt und auch keinen wirklich roten Faden, es sind alles nur Fragmente, die zwar funktionieren könnten, es aber nicht tun – und die Inszenierung durch die Regie ist … ich weiß nicht, wie ich es sagen soll … es ist einfach alles so schreklich … egal.

Es gibt ein paar Punkte in der „Story“, die vermutlich schockieren oder überrachen sollen, aber diese werden so völlig nebenbei präsentiert, dass ich mir bei drei von fünf „Offenbarungen“ dachte „Na und?“ und die anderen zwei haben mich nicht mal irgendwie berührt. Da wäre sogar ein „Na und?“ schon zu viel an Emotion gewesen. Schade. Echt schade.

Dabei muss man sich den Cast mal anschauen: Dave Bautista, der ja spielen kann, wenn er will, wie wir wissen. Jamie Lee Curtis, die hier eine der peinlichsten Rollen ihrer Karriere abgibt – allerdings denke ich, ist das so gewollt. Die Figur ist peinlich hoch drei und Curtis zelebriert das Ganze. Es gibt dann eine Tanzszene von ihr, die alle, die sich noch an „True Lies“ und ihren Tanz erinnern, ängstlich das Weite suchen lässt. Und das soll eine ehemalige Tänzerin sein? Mhm. Klar.

Und Pamela Anderson? Ich sage es mal so: Meine Frau und ich haben den Film zuerst mit der deutschen Tonspur angesehen, haben dann aber aufgrund der schrecklichen Synchro beschlossen, dass wir auf Englisch umschalten und waren dann nach ein paar Minuten überrascht, dass es nicht an der Synchro lag, sondern der Film ist einfach einerseits so schlecht geschrieben und andererseits auch nicht gut gespielt. Sicher, wenn man Aufnahmen von Anderson, wie sie im Gegenlicht und bei ganz vielen Lense Flares und verschwommenen Bildern durch die Stadt tanzt – mit passender hochdramatisch-trauriger Musik – dann ja, dann spielt sie gut, aber sonst? Die einzige Emotion, die ich während dem Film von ihr vermittelt bekommen habe, war Freude, wenn sie den Mund nicht aufgemacht hat. Ich weiß nicht, welchen Film die Leute gesehen haben, die ihr Schauspiel gut fanden, aber dieser hier kann es nicht gewesen sein.

Regie hat hier Gia Coppola geführt, Nichte von Sofia Coppola und Enkelin von Francis Ford Coppola, aber man sieht hier wieder einmal, dass ein Name vielleicht Türen öffnen oder Geld für einen Film bringen kann – nur hat ein Namen offensichtlich nichts mit Talent zu tun, denn das hier ist einfach schlechtes Handwerk. Ich wollte diesen Film mögen. Meine Frau auch. Aber wir haben beide relativ rasch festgestellt, dass hier emotional null passiert und haben gehofft, dass sich vielleicht gegen Ende hin noch was tut – immerhin spricht Shelly immer über die Show und wie sie sich fühlt auf der Bühne und wie toll die Kostüme sind und so weiter und so fort.

„Vielleicht sieht man ja die Show am Ende und alles ergibt einen Sinn!“, habe ich noch gesagt. Denn das wäre durchaus ein Schluss gewesen, der alles in eine Perspektive gesetzt hätte. Der letzte, große Auftritt – man sitzt als Zuseher vor dem TV und ist völlig sprachlos, ob dieser imposanten, großartigen Show und versteht plötzlich, warum Shelly macht, was sie macht.

Aber Nein. Das heißt: Ja. Man sieht die Show. Oder einen Teil. Konrekt sind es ein paar Sekunden Aufnahmen mit Pamela Anderson in einem seltsamen Kostüm, wie sie komisch in die Kamera grinst und das war es. Man sieht nicht mal die Show an sich. Man sieht nur sie dort oben stehen. Und im Publikum – weil es ja auch so versöhnlich enden muss – sehen wir ihren „Liebsten“ und ihre Tochter, die sie anlächeln.

Warum lächelt ihr? Wenn das Shellys Lebensmittelpunkt und Quell der Freude ist, dann solltet ihr Weinen, denn die gute Frau braucht auf ganz vielen Ebenen Hilfe und Unterstützung.

Vermutlich habe ich den Film einfach nicht verstanden. Gut, war das langweilig und emotional belanglos.

„The Last Showgirl“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, weil Bautista cool spielt, Punkte.

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The Lost Bus (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/08/the-lost-bus-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/08/the-lost-bus-filmkritik/#respond Sat, 08 Nov 2025 05:00:47 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38153 Was hat Schulbus-Fahrer Kevin (Matthew McConaughey) heute für einen Tag? Nun sein Sohn ist krank, klagt sein Leid seiner Mutter, die Ex ruft ihn daraufhin an und es artet wie immer in letzter Zeit, in einen Streit aus. Seine Schüler … Weiterlesen

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Was hat Schulbus-Fahrer Kevin (Matthew McConaughey) heute für einen Tag? Nun sein Sohn ist krank, klagt sein Leid seiner Mutter, die Ex ruft ihn daraufhin an und es artet wie immer in letzter Zeit, in einen Streit aus. Seine Schüler hat er abgeliefert, doch tanken muss er noch und er ist über der Zeit, weswegen ihm seine Bosslady mit Kündigung droht.

Das Alles rückt aber durch ein riesiges Lauffeuer in den Hintergrund und die Tatsache, dass Kevin den einzigen Bus in der Nähe fährt, der eine Schulklasse mit über zwanzig Kindern von Lehrerin Mary (America Ferrera), abholen und vor dem Brand in Sicherheit bringen kann…

Regisseur Paul Greengrass habe ich kennengelernt durch seine drei Filme innerhalb des Bourne-Franchise mit Matt Damon. Was jedoch seine wahre Leidenschaft zu sein scheint, ist es Geschichten zu verfilmen, die auf wahren Begebenheiten beruhen, wie er etwa mit Green Zone oder 22. Juli demonstriert hat. Sein neuester Film, der nach einem kurzen Ausflug im Kino nun auf AppleTV+ läuft, basiert auf dem Buch „Paradise: One Town’s Struggle to Survive an American Wildfire“ von Autorin Lizzie Johnson.

Dabei geht es um die Geschichte des Busfahrers Kevin McKay, der im Jahr 2018 während dem schlimmsten Lauffeuer, dass Kalifornien je erlebt hat, 22 Schüler und zwei Lehrer heil durch das Feuerchaos manövriert hat. Die zweite Lehrkraft wurde hier aus der Story entfernt, weil sie nicht beteiligt werden wollte. Wer Greengrass frühere Filme kennt, der liebt oder hasst auch seinen Lieblings-Kamerastil und das ist die Wackelkamera.

Ich bin kein Fan davon, aber hier funktioniert sie, weil es so gut zum unkontrollierbaren Szenario passt. Überhaupt gibt es immer wieder Einstellungen, die die einnehmenden Performances der Hauptdarsteller, zeitweise in den Hintergrund drängen. Wie ein helles Gegenstück zu einem schwarzen Nichts, dass Alles zu verschlingen droht, bahnt sich hier die Feuerwalze durch das Geschehen. Ich kann ohne Zweifel behaupten, dass ich Feuer noch nie so beängstigend inszeniert erlebt habe.

Überhaupt wirken diese Drohnenflüge über die brennenden Szenarien fast so, wie die fliegenden Angriffe der Dämonen in den Evil Dead Filmen, bevor sie von dir Besitz ergreifen. Dadurch bekommt man auch das Gefühl, das Feuer hätte ein eigenes Bewusstsein und hat dabei neben der Zerstörung der Natur und Häuser, nur eines im Sinn und das ist die Jagd nach Menschen. Die brennende Zerstörung aus der Totale, erinnert dabei an dämonische Feuerplaneten aus irgendeinem SciFi-Film.

Mittendrin kommen dann genau die Charaktere zum Einsatz, die normaler nicht sein könnten und über sich hinaus wachsen müssen. Dieser Beginn, als man Matthew McConaughey (The Gentlemen) als Kevin in seinem Alltag sieht, mit Geldsorgen, einem Sohn der sagt dass er ihn hasst und einem Hund, den er seid seiner Zeit als Welpe hat und eingeschläfert werden muss, da spürt man so richtig die Schwere des Lebens. Mit Tunnelblick auf diese Sorgen gerichtet, wirkt das verschlingende Feuer und das damit all die Sorgen vorbei sind, schon fast wieder verlockend.

Wie Busfahrer Kevin dabei immer ein normaler Mensch bleibt und trotz Verzweiflung immer wieder weiter macht, sollte dabei jedem „normalen“ Menschen Hoffnung geben. Es zeigt einfach, dass dran zu bleiben und das zu nutzen, was dir das Leben gelehrt hat, auch in Extremsituationen reichen kann, ganz ohne Special Skills. In America Ferrera (Barbie) als Lehrerin Mary hat er eine starke Gefährtin, die stets darum bemüht ist, für ihre Schüler ruhig zu bleiben und sich mit Kevin zu besprechen, was der beste Weg ist.

In Summe also ein sehr gelungener Mix aus Drama und Suspense, mit tollen Performances und Effekten und Bildern auf das Feuer bezogen, wie ich sie noch nie gesehen habe. Übrigens spielt McConaugheys Sohn auch im Film seinen Sohn – er hat beim Vorsprechen aber nicht seinen berühmten Nachnamen benutzt – und seine Großmutter im Film, ist in Wirklichkeit ebenfalls Matthews Mutter. Nur so als kleine, für mich sympathische Information am Rande.

„The Lost Bus“ bekommt von mir 8/10, einer heißen Fahrt eine sehr unangenehme neue Bedeutung gebende Empfehlungspunkte.

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Assassin’s Creed Shadows – Claws Of Awaji (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/23/assassins-creed-shadows-claws-of-awaji-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/23/assassins-creed-shadows-claws-of-awaji-game-review/#respond Thu, 23 Oct 2025 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38106 Es gibt Neuigkeiten: Nachdem Gerüchte aufgetaucht sind, dass Naoes Mutter Tsuyu noch am Leben sein könnte, besucht eine Spionin von Hattori Hanzo unsere Shinobi in ihrem Versteck – angeblich ist Tsuyu auf der Insel Awaji gesichtet worden. Es gibt Anhaltspunkte. … Weiterlesen

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Es gibt Neuigkeiten: Nachdem Gerüchte aufgetaucht sind, dass Naoes Mutter Tsuyu noch am Leben sein könnte, besucht eine Spionin von Hattori Hanzo unsere Shinobi in ihrem Versteck – angeblich ist Tsuyu auf der Insel Awaji gesichtet worden. Es gibt Anhaltspunkte. Ein Puppentheater macht gerade in Japan die Runde und die Geschichte, die es erzählt handelt von einer bösen Shinobi, welche Awaji heimsucht. Aber sie sei gefangen worden.

Für Naoe klingt das sehr stark nach ihrer Mutter, also macht sie sich auf den Weg nach Awaji um der Sache auf den Grund zu gehen. Aber alles läuft schief und Naoe kommt in eine sehr brenzlige Situation.

Zum Glück weiß Yasuke, was Naoe vorhat und macht sich selbständig auf den Weg, um nachzusehen, ob alles glatt gelaufen ist. Und dann fängt der Kampf um die Befreiung von Awaji erst richtig an …

Ach, DLCs bzw. Add-Ons sind immer so eine Sache. Vor allem in Verbindung mit Ubisoft. Da gibt es tolle DLCs (zum Beispiel „Jack The Ripper“ als Zusatz von „Assassin’s Creed Syndicate„) und dann gibt es so mittelprächtige bis schwache DLCs, wie zum Beispiel „Wrath Of The Druids“ von „Assassin’s Creed Valhalla“ oder „Dead Kings“ von „Assassin’s Creed Unity„. Es ist also immer ein wenig Bauchweh dabei, wenn Ubisoft DLCs ankündigt.

Im Falle von „Claws Of Awaji“ ist die Sache rein spielerisch und storytechnisch jedoch absolut ein DLC, der auf der besseren Seite landet. Ich persönlich würde ihn sogar als richtig super einstufen. Das hat ein paar Gründe, zu denen ich gleich komme, denn ein Teil davon bezieht sich auf die Story und das macht ihn dann trotzdem zu einem Grenzfall, denn „Claws Of Awaji“ ist eigentlich der richtige Schluss zu „Assassin’s Creed Shadows“. Rein von der Story und der Emotion gegen Ende hin fühlt es sich nach dem richtigen, echten Ende an. Also eigentlich etwas, was man als zahlender Kunde beim Hauptspiel erwarten würde. Wer damit ein Problem hat, der oder die wird den DLC einfach aus Prinzip aufgrund seiner Existenz in dieser Form nicht mögen und vielleicht sogar verabscheuen.

Und ja, diesen Vorwurf muss sich Ubisoft meiner Ansicht nach klar gefallen lassen.

Andererseits verstehe ich nach dem Beenden des DLCs, warum Ubisoft die ganze Geschichte in einen DLC gepackt hat, denn tatsächlich macht er einige Sachen besser als das Hauptspiel. Da wären zum Beispiel die Bösewichte. Vier an der Zahl. Und im Gegensatz zu der im Grunde namenlosen Horde aus dem Hauptspiel haben wir alle einen Namen, eine Aufgabe und Alleinstellungsmerkmale.

Ohne zu viel spoilern zu wollen: Es gibt eine Scharfschützin, die euch hin und wieder auflauert und mit ihrem Teppo beharkt. Oder der Leibwächter der Herrscherin von Awaji, Temijo, der ein – im Vergleich zu allen anderen Gegner:innen davor (ich spreche hier von diesem Teil der Reihe, nicht der Reihe generell) – doch tatsächlich ein bisschen Komplexität als Charakter besitzt.

Dazu kommt, dass jede Mission mit der Story verwoben ist und auch die Aufträge dementsprechend wichtiger wirken und nicht mehr so generisch. Ja, man macht immer noch die gleichen Dinge wie im Hauptspiel, aber es fühlt sich anders an. Weil man ein Ziel hat. Weil man konkret weiß, warum man tut was man tut und was es bringen soll. Während in „Shadows“ das Abmurksen von fünf Bösewichten in der Story eigentlich NULL Gewicht hat – ich meine, ja, einer weniger: yeah. Aber das war es auch schon – so hat man bei „Awaji“ das Gefühl, dass es wirklich was verändert. Und das tut es auch. Nur als Beispiel: Erledigt ihr die Kapitäne von Tomejis Truppe, dann steht ihr ihm bei eurer Konfrontation allein gegenüber. Sind die Kapitäne noch da, dann kämpfen diese an seiner Seite mit.

Auch sind die Missionen für die vier Bosse cool inszeniert und auf deren Eigenschaften angepasst. So gibt es bei der Scharfschützin ein Katz- und Maus-Spiel in einem nebelverhangenen Sumpf bei Nacht. Ihr müsst von Deckung zu Deckung huschen, anhand ihrer Stimme herausfinden, wo sie sich befindet und euch dann an sie heranschleichen, immer darauf bedacht in keine ihrer Fallen zu laufen und euch nicht von den unzählten Strohpuppen, die sie zur Verwirrung aufgestellt hat, verwirren lassen. Das war unheimlich, das war spannend – das war richtig cool.

Natürlich ist es immer noch „Assassin’s Creed“ und daran ändert auch der DLC nichts. Erneut mit allen Vor- und Nachteilen. Wer damit nichts anfangen kann, der oder die wird auch mit dem DLC naturgemäß nichts anfangen können. Ich für meinen Teil fand ihn toll. Auch, dass Naoe auf der Insel gejagt wird, auf einmal Stolperfallen über die Straßen gespannt ist, aus einer Menschenmenge plötzlich ein:e Attentäter:in auf sie zuspringt oder ihr am Wegesrand Attentäter auflauern – das fand ich eine feine Neuerung. Auch, dass diese Versuche aufhören, sobald man die richtige Zielperson (sprich, jene, die das in Auftrag gegeben hat) ausschaltet fand ich ein kleines, aber feines Detail.

Und die Story: Wie gesagt – die ist dichter, gut inszeniert und actionreich. Mir hat sie gut gefallen, auch wenn es natürlich wenig bis keine Überraschungen gibt und eh alles so endet, wie man es erwartet. Und ja, es ist tatsächlich so, dass man – wenn man drüber nachdenkt – sich natürlich die Frage stellen muss, warum man das alles nicht verstreut ins Hauptspiel gepackt hat. Das ist und bleibt ein wenig seltsam, weil ich denke, dass es „Shadows“ doch um einiges besser gemacht hätte. Aber hey – es ist, wie es ist. Und für das, was es ist, ist es super.

Auch die neue Waffe – der Kampfstab – ist eine coole Ergänzung und nach anfänglichem Zögern habe ich ihn dann wirklich gerne genutzt. Zumal es auch noch cool aussieht, wenn Naoe damit Gegner verprügelt.

Alles in allem erfindet „Awaji“ das Rad nicht neu, führt aber sinnvolle Ergänzungen ein, erzählt seine (geradlinige, überraschungsarme) Story dichter und besser inszeniert und das Ende ist einfach schön und gut gelungen. Kitschig? Mag sein. Aber es ist wirklich passend und ich hatte ein sehr warmes, schönes Gefühl im Herzen als der Abspann begann. Ich finde: Wenn ein DLC, dann bitte so.

„Assassin’s Creed Shadows: Claws Of Awaji“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, als Storyende mit ein paar Neuerungen aufwartende, Punkte.

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Bei der Pilzsuche für spezielle Rezepte für das neue Restaurant ihres Freundes, findet Emily (Madison Iseman) ein altes Hexenbrett (aka Spirit Board). Zu Beginn nimmt sie es nur wegen der Optik und dem möglichen Wertes mit, doch mit der Zeit wird sie immer mehr in den Bann des Brettes gezogen.

Um der Sache Herr zu werden, wird der Rat von Alexander Babtiste (Jamie Campbell Bower) eingeholt, ein Kenner der Geschichte und des Okkulten. Dabei verfolgt er eine eigene Agenda und die beinhaltet nicht unbedingt ein Happy End für Emily und ihre Freunde…

Es gibt schon einen Grund, wenn man von Regisseur Chuck Russell´s besten Filmen spricht und dabei die wählt, die schon älter sind (etwa Nightmare 3 aus dem Jahr 1987 oder Die Maske von 1994). Seine neueren Filme wie Rage, sind nämlich nicht wirklich gut. Aktuell hat er sich an das Remake von „Witchboard: Die Hexenfalle“ aus dem Jahr 1986 getraut. Das Franchise schaffte es damals auf drei Teile und ich muss zugeben, ich habe keinen der Filme gesehen.

Die Story in dieser neuen Version ist aber sowieso eine andere und sie würde durchaus funktionieren, zumindest vom Drehbuch ausgehend. Mit einem Budget von 15 Millionen Dollar können Amerikaner jedoch nicht sehr viel erreichen, wie uns die Vergangenheit bereits oft gezeigt hat. Schlechte CGI-Momente sind dabei obligatorisch – über die rege ich mich hier nicht auf – viel mehr ist es die Verbindung mit dem Ursprung der antagonistischen Hexe im Film, die darum nicht funktioniert.

Mehrere male springt die Handlung in ein Frankreich des Jahrs 1690 und bis auf die Horror-Elemente (ein Baum, an dem abgetrennte Hände baumeln) und die Kamerafahrten, sind die Kostüme und Settings einfach unglaubwürdig. Die Lächerlichkeit der „Kostüm-Show“, vernichtet dabei die gesamte Stimmung. In der Gegenwart, bekommt das Russell viel besser hin. Dabei hilft ihm natürlich die Stadt New Orleans, die sich hier energetisch aufgeladen wie in einem Fiebertraum präsentiert.

Diese knisternde Atmosphäre entlädt sich dann in einer Szene in einem Restaurant und dafür hat sich das Warten auch gelohnt, denn der Film lässt sich zunächst durchaus Zeit, um die Hauptfiguren zu etablieren. Bei einer Laufzeit von fast zwei Stunden, sind dafür auch gestreckte Momente dabei und welche zum Kopfschütteln. Ein Beispiel? Ich lasse das offensichtlich gefährliche Witchboard bei meiner Freundin und fahre mit meiner Ex zum einem Mann, der ihr vielleicht helfen kann. Klingt stimmig, oder?

Das Finale selbst ist nach der Orgie im Restaurant dann nicht nur zahm, sondern auch einfach nur albern, Kopf schütteln und unfreiwillige Komik sind da als Reaktionen inbegriffen. Da machen die vom Bord verursachten Morde in der ersten Filmhälfte auf Grund ihres „Final Destination“ Charakters, viel mehr Spaß. Die bereits im Genre erfahrene Madison Iseman (Annabelle 3, Ikwydls-Serie) als Emily ist als Figur interessant und macht auch vom Schauspiel ihre Rolle sehr gut.

Wie sie Momente zeigt, die ihre frühere Drogensucht widerspiegeln oder wie anders von ihrem gesamten Auftreten sie spielt, wenn sie von der Hexe aus dem Bord übernommen wird, das funktioniert und ist durchaus cool. Jamie Campbell Bower (Stranger Things Season 4) als Alexander ist die zweite Gefahr für Emily und auch wenn er charismatisch ist und das schon überzeugend spielt, irgendwann kommt da der Punkt, wo es over the top wirkt.

Natürlich wollte Russell seinen Film stilistisch an Horrorfilme der 80er und 90er anlehnen (was er auch in einem Interview sagt), was aber nicht heißt, dass hier neben dem Flair auch der Unterhaltungswert mit eingefangen wurde. Ein Film der Marke: für jede Sache, die funktioniert, gibt es eine Sache, die weniger bzw. so gar nicht klappt. Als kleiner Guilty Pleasure Happen oder ohne volle Konzentration als einer von mehreren Filmen bei einer Halloween-Party, aber durchaus brauchbar.

„Witchboard“ bekommt von mir 5/10 die böse Energie des einen Alles sehenden Auges, nicht erkennende Empfehlungspunkte.

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Assassin’s Creed Shadows (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/18/assassins-creed-shadows-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/18/assassins-creed-shadows-game-review/#respond Sat, 18 Oct 2025 05:00:34 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38099 Das Leben ist Idylle. Japan. Freies Land. Ehre. Pflicht. Höflichkeit. Aber die Zeiten sind hart und Nobunaga will das gesamte Land unter seiner Herrschaft vereinen. Und dazu schreckt er auch vor Waffengewalt nicht zurück. Er überzieht das gesamte Land mit … Weiterlesen

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Das Leben ist Idylle. Japan. Freies Land. Ehre. Pflicht. Höflichkeit. Aber die Zeiten sind hart und Nobunaga will das gesamte Land unter seiner Herrschaft vereinen. Und dazu schreckt er auch vor Waffengewalt nicht zurück. Er überzieht das gesamte Land mit Krieg, verleibt sich eine Provinz nach der anderen ein verlangt absoluten Gehorsam. So passiert das auch in Iga, Heimatort von Naoe, die mit ihrem Vater und ihrer Großmutter ein beschauliches Leben lebt. Ihre Mutter ist verschollen – totgeglaubt.

Als Iga von Nobunaga und seiner Armee überfallen wird, muss sich Naoe beweisen – als Shinobi und als Erbin ihres Vaters. Jener Tag bzw. jene Nacht verändern alles. Zum einen erfährt Naoe viel über ihre Vergangenheit und ihr Vater hat viel vor ihr geheimgehalten. Das meiste davon hat mit einer versteckten Klinge zu tun.

Als Nobunaga dann Iga niederbrennt ist ein Samurai in der Gruppe dabei, der als Nobunagas Kampfhund dient – Yasuke. Ein schwarzer Samurai und klarer Feind von Naoe. Sie kommt nur knapp mit dem Leben davon.

Nachdem Naoe sich von den Schrecken dieser Nacht erholt hat und bereit ist in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, wird klar, dass auch der schwarze Samurai eine Rolle spielt, die anders aussieht als zuerst gedacht: Als Naoe in eine Falle gerät, da rettet er sie. Und schwört ihr die Treue. Denn auch er hat eine Vergangenheit mit der versteckten Klinge. Und das Wort „Templer“ hat für ihn eine viel größere und bedrohlichere Bedeutung als für Naoe.

Was sich jedoch bald ändern wird …

Viel hing am Erfolg von „Assassin’s Creed Shadows“. Ubisoft ist gestrauchelt, ach, was schreibe ich: Die sind schwer gestürzt. Und nachdem „Star Wars Outlaws“ den gewünschten Erfolg (weder in den Kritiken noch finanziell) gebracht hat, war die Frage, ob Ubisoft weiterhin Ubisoft bleiben wird. „Shadows“ hat die Sache zumindest zum Teil wieder rausgerissen – auch wenn eine zweimalige Verschiebung notwendig war, damit der Start möglichst bugfrei und rund abläuft. Aber das hat sich ausgezahlt – ich zumindest hatte bei meinem Durchspielen in über 100 Stunden keinerlei Probleme oder Bugs. Null. Nada. Keine.

Zumindest das ist Ubisolft geglückt. Allerdings muss man anmerken, dass auch „Dragon Age: The Veilguard“ technisch betrachtet absolut reibungslos gestartet ist und ich habe selten ein so poliertes (positiv gemeint) Spiel gespielt in den letzten Jahren. Geholfen hat es trotzdem nicht und das Spiel ist gnadenlos gescheitert.

Ein Schicksal, welches auch „Assassin’s Creed Shadows“ hätte bevorstehen können. Ich habe null Kenntnis über Verkaufszahlen, soweit ich jedoch herausfinden konnte war „Shadows“ ein Erfolg. Trotzdem hat Ubisoft ein paar seiner großen IPs ausgegliedert und (wenn ich mich korrekt entsinne) mit Tencent bzw. deren Geld ein neues Studio namens „Vantage Studios“ gegründet, welches die größten Marken á la Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six überwachen soll.

Wie dem auch sei – das nur als Hintergrund und warum der Erfolg von „Shadows“ für Ubisoft so wichtig war bzw. immer noch ist.

Was ist jetzt aber mit dem Spiel an sich? Nun, zuerst die Eckdaten: Wir bewegen uns in der Gegend von 1756 durch Japan. Wir haben zwei Protagonist:innen. Naoe als schleichende Shinobi und Yasuke als Samurai mit mächtig Durchschlag. Letzteren schaltet man allerdings erst im Laufe der Story frei. Bei mir hat das schon mal gut 15 Stunden gedauert, wenn nicht sogar länger. Und die beiden spielen sich tatsächlich verschieden. Mit Yasuke Aussichtspunkte erklettern? Vergesst es. Mit Naoe eine halbe Armee konfrontieren? Keine Chance. Die beiden haben klar ihre Rollen. Es gibt auch Missionen, die entweder die eine oder der andere annehmen kann und der oder dem anderen versperrt sind. Das ist im Regelfall allerdings von der Story her völlig klar und nachvollziehbar. Bis auf kleinere Ausnahmen, in denen zB Yasuke einen Gefangenen befreien soll. Ich hatte jedoch mehr Lust auf Stealth. Die Folge: Als ich dann vor dem Gefängnis saß meinte Naoe sinngemäß: „Da ist ein Gefangner den Yasuke befreien sollte.“ Und das war es dann. Nix mit „trotzdem Tor öffnen“ oder so. Hätte man vielleicht besser lösen können. Wobei das bei mir nur ein einziges Mal vorkam.

Von den doppelten Protagonist:innen abgesehen gibt es auch noch ein paar weitere Neuerungen: Die Aussichtspunkte zum Beispiel. Die sind immer noch da, nur ist es dieses Mal so, dass sie nicht die gesamte Karte aufdecken, sondern nur einen Teil und außerdem muss man selbst die Gegend von dort oben aus absuchen und so deckt man nach und nach interessante Orte auf. Diese werden mit einem Fragezeichen markiert und wer wissen will, was sich dort versteckt muss schon selbst hinlaufen/reiten. Hat ein wenig gedauert, bis mir das klar wurde – finde ich aber im Nachheinein ein passende und coole Idee. Wer alle Aussichtspunkte einer Provinz erreicht hat, deckt (seit dem letzten Patch zumindest) die gesamte Provinz auf. Find ich auch gut.

Neu ist auch, dass die Möglichkeit die Skilltrees bis oben zu nutzen nicht nur an Erfahrungspunkte, sondern an Wissenslevel geknüpft ist. So muss man – auch hier pro Person verschiedene – Nebenaufgaben erfüllen und beim Erreichen einer bestimmten Anzahl wird das nächste Wissenslevel freigeschaltet und man kann auf neue Skills zugreifen. Auch zuerst ungewohnt, aber mit der Zeit hat mir das auch gefallen. Zumal die Nebenaktivitäten Spaß machen und man kommt auch ganz nach oben wenn man nicht alle „abarbeitet“.

Einige werden vermutlich sauer sein, dass die versteckte Klinge nicht automatisch alle Gegner liquidiert, dazu muss man erst Skills freischalten, die in meinen Augen jedoch rasch zu erreichen sind und mit der richtigen Ausrüstung wird man immer noch zum tödlichsten Schatten in der Nacht. Ich hatte zB meine Tanto ausgerüstet, was bedeutet, dass Doppel-Attentate möglich waren und noch dazu Kleidung angelegt, die ich mit einem Buff verstärkt hatte, welcher es Nao ermöglichte nach erfolgreichem Einsatz der versteckten Klinge ein Wurfmesser auf den nächstbesten Gegner zu werfen – One-Hit-Kill inklusive. Macht Spaß, kann ich nur sagen.

Genauso wie es Spaß macht mit Yasuke versperrte Türen einfach niederzurennen oder Gegner mit dem berüchtigten Kick durch die Gegend zu kicken. Auch die Auswahl der Waffen ist breit und passt zur jeweiligen Figur, auch wenn ich für mich realativ rasch beschlossen hatte, mich auf Katanas, Bogen und die versteckte Klinge zu konzentrieren.

Das Kampfsystem setzt auf Parieren oder Ausweichen – roten Angriffen muss man ausweichen und blaue Angriffe kann man parieren. Allerdings habe ich das Timing nie so richtig hinbekommen. Macht aber nix – vorausgesetzt es stört euch nicht, wenn eure Figur (Naoe zumindest – Yasuke steckt so viele Treffer ein, dass er ohnehin fast nicht sterben kann – mit der richtigen Rüstung!) herumrollt wie Geralt in „The Witcher: Wild Hunt„.

Ihr merkt es schon: Ich mochte und mag „Shadows“. Nämlich wirklich. Das Gameplay ist großartig. Stealth funktioniert toll – vor allem mit Naoes Greifhaken und der Möglichkeit Lichtquellen zu löschen. Die zerstörbare Umgebung macht auch Laune. Und das sich die Jahreszeiten (je nachdem wie oft man die Schnellreise nutzt und andere Parameter, die gezählt werden) unregelmäßig ändern fand ich auch toll. Zumal Japan im Winter wirklich gänzlich anders aussieht als im Frühling oder Herbst (grandiose Farben! Überhaupt sieht das Spiel wahnsinnig toll aus!). Mitzählen darf man allerdings nicht und das Timing ist manchmal storytechnisch ein Problem. Wenn ich zB rasch und dringend aus Storygründen von A nach B muss und auf einmal ist am Weg statt Herbst Winter, dann passt das nicht immer so ganz mit der Zeit zusammen, die da am Weg überhaupt vergehen kann. Aber geschenkt. Das sind Kinderkrankheiten und das System selbst ist super. Und – wie gesagt – optisch generell 1A.

Was ich Ubisoft allerdings ankreide bzw. was sie wirklich selten hinbekommen ist das Erzählen der Story: Vorweg: Ich mag die Story. Ja, es ist eine Rachgeschichte, aber es steckt mehr drin. Nur wird sie ein wenig holprig erzählt. Am Anfang hat man eine richtige Wagenladung an Rückblenden, Zwischensequenzen und Story – und dann passiert viele Stunden in denen man/frau die zwölf Attentatsziele und alle anderen (unglaublich viele) Zielpersonen ausschaltet wenig bis nichts. Die Figuren bleiben wenig im Kopf, die Geschichten sind nett, aber nicht herausragend und eigentlich bleibt man nur dran, weil die Game-Mechaniken einfach toll sind und super funktionieren. Das Gameplay macht einfach Spaß. Und dann wird am Ende wieder ein Haufen Story aus dem Ärmel geschüttelt.

Da hat man eine große Chance verpasst. Die Storyrückblicke und/oder die Offenbarungen und diverse Plot-Twists (nennen wir es mal so) hätte man ja mit den Zielen verknüpfen können und wie in den älteren Teilen (oder das letzte Mal in großartiger Form in in „Origins„) nach Erledigen der Zielpersonen in Zwiegesprächen und/oder spielbaren Rückblicken erzählen können. Das wäre sich locker ausgegangen. So wäre man mehr an der Story drangeblieben und gerade die Rückblenden hätten sich perfekt dafür angeboten. Die Reihenfolge wäre ja egal gewesen, weil man ja eh alle in den richtigen Kontext setzt. Schade. So meuchelt man sich stundenlang durch austauschbare Gegnerhorden (erneut: Gampelay ist großartig), bis am Ende dann auf einmal alles gleichzeitig passiert.

Naoe und Yasuke sind toll – vor allem in Kombination. Und die Szenen in welcher sie (zwei Mal) als Gegner aufeinandertreffen fand ich richtig großartig. Vor allem das zweite Mal, als Naoe realisiert, wer sie da begleitet hat die ganze Zeit und warum sie anfangs als Monster gesehen wurde. Da hatte ich wirklich nasse Augen – das war ganz großes Kino. Ja. Danach sind Yasuke und Naoe ein bisschen sehr schnell sehr gute Freunde (je nachdem, welche Missionen ihr als nächstes angeht kann es schon sein, dass die beiden fünf Minuten später scherzen wie ewige Freunde). Hat man das mal akzeptiert ist allerdings wieder alles in Butter und die Beziehung der beiden, geprägt von Respekt und einem gemeinsamen Ziel, ist wunderbar anzusehen. Auch wenn man in den Missionen immer nur einen der beiden spielt, so gibt es auch immer wieder mal Aufträge, bei denen beide zB ein Schloss stürmen und Naoe die Schützen ausschalten muss während Yasuke im Hof aufräumt. Funktioniert. Aber auch das hätte man sicher besser lösen können.

Auch besser hätte man die Gegenwartsstory lösen können, die mit einer ziemlich interessanten Prämisse einhergeht. IHR/WIR, die Spieler:innen, sind das nächste Ziel der Templer:innen. Gehirnwäsche, Lügen und KI – mit diesen Methoden sollen wir unterjocht werden. Und die spielbaren Erinnerungen von Naoe und Yasuke erwecken den Geist der Rebellion in euch/uns. Coole Idee – auch nett gemacht, aber leider sind die Storyschnipsel im Animus-Hub, im sogenannten „Vault“ versteckt. Ihr müsst regelmäßig neu generierte Missionen erfüllen, damit Punkte sammeln und nur dann könnt ihr Belohnungen freischalten. Es gibt mehrere „Projekte“. Und in 21 Stufen pro Projekt schaltet man entweder Ausrüstung, Keys oder eben Storyschnipsel (Audio-Logs, Textfragmente, usw) frei. Nett und eigentlich okay. Ein bisschen zäh ist es dennoch, wenn ich drei Tage warten muss auf die nächsten generierten Missionen und doch nur wissen will, wie dieser Teil der Story weitergeht.

„Assassin’s Creed Shadows“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, ein rundum cooles Erlebnis bietende, Punkte.

PS: Nein, „Assassin’s Creed Shadows“ ist kein „Ghost Of Tsushima“ oder „Ghost Of Yotei“. Es ist in erster Linie ein „Assassin’s Creed“ mit all dessen Vor- und Nachteilen. Das muss euch klar sein, sonst werdet ihr enttäuscht. Ich für meinen Teil? Ich find’s/fand’s großartig.

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American Horror Story: Asylum (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/16/american-horror-story-asylum-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/16/american-horror-story-asylum-serienkritik/#respond Thu, 16 Oct 2025 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=31674 Im Jahre 1964 wird Kit Walker (Evan Peters) in die Irrenanstalt Briarcliff eingeliefert, die von der beinharten Schwester Jude (Jessica Lange) geleitet wird. Kit soll ein berüchtigter Killer sein, der seinen Opfern die Haut abzieht, doch Kit beteuert seine Unschuld. … Weiterlesen

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Im Jahre 1964 wird Kit Walker (Evan Peters) in die Irrenanstalt Briarcliff eingeliefert, die von der beinharten Schwester Jude (Jessica Lange) geleitet wird. Kit soll ein berüchtigter Killer sein, der seinen Opfern die Haut abzieht, doch Kit beteuert seine Unschuld. Was ihm keiner glaubt, da er an einer Alien-Entführungs-Geschichte als Alibi festhält.

Doktor Thredson (Zachary Quinto) kommen bei seiner Behandlung jedoch langsam Zweifel, ob er wirklich der gesuchte Mörder ist. Gleichzeitig erreicht die Reporterin Lana Winters (Sarah Paulson) Briarcliff und trifft sogleich auf Widerstand durch Schwester Jude. Das geht so weit, dass Lana schließlich selbst zur Patientin wird, da sie von ihrer Homosexualität geheilt werden soll…

Dies ist Staffel 2 der AHS-Serie und sie stammt aus dem Jahr 2012. Wie schon ist der ersten Staffel spielt auch hier ein Großteil der Handlung in nur einem Gebäude, dass man getrost als eigenständigen Charakter bezeichnen kann. Während es sich bei „Murder House“ um ein Familiendrama gehandelt hat, ist „Asylum“ sozusagen ein Arbeitsplatzdrama. Das Spiel mit den verschiedenen Zeitebenen, wurde dabei beibehalten, nur umgedreht.

Die Handlung beginnt im Heute und spielt dann fast ausschließlich bis auf kleine Unterbrechungen in der Vergangenheit und im Finale, werden die Auswirkungen präsentiert. Die dreizehn Folgen bis dahin sind prall gefüllt mit Wahnsinn und Horror. Alien Entführungen, Mutanten Nazi-Experimente, dämonisch Besessene, Haut sammelnde Killer und barbarische Methoden anwendende Irrenanstalts-Mitarbeiter.

Dass das alles innerhalb dieser Welt „normal“ und vor allem stimmig wirkt, ist doch eine eigene Kunst. AHS ist ja klar eine Serie, auf die man sich einlassen muss, damit sie richtig funktioniert. Wenn übermenschlichem Schrecken eigentlich immer menschliche Abgründe voraus gehen und viele der unangenehmsten Aktionen ihren Ursprung im echten Leben haben, dann ist der Grusel dennoch viel realer, als man es sich wünschen würde.

Vor allem wie man mit sogenannten geistigen Krankheiten oder Homosexualität umgegangen ist bzw. „Heilung“ herbeiführen wollte, da muss man schon ein paar mal schlucken. Besonders auch weil das Ambiente der 60er Jahre so authentisch eingefangen wurde und man sich völlig in die Zeit versetzt fühlt. Die Darsteller geben wieder alles, sowohl bekannte Gesichter als auch neue, was wiederum einige Fernsehpreise nach sich zog.

Von den Neuen ist mir vor allem James Cromwell (I, Robot) als Doktor Arden im Gedächtnis geblieben, der einfach eine einschüchternd abstossende Präsenz hat und innerhalb seiner alles der Wissenschaft untergeordneten Unmenschlichkeiten, kaum zu überbieten ist und wie er liebt und dies auslebt, davon fange ich erst gar nicht an. Zachary Quinto (Hotel Artemis) ist nun beim Hauptcast dabei und sein Doktor Thredson ist eine Schlüsselfigur für fast jeden der übrigen Mitspieler (mehr verrate ich lieber nicht).

Während die beiden Männer zwar vielschichtig sind, aber dennoch eben die bleiben, die sie sind, entwickeln sich die Damen ziemlich weiter. Sarah Paulson (Ocean´s Eight) als Reporterin und Jessica Lange (Tootsie) als Oberschwester erleben dabei mehr, als man es irgendeinem Menschen wünschen würde und was man für sie empfindet als Zuschauer, ändert sich auch mehrere Male. Als Gaststars sind diesmal unter anderem Franka Potente (Die Bourne Identität), Ian McShane (John Wick 3) oder Adam Levine (Popstar) mit dabei.

Viel der Spannung kommt daher, dass man sich eine (oder mehrere) der Protagonisten als Identifikationsfigur heraus sucht (wie immer eben bei einer Serie/einem Film) und bei Asylum eben nie genau weiß, ob man sich die Richtige ausgesucht hat. Da kann man sich schnell auch einmal betrogen fühlen als Zuschauer oder das Vertrauen verlieren, wenn wieder neue, bisher versteckte Geheimnisse ans Licht kommen. Natürlich passiert das ebenso in die andere Richtung.

Insgesamt ist Staffel 2 von AHS für mich deshalb in keiner Weise schwächer als die erste, sie funktioniert nur etwas anders. Lauter, mit (noch) mehr miteinander verwobenen Personen versehen und mit sich weiter auswirkenden Schrecken. Man wird vom Sog hier nicht so schnell geschluckt wie bei „Murder House“, dafür ist man nach ein paar Folgen richtig drinnen, ohne es wirklich bemerkt zu haben. Auch das Ende ist sehr gelungen, ambivalente Gefühle mit einbezogen.

„AHS Asylum“ bekommt von mir 8,5/10 einen Ausweg aus einem Leben voller Schrecken suchende Empfehlungspunkte.

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