Star Trek: Discovery (Serienkritik)

Der Weltraum – unendliche Weiten. Der Sträfling Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) landet auf dem Raumschiff USS Discovery anstatt wie erwartet zu einem Gefängnis transferiert zu werden. An Bord der Discovery verrichtet sie diverse Tätigkeiten, die ihr Captain Lorca (Jason Issacs) zuweist. Aber was ist eigentlich der Auftrag der USS Discovery…

Star Trek“ ist ein Franchise, dass einen interessiert oder nicht. Ich persönlich war fasziniert ob der Nachricht, dass es eine neue Serie geben würde, mit dem Namen „Star Trek: Discovery“. Die Frage für mich war, was man diesem Franchise noch interessantes hinzufügen könnte und muss sagen, nach nun 4 Folgen bin ziemlich begeistert.

Was sofort ins Auge fällt, ist die Optik der Serie. Die Kostüme, Sets, Kulissen und Special Effects sind qualitativ extrem hochwertig und an keiner Stelle sehen sie nach Kabelfernsehen aus. „Star Trek: Discovery“ könnte ohne weiters im Kino laufen und keiner würde vermuten, dass es eine Fernseh-Serie ist. Das wohl nicht zuletzt daran liegt, dass das Budget einer einzelnen Folge bei ca 8 Millionen Dollar liegt, was „Star Trek: Discovery“ zu einer der teuersten Serien aller Zeiten macht.

Mit der Ausstrahlung dieser Serie versuchte der Sender CBS etwas Neues. Anstatt die Folgen wie gewohnt im Fernsehen laufen zu lassen, lief nur der Pilot dort und alle anderen Folgen konnte man nur auf deren Streaming-Plattform All-Access sehen, was zu einem Rekord an Neu-Anmeldungen führte.

Thematisch befasst sich „Discovery“ in den ersten Folgen viel mit dem Auftauchen der Klingonen, nachdem diese über Jahrzehnte nicht gesehen worden waren. Ich persönlich finde die Story ziemlich interessant und bin überrascht, dass sie Folgen-übergreifend behandelt wird und nicht nur in der Pilot-Folge.

Die Klingonen erhielten übrigens ein gewaltiges optisches Make-Over und sehen wahrlich imposant aus. Man sieht nicht nur die Sicht der Sternenflotte was diesen Konflikt betrifft, sondern auch die der Klingonen. Man verbringt viel Zeit in deren Gesellschaft und bekommt einen Einblick in ihre Beweggründe, ihr Sozialverhalten und deren Taktik. Meiner Meinung nach, war es ein interessanter, gut durchdachter Schachzug, dieser sehr bekannten Rasse mehr Geschichte zu geben.

Die Hauptrolle wird von Sonequa Martin-Green (New Girl) gespielt. Michael Burnham wurde auf dem Planeten Vulkan groß gezogen und hat anfangs sichtlich Probleme damit, menschliches Verhalten zu versehen, obwohl sie selber ja ein Mensch ist. Burnham wird nach versuchter Meuterei ihres Ranges enthoben und zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt, landet aber durch eine Reihe Zufälle auf der USS Discovery.

Saru wird von Doug Jones gespielt, der scheinbar gemeinsam mit Andy Serkis der erste ist, der hier schreit, wenn es darum geht seltsame Wesen darzustellen. Sei es in „Hellboy“, oder „Pan`s Labyrinth“, oft steckt er hinter diversen verrückten Masken. So auch hier. Saru ist ein Kelpien, eine Rasse die bekannt dafür ist, feige zu sein. Sein Verhalten ist stets auf Logik basierend, was seine Kollegen, die gerne mal auf ihr Bauchgefühl hören, ein wenig irritiert.

Jason Issacs (A Cure for Wellness) spielt den Captain der USS Discovery, Gabriel Lorca. Sein Charakter ist eher undurchsichtig und schnell merkt man, dass er sich beinahe als Einziger bewusst ist, dass die Forschungsmission des Raumschiffes durch eine andere, dringlichere ersetzt wurde – nämlich Waffen gegen die Klingonen zu entwickeln, da diese technologisch hoch entwickelt sind. Ganz nebenbei retten sie auch das eine oder andere Leben.

Fazit: I Like! Ich werde auf jeden Fall die Staffel zu Ende sehen. Das Rad wird hier freilich nicht neu erfunden, doch interessante Charaktere, engagierte Schauspieler und ein bisher kohärenter Plot machen „Star Trek: Discovery“ für mich sehenswert

Diese Serie bekommt von mir 8,5/10 das Weltall erforschenden Punkten


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