Oldies but Goldies: 101 Dalmatiner (Filmkritik)

Der Dalmatiner Rüde Pongo ist wie jeden Tag mit seinem Herrchen Roger unterwegs, als er plötzlich die Dalmatinerin Perdita und ihre Besitzerin Anita erblickt. Sofort verlieben sich die zwei Hunde und mit mehr oder weniger großer Hilfe von Pongo, werden nicht nur er und die Hundedame seines Herzens, sondern auch deren beider Besitzer schnell zum Paar. Bald kommt Nachwuchs in Form von 15 kleinen Hundewelpen, es könnte also kaum besser laufen für die tierische Familie. Gefahr droht jedoch in der Gestalt der superreichen Cruella De Vil, die unbedingt einen Mantel aus den Fellen der kleinen Dalmatiner besitzen möchte und auch nicht davor zurückschreckt, die kleinen Hunde einfach zu entführen.

101-Dalmatiner

2012, das Jahr der Disney-Klassiker Blu-Ray Neuerscheinungen geht in die nächste Runde. Neben den beiden Cap und Capper Filmen, den beiden Bernhard und Bianca Abenteuern, Aristocats und Cinderella (und noch einigen mehr), ist nun auch 101 Dalmatiner zu wohl verdienten HD-Ehren gekommen. Der Film, der damals nur 4 Millionen Dollar gekostet hatte und bis heute (mit mehrmaligen Wiederaufführungen) bereits über 200 Millionen Dollar eingespielt hat, setzte dabei erstmals auf das kostengünstigere Xerox-Verfahren, dass die Zeichnungen der Künstler nahezu eins zu eins auf die Filmzellen übertragen konnte.

Cruella De Vil zählt ja nicht zuletzt seit den beiden Realverfilmungen mit Glenn Close in der Titelrolle, zu einer der charismatischten Bösewichte des gesamten Disney Universums. Dies und die Tatsache, dass die Idee sich aus Hundefellen einen Mantel anfertigen zu lassen und man dafür ausgerechnet Tiere einer „glücklichen Mensch-Hunde Familie“ auswählt, doch ziemlich skurril daherkommt, machen diesen Film zu einer der unterhaltsameren aufpolierten Wiederveröffentlichungen alter Disney Klassiker (immerhin hat der Film hat schon einige Jahre auf dem Buckel, stammt der doch aus dem Jahre 1961).

Der Mix aus der (für damalige Verhältnisse) wohlbekannten Disney-Warmherzigkeit, gepaart mit den heiteren Gesangseinlagen und den Krimipassagen bei der Wiederfindung der entführten kleinen Welpen, funktioniert einfach auch heute noch sehr gut. Trotz des schrillen Schreckens, den die alle überragende Figur der Cruella De Vil ins Spiel bringt, bleibt der Film natürlich zu jeder Zeit harmlos und liebenswert, geeignet also am Besten für Hundefreunde, Disneyfans, Sammler und kleinere Kinder, die durch die Rasanz der aktuellen Animationsfilme noch nicht völlig geprägt worden sind, da sie dieses Abenteuer ansonsten wohl als eher langweilig einstufen würden.

101 Dalmatiner bekommt von mir 8/10 auf den Hund gekommene Empfehlungspunkte.


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