John Rambo (Filmkritik)

Rambo (natürlich gespielt von Sylvester Stallone) lebt zurückgezogen in einem kleinen Kaff mitten in Thailand und verdient sich sein Geld damit verschiedene giftige Schlangen für Shows einzufangen.

Er lebt sein Leben so dahin ohne Ziele, und der Rest der Welt kann ihm gestohlen bleiben.
Bis eine von ihm ins Kriegsgebiet Burma transportierte Gruppe christlicher Missionare von Soldaten gefangen genommen wird, und Rambo gebeten wird, eine Gruppe von Söldnern in das feindliche Gebiet zu führen für eine Rettungsmission.

Hiermit hat Sylvester Stallone nach Rocky seine zweite Paraderolle wiederbelebt und zu einem würdigen (das muss wohl jeder für sich selbst beurteilen) Ende gebracht.
Er agiert als Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler zugleich, das Resultat dürfte also Stallone pur sein ohne allzu große Hollywoodverwässerung.
Und das sieht man auch.

Rambo ist ein dreckiger, kleiner Actionkracher der mich an die guten alten Zeiten in den 80er Jahren erinnert hat, als uns noch richtige Männer wie Schwarzenegger, VanDamme, Seagal oder eben Stallone vor den bösen Mächten dieser Welt mit reiner Muskelkraft beschützen konnten.

Vielleicht funktioniert dieser ultrabrutale Ballerfilm sogar als Antikriegsfilm für manche Menschen, oder man nimmt ihn einfach nicht ernst und hat mit ein paar Freunden und ein paar Bier einfach Spass beim Anschauen, obwohl ich glaube, dass Mr. Stallone auch dem Zuschauer die Schrecken des Krieges vor Augen führen wollte, mit denen Rambo selbst ein Leben lang konfrontiert war.

Ein gut und vor allem konsequent gemachter Film, der auf subtile Charakterzeichnung gezwungenermaßen keinen allzu großen Wert legen kann, ist auf jeden Fall dabei herausgekommen. Ich freu mich schon darauf bei der nächsten passenden Gelegenheit einen der coolen Rambosprüche anzuwenden: „Lebe für Nichts oder stirb für Etwas. Deine Entscheidung!“

John Rambo bekommt von mir 6,5/10 wütende, dauerballernde Empfehlungspunkte.


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